Ihre Meinung zu: Kritik an US-Protektionismus: "Schutz seniler Industriezweige"

16. Juni 2018 - 6:57 Uhr

Trump hat höhere Zölle auf Importe aus China angekündigt. US-Wissenschaftler warnen, das sei "ökonomischer Unsinn". Doch der Präsident weiß genau, was er sich davon verspricht. Von Torsten Teichmann.

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Kommentare

In Konkurs gehen lassen

Wenn die US-Stahlindustrie nicht konkurrenzfähig ist, dann ist es doch vollkommen verfehlt, sie mit Hilfe von Schutz-Zöllen am Leben zu erhalten. Weiß das der Immobilien-Mogul aus New York nicht?

Bewusster Unsinn

Muss man als Politiker bewusst ökonomischen Unsinn machen, nur um Wählerstimmen hinterher zu hecheln? Das ist per definitionem Populismus. Und zwar in seiner ganzen Lächerlichkeit.

Mr. Trump ruiniert die Vereinigten Staaten

Politisch bankrott ruiniert er jetzt die Wirtschaft, und die Republikaner leisten keinen Widerstand.
Ich wünsche den Amerikanern bei den nächsten Wahlen ein glücklicheres Händchen. Dann findet der trumpsche Spuk bald sein Ende.

Gruß Hador

RE: Kowalski

Wissen oder nicht wissen ist hier nicht die Frage.
Mr. Trump geht es ausschließlich um seine Wiederwahl, und dafür tut er alles. Die Menschen in den USA sind dem Egomanen ausgesprochen gleichgültig.

Gruß Hador

RE:leider geil

Sie haben vollkommen recht. Hier offenbart der Populismus sein wahres Gesicht. Mr. Trump trifft ein Fehlentscheidung nach der anderen und die "Pöbel" jubelt - er hat es ja vor den Wahlen versprochen.

Gruß Hador

Was ich allerdings nicht verstehe am Prinzip Zoll ist,

was hat das mit Diebstahl geistigem Eigentums zu tun?Man kann dafür über Zoll bestrafen aber wenn der andere auch kann?Und warum sind die EX-Unternehmen z.B. aus dem Rostbelt jetzt hinter der Grenze in Mexico u. Kanada;China usw.?
Wer werfe den ersten Stein u. wo mit wem macht der ober Moralappostel Trump seine Geschäfte?

In China ist der Stahl

In China ist der Stahl billiger, weil die Arbeitsbedingungen und die Löhne einfach nur schlecht sind.
Um die besseren heimischen Arbeitsbedingungen und Löhne zu schützen, müssen also Zölle erhoben werden, die den billigen Preis chinesischen Stahls soweit anheben, dass die schlechten Bedingungen in China ausgeglichen werden.
Erst wenn in China die gleichen Bedingungen und die gleichen Löhne herrschen, wie in den USA, sind die Preise beider Länder vergleichbar und ein fairer Handel kann dann ohne Zölle auskommen.
Es kann ja nicht ausschließlich darum gehen, billige Preise zu bekommen auf Kosten der Menschen, die die Produkte herstellen.
Und wenn alle Staaten so handeln würden, gäbe es keine Probleme.
Es sei denn, dass irgendwelche Verbrecher die schlechten Arbeits - und Lebensbedingungen von Menschen ausnutzen wollen.
Das muss strafbar sein und umgehend geahndet werden.

@KowaIski

"Wenn die US-Stahlindustrie nicht konkurrenzfähig ist, dann ist es doch vollkommen verfehlt, sie mit Hilfe von Schutz-Zöllen am Leben zu erhalten. Weiß das der Immobilien-Mogul aus New York nicht?"

Wenn die US-Stahlindustrie nicht konkurrenzfähig ist warum hat dann die EU schon seit Langem Einfuhrzölle auf Stahl aus den USA? Ok es ist eine bestimmt Sorte von Stahl, welche wohl aufwendiger (energetisch und qualitätstechnisch) hergestellt wird.
Aber dieser Schutzzoll, so nennt es die EU, für dieses Produkt wird nicht nur gegen die USA erhoben, auch gegen Russland und China.

Wer meint Stahl kann doch auch China kommen, weil er dort günstiger ist, der soll mal erklären warum es immer mehr Firmen gibt die verlangen dass man deutschen Stahl verwenden muss. Ich schätze mal auch in den USA wird es diesen Trend geben, wenn auch nicht so stark wie in Deutschland.

Die Schutzzölle dienen momentan dazu das Außenhandelsdefizit der USA abzubauen, eine durchaus kluge Sache.

Denn sie wissen nicht, was sie tun......

Zölle müssen, ökologisch betrachtet, ja nicht unbedingt schlecht sein. Wenn weniger über die Ozeane geschippert wird, wird auch weniger Energie verbraucht. Es ist zwar nicht anzunehmen, dass Donad Trump diesen Gedankengang nachzuvollziehen vermag, geschweige denn dieses beabsichtigt, aber auf diesen Nebenbei-Effekt kann man ja mal hinweisen. Die Konsequenz ist natürlich, dass Produkte aus US-Stahl schlicht teurer werden, dafür aber Arbeitsplätze gesichert werden (oder wieder neu entstehen). So eine Politik muss nicht zwangsläufig schlecht sein, führt aber eher zu einer Stagnation als zum Wirtschaftswachstum. Auch das ist eigentlich sehr sinnvoll, aber sicher nicht im Sinne von Donald Trump. Vielleicht birgt es bei allem Kopfschüteln über Trump ja einen Vorteil, dass er die Folgen seines Handelns nicht abschätzen kann.

Sehr einfaches Weltbild

"Einfacher Stahl ist aber sehr arbeitsintensiv. Länder mit deutlich niedrigeren Arbeitskosten als die Vereinigten Staaten sind im Vorteil", sagt Frieden."

Wer schon mal an einem Hochofen, in einer Walzstraße, in einem Röhrenwerk war wird erstaunt feststellen dass nur sehr wenige Menschen zu sehen sind. Die im Museum hängenden Bilder aus dem Beginn der Industrialisierung sind keine aktuelle Zustandsbeschreibung.
Arbeitskosten sind nicht alles, eher das Geringste. Maschinen kosten. Umweltauflagen kosten. Energie kostet. Da sind Indien und China im Vorteil.

Arbeitsintensiv sind nachfolgende Schritte, Drehen, Entgraten, Ultraschallprüfen... und da halten Roboter schon lange Einzug.

"Die USA betreiben einen Schutz seniler..." Präsidenten

Alte Technologien am Leben zu halten war noch nie zielführend und hat schon immer zur Verschlechterung der Situation geführt.
Aber vielleicht sind es ja gar nicht die Industrien die senil sind?

Gegenlesen

Mir fällt auf, dass dieser Artikel so viele grammatikalische Fehler enthält, dass man ihn teilweise kaum verstehen kann. Da wäre es vielleicht gut, solche Artikel erst einmal gründlich gegenlesen zu lassen. Ob er inhaltlich den Kern der Auseinandersetzungen trifft, wage ich auch zu bezweifeln. Es geht Trump und den USA doch augenscheinlich auch um geostrategische Ziele und die Schwächung von Konkurrenten und vermeintlichen Feinden - zu denen übrigens auch Europa zählt. Aber hier tut man immer noch so, als sei das nicht der Fall.

Am Anfang dachte ich,

nun kommt mit Trump die global politische Wende zwischen den Mächten, doch ich hatte nicht seine unkontrollierten Zwischentöne beachtet, die nun zum tragen kommen! Von wem bekommt Trump die Abwrackprämie, die er haben muss? Eines ist für mich sicher, es geht ihm nicht um Wahlstimmen und Trump weiss, das er keine ausreichenden Stimmen mehr bekommt, um diese kuriose Macht zu wiederholen! Warum macht er das? Die Wichtigkeit Nordkorea darf doch nicht alles sein, wenn andere Wichtigkeiten dadurch ignoriert werden!

>>"Er (Trump) hat außerdem

>>"Er (Trump) hat außerdem gesagt, dass ihm der Diebstahl von intellektuellem Eigentum durch China Sorgen bereitet", sagt Levy.<<

Davon kann ja Trump selbst am Allerwenigsten betroffen sein.
Wo nichts ist, kann auch nichts gestohlen werden.

Brot und Spiele

In Rom gibt es ein Bauwerk, das den Lauf der Geschichte belegt: den Circus Maximus. Als die Patrizier, die Latifundienbesitzer - durchaus den Milliardären in Amerika vergleichbar - nur noch alles einstrichen und Gelage abhielten statt ihre Pflichten zu erfüllen, fing das Volk an zu murren. Aber als sie dann Gladiatorenkämpfe und Seeschlachten ansehen durften, waren sie´s zufrieden, bis endlich die Langobarden Rom eroberten.
.
Und genau das ist Trumps Modell. Und das Volk jubelt so lange, bis es ganz im Dreck sitzt. Denn seine Politik baut das Land nicht zukunftsfähig aus, weder soziologisch noch technologisch. Aber er macht nen Riesenzirkus siehe Kim Yong Un. Und täglich töten Drohnen ein paar Schurken oder gibt´s irgendwo ein Militärgeplänkel. Der Globus ist inzwischen zum Circus Maximus ausgebaut worden.

die Stahlindustrie ist eine Schlüselindustrie jeder Wirtschaft

Keine Maschinen, kein Bauen ohne Stahl. Keine Industrie ohne Bauen und Maschinen. Wer seine Stahlindustrie schützt, schützt seine wirtschaftliche Autonomie. Trumps Maßnahmen sind deshalb verständlich. Er hat dies wiederholt erklärt. Leider hören die Medien ihm nicht zu. Unverständlich ist allerdings, dass das im Artikel nicht erwähnt wird, bzw., unverständlich ist genau dies nicht, schließlich werden bei Tagesschau zur Zeit am Band Meinungen geschürt, die Zölle in ein schlechtes Licht rücken sollen. Zölle sind jedoch ein völlig legitimes Mittel der Wirtschafts- und Industriepolitik. Die Gier der deutschen Wirtschaft und Politik, die Deutschland zu einem Niedriglohnland und Armutsstaat haben verkommen lassen, befördern einen Exportüberschuss, der diese Wirtschaft zu Recht extrem angreifbar macht. Eine bessere Verteilung des Reichtums in Deutschland sowie ein darauf gründender stärkerer Binnenkonsum hätten ein Regulativ geschaffen, um dieser Fehlentwicklung entgegenzuwirken.

Muss weniger Globalisierung denn schlecht sein?

"Wir riskieren, dass der Handelskrieg außer Kontrolle gerät. Am Ende verlieren die Konsumenten und nur wenige profitieren."

Kein Mensch ist auf Produkte aus China angewiesen. Es gibt immer Alternativen, die im eigenen Land produziert werden und dort Arbeitsplätze sichern.

Darüber hinaus wäre etwas weniger Konsum durchaus im Sinne des Klimaschutzes. Aber der wird dem Mantra des ewigen Wirtschaftswachstums leider untergeordnet.

07:04 von KowaIski

Man sollte sollte sich in Handelspoltik schon ein bisschen auskennen. Es ist legitim, kränkelnde oder aufstrebende Industriezweige für eine gewisse Zeit schützen, um sie in einen konkurrenzfähigen Zustand zu bringen. Wurde schon immer so gemacht. Deutschland, Japan, China etc wären nicht da, wo sie sind.

@leider geil

Das passiert doch bei uns ganz genau so.

Ostblock hat es vorgemacht

Der Osten hat im Kommunismus Jahrzehntelang marode Industrien subventioniert. Ist ja auch nichts anderes als Ggegnprodukte zu verteuern. Man sieht, was mit dem Zusammenbruch der Industrien in den 90er Jahren herauskam. Na dann Herr Trump: Avanti Dilettanti !! Die Chinesen sollten aus Dankbarkeit jedes Gramm dieses Präsidenten in Gold aufwiegen. Die großen Sieger sind sie am Ende und USA der Verlierer.

Hochfeste Stähle für die Automobilindustrie

Sind die amerikanischen Stahlwerke in der Lage, hochfeste Stähle für crashrelevante Teile im Fahrzeugbau zu produzieren?
Ich denke nicht!
Also müssen diese Stahlsorten importiert werden, um sichere Autos zu bauen - zu Lasten des Konsumenten.
Genau dies hat es unter der Regierung Bush, jun. schon einmal gegeben.
Die Zollbeschränkungen hielten nicht lange.

Die Bigotterie der EU in Sachen Zölle

Gerade in der EU gibt es unzählige Zölle und Mengenbeschränkungen hinsichtlich der Einfuhr von Produkten aus den USA und China!

Auf verschiedene chinesische Stahlprodukte liegt der Einfuhrzoll sogar bis zu 400 Prozent!

Und von den vielen Mengenbeschränkungen und Schutzzölle auf Nahrungsmittel ganz zu schweigen!

Denn mit eines hat der EU- Binnenmarkt absolut nichts zu tun:

Mit freien und fairen Welthandel!

Was zu bedenken ist!

@Hador Goldscheitel

Und da fast sämtliche Banker und Broker mit ihrer Meinung übereinstimmen, geehrter Mitforist, ist auch der Dow Jones seit Trumps Amtsantritt von unter 20.000 Punkten auf über 25.000 Punkten angestiegen!

Was zu bedenken ist!

Da sieht man mal was...

...internationale Vertraege wert sind. Haben die USA nicht mit Canda eine Freihandelszone gegruendet? Nach meinem Verstaendnis waere das so, wie wenn die neue Regierung in Italien Zoelle auf deutsche Autos erheben wuerde, um Fiat, Ferrari und Co zu "schuetzen".

Gruss aus Brasilien

Ab in die Bedeutungslosigkeit

Noch ein paar dieser Fehl-Entscheidungen und die USA werden auf Jahre nicht mehr den Ton angeben. Seit T. dran ist hört man immer seltener die Floskel „Amerikanische Freunde“ und „Verbündete“. Jeder hat die Zeichen des Trump verstanden und orientiert sich um. Bald dürfte er seine Freunde nur noch bei den Schurkenstaaten und den „Asshole-Staaten“ haben, also die Kims dieser Welt. Soll man seine $ schon mal in Hyan tauschen? Das wird dann die Weltwährung - vor allem, wenn die Chinesen die 2Bio am. Staatsschulden zurück haben wollen,

@ Hador Goldscheitel

Mr. Trump geht es ausschließlich um seine Wiederwahl, und dafür tut er alles. Die Menschen in den USA sind dem Egomanen ausgesprochen gleichgültig.

Ja, ich denke, das ist der größte Unterschied zu dem demokratischen Präsidenten Barack Obama, dem ehemaligen Bürgerrechte-Anwalt. Obama hatte Ziele, nämlich die soziale Gerechtigkeit, die Weiterentwicklung seines Landes und nicht den privaten Profit.

Handels- und andere Kriege

Wer einen vorhersehbar ruinösen Handelskrieg vom Zaun bricht, nur um seine Wahlchancen zu erhöhen, der ist auch in der Lage, militärische Konflikte zu provozieren, wenn er sich davon Wählerstimmer erwartet.
Ohne Rücksicht auf die Folgen.

@kowalski

Die eigene Bevölkerung in Lohn und Brot zu halten, ist "verfehlt"? Das mag Ihre Ansicht sein, für mich ist das Politik für diejenigen, die ihn gewählt haben.

Technischer Fortschritt...

Es gibt keine "senilen Industrien"!

Aber es gibt einen "Technischen Fortschritt", der allerdings Zeit braucht und Geld verschlingt.

D hat übrigens auch "alte Industrien", "senile" sozusagen: Auto, Chemie und Elektro stammen allesamt aus dem Kaiserreich. Und die Autoindustrie wird ja mit hohen Zöllen gegen Konkurrenz geschützt. Höhere Zölle, als sie z.B. die USA haben!

Apropos: Auf dem G7-Gipfel hat Trump ja vorgeschlagen, alle Zölle einfach abzuschaffen... Die EU ging nicht darauf ein! Im Ansatz nicht!

@ michel56

Was ich allerdings nicht verstehe am Prinzip Zoll ist, was hat das mit Diebstahl geistigem Eigentums zu tun?

Nichts. Trump bestraft chinesische Firmen, die in die USA exportieren. Ob die gleichen Firmen auch Patente missachten, kann und will er gar nicht im Einzelfall prüfen. Er verhängt Pauschalstrafen und wartet auf Beifall konservativer Wähler, die für Populismus und einfache Rezepte anfällig sind.

um 08:05 von nie wieder spd

In China ist der Stahl billiger, weil die Arbeitsbedingungen und die Löhne einfach nur schlecht sind.

Re bin in China und die Arbeits und Löhne in grossen Stätde weichen nicht weichen nicht sehr von DE ab.Kommt durch die Blase der RNB Druckmaschienen und und .Gibt Teie von >China Billigprodukte wo De den Rohstoff teurer einkaufen muss wie China das fertige Produkt liefert.Der Gewinn ist dann für den Handel , Banken enorm und somit könnte er doch ein wenig recht haben .So gehts nicht .Dazu die EU hat mehr Schutzzölle wie die USa nur am Rande.

dann bitte nochmals nachdenken...

... es geht nicht um Zölle, sondern um Öffnung von Märkten. Es geht auch nicht um den Wiederaufbau konkurrenzunfähiger und alter US-Industriezweige, sondern um Machtinstrumente. China verweigert systematisch den Zugang zum heimischen Markt und transferiert Technologie aus den USA und der EU.

Trump ist nur ein temporäres Problem

Es erscheint tatsächlich so, dass die alten Industrieländer ihre "senilen" Industriezweige schützen. In Deutschland schützt man die Autoindustrie vor Entschädigungszahlungen, die eigentlich aufgrund des Betrugs selbstverständlich wären - man hebelt also Verbraucherschutz zugunsten von Konzernen aus. In den USA schottet man sich ab und möchte damit veraltete Industrien schützen.

Beides wird nicht funktionieren. Am Ende werden die USA jedoch besser dastehen als Europa. Denn während die Europäer sich nur an alte Autotechnik klammern, verfügen die USA über Schlüsseltechnologien. Beispiel: auf 90 % aller Rechner laufen Windows oder Apple-Betriebssysteme.
Dank der CSU (in der letzten Regierung: Dobrindt) werden Bits in Deutschland immer noch im Schneckentempo bewegt. Daran wird sich absehbar in Zukunft nichts ändern.
Die Europäer, die schwarz für die USA sehen, sollten also besser einmal nach Europa blicken: Trump ist ein temporäres Problem, die Entwicklung in der EU ein permanentes!

08:11 von Shantuma

"Wenn die US-Stahlindustrie nicht konkurrenzfähig ist, dann ist es doch vollkommen verfehlt, sie mit Hilfe von Schutz-Zöllen am Leben zu erhalten. Weiß das der Immobilien-Mogul aus New York nicht?"

Re Sachkentnis und Tatsachen wären hilfreich.Konkurrenzfähig wird dort erzeugt über Druckmaschienen von RNB ,dazu wie war es und was wurde gepredigt die letzten Jahre in der EU Schutzzölle ...vergessen?

08:11 von Shantuma

"Wenn die US-Stahlindustrie nicht konkurrenzfähig ist, dann ist es doch vollkommen verfehlt, sie mit Hilfe von Schutz-Zöllen am Leben zu erhalten. Weiß das der Immobilien-Mogul aus New York nicht?"

Re Sachkentnis und Tatsachen wären hilfreich.Konkurrenzfähig wird dort erzeugt über Druckmaschienen von RNB ,dazu wie war es und was wurde gepredigt die letzten Jahre in der EU Schutzzölle ...vergessen?

USA haben schlechte Chance

Ich wird wahrscheinlich dafür sorgen, dass die konservative Trump Wähler das Leben schwerer haben. Genau die Sektor dieser Leute sind am wenigsten Konkurrenzfähig. Zwei Jahre später wird Trump abgewählt. Die Amis werden durch ihr Erpresserei mehr verlieren als sie dachten.

@ Shatuma

Wenn die US-Stahlindustrie nicht konkurrenzfähig ist warum hat dann die EU schon seit Langem Einfuhrzölle auf Stahl aus den USA?

Vor Trumps Strafzöllen waren die Einfuhrzölle in den USA und der EU ungefähr gleich.
Die Stahlindustrie in den USA ist infolge fehlender Investitionen aktuell weniger konkurrenzfähig als die europäische. Dabei sind europäische Stahlarbeiter in der Regel tariflich bezahlt, haben Anspruch auf eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und sind krankenversichert. In den USA ist das nicht die Regel.

dann auch in Deutschland

@Kowalski:
"Wenn die US-Stahlindustrie nicht konkurrenzfähig ist, dann ist es doch vollkommen verfehlt, sie mit Hilfe von Schutz-Zöllen am Leben zu erhalten. "

Dann sollte Deutschland alle Subventionen auf alle Energieen abschaffen.
Mal sehen wie konkurenzfähig dieser Industriezweig ist.

Vor allem die Solarenergie wäre ohne die Staatlichen Zuwendungen und den Zwangsabgaben der Bürger nicht überlebensfähig.

Streichen wir die Subventionenkomplett, dann geht auch Deutschland den Bach runter.

Die meisten haben es immer noch nicht begriffen...

Trump interessiert sich nicht für Politik oder für Stahl. Trump ist im permanenten Wahlkampfmodus und braucht wie ein verwöhntes Einzelkind ständig Jubel und Bestätigung. Er hört auf niemanden und macht wirtschaftlich wie politisch völlig unsinnige Sachen, die ihm aber den Beifall seiner Wähler einbringen. Denn wenn er wirklich was für die Stahlindustrie tun wollte, dann würde er hier Subventionen vergeben für Energie und für Modernisierung, das würde seiner Stahlindustrie wirklich helfen. Zum Teil wird ja auch Stahl besteuert, den die USA selber gar nicht herstellen, z.B. Spezialstahl für Autos. So werden die amerikanischen Autos teurer, aber die wollte er doch auch schützen? Genauso das schimpfen auf die deutschen Autohersteller, außer Porsche bauen die alle in den USA Autos also völliger Quatsch auf die zu schimpfen. Aber es geht Trump nur um den billigen und schnellen Effekt und Aktionismus. Das wird er bis zur nächsten Whl durchhalten und es sieht dann so aus als mache er was.

Trump schützt mit seiner ...

... neoliberalen Steuer- und Zoll-Politik jedenfalls nicht die Arbeitnehmer.

Senile Wirtschaftszweige???

was sollen den das für welche sein???

08:26, b.bisam

>> Es geht Trump und den USA doch augenscheinlich auch um geostrategische Ziele und die Schwächung von Konkurrenten und vermeintlichen Feinden - zu denen übrigens auch Europa zählt. Aber hier tut man immer noch so, als sei das nicht der Fall.<<

Wer ist "man"?

Handels- und andere Kriege

Wer einen vorhersehbar ruinösen Handelskrieg vom Zaun bricht, nur um seine Wahlchancen zu erhöhen, der ist auch in der Lage, militärische Konflikte zu provozieren, wenn er sich davon Wählerstimmer erwartet.
Ohne Rücksicht auf die Folgen.

wie in Deutschland

@Hador Goldscheitel:
"Mr. Trump geht es ausschließlich um seine Wiederwahl, und dafür tut er alles. Die Menschen in den USA sind dem Egomanen ausgesprochen gleichgültig."

Frau Merkel wirft auch jedem Bürger dieses Landes einen Knochen vor die Füße nur um an die Macht zu bleiben.
Allein die Rentenerhöungen der letzten Jahre können wir uns nicht leisten.

07:04 von KowaIski

Wenn eine Stahlindustrie mit geringen bis keine Umweltauflagen auskommt,geringe Sozialstandarts hat, Arbeitsschutz am Arbeitsplatz fehlt,minimale Stundenlöhne bezahlt werden, ect. kann sicherlich sehr günstig porduziert werden. Das alles weiß der Immobilien-Mogul aus New York, Sie scheinbar nicht.

Senile Wirtschaftszweige???

was sollen den das für welche sein???

Die Chinesen....

...haben die Zoelle mehr als verdient.

Denn auch sie schützen ihren Markt mit Zoellen.
Was vom Westen geschluckt wird, um es sich mit dem prosperier nden china nicht zu verderben,

Was Trumps Zoelle angeht :
Er ist nicht der einzige.

Die EU erhebt auf chinesischen Stahl Importzoelle von mehr als 50%

Vermutlich um senile Industriezweige Europas zu schuetzen..... nicht wahr ?

Die Diskussion um Zoelle wird von allen Seiten aus unehrlich geführt.

Nicht nur von dem fuer alles Elend der Welt verantwortlichen Trump....

richtig

@nie wieder SPD:
Deutschland kann ja auch nur so günstig seine Waren herstellen und exportieren weil viele Bürger dieses Landes für einen Lohn arbeiten den sie mit HarzIV aufbessern müssen.
Würde man in Deutschland die Arbeiter anständig bezahlen, stiegen die Preise der Waren und der Exportüberschuss wäre nicht so groß.

China sollte mal ernst machen

China ist der größte Gläubiger der USA, die USA müssen fast täglich Staatsanleihen in höhe von 3 Mrd. Dollar aufnehmen und ein Großteil davon nimmt China.
Sollte China dies überdenken, dann würde die USA nicht mehr so leicht an neues Geld ran kommen und müßte dementsprechend höhere Zinsen für die Staatsanleihen bieten um diese 3 Mrd. Dollar täglich einzuteiben.

16. Juni 2018 um 08:33 von Jan Sensibelius sagt:

Davon kann ja Trump selbst am Allerwenigsten betroffen sein. Wo nichts ist, kann auch nichts gestohlen werden.@Stimmt! Darum, warum tut er das, was doch gegen die Grundregel der globalen Wirtschaft spricht? Ich glaube nicht daran, dass dieses Verhalten eine Dauerlösung für die eigene Wirtschaft der USA ist! Und sorry, wenn ich es, wie schon in anderen Beiträgen erwähnt, ich meine Trumps Wirtschaftsverhalten trägt nicht dazu bei, ärmeren Nationen damit zu helfen! Veränderungen von politischen und wirtschaftlichen Regeln ja, einseitiges Wirtschaftbegehren nein!

re 08:46 crastro: Genau so?!

„@leider geil
Das passiert doch bei uns ganz genau so.“

Irgendwie kommt mir dieses „Argument“ bekannt vor. Hatten Sie dieses nicht schon einmal zu einem anderen Thema „genau so“ verwendet?

re 08:46 crastro: Genau so?!

„@leider geil
Das passiert doch bei uns ganz genau so.“

Irgendwie kommt mir dieses „Argument“ bekannt vor. Hatten Sie dieses nicht schon einmal zu einem anderen Thema „genau so“ verwendet?

Es ist zwar noch früh am Tag, aber

habe ich da "senile Industriezweige" richtig gelesen? Hat das was mit Herrn Trump resp. seinem Geisteszustand zu tun?
Ich lasse mich da gerne aufklären :)

"Seniel" trifft es sehr gut!

Dieses eine Wort erklärt eigentlich das komplette Problem der USA. Sie haben sich seit den 1950-1970 Jahren nicht mehr bewegt und sich auf alten Strukturen ausgeruht. Weil es eben ging und weil der Druck fehlte. Es wurden nur die Gewinne abgeschöpft und nichts in die Firmen gesteckt.
Und nun werden sie schlicht und ergreifend vom globalen Markt überrollt. Die EU ist mittlerweile die größte Volkswirtschaft, nicht mehr die USA. Das ist so weil sich die europäischen Firmen, der subventionierten billig Konkurrenz aus China gestellt hat. Die EU hat zwar Federn gelassen, aber gesamt ist die EU daran gewachsen und hat so wirtschaftlich die USA überholt. Den Handelskrieg verliert die USA, und zwar seit Jahren. Trumps handeln ist nicht unbedingt dumm, es ist mehr pure Verzweiflung.

Stahl

Die Logik von Herrn Trump ist einfach und gut.
Mit bzw. aus Stahl baut man Waffensysteme: Panzer, U-Boote, Kriegsschiffe, Waffen etc.
Er macht die USA dadurch unabhängig und Reaktionsschneller im Falle eines Krieges.
Die Entscheidung macht Sinn.

Die Karotte vor der Nase

Die Karotte vor der Nase des Pferdes bringt es zum Laufen, denn es kapiert nicht, dass die Karotte an der Peitsche baumelnd auch durch schnellstes Laufen nicht zu erreichen ist. - An dieses Bild muss ich denken, wenn ich die vielen Jubelkommentare auf Trump lese. Juhu, der Dow-Jones ist um 20% gestiegen. Davon profitiert natürlich vor allem der Minijobber, oder? Und dass Trump Leute wieder in Lohn und Brot bringt, ist bis jetzt nicht erwiesen. Er holt nur über Zölle das Geld wieder rein, was er seinen Milliardärsfreunden durch Steuersenkung geschenkt und der Staatskasse entzogen hat. - Na, lauft dem ruhig hinterher bis ihr vor Erschöpfung umfallt. Dann werdet ihr sehen, wie toll Trump sich um euch kümmert: er ruft sofort auf den Abdecker an, denn mit Pferdefell kann man auch noch was verdienen.

Senile Industriezweige?

Wieder mal ein schönes Beispiel für die sprachliche Leistungsfähigkeit der deutschen ÖR Qualitätspresse. Denn was sollen denn "senile Industriezweige" sein? Ich hoffe, dass dem Schreiber der Unterschied zwischen senil und sensibel schon irgendwie bewusst ist.

Nur einmal zum Nachdenken :

Der Einfuhrzoll auf amerikanische Textilien liegt bei 100%. Dazu kommen 19% Mehrwertsteuer. Das gilt auch für Bettwäsche. Alles zum Schutze der Textilindustrie in Deutschland.

Am 16. Juni 2018 um 08:05 von nie wieder spd

Der Stahl in China ist auch von (überwiegend) schlechterer und schwankender Qualität. Fragen Sie mal internationale Autobauer dort drüben. Wenn sich die Unternehmen in den USA mit derartigem Billigstahl versorgen, dann müssen sie ich nicht wundern, dass auch die Qualität ihrer Endprodukte nicht stimmt. Das wiederum spiegelt sich in der Kundenzufriedenheit wider, weshalb hierzulande in den USA hergestellte Fahrzeuge von GM, FCA und Ford eher die Ausnahme im Straßenverkehr bilden.
Man muss schon das Gesamtbild betrachten und nicht nur einen Teil davon.

RE:Frank von Bröckel @Hador Goldscheitel

Zu bedenken ist, dass die Börse schon unter Präsident Obama massiv angestiegen ist. Hat u.a. mit der der Politik des billigen Geldes der Notenbanken zu tun. Zudem ist die Wirtschaft unter Obama in Rollen gekommen. Trump erntet die Früchte, die er nicht gesät hat.
Warten wir es nur ruhig ab wie sich alles weiter entwickeln wird. Massearbeitslosikeit im Metallverarbeiteden Gewerbe ist vorprogrammiert.

Gruß Hador

Bethlehem Steel

Ich empfehle den Wikipediaartikel zu dieser Firma..

Sie wurde, nach ihrem Bankrott, von ArcelorMittal aufgekauft.

Auch mit dieser Firma lohnt es, sich zu beschäftigen.

Der Kapitalismus wird längst von weltumspannenden Konzernen dominiert.

@KowaIski

Was schimpfen sie hier ueber Neoliberale ?

Mir die Gesamtheit ihrer Postings hier betrachtend, sind sie selber einer.

Und haben mit Trump dann wohl so einiges gemein.

Nur das der gewöhnliche Neoliberale (zb Merkel oder auch sie) zusaetzlich noch Freihandel will.
Den will Trump nicht.
Und er hat teilweise recht damit.
Denn die Bevölkerung der westlichen Staaten hat nicht gew9nnen durch die Kombination Neoliberaler Reformen mit Freihandel.

Wahlversprechen

Trump ist ein Präsident der sein Wahlversprechen konsequent umsetzt ! Im Gegensatz zu vielen Staatsmännern und Politiker auf dieser Welt !

Präsidialen Weitblick bejubeln?

Vor Jahren schon, noch vor Beginn seines Wahlkampfes als Präsidentschaftskandidat, erklärte sich Donald Trump alle Aspekte der Welt. Wer Themen anders abwägte und Dinge anders als er einschätzte, der besaß angeblich einen zu geringen IQ. Für diese Ansichten wurde Donald Trump gewählt, mit diesen Ansichten regiert er seither unbeeinflussbar. Genau das bejubeln Trumps Anhänger: Endlich mal jemand, der ein für allemal wusste, was gut ist, und sich selber - jahrein, jahraus - weiter daran hält.

Mir erscheint an solcher Festigkeit überhaupt nichts positiv. Ich kann darin auch nicht den hohen, weit überlegenen präsidialen Weitblick suchen.

@Gassi 09:14

"Soll man seine $ schon mal in Hyan tauschen? Das wird dann die Weltwaerung - vor allem wenn die Chinesen die 2Bio am. Staatsschulden zurueck haben wollen." Meinen Sie? Was passiert wohl, wenn ein Glaebiger seine Schulden nicht mehr eintreiben kann? Er geht zusammen mit dem Schuldner Pleite. Bestes Beispiel: Lehmen Brother (Glaeubiger) und die Hauseigentuemer (Schuldner). Kaufen Sie sich zertizierte Standart-Goldbarren. Ich lasse mich inzwischen bei meinen Geschaeften mit bis zu 40% in Gold bezahlen.

Gruss aus Brasilien

Senil

Was bitte sind denn "senile Industriezweige", etwa eine durch Alter körperlich und geistig schwache US- Stahlindustrie? Oder meint der Autor den senilen Präsidenten, der glaubt durch einen Handelskrieg seine marode Wirtschaft sanieren zu können?

Am 16. Juni 2018 um 08:26 von b.bisam

Ihrem letzten Abschnitt kann ich nicht zustimmen. Es ist einzig und allein Trumps persönlicher Kampf. Würde er für die USA kämpfen, dann würde er auch auf Textilien die Zölle erheben, da die USA riesige Mengen davon einführen - zulasten der heimischen Industrie. Warum erhebt Trump also keine Zölle darauf? Weil er seine eigenen Unternehmen und die seiner Familienmitglieder schädigen würde. Soviel zum Thema, dass er im Interesse der USA handelt.

09:54, Deutschland_im_...

>>Die EU erhebt auf chinesischen Stahl Importzoelle von mehr als 50%

Vermutlich um senile Industriezweige Europas zu schuetzen..... nicht wahr ?

Die Diskussion um Zoelle wird von allen Seiten aus unehrlich geführt.

Nicht nur von dem fuer alles Elend der Welt verantwortlichen Trump....<<

Der Unterschied ist, daß die europäischen Zölle WTO-konform sind.

Trump pfeift auf die WTO.

Regeln sind für ihn nicht wichtig.

Er vertritt, wenn man das so sagen kann, einen komplett unregulierten, nationalistischen Kapitalismus.

Er liebt das Hauen und Stechen.

RE:Der Nachfrager

"Frau Merkel wirft auch jedem Bürger dieses Landes einen Knochen vor die Füße nur um an die Macht zu bleiben."

Sie meinen wirklich Frau Merkel macht ausschließlich Politik für ihre konservative Wählerschaft ???
Ich denke dabei nur an Atomausstieg, Abschaffung der Wehrpflicht oderAsyl-und Flüchtlingspolitik.

Kanzlerin Merkel hat aber auch gar nichts mit Präsident Trump gemein.

Gruß Hador

Vertrauensverlust

Der riesige Vertrauensverlust, den die USA durch Trump erleiden, wird meiner Meinung viele zu wenig gesehen, in zu reparieren kann Jahrzehnte dauern. In meiner Branche vergleiche ich die Fa. Opel deren Autos heute bestimmt so gut sind wie viele andere, aber sie leiden unter einem Qualitätsverlust der schon 18 Jahre zurückliegt.

09:54, Der Nachfrager

>>richtig
@nie wieder SPD:
Deutschland kann ja auch nur so günstig seine Waren herstellen und exportieren weil viele Bürger dieses Landes für einen Lohn arbeiten den sie mit HarzIV aufbessern müssen.
Würde man in Deutschland die Arbeiter anständig bezahlen, stiegen die Preise der Waren und der Exportüberschuss wäre nicht so groß.<<

In der deutschen Stahlindustrie arbeiten keine Aufstocker. Die "klassischen" Industriearbeiter, von denen es in Deutschland allerdings immer weniger gibt, haben eine starke gewerkschaftliche Vertretung und werden immer noch sehr gut bezahlt.

Die Niedriglöhner und Aufstocker finden Sie in anderen Bereichen.

@Tomcat-1000

"Sind die amerikanischen Stahlwerke in der Lage, hochfeste Stähle für crashrelevante Teile im Fahrzeugbau zu produzieren?
Ich denke nicht!"

Für die Karosserieteile, die den Crashschutz liefern ist kein hochfester Stahl notwendig. Es werden völlig unterschiedliche Qualitäten verbaut, der aktuelle Marktpreis der Stahlsorte entscheidet. Ist der Stahl zäher wird die Blechdicke verringert, was an den Stellen, die die Aufprallenergie durch Faltung absorbieren sollen sowieso der Fall ist. Die unterschiedlichen Stahl Qualitäten und verwendeten Dicken führen zu unterschiedlichem Gewicht der Karosserie.

Hochfesten Stahl, Sonderstahl braucht man für Panzerungen, Werkzeuge, Pumpen... spezielle Korrosionbedingunen aber nicht für Karosserien.

China führt Wirtschaftskrieg

China führt seit langem einen Wirtschaftskrieg gegen die USA und Europa, auch wenn die chinesische Regierung von Zusammenarbeit zum beiderseitigen Vorteil spricht. So überschwemmt China mit staatlich verbilligtem Stahl den Markt. U.a. hat China ein Stahlwerk in Serbien aufgekauft, von wo aus es Stahl unter Wert verkauft. China kauft europäische Technologieunternehmen auf, um technologisches Wissen zu erwerben. Umgekehrt können europäische Unternehmen kein technologisches Wissen in China aufkaufen. Wir müssen uns diesen Wirtschaftskrieg bewusst machen und uns wehren. Ob die neuen US-Zölle die richtigen Maßnahmen sind, darüber mag man streiten. Aber wir dürfen nicht länger den Kopf in den Sand stecken.

Am 16. Juni 2018 um 09:07 von Frank von Bröckel

Man kann es sich schönreden. Wer sich den Trend des Dow Jones ansieht, der erkennt, dass der Kurs bereits unter Obama stieg. Lediglich in der Wahlkampfzeit stagnierte er - wie so häufig in dieser Phase. Nachdem der Präsident fest stand, stieg der Kurs bis zu seinem Höchstwert von fast 26.617 Punkten im Februar 2018. Heute liegt der Kurs bei 25.090 Punkten. Tendenz - leicht steigend.

09:53, Carlsand

>>07:04 von KowaIski
Wenn eine Stahlindustrie mit geringen bis keine Umweltauflagen auskommt,geringe Sozialstandarts hat, Arbeitsschutz am Arbeitsplatz fehlt,minimale Stundenlöhne bezahlt werden, ect. kann sicherlich sehr günstig porduziert werden. Das alles weiß der Immobilien-Mogul aus New York, Sie scheinbar nicht.<<

Sie beschreiben hier die amerikanische Stahlindustrie.

Denn Arbeitsschutz, Sozialstandards, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz, Umweltauflagen etc. sind in den USA traditionell eher unbeliebt.

Rationalisierung und Automatisierung dafür umso mehr. Schließlich wurde in den USA das Fließband erfunden.

Die mangelnde Konkurrenzfähigkeit der US-Industrie muss also andere Gründe haben.

Oh Trump!

Trump verhält sich - wie es der Name schon sagt - wie ein Trampel.
Die Welt besteht nur aus Feinden, also drohe ich mal und schade ich mal. Wem, ist eigentlich egal.
Verbündete? Ein Bündnis ist nur eine besondere Form der Feindschaft!

Wenn meine Sanktionen und Drohungen nicht genug einbringen, dann verlange ich eben hohe Summen für unsere Mitgliedschaft in der Nato. Parieren unsere "Verbündeten" nicht, dann kündige ich dem Laden.

RE:Frank von Bröckel @Hador Goldscheitel

"Und da fast sämtliche Banker und Broker mit ihrer Meinung übereinstimmen, geehrter Mitforist..."

Natürlich reiben sich die Banker & Broker die Hände. Herr Trump hat ja erst wieder die Staatsverschuldung in die Höhe getrieben und die Spekulationsverschärfungen unter Obama zurückgenommen.

Der Schuldenstand der USA werden immer kritischer und die nächste Börsenblase kommt gewiss.

Gruß Hador

@DeHahn

Sie übertrieben hier maßlos!

Banker und Broker interessieren sich nur für mögliche Profite, wäre Trumps Wirtschaftspolitik angeblich tatsächlich so schlecht, wie von den deutschen Medien herbeigeredet, dann hätten das die weltweiten Börsen schon längst mit Kursabschlägen entsprechend honoriert!

Zumindest in der Wirtschaftspolitik macht Trump zumindest nicht alles falsch!

Was zu bedenken ist!

Trump hat Recht...

Gerade in China wird die Stahlindustrie subventioniert, weshalb die Preise noch
niedriger sind.
Da hat sich (in der Vergangenheit) einiges eingeschlichen, weshalb Trump nun eine Reißleine zieht und als Geschäftsmann muss Er es ja wissen...

08:39 von L.-Ludwig

Wo haben sie denn solche Wirtschaftsmaerchen gehoert ? Deutschland ein Niedriglohnland und Armutsstaaat machen ihren Kommentar zu einer Fantasie der Oportunisten. Die US Loehne und der geringe Arbeiterschutz treffern eher auf ihre Aussage bezueglich Niedriglohn zu.
Der Schutz des US Stahls schafft einige Millionen Arbeitsplaetze aber vernichtet weit mehr Millionen Arbeitsplaetze in der Stahl verarbeitenden Industrie der USA. Die USA ist nicht einmal in der Lage genug Stahl fuer ihre eignen Fabrikationen herzustellen geschweige denn Spezialstahl.
Es erstaunt mich immer wieder wie Kommentatoren hier Urteile faellen ohne sich halbwegs fundamentiertes Wissen ueber die US Wirtschaft anzueignen. Ich habe dort ueber 12 Jahre gearbeitet und ein mittelstaendisches Unternehmen gehabt und zum Glueck gut verkaufen koennen.

Nur wenige profitieren?

„Am Ende verlieren die Konsumenten und nur wenige profitieren“

Nun ja, möglicherweise profitiert die Umwelt, also die gesamte Menschheit, weil weniger Güter sinnlos durch die halbe Welt gekarrt werden. Und das sollte es uns allen doch wert sein.

China und Co haben durch

China und Co haben durch laschere Richtlinien Wettbewerbsvorteile die durch höhere Qualität nicht mehr ausgeglichen werden können. Hätte China die selben Auflagen für Umwelt und Co würde deren Absatz enorm schrumpfen.

Die Leidtragenden des Freihandels sind doch die Arbeiter, die für immer weniger arbeiten sollen, weil sie in Konkurrenz mit China stehen, bei ungleichen Ausgangsbedingungen und damit auch indirekt der Verbraucher, der ja wieder weniger verdient und der billigere Preis den niedrigeren Lohn nicht ausgleicht. Zusätzlich kriegt der Staat weniger Geld aus Steuern und die landeseigenen Kleinunternehmen und mittelständischen Unternehmen machen weniger Einnahmen, weil die Kaufkraft im Binnenmarkt sinkt. Gewinner sind nur die multinationalen Konzerne und die Regierungen der Billiglohnländer.

Und jetzt schiebt man als Alibi vor, man würde sich um die Konsumenten sorgen und die ganzen Linken, die sonst in jedem Unternehmen das personifizierte Böse sehen, springen drauf an.

Was sind "senile" Wirtschaftszweige

Ich bin mir nicht sicher, woher der im Artikel zitierte "Wissenschaftler" seine Weisheit haben will, aber die Stahl ist alles andere als ein "seniler" Wirtschaftsbereich. Stahl wird in allen Bereichen benötigt. Nicht nur bei Gebäuden und Fahrzeugen, sondern selbst bei modernen Technologien braucht es immer irgendwie auch Stahl und sei es nur, um daraus Standbeine oder Rahmen zu manufaktieren. Und sollten wir mal den Schritt ins Weltall wagen, dann geht es ohne Stahlverbundmaterial eh nicht!

Insofern ist der Schritt Trumps sehr begrüßenswert, denn indem ausländischer Stahl durch Strafzölle teurer werden kann als heimischer, wird die eigene Herstellung gefördert und der Staat als solcher wird in dieser Hinsicht unabhängiger und auch handlungsfähiger!

Klar, dass das den Apologeten eines freien Marktes ein Graus sein muss... unabhängige und handlungsfähige Staaten! Denn solche Staaten tendieren dazu, auch den freien Markt restriktiver zu handhaben...

10:08 von DeHahn

Ihr Kommentar trifft 100% zu. War dort ueber 12 Jahre taetig und habe zum Glueck schon vor Trumps Antritt meine Firma dort gut verkauft. Ich muss einfach immer lachen wenn ich hier die pro Trump Kommentare hoere meisten von Leuten die nicht mal das fundamentalste Wissen ueber die US Wirtschaft und deren Sozialstruckturen haben. So gut wie es den meisten arbeitenden Deutschen geht davon kann die Masse der werktaetigen Amerikaner nur traeumen. Die Sozialleistungen liegen z.B. weit unter dem deutschen Harz4 und Krankenversicherungen bezahlen nur das Minimum usw. Einfach mal ruebergehen und dort einige Jahre arbeiten. Mal sehen wer dann noch das USA -und Trumpmodel feiert.

@ KlarerDenken

"Die Konsequenz ist natürlich, dass Produkte aus US-Stahl schlicht teurer werden, dafür aber Arbeitsplätze gesichert werden (oder wieder neu entstehen)."

Das ist unzweifelhaft richtig, aber alleine schon das Prinzip, das dahinter steckt, ist - wenn man es mal genauer beleuchtet - pervers. Denn warum sollte der US-Stahl eigentlich teurer werden? Es sind die gleichen Fabriken, die gleichen Arbeiter...

Die Antwort ist: Das Management der Stahlunternehmen in den USA wittern natürlich jetzt die Chance, den Umsatz steigern zu können, wenn der ausländischen Konkurrenz auf dem heimischen Markt das Leben schwer gemacht wird. Aber es ist genau diese Gier, die dann zu einer Stagnation führen wird, weil man bei teureren heimischen Produkten dann doch wieder zögerlicher investiert. Daraufhin erhöht die Regierung die Strafzölle & bei den Managements der so protegierten Unternehmen stehen wieder die Dollarzeichen in den Augen.

Es könnte alles wunderbar funktionieren, wenn es diese Gier nicht gäb

10:09, EasyRider

>>Senile Industriezweige?
Wieder mal ein schönes Beispiel für die sprachliche Leistungsfähigkeit der deutschen ÖR Qualitätspresse. Denn was sollen denn "senile Industriezweige" sein? Ich hoffe, dass dem Schreiber der Unterschied zwischen senil und sensibel schon irgendwie bewusst ist.<<

Ein seniler Industriezweig ist ein überalterter.

Fahren Sie mal in die traditionellen Stahlreviere, dann haben Sie den Begriff anschaulich vor Augen. Beispielsweise wenn Sie von Saarbrücken mit der Bahn Richtung Trier fahren. Dann kommen Sie durch Völklingen.

In den USA nennt man solche Gegenden "Rust Belt". Das beschreibt anschaulich, daß diese Gegenden ihre Blütezeit lange hinter sich haben.

Die Entwicklung ging über sie hinweg.

In Deutschland wurde das teilweise durch Strukturprogramme aufgefangen bzw. abgemildert. In den USA gibt es so etwas nicht. Da glaubt man fest an die Selbstheilungskräfte des Marktes...

Am 16. Juni 2018 um 10:01 von Donidon

Zitat:
"Sie haben sich seit den 1950-1970 Jahren nicht mehr bewegt und sich auf alten Strukturen ausgeruht. Weil es eben ging und weil der Druck fehlte. Es wurden nur die Gewinne abgeschöpft und nichts in die Firmen gesteckt."

Wenn wir den Zeitraum etwas ändern, (statt 50 - 70 Jahre nun 90ziger Jahre) können wir leider das Gleiche über die europäischen Industrie schreiben. Und daher versteh ich die überhebliche Haltung vieler Menschen hier in Europa und insbesondere Deutschland nicht. Gerade derzeit ist unsere Wirtschaft (insbesondere die Automobilindustrie) und auch die Politik dabei die Fehler zu wiederholen, die die USA vor 40 Jahren machten.

Diese Maßnahmen, die Herr Trump jetzt ergreift, kommen viel zu spät und müßten z.B. durch Maßnahmen zur Modernisierung begleitet werden.
Wenn alles rein ökonomisch gesehen würde, wie sich hier Manche auf die Fahne schreiben, was sollen dann SUVs, Riesenvillas, Schmuck, teure Gemälde, also Luxus allgemein. Rein Ökonomisch gesehen ja witzlos.

RE:EasyRider Senile Industriezweige?

Erst lesen, dann meckern. Die Überschrift ist ein Zitat von Politikwissenschaftler Jeffrey Frieden von der Havard Universität.

Ich bin unseren Qualitätsmedien sehr dankbar.

Gruß Hador

@10:09 von EasyRider

wer lesen kann..
Herr Frieden ist nicht Redakteur bei der ARD sondern Professor an Harvard

Der Schaum vor dem Mund verdeckt manchmal den Blick auf den Text.

@ Deutschland_im_...

"Denn die Bevölkerung der westlichen Staaten hat nicht gew9nnen durch die Kombination Neoliberaler Reformen mit Freihandel."

Absolut richtig! Denn die heimischen Arbeiter können dank Freihandel nur verlieren, wenn sie in Konkurrenz mit der Billigkonkurrenz aus anderen Ländern treten.

Jetzt kommt bestimmt das Argument: Wieso? Unsere Export-Wirtschaft brummt doch trotz der Billigkonkurrenz. Dem sei gesagt:

a) das "Brummen" erkaufen wir uns mit einem in Deutschland eigentlich unhaltbarem Lohnsklaventum und indem wir einen Teil der Industriearbeiter völlig entrechtet haben, um billigere Preise anbieten zu können, als wir eigentlich müssten!

b) der Euro: für uns zu weich!

c) haben wir Glück, dass unsere europ. Partner nicht in die gleiche Konkurrenz eingestiegen sind, denn das hätte sofort zu einer Abwärtsspirale im Anbieterkampf geführt: wer kann billiger & schneller produzieren? Am Ende hätte es Millionen Arbeitslose & sittenwidrige Beschäftigungsverhältnisse mehr gegeben.

Die Sache mit dem Handelsüberschuss ...

... ist, wenn man den Diskussionen etwas tiefgehender folgt, gar nicht so einfach. Bezieht man den Dienstleistungssektor mit ein, hat die USA gegenüber z.B. Europa einen deutlichen Handelsüberschuss (all-inclusive gerechnet). Es kommt eben auf die Perspektive an.

Der Witz - aus meiner Sicht - ist, dass Europa eben GERADE am Stellrad "Dienstleistungen" (Google, Amazon - gemeint ist hier der Geldbringer, also AWS & Co, nicht Bücher und Kühlschränke - und andere "Internetdienstleister") durchaus einen "langen Hebel" hätte, WÜRDE Europa mal zusammenarbeiten.
Wenn diejenigen Länder Europas, die mit Niedrigsteuern besagte US-Firmen hofieren, statt Strafzöllen für diese "Waren" einfach nur "europaweit normale Steuern" erheben, täte das durchaus weh.
(gekürzt)
However - mir ist die derzeitige Berichterstattung, die sich auf Stahl und angeblichen H.Überschuss Europas konzentriert, zu einseitig und zu wenig informativ. Ich wünsche mir für meine Zwangsgebühren einen besseren, vollst. Überbl.

10:14, Deutschland_im_...

Ich würde mich an Ihrer Stelle über die wirtschaftswissenschaftliche Schule des Neoliberalismus informieren. Kann man nachschlagen. Der Begriff wird gern als sinnleeres Schlagwort benutzt, um Menschen, deren Meinung einem nicht passt, zu beschimpfen. Das dient aber nicht einer differenzierten, kenntnisreichen Diskussion. Die geht entschieden anders.

10:09 von EasyRider

«Wieder mal ein schönes Beispiel für die sprachliche Leistungsfähigkeit der deutschen ÖR Qualitätspresse. Denn was sollen denn "senile Industriezweige" sein?»

Wer den Artikel aufmerksam liest (nicht nur die Überschrift), kann erfahren, dass die Formulierung "senile Industriezweige" nicht von der tagesschau stammt, sondern als Zitat einer Aussage eines US-Politikwissenschaftlers entnommen ist.

Kann man aber schon aus der Überschrift erahnen, da sie in Anführungszeichen gesetzt ist (wie man das bei Zitaten halt so macht).

In diesem Sinne völlig ungeeignet als Kritik "an der deutschen ÖR Qualitätspresse" …

US-Wissenschaftler warnen

Vor allem die Meinungen der warnenden US-Wissenschaftler sollte man mit Vorsicht genießen. Die meisten von diesen Wissenschaftler, die Interviews geben, wählen die US-Demokraten. Und denen schwimmen zurzeit die Fälle davon. Bei den Midterm Elections könnte es ein Debakel für die Demokraten geben.

Marode

Die Schutzzölle bringen der US Stahlindustrie überhaupt nix. Sie kann mit Korea oder China nicht konkurrieren, weder in Preis noch Qualität. Diese Industrie wurde seit Jahrzehnten auf Verschleiss gefahren und ist momentan in einem ähnlichen Zustand wie die Fabriken der DDR 1989. Die Unternehmen aus dem Rust Belt sind Dank NAFTA abgewandert nach Kanada oder Mexiko.

Die Stahlwerke technisch auf den Stand des 21. Jahrhunderts zu bringen, würde Milliarden an Investitionen erfordern, und moderne Technologie erlaubt es, Stahlwerke fast komplett zu automatisieren. Für die paar, wenn überhaupt, gewonnenen Arbeitsplätze rentiert sich das nicht.

Das ist die gleiche Augenwischerei wie Trumps Kohlen Initiative. Er verspricht jobs in einer Industrie, für die kaum ein Markt vorhanden ist.

Mit seinem rückwärts gewandten Denken schadet er den USA mehr, als alles Andere. Ich frage mich, wie seine Fans darauf reagieren, wenn ihr Dosenbier teurer wird dank der Zölle.

Am 16. Juni 2018 um 10:31 von fathaland slim

" Denn Arbeitsschutz, Sozialstandards, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz, Umweltauflagen etc. sind in den USA traditionell eher unbeliebt. "

Das ist ja nicht nur in den USA so, ich hab Bekannte die nach Kanada ausgewandert sind, dort sieht die Welt auch ganz anders aus.
Die Deutschen sind zwar faul bei Demos, aber dort würde es Sie wohl auf die Straße treiben.
Auch bei Gesundheit und Sozialem sind da Welten dazwischen, also nicht nur immer die USA im Blick haben.

@ nie wieder spd 08:05

Zitat: "In China ist der Stahl billiger, weil die Arbeitsbedingungen und die Löhne einfach nur schlecht sind.
Um die besseren heimischen Arbeitsbedingungen und Löhne zu schützen, müssen also Zölle erhoben werden, die den billigen Preis chinesischen Stahls soweit anheben, dass die schlechten Bedingungen in China ausgeglichen werden."

Und was ist mit hochwertigem Stahl aus Deutschland, der in wichtigen Industrien der USA gebraucht wird?

@ nie wieder spd 08:05

Zitat: "In China ist der Stahl billiger, weil die Arbeitsbedingungen und die Löhne einfach nur schlecht sind.
Um die besseren heimischen Arbeitsbedingungen und Löhne zu schützen, müssen also Zölle erhoben werden, die den billigen Preis chinesischen Stahls soweit anheben, dass die schlechten Bedingungen in China ausgeglichen werden."

Und was ist mit hochwertigem Stahl aus Deutschland, der in wichtigen Industrien der USA gebraucht wird?

entgegen

der landläufigen Meinung bin ich der Ansicht, daß Trump bei allem, was er bisher angepackt hat, genau gewusst hat was er tut und was er erreichen will.
Was viele offenbar nicht wahrhaben wollen ist, dass Trump kein Politiker ist und Amerika wie eine grosse Company leitet. Das tut dem Land auf die Dauer besser als das politische Dauergezanke um Posten und Ideologien mit der ewigen Kompromiss- Schließerei auf niedrigstem gemeinsamen Nenner wie in D und EU.

Russischen und chinesischen Stahl

kann man in unseren Maschinen nicht gebrauchen. Das geht von einem Crash zum nächsten bei modernen CNC Drehmaschinen.
Viele Autohersteller bestehen auf deutschen Stahl und in unseren US Zweigwerken wird mit amerikanischem Stahl gearbeitet.
Anderst auf dem Bau. Da drücken die Chinesen rein was sie können zu Lasten ihrer Niedriglöhner und der amerikanischen Stahlarbeiter.
Stahl ist eine Schlüsselindustrie. Wer die aufgibt verliert.
Trump hat so was von recht seine Stahlindustrie wieder auf die Beine zu bringen und durch Zölle zu schützen.

@ EasyRider um 10:09

"Senile Industriezweige" war eine Aussage des Herrn Frieden, der Autor des Textes hat das korrekt als Zitat gekennzeichnet!

@ um 10:11 von birdycatdog

Wahrscheinlich haben Sie recht. Aber bessere Qualität sollte sich ja, laut freier Wirtschaft, von ganz allein durchsetzen. Trotz Zöllen.
Und wenn man auch bessere Qualität nicht verkaufen kann, dann muss man eben die Preise senken.
Ansonsten scheint die unregulierte Wirtschaft wohl nicht immer zu funktionieren.

@EasyRider: Sie sollten aber

@EasyRider:
Sie sollten aber auch erwähnen dass man von Völklingen nach Trier das Weltkulturerbe sieht das nicht in Betrieb ist. Nicht verwechseln mit Saarstahl das mordernst aufgestellt ist und eine nachahmenswerte Betriebsgesellschaft darstellt!

Auch wir schützen unrentable Industrien

Stichwort "Nord- und Ostdeutschland". Ohne kräftige Finanzspritzen und Boni wäre bestimmt auch dort die Hälfte der Industrie weg. Aber unserer Regierung ist es wert, Geld in tiefe dunkle Löcher zu stecken, damit Menschen Arbeit haben. Trump denkt ähnlich.

Nur eine Frage der Zeit,

wann die unglaublich dummen Entscheidungen Trumps den USA richtig schaden, und den USA tonnenschwer auf die Füße fallen. Nach dem Motto "to be stupid - first", oder anders "America - first".

11:08, RoyalTramp

>>Jetzt kommt bestimmt das Argument: Wieso? Unsere Export-Wirtschaft brummt doch trotz der Billigkonkurrenz. Dem sei gesagt:

a) das "Brummen" erkaufen wir uns mit einem in Deutschland eigentlich unhaltbarem Lohnsklaventum und indem wir einen Teil der Industriearbeiter völlig entrechtet haben, um billigere Preise anbieten zu können, als wir eigentlich müssten!<<

Welche Industriearbeiter wurden in Deutschland im Vergleich zu, sagen wir, vor 30 Jahren völlig entrechtet und zu Lohnsklaven gemacht?

Wohlbemerkt, meine Frage bezieht sich auf Arbeiter in deutschen Industriebetrieben, also in Stahlwerken, Autofabriken etc.

10:14 von fathaland slim

«Bethlehem Steel
Sie wurde, nach ihrem Bankrott, von ArcelorMittal aufgekauft.
Auch mit dieser Firma lohnt es, sich zu beschäftigen.
Der Kapitalismus wird längst von weltumspannenden Konzernen dominiert.»

Ich arbeite in meiner fest angestellten 24 Std./Wo. Tätigkeit bei einem mittelständischen Maschinenbau-Unternehmen, das in einem kleinen Unternehmensverbund tätig ist, dessen Verwaltungssitz in Luxemburg liegt. Der Unternehmenssitz von ArcelorMittal liegt auch in LUX.

"Unsere" Unternehmensgruppe stellt Produkte her (Personenschutz & Arbeitssicherheit), die an Standorten von ArcelorMittal eingesetzt werden.
Im Rahmen einer vertaglich fest vereinbarten Kooperation dürfen "wir" an allen ArcelorMittal-Standorten in Europa Einsatz- & Anwendungsfotos unserer Produkte machen. Für die Koordination bin ich zuständig.

ArcelorMittal ist ein hervorragend organisiertes Unternehmen mit einer offenen, freundlichen & verlässlichen Führungskultur, die ich sehr schätze.

"Ein netter Gigant" …

11:11, Newton

>>Vor allem die Meinungen der warnenden US-Wissenschaftler sollte man mit Vorsicht genießen. Die meisten von diesen Wissenschaftler, die Interviews geben, wählen die US-Demokraten. Und denen schwimmen zurzeit die Fälle davon. Bei den Midterm Elections könnte es ein Debakel für die Demokraten geben.<<

Sie meinen, daß Wissenschaftler so ticken?

Was die Midterm-Elections angeht, so schauen Sie sich doch einfach mal die Nachwahlen an, die nach Trumps Amtsantritt stattgefunden haben. Es waren einige. Das Debakel wird wohl stattfinden, aber nicht so, wie Sie hier glauben machen wollen.

@ um 11:20 von to be stupid - first

Dann sollten die USA eben selber besseren Stahl herstellen. Das werden die können, wenn sie wollten. Immerhin betreiben gerade die USA schon wesentlich länger Wirtschaftsspionage als zB die Chinesen.
Das Problem ist der Preis ja auch hauptsächlich deswegen, weil die Unternehmer immer überproportionale Mengen an Geld, das erwirtschaftet wird, als Gewinn in die eigene Tasche stecken.
Da verschwindet der Teil des Geldes, der woanders dringend benötigt wird. Sei es um die Arbeitnehmer anständig zu bezahlen, zu investieren, anständig Steuern zu zahlen oder die Preise zu senken.

Hier im Forum

lese ich vor allem viel Unsinn.
Die ewigen Vorwürfe gegen D und die EU
haben nichts mit dem Verhalten eines
D. Trump zu tun!
Wenn Trump die Missstände in den globalen Wirtschaftsbeziehungen tatsächlich verbessern wollte, (das wäre legitim) dann geht das sicher nicht auf diese Art.
Dazu müsste er sich dafür einsetzen dass
in Zusammenarbeit mit der WTO neue,
verbesserte Spielregeln geschaffen werden.
Da er aber grundsätzlich gegen jede Art von
Institution ist, versucht er nun verbissen, seine eigene Wirtschaftsordnung zu etablieren. Das wird ihm aber kaum gelingen da er damit nur erreicht, dass der "Rest" der Welt zusammenrückt.

re jonD53

Seit wann ist Trump noch mal Präsident dort? WER hat dann deren Sozialsystem zu verantworten? Trump nicht.
Er versucht, dort Leute wieder in Lohn und Brot zu bringen....

@fatlaland slim

Der Neoliberalismus, von dem hier die Rede ist, ist der, der in den 70er Jahren von Friedrich von Hayek und Milton Friedman definiert wurde.

Die heutige Wirtaschaftspolitik wird geprägt von Leuten, die auf diese Lehren aufbauen.

Früherer Definitionen des Begriffs spielen keine praktische Rolle mehr.

Die Definition nach Friedman/Hayek fand seinen Weg vom Chile Pinochet’s ueber GB und die USA bis nach D.

Seit der Agenda 2010 verschärft und mit den bekannten Folgen.

Angela Merkel steht durchaus in deren Tradition.
Leute, die ihre Politik unterstuetzen und Anhänger dien neoliberal gewendeten sPD gleichfalls.

Jenen das mitzuteilen, ist legitim.
Und eher als Fingerzeig in Richtung von etwas mehr Selbsterkenntnis zu werten als als Beschimpfung.

07:04 von KowaIski

doch das weiß er. Aber er igoniert es, weil es ihm Wählerstimmen im "rust belt" bringt.

Falsche Subvention...

Wenn falsch subventioniert wird, dann muss dieses durch Zölle wieder wett gemacht werden, was nicht immer mit Prekären Beschäftigungsverhältnissen zu tun haben muss, dass regelt eher die Gewinnmaximierung.

11:32, seagull

>>Auch wir schützen unrentable Industrien
Stichwort "Nord- und Ostdeutschland". Ohne kräftige Finanzspritzen und Boni wäre bestimmt auch dort die Hälfte der Industrie weg. Aber unserer Regierung ist es wert, Geld in tiefe dunkle Löcher zu stecken, damit Menschen Arbeit haben. Trump denkt ähnlich.<<

Sie reden von Subventionen, beispielsweise für die Werften. Das meinen Sie wohl, wenn Sie von Nord- und Ostdeutschland reden. Denn ansonsten wurde die Industrie der ehemaligen DDR ja großenteils "abgewickelt", ist also weg.

Boni sind etwas, was Firmen ihren leitenden Angestellten Staat nichts zu tun.

Und nein, Trump denkt hier überhaupt nicht ähnlich. Staatliche Subventionen möchte er gewiss nicht.

11:37, schabernack

>>ArcelorMittal ist ein hervorragend organisiertes Unternehmen mit einer offenen, freundlichen & verlässlichen Führungskultur, die ich sehr schätze.

"Ein netter Gigant" …<<

Der gute, alte, rheinische Kapitalismus. Es gibt ihn offensichtlich immer noch.

@nie wieder spd

Das was Sie da in China anprangern, gibt es sogar innerhalb der EU.
Nur einmal einige Beispiele.
In Rumänien, und ich rede hier nicht von Bucharest, liegt der Durchschnittslohn bei ca. 300,00 Euro, in Bulgarien bei ca. 250,00 Euro monatlich. Und das waren nur zwei Beispiele.
Kritik ist richtig, aber erst wenn man selbst seine Hausaufgaben gemacht hat.
Was wird passieren wenn demnächst neue Kandidaten zum Beitritt in die EU hinzu kommen?
Bei uns läuft es genau nach dem gleichen Prinzip ab, und wir zeigen mit den Fingern auf andere.
Wo sind die Werte der EU, mit denen wir uns immer brüsten?
Ich suche die seit Jahren! Leider bisher nicht fündig geworden.
Klar, ist es nicht hinnehmbar wenn Dumpinglöhne gezahlt werden, und dadurch Handelsvorteile entstehen.
Aber handeln wir wirklich fairer?
Ich glaube nicht!

@Am 16. Juni 2018 um 11:40 von fathaland slim

Die amerikanische Wirtschaft boomt. Wer das nicht sieht, der will es nicht sehen.

Deutschland ist Vorbild

Bei uns gibt es keine Subventionen! Die 3000 Jahre alte Windmühlentechnologie ist total konkurrenzfähig. Thermische Kraftwerke mit Braunkohle und Kernenergie sind schon abgewickelt bzw. Kurz davor. Endlich geht es dem verhassten Auto als gigantischen Umweltsünder an den Kragen. Deutschland wird der Wellnessbereich der Welt werden!

Den Stahlzugschlag (zum Brückenbau) erhält China...

Man muss sich schon wundern, das Ein e Brücke aus Stahl mit China-Stahl gebaut wird, obwohl ein Stahlproduzent um die Ecke hochwertigen Stahl selber liefern kann.
Da kann man Trump schon verstehen...

@ iog

"Die Logik von Herrn Trump ist einfach und gut.
Mit bzw. aus Stahl baut man Waffensysteme: Panzer, U-Boote, Kriegsschiffe, Waffen etc.
Er macht die USA dadurch unabhängig und Reaktionsschneller im Falle eines Krieges.
Die Entscheidung macht Sinn."

Es geht im Handelsstreit in erster Linie um Baustahl. Wenn die USA daraus Waffensysteme produzieren wollen, dürfte die Welt bald ein friedlicherer Ort sein.

;)

@123Donald

Alle Subventionieren, egal ob ehemaliger Ostblock oder Westblock. Es geht gar nicht anders. Würde man nicht subventionieren hätten wir Arbeitslosenquoten, wo man sich Sorgen um den Sozialen Frieden machen müsste.
Was wir endlich einmal in Frage stellen sollten ist das System in dem wir Leben?
Unser System basiert auf Zinsen. Und diese müssen erarbeitet werden. Und der Anteil der Zinsen die erarbeitet werden müssen wird jährlich größer.
Das kann jeder selbst merken wenn er sich sein Einkommen und die Ausgaben anschaut.
Irgendwann wird der Anteil der Arbeit nur für Zinsen so hoch sein, das ein Leben ohne Hilfen nicht mehr möglich ist, für die Masse der Bevölkerung.
Wenn der Tag kommt möchte ich nicht mehr auf dieser Welt sein.
Da aber unser System schon fasst wie eine Religion behandelt wird, sehe ich da erst Änderungen kommen, wenn es zu spät ist.

Neoliberale Masche

Trump schützt in bester neoliberale Manier die Interessen der Investoren, nicht der Stahlarbeiter. Deren soziale Absicherung fährt er durch verschiedene Maßnahmen zurück und versucht sie gleichzeitig mit rechts-nationalen Parolen "make ... great again" bei der Stange zu halten. Rechte und Populisten sind immer auf Feindbilder angewiesen, hier müssen China und Europa herhalten.

@ B. Pfluger

Hier im Forum lese ich vor allem viel Unsinn.

Wundert Sie das?
Anders als in der Redaktion gibt es hier keine qualitativen Mindeststandards.

@DeHahn

Brot und Spiele. Richtig!
Aber nichts anderes läuft auch bei uns!
Das Brot, sind die Sozialausgaben und die Spiele dazu laufen gerade in Russland.
Und keiner wird wieder merken wie schnell mal eben einige Gesetze durch die Parlamente gewunken werden die den Völkern eher schaden als helfen.

durch Zölle löst man keine verfehlte Wirtschaftspolitik

Trump ist ein Populist. Zukunftstechnologien sollte man stärken und schützen. Aber gegen die Niedriglöhne in China helfen auch keine Strafzölle. Lohnintensive Branchen und einfache Tätigkeiten sind oft nicht zukunftsfähig in entwickelten Industriestaaaten. Wie sich diese Branchen durch Industrie 4.0. ändern werden ist aber noch nicht klar. Auf jeden Fall setzt Trump aufs falsche Pferd. Nur Strukturwandel, Investition in Bildung, Infrastruktur und Konzentration auf Zukunftsbranchen kann helfen.

@fathaland slim: Der

@fathaland slim: Der Kapitalismus wird längst von weltumspannenden Konzernen dominiert.

Hört sich irgendwie schizophren an. Ausgerechnet Sie als Verfechter von "no borders, no nations" beklagen die Internationalität?

Zitat: "Wohlbemerkt, meine

Zitat:
"Wohlbemerkt, meine Frage bezieht sich auf Arbeiter in deutschen Industriebetrieben, also in Stahlwerken, Autofabriken etc."

dann gehen sie mal in ein modernes Auto-Montagewerk - z.B. in Leipzig stehen ja zwei davon
und
sie werden feststellen dass nur noch 40% der Arbeitnehmer beim Besitzer des Werkes angestellt sind...
..die anderen 60% sind entweder Leiharbeiter oder Werksvertragsarbeiter

Letztere werden von den Zulieferern der im Werk verbauten Einzelteile gestellt - sind selbst aber wiederum Leiharbeiter der Zulieferer.

Und in den Werkhallen der Zulieferer gibt es auch reichlich Leiharbeiter
oder
die teile werden gleich in China im dortigen Werk des Zulieferers hergestellt!

Und die Lagerhaltung "subventioniert" der deutsche Steuerzahler über das "just-in-time"-System - der rollende LKW ist seit vielen Jahren die "Lagerfläche"
was zu einer massiven Steigerung der Strassenabnutzung geführt hat -> Instandsetzungskosten!

10:05 iog

Die Entscheidung macht kein Sinn. Waffen und Waffensysteme werden mit hochwertiger Stahl gemacht. 60% kommt aus Europa und Kanada weil die USA nicht in der Lage ist diesen Stahl herzustellen. Zölle machen diese Produkte Teurer.
Hohe Zölle auf chinesisches Stahl gibt es auch in Europa, weil China seine Stahlproduktion massiv unterstützt und Stahl unter Produktionspreis verkauft.
Die USA müssen ihre komplette Stahlindustrie modernisieren um konkurrenzfähig zu sein. Das bedeutet auch tausende Arbeitnehmer weniger, und das ist nicht was Trump versprochen hat.

16. Juni 2018 um 09:07 von Frank von Bröckel

hat wohl hauptsächlich mit den trumpschen Steuerreformen für Firmen zu tun. Bisher ist aber ungewiss wie die sich refinanzieren.

Wenn der Trump so tüchtig ist

Wenn der Trump so tüchtig ist, dann würde er mehr Geld in Infrastruktur und Bildung* investieren, statt zu empfehlen, dass Lehrer bewaffnet werden sollen. Statt soziale Standards zu sichern, soll die Obama-Care-Krankenversicherung weg. Aber klar, er verspricht, dass es den kleinen Leuten besser gehen soll, und die glauben das auch noch!
.
Nord-LB berichtet dazu: "Fazit: Die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten müssen sicherlich als negative Überraschung gewertet werden. Neben dem relativ schlechten Wetter behinderte offenkundig auch der zunehmende Fachkräftemangel* die Schaffung neuer Jobs."
.
Siehe * Minijobs aber erblühen, genau wie bei uns, und in Verbindung mit Steuersenkung steigen die Gewinne. Das mit dem Trickle-Down-Effect hat Maggie Thatcher schon vor 20 Jahren verbreitet, und obwohl das für den kleinen Mann nix gebracht hat, glaubt man immer noch daran..

Chinas Militär: Bald auf

Chinas Militär: Bald auf Augenhöhe mit den USA?
Nein, bei Chinas Militärausgaben von < 1/3 USA Aufwand plus Club der Willigen wie NATO, sowie Gesponserten, wie die Saudis ect. ist die Augenhöhe noch einige Zeit diskutabel. Die Frage, was durch den Einmarsch in Russland noch verzögert werden kann ist offen. NWO verändert Unipolar nach Multipolar. Leider haben wir in Berlin reichlich durch Inklusion behaftete Politikdarsteller.

@ Royal Trump

Jetzt kommt bestimmt das Argument: Wieso? Unsere Export-Wirtschaft brummt doch trotz der Billigkonkurrenz. Dem sei gesagt: a) das "Brummen" erkaufen wir uns mit einem in Deutschland eigentlich unhaltbarem Lohnsklaventum ...

Das ist doch Quatsch. In der deutschen Stahlindustrie sind die Arbeiter durch eine starke Gewerkschaft vertreten und werden tariflich bezahlt. Außerdem sind sie sozialversichert und krankenversichert. In den USA, in Indien, Vietnam oder China ist das nicht unbedingt der Fall.

@Kommerz - Die Wirtschaft regiert.

10:40 von Kommerz:
"Nun ja, möglicherweise profitiert die Umwelt, also die gesamte Menschheit [...]"

Die Umwelt würde ganz sicher profitieren, aber ihr fehlt eine finanzkräftige Lobby um solche Ziele durchsetzen zu können. Dasselbe gilt leider auch für die Menschheit. Politik ist Wirtschaft und nur die regiert.

@ Nachfragerin

Wohlfeil formuliert und eine Kernaussage gemacht, die wichtig und richtig ist.

Brauchen wir den ganzen ostasiatischen Billigplastikkram, der bestenfalls ordentlich entsorgt wird, aber im Grunde nur Ressourcen verschwendet und die Umwelt belastet?

Schlechte Waren für den Normalverbraucher

Noch nie habe ich so viel schlechtgekleidete Menschen in Deutschland gesehn als in den 80iger und 90iger Jahren. Billig, schlecht geschnitten, Geschmacklos und es giebt keine Kleidung mehr die Farbecht sind. Nach zwei drei mal gewaschen in den Müll.
Das hat nichts mehr mit Lebensqualität zu tun sondern mit Dummheit.
Trump hat eines erkannt was den Europäern ja so Egal ist.
Um der Stärkste zu sein muss Er die Konkurrenz CHINA und Europa mit Zöllen
in die Knie zwingen(übrigens Subventionen und Zölle machen diese beiden es schlimmer und die Amerikaner waren immer sehr Tollerent und Entgegenkomment).
Einmal am Reichtum gerochen, wie es China vorher nie gab, wird es zu Revolten kommen sollte die Wirtschaft gebremt werden und dass macht Trump. So kann er alles Kontrollieren und es wird auch so kommen.
Hier geht es um Macht und nicht die dummen Zölle, Stahl oder freier Welthandel. Diese ist für die Dummem, um Verblendung und es funtioniert!

11:58 von fathaland slim

«Der gute, alte, rheinische Kapitalismus. Es gibt ihn offensichtlich immer noch.»

Das Unternehmen, für das ich arbeite, ist zwar nicht in Köln beheimatet, aber seine Führungskultur kann man mit Recht als "guten, alten, rheinischen Kapitalismus" bezeichnen.

Was sich vielleicht auch daran zeigt, dass zur diesjährigen Fußball-WM wieder ein von der Geschäftsführung gestellter großer Fernseher in der Kantine steht, an dem jeder, der mag, die Spiele verfolgen kann, wenn er/sie die ausgefallene Zeit vor- oder nacharbeitet. Auch die Schicht-Mitarbeiter in der Produktion.

In "meinem" Unternehmen gibt es keine "ausbeuterischen Arbeitsbedingungen". In meiner freiberuflichen Tätigkeit (technische Anwendungsfotografie) komme ich auch häufig in Kontakt mit "einfachen Arbeitern" in kleineren & größeren Maschinenbau-Unternehmen im Rheinland.

Auch da sehe ich so gut wie nichts von dem, was so häufig "als Verarmung der Arbeiterschaft" beklagt wird.

Ich sehe nicht alles, aber doch so einiges …

@ nie wieder spd 11:41

Zitat: "Dann sollten die USA eben selber besseren Stahl herstellen. Das werden die können, wenn sie wollten. Immerhin betreiben gerade die USA schon wesentlich länger Wirtschaftsspionage als zB die Chinesen."

Der deutsche Wirtschaftserfolg auf der Erde kommt nicht von ungefähr. Manches wird nur hier in dieser Qualität hergestellt.

Zitat: "Das Problem ist der Preis ja auch hauptsächlich deswegen, weil die Unternehmer immer überproportionale Mengen an Geld, das erwirtschaftet wird, als Gewinn in die eigene Tasche stecken.
Da verschwindet der Teil des Geldes, der woanders dringend benötigt wird. Sei es um die Arbeitnehmer anständig zu bezahlen, zu investieren, anständig Steuern zu zahlen oder die Preise zu senken."

Stimme ich zu, in Europa kommt noch hinzu, daß diese Vorstände und Manager kaum strafrechtlich verfolgt werden. Daß jetzt gegen Kfz Manager vorgegangen wird, ist neu. Jeder Selbstständige wäre z.B. für die Bankenkrise oä im Knast gelandet, Manager, nicht.

@ 12:19 von Miauzi

Wie kommen Sie auf diese abstrusen Zahlen? Die Anzahl an Leiharbeitern in diesen Werken ist extrem gesunken, weil viele in Festeinstellung gewechselt sind. Momentan sind es nur noch 15% und nicht 60 wie Sie behaupten. Und auch die Leiharbeiter werden tariflich bezahlt und die verdienen deutlich mehr als ein Festeingestellter in den USA geschweige denn in. China, von Sozialleistungen mal ganz zu schweigen.

Neoliberal ?

Ich bin entsetzt wie oft hier das Wort „Neoliberal“ völlig falsch benutzt wird. Bevor man das verwendet empfehle ich mal einen kurzen Blick auf Wikipedia - da wird dem einen oder anderen wohl die Kinnlade runterfallen, wenn er liest, was das wirklich bedeutet.

12:00, Newton

>>@Am 16. Juni 2018 um 11:40 von fathaland slim
Die amerikanische Wirtschaft boomt. Wer das nicht sieht, der will es nicht sehen.<<

Die Weltwirtschaft boomt.

Der Boom begann, als Obama Präsident war, ist aber ebensowenig sein wie Trumps Verdienst.

Der Kapitalismus verläuft bekanntermaßen in Zyklen.

Ich kannte eine alte Dame in Key West, die mal ein Fisternöllchen mit Hemingway hatte. Sie hieß Marion Stephens und war eingefleischte Demokratin. 1988 sagte sie mir, daß sie, nach acht Jahren Reagan, für Bush Sr. stimmen würde. Auf meine erstaunte Frage, warum sie das täte, meinte sie, daß das Land und die Welt auf dem Weg in eine Rezession wären und der nächste Präsident ein "One Term President" sein würde.

Sie hat Recht behalten.

Momentan befinden wir uns auf dem Höhepunkt des weltweiten Aufschwungs. Trumps Popularitätswerte zeigen sich davon auf bemerkenswerte Weise unbeeindruckt.

08:11 von Shantuma

Warum viele wollen das man deutschen Stahl verwendet anstatt den billigen chinesischen?
Ganz einfach der billige chinesische ist oft minderwertig, die chemische Zusammensetzung passt oft nicht was zu großen Problemen führen kann wenn man sich für kritische Anwendungen einen speziellen Stahl aussucht, wenn dieser dann aber nicht die nötigen mechanische Eigenschaften aufweißt kann es zum Versagen führen was unter anderem Menschenleben gefährden kann.

12:18, Mitleser97

>>@fathaland slim: Der
@fathaland slim: Der Kapitalismus wird längst von weltumspannenden Konzernen dominiert.

Hört sich irgendwie schizophren an. Ausgerechnet Sie als Verfechter von "no borders, no nations" beklagen die Internationalität?<<

Ich beklage sie nicht, ich beschreibe sie.

Schon Marx hatte klar erkannt, daß das Kapital notwendig international aufgestellt ist. Damals schon. Was meinen Sie, warum er den proletarischen Internationalismus propagierte? Ein internationaler Gegner lässt sich nur durch internationale Solidarität bekämpfen.

Es wird gern übersehen, daß auch Trumps Imperium international aufgestellt ist. Weswegen sein "America First" einen überaus hohlen Klang hat.

Chinesischer Staatskapitalismus

Ich finde es erschreckend wie viele foristen hier auf Seite der chinesischen staatskapitalisten stehen. Die haben eine China First Politik.
Die haben die deutsche Solarindustrie übernommen so dass unsere Energiewende jetzt ein konjunkturprogramm für China ist. Wir hätten wohl besser die aufstrebende neue Industrie damals durch Zoelle schützen sollen?

12:58, fathaland slim, Korrektur

Ich hab Marion mal gegoogelt. Sie schrieb sich Stevens, nicht Stephens und ist 2000 im Alter von 90 Jahren verstorben.

Wunderwelt Internet. Man entdeckt, was mit Freunden geschah, die man lange aus den Augen verloren hatte...

@ Erfahrungsträger

Leider haben wir in Berlin reichlich durch Inklusion behaftete Politikdarsteller.

Diese "Kritik" an unserer Regierung halte ich für respektlosen Klamauk.

12:43, schabernack

>>Auch da sehe ich so gut wie nichts von dem, was so häufig "als Verarmung der Arbeiterschaft" beklagt wird.

Ich sehe nicht alles, aber doch so einiges …<<

Das können Sie auch nicht sehen, weil die Arbeiterschaft in Deutschland nicht verarmt.

Sie wird aber immer kleiner, das ist das Problem.

Wo früher hundert arbeiteten, arbeiten heute zwei, und stellen dieselbe Menge Waren her.

Das ist eine weltweite Entwicklung, der sich nicht mit Derationalisierung und Deautomatisierung beikommen lässt. Reaktionäre Ansätze sind nicht zielführend. Auch die Maschinenstürmer haben die technologische Entwicklung nicht aufhalten können.

Wer verarmt, das sind die Menschen, die für den Produktionsprozess nicht mehr gebraucht werden und sich von einem prekären Job zum nächsten hangeln. Und das ist eine Systemfrage, die sich nicht mit Nationalismus und Protektionismus beantworten lässt.

@ Kowalski "Diese "Kritik" an

@ Kowalski
"Diese "Kritik" an unserer Regierung halte ich für respektlosen Klamauk."
Ich halte als Erfahrener, nicht nur in Kohle, Eisen und Stahl, auch weltweit im Einsatz für "Made in Germany" die Meinung nach Artikel 5 GG für respektvoll.

@ Cynical Historian

Anfang der 80er war die BRD weltweit führend in der Erforschung und Produktion von Solarpanelen, dank weitsichtiger Subventionen.

Eine der ersten Amtshandlungen der Regierung Kohl war, fast alle Subventionen zu streichen. Der Rest der Geschichte ist bekannt.

Darstellung: