Ihre Meinung zu: Vor Gipfel: Funktionär aus Nordkorea reist in die USA

29. Mai 2018 - 8:34 Uhr

Offenbar gehen die Vorbereitungen für den Nordkorea-USA-Gipfel trotz Absage weiter. Medien berichten, dass der Ex-Geheimdienstchef des kommunistischen Landes sich auf dem Weg nach Washington befindet.

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Kommentare

Passagierliste

"Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, sie habe den Namen von Kim Yong Chol auf einer Passagierliste für einen Flug von Peking nach Washington gesehen." - Was ist das denn? Eine Nachrichtenagentur hat Einblick in Passagierlisten?

@Gehlen 2 danke, das fiel mir

@Gehlen 2

danke, das fiel mir auch gerade auf. kann ja wohl nicht sein...

@Gehlen 2

Wenn ein Informant die Passagierliste an die Zeitung weiterleitet, ist das nicht verwunderlich. Die Zeitung wird sicherlich keinen dauerhaften Einblick in Passagierlisten haben.

@ birdycatdog

Ist sehr richtig, was Sie sagen. Bloß die Ergänzung, dass die südkoreanische Nachrichtenagentur nur deswegen von der Reise des nordkoreanischen Funktionärs erfahren und berichten dürfte, weil dies im Treffen zwischen Kim und Moon so verabredet wurde. Anderenfalls hätte der Informant Einblick in die Passagierliste der chinesischen Fluggesellschaft und dies ist denkbar ausgeschlossen.
...
In der Sache: Trump wird auch in der causa Nordkorea keinen Erfolg haben. Denn die Zugeständnisse, die er an Nordkorea machen kann, hängen auch entscheidend von der Frage ab, ob Nordkorea „nur“ seine Atomwaffen aufgibt und/oder ob es sich mit Südkorea wiedervereinigen wird können, wollen oder sollen.

Berechnung

So wirr wie Trump kann doch keiner sein. Ich glaube inzwischen, dass sein hin und her eine glasklare Methode hat. Demnach würde mich zB die Aktienaktivität von Trump und seinem Umfeld interessieren. Mittlerweile bekommt man fast das Gefühl, dass er mit Absicht den Markt mit seinen martialischen Aussagen in den Keller schickt, um ihn dann 3 Wochen später mit Schmusekurs wiederzubeleben. Und zwischendrin wird schön Geld verdient....

Es ist noch etwas komplizierter:

Kim Jong Un will die Atombombe, um sich in fatalistischer Mission gegen Angriffe auf sein Land wehren zu können.
China will nicht, dass er sie hat, weil sie fürchten die Amerikaner könnten das als Argument nutzen, um Südkorea wieder nuklear aufzurüsten (und ggf. damit auch Peking angreifen). Vielmehr wollen sie die Wiedervereinigung (und "Neutralisierung") des Landes, um den Amerikanern den Grund für die Stationierung ihrer Truppen in Südkorea zu nehmen und sie zum Abziehen zu bewegen.
Das wiederum will Amerika nur um den Preis, dass ihre Truppen in Südkorea (oder in ganz Korea) bleiben können. Aber in der Hauptsache geht es ihnen darum, dass KJU seine Atombomben verschrottet, ansonsten darf es gerne bleiben wie es ist.
Ich tippe mal auf diesen Ausgang der Verhandlungen: KJU verschrottet, dafür werden die Wirtschaftssanktionen gegen sein Land gelockert oder verschwinden ganz. Und er kann eine ökonomische "Chinaisierung" seines Landes durchziehen und es so weiterentwickeln.

Das "kommunistische Land"

Ich vermisse immer den Zusatz "das kapitalistische Land" wenn vom Krisengeschüttelten Regionen wie Syrien, der Ukraine oder dem Kongo die Rede ist.
Und was ist mit "den kommunistischen Konzern" oder "kommunistischen Produkten" deren Produktion in der VR China ausgelagert ist?

14:00 von a gutt Mensch

"Ich vermisse immer den Zusatz "das kapitalistische Land" wenn vom Krisengeschüttelten Regionen wie Syrien, der Ukraine oder dem Kongo die Rede ist."

Der ist gut. Genau diese Länder sind eben keine demokratischen Länder. Gerade die "Demokratische Republik Kongo*" ist das beste Beispiel, ja fast schon der Prototyp eines korrupten, und alles andere als demokratischen Staates.

Übrigens die Deutsche Demokratische Republik, kurz DDR wie sie salopp bei uns im Westen genannt wurde, trug stolz die Bezeichnung Demokratie ohne dass sie jemals nur den Funken einer solchen inne hatte.

*Zitat Wikipedia: In der Praxis erfüllt der Staat, abgesehen von der erfolgreichen Wahl 2006, in keiner Weise die Merkmale einer Demokratie und eines Rechtsstaates. Eine Gewaltenteilung existiert nur in der Theorie, es gibt praktisch keine unabhängige Justiz, und Gesetze werden nicht durchgesetzt. Alle staatlichen Institutionen sind hochgradig korrupt und unzuverlässig und es ist seit Jahrzehnten allgemein üblich,

Kim darf sein Abschreckungspotential nicht aufgeben

Vor dem Schicksal des Irak, oder Libyens schützt Nordkorea nur eine Bisaufdiezähnebewaffnung. Die Glaubwürdigkeit der USA ist diesbezüglich nahe Null. Insofern würde ich an Kims Stelle Zeit schinden, um ggf. das Festland der Staaten angreifen zu können, die Nordkorea immer wieder bedrohen.
Die USA gehts nichts mehr an. Südkoreakann sich schützen. Die haben starkes Militär. Zwischen den beiden Koreas muss das ausgehandelt werden. Die Amis müssen weg da.

Kommunistisches Nordkorea?

Korea ist kein kommunistisches Land und definiert sich auch nicht als solches.

"Nordkorea ist laut Verfassung ein sozialistischer Staat. Der Marxismus-Leninismus wurde 1977 offiziell durch die von Staatsgründer Kim Il-sung entwickelte Chuch’e-Ideologie ersetzt. Im Jahr 2009 wurden alle Kommunismus-Bezüge aus der Verfassung gestrichen und ein militaristischer Staat kodifiziert." (wikipedia)

Es ist nicht zwingend die Staatsform bei einigen ausgewählten Ländern anzugeben.

Funktionär aus Nordkorea reist in die USA

Nach China reisen würde auch nicht viel Sinn machen. Die Chinesen haben jahrzehntelang "geholfen". Das Resultat dieser Hilfe ist, dass die nordkoreanische Landbevölkerung bitterarm ist. Der Trump hat sich als Polit-Amateur in eine seltsame Position gebracht. Er kann schlecht die Menschen im Iran zum Regimewechsel aufrufen, und dann den Kim Jong-un über den grünen Klee loben.

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