Ihre Meinung zu: Telemedienauftrag: Rundfunkstaatsvertrag wird geändert

14. Juni 2018 - 13:55 Uhr

Der Streit um "presseähnliche" Inhalte auf öffentlich-rechtlichen Portalen scheint beigelegt zu sein: Die Ministerpräsidenten der Länder haben einen Plan für die Änderung des Rundfunkstaatsvertrags vorgelegt. Von Daniel Bouhs.

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Kommentare

Kein guter Tag

Für die freie (also auch kostenfreie) Verfügbarkeit von Informationen ist das ein schlechter Tag. Am schnellsten verschafft man sich nun mal einen Überblick durch das Querlesen von Texten, nicht durch das langwierige Anschauen von Videobeiträgen.

Wenn textliche Berichte jetzt kommerziellen Anbietern (Zeitungsredaktionen) vorbehalten werden, ist das für die zwar gut, aber nicht für die Gesellschaft.

zum Ausgleich

Wenn also begleitende Texte zu Videobeitraegen entfallen (was ich fuer schwachsinnig halte!) muessten im Gegenzug auf den Seiten der Presse / Zeitungen, Magazine usw. saemtliche Videofilmchen verschwinden, die zudem fast ausschliesslich mit nervendem Werbevorspann versehen sind. Ausserdem dienen die meisten der Filmchen nicht unbedingt der Bildung, sondern sind reisserisch als Aufmacher angelegt und bedienen eigentlich das, was wir z.B. im Strassenverkehr verhindern wollen: Die Gaffer und Vo­yeure!
W. Labuhn

Fauler Kompromiss

Wenn ich das richtig verstehe, heißt das das es die Tagesschau App in seiner jetzigen Form nicht mehr geben wird!
Wird dann in einem Video der Text von einem Sprecher vorgelesen? Das ist wirklich ein schlechter Tag für alle die schnell und gut über den Tag auf dem Laufenden bleiben möchten

Keine Medienfreiheit !!!

Serien und Filme aus den USA bleiben damit ausdrücklich ein Tabu für öffentlich-rechtliche Mediatheken.
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Horror! Das ist ja wie in den besten Sowjet- und DDR-Zeiten! Der böse Amerikaner!
Dabei passt dieser links blinkenden EU wohl kaum eine rechte Weltsicht, wie mir scheint.
Es ist ja eine Art des Meinungsfreiheitsentzugs. Es gelten die propagandistischen Mainstream-Beiträge der EU; soso.
Mir ist nicht bekannt, dass man in Amerika keine EU-produzierten Beiträge und Filme sehen dürfte.
So ist das also mit der breiten Weltsicht, die hier in der EU eingeengt wird.
Wer wird da noch den Vorwurf der Mainstreampresse abwehren können?
Dieser hat sich damit bestätigt.
Der Deutsche Kulturrat hat ARD und ZDF aufgefordert, ein Jahr lang keine politischen Talkshows mehr zu senden.
Dem Dachverband der Bundeskulturverbände wird im Fernsehen zuviel über die Flüchtlingspolitik und den Islam diskutiert beziehungsweise informiert.

Leider kein guter Tag.

Das ist leider gar kein guter Tag für die online Verionen der Öffentlich Rechtlichen, denn es gilt den aus dem Boden schießenden Fake News Portalen, seriösen Journalismus entgegegenzusetzen.
Wenn ich beobachte, wie viele Menschen „Nachrichten/Meldungen“ dieser Fake News Seiten unreflektiert zu teilen, ohne diese Inhalte wirklich zu lesen und damit einer Plausibilitätsprüfung zu unterziehen (die meisten User kommen vermutlich kaum über die vermeintliche „Schlagzeile“ hinaus), diese sofort liken und teilen, dann wird mir ganz schwindelig.
Nein, ich bin der Meinung, wir brauchen die Öffentlich Rechtlichen online Verionen dringender denn je und zwar ohne jegliche Beschränkung!

Starke Einschränkung

Die Beweggründe für den Kompromiss sind klar. Aber wie schon von "BotschafterSarek" angemerkt, kann man sich durch das Ansehen von Videobeiträgen nur mit großem Zeitaufwand die Informationen erarbeiten, die man durch das schnelle Lesen eines Textes erhält. Es bleibt abzuwarten, wie der neue Vertrag dann auch umgesetzt wird. Und ob das Verschwinden der Text-Nachrichten die "freien privaten" Portale stärkt ist recht ungewiss. Wenn nicht, dann sollte man den Vertrag einfach wieder zurücksetzen.

Pressefreiheit vs. Kapitalismus

Wenn die kapitalistischen Interessen der Unternehmen über die Pressefreiheit gestellt werden, dann ist DAS das Resultat. Dieses Urteil richtet sich eindeutig gegen die Interessen der Bürger, die sich frei und unabhängig informieren wollen. Wenn die Interessen der Unternehmen in diesem Fall über die Interessen der Bürger gestellt werden, warum schafft man den Rundfunkbeitrag dann nicht ab? Das Gut der freien Presse ist doch anscheinend nichts mehr wert, ich kann ja auch RTL aktuell schauen und dabei total verblöden...

Gruselig!

Diese Entscheidung geht zu lasten der allgemeinen Zugänglichkeit ( Thema Datenvolumen ) und wird dem Bildungsauftrag nicht gerecht ........und das in diesen Zeiten

Wichtig waere die Beitraege pro Haushalt zu senken. Der Staat

diktiert hier Entgelte automatisch pro Haushalt und kleinen Gastaetten welche zu hoch sind.

Das ist Quasi Erpressung denn Menschen welche gar kein Fernsehen haben, bzw. keine oeffentlich rechtlichen Sender nutzen wollen muessen trotzdem zahlen.

Mich wundert es das noch niemand den Staat verklagt hat.

Vielleicht doch ein guter Tag

Lieber Herr Sarek, ich selbst arbeite als Freiberufler für ein ARD-Mitglied und betreue nebenbei auch die Internetseiten unseres Angebots. Ich gebe Ihnen bedingt Recht. Allerdings klingt der Lösungsweg für mich im ersten Augenblick tatsächlich nach einem gelungenen Kompromiss. Schließlich war es nie unsere Absicht, den privaten Anbietern zu schaden, sondern lediglich unsere Angebote in Zeiten, in denen nicht-lineare Medien eine größere Bedeutung haben als der pure (lineare) Rundfunk, den Nutzern dauerhaft anbieten zu können - schließlich wurden diese ja auch schon durch die Rundfunkgebühr bezahlt (über die sich sicherlich gleich noch die üblichen Verdächtigen auslassen werden.) Sicherlich kommt es nun auf die Umsetzung an. Sollten wir es durch die Abschaffung der 7-Tage-Regel nun schaffen, ein frei zugängliches und dauerhaftes Archiv von wertvollen Beiträgen anbieten zu können, ist es am Ende vielleicht ein sehr guter Tag für die Verfügbarkeit von Informationen. Ich hoffe es sehr.

Und was ist mit der Werbung

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich frage Sie und was ist mit der Werbung die wir zahlen , wenn wir z.B. Sportschau oder andere Sendungen vor 20 Uhr 00 uns ansehen.
Wir zahlen ja doppelt , einmal den Beitrag von ARD-ZDF -Deutschlandradio pro Monat 17,50 EUR und Sie kassieren von der Werbung der Unternehmen auch noch ca
400 MIO und kassieren diese ein.
Finden Sie das gerecht.????

Hier sollten die Länderchefs doch auch mal drauf schauen.

Gruß Hermibo

Wahrlich kein guter Tag

Man sollte sich mal besser in Sachen Live Sport beraten. Wiederum nichts über die Ausweitung der Sportberichterstattung in Sachen Live Events. Beispielsweise Champions League, Bundesliga, DFB Pokal, Olympia und Frauenfußball etc.
Alles bleibt in den Händen der Privaten. Sehr schade. Aber Sport gehört ja auch nicht zur Bildung. Somit besteht auch kein Auftrag.
Ach ja, was Kurzmeldungen anbelangt tut es der gute alte Videotext.
Die Ausweitung in Sachen Presseähnlicher Inhalte von bewegten Bildern sind meines Erachtens der falsche Weg

Rundfunkstaatsvertrag

Hoffentlich ist trotzdem auch noch etwas Text dabei. Damit meine ich nicht nur 3 Sätze. Aber doch auch ein wenig Hintergrundinformation. Ich lese nämlich auch gerne. Nicht nur im Internet. Auch jede Menge Bücher.
Bin dann mal gespannt wie es wird.

Gute Dokumentationen auch länger verfügbar

Wer ein Abo hat, sei es Sky, Netflix oder Prime kann sich Serien und Spielfilme nach Wunsch streamen
Mit diesen Änderungen stehen uns allen, wenn ich das richtig verstehe, die wir sozusagen zwangsweise ein Abo bei den öffentlich-rechtlichen Sendern haben, jederzeit gute Dokumentation zum herunterladen zur Verfügung.

Mir gefällt es, aber der Mehrzahl der Bevölkerung wird es egal sein.

Noch weniger Auftragserfüllung

... Einkauf von Produktionen aus fremden Häusern bedeutet eines: Weniger Bildungsfernsehen, mehr Unterhaltungsprogramm ("Filme und Serien") - finanziert durch Zwangsbeiträge unter falschem Vorwand, um ein Gesetz zu belügen...

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Ich nutze z.B. die

Ich nutze z.B. die ARD-Homepage, um mich schnell über das Tagesgeschehen zu informieren. Für Videos habe ich keine Zeit und die Seiten der privaten Nachrichtendienste sind mit der ganzen Werbung sehr nervig. Für mich als Bürger
ist das alles nicht positiv, nur zur Lebenserhaltung der Verlage. Ich werde aber niemals für das Lesen von Nachrichten und Berichten bezahlen.

Transparenz und ökonomische Nutzung von Ressourcen

Eine klare Aufteilung der Zuständigkeiten bei der öffentlich-rechtlichen Medienberichterstattung auf die Bereiche "presseähnliche Inhalte" und "Bewegtbilder" halte ich prinzipiell für eine sehr gute Idee.

Einerseits wegen der dadurch möglichen größeren Transparenz: Weil dadurch eindeutiger zwischen im Bild gezeigten (verifizierbaren) Fakten und deren journalistischer "Aufarbeitung" unterschieden werden kann - Letztere ist ja zwangsläufig immer ein Stück weit subjektiv; hinsichtlich der Auswahl der Themen, über die berichtet wird, gilt das aber auch für die für die "Bewegtbilder" zuständigen Journalisten. Dies dürfte insbesondere dabei hilfreich sein, dem immer weiter um sich greifenden Fake News- und Verschwörungstheorieunwesen beizukommen. Andererseits aus ökonomischen Gründen.

Und weil sich dadurch beide Seiten - die Fraktion der "Bewegtbilder" und die der diese kommentierenden Presse - gegenseitig nicht nur ein Stück weit ergänzen, sondern auch gegenseitig kontrollieren würden.

GEZ abschaffen

jeder der es möchte kann es sich über einen Vertrag anschauen. Die Technik gibt es schon, fertig.
Kein Streit mehr.

@Rocco Magritte 14:29 Uhr

Trotzdem, ich habe keine Zeit, mir stundenland Videobeiträge linear (!) anzuschauen.

Wenn es weiterhin erlaubt ist (und praktiziert wird) den Wortlaut des Videos auch als Text bereitzustellen, dann ist es in Ordnung. Ansonsten bleibe ich bei meiner Kritik.

Und dann macht Tagesschau.de für mich auch absolut keinen Sinn mehr. Dann muss die 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau leider reichen.

Tagesschau.de

Schade. Beim Kaffee trinken mal schnell überfliegen was es Neues gibt, ist dann vorbei. Dann muss ich wieder zurück zum Radio, wie früher und auf die Nachrichten warten.

Die Zeit mir langatmige Videos anzusehen, werde ich mir vermutlich nicht nehmen.

Die kommerzielle Presse ist mir zu einseitig und dafür dann auch noch bezahlen werde ich gewiss nicht.

Zeitraubende Videos ...

Auf geschrieben Text kann ich "mal eben" schauen (Querlesen) und sehe schnell worum es geht, und ob es lohnt weiterzulesen.
Videos nutze ich ganz selten, weil recht langsam und auch nur mit zum Teil störenden Ton nutzbar.
Bei Videos von privaten Anbietern (z.B. Spiegel.de) habe ich bei 30 Sek. Werbevorlauf schon meist sofort die Lust auf mehr verloren, insbesondere weil dann doch wenig hinter den reiserischen Titeln steckt.
Wenn dann alte Zeitungsartikel im Internet für 2,60 Eur/Artikel angeboten werden, steht dieses auch nicht mehr im Verhältnis, wenn die ganze gedruckte Zeitung weniger kostet.
Internetseiten von WAZ & Co (derwesten.de) sind eine Werbeplattform und informationstechnisch eine Katastrophe, im Gegensatz zur gedruckten Zeitung, journalistischer Inhalt wäre ja da.
Den Zeitungsverlagen wird dieses nicht viel nutzen, eher den "Fake-News" in den kostenlosen Foren.
Die heute.de-Seite (ZDF) nutze ich aus oben genanten Gründen schon lange nicht mehr.
Schade ...

Traurig

Das klingt ja fast so, als würde es tagesschau.de im bisherigen Format künftig nicht mehr geben. Videos und Audios kann ich bei mir zu Hause nicht abspielen, weil es angeblich keine kompatible Software gibt. An anderen Orten, z.B. in der Bibliothek, ist es aus anderen Gründen nicht möglich, Beiträge mit Ton abzuspielen, es sei denn, man hat immer Kopfhörer dabei. Aber selbst das geht nicht immer.

14:29 von Rocco Magritte

Ihren Beitrag lese ich gern. Sie haben auch recht. Nur ist mir ein Kompromiss mit Lobbyisten zu wenig. Wir sind das Volk und ich will keine Kompromisse mit den wirtschaftlich Mächtigen schließen, sondern politische Entscheidung.

Geld weg und kein Nachrichtenportal mehr

Na toll, sie knöpfen auch einem Rentner am steuerlichen Existenzminimum ein paar hundert Euro im Jahr ab, sodass für die anerkannten privatwirtschaftlichen Nachrichtenportale nichts mehr übrig ist, und bringen Videos und begleitende Informationen hierzu, die für einen denkenden, schnellesenden Menschen, der Suchfunktionen benutzt, unbrauchbar sind. Die Gebühren sind einfach nur eine weitere Abzocke des ohnmächtigen Bürgers wie die Lkw-Maut (die jedermann mit seinen Lebensmitteln usw. bezahlt) und die Frequenzauktionen für Mobilfunk (absurd, "Frequenzen" versteigern zu wollen).

Kein Kompromiss, sondern Ducken vor Verlegerlobby

Was soll daran ein "Kompromiss" sein, wenn man das von den Verlegern geforderte Verbot langer Texte vorschreibt?

Die Politik ist immer noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen, wenn weiterhin von "presseähnlich" geredet wird. Buchstaben im Internet werden nicht gedruckt, nicht "gepresst". Das sind Begriffe aus dem 19. Jahrhundert.

Die Verlegerlobby weitet ihre Macht extrem aus und die Politik knickt ein. Zum Schaden der Beitragszahler.

Wenn ich mobil Nachrichten abrufe, dann will ich nicht riesige Datenmengen verschwenden durch das Abrufen von Videos. Da helfen nur Texte. Die Öffentlich-rechtlichen sind überhaupt keine Bedrohung für die unbändigen Profitinteressen der Verlage. Trotzdem wollen die selbst winzigste Konkurrenz ausschalten. Eine Schande, dass die Politik das zulässt!

Wenn das Internet den Druck verdrängt, ist das nich die Schuld der ÖR, sondern der Verleger, die nicht mit der Zeit gegangen sind!

Rundfunkbeiträge

Ich habe in meinem Leben noch nie einen Fernseher besessen und schaue einfach keine bewegten Bilder. Früher habe ich folgerichtig Radio-GEZ gezahlt, etwa 1/3 des heutigen Beitrags. Trostpflaster für den höheren Beitrag waren mir die Textangebote der Öffentlich-Rechtlichen im Internet, allen voran tagesschau.de und vorbildlich die fast immer veröffentlichten Sendungsmanuskripte aus dem Deutschlandfunk. Begründet wurde die Abschaffung der Radio-GEZ auch mit der Präsenz der Sender im Internet. Ich hatte immer schon gehofft, dass die verlagsfreundlichen Beschränkungen der Rundfunkstaatsverträge einmal wegfallen, aber jetzt werden diese noch verschlimmert! Wirklich ernüchternd für Beitragszahler wie mich.

Muss das ÖR online sein?

Ich frage mich, was der "Rundfunk" im Inet will. Wozu?

Klar, ich schreibe hier auf Tagesschau.de, aber wenn es das nicht gäbe = egal.

Wenn man mit der Einsparung der Internetpräsenz des ÖR ordentlich Geld sparen kann, dann spart das Geld.

Enteignung der Gebührenzahler

Warum können Verlage mit Rechtsmitteln die Gebührenzahler (uns alle) einfach so enteignen? Unser Medium, das alle finanzieren, wird mehr und mehr beschnitten. Obwohl die Texte vorhanden sind, dürfen sie nicht mehr gezeigt werden. Ich verlange im Gegenzug werbungsfreien Zugriff auf alle Texte der Verlage, wenn die denn jemand lesen will und die Abschaffung der Filmanteile aus den Verlagsseiten, die sind eh billig produziert oder von Agenturen gekauft.
Die Medienkonzentration auf wenige mächtige Verlage führt zu einem Meinungsmonopol der großen Konzerne, die gern Stimmung gegen die öffentlich-rechlichen Medien machen.
Sind denen die Milliardenumsätze noch nicht genug, oder ist denen der ungehinderte Zugriff auf Information zu demokratisch?

@Prof.

Ich frage mich, was der "Rundfunk" im Inet will. Wozu?

Ich frage mich eher, ob das Wort "Rundfunk" noch zeitgemäß ist. Als der Rundfunkstaatsvertrag erstmals aus der Taufe gehoben wurde, war Rundfunk neben der gedruckten Zeitung die einzige Informationsquelle. Inzwischen sind andere Medien dazugekommen. Letztlich geht es also eigentlich um einen Medienstaatsvertrag.

Wenn man mit der Einsparung der Internetpräsenz des ÖR ordentlich Geld sparen kann, dann spart das Geld.

Nein, das sehe ich völlig anders. Geld sparen ist kein Wert an sich. Wenn Geld notwendig ist, um eine sinnvolle Leistung zu finanzieren, muss es ausgegeben werden. Und dass das Internet heute genauso wichtig ist, wie Radio und Fernsehen (vielleicht sogar noch wichtiger) wird niemand in Frage stellen. Und dass das qualitativ hochwertige öffentlich-rechtliche Informationsangebot dort präsent sein muss, ist eigentlich auch selbstverständlich, wenn wir informierte Bürger wollen.

Schade

Das Kommerzielle muss schon wieder dazwischen kommen. Man schaue sich doch den Unfug in den USA an.

Ich möchte weiterhin Schlagzeilen-Nachrichten über tagesshau.de bekommen, und zwar frei und ohne Werbung. Tagesschau.de ist ein einmaliges Produkt. Es wäre wirklich was verloren, wenn Textnachrichten unterbunden würden.

@Prof.

"Ich frage mich, was der "Rundfunk" im Inet will. Wozu?"

Gegenfrage: was wollen die Verlage im Internet? Zeitungen gehören auf Papier gedruckt!

Millionen wollen sich neutral informieren und besitzen keinen Fernsehr und kein Radio. Ohne ÖR im Internet ist das unmöglich.

Wir leben nicht mehr in den 80ern, wo jeder einen TV hatte und 20 Uhr die tagesschau sah.

Die ÖR sind dazu da, dass sich die Bevölkerung unabhängig informieren kann und nicht auf die Werbe-abhängigen Verlage angewiesen ist. Wer einen Beitrag zahlt, hat auch das Recht, diese Informationen so nutzen zu können, wie das Medium (Handy, Computer, Tablet) es am besten zulässt. Alleine das anfallende Datenvolumen ist Grund genug, Texte zuzulassen statt mit Clips abgespeist zu werden, die das Datenvolumen leersaugen.

@Stef Mas

Warum können Verlage mit Rechtsmitteln die Gebührenzahler (uns alle) einfach so enteignen? Unser Medium, das alle finanzieren, wird mehr und mehr beschnitten. Obwohl die Texte vorhanden sind, dürfen sie nicht mehr gezeigt werden.

Ja, die Frage stellt sich. Ich hoffe, hier lesen auch ein paar Bundestagsabgeordnete mit.

Liebe Politik, euer Auftraggeber ist das Volk, nicht die Verlage. Und das Volk will kostenlosen Zugang zu hochwertigen Informationen. Nein, es will es nicht nur, es braucht es sogar. Denn sonst, liebe Politiker, werden es FakeNews und Verschwörungstheorien noch leichter haben, sich zu verbreiten.

Was ist günstiger oder kostet mehr?

Jeden Tag eine Tageszeitung oder einen Rundfunkbeitrag mit Audio;Video;Aktuelles in Wort u. Schrift?Wo hab ich mehr Service u. ist unabhängiger?
Ich denke mit den öffentl. rechtl. sind wir bestens versorgt u. wer mehr will kann wo anders oder dafür bezahlen für sein Bedürfniss nach Info;Unterhaltung Sport........

Ein Unding

Seit relativ kurzen 10 Jahren zahle ich inzwischen Rundfunkgebühren - ohne je einen Fernseher besessen zu haben. Dennoch war immer ich es, der auf Geburtstagen, Mannschaftsfahren oder Elternstammtischen die ÖR verteidigt hat.
Sie sind es, die mich in einer kapitalistischen Demokratie durch sachliche, einfach erreichbare und (leider nur noch i.d.R.) neutrale Berichterstattung befähigen als mündiger Bürger zu agieren.
Erfüllen die ÖR diesen Anspruch nur noch über Videos verlieren sie m.E. ihre Legitimation und mit mir einen ihrer Fürsprecher.

Inhaltlich verkürzt könnte man sagen: Nachrichten gibt es nicht mehr als Text, dafür die Lindenstraße länger als 7 Tage. Danke für nichts.

Sehr schade! Die Tagesschau

Sehr schade! Die Tagesschau App informiert mich seit Jahren zuverlässt in Bus, Bahn und zu Fuß. Videos mit Ton und hohes Datenvolumen benötige ich da gerade NICHT. Die Stärke war das textlastige Angebot zum stillen informieren.

Diskriminierend

Ich bin stark schwerhörig, folglich auf geschriebenen Text angewiesen. Öffentlich-rechtliche Medien kann ich nur lesend in den "barrierefreien" Internet-Portalen verolgen. Künftig werde ich also monatlich 17,50 Euro Zwangsabonnement für Angebote bezahlen, deren Wahnehmbarkeit mir vorenthalten wird.
Ich fühle mich diskriminiert.

Für mich ist die TS-App....

....die beste Möglichkeit mich schnell und seriös zu informieren, und zwar jederzeit. Jedoch erwarte ich Text und keine Videos! Das Pendant beim ZDF ist leider ein Witz und keine Alternative.

@16:02 von Prof.

"Muss das ÖR online sein?

Ich frage mich, was der "Rundfunk" im Inet will. Wozu?"

Ohne Onlineangebot hätte ich de facto keinen Zugang zum öffentlichen Rundfunk. Ich finde es gut, dass das Angebot mit der Zeit geht.

Das Lobbykarussell...

Dreht sich tatsächlich alles nur noch um die Interessen der vermeintlich stärksten Lobbyisten?
Die stärkste Gruppe ist der Bürger - wieso bleibt er durch unsere Volksvertreter auf der Strecke??
Der Rundfunkstaatsvertrag gehört insgesamt auf den Prüfstand.
Es kann nicht sein, dass wir monatlich 17,50 € zahlen, dann aber vom Informationsfluss ausgespart bleiben, weil Zeitungsverlage um ihre Zukunft bangen...
Wer kann sich heute zeitlich noch das Schauen ganzer Film-/Videobeiträge leisten?
Dem muss im Interesse der Gesellschaft Rechnung getragen werden - wenn unsere Legislative sich weigert, müssen wir unsere Judikative dazu auffordern.

Schlechte Nachrichten für mich

Dieser Plan beinhaltet für mich eine deutliche Verschlechterung des Angebotes. Ich vermeide Videos soweit als möglich. Ich schaue auch keine Nachrichten im TV. Zu zeitaufwendig und suggestiv. Bei Texten kann ich auswählen und das Tempo der Aufnahme von Nachrichten selbst entscheiden. In der gekachelten Angebotswelt wird eh schon eine Vorauswahl getroffen und Ankündigungstexte sind oft sparsam. Ich würde gerne auf die Empfehlungen, Tipps und Rankings wie "meist gelesen" verzichten und stattdessen mehr Fakten im Text finden. Oft muss ich wichtige Informationen zu dem Sachverhalt selbst recherchieren. Videofilmproduktion wird sicher teurer sein als Textproduktion. Diese Mittel sollten Korrespondenten und Journalisten investiert werden.

Diversifizierung des Programms

Ich bin eher der Meinung, dass diese Limitierung auf Europäische Produktionen durchaus Sinnvoll ist.
Gerade Private Sender senden ja quasi rund um die Uhr amerikanische Sendungen - Wenn man zwischen 19:00 und 22:00 zwischen den Sendern zappt, findet man garantiert keinen Tag, an dem nicht "Navy CIS", "Big Bang Theory" oder ähnlich populäre Produktionen auf dem Bildschirm zu sehen sind. Würden diese jetzt auch noch von den Öffentlich-Rechtlichen ausgesendet werden, wer sendet dann die unbekannteren, zum Teil auch deutlich kleiner produzierten, europäischen Serien und Filme?
Ihren Abschnitt über "Meinungsfreiheitsentzug" kann ich leider nicht nachvollziehen. Es werden doch genug internationale Thematiken öffentlich-rechtlichen ausgestrahlt... Wünschen Sie sich übersetzte "Fox-News" Sendungen aus Amerika?
LG

Vierte Gewalt

@Erich Kästner, 15:57 Uhr:
„Wenn ich mobil Nachrichten abrufe, dann will ich nicht riesige Datenmengen verschwenden durch das Abrufen von Videos.“

Dazu fällt mir nur eins ein:

Wenn die Nutzer von Smartphones und anderer digitaler Kommunikationsmedien nur einen Bruchteil der Datenmengen, die tagtäglich für Unterhaltungs-, Spiele-, Katzen- und sonstige mehr oder weniger private Videos, Ballerspiele, Candy Crush (und so weiter und so fort) draufgehen darauf verwenden würden, sachliche Informationen (bzw. einen journalistischen "Überblick" über diese) zu sammeln zu allen Ereignissen, Geschehnissen und deren Hintergründen, die außerhalb ihres persönlichen Umfelds tagtäglich auf der Welt passieren, wäre für unsere Demokratie schon sehr viel gewonnen.

Schließlich ist solchermaßen erworbenes Wissen nicht nur die Grundvoraussetzung dafür, um einigermaßen kompetent "mitreden", sondern vor allem auch dafür, aktiv am politischen Geschehen mitwirken (= demokratische Politik machen) zu können.

Unverschaemt....

....was da laeuft.

Ein Angebot, fuer das Bezahlt wird, wird beschnitten auf Wunsch der schlecht laufenden Konkurrenz.

Die Deutschen privaten Pintmedien - um die es hier wohl insbesondere geht - sollten Versuchen, das Problem ueber Qualitaetsjournalismus zu loesen.

Die NZZ in der Schweiz hat steigende Auflagen - und Abbonentenzahlen.

Wer die NZZ schon mal gelesen hat, weiss warum.

Politikerprogramm

Von Unabhängigkeit und neutralem ausgewogenen Programm keine Spur. Das geht auch im NDR Verwaltungs- und Rundfunkrat weiter.

Schade!

Einen Text lesen kann man auch mal schnell zwischendurch in der Pause im Büro. Ein laut schreiendes Video ansehen nicht.

Also Ade, ihr Öffentlich-Rechtlichen! Bleiben nur noch ausländische Nachrichtensender mit Internetangebot und meine Lokalzeitung als Informationslieferant (selbstverständlich elektronisch abonniert), denn das Werbegeflimmer der großen deutschen Tageszeitungen auf ihren Portalen ist absolut unerträglich.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

@riekekooche

denn das Werbegeflimmer der großen deutschen Tageszeitungen auf ihren Portalen ist absolut unerträglich.

Stimmt, und wenn man einen Werbeblocker einsetzt, blenden die ihre Inhalte aus. Es geht eben anders als bei den Öffentlich-Rechtlichen nur ums Geld und nicht um die Vermittlung von Wissen und Informationen. Gute Zeiten für FakeNews, denn die werden auf kostenlosen Plattformen verbreitet.

Schlimm

Ich möchte mich auch weiterhin in der Tagesschau-App informieren können, auch ohne mein Datenvolumen in kürzester Zeit zu vernichten. Wenn wirklich kein Weg an Videos oder an Audioinhalten vorbei führt, dann muss die Möglichkeit geschaffen werden diese im WLAN herunterzuladen um sie dann unterwegs (über Kopfhörer um keinen zu stören) anzusehen/hören. Meiner Meinung nach müsste allerdings bei dem Preis des Rundfunkbeitrags auch Nachrichten in Textform inbegriffen sei n.

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