Ihre Meinung zu: Zitat von EU-Kommissar Oettinger sorgt für Wirbel

29. Mai 2018 - 20:48 Uhr

Ein verkürztes Zitat des EU-Kommissars beschäftigt Europa: Er hatte sich zur Stimmung der Märkte und Italiens politischer Zukunft geäußert. Rom ist empört, die EU geht auf Distanz - inzwischen entschuldigte sich Oettinger.

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Kommentare

Auch das lange Zitat

sagt doch am Ende vom Sinn her das Selbe aus.
Und passiert ist im Prinzip auch das Selbe, es kommt zu keiner Regierung und ein EU freundlich gesinnter über nimmt.
Weil ein weniger freundlicher nicht zugelassen wurde von Präsidenten oder wem auch immer.
In der Politik ist es leider so, das öffentlich die Worte so gewählt werden das sich der Sinn nicht immer gleich erschließt.
Das hatte Er wohl mal vergessen ;-), Oettinger gehört nicht zu meinen Lieblingen.
Aber hier war Er ausnahmsweise mal zu ehrlich.
Ich hoffe die Italiener merken sich das und wählen beim nächsten male richtig.
Das gefällt dann der EU auch nicht nehme ich an.

Die EU geht auf

Die EU geht auf Distanz?
Selten so gelacht.
Oettinger hat doch nur die Wahrheit gesagt.
Und das ist bei EU - Politikern selten genug.
Oder ist Junker der Einzige der ständig lügt und dass zu seiner Königsdisziplin gemacht hat?

Wie gehabt

Volkes wille geschehe, nur nicht auf Erden. Denn Geld regiert die Welt.

völlig unverständlich...

welche unfähigen Typen in unserem Land an die politische Spitze geraten.

Abregen

Ich kann an der Aussage von Oettinger nichts Anstößiges finden. Sachlich ist die Bemerkung m.E. auch richtig. Daher meine Bitte an die italienischen Freunde: keine künstliche,wahlkampf
geleitete Aufregung!

Ich kann die Aufregung über Hr. Oettinger

nicht verstehen. Zwei Parteien in Italien, möchten eine egoistisch, nationalistische Politik etablieren, die das Euro Währungssystem extrem schaden würde. Da freue ich mich über jeden Politiker der das offen kritisiert. Man kann natürlich auch die Raute machen und abwarten, bis das Euro Währungssystem zerstört wird. Im übrigen, sollten dünnhäutige Politiker nicht in die Politik gehen, wenn sie auf der anderen Seite jeden Verstand über Bord werfen! Oettinger sollte weiter in der Wunde bohren!

Unnötig.

In der Situation in der sich Italien befindet ist jeder Kommentar schwierig. Belehrungen, vielleicht gut gemeint und zum Teil richtig, sind da überhaupt nicht hilfreich. Dazu kommt das manche nur darauf warten es nach ihrem Gusto zu interpretieren. Oettinger hat eine wahrhaftige Begabung sich selber und anderen das Leben schwer zu machen.

Der Inhalt ist beides mal gleich.

Damit hat Herr Oettinger ganz direkt bestaetigt, dass die Aussagen dieser beiden Parteien ueber die EU und Deutschland im Besonderen garnicht so falsch und an den Haaren beigezogen waren.

So eine Steilvorlage haben sich diese beiden Parteien gewuenscht.

Die Italiener

Müssen nicht wählen, ihre Regierung wird von Brüssel bestimmt. Ja die Wahrheit über die EU kann schmerzen

Verstehe die

ganze Aufregung nicht.
Was hat er denn gesagt?
Nichts von Bedeutung.
Da waren die Aussagen des vorgesehenen italienischen Finanzministers schon diskriminierender - und zwar gegen uns Deutsche, die Zahlmeister der EU.

Jämmerlich und peinlich - die Reaktionen

Welch scheinheilige und künstliche Empörung.
Gegen das von Oettinger gesagte ist überhaupt nichts einzuwenden.
Er hat ja recht.

Dass sich die italienischen Populisten links und rechts dankbar an der verkürzten und verfälschten Fassing abarbeiten, ist eigentlich keiner weiteren Befassung wert.
Die grüne Pseudoereiferung hierzulande ist allerdings jämmerlich und peinlich.

Das Zitat zeigt keine

Das Zitat zeigt keine Respektlosigkeit sondern verleiht der Hoffnung Ausdruck die Wähler mögen sich gut überlegen, was sie wählen und alle Faktoren berücksichtigen. Wer das negativ auslegt ist offensichtlich gewillt in jeder Äußerung einen Angriff zu sehen.

Ich werde nicht schlau aus der Sache

Ich verstehe die Aufregungen nicht. Kann mir mal jemand objektiv erklären was an dem Kommentar so schlimm ist? Populisten bzw. Nationalisten sind schlecht für die Börse weil das immer Überraschungstüten sind. Ob man es will oder nicht leben wir alle von einer funktionierenden Wirtschaft. Wer das einsieht und sich anstrengt schafft auch was (Aber das ist eine andere Diskussion). Zurück zum Thema. Wo liegt das Problem. Wenn ich sage , dass ein Diskounter seine Produkte nicht teurer machen soll, weil sonst die Kunden wegbleiben regt sich doch auch keiner auf.... aber vielleicht habe ich mich auch verlesen.

Oettinger der Feingeist

Die Europaskepsis durch unüberlegtes Reden noch zu befeuern ist gelinde gesagt einfach nur dumm. Aber das ist ja bei Oettinger nichts Neues. Am eigenen Ast zu sägen hat in diesem Falle wohl nichts mit falscher Sichtweise zu tun sondern mit mangelnder Wahrnehmung, an welchen Ecken die EU droht, zu zerfallen.
Alle wie sie da in Brüssel sitzen haben den Knall noch nicht gehört. Oettinger schon dreimal nicht. Die Qualität der Elite unserer Unionslenker macht mir immer mehr Angst

Recht hat er gehabt

Es gibt keinen Grund, sich zu entschuldigen.

Demokratie muss über Finanzmärkte dominieren

Bei der Wahl in Italien ist Demokratie selbst Thema.

Putin oder Erdogan lehren ihre Bevölkerung das Richtige zu wählen. Diese Haltung wird auch von den Journalisten der großen Medienkonzerne als antidemokratisch bewertet.

Die internationalen Finanzmärkte bedrohe und schränke die Wahlfreiheit ein. Darum verlieren sie in den Augen der Anhänger der Demokratie ihre Legitimation.

Die globale Bankensystem ist bereits seit Jahren bankrott und wird von den Staaten über staatliche Subventionen künstlich am Leben erhalten. Ziel ist es die riesigen Vermögen des korrupten Esteblishment zu erhalten.

Die Italiener haben nicht nur die Chance die Demokratie basisdemokratisch neu zu erfinden. Sie können dem perversen System der europäischen und globalen Finanzmärkte auch den Todesstoß verpassen. Nicht die Demokratie weicht den Finanzmärkten sondern die Demokratie muss über die Finanzmärkte dominieren.

nunja

die eu ist halt ein demokratisches gebilde.
war das nicht ein guter witz?

21:11 von HarryH.Hirsch

Eine Frechheit ist, wenn zwei Parteien Italiens, ohne Sinn und Verstand, Rentenalter senken wollen und mit ihrer Politik die Überschuldung Italiens verschärfen werden. Frei nach dem Motto, Italien ist wichtig für die EU, die Schulden werden unsere Partner dann zahlen. Das ist, im Übrigen, eine Frechheit gegenüber dem eigenen Volk, dass in der Zukunft leiden wird. Siehe Griechenland!!

Heuchler !

"Er respektiere voll und ganz den Willen der Wähler, ob sie nun von rechts, links oder der Mitte kämen - gleich, in welchem Land".

Nein, das eben tut er nicht. Denn dies hat dieser bürgerferne Technokrat im Elfenbeinturm gerade beispiellos zum Ausdruck gebracht und sich selbst entlarvt. Für Oettinger zählen vor allem "Markreaktionen und Drohverluste von Investoren" und eben nicht der Wählerwille des Europäers !

Eines haben die törichten Anmaßungen dieses EU-Kommissars jedenfalls bewirkt.
Die Wut der Italiener auf die EU und die fremde Einflussnahme wird neue Höchststände erklimmen und dies wird sich im Wahlergebnis auch spiegeln.
Die EU-Übergangsmarionetten in Rom werden sich nicht lange halten !

Die EU hat sich als undemokratisches, zentralistisches Monster präsentiert und alle Zweifler, nicht nur in Italien, vollumfänglich bestätigt !

Der schwatzhafte Oettinger hat den etablierten Parteien vor den Europawahlen einen Bärendienst erwiesen, so viel ist mal sicher...

An welcher Stelle hat

An welcher Stelle hat Oettinger denn NICHT die Wahrheit gesagt?! Hier brauch sich doch wohl niemand auf den Schlips getreten fühlen. Neuerdings hört man aus Italien Stimmen wie: "Wir wollen keine Kolonie von Deutschland und Frankreich sein, etc.?" Nur weil Deutschland von Italien will, was Deutschland bereits vor über 15 Jahren umgesetzt hat - Reformen! Alle Länder, welche Reformen umsetzen entwickeln sich nach einer Zeit des Gürtels enger schnallens wieder positiv. Ob Irland, Spanien, Portugal mit der Finanzkrise. Griechenland und selbst Frankreich. Der Erfolg gibt uns recht, oder? Italien kann ja die Regierung wählen, die es will. Es darf aber nicht denken, dass sie keine Reformen umsetzen müssen, weil andere dafür schon gerade stehen werden...

den Oettinger kann ich nicht ausstehen

aber warum soll der sich entschuldigen ?
Weil dieser Bernd Riegert, ein Korrespondent der Deutschen Welle
ein Interview sinnentstellt veröffentlichte ?

Angst vor der Demokratie?

Angst vor der Demokratie?

Der blühende Nationalismus

Wir müssen realisieren , dass Europa für alle diejenigen eine Gefahr ist, die ihr Selbstverständnis und Selbstbewusstsein aus ihrer Zugehörigkeit zu einer wie auch immer abgegrenzten regionalen Gruppe - das wird wohl mit „Nation“ gleichgesetzt - ziehen.

Ich frage mich nur, warum diese Gruppe nicht Europa einer solchen Enge vorziehen will. Warum empfinden diese Leute ihr Denken nicht als Beengung. Ich konnte das als Kind schon nicht verstehen - mein Vater definierte sich auch zuerst und fast ausschließlich als „Deutscher“.
Und für mich begann sich die Welt zu öffnen, als ich über diese Grenze hinaus gedacht habe. Konkret: Als ich die ersten „Ausländer“ in unserer Straße erleben durfte.
Und jetzt gehen wir sehenden Auges zurück zu Mussolinis Zeiten? Ich kann und will und werde das nicht glauben.

es ist immer irgendwie "gleich"

die Italiener wollen nicht von Deutschland bevormundet werden und wählen,wie hinlänglich bekannt, hauptsächlich Jene, die sich dieser "Bevormundung" entgegenstellen. Linke und Rechte ! Rein patriotisch eint sie der Wiederstand gegen diese als beleidigend empfundene Form der Einmischung. Aber rein Ideologisch sind halt dann die Einigkeiten schnell aufgebraucht. Und nun ? Verhältnisse wie bei uns noch vor kurzem. Warum um alles in der Welt aber müßen nun unsere alles immer besser wissenden Polit-Oligarchen wieder ihrer Polit-Senf absondernden Neigung nachgehen ???

21:16 von friedrich peter...

Mir ist es lieber, dass Hr. Oettinger offen kritisiert. Wenn diese beiden italienischen Parteien ihre Wirtschaftspolitik wahr machen, sind wir es, die, ob der dadurch verursachten Euro Kriese, in ein paar Jahren die Italiener, von morgens bis abends kritisieren werden. Die Empörung der italienischen Parteien kann ich zwar verstehen, aber sie werden ihrem Volk schaden und ich glaube genau das Gegenteil sollte deren Ziel sein. Ich will nicht für die irrsinnige Politik anderer Länder zahlen müssen! Griechenland hat gereicht. 0 Zins Politik war die Folge und schadet jeden, der spart!

Warum Wirbel ? Der Mann hat

Warum Wirbel ? Der Mann hat völlig recht. Italien braucht dringend Strukturreformen um Wettbewerbsfähig zu werden.

Sommerfrische

Wer ist hier nicht
"so ganz frisch"?

Oettinger oder Italien?
Das ist hier die Frage!

Oettinger

hat gezeigt, was er über die Wähler denkt und steht damit sicher nicht allein in Brüssel. Bütikofer denkt wie er, Juncker sowieso. Denen passt nur nicht, dass Oettinger ausgesprochen hat, wie sie denken. Wie sagte Juncker mal " wir leugnen Alles ab, so lange, bis nichts mehr verändert werden kann". Oettinger hat höchstens die Strategie nicht beachtet. EU und demokratische Wahlen- das sind zwei nicht kompatible Welten

@DieandereMeinung

"Kann mir mal jemand objektiv erklären was an dem Kommentar so schlimm ist?"

Ja gern: Denken Sie die Aussage doch mal zuende! Wenn das wirklich stimmt, was er sagt, wenn also übernationale Finanzmärkte wirklich darüber bestimmten, was auf nationaler Ebene (oder meinetwegen auch auf der Ebene der EU) passiert, wozu spielen wir dann noch das ganze Kasperletheater? Dann könnten wir doch den Politikladen zumachen und die ganzen Leute nach Hause schicken?

Ja, ist denn der Kerl verrückt geworden? An seiner eigenen Existenzberechtigung zu sägen, nein sowas!

ich drück den Italiener die Daumen

Die knacken die EU. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Spielt keine Rolle mehr

was da in Italien gewählt wird.
Öttingers hat die Katze aus dem Sack gelassen. Nähmlich das Italien Pleite ist, richtig Pleite und es nur noch eine Frage der Zeit ist bis die Bombe hocht geht. Das hat er damit bestätigt und das ist es was ja viele nicht hören wollen. Italien ist nicht Griechenland. Das packt micht mal der deutsche Sparer alias Michel. Was unsere Herrn Politiker und die EZB ist Konkursverschleppung und das wird nur noch immer teurer. Also besser früher als später, den die Target2 Salden sehen wir eh nicht wieder und sind eh schon abgeschieben. Wir sind ja genau genommen auch schon Pleite, es sagt uns nur niemand!

21:29 von teachers voice

Als ich die ersten „Ausländer“ in unserer Straße erleben durfte
.
wenn sie das so empfinden, müssen das andere auch ?
ist das für jeden eine Bereicherung ?

wo sie Straße schreiben ....
wenn ich Norwegen so betrachte, halten Autofahrer vor dem Zebrastreifen
wenn Fußgänger 10 m entfernt kommen
hierzulande wenn die am Streifen stehen
in Spanien hält kein Autofahrer .....
so ist das eben
man weiß das richtet sich danach, aber leben wollte ich da nicht
so wenig wie ein Spanier sich unserem Ordnungssinn unterwerfen will ....
komme ich mit deren lockeren Einstellung
"komme ich heute nicht dann eben morgen" zurecht
ist doch schön wenn man mehr Individualität hat und Auswahlmöglichkeiten

re AfroDieter

Nein, wenn die Wähler ermahnt werden, doch gefälligst "die Märkte" zu berücksichtigen, ist das selbstverständlich keinerlei Einmischung. Das wäre es nur, wenn Putin das gesagt hätte.

Bei der Gelegenheit: Es werden immer "die Märkte" genannt. Dabei sitzt nie irgendwo ein "Markt" am Tisch und isst. Es sind PERSONEN, die da handeln, in Banken und Industrie; DIE werden nie genannt. Warum denn nicht?

nunja

italien machen lassen,damit die eu wieder ein stück dem abgrund näher rückt und verschwindet.

Finanzmärkte?,

Da wird ja schon wieder ein neues Feindbild geboren und bereitwillig gepflegt. DIE Finanzmärkte als Gegner der Demokratie. Jetzt fehlt nur noch „Soros“, um die Entrüstung komplett zunmachen.

Um was aber geht es? Jeder kann alle Schulden machen, wenn er Geldgeber findet. Diese Geldgeber sind die „Finanzmärkte“. Ersatzweise die EU, dass heisst andere Länder, bei denen man aber keinen Kreditantrag gestellt hat.

Interessant ist, wie hier diesen Hasardeuren exakt die gleichen Leute beispringen, die bei sich selber exakt diese Kreditvergabe (Kredit = Vertrauen) verweigern. Aber Populisten - ich bevorzuge Nationalisten- helfen sich doch. Zumindest solange man den gleichen Gegner hat - aber was dann?

Kay 523

Lieber Kay, an Dich eine Frage: Was passiert wohl, wenn Irland,Spanien, Portugal usw. ähnlich wirtschaftlich erfolgreich wie D werden sollten? An WEN sollen wir dann unsere Waren verkaufen und an WEN sollen diese Länder die ihrigen exportieren? Schon mal darüber nachgedacht?Meinst Du, es kann klappen, wenn alle oder viele ähnlich viel wie D exportieren?

Volkeswillen

soll geschehen, das ist Demokratie, siehe auch Brexit. Doch dieser Volkeswillen muss auch finanziell von diesem Volk getragen werden. Ich kann nicht in Italien wählen, habe also keine Verantwortung und keine finanzielle Verpflichtung für Italien. Bleibt allesamt cool, die Welt wird nicht zusammenbrechen, das zeigt die Geschichte. Reiche Italiener zahlen kaum Steuern, bringen ihr Geld ins Ausland und treten als Heilsbringer auf. Was für ein Theater.

Europa schafft sich selbst

Europa schafft sich selbst ab. Die selbsterklärend Regel werden gebrochen, alle sind gut beim Hand auf halten eben Egoisten und Nationalisten und damit meine ich die Politiker die Länder wie Griechland oder Italien in den Abgrund gefahren haben. So viele Reformen gibt es gar nicht um da was zu retten
Oetinger ist obwohl Top Politiker in Brüssel aber eben auch nur aus der 2.-3. Reihe. Als man ihn nicht mehr brauchte er aber noch zu jung für den Ruhestand und man im den verdienten Mitarbeiter noch was gönnen wollt nach Brüssel versetzt. Auch daran krankt der Kollos. Klar aber undiplomatisch ist er hier mit Italien ist pleite. Wir sehen den Abgesang, aussitzen, ignorieren wird am Ende teuer. Lieber träumt man vom großen und Ganzen ein Wolkenkukuksheim ohne Fundament.
Für die Geschichtsbücher: nicht Kohl hat die Grenze geöffnet und nicht die Popolisten Europa zerstört.

Heuchelei

was er aussprach, ist, was die ganze Zeit ist: man droht den Bürgern mit total wirtschaftlichem Zusammenbruch, wenn sie etwas wollen, was die Konzerne und ihre Vertreter (Politiker) nicht wollen.

Man will sie mittels Angst (Existenzangst) auf Kurs halten.

Das war bei Griechenland damals so.
Das war beim Brexit so.

Das Böse an der Aussage Öttingers: er hat es ganz klar ausgesprochen. Sonst verpackt man das in "Expertisen" oder "Gutachten" oder auch "Prognosen".

Und das ist Heuchelei!

Erwartbar

Herr Oettinger ist einer der unfähigsten Politiker des Europaparlaments.

Ich finde es peinlich und schäme mich für diese Arroganz, vollkommen verfehlte 'Diplomatie' und die Feinfühligkeit eines Steins, die er vermittelt.

Erst beleidigt er 'die Chinesen' als "Schlitzaugen" und jetzt das. Ich frage mich immer wieder, wie er es in ein so wichtiges europäisches Amt geschafft hat und mit seinem gebrochenen Englisch zunächst Kommissar für Digitales etc. geworden ist. Von wirklicher Digitalisierung hat er allerdings noch weniger Ahnung als Christian Lindner, was in Anbetracht der Tatsache, dass Herr Lindner auch in diesem Thema nur Populismus produziert, eine echte Herausforderung ist.
Und von Diplomatie hat er erst recht keine Ahnung.

Ich vermute, er hat gute Kontakte...

Wie kann man das denn anders verstehen?

Was soll denn der Unterschied sein zwischen dem, was Öttinger gesagt hat:

"Meine Sorge und meine Erwartung ist, dass die nächsten Wochen zeigen, dass die Märkte, dass die Staatsanleihen, dass die wirtschaftliche Entwicklung Italiens so einschneidend sein könnten, dass dies für die Wähler doch ein mögliches Signal ist, nicht Populisten von links und rechts zu wählen."

... und dem was Bernd Riegert so zusammengefasst hat:

"Die Märkte werden die Italiener lehren, das Richtige zu wählen."

Riegert hat damit den Sinn perfekt getroffen!

Italien hat falsch gewählt

Wir erleben doch genau das was bei der Griechenlandkrise passierte.

Ich möchte mal gerne wissen was eigentlich passiert, wenn Italien auf Schuldenschnitt besteht. Eine andere Wahl haben sie auch nicht.
Mit welchen Hilfsgeldern möchte man denn Italien retten?
Italien wird eine Parallelwährung einführen müssen und dann war es mit der EU Währung.

Dann möchte ich mal gerne wissen, wieviele Banken pleite gehen werden, wenn die Schulden von Italien gestrichen werden.
Übrigens haftet Deutschland mit.

Klar alles Verschwörungstheorien.

Bei Brexit haben die Wähler auch falsch gewählt. Die hatten alle Null Ahnung und Großbritanien ist jetzt sicherlich in Rezension. Wenn noch nicht dann kommts noch.

Wären sie doch geblieben. Schade.
Außerdem fehlen uns ja noch Albanien, Mazedonien, Ukraine und die Türkei. Die sollten wir unbedingt mit reinholen. Man möchte ja schließlich den Welthandel kontrollieren.

@ Sisyphos3

Zitat um 21:29 Uhr:
"... Weil dieser Bernd Riegert, ein Korrespondent der Deutschen Welle
ein Interview sinnentstellt veröffentlichte ?"
______________

Könnten Sie erläutern an welcher Stelle Riegert den Sinn der Öttinger'schen Äußerung entstellt hat?

Für mich hat er ihn perfekt zusammengefaßt.

@teachers voice (21:29)

Wir müssen realisieren , dass Europa für alle diejenigen eine Gefahr ist, die ihr Selbstverständnis und Selbstbewusstsein aus ihrer Zugehörigkeit zu einer wie auch immer abgegrenzten regionalen Gruppe - das wird wohl mit „Nation“ gleichgesetzt - ziehen.
[...]
Und jetzt gehen wir sehenden Auges zurück zu Mussolinis Zeiten? Ich kann und will und werde das nicht glauben.

____

Das Problem ist, dass der Krieg über 70 Jahre her ist und die Zeitzeugen so langsam aussterben. Dadurch ist es möglich, dass Nationalchauvinismus wieder für eine gute Idee gehalten werden. Noch schwafelt man rechtsaußen von einem "Europa der Vaterländer", von guter Nachbarschaft. Aber jeder weiß, wieviele Nachbarn nicht miteinander klar kommen und vor Gericht landen. Wenn die EU zerbrechen sollte, dürfte es keine 20 Jahre dauern, bis das Prinzip "jedem das Seine" wieder zu einem Krieg führt - schließluch kann es nicht angehen, dass der Nachbar auf Ressourcen hockt, die man selbst benötigt.

@23:31 von crastro

"usw. ähnlich wirtschaftlich erfolgreich wie D werden sollten?"... Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?" Seit wann definiert sich der wirtschaftl. Erfolg am Export von Waren? Das ist das deutsche Wirtschaftsmodell. Auch andere erfolgreiche Länder importieren deutsche Waren. Im Gegenzug exportieren diese Dienstleistungen nach DE. Ergo: Handelsbilanz nicht gleich Leistungsbilanz. Warum kaufen bsp. wir in DE italienische Mode, Lebensmittel oder Sportwagen? Weil es Italien so schlecht geht?! Also bitte nicht alles vermischen...

Der Punkt ist doch...

das Öttingers Aussage leider die Realität beschreibt. Märkte sind defakto verunsicherter bei nicht konservativen Parteien.
Das Problem ist, dass er diesen Zusammenhang auch als seine "Erwartung" formuliert. (was ich mit Hoffnung gleichsetze)
Genau das ist eine undemokratische Haltung.
Die Realität ist nämlich undemokratisch, da wir längst in einer "marktkonformen Demokratie" gelandet sind.

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