Ihre Meinung zu: Post will umstrittene Entfristungsregeln beibehalten

17. Mai 2018 - 7:09 Uhr

Die Deutsche Post war zuletzt wegen ihrer Vergabe von unbefristeten Arbeitsverträgen heftig in die Kritik geraten: Wer zu oft krank ist, hat kaum Chancen. Doch ein Umdenken erwägt das Unternehmen nicht.

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Kommentare

Warum die Aufregung?

Schön zu sehen wie Hr. Scholz mit seiner gespielten Empörung das Thema medienwirksam nutzen will.

"Er werde nicht hinnehmen, dass bei der Post als einem Unternehmen mit indirekter Bundesbeteiligung Arbeitnehmer, wenn sie zu oft krank seien oder zu langsam arbeiteten, Probleme bei einer unbefristeten Beschäftigung bekämen. "

Was soll das denn für ein Signal in einer Leistungsgesellschaft im internationalen Wettbewerb sein?

Und vorallem was will er dagegen tun, wenn allen rechtlichen Rahmenbedingungen Rechung getragen wird.

Ich kann Hr. Ogilvie und der Post da nur Recht geben.

Wer von uns hat schon gerne Kollegen/Mitarbeiter, die wegen jeder Kleinigkeit fehlen bzw. langsam Arbeiten?

Das gibt doch nur Unmut in der Belegschaft, wenn soetwas geduldet wird...
Unter anderem mit ein Grund für das Scheitern des Kommunismus.

Schon paradox,

dass die Politiker - zu denen auch Herr Scholz gehörte - die solche Arbeitsverhältnisse erst mit sogenannten "Arbeitsförderungsgesetzen" ermöglicht haben, jetzt auf die Arbeitgeber, die selbstverständlich die Möglichkeiten dieser Gesetze nutzen, "Druck ausüben" wollen.

Diese Politiker sind auch heute an der Regierung und haben erst kürzlich diese Gesetze publikumswirksam geändert, ohne aber die vielen Schluplöcher und ganz besonders die "sachgrundlose Befristung" zu beseitigen.

Wie scheinheilig ist das denn?
DAS ist echter Populismus, von der eigenen Verantwortung abzulenken, statt zu handeln!

Wo bitte bleibt der Mensch bzw. die Menschlichkeit?

Wenn man die heutigen Schlagzeilen liest, muss man sich die Frage stellen, was für selbstherrliche und charakterschwache Menschen es in den Führungsbereichen geben muss.

Diese Artikel über das Vorgehen der Post, oder der Artikel über die Verhaltensweise der Bundesregierung gegenüber Hartz IV - Empfängern...

Ich persönlich bezeichne das als Ausbeutung und menschlich niederträchtiges Verhalten in schlimmster Form.

Die Post macht Milliardengewinne auf dem Rücken der Mitarbeiter und deren Chefs vergolden sich das Leben.

Amazon, KiK und Co. wirft man unmenschliches Verhalten vor? Da kann man die Post wohl mit dazuzählen.

Und unsere Bundesregierung??? Die Nachrichten sprechen von steigenden Steuereinnahmen in immensen Höhen.

Bestimmte Leute bekommen alles kostenlos, aber für den Hartz IV-ler, der womöglich jahrelang die Sozialkassen ordentlich bedient hat, bleibt nichts?

Wird es nicht endlich Zeit, dass all diese Dinge vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte kommen?

Ja warum denn nicht

das kann eine Firma doch machen. Ich würde dies auch so tun. Das Gu..menschentum und die Leute die meinen, das sie die Welt retten müssten sollten mal in die Reale Welt zurückkommen. (Stichwort Ponyhof)

Die Welt kann man retten, ABER dann muss man etwas gegen die Überbevölkerung machen, dem Naturschutz würde man dann helfen. Weniger Menschen das ist die Lösung fast aller Probleme der Menschheit.

Neue Wege gehen!

Personalvorstand Ogilvie: "Wenn es eine Grippewelle gab oder jemand einen Sportunfall mit langer Ausfallzeit hatte, kann von den Eckpunkten durchaus abgewichen werden."

Das ist sehr gütig. Aber ich denke, dass verpflichtende Grippeimpfungen und preventive Antibiotika Einnahme für alle Zusteller eine wesentlich effektivere Strategie gegen erhöhte Krankheitsfehltage wären, und sich dadurch auch generell die Leistungsfähigkeit steigern ließe. Was die Post Aktionäre sicher begrüßen würden.

Auswahl?

Natürlich klingen die Kriterien, nach denen über Entfristung oder nicht entschieden wird erst mal hart und unsozial.
Aber die Frage, die ich mir stelle ist welche Kriterien es denn sonst sein sollten? Bei jeder Einstellung oder Übernahme von Mitarbeitern wird jeder Arbeitgeber die wählen, die seiner Meinung nach am besten sind. Das würde jeder von uns auch so machen.
Also ich warte noch auf die Vorstellung der Alternativen, wie die Post ihre Mitarbeiter auswählen soll. Per Losverfahren?

Wenn das so weitergeht, wird

Wenn das so weitergeht, wird es hier in ein paar jahren mächtig knallen. 20 fehltage pro 2 jahre sind unterdurchschnittlich wenig. Und das in nem job wo man tag für tag der Witterung ausgesetzt ist. Was denkt dieser vorstandsfuzzi eigentlich? Der lebt doch in wolkenkuckucksheim. Netter Kommentar mit dem ponyhof. Leute, die sowas für normal halten leben mmn dort.

Merkwürdig- wieso gerade jetzt?

Ich finde es merkwürdig, dass heute Politiker von CDU und SPD, gegen solche Regeln vorgehen wollen, dabei waren und sind sie es, immer, gewesen, die solche Mittel nutzen wollten.
Die Regierungsparteien- egal, wer an der Macht war- haben gerade, in ehemaligen Staatsunternehmen, wie die Post, Telekom, Deutsche Bahn etc. dafür gesorgt, Massenentlasungen (auch in rechtswidriger Form) durchzuziehen, Dumpinglöhne und Befristungen bei den Arbeitsverträgen durchzusetzen, auf Kosten aller Mitarbeiter, um hohe Renditen zu erzielen, die dann in den Staatshaushalt fließen.

Als ehemaliger Gewerkschafter und Politiker kenne ich diese Vorgehensweise seit dem Ende der 90er Jahre und Gewerkschaften, sowie einige Politiker haben seitdem darauf aufmerksam gemacht- also warum heute dieser Aufschrei?
Wirkliche Sorge und Anstands-/Moraldenken, oder reine Publizismus?

Arbeitshaltung

Derzeit sind die guten und motivierten Menschen in Beschäftigung und nur wenige junge Mitarbeiter rücken von Schulen und Universitäten nach. Gerade eher unattraktive Arbeitgeber wie die Post mit ihren Briefzustellern haben Probleme Mitarbeiter zu gewinnen.

Die wenigen, die sich bewerben, sind dann häufig die 2. Wahl und haben bereits ein Duzend Arbeitgeber hinter sich (Warum wohl?) oder werden durch die Jobcenter in die Arbeit gedrängt. Entsprechend ist dann oft die Arbeitshaltung mäßig. Und wenn man dann einen "Blaumacher" unbefristet eingestellt, wird man ihn bei den deutschen Gesetzen und Arbeitsgerichten tatsächlich nie wieder los.

Scheinheilig

Wenn man versucht eine unbefristete Anstellung bei einer Bundesbehörde zu erhalten, dann erfährt man wie es richtig geht.
Wie die Deutsche Post hier vorgeht ist dagegen wie eine Anmeldung zum Kindergarten. Herr Scholz und auch alle anderen Repräsentanten unseres Staates sollten sich mit Kritik zurück halten.

Abzocker

Die Post ist halt ein altes Staatsunternehmen. Gerechtigkeit, soziale Gleichstellung gibt es nur in den Vorstandsetagen. Mach mal wünsche ich mir in diesem Land keinen arabischen, aber einen deutschen Frühling!

Ein ehemaliges Bundesunternehmen

bei dem Bund und Länder immer noch namhaft beteiligt sind, geht mit großen Schritten in eine Richtung, die Arbeitnehmerrechte nihiliert und gezielt mit Druck auf den / die Einzelne/n herunterschraubt.

Und keiner in der Politik - denn Aufsichtsgremien und Vorstände sind ja teilweise mit Politikern aller Parteien und mit Amtsträgern (Staatssekretären) besetzt - wusste von etwas...

Das Empören unserer Politiker klingt da für mich eher etwas gallig.

Nichtsdestotrotz - hier dürfen keine Präsidenzfälle geschaffen werden. Es müssen Zeichen gesetzt werden - im Sinne der Arbeitnehmer.

Ist schon OK nur dann,

muss die Post sich nicht wundern wenn es nicht genügend Bewerber für Jobs im Zustelldienst gibt. Eine Mediale hat immer zwei Seiten.

Der Staat handelt genauso Herr Scholz!

Der Staat ist der grösste Arbeitgeber Deutschlands bei befristeten Beschäftigungen.

Und dabei geht es nicht um angelernte Tätigkeiten wie Briefe austragen sondern um Lehrer oder studierte Mitarbeiter an Universitäten. Die müssen jahrelang, teilweise jahrzehntelang alle 12-24 Monate um ihre Weiterbeschäftigung bangen. und das obwohl sie gebraucht werden oder es sogar zu wenige gibt.

Herr Scholz sollte einfach mit gutem Beispiel vorangehen und bei staatlichen Stellen Kettenbefristungen abschaffen anstatt die Privatwirtschaft für das gleiche Verhalten zu rügen.

Die Anhebung des Mindestlohns auf 12 € / Stunde würde Briefträgern auch helfen. Dann könnten Sie nämlich auf andere, gleich bezahlte Tätigkeiten mit besseren Arbeitsbedingungen ausweichen.

Fordert Hochleistungssportler,aber

Aber nichts bezahlen wollen. Wer bei den Leistungsanforderungen nicht krank wird, der muss jedoch frühzeitig sich kaputt schreiben lassen.

Was für ein Menschenverschleiß?

07:47 von Captain Einsicht-> von einem Extrem...

... ins andere!
Zitat a.I.Beitrag: "Wer von uns hat schon gerne Kollegen/Mitarbeiter, die wegen jeder Kleinigkeit fehlen bzw. langsam Arbeiten?
Das gibt doch nur Unmut in der Belegschaft, wenn soetwas geduldet wird...
Unter anderem mit ein Grund für das Scheitern des Kommunismus." (Zitat Ende)
Wer redet hier von Leuten, die " wegen jeder Kleinigkeit fehlen bzw. langsam Arbeiten?"
20 Tage in 2 Jahren ist schon zu viel? Wen einen Grippe erwischt, liegt alleine schon mal 10 Tage im Bett. Und was ist "langsam arbeiten"? Auch hier gibt es alle Stufen.
Und dass Sie am Ende auch noch "den Kommunismus" aufführen, zeigt, wie ideologisch Ihre Motivation ist. Alles in allem völlig unmenschlich!!!

Die Post braucht dringend

Die Post braucht dringend Personal.
Mein Partner arbeitet bei der Post.
Er machte fast jeden Tag mindestens eine Überstunde, meistens sind es bis zu drei.
Es kommt im Monat vielleicht 1-2 mal vor dass er keine Überstunden macht.

Die Postler müssen Gebiete, die eh schon riesen groß sind bei Krankheit eines anderen aufteilen.
Teamleiter verlieren den Überblick oder sind nicht fähig ein Team zu leiten.
Es passiert täglich, das Post und Pakete im Verteilerzentrum "vergessen" werden, meistens weil die Auto schon übervoll sind und der Postler nicht zweimal nachladen will.

Die Post ist extrem unterbesetzt, auf den Rücken der Arbeitnehmer.
Die schrauben ihre Gewinne in ungeahnte Höhen, der kleine Mann verliert. In den oberen Etagen dreht sich alles einzig und allein um die Provision die die kassieren wenn sie noch mehr aus ihren Angestellten rauspressen.
Die Leute müssen sich sogar neben ihrem verteilen auch noch drum kümmern dass defekte Autos repariert werden,.
Geht's noch?

Die Regierung ist in der Verantwortung

Die Schuld liegt nicht bei der Post, sondern bei der Regierung, die solch skandalöse Vorgänge durch entsprechende Gesetze zementiert.

@ 08:39 von dr.bashir

Aber die Frage, die ich mir stelle ist welche Kriterien es denn sonst sein sollten? Bei jeder Einstellung oder Übernahme von Mitarbeitern wird jeder Arbeitgeber die wählen, die seiner Meinung nach am besten sind. Das würde jeder von uns auch so machen.
Also ich warte noch auf die Vorstellung der Alternativen, wie die Post ihre Mitarbeiter auswählen soll. Per Losverfahren?

Eine alte Idee wäre die gesetzliche Probezeit zu nutzen. In diesen 6 Monaten kann man Mitarbeiter ohne Begründung mit 2 Wochen Frist kündigen.

Natürlich setzt das Fähigkeiten bei den Vorgesetzten voraus die heute nicht mehr vorhanden sind.
Sie müssen nämlich einerseits in der Lage sein Mitarbeiter zu bewerten und sich andererseits trauen unangenehme Entscheidungen zu treffen.
Dazu müssen sie die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

Heutigen Bewerber auf Positionen mit Personalverantwortung zeigen ihren Nutzen lieber durch unnötig lange Anwesenheit im Büro als durch wirklich wichtige Fähigkeiten.

Bei 8h schon hart

Ein Freund von mir arbeitete im Zustelldienst. Erst waren es 8 Stunden Arbeit, dann 10 und nach 4 Monaten dann 11 Stunden die er als reine Arbeitszeit verbuchte.
Bezahlt wurden aber immer nur 8 Stunden.
Jetzt hat er sich einen anderen Job gesucht.

Die Kriterien sind schon auf 8 Stunden gerechnet hart. Die Berechnungsgrundlage stimmt also überhaupt nicht.

@07:47 von Captain Einsicht
Sie scheinen die Post auch nur als Empfänger zu kennen. Sonst kann ich mir ihre Pauschalitätenparade nicht erklären.

Entfristung nicht gleich Entlassung

Die Folgen der Privatisierung sind ein Segen für die Allgemeinheit! Mittlerweile macht die Deutsche Post Gewinne und ist nicht mehr angewiesen auf Zuschüsse vom „Fernmeldewesen“!

Ehrlicherweise finde ich 20 Tage als Benchmark in 2 Jahren auch ein wenig sportlich, jedoch hat dies ja nicht unbedingt zur Konsequenz das der Mitarbeiter entlassen wird, sondern auch weiterhin die Chance hat sich zu bewähren und somit eine entfristete Stelle zu erhalten...

Ist nicht ernst gemeint, oder?

07:47 von Captain Einsicht
"Unter anderem mit ein Grund für das Scheitern des Kommunismus."
Jetzt ist also schon der Kommunismus an kranken Briefträgern gescheitert?
Sie scheinen das moralische Problem nicht erkannt zu haben. Dann mal eine offizielle Zahl der Krankenkassen. Diese haben ermittelt, daß die Durchschnittsfehltage für AN mit Bürotätigkeiten bei 13 Tagen/Jahr liegen. Mit 10T/J müssen also Postmitarbeiter, die bei Wind und Wetter arbeiten, weniger fehlen, als eine Sachbearbeiterin oder Sachbearbeiter?

Post will umstrittene Entfristungsregeln beibehalten

Und wer das nicht will sendet sein Briefe mit dem Sozialdienst Postcom oder bezahlt schon mal 1€ mehr für Postdienstleistungen.

um 09:07 von Quereinwerfer

"20 Tage in 2 Jahren ist schon zu viel? Wen einen Grippe erwischt, liegt alleine schon mal 10 Tage im Bett. Und was ist "langsam arbeiten"? Auch hier gibt es alle Stufen."

Ja 20 Tage in 2 Jahren sind definitiv zu viel, ausgenommen längere begründete Ausfallzeiten. Diese wurden von Hr. Ogilvie explizit aufgeführt:
"Wenn es eine Grippewelle gab oder jemand einen Sportunfall mit langer Ausfallzeit hatte, kann von den Eckpunkten durchaus abgewichen werden."

Eine Grippewelle erwischt einen auch nicht jedes Jahr ...

Mit Ihrer Einstellung werden sie es sehr schwer haben beruflich erfolgreich zu sein.

Jedes Unternehmen, nicht nur die Post, bezieht häufige Krankheitstage in die Bewertung eines Mitarbeiters ein.

"Langsames Arbeiten" leitet sich am Betriebsinternen durchschnitt ab. Im Fall der Post wird es da Produktivitätskennzahlen geben.

Zuletzt muss ich Ihnen mitteilen, dass es mir bei diesem Kommentar um wirtschaftliche Aspekte ging und nicht um politische Ideologie.

Folgen einer verfehlten Politik

Das sind die Folgen der Politik der letzten Jahrzehnte. Immer mehr Deregulierung, immer mehr Flexibilisierung, immer mehr Unternehmen wurden aus staatlicher in privater Hand überführt (Post, Bahn u.a.). Was ist die Folge ? Vorstände, die ständig nur Gewinnoptimierung im Blick haben, jedoch ihrer Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern nicht gerecht werden (nicht bei allen Unternehmen). Da sollten sich die Politiker, die in den letzten Jahren auch Verantwortung trugen, zunächst auch an die eigene Nase fassen.

Folgen einer verfehlten Politik

Das sind die Folgen der Politik der letzten Jahrzehnte. Immer mehr Deregulierung, immer mehr Flexibilisierung, immer mehr Unternehmen wurden aus staatlicher in privater Hand überführt (Post, Bahn u.a.). Was ist die Folge ? Vorstände, die ständig nur Gewinnoptimierung im Blick haben, jedoch ihrer Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern nicht gerecht werden (nicht bei allen Unternehmen). Da sollten sich die Politiker, die in den letzten Jahren auch Verantwortung trugen, zunächst auch an die eigene Nase fassen.

Post

Was nun Herr Scholz?

Was die Post da treibt, kann moralisch angreifbar sein, rechtlich ist es zulässig. Der Aufsichtsrat kann höchstens die befristeten Stellen reduzieren. Mehr geht nicht.

Ob großen Sprüchen auch kleine Taten folgen ist besonders bei Herrn Scholz mehr als fraglich.

Ich trage Wochenzeitungen und Prospekte aus.

In den letzten jahren ist mir aufgefallen, dass sich die Briefträger immer schneller bewegen.
Die gehen teilweise so schnell wie Leistungssportler.

Wenn wir uns ins Gehege kommen und die selben Kästen stecken wollen, werden die Briefträger sofort nervös.

Jetzt weiss ich warum.

Diese Arbeit bei 30° im Schatten, bei Wind, Regen oder Temperaturen unter Null. Jeden Tag. Dafür auch noch maximal 20 Krankheitstage in zwei Jahren zu fordern ist unmenschlich und nur von Mitarbeitern unter 40 zu schaffen.

Unsere Gesellschaft im fünftreichsten Land der Welt ist einfach nur krank!

Solche Entscheidungen werden inzwischen von Menschen getroffen, die völlig von der Tätigkeit, über die sie Entscheidungen treffen, entkoppelt sind oder noch nie in ihrem Leben ernsthaft körperlich gearbeitet haben.

Früher haben alle Wehrdienst oder Sozialdienst geleistet und so wenigstens ein bisschen in körperliche Arbeit hineingeschnuppert.
Ich bin deshalb dafür, dass ein soziales Jahr wieder Pflicht wird.

das wird in allen Firmen so gemacht

vor 5 Jahren suchte ich für meinen Einzelhandelsladen eine Aushilfe.

Die erste stellte sich vor mit der Bemerkung, dass sie nichts heben darf,
die zweite durfte sich nicht bücken, die dritte durfte sich nicht bücken und nichts heben. Die vierte kam am ersten Tag wegen Unpässlichkeit 2 Stunden zu spät.

Natürlich hat ein Arbeitgeber das Recht

die Qualität, auch Fitness, seiner Mitarbeiter zu bewerten. Das muss aber individuell geschehen mit persönlicher Zuwendung; anderenfalls wird der Mitarbeiter zum Arbeitssklaven.
Völlig dämlich, was die Öffentlichkeitswirkung betrifft, ist diese numerische Regel. Sie ist an Arroganz nicht zu überbieten.

Frage an den Vorstand der Post

Wie sieht es denn aus, wenn ein Vorstandsmitglied der Post einen Unfall mit langwierigem Heilungsverlauf oder Krebs hat?

Wird der dann auch gleich entlassen oder wird dann das Porto erhöht?

@ 09:59 von stöberkarl

das wird in allen Firmen so gemacht

vor 5 Jahren suchte ich für meinen Einzelhandelsladen eine Aushilfe.

Die erste stellte sich vor mit der Bemerkung, dass sie nichts heben darf,
die zweite durfte sich nicht bücken, die dritte durfte sich nicht bücken und nichts heben. Die vierte kam am ersten Tag wegen Unpässlichkeit 2 Stunden zu spät.

Lassen Sie mich raten: Sie zahlen Mindestlohn?
Aber mal ernsthaft. Ich habe mehrere Freunde, die im Bereich Einzelhandel tätig sind. Da ist keiner ohne körperliche Probleme dabei. Eine Freundin musste Ihre Arbeit mit 50 aufgeben wegen Rückenproblemen.

Vielleicht liegt es an der Arbeitsbelastung und der Bezahlung, dass es nicht genügend gesunde Arbeitskräfte für diese Jobs gibt?
Wer will bei der schlechten Entlohnung und der 6-Tage Schichtarbeit auch noch ein Fitnessstudio besuchen und bezahlen?

Im Büro wird eben einfach mehr gezahlt und trotzdem kann man die körperliche Belastung problemlos bis 65 aushalten.

um 09:41 von Bernd39

Das mit dem Kommunismus war bezogen auf fehlenden Leistungsdruck.

In den durchschnittlichen Krankheitstagen sind auch langzeit Kranke eingerechnet, die den Schnitt wesentlich erhöhen.

Auch hier wird die Post interne Durchschnittswerte haben an denen Sie sich orientiert... wahrscheinlich sind dort die Langzeitkranken rausgerechnet ...

Das ganze so Medien wirksam aufzubauschen und zu verteidigen ist halt nicht besonders klug, aber solche Kriterien fließen in jedem Unternehmen ein.

20 Krankheitstage in 2 Jahren?

Wenn man keinen Unfall oder eine chronische Krankheit hat, schaffen das nur Faulenzer und Montagsfreimacher.
Vernünftige Regelung bei der Post! Irgendwie muß man die faulen Eier doch im Vorfeld aussortieren.

Dieses „Be - und Entfristungsthema“ fühlt

sich für mich so an, wie ein Streit über die Krümel die vom Tisch der „Großen“ herunterfallen. Der Kampf des „kleinen Mannes“ eben. Die Basis einer Wertschätzung der Arbeitnehmer ist die Entlohnung und die soziale Sicherung des Arbeitsplatzes. Damit geht auch die Stellung in der Gesellschaft und damit der soziale Frieden einher. Da es momentan im Niedriglohnsektor ein höherer Andrang an Arbeitnehmern gibt, agiert die Post halt als unsozial agierender Vorreiter. Die Politik schaut zu und hat diesen Zustand ja überhaupt erst einmal per Gesetz möglich gemacht.

Wann begreift der brave Bürger endlich?

Wie im Kindergarten die Tante, so reden unsere Politiker auf Übeltäter ein. Und wie im Kindergarten, so scheren sich die Übeltäter einen feuchten Kehricht darum. A400M, Tollkollect, S21, BER, Atommüll, Dieselskandal, Bahn (Pofalla), Post etc. etc. Und wie im Kindergarten nehmen sich die braven Kinder das zu Herzen und glauben, dass es bald besser wird, weil die Tante ja so herzergreifend geredet hat.

Post will umstrittene Entfristungregeln beibehalten...

Es geht also so weiter.Vermutlich deshalb,weil der Vorstand keinen Gegenwind bekommt.Der zwanzigprozentige Anteil an den Aktien,der beim Bund liegt,wird also nicht dazu benutzt,Druck zu machen für sozialere Regelungen.Dabei wäre das leicht:Auf der nächsten Hauptversammlung könnte gegen die Entlastung des Vorstands gestimmt werden.Oder es könnte damit gedroht werden
den Aktienanteil auf einmal auf den Markt zu werfen,was wahrscheinlich zum Rückgang der Post-Aktie führen würde.
Aber die große Koalition will das nicht.

Sich jetzt über die Post

mokieren ist völlig daneben. Die Post ist privat und alle Firmen handeln mehr oder weniger so, oder es geht um besonders wichtige Facharbeiter die nicht vorhanden.
Briefträger oder Paketfahrer muss man nicht studieren, sind viele Quereinsteiger die das machen.
Und Menschen die Arbeit suchen gibt es mehr als reichlich.
Die anderen Firmen machen das einfach unter einem anderen Grund oder Deckmantel, also nicht so tun als wäre das was Neues.
Der Staat hat alles ausgelagert und die wollen Gewinn machen, das scheint für einige auch eine ganz neue Erkenntnis zu sein.

Unterkühlt und unglaubwürdig

Herr Scholz mag zwar empört gewesen sein aber letztlich kann er wohl kaum was unternehmen solange die Post mit Ihren Regeln nicht gegen Gesetze verstoßen. Falsche Versprechungen, Unglaubwürdigkeit und Lobbyismus sind doch seit Jahrzehnten an der Tagesordnung in unserer Politik, warum sollte sich daran was ändern und somit auch am Vorgehen der Deutschen Post?

Diese Praxis...

Die Praxis gibt's im öffentlichen Dienst schon lange. Einer Kollegin von mir wurde die Verbeamtung zuerst verweigert, weil sie zu übergewichtig war. Erst nachdem sie abgenommen hatte, wurde sie ein Jahr später verbeamtet. Auch muss man vorher zum Amtsarzt und erst wenn der sein OK gibt, wird man verbeamtet.
Von daher ist die Aufregung über die Post von manchen Politikern scheinheilig.

Zusteller

Habe-hatte einen neuen Zusteller.
Er stellte generell nie zu, sollte Packete immer in einen Shop abholen.
Habe sogar Ersatzadresse angegeben, im Haus nebenan, ein 24 Std. Internetkaffee.
Beschwerdestelle hat ihn nach Prüfung des Sachverhaltes entsorgt.
Wenn so etwas nicht Möglich ist, gute Nacht.

Show

Scholz wird auch nichts daran ändern. Er, als ehemaliger Arbeitsminister hat die Agenda 2010 vorbehaltlos unterstützt und steht auch heute noch dahinter. Diese SPD mit ihrem Personal in einer GroKo ist total unglaubwürdig:::::::::::::::::::::::::

Ich würde es auch so machen

Ich möchte auch keine Mitarbeiter, die ständig krank sind. - Man müsste sich mal wieder fragen, warum so viele Mitarbeiter so oft krank sind -
Vielleich müssten wir mal wieder von einer Spaß- und Freizeitgesellschaft wegkommen und Bürgern wieder mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben zumuten. Z. B. ist die Freizeit AUCH dazu da, sich zu erholen und nicht nur, sich noch mehr aus-zu-powern. Darum heißt auch der Erholungsurlaub Erholungs-Erlaub und nicht Spaß- und Abendteuerurlaub. Ohne Frage gehört Spaß und Freude auch zum Leben! Ich habe aber oft genug "Arbeitnehmer" erlebt, die selber sagen: Ausruhen kann ich mich ja an der Arbeit, also los, heute Nacht machen wir 'ne Sause... Kein Wunder, dass so viele krank sind.

Völlig falsche Baustelle

Anstatt sich über die Post aufzuregen, die ja offensichtlich immerhin Entfristungen vornimmt, sollten alle Unternehmen an den Pranger gestellt werden, die aus Prinzip nie entfristen und deren gängige Praxis Kettenbefristungen oder genereller Rausschmiss nach 2 Jahren ist!!! Dabei würden mehr als nur 1 Unternehmen aufpoppen. Darüber sollte man sich aufregen, nicht über Unternehmen, die zumindest versuchen, sich Kriterien zu überlegen, wonach Entfristungen vorgenommen werden.

@AbseitsDesMains... - 08:54

"Und wenn man dann einen "Blaumacher" unbefristet eingestellt, wird man ihn bei den deutschen Gesetzen und Arbeitsgerichten tatsächlich nie wieder los."

Das passiert aber auch nur Arbeitgebern, die arbeitsrechtlich nicht viel drauf haben.

Arbeitsgerichtlicher Standard bei nachweislich vorgetäuschter AU, unkorrekte Arbeitsunfähigkeitsanzeige und häufiges Zuspätkommen sind gängige Kündigungsgründe.
Wenn man dabei nur auf Verdacht kündigt oder den Weg Ermahnung-Abmahnung-Kündigung nicht einhält, kann es vorm Arbeitsgericht auch mal daneben gehen.

Vorstand Post

Da der Vorstand der Post einen so wichtigen Posten vertritt, dürfte er aus meiner Sicht sowieso als unentbehrlich gelten und müsste
nach zwei Fehltagen hintereinander innerhalb von zwei Jahren , entlassen werden.
Wir können es uns nicht leisten einen so wichtigen Posten wegen einer Erkrankung unbesetzt zu lassen.

Jeder, der eine

Jeder, der eine Beamtenlaufbahn anstrebt, muss seine Vorerkrankungen angeben, seine behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht entbinden und wird von einem Amtsarzt "auf den Kopf gestellt". Stellt der eine ungünstige Prognose(!), war's das mit der Verbeamtung.
Warum regt sich darüber keiner auf?

Absolut in Ordnung. Wer in

Absolut in Ordnung. Wer in der Probezeit dauernd Krank ist, wird das bei Festanstellung auch sein. Und da ich selber erlebt habe, wie es heutzutage eine regelrechte Blaumachgesellschaft gibt, die wartet, bis sie rausgeschmissen wird und sich dann Monate durchklagt, um doch noch Kohle abzugreifen, würde ich auch niemanden fest anstellen. Lieber abwarten und schauen, ob der Arbeitnehmer seinen Job ordentlich macht.

Befristung zur Verlängerung der Probezeit

Dass dem Leitungspersonal klare Regeln genannt werden, um Entscheidungen zur Festeinstellung zu treffen, finde ich okay. Dass staatlicherseits mittels befristeter Arbeitsverträge ermöglicht wird, die 6-monatige Probezeit auf 2 Jahre zu verlängern, ist das eigentliche Problem. Bei der Post, so lese ich das, wird die Probezeit regelmäßig via Zeitverträgen verlängert. Dazu sollten Zeitverträge nicht genutzt werden dürfen. Besonders nicht von einem Konzern, der auf Jahrhunderte von Erfahrungen zurückgreifen kann und sehr wohl in der Lage ist, seinen Personalbedarf über einen längeren Zeitraum als auch einen Arbeitnehmer schon nach 6 Monaten einzuschätzen. Hier wird die Befristung offensichtlich als Existenz bedrohendes Druckmittel zur unternehmensinternen Leistungsteigerung missbraucht.

Jeder

der gegen dieses scheinbare unsoziale Verhalten meckert, möge sich bitte selber vorstellen das er ein Betrieb führt und die Ausfälle kompensieren muss, ohne das seine Zeitgebundenen Aufträge darunter leiden.

Aber es gäbe noch andere Stellschrauben des Unternehmens, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern, z.B. die Bezirke kleiner zu schneiden.

Aber dies würde eine Budgetüberschreitung bedeuten und den EBIT verkleinern und somit auch die Tantiemen der Führungsetagen.

Ließt man mal die Spartenberichte der Deutschen Post DHL durch, dann werden Verluste von Tochterunternehmen durch den Brief- und Paketbereich in Deutschland mitfinanziert. Ist nunmal so in einem Multikonzern wie es die Post nunmal ist, aber Gerecht gegenüber dem Zusteller in Deutschland ist etwas anderes ...

Ich habe eine große Hochachtung vor jedem Zusteller, der tagtäglich mir immer noch lachend einen "guten Morgen" wünscht.

@schlagfertig - 10:32

"Habe-hatte einen neuen Zusteller.
Er stellte generell nie zu, ..."
Ja, so einen hatte ich auch. Nur noch eine Nummer schärfer. Er schaffte nur die Hälfte der Tour und kübelte alle anderen Sendungen direkt in die Postfiliale - aber OHNE Benachrichtigungsschein. Wie auch, er ist ja gar nicht bis zum Empfängeradresse gekommen. Er hat die Sendungen aber auch nicht mit zurück ins Depot genommen, damit sie am nächsten Tag noch einmal auf Tour gehen könnten. Oder dort gescannt, in die Filiale gebracht und dem Empfänger mit der Briefpost eine Abholkarte zugestellt werden kann. Da hätte er sich nämlich offenbaren müssten. Das haben dann die überreichlichen Beschwerden und Nachfragen nach verschollenen oder von der Filiale wegen Nichtabholung retournierten Paketen erledigt.
DAS ist die unterdurchschnittliche Arbeitsleitung, wegen der ein Vertrag nicht entfristet wird.
Und nun mal ehrlich: Wer will solch einen zum Kollegen, als Angestellten oder von ihm Paket (nicht) zugestellt bekommen?

@cari

In meinen inzwischen über 40 Berufsjahren kann ich Ihre doch, wie ich finde, überheblich Sicht auf die Krankheitstage von Mitarbeitern/Kollegen nicht teilen. Bakterielle Infekte, virale Erkrankungen Stress, Sorgen und Krankheit in der (Eltern,Kinder) Familie, unverschuldete beruflich bedingte Erkrankungen, Unfälle auf dem Weg zur Arbeit....

Beamte

Dann wunderts mich doch, die viele fetten Leute in den Amtsstuben.
(Scherz)

@Ute Ziemes, @ Unding

Das ist eigentlich des Pudels Kern.

Das Bimbamborium um die Auswahlkriterien der Post lenkt wunderbar von diesen unsäglichen Befristungsorgien ab, die der Gesetzgeber den Unternehmen auch so gestattet.

Anstatt dem Post-Vorstand in die Auswahlkriterien reinzuquatschen, sollte Olaf Scholz (SPD) mit seiner Partei mal endlich mit diesem Beschäftigungselend der gesetzlichen gebilligten Befristungen aufräumen.

Befristungen mit Sachgrund - ja.
Befristungen ohne Sachgrund - Nein!

lest doch bitte erst mal

es geht hier darum, das ein befristeter Arbeitsvertrag nur dann in einen festen Arbeitsvertrag umgewandelt wird, wenn der betroffene Arbeitnehmer nicht mahr als 20 Tage (Arbeitstage) krank gemeldet war und keine 2 (SELBSTVERSCHULDETE) Unfälle verusacht hat. Das ist doch wohl eine völlig akzeptable Regelung. 20 Arbeitstage das sind ca 5% der Arbeitszeit. Und Leute die nicht fahren können gehören nicht hinter das Steuer eines Postfahrzeugs!
Das die Regeln der Post, mit den Auslagerungen der Dienstleistungen eigentlich unakzeptabel sind ist was ganz anderes.

richtig so!

Es mag unpopulär sein. Aber die Aufregung um die anlasslose Befristung ist nur ein Showkampf. Zum einen ist sie ein völlig vernünftiges Mittel um neuen Mitarbeitern über die Probezeit hinaus eine kurzfristige Perspektive zu garantieren als auch um ihnen eine befristete Bewährung zuzumuten. Davon profitieren Unternehmen und Kollegen.
Zum anderen wird soziale Gerechtigkeit nicht durch den Wegfall der Motivationskontrolle erreicht. Da bestehen weitaus effektivere Möglichkeiten um die Rahmenbedingungen körperlicher Arbeit sowie deren Entlohnung mit denen aus bisher anderen Lohngruppen zusammen zu führen.
Offensichtlich ist das nicht gewollt. Auch nicht von den Arbeitnehmervertretern. Am Ende des Tages ist die eine Berufsgruppe erschöpft, die andere gönnt sich den Gang in die Teilzeit oder berufsbegleitende Fortbildungen. Bei den großen Tarifverhandlungen schiebt die anteilsmäßig größere erste Gruppe den Karren der zweiten immer weiter von sich weg und verleiht Argumente und Kampfkraft.

Sorry werte Post aber da sage ich klar nein!

Sorry werte Post aber da

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-arbeitsvertraege-entfristung-1...

Trotz vehementer Kritik will die Deutsche Post an ihrer Praxis bei der Entfristung von Arbeitsverträgen festhalten. Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" betonte der Personalvorstand des Unternehmens, Thomas Ogilvie, die Kriterien "haben sich bewährt" und seien "arbeitsrechtlich nicht zu beanstanden".

sage ich nein, weil es menschenverachtend und grundgesetzwidrig ist und dann braucht ihr euch nicht mehr zu wundern, wenn keiner mehr fuer euch arbeiten möchte! Bei uns kommt schon seit Tagen kaum noch Post an, weil sich wohl auch bei uns schon die Postboten verweigern. Gut und richtig so, auch wenn ich auf wichtige Post vom Finanzamt warte.

Ich verlange von der Post nach wie vor die Ruecknahme dieser Bedingungen. Ansonsten sollte die Post boykottiert werden und alle Postaktien auf den Markt geworfen werden!

Von Scholz erwarte ich zu dem hier weiterhin Taten

Außerdem erwarte ich von Scholz zu dem hier weiterhin Taten:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-arbeitsvertraege-entfristung-1...

Diese Einschränkungen bei der Vergaben unbefristeter Verträge war auf massive Kritik gestoßen - unter anderem bei Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Er hatte in der ARD angekündigt, sich für arbeitnehmerfreundlichere Bedingungen einsetzen zu wollen. Er werde nicht hinnehmen, dass bei der Post als einem Unternehmen mit indirekter Bundesbeteiligung Arbeitnehmer, wenn sie zu oft krank seien oder zu langsam arbeiteten, Probleme bei einer unbefristeten Beschäftigung bekämen. Scholz hatte Gespräche zwischen dem Aufsichtsrat der Post und deren Unternehmensführung angekündigt.

Scholz muss hier massiven Druck auf die Post machen! Weiterhin kann man allen Postboten nur raten, auf andere alternative Anbieter auszuweichen so lange und zu sagen dass ihr euch nicht mehr an die Verträge gebunden fuehlt.

um 07:47 von Captain Einsicht

"Was soll das denn für ein Signal in einer Leistungsgesellschaft im internationalen Wettbewerb sein?"

20 Tage krank in zwei Jahren ist nicht viel, wenn es sich z.B. um einen Krankenhausaufenthalt oder eine einfache Grippe handelt. Inwiefern die Post hier trennt zwischen den Montagskranken, die ggf. "nur" 19 Einzeltage fehlen oder jemand mit einer schwierigen Krankheit, die höher als die "magische Grenze" liegt, bleibt der Artikel schuldig - oder ich habe es schlicht überlesen.

In Deutschland waren schon

In Deutschland waren schon Dinge legal, das glaubt man nicht.

Tja, so ist das eben das derzeitige Leben in der Zeit der...

...Vollbeschäftigung.
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Wie Vollbeschäftigung werden jetzt wohl einige sagen.
Wir haben doch so viele Arbeitslose?

Die Quote ist extrem niedrig und deshalb haben wir quasi eine Vollbeschäftigung und in der können es sich eben Arbeitsgeber leisten solche Maßnahmen wie hier die Entfristungsregel durchzuführen.

Ist dies eine "schlimme Entwicklung"?
Ich meine ja, denn die Kriterien dazu sind meiner Ansicht nach falsch.

Bspl.:
Ein Arbeitsnehmer hat einen Unfall und bricht sich ein Bein.
Er fällt eine längere Zeit aus und schon sind die 20 Tage auf dem Konto.

Oder man hat das Pech innerhalb der Zeit 2mal eine "dicke" Erkältung zu bekommen.
Da können auch mal schnell 20 Tage zusammenkommen.

Und genau aus diesem Grund sind die Werbesprüche auf den "gelben Wagen" wir suchen Mitarbeiter der blanke Hohn.

Klingt Hart aber ist auch Warheit dahinter

wenn man krank ist, ist man allgemein auch sozial isoliert und kann mit dem lebens nicht mehr mithalten. jeder kranke weiss dass und niehmand will krank sein oder krank werden, da es immer mit einem socialen ende verbunden ist( natürlich ist ausschlagebend wie krank man ist). mit einer grippe ohne fieber kann man weiter arbeiten nur wenn man weiter arbeitet steckt man auch ander kollegen an. wie man es dreht oder wendet es giebt keine garantie im leben und wir sind alle abhängig von einer sozialen hilfbereitschaft einer gesellschaft, die hier untergraben wird.

@Zeitlos-Geistlos - 11:44

"Es mag unpopulär sein. Aber die Aufregung um die anlasslose Befristung ist nur ein Showkampf. Zum einen ist sie ein völlig vernünftiges Mittel um neuen Mitarbeitern über die Probezeit hinaus eine kurzfristige Perspektive zu garantieren als auch um ihnen eine befristete Bewährung zuzumuten."

Glauben Sie auch was Sie da schreiben?
Ein Zusteller, der sich innerhalb einer normalen Probezeit von 3 - 6 Monaten bewährt hat soll danach nochmal eine befristete Bewährung durchlaufen?

"Davon profitieren Unternehmen und Kollegen."

Unternehmen ja - und wie profitieren die Kollegen von den Befristungen?

"Zum anderen wird soziale Gerechtigkeit nicht durch den Wegfall der Motivationskontrolle erreicht."

Soziale Gerechtigkeit wird über Befristungen gar nicht erreicht.
Bei Branchen, die überwiegend befristete Beschäftigungsverhältnisse unterhalten sind keine normalen Betriebsratsstrukturen möglich. Die gesetzliche Interessenvertretung ist damit zerschossen.

Von wegen, "soziale Gerechtigkeit".

Jetzt mal ehrlich, wer würde denn...

von uns, wenn er Unternehmer wäre, jemand einstellen, wo er weiß dass er sich auf den nicht verlassen kann?
Weil er, auch welchen Gründen auch immer regelmässig krank ist. Ich kenne niemand und nichtmal die Kirche als Arbeitgeber würde solche Menschen einstellen wollen.

Wenn die Post nicht umdenken

Wenn die Post nicht umdenken kann, dann muss sie dazu gezwungen werden. Geht nicht, dass Unternehmen auf Massnahmen des Frühkapitalismus zurückgreifen, und wir zucken die Schultern. Wo ist die Gewerkschaft, sonst hat doch immer einer eine Trillerpfeife im Mund, wieso hier nicht?

@ um 14:00 von Wanderfalke

"Glauben Sie auch was Sie da schreiben?"
Interessant, was so im Einklang mit der Netiquette der TS ist. Völlig unnötige Zeichenfolge.
Zur Erinnerung:
"Provozieren Sie nicht auf einer persönlichen Ebene und lassen Sie sich nicht provozieren."

"Bei Branchen, die überwiegend befristete Beschäftigungsverhältnisse unterhalten sind ..."
Hier hat der Gesetzgeber einige Möglichkeiten die anlasslose Befristung einzuschränken ohne sie gänzlich abzuschaffen. Ich kann zumindest kein Argument entdecken, warum eine befristete Vertragsgrundlage nach Probezeit nicht zumutbar wäre, um anschließend ein belastbares Langzeitverhältnis einzugehen. Wie gesagt, es bietet kurzfristige Planungssicherheit (ausschließlich für den Arbeitnehmer) und eine gute Chance darüber hinaus. Probezeit und Befristung sind nur auf den ersten Blick ähnlich und sollten nicht in einen Topf gesteckt werden. Eine wiederholte Befristung würde ich ablehnen, die sollte nur einmalig erfolgen.
So unterschiedlich können Meinungen sein.

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