Ihre Meinung zu: Das Grand Théâtre - Marokkos umstrittenstes Projekt

26. Mai 2018 - 10:12 Uhr

Entworfen von Stararchitektin Hadid, gewünscht vom König - doch das Volk hadert mit dem Grand Théâtre. Denn es ist eines von vielen Mega-Projekten in Marokko - einem Land mit vielen sozialen Problemen. Von Dunja Sadaqi.

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Kommentare

Und da soll...

... noch einer sagen in Marokko gäbe es keine Arbeit. Ob das daran liegt, dass die "Facharbeiter" lieber nach Deutschland "flüchten"?

Realitätsfern.

Die TS schreibt ` Jeder sollte sich Tickets erlauben können `.
Mit leeren Magen in die Oper, oder wie stellen Sie sich das vor. Man sollte aus dem Grand Théatre lieber ein Massenrestaurant machen wo die Bevölkerung ein Gratis-Ticket zum Essen bekommt.
Was glauben Sie wie in Marokko die Nahrungsmittelpreise angestiegen sind, sogar Brot.

Als ob das z. B. 1678 n Hamburg ...

anders gewesen wäre - nun war die Bürgeroper gewiss nicht für Jedermann gedacht, aber Zwist und Streiterei gab es auch da genug. Nichts neues also.

Keine Zahlen und Fakten

120 Millionen sind natürlich eine Stange Geld. Aber wie sieht es mit der Refinanzierung aus? Kommt das Geld nicht wieder rein? Ist es nicht auch begrüßenswert, dass in Kultur investiert wird? Soll man jetzt so lange nicht in Kultur etc. investieren, bis kein Marokkaner mehr Hunger leidet? 120 Mio auf 35 Mio Marokkaner sind 3,50€ p Einwohner und das Grand Theatre zieht übrigens auch Touristen an. Diesen Bericht kann die TS zu 99% wieder zu veröffentlichen, wenn in irgendeinem armen Land auf der Welt ein Theater gebaut wird, hat für mich aber wenig mit Recherche zu tun.

Es würde mich mal interessieren...

...wovon das Ganze finanziert wird.
Erhält Marokko auch Gelder zur Bekämpfung von Fluchtursachen?
Alles erfährt man auch von anderen Ländern gar nicht oder kaum.

@Marga Reta

'Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 1.470 Euro liegt Marokko in der mittleren Gruppe der afrikanischen Länder. Die Sozialversicherung ist vergleichsweise umfassend ausgestattet und beinhalten Alters-, Hinterbliebenen- und Invalidenrenten.'

Sie finden diese Information ganz leicht im Internet, dafür brauchen Sie meine Hilfe eigentlich nicht. Und die Hamburger Elbphilamonie zieht ebenfalls Touristen an und würde u.a. damit gerechtfertigt.

Kultur ist gut

Kultur ist für jedes Volk gut. Ein deutlich begrüßenswerter Einfall des Königs - und für mich, sobald die Oper ihren Spielbetrieb aufgenommen hat, ein Grund mal hinzufahren.

@Marga Reta

Ich habe nicht behauptet, dass es wegen dieser einen Baustelle genügend Arbeit gibt, ich habe allgemein darauf hingewiesen, dass es dort allgemeinbgenügend Arbeit geben würde, für Leute die qualifiziert als auch arbeitswillig sind.
Und ihre "Berichte" über den König kann ich mir bereits lebhaft vorstellen. Vergleichen Sie bitte nicht die vermeintlichen westlichen Werte und Ideologien mit der dort vorherrschenden Kultur. Für den dortigen Kulturkreis ist Marokko ein äußerst modernes Land und das Dank und nicht trotz des Königs.

Brot und Spiele

Hat bei den Römern schon funktioniert, Maroko agiert jetzt auch danach. Und demnächst geht bei uns ja der korrupte Fußball-Zirkus wieder los. Funktioniert immer noch.

Sinnvoller für die Marokkaner wäre Wasser aus der

Tiefe oder Ferne holen um Pflanzen für den Export produzieren zu können. Zu viele leben unter dem Existenz-Minimum und wären dankbar im Landwirtschaftsbereich eine Arbeit zu finden, weil dieses Obst und Gemüse gerade in der Winterzeit reissenden Absatz in Europa haben dürfte. Damit wäre den Menschen mehr geholfen als mit einem Prestige-Theater. Direkte demokratische Mitbestimmung wäre zu einem anderen Ergebnis gekommen als ein Theater zu bauen.

wunderbarer bericht, der uns zeigt

daß dort die baukosten nur um 25% gestiegen sind, also quasi im griff gegenüber deutschland. und was die ticketpreise angeht. auch kein deutscher hilfsarbeiter kann sich tickets für deutsche opern/musik/musicelhäuser leisten

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