Ihre Meinung zu: Internationale Raumstation: Privatisierungspläne in der Kritik

18. Mai 2018 - 7:17 Uhr

Wenn es nach der Trump-Regierung geht, könnte die Internationale Raumstation nur noch wenige Jahre im Dienst sein. Dagegen regt sich breiter Widerstand in allen Parteien. Von Jan Bösche.

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Kommentare

Die Welt ist nicht genug...

...jetzt macht er noch eine neue "Baustelle" seiner desaströsen Politik im Weltraum auf!!
Ich würde mir wünschen, dass sich Putin und Xi schon jetzt überlegen, welchen Weg sie Amerika aufzeigen, möglichst ohne Gesichtsverlust die "Trump Ära" hinter sich zu lassen.

Donalds Big Deal - Nordkorea & Iran werden Nachmieter

Während Donald gerade von der Pacht der Raumstation seine Mauer nach Mexico baut,
frickelt man eifrig über seinen Kopf Raketen zusammen.
Ein absolutes Win Win Geschäftle :-)

Wenn private Investoren die ISS

übernehmen kommt es entweder zu Luxussanierung und Mieterhöhung oder zu einer Eigenbedarfskündigung. Die eigene Immobilie (OK....Mobilie) im All sollte man nicht so leichtfertig aufgeben.

Guter Plan

Wenn auch von einer Regierung, die es nicht aus wissenschaftlichen Gründen will. Bisher 150 Mrd Dollar für 'Forschung' die man nur braucht weil unbedingt ein Mensch mit ins All muss. Von den vielen Versprechen der Entwicklung von 'Wunderlegierungen' mit breitester Anwendung nichts zu sehen. Kein einziges Ergebnis das mit irgendeiner wissenschaftlichen Sonde mithalten könnte. Überflüssige Geldverschwendung eines politisch gewollten Angeberprojekts mit pseudowissenschaftlich untermalten Schülerexperimenten.

Neu ist das nicht

Auch schon zu Obamas Zeiten hat man gehört das der Erdnahe Raum nicht mehr von der Nasa genutzt werden soll.

Vielleicht könnte ja ESA mit Russen und Chinesen den Betrieb der Station übernehmen - Beteiligt sind sie bis auf die Chinesen ja ohnehin. Ein ähnliches Problem hat ja auch das Havel-Teleskop.
Und wie wäre es wenn es innerhalb der EU endlich erlaubt werden würde, das private Firmen eine eigene Raumfahrt, und damit auch das entsprechende Knowhow, aufbaut.

Sind das "Visionen"?

Mit Schein ist mehr Sein, so Trumps Devise, und der Schein ist das Mittel zum Geldschein, so seine Erfahrungen, anzunehmenderweise.

Wegen einer "Vision" (Besiedlung von Planeten und Monden) gibt er die Realitaet (harte Forschung) auf. Ein interessanter und fuer Spott wieder mal maximal inspirierender Einblick in die Psyche eines Amerikaners an der Spitze der Macht, auch wenn diese Spitze nur repraesentativ ist - wo man sich vor der Antwoert fuerchtet auf die Frage, fuer wen und fuer wie viele.

Trump mit seinen Visionen ist der einzige, der in der Tat mal zum Arzt gehen sollte. (Anspielung auf Altkanzler Helmut Schmidts an sich nur flappsige Aeusserung, aber er kannte Trump ja nicht.)

Aber wirklich lustig ist das an sich nicht - er zerstoert wieder einmal Wissenschaft. Ok, warten wir's ab? Wann endlich wird die Erde flach gemacht? Sicherlich mit dem politisch-milltaerischen Hammer, immer feste druff. Waere ein Karrikatur wert.

Konzepte?

Ewig kann so eine Station nicht da oben bleiben. Man könnte verbrauchte Segmente zwar austauschen. Wird ohne externen Kranwagen - Space Shuttle - nicht sehr einfach. Und das Teil wird wohl nie wieder fliegen, da die Wartungskosten zum Schluss enorm waren und das Risiko bei den alten Klapperkisten zu hoch wurde.

Im Moment hat die Menschheit nichts Ofizielles mit dem man größere Reperaturen durchführen kann. Wenn man die ISS lange halten will, sollte man auch rechtseitig passende Konzepte vorlegen.

"Trump ist doof" ohne ein "aber wir haben das hier" reicht in der Praxis halt nicht

Ist das nicht blanker Wahnsinn?

Raumfahrt ist jetzt schon relativ teuer und schlecht finanziert. Wollen wir da jetzt wirklich noch den Overhead von Privatfirmen dazu nehmen?

Jeder der mal in einem größeren Unternehmen kennt das ja. Dinge die man privat an einem Tag macht, dauern dort Wochen oder gar Monate. Firmen sind halt Produktivitätsvernichtungsmaschinen.

Ach du meine Güte. Die

Ach du meine Güte. Die Wirtschaft soll selber für Forschung bezahlen. Da ist das Gejammer natürlich sofort groß.
Würde Nasa, Esa& Co für ihre Forschung überall Patente erheben, die Wirtschaft könnte den Mist nicht bezahlen.

Nur eine politische Frage

Ob privat oder staatlich finanziert, letztlich ist dies nur eine politische Frage. Denn der Mensch als Spezies wird sich nicht aufhalten lassen auf seiner Reise zu den Sternen. Der deutsche Astronaut und Physiker Prof. Reinhard Furrer sagte einmal gegenüber dem Wissenschaftsjournalisten Torsten Sasse in dem Buch "Rückkehr zum Mond - Aufbruch zum Mars: "Der Mensch geht immer voran, er geht immer los. Er geht selbst dann los, wenn ihm jemand anders sagt: Stopp! Bleib stehen! Die Erde ist eine Scheibe, du fällst hinten runter. Dann sagt der Mensch: das will ich sehen, glaube ich nicht! Und geht weiter! Nun haben wir die Erde im Griff. Also geht der Mensch wieder weiter - ins Weltall. Warum sollte er plötzlich nicht mehr weitergehen?"

@Einerer

"Würde Nasa, Esa& Co für ihre Forschung überall Patente erheben, die Wirtschaft könnte den Mist nicht bezahlen."

Aber genau das machen sie doch. Die Nasa hat Patente für die sie Lizenzgebühren erhebt, wenn man sie nutzen will. Wäre ja auch verwunderlich wenn nicht:
https://technology.nasa.gov/patents

Ein Großteil der Forschung ist aber so grundlegen, dass es noch kein Geschäftsinteresse gibt. Niemanden aus der Pharambranche interessiert es, ob Krebs im Weltraum besser heilbar ist. Wozu auch?!
Die Kosten dafür sind immens, kaum jemand könnte sich das leisten. Die Forschungskosten kämen in zig Jahren nicht herein.

Grundlagenforschung war schon seit der Gründung der ersten Universitäten staatlich und muss auch durch öffentliche Gelder getragen werden. Schön, wenn privat was dazukommt, aber das ist Aufgabe der Allgemeinheit.

08:09 von Marcus2

...von 'Wunderlegierungen' mit breitester Anwendung nichts zu sehen. Kein einziges Ergebnis das mit irgendeiner wissenschaftlichen Sonde mithalten könnte. Überflüssige Geldverschwendung eines politisch gewollten Angeberprojekts mit pseudowissenschaftlich untermalten Schülerexperimenten....

Ok, vielleicht sollte man mehr an der Intelligenz forschen. Bei einigen Forenteilnehmern wuerde sich ein breites Betaetigungsfeld offenbaren.

Muss man schauen was 2025 ein

Muss man schauen was 2025 ein Flug von SpaceX tatsächlich kostet. mit den 20 Mio, für die ein Flug zur ISS derzeit bei den Russen zu haben ist, gibt es jedenfalls nicht genug Nachfrage - schon gar nicht in der Menge, die es bräuchte, um das Unternehmen ISS ansatzweise mitzutragen.

re crumble

"Ewig kann so eine Station nicht da oben bleiben. Man könnte verbrauchte Segmente zwar austauschen ..."

Was meinen Sie denn mit "verbraucht"?

Rost?

Hoffentlich

wird die Station noch lange betrieben. Sie ist ein Projekt, das von vielen Staaten gemeinsam unterhalten wird. Dadurch werden wiederum zumindest in diesen Staaten Forschungen gefördert und neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen.

Auch wenn einige Forenteilnehmer die ISS für übeflüssig halten: Allein die internationale Zusammenarbeit ist doch ein Riesenerfolg - oder sehe ich das falsch? Die vielfach negativen Kommentare zur ISS kann ich nicht nachvollziehen.

07:58 von nelumbo

Wenn private Investoren die ISS

übernehmen kommt es entweder zu Luxussanierung und Mieterhöhung oder zu einer Eigenbedarfskündigung. Die eigene Immobilie (OK....Mobilie) im All sollte man nicht so leichtfertig aufgeben.
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Bei den deutschen Planungs, Kosten- und Bauzeitüberschreitungen, sollte man nicht besser bei den Russen leasen?

Bemannte Raumfahrt ist Unsinn

User "Marcus2" uebertreibt vielleicht ein wenig, aber er hat voellig recht.

Ich moechte mal behaupten dass bemannte Raumfahrt heutzutage nicht mehr notwendig ist, da sie unglaublich unwirtschaftlich und der unbemannten Raumfahrt auch bzgl. Versatilitaet und Nutzeffekt haushoch unterlegen ist. Von den 1960er Jahren bis zur Jahrtausendwende, als Computer- und Robotiktechnologie noch in den Kinderschuhen steckten, machte es Sinn Menschen in die Erdumlaufbahn zu schiessen oder auch sogar mal zum Mond, und sei es nur als "proof of concept". Heutzutage ist bemannte Raumfahrt wissenschaftlich gesehen reiner Unsinn. Anders allerd. aus polit. oder Prestigegruenden, zur Unterhaltung oder als Tourismus. Nur deshalb bevorzugt Trump auch den Mars ueber die ISS: Mehr Prestige.

Ausnahmen koennten gewisse medizinische Experimente sein (z.B. fuer Krebsforschung), ausserdem die notwendige Erprobung einer trotz allem letztendlich notwendigen Weiterentwicklung der bemannten Raumfahrttechnologie.

Wissenschaft privatisieren?

Welches private Unternehmen teilt heutzutage noch wissenschaftliche Erkenntnisse? Keines, denn es bedeutet unschätzbaren Wettbewerbsvorteil, wenn man über Wissen verfügt, was ein anderer nicht hat.

Sollten Weltraumprogramme nur noch privat finanziert werden, sind alle diesbezüglichen Erkenntnisse nicht mehr Allgemeingut, sondern müssten von verschiedenen Unternehmen immer wieder eigenständig und teuer neu erworben werden.

Ökonomisch gesehen ist das absolut unwirtschaftlich. Andererseits ermöglicht es aber auch, verschiedene Wege zu gehen, wobei sich der wirtschaftlichste bewähren wird.

Ein populistischer,

Ein populistischer, narzisstischer Geschäftsmann ist als Politiker ungeeignet.

Das Darf auf keinen Fall passieren

Die Weltraumforschung, mit Projekten wie der ISS, ist die letzte Sphäre internationaler Zusammenarbeit, die noch nicht von Kommerz, Gier und dem daraus resultierendem Neid und Missgunst verseucht ist.

Wo sonst arbeiten Russen, Amerikaner, Europäer und Asiaten sonst so friedlich und Sinnstiftend zusammen?

Wenn Trump das versaut, dann wird mein persönlich Meinung ihm gegenüber von morbid verwunderter Faszination wie er sich im Amt hält auf abgrundtiefe Abscheu wechseln.

Finger weg vom letzten Friedensprojekt der Menschheit, siehe ein das manche Kühe zu heilig sind um sie zu schlachten und zu vermarkten.

Genau... Behörden, die ihre

Genau... Behörden, die ihre Gebäude verkaufen und dann anmieten sparen ja auch sooo viel Geld...
-
* Wer hier Ironie findet, darf sie behalten *

die ISS ist doch

das einzige Projekt an/in dem internationale Zusammenarbeit erfolgreich gelebt wird, ungeachtet der Animositäten und Eigeninteressen der "Macher" der teilnehmenden Nationen. Und ich bin überzeugt, dass schon die bisherigen Forschungsergebnisse der Astronauten/Kosmonauten der Menschheit in Bezug auf Technik und Medizin sehr viel gebracht haben.
Privatisierungen haben bisher in vielen anderen Bereichen nur für die privaten Investoren Gewinn abgeworfen.....

Wie sieht das Geschäftsmodell aus?

Wo können Firmen im Weltraum Geld verdienen?

Mit kommerziellen Satelliten?
Schon heute.

Mit unbemannten Experimenten im erdnahen Orbit?
Vielleicht.

Mit einer riesigen bemannten Raumstation?
Wie soll das gehen?

Die einzige Möglichkeit auf kommerziellem Wege bemannte Raumfahrt zu betreiben, ist Erlebnistourismus für Superreiche.

11:25 von VoyageurReticent

"Ich moechte mal behaupten dass bemannte Raumfahrt heutzutage nicht mehr notwendig ist, da sie unglaublich unwirtschaftlich und der unbemannten Raumfahrt auch bzgl. Versatilitaet und Nutzeffekt haushoch unterlegen ist. "

Wahrscheinlich richtig, aber bei der ISS wuerde ich nicht unbedingt von Raumfahrt sprechen. Wir erringen gerade hervoragende Erkenntnisse durch Sonden und neuartige Astronomie. Notwendig sind menschliche Haende hingegen fuer Experimente auch nichraumfahrerischer Art aufgrund der speziellen Umstaende da oben, Grundlagenforschung oder nicht, und ich habe den Eindruck, das derartige Experimente schlichtweg dominieren - so meine Laienmeinung. Lassen wir das aber nur 50 Prozent sein so sind die anderen 50 Prozent echter Wert" die internationale Zusammenarbeit. Die ISS ist auch ein wichtiges Symbol - fuer Denkweisen und Visionen, die Trump nicht interessieren bzw. rundweg ablehnt.

Zitat: "Was meinen Sie denn

Zitat:
"Was meinen Sie denn mit "verbraucht"?"

Solche Stationen "verpilzen" mit der Zeit - das hatte man schon an der "Mir" beobachtet.
Kann man als neuankommender Astronaut am Geruch der Station merken.

Auf "deutsch" gesagt -> in solchen Weltraum-Stationen gibt es reichlich Schimmelnester - weil immer irgendwo Stellen gibt an denen der Wasserdampf in der Stationsluft auskondensiert.

Zitat:
"Rost?"
Korrosion gibt es natürlich auch bei Weltraum-Sationen auch wenn diese nicht aus Stahl gebaut sind...
..da sind die Strahlenbelastung von Aussen.
Was aber immer von Laien unterschätzt wird -> Dichtungen!
So eine Station hat hunderte von Kabel- und Leitungsdurchführungen von innen nach aussen ins Hoch-Vakuum und diese Dichtungen altern...
..d.h. sie sind nach einigen Jahren verbraucht/undicht
Und die kann man nicht einfach im laufenden Betrieb wechseln!

Alleine darum ist die Lebensdauer zeitlich begrenzt.

Multinationale Zusammenarbeit

Ein Projekt der multinationalen Zusammenarbeit - allein deshalb dürfte es kaum auf viel Sympathie bei Trump hoffen.

Und das gute bei Mond- und Mars-Missionen ist, dass sie heute (praktisch) kein Geld, sondern halt allenfalls zukünftig.

Und wann "zukünftig" ist, hat man dann ja in der Hand: Man verschiebt die Zeitpläne einfach immer und immer wieder in die Zukunft und beendet bzw. streicht vorbereitende Projekte dazu ergebnislos.

Prima Idee!

@nelumbo 7:58

Treffender kann es es nicht formulieren!

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