Ihre Meinung zu: Urteil im Schleuserprozess erwartet: Schlepperei oder Mord?

14. Juni 2018 - 7:30 Uhr

Vor zwei Jahren ließen Schleuser 71 Menschen in einem Lkw auf einer Autobahn in Österreich qualvoll ersticken. Für die Verteidiger war es kein Mord. Nun soll das Urteil in dem Prozess in Ungarn fallen. Von Andrea Beer.

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Kommentare

Milde? Es wird viel

Milde?
Es wird viel geschehen, aber Milde ist nicht zu erwarten.

Warum steht Mord überhaupt als Möglichkeit da?

War es bei den Fahrern, die Autorennen in der Stadt fuhren auch nicht.

(Ist nicht meine persönliche Meinung. Aber ich bin auch keine Juristin.)

"300.000 Euro mit Menschenschmuggel verdient"

Da ist offensichtlich der Tod der Menschen einfach in Kauf genommen worden.

Das Gute an Ungarn dieser Tage ....

... Milde ist von Orban´s Richtern vermutlich nicht zu erwarten.

09:43 von geselliger misa...

... Milde ist von Orban´s Richtern vermutlich nicht zu erwarten.
.
ob das in dem Fall ein Fehler ist
wage ich zu bezweifeln

lebenslänglich

71 Menschen erstickten qualvoll im LKW. Die Täter haben das zugelassen . Das ist für mich 71 facher MORD . Alle Täter müssen wegen Mordes verurteilt werden. Also 71 mal lebenslänglich !

Grenzkontrollen

Mit einer Grenzkontrolle würde Schleppern das Handwerk gelegt. Und die Flüchtlinge würden noch leben.

lebenslänglich

Da haben wir sicher wieder spitzfindige Anwälte die mit Verfahrensfehlern und mangelnde Beweise diese Verbrecher herauspauken. Denn wir in Deutschland haben ja für alles Verständnis. Die Presse berichtet dann wieder über weinende Familien und die Unmenschlichkeit das Angehörige dieser Familien bestraft werden sollen und wie schlimm die Jugend der Täter war. Es ist zum Kotzen bei dieser falschen Gefühlsduselei. P.P.

@Tada

Da hat einer den Tod von 71 Menschen billigend in Kauf genommen weil er dafür Geld bekam. Er hat gehört wie sie gestorben sind und nichts dagegen getan, ganz im Gegenteil. Habgier und niedere Beweggründe sind Mordmerkmale, dazu muß ich kein Jurist sein. Das ist Massenmord, der Kerl darf kein unvergittertes Tageslicht mehr sehen solange er lebt!

Mord ?

sollte man sich nicht vielleicht doch vorab mal sachlich mit dem Begriff "Mord" auseinandersetzen

Grenzkontrollen sofort

Auch die Schiffe der Hilfsorganisationen befeuern dieses Geschäft indirekt. Gute Absicht allein hilft oft nicht. Die Flüchtlinge hoffen dadurch auf Rettung und gehen vermehrt das Risiko ein. Weitere Risiken beim Landtransport folgen. Die einzige Lösung die Leute in den Lagern vor Ort nach Kontigenten abholen und Grenzen dicht machen.
Die andere Alternative a la Linke - wir lassen alle kommen.

@TKM

"Er hat gehört wie sie gestorben sind und nichts dagegen getan"Am 14. Juni 2018 um 10:26 von TKM

Wie bitte?
Wenn einer langsam erstickt, dann kann man das nicht hören.

Und mir erschließt sich nicht, warum jemand, der gegen Geld billigend den Tod von anderen in Kauf nimmt schlimmer der besser sein soll, als jemand, der es "just for fun" macht, weil er das Geld gar nicht nötig hat.

08:06 Tada

>Warum steht Mord überhaupt....<

Weil Mord Tötung mit Vorsatz ist. Alle Beteiligten wussten das die 71 Menschen ersticken würden.

Autorennen in der Stadt, so verwerflich es ist, wird nicht mit dem Vorsatz geführt um einen Menschen umzubringen sondern es wird nur billigend in Kauf genommen (entsetzlich).

Wenn es nicht Ihre Meinung ist, warum posten Sie es dann?
Ah ja, ich bin auch kein Jurist.

Rechtfertigungsversuch Befehlsnotstand

Der Fahrer versucht es also mit der deutschen Standardrechtfertigung "Befehlsnotstand"? Ich bin wirklich neugierig, ob man damit in Ungarn ähnlich gut durchkommt wie klassischerweise im deutschen Sprachraum.

10:40 von Sisyphos3

«Mord ? sollte man sich nicht vielleicht doch vorab mal sachlich mit dem Begriff "Mord" auseinandersetzen»

Haben Sie das selbst mal getan?

In Deutschland ist "Mord" in §211 StGB definiert, und "Mordmerkmale" festgelegt, die Mord von anderen Tötungsdelikten unterscheidet.

Legt man diese Mordmerkmale zugrunde, dann ist es so gut wie zwingend für die Staatsanwaltschaft, auf Mord zu plädieren.

Die ungarische Gesetzgebung mag sich in der Detaildefinition von Mord von der deutschen unterscheiden. Aber so grundlegend können die Unterschiede gar nicht sein, als dass die Tat nicht auch in Ungarn als Mord gewertet werden kann.

Und in meinen Augen auch mit großem Recht so gewertet werden wird …

Tragisch.

"(…) die Schlepper haben ihren Todeskampf gehört, die Türen aber nicht geöffnet."

Keine Frage, wenn es so war, handelt es sich eindeutig um Mord.

Ich warne dennoch davor, deshalb (wie in den Kommentaren durchscheint) alle Fluchthelfer in diesen Topf zu werfen.

Viele von ihnen sind selbstverständlich keine Mörder!

Sondern leisteten und leisten im Gegenteil einen wichtigen Beitrag, um Menschen, die im Bürgerkrieg um ihr Leben fürchten mussten, auf sicheres Gebiet zu bringen.

10:22 von Peter Plauert

«Da haben wir sicher wieder spitzfindige Anwälte die mit Verfahrensfehlern und mangelnde Beweise diese Verbrecher herauspauken. Denn wir in Deutschland haben ja für alles Verständnis.»

Der Prozess findet in Ungarn statt, nicht in Deutschland.

Es gehört zu den Aufgabe von Anwälten, "spitzfindig" zu sein, und darüber zu wachen, dass mögliche Verfahrensfehler aufgedeckt werden. Das ist im Sinne einer korrekten rechtsstaatlichen Justiz immer geboten.

Auch das "Herauspauken" des/der Angeklagten ist den Anwälten nicht grundsätzlich vorzuwerfen. Wobei es unter ihnen schon "Kandidaten" gibt, deren Argumentation zugunsten des/der Angeklagten mitunter grotesk ist. Und gegenüber den Opfern in höchstem Maße verletzend und despektierlich.

«Denn wir in Deutschland haben ja für alles Verständnis.»

Ich habe bei weitem nicht für alles Verständnis.
U.a. nicht für übertriebene Tränendrüsen "bei schwerer Kindheit" von Angeklagten. Eben so wenig aber auch für "Zu-viel-Verständnis-Lamento" …

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