Ihre Meinung zu: "Tag der Bundeswehr": Charmeoffensive mit der Gulaschkanone

9. Juni 2018 - 4:02 Uhr

Die deutschen Streitkräfte präsentieren sich heute beim "Tag der Bundeswehr". Bei der Waffenschau mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone geht es vor allem um die Nachwuchswerbung. Von Christian Thiels.

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Kommentare

"Verbundenheit mit der Gesellschaft"

Au Backe
Bürger in Uniform
die Zeiten (Heinemann und wohl manch anderer prägten diesen Begriff)
sind ja wohl lange vorüber
nach den Erfahrungen WK 1/2 wollte man eine Armee die nicht Staat im Staat war
heute bewegt sie sich wieder immer mehr dahin
Keine Wehrpflichtigen die gelegentlich mit Uniform im Straßenbild auffallen
und mit denen man sich als Ausbilder/Offizier herumschlagen mußte,
tagtäglich den Sinn/Unsinn denen gegenüber rechtfertigen musste
- heute ein eigener Verein, in dem sich Gleichgesinnte treffen
eine Sölderarmee eben die dorthin geht
wo sie "gebraucht" und bezahlt wird

Keine Werbung für Militär

Der Soldat tötet. Er ist ein Krieger. Im Krieg verlieren gute Mensch*Innen anderer Völker*Innen ihre Leben. Die Tätigkeit des Soldatens zerstört die Weltfriedin. Es ist also makaber, eine solche Tätigkeit zu bewerben, und zynisch, dabei von einer "Charmoffensive" zu sprechen. Charme hätte es, den Forderungen vieler, von Deutschen in zwei Weltkriegen angegriffener Völker*Innen zu folgen, und BRD-Militär endlich vollständig abzuschaffen. Mit dem dann eingesparten Budget könnten viele wichtige gesellschaftliche Aufgaben problemlos finanziert werden - von sicheren Renten, schnelles Internet für Schulen, bedingungsloses Grundeinkommen, Reparationszahlungen an Griechenland und anderes. Wenn der "Wehrbeauftragte" die Attraktivität des Soldatenberufs anzweifelt, ist das also nur gut. Immer weniger funktionsfähige Flugzeuge und Waffen sind ein aktiver Beitrag zur Friedenssicherung ("Frieden schaffen ohne Waffen"). Einen "Tag der Bundeswehr" braucht niemand*In.

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