Ihre Meinung zu: Gipfel in Singapur: Trumps bizarres Video für Kim

13. Juni 2018 - 9:41 Uhr

Es ist zu bizarr, um wahr zu sein: US-Präsident Trump hat Kim zur Einstimmung beim Gipfeltreffen eine Art Propagandavideo im Hollywood-Stil geschenkt. Es erzählt eine Heldengeschichte. Von Lena Bodewein.

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Kommentare

Trumps Video

Man stelle sich jetzt einmal vor, Obama hätte sich mit Kim Jong-Un getroffen. Das Geheul der Republikaner hätte man bis in die hintersten Ecken des Weltalls gehört. Man muss sich nur an ihre Reaktion auf Obamas Treffen mit Castro erinnern.
Das Treffen in Singapur ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Nichts als heiße Luft. Aber der eindeutige Sieger heißt Kim.

Keine Berichterstattung

Was Frau Bodewein hier abgeliefert hat, ist keine unabhängige, überparteiliche Berichterstattung, sondern ein ziemlich einseitiger Kommentar. Und ein Kommentar sollte als solcher gekennzeichnet sein. "Bizarr, Plattitüden, abgeschmackt" - das ist eine Beeinflussung des Lesers in eine bestimmte Richtung, bzw. eine Meinung der Autorin.

unglaublich

Ich meine, denken die Republikaner allen voran Trump wirklich irgend einen Menschen mit so etwas beeinflussen zu können?

In 500 Tagen wurde fast alles zerstört, was mühsam und mit viel Überlegung seit dem zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde. Auch wenn das meiste davon nicht perfekt war, so hat das System funktioniert, und war eine verlässliche Plattform.

Mich ekelt diese Partei, diese Politik und dieser Mensch mehr und mehr an.

Ist das wirklich wahr?

Wenn ja, dann paßt das sehr gut zum amerikanischen Selbstverständnis und erst recht zu dem des derzeitigen Präsidenten: "Wir sagen euch wo's lang geht und ihr tut genau das was wir sagen. Weil wir wissen was gut ist für uns und eventuell auch für euch. Wenn ihr das anders seht schicken wir die Kavallerie und die hat heutzutage Atomraketen. Klar soweit?"
Und wenn das Video tatsächlich so gestrickt sein sollte wie im Artikel beschrieben, dann...nein, lieber nicht...

Trumps Worte sind nichts wert

Naja, Herr Trump geht ja offenbar davon aus, dass seine Gegenüber nicht intelligenter sind als er.
Kein Wunder also, wenn er glaubt, dass seine Verhandlungspartner sich durch dämliche Plattitüden beeinflussen lassen.

Unterm Strich hat er kein konkretes Zugeständnis aus Nordkorea im Gepäck, keinen Zeitplan. Nicht einmal über das ungefähre "Wann" und Wie" scheint Einigkeit zu sein. Nordkorea geht offenbar von einem gegenseitigen schrittweisen Vorgehen aus, Trump hingegen will Sanktionen erst zurücknehmen, wenn alle Nuklearanlagen und Waffen vollständig vernichtet sind. Lediglich eine allgemeine Absichtserklärung bleibt... So weit waren andere US-Präsidenten auch schon, lange bevor Trump den Konflikt eskaliert hatte.

Und seine skurile Lobhuddellei gegenüber dem Diktator kann morgen schon wieder in die vorherigen wüsten Beschimpfungen umschlagen... Trumps Worte sind nichts wert.

Bizarr?

Leider ist es zu spät für eine psychologische Begutachtung.
Die erleben wir ja schliesslich täglich neu.
Ich kann nur hoffen, dass einige bei der GrandOldParty
mal die Reissleine ziehen.
Vorher..

Hollywood und Wirklichkeit

Was für eine Sicht der Wirklichkeit muss der amtierende Präsident der USA haben.

Ist denn niemand da, der ihn aus seiner Blase aus Fox-Nachrichten, dem Jubel seiner gläubigen Anhänger und dem Lob derjenigen Berater, die er noch in seiner Nähe duldet, befreit? Die Frau des Präsidenten ist vielleicht die einzige, die ihn aus seinem Hollywood-Heldenspektakel in die Wirklichkeit zurückholen kann.

Es gibt viel Arbeit für einen US-Präsidenten, dazu ist es erforderlich, dass er auch die Dinge sieht, die ihm nicht gefallen, nicht in sein Weltbild passen und ihn und seine bisherige Meinung vielleicht sogar in Frage stellen. Das sind keine Mächte des Bösen, die ihn von seinem Heldenweg abbringen wollen. Niemand ist unfehlbar und niemand sollte im Glauben gelassen werden er sei es.

Das Gespräch in Singapur ist erst der Anfang für einen langwierigen Prozess.

Es geht nicht um einen Nobelpreis für Trump sondern um Frieden im fernen Osten. Das ist viel Arbeit, zum Jubeln ist es noch viel zu früh.

Keinen Bock mehr!

Mich verwundert es nicht, dass Trump sich inzwischen besser mit Kim versteht als mit „normalen“ Menschen wie Trudeau, May, Macron usw. Die Gruppe der crazy Autokraten darf nicht noch länger werden. Twitter, Showeffekte und Hass-/Freundschaftsverwirrungen hängen mir zum Halse raus und ich finde kein Weltbürger (nicht mal die Trumpwähler) haben die ständige Spaltung und Unsicherheit verdient.

eine 'disney'-cd im handgepäck als gastgeschenk ...

wahrscheinlich ist auch noch cinderella durch's bild geflogen und hat mit ihrem zauberstaub alle lagergefängnisse in kleine, neue vorstädte nach amerikanischem vorbild verwandelt.

man macht sich die welt dann eben selber schön.

wahrlich bizarr ...

Bizarr?

Bizarr ist nicht nicht Kim. Der ist einfach nur ein gnadenloser Diktator, der mit allen Mitteln seine persönliche Macht erhalten möchte. Bizarr ist am Ende auch nicht Trump, der Weltpolitik mit der Spielwiese New Yorker Immobilienhaie verwechselt und je nach Magenverstimmung, Lust und Laune seine "Deals" aufzuzwingen versucht, bei denen er seine "Konkurrenten" über den Tisch ziehen kann. Nein, höchst bizarr sind die Menschen, die einen Mann von derart monströser Inkompetenz mit ihrer Wählerstimme auch noch zu einer solchen Machtposition verhelfen. Möge dieser Alptraum so bald wie möglich zu Ende sein.

folgerichtig...

Das ist doch nur konsequent.
Schon im Mittelalter hat sich gezeigt, dass die allermeisten Leute sich leichter durch Manipulation überreden, als durch Argumente überzeugen lassen.
Spätestens seit Entstehend der modernen Demokratie wird PR (früher Propaganda, aber der Begriff ist seit dem zweiten Weltkrieg negativ besetzt) ständig genutzt, damit die Bürger freiwillig das machen und wählen was die Eliten wollen. (Siehe "Manufacturing Consent, Noam Chomsky et al.)

Da ist es nur folgerichtig, dass man dieselben Mechanismen nutzt, um die Eliten anderer Länder zu beeinflussen. "Sei ein Held, führe dein Land in eine glorreiche Zukunft, mach was ich will" schreit doch geradezu nach einer filmischen Umsetzung.

Und ja, werimmer gesagt hat Trump halte seine Gegenüber wohl für dumm.. richtig. Das scheint der Kerngedanke des Marketing zu sein. Nun ist der Mann jetzt aber Multimillionär und Präsident der USA. So ganz unrecht scheint er mit dieser Einschätzung also nicht zu haben.

Man kann die Denke nicht ablegen

Nicht mehr hinnehmbar wie sich ARD-Redaktionen und -Journalisten gegenseitig im Kleinreden und Schlechtmachen des Gipfels von Trump mit Kim übertreffen wollen.
Da wird von Kim dem Gewinner und Trump dem Verlierer gefaselt. (Ich glaub es war NDR-Hanefeld)
Und wenn Kim und Trump ihre feste Absicht erklären, dass der eine atomar für immer abrüstet und der andere die endgültige Einstellung der Kriegsmanöver als erste Gegenleistung in Aussicht stellt ...
Was stört die Redaktionen und Journalisten der ARD daran? Ein Auftakt war das, mehr nicht.
Jedoch ein Durchbruch in einem jahrzehntelangen Krisenherd.
Und die gleichen Redaktionen und Journalisten lobpreisen an anderer Stelle die aggressive Aufrüstung der NATO sowie das Kriegsgeheul mit ständig neuen Militärmanövern an der russischen Grenze.
Oder das Rufen nach neuer Sanktionitis und Boykottitis gegenüber dem Feinde.
Eben Kalte-Krieg-Denke, die man nicht ablegen kann.

Will Trump nun ernsthaft...

...Nordkorea eine Zukunft verheissen, deren Wohlstand, Anerkennung und Sicherheit trotz des Regimes möglich sein soll? Wenn ich mir das Video ansehe, dann befördert hier ein demokratisch gewählter Präsident einen Diktator von einem Holzstuhl auf einen goldenen Thron! Das darf doch wohl nicht wahr sein!

... und sie wirkt...

@ 10:06 von hut

"denken die Republikaner allen voran Trump wirklich irgend einen Menschen mit so etwas beeinflussen zu können?"

Mit ganz ähnlichen Methoden hat er es als steuervermeidender Multimillionär (oder Kleinstmilliardär?) unter mehrfachem Betrugsverdacht geschafft, rund die Häfte der Wähler davon zu überzeugen dass er der Champion der einfachen Arbeiter und Angestellten gegen das "Establishment" sei.
Geht also offensichtlich sehr gut.

"In 500 Tagen wurde fast alles zerstört, was mühsam und mit viel Überlegung seit dem zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde."

Die USA waren schon vor Trump eine kapitalistische Oligarchie, in der die unteren 40% eine schlechtere Gesundheitsversorgung hatten als die Menschen in Kuba oder der damaligen DDR.
(siehe auch: Testing Theories of American Politics..., Gilens et al.)

So unappetitlich Trump auch ist, an den Zuständen in Amerika ist er nur zu einem sehr kleinen Teil Schuld. So richtig angefangen hat das mit Reagan, dem amerikanischen Schröder

...

Ich habe das Video gesehen. "Bizarr"?

Man stelle sich vor: heute ist jemand aus dem Koma erwacht - im Stile von "Goodbye Lenin" - und jener fragt, was denn gestern so passiert ist. Man antwortet

"Der US-Präsident hat auf einem historischen, internationalen Gipfel ein Propagandavideo für Nordkorea vorgestellt. Seine Anhänger sind in Ekstase und fordern den Friedensnobelpreis."

...

Der Solipsismus erscheint da in einem ganz anderen Licht.

Blühende Landschaften

Mich erinnert das irgendwie an Kohl's "Blühende Landschaften" in Folge Derer die Treuhand Betriebe unter anderem an windige Typen verschachert hat. Naja, mal sehen

Man bekommt langsamg...

den Eindruck Trump könnte AIDS heilen und würde trotzdem dafür kritisiert werden.

Was gerade in NK passiert ist ein Durchbruch von Jahrzehnten der Eiszeit und die Medien werden nicht müde es klein reden zu wollen.

Neutrale-/Niveauvolle Berichterstattung sieht anders aus.

Das Video macht Sinn.

Die wachsende Mittelschicht in Korea ist es, die Druck auf Kim ausübt. Sie kann man mit so einem Video erreichen, denke ich.

"die einzige, die ihn aus seinem Hollywood-Heldenspektakel
in die Wirklichkeit zurückholen kann."

Ich fürchte nicht mal Sie.
Denn Sie ist genauso der Scheinwelt ihres Gatten verfallen.
Kürzlich in Singapur gab sie ein angeblich 'chinesisch Sprichwort' zum Besten
bezogen auf die Show Kim/Trump.

Die Chinesen suchen noch heute nach ihm,
denn es gibt es nicht.
www.finanzen.net/nachricht/aktien/singapur-gipfel-china-verwundert-ueber...
kurz: https://is.gd/xKQ5Qx

Die (Trump)Welt ist eben nicht mehr zu retten.
Hoffentlich merkts der Rest schnell genug.

The Very Proper Gander

Ihr notorisches Gemeckere, wenn es um Trump geht, hat mit kritischem Journalismus nichts zu tun. Die militärische Überlegenheit der USA ist Teil der Realität, ob Ihnen diese passt oder nicht. Ebenso die Tatsache, dass Abrüstung und Öffnung Nordkoreas, zu der hier herzlich eingeladen wird, für dessen Bevölkerung, für die Region und die globale Sicherheit überaus vorteilhaft wäre.

Mir gefällt das Video, weil es eine positive Zukunftsvision vermittelt.

neuer Absatzmarkt ...

Trump sieht in Nordkorea sicherlich einen neuen Markt für sein Business. Ein Trump Tower in Pyöngyang - gibt es n o c h nicht ...

schade...

dieser Beitrag stand unter "Meldungen" - ich hatte mir vom Lesen erhofft, einen Eindruck von diesem Video zu bekommen, um mir dann eine Meinung zu bilden. Anhand des Artikels wird mir nicht klar, was dieses Video zeigt; es wird nicht der Inhalt des Videos widergegeben - sondern die Eindrücke und Meinung der Korrespondentin.

Eines vorweg: miteinander reden ist immer besser

als aggressive Botschaften - welcher Art auch immer - zu verschicken. Es regt sich keiner (oder kaum einer) darüber auf, dass Trump sich mit Kim getroffen hat. Es geht vielmehr darum, auf welche Art dies geschah und was bei dem Treffen wirklich herauskam. Abgesehen davon, dass Trump einseitig die gemeinschaftlichen Manöver mit Südkorea absagte, was mit Südkorea noch nicht einmal abgesprochen war, muss Kim nicht liefern. Die Vereinbarung beinhaltete nur blabla und Dinge, die Kim und sein Vater zuvor auch schon erwähnt hatten.
Mal sehen, ob dies wirklich nur ein kleiner "Auftakt" von einem wirklichen Friedensprozess ist oder ob Kim seinen Spaß bereits hatte.

Wieder ein großer Erfolg für Präsident Trump

Was dem schwachen Präsidenten Obama in acht Jahren nicht gelungen ist, schafft Präsident Trump nach nur einem Jahr. Der Anfang ist gemacht, und der größte Gewinner wird das nordkoreanische Volk sein, daß eine historische Chance bekommt, sich aus Hungersnot und Unterdrückung zu befreien.

Aus einer Position der Stärke läßt sich eben gut verhandeln.

Wer heilt hat Recht

...ist ein Spruch aus der Medizin. Gilt wohl auch für die Politik. So weit wie Trump hat es noch kein anderer Politker gebracht. Aber - weil es eben Trump ist - wird auch dieser Trump-Erfolg von den entprechenden Medien und Menschen als Mißerfolg dargestellt... Zu Schade...

Soweit so gut

Ich sehe den Gipfel auch als Auftakt. Trump sagt Dinge, wie z.b. "Manoever absagen", nicht als Entscheidung, die nun gefaellt ist. Er setzt dem Anderen damit einen Gedanken in den Kopf, der dem Anderen dann Legitimitaet gibt, sollte dieser dann tatsaechlich selbst entscheiden, keine Manover durchzufuehren. Trump macht das regelmaessig.

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