Ihre Meinung zu: Gegen Wassermangel: Das Eisberg-Projekt von Kapstadt

29. Mai 2018 - 9:57 Uhr

Eisberge aus der Antarktis nach Kapstadt schleppen und vor der Küste schmelzen - im Kampf gegen den Wassermangel. Diese Idee wurde erst belächelt. Jetzt wurde ein Investor gefunden. Von Andreas Herrler.

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Kommentare

Diese Idee wurde erst belächelt

.. von so einer Idee wurde schon in meiner Jugend gesprochen - vor 50 Jahren
zugegeben da ging es nicht um Kapstadt sondern Arabien

Wassermangel

Ich bin ja kein Spezialist für Trinkwasserbeschaffung. Ich frage mich nur, warum man in Kapstadt keine Meerwasseraufbereitungsanlage baut. Die Energie dazu könnte man kostengünstig mit einem Solarfeld erzeugen. Ist das keine Alternative?

Irre, keiner weiß, welche Folgen das Umsetzen....

...eines Eisbergs hat, da wird aus der scheinbar im Überfluss vorhandenen Resource eine "Lösung" gezaubert, jetzt können wir warten, bis die ersten Bergbauunternehmen in Arktis und Antarktis Eis "abbauen", um von Menschen gemachte irrwitzige Megastädte zu retten?

Eisberg-Projekt

Wenn einer Millionenmetropole das Wasser ausgeht, darf nichts unversucht bleiben, dem entgegenzuwirken.

Wenn in Südafrika 20 bis 25 Prozent des Frischwasserbedarfes durch Eisberge gedeckt werden können, sollte das Projekt gestartet werden. Nach Erstinvestitionen, Abschleppvorrichtung, Mini-U-Boote, Wasserpipeline, Pumpen etc. könnte der Eisbergtransport zu einer Dauereinrichtung werden, zumal der Benguelastrom den Hauptteil des Transportauftrages unentgeltlich übernehmen wird.

Ich wünsche den mutigen Investoren bei dem kühnen Vorhaben viel Erfolg. Menschen, Fauna und Flora warten auf dieses Projekt. Packt es an und verwirklicht es!

Jetzt wird das Schelfeis der Antarktis auch noch nach Afrika

befördert. Dann kann die Meeresforschung den Countdown für den Untergang der maledivischen Atolle schon mal neu berechnen...

11:18 von Schneewolf

Folgen ....
wenn man sich vergegenwärtigt dass Eisberge teilweise recht groß sein können
in Ausnahmen sogar 4 mal die Größe des Saarlandes

Am 29. Mai 2018 um 11:16 von Dietmar Graf

"Ich bin ja kein Spezialist für Trinkwasserbeschaffung. Ich frage mich nur, warum man in Kapstadt keine Meerwasseraufbereitungsanlage baut. "
#

Die Frage ist nicht, was man kann, sondern wer kann das bezahlen?

Glaubt den wirklich nur einer, das ein Investor 130 Mio. vorlegt, ohne das eine gute Redite erzielt wird?
Schon jetzt gibt es Konflikte in Afrika wegen Trinkwasser. Wie lange braucht der schwarze Kontinent um zu erkennen, das ein jährlicher Bevölkerungswachstum von 2,6% für viele Menschen verheerende folgen hat.

11:23, Norman Braastad: Vielleicht eher die Schaben ?

Vielleicht habe ich Ihre Ironie nicht erkannt,
"Menschen, Fauna und Flora warten auf dieses Projekt" ? Tatsächlich? Oder kommen die Schaben so eher zu ihrem großen Auftritt?

Als Notlösung ist es

Als Notlösung ist es interessant, aber wo bleiben langfristige Strategien?

Man könnte versuchen die Megastädte zu verkleinern und neue Städte in günstigen Regionen planen.

@Schneewolf - Nein, wieso? Die Eisberge

gibt es sowieso durch kalbende Gletscher. Sie treiben im Meer und schmilzen langsam. Dann kann man sie in so einer Notsituation auch nutzen.

Wie die Antarktis selbst genutzt werden darf, ist international festgelegt - dass diese Abkommen eingehalten werden, darauf muss man aufpassen. Die Eisberge sind ja nicht mehr Teil der Antarktis, wenn sie erst auf offener See schwimmen.
Die Vorstellung, mit diesen gefrorenen Wassermassen etwas Sinnvolles anzustellen, hat es auch schon für die Eisberge der Arktis gegeben. Sie schippern an der nordamerikanischen Ostküste vorbei - und ich glaube, es war ein niederländisches Unternehmen, das mit die Idee hatte, solche Riesen einzufangen und an die Sahara-Westküste zu schleppen. In den Emiraten denkt man auch über so etwas nach.
Bei den arktischen Eisbergen würde so etwas vielleicht sogar helfen, die Mengen Süßwasser zu reduzieren, die durch die Massenschmelze der Arktis ins Nordmeer gelangen und Teil der Bedrohung des Golfstroms sind.

Wenn Einige hier "wissen", es spiele keine Rolle, "wo"....

die Eisberge schmelzen, bleibt mir nur übrig, mich vor deren thermophysikalischen Erkenntnissen zu verneigen. Ich ging davon aus, nicht zu wissen, wie sich eine solche thermische Verschiebung (im wahrsten Sinn des Wortes) auswirkt......

Eisberg-Projekt

Lieber Schneewolf.
Ich wollte mit meinem Beitrag nicht ironisch klingen. Die Schaben sollen sich erst am Schluss über das hermachen, was von der Menschheit übrig gelassen wurde. Die Natur kommt ohne Mensch zurecht. Aber wenn der Mensch noch da ist und wo er anderen helfen kann, soll er dies auch tun. Auch wenn die Schaben dann noch warten müssen.

Ich bin jedenfalls für Wasser für Kapstadt, auch wenn dafür Eisberge abgeschleppt werden müssen.

12:12, Kokolores2017: Wer die Eisberge "wegschleppt",

sorgt für Erwärmung der nun eher eisbergfreien Gebiete. Ich kann nur wiederholen, daß ich nicht wie scheinbar viele andere hier über die Risiken gut informiert bin. Der Investor weiß mindestens, wie er mittelfristig Geld verdienen kann, sicher :)

Wenn es schon wirklich zur

Wenn es schon wirklich zur Umsetzung und Geld für solche Ideen kommt,

nur mal so,

warum stellt man dann nicht entsprechend zahlreiche Windkraftanlagen in der üblichen Windrichtung im Meer auf, produziert Strom und den Strom dem man nicht braucht oder sonst nicht verwerten kann verwendet man dazu um Meerwasser im auflandigen Wind zu vernebeln, ist vielleicht keine kurzfristige Lösung sorgt aber, denke ich, mittelfristig für ein ausgewogenere, abgemilderte Temperatur- und Feuchtigkeits-Bilanz der Luft und vielleicht macht sich dies ja auch dann bei Pflanzen, Grundwasser und Stromverbrauch, da weniger Klimaanlagen laufen, positiv bemerkbar.

Setzt natürlich eine mittel- bis langfristig Erwartungshorizont voraus, entgegen der normalen mal „schnell Gewin-machen“-Denke und ist auch nicht so medienwirksam.

Und vielleicht kann man solche System zum Abmildern von immer wiederkehrenden Waldbränden in Regionen wie Kalifornien und Portugal, Spanien etablieren

@11:59 von tagesschlau2012

Man hatte viele Jahre Zeit, um eine Meerwasserentsalzungsanlage zu planen, zu finanzieren und zu bauen, denn der Wassermangel war lange abzusehen. Quasi kostenlose Energie gibt es in Kapstadt in Form von Sonne und Wind genügend. Meerwasser auch. Kapstadt hat's verpennt.

Als Kapstädter hätte ich mir sowas längst aus einem Windrad und einem solarbetriebenen Meerwasserverdunster mit etwas Plastikfolie und schwarzer Farbe gebastelt. Das, was da bei einer kleinen gebastelten Anlage rauskommt, ist vermutlich nicht übermäßig viel, dafür aber allerbeste Trinkwasserqualität, wenn man es wiederum mit etwas Meerwasser vermischt (sonst ist es zu mineralienarm). Und zum Toilettenspülen könnte man auch direkt Meerwasser benutzen.

Eisberg voraus?

Na nicht dass mir der arme Eisberg dann von einem Schiff gerammt wird und untergeht...

@die_reine_Wahrheit

Die Idee klingt eigentlich ja gar nicht schlecht - sie sollten sich aber, in ihrer Argumentationslinie über den geringen Eingriff in die natürlichen Kreisläufe, die Frage stellen, ob sie den üblichen menschlichen Faktor einbezogen haben.
Keiner der Akteure macht das aus reiner Nächstenliebe - was wird das Wasser den Nutzer also kosten und wer kann sich die Versorgung dann leisten - solche Kapstäder, die den Park ihrer Villa bewässern und ihren Swimming-Pool füllen wollen - oder die, die es am nötigsten brauchen würden, um Zugang zu sauberem Wasser zu bekommen.
Zudem stellt sich eine andere Frage - was passiert wenn das nicht eine Stadt (es geht um 20-25 % des Trinkwasserbedarfs von Kapstadt, nicht Südafrika) sondern ein ganzes Land diese Methode nutzen will, oder zehn Länder, oder 20 - trockene Länder gibt es ja genug! Ist der Eingriff dann immer noch so gering..?

Zu machen wird das schon sein ...

Interessant wäre zu wissen wie das praktisch vor sich geht, wie man die Schepptaue befestigt und mit welcher Geschwindigkeit solch ein Eisberg gezogen werden kann.
Und hinterher auch wieder zum Stoppen gebracht werden kann.

So unmöglich ist das Vorhaben gar nicht. In Australien gehen solche Überlegungen öfter mal durch die Presse.

Antarktis Eisberge treiben auch ziemlich weit nordwärts, in natürlichen Strömungen. Ich habe selber schon Eisberge bei etwa 48 Grad Süd gesehen (und habe Bilder davon); einer war mehrere Kilometer lang.

Es ist alles nur eine Kostenfrage, allein schon der Treibstoff für die Schlepper ...

Korrektur

13:12, von Young Mans ...

Das hätte 'Schlepptaue' heißen sollen.
Also die Seile oder was man auch immer dazu benutzt.

was schlagen sie dann vor?

Das größte Problem ist Missmanagement vom Wasser: diese sollte man auch ansprechen müssen. Es gibt halt in bestimmte Städte/ Weltteile weniger Wasser als hier in Deutschland. Wenn dann ohne große Probleme Eis für Trinkwasser angeschleppt werden könnte, ist dass doch gut.. 90% des Süßwassers ist in Eis Form gelagert: da haben wir Menschen nicht so viel an.
Ein Entsalzungsanlage wäre auch möglich, so machen die es in Israel auch.. Da werden Knowhow und Kosten eine Rolle spielen.
In der Zukunft wird Wasser uns viele Problemen geben: entweder es gibt nicht ausreichend, oder es fallt so heftig runter, dass ganze Stadtteilen, oder mehr, weggespült werden (hier dann auch vor allem, weil den Boden nicht festgehallten wird durch bäume mit tiefe Wurzeln und ganz einfach weggespült wird, wie ein Schloss die man früher ins Meer gemacht hat) ...)
An statt zu weinen, sollten hier einige Leute eine Chance sehen hier Arbeit zu kreieren und den Wassersnot zu unterbrechen

Es scheitert immer an der Rendite...

Sonst hätte man längst eine Meerwasseraufbereitungsanlage gebaut.

was für eine Verschwendung von Resourcen ..

..., was für eine Umweltverschmutzung und Energieverschwendung. Und das alles nur um in die Abhängigkeit von einem Investor zu kommen der damit ja nur Profit machen möchte.
Weitsichtiger und langfristig günstiger, vor allem aber nachhaltig, wäre eine Meerwasserentsalzung betrieben mit Solarenergie. Meerwasser und Sonne gibt es in Kapstadt en masse und gratis dazu. Aber mit Sachen die gratis sind läßt sich ja leider nichts verdienen

@ AnnoSechziger

Meerwasserentsalzung ist extrem aufwendig und energieintensiv. In großem Maßstab sind das praktisch ausschließlich Verdampfungsanlagen, die mit Öl und Gas befeuert werden und von daher fast ausschließlich in sehr ölreichen und wasserarmen Ländern üblich. Umkehrosmoseanlagen dagegen brauchen extrem viel Strom und sind aufgrund der benötigten Chemikalien im großen Maßstab alles andere als umweltfreundlich.

Und klar, man braucht Geld, um teure Sachen zu stemmen, das muss irgendwo herkommen und das gibt einem jemand nur dann, wenn er irgendwann wieder etwas daran verdient. Geben Sie anderen Leuten einfach so ihr Geld, ohne davon etwas zu haben?

Wer kann denn heute voraus sagen, wo das...

...nun abgebaute Eis in Zukunft fehlen wird?
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Normalerweise schmelzen die Eisberge im Meer
und werden in den Kreislauf Meerwasser integriert.
Durch diese Nutzung fehlen Mill. Liter Wasser täglich in diesen Prozess.

Wie gut, daß ich keine Kinder habe.
Wer weiß schon wie sich solche "irren" Vorschläge auf das weltweite Ökosystem auswirken wird.

Bestimmt werden bald auch Eisberge in Regionen verfrachtet wie die Sahara.
Dort leben auch Menschen u. Tiere die Wasser dringend benötigen.

Südafrika = selten dämlich

Wenn das Beispiel überall, wo Wasserknappheit herrscht, Schule macht, dann ist unser Planet in weniger als 50 Jahren komplett eisfrei... die Malediven verschwunden, halb Bangladesh unter Wasser u.v.m. Wie dumm sind eigentlich die Menschen? Meerwasserentsalzungsanlagen wären die mit Abstand bessere Alternative und könnten schon längst überall auf der Welt in Küstennähe eingesetzt werden. Die Technik gibt es schon seit mindestens 60 Jahren und für den Hausgebrauch schon seit vielen hundert Jahren. Kann man sogar selber basteln, wenn man im Physik- und Chemieunterricht wenigstens ein bisschen aufgepasst hat.

Aber warum nachhaltige Lösungen, wenn es den Menschen nur und alleine um den kurzfristigen Effekt geht. Was daraus entsteht? Wen interessiert's? Nach mir die Sintflut!

Dumm, dümmer, Südafrika.

da der Klimawandel die Eismassen

an den Polen ja eh zum Schmelzen bringen wird, kann man das Eis doch auch für die Wasserversorgung nutzen?

11:18 von Schneewolf

Irre, keiner weiß, welche Folgen das Umsetzen....

...eines Eisbergs hat, da wird aus der scheinbar im Überfluss vorhandenen Resource eine "Lösung" gezaubert, jetzt können wir warten, bis die ersten Bergbauunternehmen in Arktis und Antarktis Eis "abbauen", um von Menschen gemachte irrwitzige Megastädte zu retten?
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Der jetzt menschhengemachte Eisabbau ist sicher nicht mit dem steuerproduzierenden Rückgang duch Klima zu vergleichen.
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Aber eveentuell kann ja das verschwundene Ozonloch damit ausgeglichen werden.
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Denn die ursprüngliche Ökosteuerbegründung muss ja noch ersetzt werden, sonst diktiert uns Trump Deutschland noch Steuersenkungen.

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