Ihre Meinung zu: Gipfelabschluss in Kanada: G7 minus 1

9. Juni 2018 - 23:28 Uhr

In der Abschlusserklärung hat es gerade mal für den kleinsten gemeinsamen Nenner gereicht, berichtet Jan Philipp Burgard. Die großen Meinungsverschiedenheiten sorgten für eine schlechte Atmosphäre.

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Kommentare

Diese Erklärung ist nicht so schlecht

Wenn auch wie gesagt, kein grosser Wurf. Weshalb hat Trump sie dennoch aufgekündigt. Was genau gefällt ihm daran nicht? Die gemeinsame Absicht nach Regeln zu handeln? Man sollte mit Trump nicht mehr verhandeln. Nicht nur weil es kein Sinn macht. Es verhindert auch die Konsensbildung aller anderen Verhandlungsteilnehmer. In solche Gipfel wird so viel investiert und sie sind für die politische Völkerverständigung so wichtig. Verhandlungsunfähige sollten daran nicht teilnehmen.

Trump und G 7

Wer welche Waren, zu welchem Preis, aus welchem Land kauft, dass konnte bisher jeder in der freien Welt frei entscheiden. Dieses Verfahren hat nach Trumps Meinung zu "unfairen" Ergebnissen geführt. Und da hört für dem Präsidenten der USA die Freiheit auf. Sowohl für Amerikaner, die zuviel deutsche Autos kaufen, wie die Europäer, die zu wenig amerikanische Autos kaufen, regelt er das so lange neu, bis es ihm gefällt. Regel, Verträge, Verhandlungen, freie Entscheidungen der Kunden? Es zählt nur was Tramp als fair empfindet. Steht das so in der Verfassung der USA?

Frage: Sind die G7 überhaupt noch zeitgemäß,

oder ist es nicht eher ein melancholisches Erinnerungstreffen einstig Alliierter? Sollte man sich nicht viel mehr um Treffen der G-20 bemühen, statt ausgerechnet mit Canada und Italien über die Weltwirtschaft zu diskutieren? Das BIP und BSP dieser beiden Staaten zusammen erreicht gerade mal das von Deutschland - Hinzu kommt die enorme Verschuldung Italiens, aber besonders die von Japan (auch die USA stehen "eigentlich" wie die Italiener da, werden aber regelmäßig durch die FED und den "Petro- Dollar" gestützt).

In Dingen wie Umweltschutz, Plastikeindämmung, Kyoto- und Paris- Protokoll muss man Vertragsbrüchigen auch mittels der UNO (notfalls mit Sanktionen) auf die Finger hauen - Ein Instrumentarium wie den EuGH für die EU auch ohne Veto- Recht für alle Mitgliedstaaten der UNO innerhalb derselben zu etablieren, könnte ein Anfang sein. Es kann und darf nicht sein, dass der Nachfolger eines Vertragsunterzeichners einfach "April, April" sagt... Pacta sunt servanda!

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