Ihre Meinung zu: Ebola-Virus in Großstadt im Kongo nachgewiesen

17. Mai 2018 - 12:20 Uhr

Im Kongo ist das Ebola-Virus in einer Großstadt aufgetreten. Behörden meldeten einen Fall in der Millionenstadt Mbandaka. Damit könnte sich die Krankheit wieder schnell verbreiten.

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Kommentare

Schaut man sich an, wie die

Schaut man sich an, wie die Natur auf Überbevölkerung reagiert, ist das ein ganz normales Prozedere.

Bei einer Borkenkäferplage breiten die sich so weit aus, bis es nicht mehr genug Wald gibt. Die Käfer sterben ab. der Wald erholt sich und das ganze geht von vorne los.

Wieso glaubt der Mensch, er stünde über diesem Geschehen?

@Einerer: Vlt. "Kleinigkeiten" übersehen ?

Vlt. haben Sie ja Recht und die Erde "hat" die Krankheit Mensch und wird sich dieser Krankheit schon irgendwie entledigen..so wie der Wald durch Untergang des Borkenkäfers.

Ich glaub eher,daß Sie da gewisse Unterschiede zwischen Mensch und sonstiger Natur nicht zeitgemäß verstanden haben.

Schon mal was vom "demographisch-ökonomischen Paradoxon"gehört?
Das besagt,daß bei ausreichender Versorgung mit Nahrung,Medizin,Bildung,Obdach JEDE Bevölkerung abnimmt.
D.h.daß gerade angesichts der wachsenden Automatisation/künstlichen Intelligenz auf einem globalisierten Markt....

...Teilen die Lösung wär.
Nicht gnadenloses gegenseitiges herunterkonkurrieren.

Die wahnsinnige Produktivität kann jetzt schon die doppelte Erdbevölkerung locker versorgen.

Könnte,-wenn wir schlau wären und endlich die Umverteilung neu organisieren würden.

Werden wir eh müssen, sonst gibts bald blutige Revolutionen.

Auch bei uns,denn die Jobs für "Normalbürger" werden wegbrechen.

Und dann?

Umdenken ist überfällig.

Armut ist der Verbündete des Virus

Ebola ist eine schreckliche Krankheit, egal, wo sie auftritt. Zur seuchenartigen, flächendeckenden Gefahr kann sie aber nur dort werden, wo sie sich von Armut helfen lässt. Eine gute, flächendeckende medizinische Infrastruktur überall auf der Welt, auch im Kongo, das wäre die eigentliche Herausforderung.
Ohne die wird, was zu hoffen ist, vielleicht dieser Ausbruch eingedämmt, vielleicht können Impfstoffe vielleicht gegen diese eine Krankheit auch dauerhaft eine gewisse Sicherheit herstellen. Dann stirbt man wieder an Krankheiten, die nicht so einen berüchtigten Namen haben.
Ich wünsche allen Helfern und Medizinern viel Mut und Durchhaltevermögen, um wenigstens gegen den aktuellen Ausbruch siegreich zu sein.

um 12:33 von Einerer

Wieso glaubt der Mensch, er stünde über diesem Geschehen?
---
Das glauben nur einige Menschen.
Es gibt aber auch noch einige, die sich sicher sind, dass man das Wissen nutzen müsste und zwar bevor man übersentimental und hypermoralisch wird.
Gegen Überbevölkerung kann man definitiv etwas tun; sofern die Ideologen in der Politik das nicht ständig negieren würden, weil sie sich der angeblichen Moral verdingt sehen, die letztendlich auch nach einem Hypergau nichts Moralisches mehr übrig lassen wird.

25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben.

interessante Angabe
und so genau

Die Natur ist keine Person und Menschen sind

keine Borkenkäferplage.

Nein, die Natur ist keine Person, sie reagiert nicht und schon gar nicht mit einer bestimmten Prozedur. Und wenn es so wäre, würde sie ziemlich dumm reagieren. Die wesentliche Überbevölkerung der Welt gibt es nämlich dort, wo die Ressourcen extrem überbeansprucht werden. Dort aber ist der Seuchenschutz recht effizient.

Weder ist Ebola in Afrika schon irgendwie okay, weil es ja "natürlich" ist, noch bedeuten solche Ausbrüche, die Natur würde sich irgendwie gegen die Verwüstung des Planeten wehren. Die zu vermeiden, muss die Menschheit schon selbst lernen.

@Einerer

"Schaut man sich an, wie die Natur auf Überbevölkerung reagiert, ist das ein ganz normales Prozedere."

Eine in mehrfacher Hinsicht falsche und ziemlich unwürdige Behauptung. Weder gibt es im Kongo eine Überbevölkerung (informieren Sie sich bitte mal über die Kritik an diesem Begriff) noch handelt es sich hier um eine "natürliche Regulation". In entwickelten Ländern passiert sowas nicht. Da entwickelt man sofort einen Impfstoff.

Das Problem ist nicht eine angebliche "Überbevölkerung", sondern Armut. Daraus folgt mangelnde Infrastruktur, mangelnde Forschung, mangelnde medizinische Versorgung.

Ihr ebenso unwürdige Vergleich mit einer "Borkenkäferplage" ist auch daneben, weil die Menschheit eine Kultur und Wissenschaft entwickelt hat, mit der wir uns gegen Krankheiten schützen können. Wenn das nötige Geld vorhanden ist. Die Menschheit lebt schließlich nicht mehr in Höhlen und ist der Natur auch nicht hilflos ausgeliefert.

@Sisyphos3

Es gibt nicht DEN EINEN Ebola-Virus. Je nach Unterart und Allgemeinzustand der Patienten überleben mal 3/4 und mal überleben nur ein paar wenige Prozent.

Die Tödlichkeit einer Krankheit zu bestimmen ist so pauschal mit Prozenten nicht möglich.

Bei Grippe gilt das übrigens genauso. Das gibt es Varianten die jeden zehnten Patienten das Leben kosten und Varianten wo es gar keine Toten zu beklagen gibt.

13:17 von am nachdenklichsten

was hat die Krankheit mit Armut zu tun ?
Medizinische Infrastruktur ?
Die Krankheit verlangt High Tec Medizin, Intensivstationen, wo 5 Ärzte/Pfleger/Biologen
für einen Kranken zur Verfügung stehen
wo gibt es so ein Land das dies machen kann ?

13:28 von Sisyphos3

"25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben.
interessante Angabe
und so genau"

Ich denke mal das ist so gemeint!
25% derer die über genügend finanzieller Mittel verfügen sterben trotzdem und 90% derer die kein Geld haben sterben so wie so.

Frage Einwohnerzahl

Gibt es mehrere Mbandakas? Die Einwohnerzahl wird mehrfach weit unter der halbe-Millionen-Grenze angegeben, muss ein heftiges Bevölkerungswachstum gewesen sein.

@Sisyphos3

"25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben.
interessante Angabe
und so genau"

wenn Sie's genauer wissen wollen, bieten Sie sich doch als Ebola-Forscher an. Alle Menschen in einem Ebola-Gebiet auf das Virus untersuchen, und nach ein paar Wochen nachsehen, wer von den Infizierten noch lebt. Falls Sie sich zufällig selber infizieren, nun ja, das Opfer muss man schon bereit sein zu bringen, nicht wahr? Posthume Ehrung ist Ihnen sicher.
Sorry, das musste jetzt sein.

13:20, yolo @12:33 von Einerer

>>Wieso glaubt der Mensch, er stünde über diesem Geschehen?
---
Das glauben nur einige Menschen.
Es gibt aber auch noch einige, die sich sicher sind, dass man das Wissen nutzen müsste und zwar bevor man übersentimental und hypermoralisch wird.
Gegen Überbevölkerung kann man definitiv etwas tun; sofern die Ideologen in der Politik das nicht ständig negieren würden, weil sie sich der angeblichen Moral verdingt sehen, die letztendlich auch nach einem Hypergau nichts Moralisches mehr übrig lassen wird.<<

Was sollte man denn Ihrer Meinung nach gegen Überbevölkerung tun?

Wenn ich allerdings Worte wie"angebliche Moral", "übersentimental" und "hypermoralisch" in Ihrem Kommentar lese, dann schwant mir ganz fürchterliches und ich möchte eigentlich gar nicht mehr wissen, was Sie meinen.

Haben Sie eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, daß Arme immer sehr viele Kinder haben, und daß die Kinderzahl sinkt, je höher der Lebensstandard steigt?

Und ja, der Zusammenhang ist genau so herum.

Mal wieder viel Gequatsche

Mal wieder viel Gequatsche hier. Viel schlimmer ist, dass es bisher noch immer keinen stabilem Impfstoff gibt. 11.000 Menschen sind drr Pharmaindustrie zu wenig für eine Investition. Ich schlage vor den Hauptsitz der Vorstände und Aufsichtsräte in den Kongo zu verlagern. Eine ethische Bankrotterklärung der Pharmahersteller und leider nicht die einzige.

13:35, am nachdenklichsten

>>Die Natur ist keine Person und Menschen sind
keine Borkenkäferplage.

(...)

Die wesentliche Überbevölkerung der Welt gibt es nämlich dort, wo die Ressourcen extrem überbeansprucht werden. Dort aber ist der Seuchenschutz recht effizient.Weder ist Ebola in Afrika schon irgendwie okay, weil es ja "natürlich" ist, noch bedeuten solche Ausbrüche, die Natur würde sich irgendwie gegen die Verwüstung des Planeten wehren. <<

Auf solche Ideen kann man nur kommen, wenn man afrikanische Menschen als etwas grundlegend anderes als europäische Menschen betrachtet. Denn jemand, der so etwas über Menschen in Afrika schreibt, würde gewiss sehr wütend, wenn seine eigene Tochter, sein Bruder, seine Mutter mit Borkenkäfern verglichen würde und Krankheiten, die ihr Leben bedrohen, als natürlicher Menchanismus, der aus populationstechnischen Gründen völlig in Ordnung sei, bezeichnet würden.

Ebolavirus in Mbandaka nachgewiesen; @ alle:

Mbandaka ist inzwischen eine florierende Hafenstadt am Fluss Kongo, mit 1,2 Mio. Einwohnern.
Dort liegende Schiffe frequentieren die Hauptstadt Kinshasa.
Mbandaka hat einen Flughafen. Von ihm aus werden Kinshasa und Gemena, beide in der DR Kongo, angeflogen.

Die Regenzeit macht z. Zt. viele ländliche Straßen unpassierbar (Equateur).

'Ärzte ohne Grenzen' entsandte Notfallteams. Sie richteten eine Isolationszone in Mbandakas größtem Hospital ein + bauten ein Hospital in Bikoro/Tumbasee auf. Die Teams errichten außerdem 2 Ebola-Behandlungszentren in Mbandaka + Bikoro mit je 20 Betten.

Die WHO hat für morgen eine Notfallsitzung einberufen.
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Wollen hoffen, dass nicht wieder alle wegsehen + der Ausbruch aufgehalten werden kann!

Hallo fathaland slim

Was halten eigentlich ihre Kinder von ihrer Einstellung zur Überbevölkerung?

@17. Mai 2018 um 14:28 von MLIN

"Gibt es mehrere Mbandakas? Die Einwohnerzahl wird mehrfach weit unter der halbe-Millionen-Grenze angegeben, muss ein heftiges Bevölkerungswachstum gewesen sein."

Wahrscheinlicher ist die Zuwanderung aus Gebieten, in denen Rebellen aktiv sind.

@Am 17. Mai 2018 um 16:11 von DerrickGucker

Vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ich fürchte aber, dass wieder viele wegsehen werden und/oder den Ausbruch als natürliche "Bevölkerungskontrolle" sehen.

@17. Mai 2018 um 15:54 von fathaland slim

" Denn jemand, der so etwas über Menschen in Afrika schreibt, würde gewiss sehr wütend, wenn seine eigene Tochter, sein Bruder, seine Mutter mit Borkenkäfern verglichen würde und Krankheiten, die ihr Leben bedrohen, als natürlicher Mechanismus, der aus populationstechnischen Gründen völlig in Ordnung sei, bezeichnet würden."

Ich war vor einigen Jahren im südlichen Afrika, als in Johannesburg auf einer internationale AIDS-Konferenz die Bereitstellung von AIDS-Präparaten (durch Verzicht aus Lizenzgebühren) für afrikanische Länder u. a. von den USA abgelehnt wurden. Ein afrikanischer Mitarbeiter sagte mir damals: "Ihr Weißen glaubt dich, dass es zu viele Afrikaner gibt. Deshalb lasst ihr uns an AIDS sterben". Und manchmal denke ich, er hat recht.

Viel hat sie mit Armut zu tun ...

Am 17. Mai 2018 um 14:00 von Sisyphos3
"was hat die Krankheit mit Armut zu tun ?
Medizinische Infrastruktur ?
Die Krankheit verlangt High Tec Medizin, Intensivstationen, wo 5 Ärzte/Pfleger/Biologen
für einen Kranken zur Verfügung stehen
wo gibt es so ein Land das dies machen kann ?"
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Sehr viele Länder könnten zumindest zum Anfang eines Ausbruchs noch ein solches Maß von Fürsorge für die Betroffenen leisten. Eigentlich alle, in denen Armut nicht allzu normal ist.

Aber gegen die Möglichkeit einer unkontrollierten Verbreitung würde auch schon eine relativ basale Grundversorgung eine recht hohe Sicherheit bieten (auch wenn mehr zweifellos vorteilhaft ist).

Wieso sie meinen, die Existenz oder Nichtexistenz solcher Mittel habe nichts mit Armut zu tun, erschließt sich mir nicht.

16:27, S1

>>Hallo fathaland slim
Was halten eigentlich ihre Kinder von ihrer Einstellung zur Überbevölkerung?<<

Ich habe keine Kinder, kenne aber sehr viele junge Leute, die meine Enkel sein könnten.

Was die von meiner Einstellung zum Problem der Überbevölkerung halten?

Nun, das sind alles intelligente Menschen, denn mit dumpfen Blödmännern gebe ich mich nicht ab. Und deshalb sehen sie das Problem ebenso differenziert wie ich, rassistische Denkmuster und Ängste sind ihnen komplett fremd.

16:27, S1

>>Hallo fathaland slim
Was halten eigentlich ihre Kinder von ihrer Einstellung zur Überbevölkerung?<<

Die Generation meiner Enkel hat besser als die meinige verstanden, was "demografisch-ökonomisches Paradoxon" heißt.

Also, daß der Schlüssel zur Lösung des Überbevölkerungsproblems im Teilen des Reichtums liegt.

Junge Leute sind nämlich noch nicht so zynisch moralisch korrumpiert wie unsere Generation und haben einen sehr klaren Blick auf die Ungerechtigkeiten auf dieser Erde und den Anteil, den unsere bedenkenlose Verschwendungs- und Bereicherungssucht daran hat.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Ressentimentgeladene Dummköpfe und Verschwörungstheoretiker gibt es auch in dieser Altersgruppe.

15:49 von labudscg

Hallo labudscg,

wo bitte kommt diese Irsinnige Zahl 11000 Menschen her?
Wenn man mal auf Wikipedia (ist keine 100% Quelle Ok) geht findet man eine Auflistung der Zahlen.

Tote seit 1976 (das sind 42 Jahre)
1976 = 280
1977 = 1

1994 = 31
1995 = 250
1996 = 21
1997 = 46
2001-02 = 97
2002-03 = 128
2008-09 = 15
2011= 1
2014 = 2600

2018 = ???

Nur mal zum Vergleich alleine 2017 gab es 662 Menschen in Deutschland die an der Grippe gestorben sind! (augsburger allgemeine)
21.300 Totesfälle laut Robertkoch Institut in der Session 2014/2015. Meines Wissens nach, beides sind Viren, aber gegen die Grippe gibt es "nur" Impfungen die auf die Erkenntnisse des Vorjahres aufbauen. Sobald sich der Virus verändert wirken die Impfstoffe nur noch bedingt. Das selbe wird bei Ebola ähnlich sein, wenn also nicht genügen Proben da sind ist die Entwicklung eines gegemittel schwer.
Es ist nicht wie Film Outbreak. Hochachtungsvoll skb

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