Ihre Meinung zu: USA rüsten sich für Handelskonflikt mit Europa

28. Mai 2018 - 11:39 Uhr

Am Freitag soll Trumps Handelskonflikt gegen Europa beginnen. Dann will der US-Präsident Strafzölle auf Stahl und Aluminium verhängen. Bundeswirtschaftsminister Altmaier will das verhindern. Von Timo Fuchs.

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Kommentare

Krieg.. Geschütze.. Muss die Tagesschau so formulieren ?

Öffentlich- rechtliche Medien könnten sich um Sachlichkeit bemühen, Meldungen, Kommentare und Meinungen streng trennen.
Könnten, sollten.
Müssten?

USA rüsten sich für (Handels)krieg mit Europa

Na, endlich wieder ein Krieg durch die Amis - unsere transatlantischen Freunde!

mal überlegen

Vor einigen Jahren steigen die Rohstoffpreise exorbitant. Eine der Folge war, dass sich Stahlprodukte extrem verteuerten. Dann fielen die Rohstoffpreise auf etwa das Niveau vor der Verteuerung, aber die Marktpreise bleiben gleich.

Daraus resultiert die einfache Überlegung, dass seither deutlich mehr Gewinn gemacht wird.

Wenn nun durch Zölle auf Importe in die USA die Kisten dort steigen, bleiben den Herstellern mehrere Möglichkeiten: Endweder Sie verlagern die Produktion dorthin, um die Zölle zu umgehen. Oder Sie legen die Mehrkosten auf den dortigen Markt um, was dieser sicher nicht bezahlen wird. Und das wahrscheinliche Tor 3 in diesem Spiel wird sein, dass die Mehrkosten durch Zölle auf andere Märkte verteilt werden.

Dabei sollte doch genug Gewinn vorhanden sein, wie anfänglich dargelegt.

Alles in allem wird Trump Erfolg haben, denn die Europäer treten nach wie vor einzeln auf. Das nutzt er, wenn auch trampelhaft, aber effektiv.

Jede Investition in die USA seinlassen

Die EU sollte noch viel härter reagieren. Ich verstehe nicht warum Altmaier da andauernd versucht zu reden, dies bewirkt nichts.
Altmaier sollte vor die Kameras gehen und klarmachen, dass sollten die USA ihre Drohungen wahrmachen BMW, VW, Audi und Mercedes alle Werke in den USA schließen und die gesamte Belegschaft dort auf der Straße landet. Eine andere Maßnahme versteht Donald Trump nicht.
Die Amerikaner werden trotzdem weiter BMW, VW, Audi und Mercedes kaufen weil die US Autos und alle anderen Autos qualitativ zu schlecht sind.

Und nun?

Natürlich werden die europäischen Regierungschefs Trump weiter in dunkle Orte kriechen...
Warum?
Ganz klar ihre Sponsoren wittern gewinn Einbrüche.

Konsequent und geschlossen stärke zeigen?
Bloß nicht, am Ende ist das noch ein Schritt in Richtung Einigkeit, das könnte am Ende ja noch darauf hinauslaufen, dass man Steuern zahlen muss weil viele Tricksereien unmöglich werden...

Einigkeit und Zollfreiheit; ja bitte, solang die Kosten dafür von der Allgemeinheit getragen werden.

Soviel zur Meinung der Industrie und somit der der Politik.

Meiner Meinung nach müssen wir endlich die Emanzipation von den USA schaffen, das wird mit Trump nur schlimmer aber nie besser.
Daher besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

USA rüsten sich für Handelskrieg mit Europa

Diesen SAtz in dem Artikel verstehe ich gerade nicht "Findet sich keine Lösung in letzter Minute müssten Europäer für die Einfuhr von Aluminium zehn Prozent zahlen, für Stahl 25" - Ich dachte, die Zölle betreffen den Export nach USA, d.h. die Produkte verteuern sich in den USA und der US Käufer muss die Zölle zahlen, oder heimische Produkte ordern ?

Gruss
Manfred Ram

Ich verstehe das nicht

Eigentlich geht es doch nur um einen Bruchteil des BIP.
Warum ist es so wichtig?
Wenn deutsche Firmen ausschließlich Stahl für die USA in Deutschland produzieren würden, wäre es ja nachvollziehbar, aber es geht ja wohl nur ein kleiner Teil der Produktion in USA, sonst würden sie nicht in Deutschland produzieren.
Also wenn Trump meint das die Firmen seines Landes kein AL und Stahl aus der EU brauchen, sollen sie es lassen oder selbst mit ihrem Präsident reden - für unsere Politiker gibt es bestimmt auch so genug zu tun - zum Beispiel was machen wir mit dem Iran?

Exportsünder Deutschland wird sanktioniert

Deutschland hat über Sozial- und Lohndumping, oder in der Sprache der Lobbyisten, Lohnzurückhaltung, ein exzessiven Handelsüberschuss erzielen können. Dabei verstößt Deutschland gegen das nationale (Stabilitätsgesetz des GG), europäische (EU) und internationale (IWF) Stabilitätsregeln.

Aus nationalem Egoismus nutzt das korrupte Esteblishment in Deutschland die EU und den Euro um Wachstum auf ausländischen Schulden aufzubauen. Zugleich wird die Kaufkraft der eigenen Bevölkerung unterdrückt. Vorteilhaft ist dies für die Superreichen und Unternehmer. Sie können die arbeitende Bevölkerung von ihren Wachstumsgewinnen ausschließen und das Mehr an Wohlstand egoistisch alleine einstreichen.

Der nationale Egotripp der deutschen Unternehmer, Politiker und Medienkonzerne wird nun erstmals wirtschaftlich sanktioniert. Ziel ist es die Weltwirtschaft zu stabilisieren, Verschuldung zu bekämpfen und zu fairen Handel zurückzufinden.

Schon mal aufgefallen?

"...Kierkegard: "Viele werden nicht mehr wettbewerbsfähig sein und aufhören in den USA zu verkaufen."
Genau das wird doch immer als Totschlagargument bei russischem Gas unf Öl gebraht, die (eingebildete) Abhängigkeit. (und das bei einem Marktanteil Russlands von ca 30%)
Hier haben wir doch den Feldversuch, auch OP am offenen Herzen, was Abhängigkeit wirklich bedeutet. Mein Mitleid mit den betroffenen Firmen hält sich deshalb aus zwei Gründen in Grenzen.
Einmal haben sie es nicht verstanden, ihre Beziehungen global zu verifizieren. Und zweites sind sie doch blind einer Politik gefolgt, die die feste transatlantische Verbundenheit auch noch gefordert haben. Dabei Verbundenheit mit Vasallenabhängigkeit verwechselnd.

Handelskrieg mit "best friends"

Man besinne sich doch an das jämmerliche Bild von Kaeser (Siemens-CEO), der wie ein sabbernder Terrier die "neue Freundschaft" von Trump an dessen "Tafel" eingesogen hat und versprach, in den USA zu investieren. Effekt: Er schließt das Turbinenwerk in Görlitz. Welche "Strategie" fahren solche Leute eigentlich? Ich könnte gar keine Geschäfte mit solch unberechenbaren Knalltüten wie Trump machen, heute "best friend" morgen "Krieg" .
Zeit zur Emanzipation.

Lohndumping

Lohndumping Jaja, 6bd die USA sind das arme Hochlohnland , was für ein Schwachsinn.

Handelsüberschuss

Der Handelsüberschuss gegenüber der USA liegt schlicht in der Tatsache bwgeündet, dass den Mist den die USA herstellen keiner haben will. Wozu soll ich Rammsch aus den USA kaufen wenn ich weitaus bessere Qualität im eigenen Land, in Europa herstelle oder aus Asien importiere Amerikanische Produkte taugen nichts.

Von Krieg zu sprechen ist wohl mehr als populistisch

Protektionismus ist so alt, wie der Handel selbst. Europa hat es einst vorgemacht und auch heute noch ist die EU alles andere als ein unschuldiges Lamm in Bezug auf Protektionismus.
Seit jeher gilt industrielle Kompetenz als Messlatte für Fortschritt und Modernität. Vergessen wird, dass der Durchbruch der industriellen Revolution in Europa auf Protektionismus basierte: Marktschutz, Rohstoffsicherung, Exportoffensive. Wer industrielle Entwicklung nachholen wollte, wusste: Ohne Protektionismus geht gar nichts.

Neu ist aber, dies als Handelskrieg zu beschwören und damit eine Kriegsrhetorik zu gebrauchen, um eine Abwendung zu den USA hin zu erzielen.
Eigentlich zieht die USA nur mit der EU gleich; mehr nicht!
Siehe: Amerika zieht nur mit Europa gleich
/www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article174697532/Europa-hat-in-vielen-Bereichen-mehr-Zollschranken-als-die-USA.html

Es gefällt eben zur Zeit ideologisch gut, Trump als rechten Politiker zu ächten und ihm alles Schlechte anzuheften.

Traurig.

re initiative neue

"Exportsünder Deutschland wird sanktioniert"

FYI: Die Zölle gelten gegen die EU, nicht gegen Deutschland.

Die Lethargie Europas

Ich habe den Eindruck es läuft so: Trump kündigt Strafzölle an. Darauf folgt die europäische bzw. deutsche Antwort: "Wir sind in tiefer Sorge, Besonnenheit ist gefragt. Wir müssen verhandeln." Trump gibt eine Schonfrist bis 1. Mai. Eine Woche davor wird Europa nervös, fängt an zu schimpfen und mehr Zeit zu fordern. Trump verlängert die Schonfrist bis 1. Juni. Europa inklusive Deutschland schläft wieder ein. Man hört nebenbei einmal in den Nachrichten, daß Vorschläge aus den USA für eine ausgeglichene Bilanz abgelehnt werden. Jetzt eine Woche vor Ablauf der Frist ist Altmeier wieder aufgewacht und will noch schnell etwas verhandeln. Vielleicht verlängert Trump wieder um einen Monat. Dann könnte man wieder drei Wochen schlafen und danach wieder über Trump schimpfen. Wie schön das doch wäre! Ich habe sie so satt, die Phrasen "wir sind in tiefer Sorge", gleichbedeutend mit "wir wissen nicht mehr weiter" oder "jetzt ist Besonnenheit gefragt", gleichbedeutend mit "wir tun am besten nichts".

@14:00 von robertfrost

Man hört nebenbei einmal in den Nachrichten, daß Vorschläge aus den USA für eine ausgeglichene Bilanz abgelehnt werden.

Ich will gar nicht wissen, was das für Vorschläge sind. Eine ausgeglichene Handelsbilanz zwischen den USA und der EU ist ja wohl utopisch. Wie soll das ohne massive Subventionierung amerikanischer Importgüter überhaupt gehen?

Kriegsretorik soll im Journalismus keinen Platz haben !

Auch die Vorkommentatoren haben es ja schon gesagt: von Krieg und Geschützen zu sprechen ist völlig unangemessen Auch die fehlerhafte Darstellung, dass deutsche Firmen Zölle zahlen müssen. Und wiedermal fehlt der Blick vor die eigene Haustüre: Deutschland erhebt erhebliche Zölle auf die Einfuhr von Gütern aus der USA. Leider ist es schwierig, hier die genauen Zahlen zu recherchieren. Das wäre aber für einen solchen Artikel wichtig. Es geht generell um Gleichbehandlung und gerechte Handelsbeziehungen. Da nutzt es auch nicht, einseitig die "Kriegserklärung" aus den USA zu polemisieren.

Warum macht Altmeier.....

....sich so klein? Warum nimmt er dan Affront von Trump nicht auf und zahlt mit gleicher Münze heim? Entweder sind wir eine führende Wirtschaftsmacht oder nicht, aber dieses gekrieche vor einem Politdilletanten ist unerträglich.

vernachlässigt. Es wurde fast ausschließlich auf den boomenden Dienstleistungssektor als Jobmotor gesetzt. Tja, und nun will man die gutbezahlten Industriearbeitsplätze wieder reaktivieren - zur Not auch mit (vorrübergehenden?) Zöllen. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Unterfangen vor dem drohenden Staatsbankrott gelingen wird...

Der Altmeier soll sich

Der Altmeier soll sich raushalten. Jemand der absolut bedingungslos vor den USA auf den Knien liegt wird von Trump sowieso nur verachtet. Das ist jetzt Sache der EU. Ich bin gespannt wie lange Osteuropa „bei der Stange“ bleibt.
Und ich wünsche mir das Firmen die ihre Produktion in die USA verlegen nicht mehr nach Europa liefern dürfen.
Aber da muss man sich ja wieder an Regeln halten die Trump egal sind.

Irgendwie verstehe ich da was nicht..

Soweit ich weiß, muss der Importeur (also die US Firma, die EU Stahl oder Alu in die USA importiert) den Einfuhrzoll bezahlen.
Wenn es sich hier z.B. um Edelstahl handelt, den keine US Firma mehr herzustellen vermag, wird das Zeug in USA halt teurer.
BMW und Merzedes kosteten in den USA schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts das doppelte und dreifache eines ungefähr vergleichbaren Chryslers oder sowas. Trotzdem wurden diese Autos gekauft.
Mir ging es im vorigen Jahrhundert ähnlich. Ich habe vom Verkauf Elektronischer Gerätschaften gelebt, die ich aus USA nach D importiert habe. Wenn der Dollarkurs hoch ging, gingen meine Preise mit. Manche Kunden haben dann mal kurz geschluckt, aber da es damals noch keine Alternativen gab, weiter gekauft.
Über den Preis verkaufen kann jeder. Was hier den Ausschlag gibt, ist die Qualität. Kein amerikanischer Rechtsanwalt oder Zahnarzt wird seinen Benz, Porsche oder BMW gegen einen Chevrolet oder Ford eintauschen.

Löhne

In den USA verdienen viele Mebschen wesentlich weniger als in Deutschland, soviel zum Mythos Lohndumping in Deutschland, in meiner Branche , vergleichbarer Job beträgt die Differenz zwischen 5000-10000 € im Jahr , dafür muss der weniger verdienende US Bürgee aber auch 12 Stunden am Tag arbeiten und hat viel weniger Urlaub.

13:59 von karwandler

„Die Zölle gelten gegen die EU, nicht gegen Deutschland.“

Die USA wollten mit der Bundesregierung über ihren wirtschaftspolitischen Sonderweg verhandeln. Die Verhandlungen wurden aber vom Exportsünder abgelehnt und es wurde behauptet es gäbe keine Deutsche Wirtschaftspolitik.

Nun zahlen die meisten europäischen Staaten doppelt für den wirtschaftspolitischen Geisterfahrer Deutschland. Einmal treiben die exzessiven Exporte die Verschuldung nach oben und es werden Arbeitsplätze abgebaut. Zum anderen werden diese Staaten nun auch noch mit Zöllen bestraft.

Diese Ungerechtigkeiten werden die EU-Skepsis, z.B. in Italien weiter vorantreiben.

@um 17:04 von Sick71

Wie kommen Sie auf diese Zahlen?

In den USA liegt der Durchschnittsverdienst eines Bürgers bei umgerechnet 520783 €.
Das in Deutschland liegt vergleichsweise im Mittel bei 38 616 €.

Diese Werte sind im Netz leicht zu finden und halten sich ungefähr alle so im Rahmen.

Dumpinglöhne gibt es hier wie dort und Spitzenverdienste ebenso.
Dennoch liegt das Mittel in Deutschland weit unter dem der USA.

Wie wäre es mit Einfuhrzöllen

Wie wäre es mit Einfuhrzöllen auf US-Öl und US-Gas/Flüssiggas. Und darauf basierenden Produkten. Oder auf Einnahmen aus immateriellen Gütern, Daten, Werbeeinnahmen.

um 13:46 von Sick71

"Der Handelsüberschuss gegenüber der USA liegt schlicht in der Tatsache bwgeündet, dass den Mist den die USA herstellen keiner haben will. "
Da haben Sie Recht. Daß hierzulande kaum jemand z.B. ein US-Auto kauft liegt gewiß nicht an den Importzöllen der EU. Eher daran daß amerikanische Autos zu qualitativ zu schlecht sind, zu viel verbrauchen und die Ersatzteilversorgung suboptimal ist. Ganz abgesehen von den Zoll-Maßen, die dort immer noch vorherrschen. So ist es mit vielen anderen Dingen auch, sie will hier einfach kaum jemand. Und wenn die EU ihre Importzölle auf diverse US-Produkte einfach fallen ließe, dann fiele Trumps Handelskrieg größtenteils in sich zusammen.

Wow, der EU

Wow, der EU Vernichtungsgegenschlag -> Whiskey und Harleys verteuern. Einfach nur lächerlich, damit trifft eher das eigene Volk. Viel schmerzlicher wäre Amazon, Google, Apple, Facebook und andere US IT firmen zu versteuern/ sanktionieren/ etc. DAS wäre ein richtiger Gegenschlag!!

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