Ihre Meinung zu: Kommentar: Die moralischen Fesseln abgestreift

26. Mai 2018 - 22:25 Uhr

Man kann ohne Übertreibung sagen, dass das irische "Ja" zum Recht auf Abtreibung eine Sensation ist - die sich die Irinnen ganz allein erkämpft haben, mit viel Mut und Hartnäckigkeit. Dafür gebührt ihnen Respekt, meint Stephanie Pieper.

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Kommentare

Das sich die Frauen über ein

Das sich die Frauen über ein Menschenrecht, das ihnen ohne jeden Zweifel zusteht und über das niemand anders abzustimmen hat, sich so freuen dass es ihnen JETZT endlich qua Abstimmun "zugestanden" wird macht mich echt sprachlos!

Es ist zu tiefst erschreckend, dass dieses Menschenrecht für alle diese Frauen nicht als solches und als unverhandelbar und selbstverständlich verstanden wird.

Ein Gesetz, das Selbstbestimmumg verbietet ist ungültig.

22:40 von StöRschall

Das sich die Frauen über ein Menschenrecht, das ihnen ohne jeden Zweifel zusteht und über das niemand anders abzustimmen hat, sich so freuen dass es ihnen JETZT endlich qua Abstimmun "zugestanden" wird macht mich echt sprachlos!

Es ist zu tiefst erschreckend, dass dieses Menschenrecht für alle diese Frauen nicht als solches und als unverhandelbar und selbstverständlich verstanden wird.

Ein Gesetz, das Selbstbestimmumg verbietet ist ungültig.
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Wenn es um das Steuerzahlen ginge würde die Abstimmung über ein Menschenrecht noch ganz anders ausfallen.
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Wenn man für Vergewaltigung und Krankheiten des Fötus eine Wahlmöglichkeit gehabt hätte, glaube ich, wäre der Freibrief nicht erfolgt.

Und das Recht des ungeborenen Lebens?

Ich kann mich der Freude darüber, dass ungeborenes menschliches Leben bald auch in Irland zum Abschuss freigegeben wird, nicht anschließen.

@StöRschall - Gesetze mit religiöser Prägung

22:40 von StöRschall:
"Ein Gesetz, das Selbstbestimmumg verbietet ist ungültig."

Das wäre schön, ist aber noch lange nicht der Fall. Denn nach der Abtreibung kommt das nächste Tabu-Thema: die Sterbehilfe.

@StöRschall

genau, und warum sollte es nur bis zur 12ten Woche legal sein? Schließlich gehört der Bauch auch im 9. Monat noch der Frau, oder?

Moralische Fesseln und das Grundgesetz

"Ein Gesetz, das Selbstbestimmumg verbietet ist ungültig."

Das ist also nach Ihrer Meinung das GG ungültig?

Das Bundesverfassungsrecht urteilte 1993, dass eine Abtreibung (jedenfalls, soweit die Schwangerschaft nicht durch eine Vergewaltigung herrührt), dass eine Abtreibung nicht mit dem GG vereinbar ist:

"Dieses Lebensrecht, das nicht erst durch die Annahme seitens der Mutter begründet wird, sondern dem Ungeborenen schon aufgrund seiner Existenz zusteht, ist das elementare und unveräußerliche Recht, das von der Würde des Menschen ausgeht; es gilt unabhängig von bestimmten religiösen oder philosophischen Überzeugungen, über die der Rechtsordnung eines religiös-weltanschaulich neutralen Staates kein Urteil zusteht."

Die Reform war überfällig.

Die Reform war überfällig. Allerdings bleibt es auch ein wichtiges Thema, das Lebensrecht Ungeborener nicht gänzlich einer reinen Fristenregelung zu opfern.

22:57 von germanbhoy

Der Unterschied besteht darin, dass man es nicht mehr im Ausland oder illegal tun muss. Damit ist die Entscheidung nicht mehr an den eigenen Geldbeutel gekoppelt.

@Nachfragerin

Sterbehilfe ist kein Tabuthema. Tabuthemen sind Themen zu denen es keine Talkshows und keine Beiträge in den Nachrichten gibt.

Jede Frau hat das recht

über ihren Körper selbst zu bestimmen.Und da ist jeder Kritik von Staat oder Kirche fehl am Platz das sollten die Moralapostel nun endlich mal zur Kenntnis nehmen. Abtreibungen unter ärztlicher Aufsicht ist dringen geboten,das ist früher bei den sogenannten " Engelmacherinnen " heimlich,weil strafbar auch schon immer erfolgt. Insofern haben die Frauen jetzt in Irland eine Wende herbeigebracht und das ist gut so!

re germanbhoy

"Ich kann mich der Freude darüber, dass ungeborenes menschliches Leben bald auch in Irland zum Abschuss freigegeben wird, nicht anschließen."

Verlangt ja auch keiner.

Schon gar nicht von Polemikern, die Formulierungen wie "zum Abschuss freigegeben" verbreiten.

Diese Freude stößt mich ab

Es ist doch eine traurige Geschichte. Hier wird ein Mensch getötet. Der Nächste einer Frau ist doch auf jeden Fall ihr eigenes ungeborenes Kind!

An die ts-Redaktion...

Ich bin sehr für Frauenrechte und eine insgesamte, gesellschaftliche Gleichstellung. Insofern begrüße ich das Referendum in Irland als einen Schritt hin zu europäischer Normalität.
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Leider aber ist der vorherige ts-Beitrag nicht kommentierbar, der im Foto ein sieges-schreiendes Girlie mit hochgerecktem Arm zeigt... man könnte fast meinen, nun gibts auf der Partymeile täglich Freibier... pardon ... Free-Aborts.
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Mit Verlaub - werte ts-Redaktion - diese Bildcollage finde ich geschmacklos und unanständig (... ja, das Wort gibt es noch). Immerhin geht es für Frauen (evtl. auch Männer) um eine ernsthafte Gewissenssache von der man weiß, daß sie für Betroffene oft nicht leicht ist.
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Man könnte natürlich auch jeden ungeschützen Sex mit der "Pille danach" (dann aber frei verkäuflich und am besten gleich in der Handtasche verfügbar) quittieren, statt anderweitig zu verhüten. Aber ... was hätte das alles noch mit menschlicher Ethik zu tun..?

Eine Abtreibung ist nichts schönes

und deshalb kann man sich über den Ausgang des Referendums nicht wirklich freuen.
Irische Frauen, die sich für eine Abtreibung entschieden haben, sparen bald etwas Geld. Das wars dann aber auch schon.

Respekt?

Da es ein Kommentar ist und die persönliche Meinung der Autorin widerspiegelt frage ich mich: „Haben Sie Kinder Frau Pieper?“ Eine Antwort brauche ich nicht. Was hat das mit Respekt zu tun? Wo soll das denn Bitteschön enden? Wir sehen das doch tagtäglich das Menschen immer weniger Respekt voreinander haben und jetzt soll es auch noch gegen ungeborene gehen weil vielleicht jemand sein Leben nicht auf die Kette bekommt? Hauptsache sein Ding durchziehen. Ich könnte hier noch Gott weiß wie viel Seiten schreiben wie sehr mich sowas anwidert. Ich bin nicht religiös und spreche ganz sicher nicht im Namen der Kirche aber die Katholiken jetzt als Sündenbock für das Thema heranzuziehen ist mehr als lachhaft. Es ist einfach nur ein weiterer Beweis dafür das Menschen machen möchten was sie wollen ohne Rücksicht auf Verluste. Selbst wenn es bei so etwas tiefem geht wie das natürliche RECHT auf Leben

Andererseits Korrekt!

Andererseits

Korrekt!

mal ganz nüchtern ...

Gibt es eine Moment ab dem eine Abtreibung in Ordnung ist... Ist es die 1., 2., 3. ... Schwangerschaftswoche?! Der 1., 2. Monat?? Gibt es dann einen fundamentalen Unterschied zum 1., 2., 3. Lebensjahr? Wer hat das Recht über ungeborenes oder auch geborenes Leben zu entscheiden. Die Mutter, die Eltern, der (noch so Demokratische) Staat? Das Wahlergebnis zu feiern, als eine Art Sieg gegen Konservative zeugt von Einfachheit.

Frauen sollten das selbst entscheiden duerfen!

Ich glaube nicht, dass Sie oder ich uns in die Lage einer schwangeren Frau hineinversetzen koennen. Ich bin mir allerdings sicher, dass auch mit diesem "Freibrief" die Entscheidung immer eine schwere ist.
Abgesehen davon haben irische Frauen aber trotzdem zu tausenden auch vor dem Referendum abgetrieben - nur halt in England. So eine Abtreibung ist bestimmt kein Spaziergang, physisch wie psychisch, da ist es schon besser, wenn man das im eigenen Land mit fachgerechter Unterstuetzung in vertrauter Umgebung machen kann.

Am 26. Mai 2018 um "22:57 von

Am 26. Mai 2018 um "22:57 von germanbhoy
Und das Recht des ungeborenen Lebens?"

Das ist ein eigenständiges Thema.

Um das ebenfalls gekämpft werden muss, weil es für sich nicht kämpfen kann.

22:58 von

22:58 von Nachfragerin
@StöRschall - Gesetze mit religiöser Prägung
22:40 von StöRschall:
"Thema: die Sterbehilfe."

Sollte da bleiben wo es hingehört:
In den Bereich "Palliativmedizin" bitte mischen Sie nicht die Themen.

Es ist eh schon schwer genung Selbstbestimmungsrecht und Recht auf Leben für viele auseinander zu halten.

Hochinteressante Diskussion...

Obwohl ich mir einbilde, ziemlich hohe (aber vernünftige) Ansprüche an das "Menschsein" zu stellen, habe ich gleichwohl nichts dagegen, Frauen generell das Recht zuzubilligen, eine Schwangerschaft auch vorzeitig zu beenden. Ohne jegliche Gewissensprüfung seitens Dritter. Weil im Regelfall Frauen die geborenen Kinder am Hals haben und umsorgen... und schlimmstenfalls auch bei deren Verhungern und Sterben zusehen müssen...
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Hierzu wäre - heute längstens überfällig - mal die Frage öffentlich zu diskutieren, wer denn - und mit welcher Motivation - den "Schutz des ungeborenen Lebens" erfunden und in staatliche Gesetze gegossen hat..?
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Ich glaube, das würde eine hochinteressante Diskussion...

@germanbhoy - Was ist mit dem Recht der Frau?

22:57 von germanbhoy:
"Ich kann mich der Freude darüber, dass ungeborenes menschliches Leben bald auch in Irland zum Abschuss freigegeben wird, nicht anschließen."

Fänden Sie es besser, das Recht des ungeborenen Leben über das der werdenden Mutter zu stellen?

Ein trauriger Tag

Ich kann Ihnen versichern, daß Sie nicht der Einzige sind, der das genau so sieht.

@nelumbo- natürlicher Abgang

22:58 von nelumbo:
"@StöRschall
genau, und warum sollte es nur bis zur 12ten Woche legal sein?"

Etwa jede fünfte Schwangerschaft endet auf natürliche Weise in den ersten Wochen ("natürlicher Abgang"). Vermutlich orientiert sich der eingeleitete Schwangerschaftsabbruch an diesem Zeitraum.

Ich haette auch gerne

das Selbsbestimungsrecht ueber meinen Geldbeutel und ueber die Entwicklung der freiheitlichen Kultur. Das hat aber aus Humanitaetsgruenden die Kanzlerin an sich gerissen.

Finde ich ebenso nicht richtig. Wenn schon Selbstbestimmung, dann auch fuer andere und nicht nur in der Abreibungsfrage.

Was das Recht der Ungeborenen

Was das Recht der Ungeborenen auf Leben betrifft, da darf sich jeder bis auf weiteres moralisch gefesselt fühlen.
Nicht aus religiöser Verblendung, sondern aus Nächstenliebe, Liebe zum Leben und aus ethischen Gefühlen und unter humanistischen Aspekten .

Nun...

das kleine Kind hat keine Stimme... es wird nicht schreien.

Ich fände es besser wenn Frauen das Kind zur Welt bringen und zur Adoption freigeben so sie es nicht wollen.
Es könnten Maßnahmen getroffen werden das dies anonym geschehen kann.
Eine Abtreibung sollte nur für Außnahmefälle sein.
Generell bin ich dabei das das Leben der Frau vorrang hat. Aber aus medizinischer Sicht... nicht aus bequemlichkeit.

Überschrift

"Die Moral hinter sich gelassen" würde besser passen.
Ein anderes Lebewesen aus Bequemlichkeit oder Lebensentscheidung zu töten hat rein gar nichts mit Selbstbestimmung zu tun.

Wenn man kein Baby haben will, gibt es genügend Methoden, eine Empfängnis zu verhindern. Das Baby aus dem Bauch zu schaben sollte keine legale Möglichkeit sein.

Willkommen in der Zukunft.

Jetzt haben die Iren bei diesem Thema also schon den Stand der DDR von 1972 erreicht - gratuliere.

@22:40 von StöRschall

"Ein Gesetz, das Selbstbestimmumg verbietet ist ungültig."

Na da gibt es aber eine ganze Menge davon. Ich hoffe die fallen auch bald.

23:28 von ma1985 "mal ganz

23:28 von ma1985
"mal ganz nüchtern ...
Gibt es eine Moment ab dem eine Abtreibung in Ordnung ist... Ist es die 1., 2., 3. ... Schwangerschaftswoche?! Der 1., 2. Monat?? Gibt es dann einen fundamentalen Unterschied zum 1., 2., 3. Lebensjahr? Wer hat das Recht über ungeborenes oder auch geborenes Leben zu entscheiden. Die"

Niemand!

Genauso wie niemand über den Körper einer Frau zu entscheiden hat.

@ 22:40 von StöRschall

"ein Menschenrecht, das Frauen ohne jeden Zweifel zusteht"

Haben Sie auch eine dezidierte Meinung dazu, bis wann Frauen dieses Recht ohne jeden Zweifel zustände?

Bis zum welchem Monat sei es Ihrer Meinung nach also ein Menschenrecht, das Ungeborene zu töten - bis zum dritten?
Und danach hört Ihr Menschenrecht auf zu existieren und wird durch das Menschenrecht des Babys ersetzt?

Mit 90 Tagen ex und hopp, mit 91 Tagen "lebt" es auf einmal?

Mit Verlaub, Ihre Vorstellung von Menschenrecht macht mich Schaudern.

Gilt Ihr "Menschenrecht der Frau" in Ihrer Vorstellung eigentlich bis eine Minute vor der Geburt?

23:40 von RD1957 "@von

23:40 von RD1957
"@von StöRschall
Auch wenn ich die Entscheidung der Iren begrüße, halte ich das Recht oder besser die Möglichkeit, eine Schwangerschaft zu beenden, nicht für ein Menschenrecht."

Es ist für die Frau ein Menschenrecht -> körperliche Selbstbestimmung ist eines der basalsten Menschenrechte überhaupt.

Für das Kind nicht.

Recht auf Leben Und Recht

Recht auf Leben

Und Recht auf körp. Selbstbestimmung

Sind ZWEI Themen, die so erst mal nichts miteinander zu tun haben.

Nur bei Schangerschaft mischen sich diese Themen so sehr dass man sie fast nicht auseinanderhalten kann.

Man muss sich aber schon die Mühe machen, weil man sonst definitiv einem von beiden Unrecht tut.

@Störschall 22.40

"Ein Gesetz, das Selbstbestimmumg verbietet ist ungültig." Vorsicht mit solchen absoluten Aussagen! Das Recht auf Selbstbestimmung definieren Leute nämlich sehr unterschiedlich und immer in ihrem Sinn. Würden Sie den Satz mit der selben Inbrunst auch einem Selbstmordattentäter zurufen, der seine Selbstbestimmung gefunden hat?

re axtos

"Ich fände es besser wenn Frauen das Kind zur Welt bringen und zur Adoption freigeben so sie es nicht wollen."

Auf diese geniale Idee hat die Welt gewartet!!

Glauben Sie denn, in der obligatorischen Schwangerschaftsberatung wird nicht auf diese Möglichkeit hingewiesen?

Sie steht jeder Schwangeren offen. Wird aber selten als Alternative akzeptiert.

Zwei Themen so körperlich und

Zwei Themen so körperlich und untrennbar miteinander verwoben.

In diesen Fällen ist das Recht des einen, der Tod (oder rechtliche Tod) des anderen.

Es gibt hier keine gute Lösung.

Nie. Und für keinen von beiden.

Es gibt immer einen Verlierer bei dem Thema.

Entweder Frau oder Kind.

Mit tut beides in der Seele weh.

re dissmaster

"Wenn man kein Baby haben will, gibt es genügend Methoden, eine Empfängnis zu verhindern."

Dass hier einer aus der Fraktion selbst-schuld-wenn-du-schwanger-wirst aufkreuzt hat gerade noch gefehlt.

23:49 von Lutz Jüncke @ 22:40

23:49 von Lutz Jüncke
@ 22:40 von StöRschall
""ein Menschenrecht, das Frauen ohne jeden Zweifel zusteht"

Haben Sie auch eine dezidierte Meinung dazu, bis wann Frauen dieses Recht ohne jeden Zweifel zustände?"

Nein.

@Karlmaria

23:19 von Karlmaria:
"Es ist doch eine traurige Geschichte."
> Für manche ist es eine glückliche.

"Hier wird ein Mensch getötet."
> Das ist Ansichtssache. Man kann es auch rein medizinisch betrachten.

"Der Nächste einer Frau ist doch auf jeden Fall ihr eigenes ungeborenes Kind!"
> Das muss jede für sich selbst entscheiden. Typische Rollenmuster sind dabei eher hinderlich.

Legal

Überfällig!
Das sich die Kirche dort als Wortführer einsetzt, Moral predigt und die Übergriffe ihrer Mitglieder unter den Teppich kehr. Mehr Doppelmoral geht nicht. Gut das es selbst im konservativen Irland die Fanatiker und Religionsfundamentalisten nicht geschafft haben.
Kirche und Religion hat im demokratischen Staaten nichts zu suchen.

Die Moralischen Fesseln abgestreift.

Das ist genau richtig. Die Iren haben die moralischen Fesseln bei der Abtreibungsfrage abgestreift. Ich bin jedoch der Auffassung, dass es fuer verschiedenen Dinge moralische Fesseln braucht. Dazu gehoehrt der Umgang mit Leben. Und da gehoert das nichtgeborene Menschenleben genauso dazu wie die Genmanipulationen oder deer Umgang mit Giftstoffen in der Landwirtschaft. Wer sich nicht aus eigener Kraft schuetzen kann, gerade um den muss sich die Gemeinschaft kuemmern.

re störschall

"Ein Gesetz, das Selbstbestimmumg verbietet ist ungültig."

Ein völlig unsinniger Satz.

Erstens gibt es tausende solcher Gesetze und sie sind gültig. Was Sie faktisch widerlegt.

Zweitens nehmen wir mal als Beispiel Ihr Bruttogehalt. Wo ist Ihre Selbstbestimmung darüber???

Mord ist Mord

Es ändert nichts an der Tatsache, dass Leben getötet wird. Das ist moralisch nicht verhandelbar!

@23:37 von Nachfragerin

Fänden Sie es besser, das Recht des ungeborenen Leben über das der werdenden Mutter zu stellen?

Beim Kind ist es klar, dass wir vom Recht auf Leben bzw. körperliche Unversehrtheit reden. Bei der Mutter kommt es darauf an, es kann ja ganz unterschiedliche Gründe geben. Wenn Grundrechte zweier Personen im Konflikt sind, ist es immer eine schwierige Abwägungsfrage.

Wenn es aber bei der Mutter nur darum geht, dass ein Kind nicht in ihre Lebensplanung passt, dann würde ich ja sagen, das Recht des Kindes auf Leben steht wesentlich höher. Optionen wie eine Adoption sind nicht optimal, aber viel besser als das Kind zu töten. Wenn es medizinische Komplikationen gibt und Gesundheit oder gar Leben der Mutter bedroht sind, wird die Frage kniffliger, aber das ist nicht die Mehrheit der Fälle.

Und das Konzept, dass man für das Leben und Gesundheit anderer auch unverschuldet unbequeme Dinge machen muss, gibt es ja auch an anderer Stelle, z.B. Stichwort unterlassene Hilfeleistung.

Kind töten legal?

Den Unterschied zwischen Kind in der Gebärmutter töten (gesellschaftlich akzeptiert) und Kind ausserhalb der Gebärmutter töten (gesellschaftlich nicht akzeptiert) habe ich nicht verstanden. Ich finde es generell nicht akzeptabel ein Kind zu töten.
Die Größe und Wohnort des Zellhaufens, der unser Körper nun mal ist, kann doch nicht entscheidend darüber sein, ob ein Mensch weiterleben darf oder getötet werden darf.

re ibelin

"Die Moralischen Fesseln abgestreift.

Das ist genau richtig. Die Iren haben die moralischen Fesseln bei der Abtreibungsfrage abgestreift. Ich bin jedoch der Auffassung, dass es fuer verschiedenen Dinge moralische Fesseln braucht."

Sie tun so, als wären die in Stein gemeißelt.

Gab es nicht mal moralische Fesseln, dass man mit blauem Blut keine Bürgerliche heiraten konnte? Oder dass man sich wegen einer Beleidigung im Morgengrauen auf Pistolen duellieren musste?

@störschall 22.40

Ob Abtreibung ein Recht von Frauen über ihren Körper ist hängt davon ab, ob wir dem Fötus bereits in der Schwangerschaft so etwas wie Personalität und damit auch Persönlichkeitsrechte zubilligen oder nicht.
Wenn wir es nicht tun, dann ist der Fötus (bis zur Abnabelung?) nur ein Teil des weiblichen Körpers und damit auch ethisch der Verfügungsgewalt der Frau unterworfen.
Wenn wir es tun, müssen wir ihm aber die Rechte zubilligen, die wir Personen zuschreiben - dazu gehört das auf Leben und Unversehrtheit.
Ganz gleich, welche Position wir hier einnehmen: wir müssen sie begründen. So einfach und eindeutig, wie Sie hier schreiben, ist die Sache daher keineswegs; denn man kann offenkundig für beide Sichtweisen gute Argumente finden.

Moralische Fesseln abgestreift ?

Political Correctness at it´s Best …

Schade, dass die TS-Berichte

so wenig Tiefgang haben und so platt voreingenommen für eine Sichtweise sind, die andere daher als bloße religiöse Frauenfeindlichkeit diffamieren.
Aber so einfach ist die Sache, wie meistens, auch hier nicht. Wenn man sich die ethischen Diskussionen ansieht (ich meine jetzt nicht religiöse Glaubensäußerungen), zeigt sich die Komplexität des Themas, dem TS hier auf eine geradezu peinliche Weise nicht gerecht wird.

In Abseits geschossen

Es freut mich, dass sich die kath. Kirche so in die Unwirksamkeit manövriert hat. Genau da gehört Religion und Ideologie hin: Raus aus der Gesellschaftspolitik - auch aus dem Rundfunkrat.

Darstellung: