Ihre Meinung zu: Flucht übers Mittelmeer: Anstieg der Todesfälle

3. Juli 2018 - 17:47 Uhr

Während in Deutschland die Asyldebatte geführt wird, ertrinken im Mittelmeer zahlreiche Flüchtlinge: Allein seit dem Wochenende starben mehr als 200 Menschen, seit Jahresanfang wohl mehr als 1400.

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Kommentare

Schlimm, aber nicht unsere Verantwortung

Es ist schlimm, wenn Menschen im Mittelmeer sterben. Aber so lange wir niemanden dazu auffordern, sich in einem Schlauchboot aufs Meer zu begeben - wovon jeder weiß, dass es höchst gefährlich ist, auch diejenigen, die dabei zu Tode kommen, haben wir keine Verantwortung für diese Todesfälle.
Deshalb ist es auch unangebracht, dass Berichte sehr häufig mit so etwas wie einem Unterton des moralischen Gefordertseins arbeiten. Wer als erwachsener sich in diese extreme Gefahr begibt, handelt selbständig, wenngleich unverantwortlich. Seine Kinder dem auszusetzen ist fahrlässig wenn nicht kriminell.
Das ist auch der Vorwurf, den man gegen die selbsternannten Retter erheben kann, sofern deren Einsätze suggerieren, das tatsächliche Risiko eines Überfahrtversuches per Boot sei überschaubar.

Grausame Zahlen, die zeigen

Grausame Zahlen, die zeigen wie zynisch und menschenverachtend alle rechtspopulistischen Begriffe wie "Asylshuttle, Asyltourismus" etc. sind. Und ein großer Dank an jedes Schiff - egal ob Containerschiff oder NGO-Schiff, das Menschen aus Seenot vor dem Ertrinken gerettet hat.

Nur ein radikaler Geburtenrückgang in Afrika

kann den Afriaknern eine bessere Zukunft bescheren. Der Kontinent gebärt sich gerade kaputt. Und die Folge sind immer weniger Afrikaner im Glück und immer größeres Leiden und mehr Tod.

500 tödliche Badeunfälle in 2016

was tut man dagegen ?
ist ja wirklich lobenswert im Mittelmeer nen "Rettungsdienst" aufzubauen
aber sollte man nicht auch die Unfälle an deutschen Seen oder Flüssen
mal versuchen einzudämmen
oder warum ist das eher kein Thema/ fehlt die Lobby

Diese Meldungen sind

Diese Meldungen sind geschenkt. Jeden Tag sterben mehr Kinder in Afrika als Menschen von dort im Mittelmeer ertrinken. Pure Heuchelei der Politik und der Systemmedien. Wie gehört ist jeder Euro in Afrika 10x mehr wert als hier in Deutschland.

Flugblätter verteilen...

In dem Gebieten (wo die Flüchtlinge starten) sollten eigentlich Infoblätter verteilt werden, welche auf die Risiken drauf aufmerksam machen...
Es muss halt mehr getan werden, um die Flüchtlinge generell aufzuhalten und zu informieren...

18:04 von Das weite Meer

Nur ein radikaler Geburtenrückgang in Afrika
kann den Afriaknern eine bessere Zukunft bescheren
.
ich meine aber das ist die Aufgabe der Afrikaner
ich zwinge die nicht zu dieser Einsicht
so wenig wie ich mich zwingen lasse,
das Ergebnis der fehlenden Einsicht hier aufzunehmen

Seenot

Faktisch ist das retten von Menschen, welche auf hoher See drohen zu ertrinken , eine Rettungsleistung aus " Seenot ".
Hinterfragen wir diese Verhaltensweise, wo Menschen sich Seenot aussetzen, so müssen wir feststellen, daß diese Menschen mit gutem Zutrauen , wissen daß diese gerettet werden.
Das wissen auch diese, welche für die Menschen die " Überfahrt " organisieren, da sie auch sie wissen daß diese aus " Seenot " gerettet werden.
Muß man in diesem Problem nicht das Wort Seenotrettung hinterfragen.
Für mich ist dies eine Ausnutzung, da diese Menschen , ohne jetzt die Gründe ihrer Flucht zu beleuchten, das Wagnis eingehen.
Löscher in den Gesetzen ausnutzen wie bei Steueroasen,...... nur jetzt geht es um Menschenleben.

Solange Bilder über großangelegte Rettungsaktionen kusieren...

Werden sich Menschen auf dem Weg machen...

wie mit Syrien?

Die Stimmung kippt und die "Guten" verlieren an Boden --> dramatische Meldungen!
Mehr Tote (vor allem Kinder, Babies), um die Moral wieder in die richtige Richtung zu lenken. (Analog Syrien --> Giftgas immer im "richtigen" Zeitpunkt)

Es ist schwer zu verstehen, dass einige Leute dieses ZUsammenspiel NGO-Schlepper, egal ob abgesprochen oder geduldet, leugnen. Bei den Bildern von den Booten.... aber in der Blase sitzen ja immer nur die anderen^^

keine Flugblätter?

Wieso werden in Nordafrika eigentlich keine Flugblätter verteilt, die davor warnen, solche unsicheren Boote zu besteigen? Unsere ganze Welt ist voll von Warnhinweisen vor ungeschütztem Sex, Alkoholkonsum, Tabakrauch, mit Gepäck zugestellten Zugtüren usw., aber hier wir überhaupt nicht präventiv informiert, dass so eine Fahrt tödlich enden kann. Natürlich mag das manchen, die sich darauf einlassen, auch bewusst sein, aber eine offizielle Informationskampagne würde doch vielleicht mehr davon abhalten, denn die Schleuser in Libyen und anderswo versprechen ja sicherlich, dass alles sicher ist, dass sie schon bald von Seenotrettungsschiffen aufgesammelt werden usw. Flugblätter zu verteilen, die vor der Überfahrt warnen, wäre sicherlich sinnvoll und lebensrettend.

Die Frage ist ...

ob die besetzten Boote von den Schleppern vorsaetzlich zum Kentern gebracht werden sowie ein Rettungsschiff in Sicht ist oder ob die Fluechtlinge von den Schlepperbooten einfach an die Rettungsschiffe uebergeben werden. Letzteres riecht nach Beihilfe und dann verstehe ich die italienische Regierung.

In jedem Fall ein zweischneidiges Schwert.

"Alarmierender Anstieg der

"Alarmierender Anstieg der Todesfälle"

Demnach, entgegen den Beteuerungen und Beschwichtigungen einiger Politiker nimmt die Zahl der Migranten nicht ab sondern zu.

@ Parteibuchgesteuert um 18:06

Ihre Worte: "Jeden Tag sterben mehr Kinder in Afrika als Menschen von dort im Mittelmeer ertrinken."
Wahrscheinlich ist das mit ein Grund, warum sich die Menschen auf den Weg nach Europa machen.

Ihre Worte: " Wie gehört ist jeder Euro in Afrika 10x mehr wert als hier in Deutschland."

Niemand hat sich dagegen ausgesprochen, dass mehr Geld nach Afrika fließen muss, um die Fluchtursachen zu bekämpfen.
Bevor es aber soweit ist, sollten wir die Menschen retten, die im Mittelmeer zu ertrinken drohen. Oder sehen Sie das anders?

Schade

Schade eigentlich, dass sich diese Menschen auf solche Manöver einlassen in der Hoffnung die Mittelmeer Taxis werden sie schon in die EU befördern.

So tragisch das ganze ist...

... dennoch entscheiden sich die Menschen, in die Boote zu steigen und die lebensgefährliche Überfahrt zu wagen - wohlwissend, dass das ganze tödlich enden kann. Ich frage mich, ob sie das auch täten, wenn die NGO-Schiffe die geretteten Menschen wieder direkt nach Libyen bringen würden.
Andererseits ist es nur allzu recht und billig, wenn die Menschen aus dem Elend fliehen. Ein Elend, an dem der Westen bisher gut verdient hat, siehe Hühnerreste nach Afrika verscherbeln, Elektroschrott etc. Oder Nestlé, die dort das Wasser abpumpen und in Plastikflaschen vor Ort verkaufen. Wie pervers das ist. Kein Wunder, dass die Menschen nach Europa wollen um direkt an der Quelle zu sein.

Und genau deswegen

muss dem ein rigoroses Ende gesetzt werden, das verbringen von Afrika nach Europa oder besser in die EU muss unterbunden werden.
Erst wenn das aufhört, geht auch keiner mehr auf das Wasser mit einem Schlauchboot.
Klingt sicher hart, aber jeder Migrant weis das Er mit dem Schlauchboot Italien oder Spanien nicht erreicht ohne die Hilfe.
Er zahlt dann den Schleppern kein Geld mehr für die Route, es hätte viel früher eingegriffen werden müssen.
In Afrika können wir mit den vielen Milliarden allein von Deutschland was es hier kostet, mindestens die 10 fache Menge Menschen ernähren und beschäftigen.
Die anderen Länder wie Schweden und Österreich kommen noch dazu.

Mit dem Geld von allen zusammen könnte man einen ganzen Staat aufbauen für viele Millionen Menschen die nicht mal arbeiten müssten, und gut leben könnten dort.
Würde sogar noch jede Menge Arbeitsplätze schaffen.

Also endlich mal was machen, statt auf die Tränendrüsen zu drücken, ein großer Teil in der EU will nicht mehr.

@ derdickewisser um 17:59

Ihre Worte: "Aber so lange wir niemanden dazu auffordern, sich in einem Schlauchboot aufs Meer zu begeben - wovon jeder weiß, dass es höchst gefährlich ist, auch diejenigen, die dabei zu Tode kommen, haben wir keine Verantwortung für diese Todesfälle."

Ich verstehe nicht, was Sie damit sagen wollen. Selbst wenn wir keine Verantwortung dafür haben sollten, entbindet uns das ja nicht davon, Menschenleben zu retten.
Es ist auch gefährlich, mit 160 km/h Stunde über die Autobahn zu rasen, erst recht, wenn Kinder im Auto sind. Das entscheidet der Fahrer selbst, niemand fordert ihn dazu auf. Vielleicht überschreitet er dabei sogar die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Trotzdem würden wir doch allen helfen, wenn es einen Unfall gibt. Oder sehen Sie das anders?

@18:04 Das weite Meer

Manchmal weiß man nicht, ob man aus Wut oder aus Scham (fremdschämen) rot im Gesicht wird: das ist ja so schön einfach, alles als "Geburtenratenproblem" zu deklarieren. Schon sind alle Faktoren und Probleme von Krieg, Verfolgung, Zerstörung regionaler Märkte, Dürre und nicht zuletzt Waffenexporte außen vor. Aber das ist ja bei manchem auch der gewollte Effekt dieser primitiven "Augen-zu-hat-nix-mit-uns-zu-tun"-Strategie.

/// Am 03. Juli 2018 um 18:04

///
Am 03. Juli 2018 um 18:04 von Das weite Meer
Nur ein radikaler Geburtenrückgang in Afrika

kann den Afriaknern eine bessere Zukunft bescheren. Der Kontinent gebärt sich gerade kaputt. Und die Folge sind immer weniger Afrikaner im Glück und immer größeres Leiden und mehr Tod.///
.
Richtig. Erneute Verdoppelung der Bevölkerung in 30 Jahren, wie schon jetzt in Afrika nicht mehr abzuwenden wenn jede Frau nur 2 Kinder bekommt, ist das Kernproblem für zementierte Armut und Flucht. Leider wird das von keinem Politiker angesprochen und Bevölkerungseindämmung ist keines der 17 Nachhaltigkeits-Ziele der UNHCR.

Nicht zu glauben!

Oder doch: ich hatte es fast erwartet. Von den ersten 10 Kommentaren sind 9 ohne jegliche Empathie für die Menschen (ja, auch das sind Menschen!), die hier ertrinken. Schlimmer noch: hier wird was erzählt von selber Schuld, müssen sie Mal weniger Kinder bekommen, bei uns gibt es auch Badeunfälle usw. Und das alles von denselben Foristen, die ansonsten immer die abendländische Kultur und ihre christlichen Werte so verteidigen. Wie weit kann man in seiner (Un-) Menschlichkeit eigentlich noch sinken?

Solange die NGO

wie Taxis an Lybischen Küste hin und her fahren, wird das leider nicht aufhören.

Harte Entscheidungen notwendig

Solange sich in Europa niemand traut, das Unvermeidliche auszusprechen, werden sich solche Tragödien auf Fluchtrouten abspielen. Die Lösung der Probleme der Welt kann nicht darin bestehen, dass Europa jeden aufnimmt bis zur eigenen Selbstaufgabe und Handlungsunfähigkeit. Es werden bald 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die meisten in ärmlichen Verhältnissen. Der Migrationsdruck wird dramatisch ansteigen. Es muss vor Ort geholfen werden. Gleichzeitig muss ein klares Signal von Europa gesendet werden : Niemand wird hier dauerhaft aufgenommen, den wir nicht selbst über ein Einwanderungsgesetz aussuchen. Es lohnt sich nicht, sein Leben aufs Spiel zu setzen. Zugleich muss es bessere Lebensverhältnisse vor Ort geben. Fairer Handel, keine Waffenlieferungen an Despoten, Bildung, Entwicklungshilfe zur Selbsthilfe, Unterstützung von Ländern mit Flüchtlingslagern, Friedensmissionen, Umweltschutz. All das würde den Menschen wirklich helfen.

Wie stellen sich denn die

Wie stellen sich denn die Experten hier eine Geburtenkontrolle in Afrika vor? Zwangskastrationen?
Man schafft es nicht mal den Grossteil mit der medizinischen Grundversorgung zu erreichen.
Bisher sind Kinder dort nach wie vor der eizige Weg (mit Glück) jemanden zu haben der sich im Alter um sie kümmert.
Aus meiner Sicht sind vor allem die politischen Bedingungen von Korruption bis Bürgerkrieg das Problem in vielen afrikanischen Staaten.
Ob man zuhause verhungert oder im Gummiboot aufs Mittelmeer shippert ist gleich schlecht. Ohne bessere Alternativen wird sich die Lage nicht ändern. Aber hauptsache unsere Renten sind sicher...haha.

nicht meine Meinung aber

Ich habe vor einiger Zeit einen Kommentar eines Experten gelesen. Ich möchte ihn hier wertfrei anführen.
Solange Leute (Flüchtlinge wie Schlepper) wissen, daß man auch ohne Pass sich einfach nur in ein Boot setzen muß und schon ist man in Europa, solange wird das Problem ständig schlimmer, denn besser Aber sobald es notwendig ist, einen Pass vorzulegen oder es möglich werden wird, ganz legal in der nächsten Botschaft mit Pass Asyl beantragen kann, dann hören diese "Bootstouren" auf.
Es ist nicht meine Meinung, aber es zeigt die Problematik. Und zumindest finde ich, daß seit die Leute wissen, da fahren viele Rettungsboote auf dem Mittelmeer umher und bringen Leute nach Europa, daß seit dieser Zeit die Zahl der Bootsflüchtlinge deutlich zugenommen hat.
Falls ich mich diesbezüglich irren sollte, tut es mir sehr leid, denn das, was da passiert, ist natürlich nach wie vor schrecklich. Und es wird immer mehr werden und nicht weniger, denn die Rettungsboote lösen das Problem nicht.

Flugblätter mit Bildern von Ertrinkenden

Sind eine hervorragende Idee.

Ausserdem:

In Indien wurden m.W. nach zeitweise Bilder der "idealen Familie " mit 1 oder max. 2 Kindern verteilt. Hat wohl in einigen Gegenden sogar etwas gebracht. Etwas Vergleichbares dürfte in afrikanischen Ländern mit besonders hoher Reproduktionsquote auch nützlich sein.

Die Moralkeule funktioniert bei mir nicht mehr.

Wer sich (absichtlich) in Gefahr begibt, kommt darin um.

@ erster Realist um 18:14 und enttäuscht um 18:19

Sie regen beide an, Flugblätter zu verteilen, um die Flüchtlinge vor den Risiken zu warnen.

Wer soll das machen?
Ich kann mich überdies an Meldungen erinnern, dass Flüchtlinge, die die Boote aus Angst nicht besteigen wollten, von den Schleppern dazu genötigt worden sind.
Ich glaube nicht, dass es so einfach ist.

By the way: Gibt es eigentlich eine Quelle für die Argumente - so eine Art Homepage mit Argumentationshilfen für Beiträge in Foren?
Mir ist schön häufiger aufgefallen, dass die Argumente einiger Foristen wie abgeschrieben bzw. leicht umgeschrieben wirken.

Wo ist der Zusammenhang?

Während in Deutschland die Asyldebatte geführt wird, ertrinken im Mittelmeer zahlreiche Flüchtlinge..

Dieser Satz ist nicht in Ordnung!

Was soll damit wieder suggeriert werden?
Die Debatte ist notwendig und sie hat mit dem Ertrinken nichts zu tun.

Kein Politiker, keiner der hier debattiert ist dafür verantwortlich.

-> Woher stammen die Schlauchboote?
-> Die Bilder?
-> Bestellt?
-> Wer stellt sie zur Verfügung?
-> Wer organisiert die "Rettungen"?

Dafür sind andere verantwortlich.
Ja, das Ertrinken im Mittelmeer und anderswo muss ein Ende finden!
Weg mit den Schleppern, Helfern und Drahtziehern. Keine Unterstützung mehr.
Hilfe für Notleidende nach Möglichkeit vor Ort.
Das sind überwiegend junge Männer auf den Booten. Wirtschaftsflüchtlinge bekommen kein Asyl oder Einwanderungsrecht. Auch ein Gesetz kann daran nichts ändern!

derdickewisser

wir haben sehr wohl eine Verantwortung ! Warum fliehen die Menschen denn? Weil Waffen für Kriege geliefert werden,mit unseren Exporten die Wirtschaft dort ruiniert wird,Terrorsysteme unterstützt werden usw.
Der Mensch greift halt nach jedem Strohhalm.Aber das können wir in unserer satten Zivilisation nicht verstehen,oder ?

Unfassbar

Es raubt einem echt die Sprache, was einige Kommentatoren hier so ablassen:
"Ist mir egal wie viele Menschen verrecken, solange es weit genug weg ist und am Besten berichtet auch nicht in den Nachrichten darüber, sonst werde ich in meinem Komfort eingeschränkt".

So ein Verhalten ist unmenschlich und widerlich!

Wann wird dieser Wahnsinn endlich gestoppt?

Diese Menschen machen sich doch nicht aus Jux und Dollerei auf die lebensgefährliche Reise über das Mittelmeer.

Hilfe in den Herkunftsländern zu mehr Bildung und Entwicklung wäre die richtige Antwort, nicht das stumpfsinnige und kurzsichtige Abschotten, so wie es europäischen Populisten recht wäre.

Komplizierte Probleme fordern mehr als einfache, populistische Formeln zur Lösung.

Aus Seenot retten ist Richtig!

Allerdings, wer z.B. auf dem Bodensee (Schwäbischen Meer) in Seenot gerät, der wird anschließend wieder an seinen Ablegeort (Ausgangspunkt seiner Seefahrt) gebracht.

Und nicht wie hier in die EU verschleppt.

Erst dann, wenn die Geretteten wieder in Ihren Ausgangshafen zurück gebracht werden. Haben die Schlepper keine " Werbetrommel ", wir sorgen dafür, das Ihr in die EU kommt.

@meta1960 18.28

Das sehe ich zunächst durchaus genauso wie Sie. Was ich sagen wollte ist, dass die Berichte gerne so tun (zumindest ist das mein Eindruck), als ob eine Verantwortung unsererseits für die Unglücke bestünde und sich hieraus weitergehende Verantwortlichkeiten ergeben würden also die bloße Rettung, die ja auch bei Verbringung nach Afrika gegeben wäre - konkret die Pflicht, auch nach der Rettung für die Verunglückten zu sorgen, d.h. sie nach D einreisen zu lassen, weil der Rettungsanlass, die Seenot, ja eben in einem suggerierten Bezug zu uns zu stehen vorgegeben wird. Das wird nicht ausdrücklich gesagt, aber die Tendenz glaube ich wahrzunehmen. Über die Rettung hinausgehende Verantwortung für diese Menschen zu übernehmen - diese Pflicht besteht für uns zu keinem Zeitpunkt.

Und wie viele sterben in der Sahara?

Die Aussicht auf den europ. , meistens dt. Sozialstaat bzw. daran zu partizipieren, ist der eigentliche Antrieb zur "Flucht" für Millionen von Afrikaner. Auf dem Weg zur Mittelmeerküste müssen die allermeisten Fluchtwilligen die menschenfeindliche Sahara durchqueren. Die Dunkelziffer bei denen, die diesen gefährlichen Weg nicht überleben, dürfte gewaltig sein und mit grösster Wahrscheinlichkeit weitaus höher als die Anzahl Ertrunkener im Mittelmeer. Jemand der nun die Seenotrettung mit anschliessender Verschiffung nach Europa verlangt, müsste konsequenterweise auch das lebensgefährliche Durchqueren der Sahara ablehnen und alle migrationswilligen Afrikaner südlich der Sahelzone abholen und sicher nach Deutschland bringen. Warum wird das nicht gemacht? Helfen wir wirklich nur dann, wenn die entsprechenden Bilder uns sensibilisieren?

@wenigfahrer um 18:27

Ihre Worte: "...Mit dem Geld von allen zusammen könnte man einen ganzen Staat aufbauen für viele Millionen Menschen die nicht mal arbeiten müssten, und gut leben könnten dort."

Vielleicht haben Sie auch eine Idee, woher man an das Land für diesen "ganzen Staat" kommen soll. Soll man einen afrikanischen Staat enteignen, dessen Regierung stürzen, die Menschen, die dort derzeit leben umsiedeln und dann alle eingesammelten Flüchtlinge, unabhängig von ihrer Nationalität, dort ansiedeln? Wer bekommt dann das Geld, um dort einen "Staat" aufzubauen?

Natürlich ist es richtig, dass die europäischen Länder die afrikanischen Länder finanziell stärker unterstützen müssten. Aber das sollte doch besser durchdacht sein und es wird nicht von heute auf morgen dazu führen, dass es keine Fluchtursachen mehr gibt.
Finanzielle Unterstützung ist übrigens eine "ur-linke" Forderung, die in der Vergangenheit von den rechten Kräften stets abgelehnt wurde

Ich will wirklich nicht sarkastisch erscheinen,

aber es ist mehr als an der Zeit, deutliche Signale zu setzen und die Schlepper und NGO's zu bekämpfen. Sobald über die sozialen Plattformen die ersten Nachrichten in die Heimat der Migranten gesendet werden, dass nichts mehr geht (und das geht schnell), werden auch die tödlichen Unfälle aufhören.
Jeder Todesfall ist einer zu viel...!
Ich möchte auch noch einmal daran erinnern, dass die GFK von 147 Staaten ratifiziert wurde. Darunter sind viele, die nicht am Mittelmeer liegen.

@Sisyphos

"so wenig wie ich mich zwingen lasse,
das Ergebnis der fehlenden Einsicht hier aufzunehmen"
Genau dazu werden Sie aber derzeit, d.h. seit längerem, von der EU in Kooperation mit unserer Regierung gezwungen. Anders ausgedrückt: Sie können es leider nicht verhindern. Ebensowenig wie viele andere, die es gerne wollen. Ausnahmen in der EU: Ungarn, Polen und die Länder, die sich dem EU-Zwang widersetzen.

@ Atze um 18:17

Ihre Worte: "Hinterfragen wir diese Verhaltensweise, wo Menschen sich Seenot aussetzen, so müssen wir feststellen, daß diese Menschen mit gutem Zutrauen , wissen daß diese gerettet werden."

Wenn es tatsächlich so wäre, dann wären in der ersten Jahreshälfte 2018 nicht 1400 Menschen ertrunken!

Natürlich sind wir schuld!

Unsere einladende Asylpolitik bei gleichzeitiger Ausbeutung der dritten Welt spornt immer mehr Menschen an, sich auf den Weg übers Meer zu machen. Das ist mehr als verständlich. Australien hatte ähnliche Probleme und sie haben das gut in den Griff bekommen. Hierzulande würde man für die Nennung eines solchen Vorschlags als Nazi bezeichnet werden.

"Schlimm, aber nicht unsere Verantwortung"
Haben diejenigen, die vor vor Afrika mit Großtrawlern die Fische wegfangen/mit abgelegten Altkleidern die dortige Bekleidungsindustrie zerstören etwa keine Verantwortung?

“Nur ein radikaler Geburtenrückgang in Afrika kann den Afriaknern eine bessere Zukunft bescheren“
Solange nur Kinder dort die Altersversorgung für die Eltern sind bliebe diesen Menschen nur der Hungertod. ( Wirklich"Schlimm, aber nicht unsere Verantwortung")

"500 tödliche Badeunfälle in 2016."
Gehen die Menschen, die vor Hunger & Krieg fliehen, etwa aus Freizeitvergnügen auf seeuntüchtigen Booten aus's Meer?

Meiner Meinung nach ist der Kommentar "Jeden Tag sterben mehr Kinder in Afrika als Menschen von dort im Mittelmeer ertrinken" an Zynismus nicht zu überbieten.

Mir ist klar das Deutschland/Europa nicht die Notleidenden der Welt aufnehmen kann. Aber, solange westliche Unternehmen die dortige Ländern ausbeuten/am Waffenverkauf verdienen,tragen diese auch eine Mitschuld.

Selber Schuld...

Ja, wir!
Wir haben die Möglichkeiten und wir haben die Verantwortung.
Der Zynismus, mit dem hier mehr als 1400 vermeidbare Todesopfer abgehandelt werden, ist ein Armutszeugnis.
Einzige Rechtfertigung für all diese Aroganz ist die zufällige Staatsangehörigkeit, um hier nicht faschistoide Kriterien zu gebrauchen; tolle Leistung...

v. Zabbalodt

P.S.:
Respekt an alle, die Menschenleben retten. Kein Respekt, ausdrücklich, an die Foristen, die hier Tag um Tag Unmenschlichkeiten predigen, weil sie meinen, wir könnten uns Menschlichkeit nicht leisten.

@ meta1960, um 18:28

Ihr Vergleich hinkt gewaltig.
Er würde etwas weniger hinken, wenn Sie gesagt hätten, dass die Helfer eigens aus dem Ausland anreisten, um den oder die Verunfallten dann auch für die ärztliche Versorgung dorthin zu transportieren, gesund zu pflegen und sie dann auf deren Wunsch entweder dort zu behalten oder sie in ein Land ihrer Wahl reisen zu lassen.
Ich weiß, der Vergleich ist fast zynisch, er soll auch nur die Antwort auf Ihren Kommentar sein.

Traurig.

Artikel wie diese sind erschütternd. Jedes Halbjahr Opferzahlen vergleichbar zur Titanickatastrophe. Neben den Reichen der Gesellschaft starben 1912 im Atlantik auch viele Migranten aus Europa, viele aus Hygienegründen eingesperrt im billigen Zwischendeck.
Für Europa bedeuten diese Nachrichten eine Schmach und einen Verlust zugleich. Denn die Masse derjenigen, die sich auf den weiten Weg mit Hoffnung auf ihr kleines Lebensglück machen, sind diejenigen mit Ideen, Tatkraft, Initiative, Organisationstalent, Anpassungsgabe, Verhandlungsgeschick, Duldsamkeit, Improvisationskunst und Verantwortungsgefühl für sich und andere. Jedes Land sollte froh sein, Menschen mit diesen Kompetenzen anwerben und mittels sorgfältiger Integrationsmaßnahmen zum Wohle des eigenen Wohlstands dauerhaft gewinnen zu können.
Wo sind die Mahnmale und Gedächtnisfeiern?

Frage

Warum lassen wir sie nicht per Flugzeug einreisen? Ach ja da haben wir ja auch Transit Zonen.

Wann würden Sie ?

Wann würden sie in eine Schlauchboot steigen und diese bewusste Gefahr in Kauf nehmen? Da ich das Gefühl nicht kenne würde ich mich dazu auch nicht weiter äußern.

@ andererseits


"Grausame Zahlen, die zeigen wie zynisch und menschenverachtend alle rechtspopulistischen Begriffe wie "Asylshuttle, Asyltourismus" etc"
Am 03. Juli 2018 um 18:03 von andererseits

Auch Touristen sterben gelegentlich im Urlaub.
Manchmal bei Unfällen, manchmal bei Überfällen.
Es werden sogar welche entführt und manche sogar brutal ermordet.

Aber alle führen freiwillig los.

Die Wahrscheinlichkeit eines Unfalltodes ist bei jungen Männer im allgemeinen besonders hoch (Selbstüberschätzung).

Und fast 10.000 Menschen sterben jährlich bei Unfällen im Haushalt.

Das soll nicht heißen, dass man bei den Flüchtlingen nur zuschauen soll, aber es müssen diese Boote vor dem Auslaufen zerstört werden (irgendwo werden sie gelagert) und die Einfuhr gestoppt werden (die werden wohl kaum alle in Nordafrika hergestellt).

Wissen sie was sie tun?

War doch von der EU so gewollt.
Falls nicht, hat man es jedoch politisch genau so herbeigeführt, oder etwa nicht?

18:42 von gman

dem schliesse ich mich vollumfängstlich an. ich kann das hier nur nicht in so schöne worte kleiden.

Horst Horstmann

siehe Hühnerreste nach Afrika verscherbeln
.
wie theatralisch !
-
Zitat : "wenn die Menschen aus dem Elend fliehen"
wäre es keine Alternative, mal sein Schicksal selber in die Hand zu nehmen,
was gegen sein Elend zu tun

@Am 03. Juli 2018 um 17:59 von derdickewisser

Zitat: "Es ist schlimm, wenn Menschen im Mittelmeer sterben. Aber so lange wir niemanden dazu auffordern, sich in einem Schlauchboot aufs Meer zu begeben - wovon jeder weiß, dass es höchst gefährlich ist, auch diejenigen, die dabei zu Tode kommen, haben wir keine Verantwortung für diese Todesfälle.
Deshalb ist es auch unangebracht, dass Berichte sehr häufig mit so etwas wie einem Unterton des moralischen Gefordertseins arbeiten. Wer als erwachsener sich in diese extreme Gefahr begibt, handelt selbständig, wenngleich unverantwortlich. Seine Kinder dem auszusetzen ist fahrlässig wenn nicht kriminell.
Das ist auch der Vorwurf, den man gegen die selbsternannten Retter erheben kann, sofern deren Einsätze suggerieren, das tatsächliche Risiko eines Überfahrtversuches per Boot sei überschaubar."

Guter Kommentar.

Schließe mich ihm an!

@wb0815

....ich kann Ihren Beitrag nur beipflichten!!! Sehr gut und zutreffend formuliert. Danke!!!!!

18:30 von JorisNL

jeder ist für sein Schicksal in gewissem Maße selber verantwortlich
Zitat:
"müssen sie Mal weniger Kinder bekommen"
sie glauben nicht wie egal mir das ist ob die 2 oder 20 Kinder haben
das ist einzig ihre eigene Entscheidung, ebenso wie sie zu ernähren
und dann, was eigentlich ne Frechheit ist,
keiner hier im Thread schreibt ertrinken lassen !
jeder setzt sich für Rettung ein und in den nächsten Hafen bringen
und ich als Bürger diese Landes verlange dass man sich mindestens ebenso intensiv
um die Vermeidung von Ertrinken hierzulande bemüht,
wie um die "Rettung" in Gegenden 2.500 km von hier

um 20:24 von Sisyphos3

So isses.

Vielen Dank für ihre immer treffende Sichtweise!

Tabuthema

sobald das Thema "Flüchtlinge" auch nur angeschnitten wird, bringen Öffentlich Rechtliche solche Meldungen von steigenden Opferzahlen.
Gibt es da einen Zusammenhang ?
Oder wären die Leute nicht auch so ertrunken?!

Diese Zahlen machen

Diese Zahlen machen betroffen.

Aber eines darf man wohl nicht klar aussprechen:

Nämlich die Antwort auf die Frage nach der politischen Verantwortung für all diese Toten.

I

Erschütternder Bericht

Ein erschütternder Bericht und erschütternde Kommentare!

Danke denen, die nicht müde werden, Menschen Menschlichkeit erklären zu wollen. Man muss sie aber wohl selbst erlebt haben.

Noch ein Zitat eines Humanisten: Wer nicht mehr weinen kann, hat nicht seine Gefühle unter Kontrolle; er hat keine mehr!

Hauptursachen der Fluechtlingsdramatik

Die schuldigen Politiker sitzen i/d EU
4 Natokriege (Irak,Afganistan,Syrien,Lybien),die EU-Wirtschaftspolitik der vergangenen 30 Jahre in Afrika+Merkels Willkommenspolitik sind Hauptursachen der Fluechtlingsdramatik.Diesen schuldigen Politikern sollte den Prozess gemacht werden.
Seit ueber zehn Jahren bemüht sich EU,m afrikanischen Ländern langfristige Freihandelsabkommen (EPA) abzuschließen,um diese in ein möglichst enges ökonomisches Abhängigkeitsverhältnis zumanövrieren.Kolonialismus in uebelster Form.Wachsende afrikanische Abhängigkeiten verschafften Brüssel den Hebel,m/d der afrikanische Widerstand gegen weitgehende Öffnung seiner Märkte für gnadenlos überlegene europäische Konkurrenz gebrochen wird.Mitte 2013 hat Brüssel in übler neokolonialer Manier etlichen afrikanischen Staaten ein Ultimatum gestellt.Entweder sie unterzeichnen die EPA bis Oktober 2014 oder es werden ihnen sämtliche Handelserleichterungen m/d EU gestrichen.Info Fuldainfo(8.Okt)+Heise(1.Okt 2016)

20:49 von Demokratie-Jetzt

Diese Zahlen machen betroffen.

Aber eines darf man wohl nicht klar aussprechen:

Nämlich die Antwort auf die Frage nach der politischen Verantwortung für all diese Toten.
///
*
**
Und trotzdem sind alle gegen Aufnahmelager indNordafrika.
*
Dort braucht keiner während seiner Überprüfung ertrinken.I

@meta1960 um 18:39

Ich verstehe, dass es nicht ganz einfach ist, als EU in einem Drittstaat Flugblätter zu verteilen. Andererseits stelle ich mir das aber wesentlich einfacher vor, als dort Auffanglager, Transitzentren oder ähnliches einzurichten.

Ideal wäre es, wenn es neben dem Verteilen von Flugblättern auch eine Anlaufstelle für Hilfe gäbe: mit Informationen über die EU, mit Hilfen für Schwangere, mit Lebensmittel- und ärztlicher Versorgung. So weit ich das einem Artikel im Tagesspiegel der früheren Ausländerbeauftragten Barbara John entnommen habe, gibt es eine solche Einrichtung mit Finanzierung der EU in Tunesien (zumindest für die Information über die EU).

Und natürlich bräuchte Deutschland ein Einwanderungsgesetz, um Menschen, die gerne eine bessere Zukunft haben möchten, auch die Perspektive einer legalen Einwanderung jenseits des Arguments der politischen Verfolgung zu geben.

Ansonsten hat es mich selbst überrascht, dass auch andere auf die Idee mit Flugblättern kamen.

18:23, Vielfahrer1

>>Schade eigentlich, dass sich diese Menschen auf solche Manöver einlassen in der Hoffnung die Mittelmeer Taxis werden sie schon in die EU befördern.<<

Sie haben die Zahlen gelesen, im Artikel, wie viele Menschen es schaffen?

Die schaffen es nur zu einem Bruchteil mit dem, was Sie höhnischerweise "Mittelmeertaxis" nennen. Sondern sie schaffen es aus eigener Kraft und landen mit Nußschalen und Schlauchbooten an Stränden an.

Das Risiko ist den Menschen bekannt, und auf die "Mittelmeertaxis" verlässt sich niemand. Die retten weniger, als ertrinken.

Halten Sie die Menschen wirklich für so doof, daß die das nicht wüssten?

18:32, Horst Horstmann

>>So tragisch das ganze ist...
... dennoch entscheiden sich die Menschen, in die Boote zu steigen und die lebensgefährliche Überfahrt zu wagen - wohlwissend, dass das ganze tödlich enden kann. Ich frage mich, ob sie das auch täten, wenn die NGO-Schiffe die geretteten Menschen wieder direkt nach Libyen bringen würden.<<

Natürlich täten sie das. Denn wie Sie dem Artikel entnehmen können, schafft es der Großteil der Menschen aus eigener Kraft. Ohne gerettet zu werden.

18:35, Lyn

>>Flugblätter mit Bildern von Ertrinkenden
Sind eine hervorragende Idee.

Ausserdem:

In Indien wurden m.W. nach zeitweise Bilder der "idealen Familie " mit 1 oder max. 2 Kindern verteilt. Hat wohl in einigen Gegenden sogar etwas gebracht. Etwas Vergleichbares dürfte in afrikanischen Ländern mit besonders hoher Reproduktionsquote auch nützlich sein.

Die Moralkeule funktioniert bei mir nicht mehr.

Wer sich (absichtlich) in Gefahr begibt, kommt darin um.<<

Sie meinen, so wie die Ekelbilder auf Zigarettenschachteln?

Gute Idee.

Es raucht ja auch kaum jemand mehr.

Moralkeule ist ein amoralisches Wort. Es zeugt von unglaublicher Verrohung.

18:39, meta1960

>>By the way: Gibt es eigentlich eine Quelle für die Argumente - so eine Art Homepage mit Argumentationshilfen für Beiträge in Foren?
Mir ist schön häufiger aufgefallen, dass die Argumente einiger Foristen wie abgeschrieben bzw. leicht umgeschrieben wirken.<<

Es sind ja nur zwei bis drei, überdies von allergrößter Schlichtheit geprägt.

Die kann man nun wirklich ohne die geringste geistige Anstrengung voneinander abschreiben.

@ derdickewisser um 18:47

Ihre Worte: "Was ich sagen wollte ist, dass die Berichte gerne so tun (zumindest ist das mein Eindruck), als ob eine Verantwortung unsererseits für die Unglücke bestünde und sich hieraus weitergehende Verantwortlichkeiten ergeben würden also die bloße Rettung, die ja auch bei Verbringung nach Afrika gegeben wäre - konkret die Pflicht, auch nach der Rettung für die Verunglückten zu sorgen, d.h. sie nach D einreisen zu lassen, weil der Rettungsanlass, die Seenot, ja eben in einem suggerierten Bezug zu uns zu stehen vorgegeben wird. Das wird nicht ausdrücklich gesagt, aber die Tendenz glaube ich wahrzunehmen."

Wenn Sie sich den Bericht noch einmal durchlesen, werden Sie feststellen, dass dort nichts dergleichen suggeriert wird. Dort steht auch mit keinem Wort, wohin die aus Seenot Gerettenen gebracht werden sollen. Es werden stattdessen Zahlen und Fakten genannt.
Wie Sie zu Ihrem Eindruck kommen, kann ich nur vermuten...

@18:45 von B4rb4ross4

"Ist mir egal wie viele Menschen verrecken, solange es weit genug weg ist und am Besten berichtet auch nicht in den Nachrichten darüber, sonst werde ich in meinem Komfort eingeschränkt". So ein Verhalten ist unmenschlich und widerlich!

Mit ähnlichen Worten wurde ich auf dem Ausländeramt abgefertigt, als ich meine Schwiegermutter nach D holen wollte. Sie hätte keinerAlmosen vom deutschen Staat benötigt, aber ich hätte sie privat versichern müssen, da sie nicht in die GKV durfte. Die gut 2000€ Beitrag konnte ich allerdings nicht aufbringen, und konnte sie somit nicht holen.

Wo ist der Unterschied?

Statistik

45808 Überfahrten und 1405 tote. Also eine 97% Überlebenswahrscheinlichkeit (eigentlich noch höher da die die von der Küstenwache wieder nach Libyen gebracht wurden noch gar nicht dabei sind).

Und um die Zahl in Relation zu setzen, 2017 starben 3177 Personen im Straßenverkehr in Deutschland allein. Sollte es also so weiter gehen ist das mehr als die Toten auf dem gesamten Mittelmeer...

Schluss mit dem Trauerspiel

Ich werde mich jetzt aus diesem Thread hier verabschieden. Ich habe alles gesagt, was ich zu sagen habe.

Außer noch einer Sache:

So etwas widerliches und ekelhaftes wie das, was ich hier lesen muss, übersteigt eigentlich jegliches Vorstellungsvermögen eines Menschen, der auch nur einen winzigen Rest Empathie in sich hat. Es ist wirklich gruselig. Das einzige, was mich tröstet, ist, daß es sich hier um eine winzige Minderheit handelt. Allerdings eine, der jegliches Schamgefühl abhanden gekommen ist. Wenn sie es denn je hatte. Ich kenne solche Menschen im wirklichen Leben nicht.

@ harry_up um 19:07

Ihre Begründung, warum mein "Vergleich gewaltig hinkt" kann ich nicht nachvollziehen.
Er bezog sich darauf, dass sich Menschen an den verschiedensten Orten der Welt freiwillig gefährlichen Situationen aussetzen und dabei ggfs. auch Regeln verletzten und dass man diesen Menschen dann trotzdem hilft, wenn sie dabei in Not geraten. Das nennt man ganz einfach Humanität und die ist unabhängig von anderen Faktoren.

Die Punkte, die Sie indirekt ansprechen, brauchen natürlich auch Lösungen. Niemand, wirklich niemand, will jeden in ein Land seiner Wahl reisen lassen.

Es geht darum, mit Menschen in Not menschlich umzugehen.

Eine Schande für Europa

Es ist unfassbar, mit welcher Kaltblütigkeit das Sterben auf dem Mittelmeer nicht nur hingenommen, sondern sogar aktiv als Werkzeug der Abschreckung verwendet wird. Bei allen Katastrophenmeldungen, diese belasten mich am meisten, weil es mich die Hoffnung auf unsere ganze westliche Zivilisation verlieren lässt.

Welche Werte gibt es in dieser Gesellschaft noch, wenn wir Menschen im Meer ertrinken lassen, ja sogar Hilfsorganisationen aktiv daran hindern, diese Menschen aus dem Wasser zu ziehen?

@enttäuscht um 21:14

Ihre Worte: "Ideal wäre es, wenn es neben dem Verteilen von Flugblättern auch eine Anlaufstelle für Hilfe gäbe: mit Informationen über die EU, mit Hilfen für Schwangere, mit Lebensmittel- und ärztlicher Versorgung. So weit ich das einem Artikel im Tagesspiegel der früheren Ausländerbeauftragten Barbara John entnommen habe, gibt es eine solche Einrichtung mit Finanzierung der EU in Tunesien (zumindest für die Information über die EU).

Und natürlich bräuchte Deutschland ein Einwanderungsgesetz, um Menschen, die gerne eine bessere Zukunft haben möchten, auch die Perspektive einer legalen Einwanderung jenseits des Arguments der politischen Verfolgung zu geben."

Damit wäre ich auch vollumfänglich einverstanden. Dazu noch eine Regelung für Bürgerkriegsflüchtlinge u.ä. , damit auch diese nicht das Argument der politischen Verfolgung benötigen, um vorübergehend Schutz in sicheren Ländern zu bekommen, am besten eine, die besonders Schutzbedürftige bevorzugt.

So leid mir die Ertrunkenen

So leid mir die Ertrunkenen tun, es wäre trotzdem falsch, Flüchtlinge durch Hilfe (zB NGO Boote) weiter dazu zu animieren, diesen Weg zu gehen.

Es tut mir leid

um die armen Verunglückten. Wie verzweifelt muss jemand sein, um auf einer selbst für einen Swimmingpool ungeeigneten zusammengeflickten Luftmatratze aufs offene Meer hinauszufahren. Noch dazu mit kleinen Kindern.
Daher wäre es besser die Menschen direkt an Libyens Küste abzuholen.

hätte man bereits anfang 2015 die grenzen geschlossen...

...und jeden geretteten migrant im mittelmehr zum ausgangsort zurückgefahren, dann würde die überfahrt kaum noch jemand ünternehmen.
stattdessen könnte man sich auf die entwicklungshilfe in afrika konzentrieren und hätte auch das problem der rechten parteien und der politischen spaltung europas nicht:
alles selbstgenachte probleme...

@ Boris.1945 um 22:06

Ihre Worte: "Und trotzdem sind alle gegen Aufnahmelager indNordafrika."
Die Länder in Nordafrika sind auch dagegen. Die Rechts-Nationalisten in Europa werden sie nicht dazu zwingen können.
Weiterhin Ihre Worte:"*
Dort braucht keiner während seiner Überprüfung ertrinken.I"

Dass es in den Lagern in Libyen Mord, Vergewaltigung und Menschenhandel gibt, ist Ihnen aber bekannt, oder?
Andernorts in Nordafrika werden Menschen ohne Wasser und Nahrung in die Wüste geschickt. Halten Sie es wirklich für verantwortbar, Menschen dorthin zu schicken?

20:24 von Sisyphos3 / @Horst Horstmann, 18:32

«… siehe Hühnerreste nach Afrika verscherbeln.»

»wie theatralisch !»

Keineswegs theatralisch.
Eben so wenig das mit dem Wasser abpumpen, und dann in Flaschen an die Einheimischen verkaufen.

Das ist noch viel verheerender für viele afrikanische Staaten als das mit den "Hühnerresten" und der "Vor-den-Küsten-die-Meere-Leerfischerei". Suchen Sie mal in einer Suchmaschine nach "Bottled Life". Dann wissen Sie, was ich meine.

Es ist nicht so, dass es nicht auch gravierende "hausgemachte afrikanische Gründe & Ursachen" gäbe, die Flucht begünstigen & befördern.

Diese Probleme kann man nicht "aus der Entfernung" (aus Europa) lösen.
Aber man könnte zuindest damit aufhören, aus der Entfernung (aus Europa) nach Afrika zusätzliche Probleme hinein zu tragen, die es "mit gleichberechtigtem Wirtschaften" nicht gäbe.

"Wir Europäer" können weiter die Augen fest verschließen.
Versuchen, "Dinge auszusitzen". Helfen wird das gar nix.
Und das Wiederöffnen der Augen wird um so bitterer sein …

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