Ihre Meinung zu: Albanien lehnt EU-Asylzentren auf eigenem Boden ab

27. Juni 2018 - 6:03 Uhr

EU-Flüchtlingszentren außerhalb der EU - diese Idee wird immer wieder in der Asyldebatte aufgebracht. Albanien könnte ein Land dafür sein, hieß es zuletzt aus der EU. Doch in Tirana lehnt man das kategorisch ab.

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Kommentare

Klare Worte

Bravo!

So deutlich war bisher niemand, aber er trifft den Nagel auf den Kopf. Anscheinend ist man in Albanien nicht bereit, jeden Preis für einen Beitritt zur EU zu zahlen.

Wieso denkt hier jeder, dass

Wieso denkt hier jeder, dass andere bereit sein werden unsere Drecksarbeit zu erledigen? Was ist denn das für ein Kollonialherren-Denken?

Hoffentlich kommt Albanien nicht in die EU

Albanien hat eine höhere Kriminalitätsrate als die ganze EU zusammen und jeder kann sich wohl ausmalen was dann hier in Deutschland los wäre wenn die Albaner einfach so hier einreisen dürften? Dagegen wären die organisierten rumänischen Einbruchsbanden die hier Ihr Unwesen treiben die reinsten Weisenknaben. Ich finde es unverantwortlich dass Beüssel solche Umstände scheinbar nicht interessiert (Beitrittsverhandlungen)? Da würde auch nichts nützen wenn Albanien Rückführungszentren im Gegenzug errichten würde.

Da hilft nichts.

Jeder muss seine Grenze selber sichern. - Für uns ist aber ganz wichtig, dass das Grundgesetz wieder vollständig gilt. Artikel 16a lautet: (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht. (2) Auf Absatz 1 kann sich NICHT berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist.

Was würde das nützen?

Albanien würde "einen gerechten Beitrag bei der Flüchtlingsfrage leisten", was würde das nützen? Albanien ist bettelarm und mit einer extrem hohen Kriminalitätsrate versehen. Die Migranten würden doch sowieso Albanien nur als Transitland nehmen um in die EU zu gelangen. Die sind doch nicht blöd? Beispielsweise in Deutschland gibt es für Migranten viel mehr zu holen.

Gegenwind

Die Äußerung über die Ablehnung der EU-Flüchtlingszentren läßt auch keine Spekulation über eventuelles einlenken Albaniens zu: "verzweifelte Menschen irgendwo abzuladen wie Giftmüll, den niemand will". Ein weiterer Versuch den EU-Beitritt Albaniens abhängig von einer Genehmigung solcher Zentren zu machen wird wohl Albanien als Erpressung werten. Ein zusätzliches Zeichen dass die EU-Länder die Grenzen schließen müssen um den Zerfall der EU zu verhindern. Eine Gemeinschaft zu erzeugen mit Druck und finanziellen Repressalien kann nicht funktionieren.

Dreist und unverschämt

Tirana hat vollkommen recht mit seiner Ablehnung. Unverfrorener kann man ja kaum vorgehen. Von Verzweiflung getrieben kommt die EU auf die absurdesten Ideen.

Die Aufnahmezentren gehören nach Afrika. Von dort kommen doch die Menschen. Hilfe vor Ort - Fluchtursachen in den Heimatländern bekämpfen - war doch das Motto von Frau Merkel, dann bitte auch dort beginnen.

In Albanien oder Mazedonien ist man ja schon in Europa angekommen. Das schreckt nicht ab, ganz im Gegenteil, es würden sich noch mehr auf den Weg machen.

Fluchtursachen bekämpfen heißt: Despoten und Warlords bekämpfen, Bildung und Ausbildung, Gleichberechtigung von Mann und Frau, ganz wichtig Geburtenkontrolle, faire Handelsverträge. Allerdings ist hier auch das Mitwirken der Kirchen gefragt. "Seid fruchtbar und mehret euch" ist nicht mehr zeitgemäß. Da müssen die Kirchen ihren Einfluss geltend machen und nicht immer nur nach unbegrenzter Aufnahme schreien. Das ist völlig realitätsfern.

Das hat Albanien noch gefehlt

Die Albaner selbst sind bitterarm und haben mit Sicherheit nicht die Mittel, tausende Menschen auf ihrem Terrain zu beherbergen und zu versorgen, jedenfalls nicht so, wie es sich hiesige NGOs und Wohlfahrtsvereine vorstellen. Nicht umsonst verlassen viele Albaner ihr schönes wildes Land und schlagen sich im Westen mit harter Arbeit oder Bettelei durch. Die sollen jetzt Migranten durchfüttern? Eine naive Vorstellung!

Wieder einmal, @Paul Puma

meine Bitte, Gesetzestexte nicht nur zu zitieren, sondern auch korrekt auszulegen.

Auf Absatz 1 kann sich NICHT berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist ...

"Kann sich nicht berufen …" steht da. Und das bedeutet "muss nicht aufgenommen werden".
"Darf nicht aufgenommen werden" steht da nicht.

Giftmüll

... verzweifelte Menschen abladen, wie Giftmüll, den niemand will ...
Genau das macht die EU derzeit.
Anstatt die Fluchtursachen anzugehen, bleibt es bei vagen Absichtserklärungen.
Genau wie beim Müll, der nicht vermieden sondern verklappt oder verschifft wird.
Nur sind Flüchtlinge halt kein Müll, den man irgendwo abladen und vergessen kann.

Ich werd' verrückt!

Nach Libyen will also auch Albanien entgegen der sicheren Erwartung der rechtspopulistischen Fraktion nicht zum Elendsflüchtlingslager der Europäer werden?

Das ist ja eine Überraschung...

Was nun, Herr Kurz?

Lipizanerbrigade schicken?

Flüchtlingswelle

Wir haben es hier mit einer Völkerwanderung zu tun. Wenn die Menschen zuhause nichts mehr zu essen haben, wandern sie aus. Und sie werden sich durch nichts aufhalten lassen. Darauf soll sich die EU einstellen. Was hier diskutiert wird, kann uns vielleicht kurzfristig vor einer unkontrollierten Einwanderung schützen, aber das Problem wird nicht an der Wurzel gepackt. Ein satter Bauch hat keinen Grund mehr auszuwandern. Also ist es für die reichen Industrienationen besser und billiger, in den Heimatländern die Bedingungen zu verbessern, anstatt die Leute nur auszubeuten. Wer profitiert von den Diamantminen in Südafrika? Nicht die Einheimischen, sondern Debeers in Holland. Wieso landen europäischer Müll und Elektroschrott in Afrika, der dort von Einheimischen nach Verwertbarem durchwühlt wird? Wieso wird nicht die Organisation "Ingenieure ohne Grenzen" von der EU professionell unterstützt. Die Leute arbeiten ehrenamtlich mit zu wenig Geld, finanziert durch Spendengelder.

@ungeschoent, 10:37

"Allerdings ist hier auch das Mitwirken der Kirchen gefragt. "Seid fruchtbar und mehret euch" ist nicht mehr zeitgemäß."

Das hätten Sie gerne, stimmt's... nein, nein, die persönliche Familienplanung bleibt schön individuelle Entscheidung jedes Einzelnen.

Und die Kirche wird den Teufel tun, hier eine Positionsänderung vorzunehmen.

Völlig rıchtıg

Albanien liegt völlig richtig.Völlig daneben liegt hingegen Fr.Merkel.Es müssen Kosequenzen her.Die EU Aussengrenzen müssen endlich besser geschützt werden.Punkt.

@10:45 von frosthorn

» Auf Absatz 1 kann sich NICHT berufen, wer aus einem Mitgliedstaat ...

"Kann sich nicht berufen …" steht da

Dem entsprechend also kein Asylgrund vorliegt. wer das also als:
»Und das bedeutet "muss nicht aufgenommen werden".«
deutet, muss entweder eine Lese-/Verständnisschwäche haben oder in linksautonomer Gutmenschart die Augen davor verschließen, dass es laut Gesetz heisst: Darf nicht, da kein Grund vorliegt, auch wenn das per "Richtlinienkompetenz" und "Kanzlerverordnung" ausgehebelt wurde.

Am 27. Juni 2018 um 10:37 von Ungeschoent schreibt

!Fluchtursachen bekämpfen heißt: Despoten und Warlords bekämpfen, Bildung und Ausbildung, Gleichberechtigung von Mann und Frau, ganz wichtig Geburtenkontrolle, faire Handelsverträge. Allerdings ist hier auch das Mitwirken der Kirchen gefragt. "Seid fruchtbar und mehret euch" ist nicht mehr zeitgemäß. Da müssen die Kirchen ihren Einfluss geltend machen und nicht immer nur nach unbegrenzter Aufnahme schreien. Das ist völlig realitätsfern.!

Fluchtursachen bekämpfen:

Höre ich seit Jahren. Passeiert nix.

Aber das Lustigste, was Sie schreiben ist: „faire Handelsverträge“.
Wenn Handelsverträge zwischen EU und Afrika fair wären, wäre Europa nicht so reich, Sie dann auch nicht.

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