Kommentare

Ich bin kein Fachmann,...

...deshalb bitte nicht gleich auf mich einkloppen:
Heutige Wasch- und Spülmaschinen haben ein sog. Aquastop-System, das im Fall eines Schlauchplatzers den ungewollten weiteren Wasseraustritt aus der zuführenden Leitung verhindert.
Ein ähnlich funktionierendes System könnte man evtl. für die Hauptleitungen entwickeln und dort an “Schlüsselstellen“ integrieren.
Aber sicher ist das zu naiv gedacht oder zu teuer, oder...

Am 17. Juni 2018 um 13:55 von harry_up

Das Problem ist nicht, dass man das Wasser das aus gebrochenen Leitungen austritt nicht unter Kontrolle bekäme, sondern dass man bei einer gebrochenen Leitung kein Wasser mehr zu den Stellen bekommt, an denen es gebraucht wird. Ein Aquastop würde daran nichts ändern.

13:55 von harry_up

«Ein ähnlich funktionierendes System [wie "Aquastop" bei Waschmaschinen] könnte man evtl. für die Hauptleitungen entwickeln und dort an “Schlüsselstellen“ integrieren. Aber sicher ist das zu naiv gedacht oder zu teuer, oder...»

… oder nicht praktikabel, da man nie wissen kann, an welchen Stellen einer Wasserleitung Schäden entstehen würden, wo das Wasser austreten könnte.

Selbst wenn man "Schlüsselstellen" schützen könnte - wenn dort kein Wasser mehr ankäme, nützte aller Schutz nichts.

Gegen diese Problematik ist auch den Japanern (den weltweit führenden Erbauern von "erbebensicheren" Gebäuden & Infrastruktur) noch nichts eingefallen. Da gibt es wohl auch keine Lösung dazu.

Stromleitungen verlaufen in ganz Japan nur oberirdisch.
Was zu einem fast surreal anmutenden Leitungsgewirr an Masten und Häusern in den Städten führt.

Theoretisch könnte man Wasserleitungen oberirdisch verlegen.
Brächen sie dann aber durch Erdbeben, hätte man großflächige Überschwemmungen. Auch nicht gut …

Japan

Ich denke das die Lösung in Japan liegt, da gibt es fast täglich Erdbeben und Wolkenkratzer die sich hin und her schwenken, ohne das wirklich was großartiges an Schäden aufkommt.

Da helfen nur Zieharmonika-Leitungen...

Das sind flexible Kurstoffleitungen, oder Pufferstücke in den Wasserleitungen einbauen...

15:06 von Hackonya2

«Ich denke das die Lösung in Japan liegt, da gibt es fast täglich Erdbeben und Wolkenkratzer die sich hin und her schwenken, ohne das wirklich was großartiges an Schäden aufkommt.»

Erdbeben entlang des "Pazifischen Feuerrings" verursachen Schäden nicht nur dadurch, dass Gebäude einstürzen.

Das Epizentrum des Bebens von 2011 (Fukushima) lag vor der japanischen Küste, das Desaster wurde durch den darauf folgenden Tsunami verursacht. Der Reaktorkomplex in Fukushima wurde durch das Beben selbst nicht nennenswert geschädigt.

Auch die "erdbebensichere" Bauweise in Japan kann Schäden und Todesopfer bestenfalls minimieren, nicht gänzlich verhindern. Anfang 1995 wurde die Stadt Kobe von einem starken Beben getroffen, das ca. 6.500 Tote, ca. 44.000 Verletzte, und ca. 300.000 Obdachlose forderte.

Hochstraßen-Teilstücke der innerstädtischen Autobahn stürzten ein, weil deren Pfeiler sich um ca. 30 Meter verschoben. Die insgesamt verursachten Schäden betrugen ca. 100 Milliarden Euro (!) …

@um 15:39 von schabernack

Es geht auch auch um das bestmögliche minimieren von Schäden denke ich und Japan hat es ziemlich gut im Griff? Japan ist für mich sowieso sehr bewundernswert: 2 Atombomben, dann Fukushima... aber das Land steht immer noch wirtschaftlich ziemlich gut da, andere hätten vielleicht die weiße Fahne schon lange geschwenkt und wären am Ende vielleicht? Ich verstehe allerdings Ihr Kommentar nicht ganz:
Wenn nicht erdbebensicher bauen, was dann sollte die bessere Lösung sein? Ansonsten sehr informativ aus Ihrer Seite, aber bitte mal Lösungen anbieten. Wo wurde es besser gemacht?

15:49 von Hackonya2

«Wenn nicht erdbebensicher bauen, was dann sollte die bessere Lösung sein? Ansonsten sehr informativ aus Ihrer Seite, aber bitte mal Lösungen anbieten. Wo wurde es besser gemacht?»

Nirgendwo wurde und wird es besser gemacht als in Japan.
Ich habe gut sechs Monate im Großraum Tokyo gelebt.

Die "Anti-Erdbeben-Bauweise" dort ist beeindruckenswert.
Aber "erdbebensicher bauen" ist nicht möglich!

Ich selbst habe mehrere kleinere Erdstöße miterlebt, die keinerlei Schäden angerichtet haben, und für Japaner auch nicht erwähnenswert waren.

Als Beispiel für die Bauweise dort:

Ich stand einmal ganz alleine mittig auf einer weit geschwungenen, bogenförmigen Fußgängerbrücke. Den Fotoapparat vor Augen, die Arme auf der Brüstung abgestützt.

Plötzlich begann die ganze Brücke stark zu schwingen, weil von beiden Seiten Fußgängermassen hinauf strömten (die Ampeln waren für sie auf "Grün" umgesprungen).

Die Brücke hat beidseitig ca. 50 cm breite Gummilager, dazu eins in der Mitte des Bogens …

Ich bin extra 1985 und 1986

Ich bin extra 1985 und 1986 hingefahren aus Angst daß ein Erdbeben alles zerstört. Es war äußerst interessant dort. Gott sei Dank ist Big One bislang noch nicht gekommen. Seitdem hat sich die Technik stark verbessert und es ist sicherer geworden. Von LA kommt man auch sehr günstig per Flieger nach SF, eine ganz tolle Stadt. Man darf nur nicht vergessen dort sowohl die Handbremse anzuziehen als auch den Rückwärtsgang einzulegen.....

All diese Ideen sind in Japan

All diese Ideen sind in Japan bereits verwirklicht worden. Ich verstehe den Sinn des Artikels nicht. Dass eine Stadt mit hoher Erdbebengefahr nach Lösungen sucht sollte normal sein. Ist es auch. Und nun?

Die gesamte Infrastruktur der

Die gesamte Infrastruktur der usa ist grossflächig vernachlässigt. Es müssten Billionen investiert werden, die stattdessen vom Militär gefressen werden. Ohne Genaueres z. B. zur Wasserversorgung in der erdbebengefährdeten Zone zu wissen, vermute ich daher, dass auch dort bei weitem nicht alles getan wird, was getan werden könnte.
Um ein Beispiel zu nennen; in den usa gibt es immer noch in vielen Städten Bleileitungen, die das Wasser kontaminieren. Diese sind zum Teil über hundert Jahre alt. Ihr kompletter Austausch würde Hunderte Milliarden u$ kosten, gleichzeitig aber auch eine Unmenge Arbeitsplätze schaffen.

mal nachlesen

Dieser "Big Bang" wird als Kataraktbeben mindestens eine Stärke von 12 auf der Richterskala haben und die gesamte Westküste treffen.
Die Richterskala steigt exponenziell. das stärkste Beben, das wir in den letzten Jahrzehnten gemessen haben war Kobe in Japan mit 9,3 auf der Richter- und 7,2 auf der JMA- Skala die nur bis 7 geht.
Da braucht man, denke ich, nicht mehr über stehende Gebäude oder Infrastruktur zu reden.

19:55 von jahdur

Die Richterskala steigt exponenziell.«

Die Richterskala steig logarithmisch, die Energiefreisetzung exponentiell.

Ein Anstieg von 7,0 auf 8,0 auf der Richterskala bedeutet eine ≈ 10fach höhere Magnitude, eine ca. 32fach höhere Energiefreisetzung.

Die Richterskala ist zwar theoretisch-mathematisch "nach oben offen".
Wegen der begrenzten Energie-Speicher-Kapazitäten der bei Erdbeben bewegten Gesteinsmassen sind Werte von max. 10,0 auf der Richterskala in der Realität aber nicht zu erwarten.

Eine derart hohe Energiefreisetzung, wie sie dem Wert 12,0 (oder mehr) auf der Richterskala entspräche, ist allerdings möglich. U.a. in einem solchen Fall, den sie wohl mit "Kataraktbeben" beschreiben.

Also durch aufeinander folgende Erdstöße freigesetzt, die die Gesamtenergie des Bebens "in Stufen abgeben" (analog mit Stromschwellen, über die ein Fluss als Katarakt in Stufen fließt).

Sie haben Recht:
(Be)Stehen blieben "bei 12,0" weder Gebäude noch Infrastruktur.
Auch in Japan nicht …

Erdbeben USA

Wir waren schon 6 x in den USA und haben jedes mal mind. ein Erdbeben erlebt. Die Amis sehen dies locker als in der Anmeldung im Hotel in SF der Kronleuchter zu schwingen anfing sagte die Dame keine Angst ist nur ein Erdbeben. Als 1. bek. man Verhaltensregeln überreicht unter Türrahmen stehen etc. In den Filmstudios in Hollywood liefen wir auf einmal nicht mehr gerade sondern schräg über eine Brücke wir dachten erst an einen Spass aber dann sagte jemand das war ein Erdbeben. Besonders Makaber war aber im Jan. 1994 als das schwere Erdbeben war wurden im April in den Studios Erdbeben der Stärke 8 simuliert, das fanden wir geschmacklos da es ja auch viele Tote gab. 2004 haben wir auch ein Erdbeben erlebt kurz vor dem Heimflug in LA da haben alle gebetet hoffentlich kommen wir gesund weg, dies war auch sehr stark bemerkbar. Ansonsten gibt es täglich über 100 kleine Beben die man aber kaum richtig wahrnimmt, weil sie gleich wieder weg sind.

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