Ihre Meinung zu: Erfolgreicher Start: Alexander Gerst auf dem Weg zur ISS

6. Juni 2018 - 13:24 Uhr

Die Sojus-Rakete mit den drei Raumfahrern an Bord ist erfolgreich in Baikonur gestartet. Zwei Tage lang ist die Rakete jetzt unterwegs, bevor sie am Freitag an der Internationalen Raumstation ISS andockt.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.333335
Durchschnitt: 4.3 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Nur gemeinsam lässt sich Großes erreichen.

Im Miteinander liegt der Schlüssel dazu.

Im Namen der Wissenschaft

Mich würde interessieren, ob die Astronauten auch Bibeln und Kreuze mit auf die Raumstation nehmen, für den Fall, dass sie auf Außerirdische stoßen? Vielleicht noch als Alternative andere Religöse Bücher, oder auch einen Wachturm. Dann wissen die Außerirdischen zummindest gleich Bescheid wissen mit wem sie es zu tun haben, und können die menschliche Entwicklung besser verstehen...

Gratulation!

Diese Zusammenarbeit beweist das die „irdischen“ Probleme die der Westen mit Russland zu haben scheint nicht auf fundamentalen Unterschieden basieren.

Astronaut?

Ist nicht mindestens einer vielleicht ein Kosmonaut? Wenn nicht gar alle drei?

Der Mensch im All

Immer wieder hört man die Frage: was bringt uns denn die Raumfahrt ganz praktisch? Ich halte diese Frage für falsch. Wissenschaft funktioniert anders. Wie sie funktioniert, erklärte der deutsche Astronaut und Physiker Prof. Reinhard Furrer gegenüber dem Wissenschaftsjournalisten Torsten Sasse in den Hörbuch "Rückkehr zum Mond - Aufbruch zum Mars": "Der Mensch geht immer voran, er geht immer los. Er geht selbst dann los, wenn ihm jemand anders sagt: Stopp! Bleib stehen! Die Erde ist eine Scheibe, du fällst hinten runter. Dann sagt der Mensch: das will ich sehen, glaube ich nicht! Und geht weiter! Nun haben wir die Erde im Griff. Also geht der Mensch wieder weiter - ins Weltall. Warum sollte er plötzlich nicht mehr weitergehen?" Die Frage nach dem unmittelbaren Nutzen stellt sich also nicht.

Lob an Russland

Das Russland wegen Merkel Sanktionen NOCH uns erlaubt mit zu fliegen ist schon bemerkenswert.

Sachbezogen und großzügig

Wie gut, dass Russland offensichtlich sachbezogen und großzügig ist, sonst wären die Weltraumflüge amerikanischer und europäischer Astronauten sicherlich längst irgendwelchen "Gegensanktionen" zum Opfer gefallen!

Am 06. Juni 2018 um 16:04 von

Am 06. Juni 2018 um 16:04 von Nobbinil

Sachbezogen und großzügig-sonst wären die Weltraumflüge amerikanischer und europäischer Astronauten sicherlich längst irgendwelchen "Gegensanktionen" zum Opfer gefallen!

Was meinen Sie wer das ganze von anfang großzügig finanziert hat?
USA am meisten,EU,Japan,Kanada und Russland,deshalb giebts hier keine probleme!

Dank

und Lob an Russia...
...
mehr bleibt wohl nicht zu sagen...
...
bei Merkel faellt wohl auch ein oeffentliches Wort des Dankes an Russia unter die Sanktionen...
...
Gruss aus Bucharest

@ Nobinil (16:04): Nein Weltraum fällt nicht unter Sanktionen

hi Nobbinil

Nein Putin ist nicht großzuegig, ganz im Gegenteil, wenn ich lese wie spartanisch die Astronauten die nächsten zwei Tage in der Kapsel leben muessen. Die tun mir schon leid. Außerdem: Weltraumprogramme fallen nicht unter die Sanktionen.

Aber: das Live-Video vom Start bei der ESA (wurde auf tz.de gestreamt). war einfach genial. Ich habe es mir bis zur letzten Sekunde reingezogen. Da hat man auch Dinge gesehen, die hier nicht gezeigt wurden (Ausschnitte aus diversen Pressekoferenzen, dann das Ankleiden der Astronauten mit den Anzuegen, der Transfer mit dem Bus zur Startrampe, das Einsteigen in den Aufzug rauf zur Kapsel....Wahnsinn). Video hier:

https://tinyurl.com/yavnaxlk
esa.int: Horizons Launch and Docking

Hier im Video-Bereich rechts oben auf das kleine Playback-Icon klicken und Video auswählen.

Einfach bilderbuch-traumhaft schöner Start.

@13:40 von FritzF

"Nur gemeinsam lässt sich Großes erreichen.
Im Miteinander liegt der Schlüssel dazu."

So ist es. Ich träume von viel mehr Zusammenarbeit und Austausch in Wissenschaft (wie z.B. in der Teilchenphysik, Medizin etc.) und Kultur (Musik). Das wäre m.E. der Schlüssel zu mehr Verständigung zwischen den Völkern.
Wenigstens Träume sind grenzenlos.

Komm bitte alle heile an...

...macht alle Experimente, habt Spaß und kommt alle wieder gesund nach Hause.
Viel Glück

@13:50 von ofarrill - Spielt der Name bzw. die Bezeichnung...

...denn eine Rolle?
Ich finde nein.

@ Nobbinil

Russland ist nicht großzügig, sondern hält sich einfach nur an Verträge (und wird gut dafür bezahlt).

Nach dem Verlust des Shuttles Columbia (2003) hatte die NASA ursprünglich vor, die Shuttles sofort einzumotten und umgehend mit der Entwicklung des Orion-Raumschiffes zu beginnen. Nach diesem Plan hätte der erste bemannte Orion-Flug 2014 stattgefunden.

Da der Bau der ISS aber auf die Nutzlastkapazität des Shuttles angewiesen war, verschob die NASA die Entwicklung des neuen Raumschiffes um acht Jahre. Für beides (die Entwicklung eines neuen Raumschiffes UND die ISS gleichzeitig) reichte das Geld nicht. Unterm Strich trug die NASA 90% der Baukosten der ISS - im Gegenzug übernahm Russland den Transport aller Partner zur ISS.

Ein wunderbares Beispiel internationaler Zusammenarbeit!

Ja, Russland hat zwar momentan etwas, das die Amerikaner nicht haben (ein funktionierendes Raumschiff), aber ohne die Zusammenarbeit von 26 Ländern könnten die russischen Raumschiffe nirgendwo hinfliegen.

ISS for Nobel Peace Price

Jede Universität und jedes wissenschaftliche Institut ist berechtigt, der Nobelpreis-Kommission Vorschläge zu unterbreiten. Seit einigen Jahren gibt es eine Kampagne, der ISS den Friedensnobelpreis zu verleihen - zu Recht, wie ich finde.

Mitten im Kalten Krieg (1975) koppelten ein Sojus- und ein Apollo-Raumschiff und führten den ersten internationalen Raumflug aus. Ebenfalls noch während des Kalten Krieges (1982 und 1988) besuchte ein französischer Astronaut zwei Mal eine sowjetische Raumstation.

Die Internationale Raumfahrt ist der wohl einzige Bereich des menschlichen Zusammenlebens, der immer funktionierte, egal welche Kriege, Boykotte oder Embargos gerade auf der Erde stattfanden.

Alexej Leonow, der sowjetische Kommandant des Sojus-Apollo Fluges, wurde mal gefragt, wie es möglich war, dass Russen und Amerikaner im All so problemlos zusammenarbeiten können. Seine Antwort: "Von dort oben kann man auf der Erde keine Grenzen erkennen."

Das sollten wir uns alle mal zu Gemüte führen.

Darstellung: