Ihre Meinung zu: Hunderttausende fliehen aus dem Süden Syriens

2. Juli 2018 - 16:09 Uhr

Im Süden Syriens haben neue Kämpfe nach UN-Angaben Hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben. In den vergangenen zwei Wochen seien rund 270.000 Menschen geflohen, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit.

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Kommentare

Die Islamisten sollten den legalen Staat respektieren.

Dann wäre die wesentliche Fluchtursache beseitigt.
Minderheiten wie Christen sind bisher ohnehin schon in von der Regierung kontrollierte Gebiete geflohen.

100 tausende

Diese Zahl sollte doch bitte verifiziert werden. Das hört sich nach maßloser Übertreibung an. Dann dürften sich ja in Jordanien eigentlich keine Flüchtlinge befinden, wenn die Region Daara doch 100tausenden Einwohnern Schutz bot.

Es ist die übliche Panikmache, die Zahlen von getöteten "Zivilisten" dann als 15 angibt....Ich glaube, es gibt für westliche Leser Null Information, weil man offensichtlich nicht bereit ist, sich zu informieren. Die UNO informiert sich übrigens auch großteils über Hörensagen und hat mitnichten glaubwürdige Daten anzubieten, auch wenn im Artikel der Schein geweckt werden soll.

Ich will endlich einen Artikel darüber...

wie die Waffen bezahlt werden und woher das Geld kommt.
Die Flüchtlinge sehe ich früh genug, sie werden auch was erzählen können, dafür brauche ich keinen Reporter.

Sehr traurig, dass es nicht

Sehr traurig, dass es nicht gelingt, die verschiedenen Konfliktparteien zu Kompromissen zubringen, da Russland die Assad Diktatur unterstützt.

16:40, krittkritt

>>Die Islamisten sollten den legalen Staat respektieren.
Dann wäre die wesentliche Fluchtursache beseitigt.
Minderheiten wie Christen sind bisher ohnehin schon in von der Regierung kontrollierte Gebiete geflohen.<<

Eine Minderheit der Syrer ist in von der Regierung kontrollierte Gebiete geflohen.

Religionsunabhängig.

Die allermeisten Syrer wollen weder unter einem islamistischen noch unter einem von Russland und dem Iran gestützten Folterregime leben. Sie dürfen gern vom "legalen Staat" schreiben, es ändert nichts daran, daß es sich um ein Folterregime handelt.

Es hat schon seinen Grund, daß die hunderttausende Menschen, die jetzt aufgrund der Bombardierungen auf der Flucht sind, eben nicht in von der Regierung gehaltene Gebiete flüchten.

16:41, eli

>>100 tausende
Diese Zahl sollte doch bitte verifiziert werden. Das hört sich nach maßloser Übertreibung an. Dann dürften sich ja in Jordanien eigentlich keine Flüchtlinge befinden, wenn die Region Daara doch 100tausenden Einwohnern Schutz bot.<<

Ich erkenne in dieser Aussage keinerlei nachvollziehbare Logik.

>>Es ist die übliche Panikmache, die Zahlen von getöteten "Zivilisten" dann als 15 angibt....Ich glaube, es gibt für westliche Leser Null Information, weil man offensichtlich nicht bereit ist, sich zu informieren. Die UNO informiert sich übrigens auch großteils über Hörensagen und hat mitnichten glaubwürdige Daten anzubieten, auch wenn im Artikel der Schein geweckt werden soll.<<

So, so, nicht mal die UNO.

Wer hat denn Ihrer Ansicht nach glaubwürdige Daten anzubieten?

"Dann wäre die wesentliche Fluchtursache beseitigt."

..wenn es so einfach wäre... die meisten Geflüchteten können nicht zurück in ihre Heimat, weil sie weiterhin von Assad verfolgt werden...was ist das für ein Land, in dem ein Diktator den größten Teil seiner eigenen Bevölkerung ermordet...
sie könnten definitiv erst zurückkehren, wenn Assad nicht mehr an der Macht wäre...

16:43, Tada

>>Ich will endlich einen Artikel darüber...
wie die Waffen bezahlt werden und woher das Geld kommt.
Die Flüchtlinge sehe ich früh genug, sie werden auch was erzählen können, dafür brauche ich keinen Reporter.<<

Welche Waffen meinen Sie?

Syrien ist randvoll mit Waffen aller Art, in den unterschiedlichsten Händen.

Sicherheitszone

"ich frage mich immer, was die Syrer diesem Diktator getan haben...."Sie haben nichts getan... sie haben z. B. den "falschen" Glauben...

Flüchtlingshilfswerk?

Mit der These - Assad muss weg, wurde auch von deutscher Seite ein Bürgerkrieg organisiert und finanziert. „Wir können stolz darauf sein, welchen wichtigen Beitrag wir zum Sturz des Assad-Regimes leisten“, äußerte 2012 laut BamS „ein BND-Mann“. Mit einer fadenscheinigen Begründung wurde der Boden bereitet für Bürgerkrieg, Elend, Verwüstung und Tod. Assad ist ein Diktator, wie es einige andere im Nahen Osten gibt. Syrien war ein stabiles Land und im Vergleich zu Saudi Arabien und Katar, liberal. Was kommt eventuell nach Assad? Ein Gottesstaat islamischer Prägung? Frühlingshafte demokratische Verhältnisse sind in dieser Region jedenfalls nicht zu erwarten! Es wäre jetzt an der Zeit, den Menschen in Syrien zu helfen, z.B. mit dem Wiederaufbau Homs. Das wäre endlich Humanismus! Allerdings würden einige Politiker wohl ihr Gesicht verlieren!

Hunderttausende fliehen aus dem Süden Syriens.....

Aber im Artikel steht nicht,wohin die Menschen flüchten.Doch wohl eher weg von den Dschihadisten.
Dann könnten auch mal Informationen kommen,wie viele in den letzten Monaten nach Syrien zurückgekehrt sind.

Am 02. Juli 2018 um 17:11 von

Am 02. Juli 2018 um 17:11 von fathaland slim
16:41, eli
>>100 tausende
Diese Zahl sollte doch bitte verifiziert werden. Das hört sich nach maßloser Übertreibung an. Dann dürften sich ja in Jordanien eigentlich keine Flüchtlinge befinden, wenn die Region Daara doch 100tausenden Einwohnern Schutz bot.<<

Ich erkenne in dieser Aussage keinerlei nachvollziehbare Logik.

>>Es ist die übliche Panikmache, die Zahlen von getöteten "Zivilisten" dann als 15 angibt....Ich glaube, es gibt für westliche Leser Null Information, weil man offensichtlich nicht bereit ist, sich zu informieren. Die UNO informiert sich übrigens auch großteils über Hörensagen und hat mitnichten glaubwürdige Daten anzubieten, auch wenn im Artikel der Schein geweckt werden soll.<<

So, so, nicht mal die UNO.

Wer hat denn Ihrer Ansicht nach glaubwürdige Daten anzubieten?

Vielleicht niemand... vielleicht mogeln sich ja alles was zurecht, weil sie gerne Zahlen verkaufen wollen, die sie aber nicht haben.

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re fatahland slim

"Es hat schon seinen Grund, daß die hunderttausende Menschen, die jetzt aufgrund der Bombardierungen auf der Flucht sind, eben nicht in von der Regierung gehaltene Gebiete flüchten."

Selten kann man sich in der Lage frei aussuchen, in welche Richtung die Flucht möglich ist.

Daher mal lieber nicht soviel "Grund" hineininterpretieren.

Die übergroße Mehrheit der Syrer unterstützt Assad.

Selbst in Zeiten, in denen die Nato Umfragen in Auftrag gab, waren das 70%.
Die Wahlen ergaben ein ähnliches Bild.

Meinen (nicht-islamistischen) Informationen zufolge sind keine Bürger außer den unmittelbaren Angehörigen der islamistischen Kämpfer in die islamistischen Zonen geflohen.
Die große Mehrheit der Flüchtlinge suchte Schutz bei Assad.

18:47, krittkritt

>>Die übergroße Mehrheit der Syrer unterstützt Assad.<<

Und warum flüchten die dann nicht massenhaft in die von Assad gehaltenen Gebiete, sondern sehen zu,daß sie außer Landes kommen?

Ein Diktator, der von der übergroßen Mehrheit seines Volkes unterstützt wird, ist unstürzbar, da sein Volk sich vor ihn stellen wird.

>>Selbst in Zeiten, in denen die Nato Umfragen in Auftrag gab, waren das 70%.<<

Was für Umfragen gab die NATO wann in Syrien in Auftrag? Wer führte die durch, und wie?

>>Meinen (nicht-islamistischen) Informationen zufolge sind keine Bürger außer den unmittelbaren Angehörigen der islamistischen Kämpfer in die islamistischen Zonen geflohen.
Die große Mehrheit der Flüchtlinge suchte Schutz bei Assad.<<

Sie wissen, wie viele Syrer das Land verlassen haben, und wie viele innerhalb Syriens auf der Flucht sind?

Was für nicht-islamistische Informationen haben Sie woher?

18:47 von krittkritt

"Die große Mehrheit der Flüchtlinge suchte Schutz bei Assad."

Sie schreiben Unsinn. Es sind 6,6 Mio geflohen. Das ist fast 1/3 der gesamten Bevölkerung. Auf Deutschland bezogen wären das ca. 20 Mio Menschen.

Die Menschen flohen hauptsächlich in folgende Länder:

Türkei ca. 2,8 Mio
Pakistan 1,6 Mio
Libanon ca. 1,3 Mio
Jordanien ca. 500.000 (offiziell, inoffiziell bis zu 1,2 Mio)
Irak ca. 650.000
Deutschland ca. 700.000

In all diesen Ländern ist also Assad an der Macht?

18:19, karwandler

>>re fatahland slim
"Es hat schon seinen Grund, daß die hunderttausende Menschen, die jetzt aufgrund der Bombardierungen auf der Flucht sind, eben nicht in von der Regierung gehaltene Gebiete flüchten."

Selten kann man sich in der Lage frei aussuchen, in welche Richtung die Flucht möglich ist.

Daher mal lieber nicht soviel "Grund" hineininterpretieren.<<

Wenn die Menschen gern Richtung Assadterritorium flüchten wollten, dann würde die staatliche und russische Seite, die ja die Angriffe fliegt, genau dies ermöglichen. Ein größerer Propagandaerfolg wäre doch für sie gar nicht denkbar.

Die Leute flüchten aber in genau die andere Richtung, nach Israel und Jordanien. Die ja deswegen die Grenzen dicht gemacht haben.

16:40 von krittkritt

Die Islamisten sollten den legalen Staat respektieren.
-
glauben sie an Wunder ?

würden Israel, USA, Saudi

würden Israel, USA, Saudi Arabien und die EU Staaten nicht die Terroristen in Syrien unterstützten - die gleichen Leute, die man andernorts bekämpft, der 'Bürgerkrieg' wäre niemals geschehen oder längst vorbei.

Die Menschen stehen hinter Assad, nicht IS, nicht AlNusra, nicht FSA - die faktisch gesehen alle das gleiche sind.

warum werden hier Lügen über

warum werden hier Lügen über Assad verbreitet?

Unter Assad konnte und kann jede Religion in Frieden leben. Syrische Christen, Drusen, Schiiten, Sunni... es spielt keine Rolle.

Solange Assad in Ruhe regiert hat, ist auch keiner geflüchtet, obwohl es leicht und ohne Risiko möglich war.

Dann kamen vom Westen unterstützte IS-Puppen wie FSA, AlNusra&co und begannen mit dem Schlachten.

Und Assad, der unter dem man in Frieden und in religiöser Freiheit leben konnte, ist der Bösewicht?

Seit Aleppo

Seit Aleppo traue ich nicht mehr den uns präsentierten Zahlen.

Warum hat Assad angefangen,

Warum hat Assad angefangen, sein"eigenes Volk" zu terrorisieren? Das macht überhaupt keinen Sinn. Er wehrt sich gegen einen Regime Change.
Und wenn wir eins gelernt haben, dann das, dass es keine gemäßigten Rebellen gibt. Bis jetzt wurde noch jeder Despot in der arabischen Welt durch lauter Opportunisten ersetzt, die mehr Willkür an den tag legten, als jeder Despot zuvor.

re fatahland slim

"Wenn die Menschen gern Richtung Assadterritorium flüchten wollten, dann würde die staatliche und russische Seite, die ja die Angriffe fliegt, genau dies ermöglichen."

Die Richtung Assadterritorium ist gleichzeitig die Richtung Hauptkampflinie.

Überdenken Sie noch mal Ihre Interpretation.

19:30, energyman

>>würden Israel, USA, Saudi Arabien und die EU Staaten nicht die Terroristen in Syrien unterstützten - die gleichen Leute, die man andernorts bekämpft, der 'Bürgerkrieg' wäre niemals geschehen oder längst vorbei.<<

Israel war über den Aufstand in Syrien sehr, sehr unglücklich, da Assad wenigstens berechenbar war.

So einfach ist das alles nicht...

@energyman

".......Unter Assad konnte und kann jede Religion in Frieden leben. Syrische Christen, Drusen, Schiiten, Sunni... es spielt keine Rolle............"

sie haben die Situation in Syrien perfekt zusammengefasst............

19:33, energyman

>>Unter Assad konnte und kann jede Religion in Frieden leben. Syrische Christen, Drusen, Schiiten, Sunni... es spielt keine Rolle.<<

Es geht nicht um Religionen. Die können nämlich nicht leben. Es geht um Menschen. Und die wurden in Syrien gefoltert und umgebracht und verschwanden spurlos.

Was Sie meinen, ist, daß das Assadregime nicht nach Religion diskriminierte. Zumindest nicht direkt. Die die Bevölkerungsmehrheit stellenden Sunniten wurden allerdings nicht angemessen an der Macht beteiligt. Deswegen die Stärke der sunnitischen Islamisten.

Übrigens genau umgekehrt wie in der anderen Baath-Diktatur, im Irak.

Assads Syrien war eine so genannte Geheimdienstpolykratie. Über zehn Geheimdienste wurden von Assad Senior geschaffen. Ohne fest umrissene Kompetenzbereiche, so daß sie sich gegenseitig kontrollierten und so dem Diktator nicht gefährlich werden konnten. Ein paranoides System.

re fathaland slim

Zitat:"Wenn die Menschen gern Richtung Assadterritorium flüchten wollten, dann würde die staatliche und russische Seite, die ja die Angriffe fliegt, genau dies ermöglichen. Ein größerer Propagandaerfolg wäre doch für sie gar nicht denkbar.

Die Leute flüchten aber in genau die andere Richtung, nach Israel und Jordanien. Die ja deswegen die Grenzen dicht gemacht haben."
Ende

Das konkrete Handeln der Akteure vor Ort (Regierungstruppen+Unterstützer
sowie Zivilbevölkerung) kann ich ja schwer beurteilen. Korridore bedeuten für den "Angreifer" jedoch sicherlich Risiken und die Zivilbevölkerung flieht in der Regel nicht in Richtung Front. Sollte nicht ideologisch aufgeladen werden, da dominieren wohl eher praktische Gründe.

Die beigefügte Karte verdeutlicht Fluchtoptionen, um sich von den Kämpfen zu entfernen (eben in Richtung Jordanien und Israel).

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syri
en-die-sommeroffensive-von-baschar-al-
assad-auf-daraa-a-1215456.html

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