Ihre Meinung zu: DGB-Bundeskongress: Arbeit wird nicht weniger, aber anders

13. Mai 2018 - 12:43 Uhr

Wie sieht die Arbeit der Zukunft aus? Darum geht es auf dem DGB-Bundeskongress. Zum Auftakt sprach Bundespräsident Steinmeier. Er warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft. Von B. Schmeitzner.

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Kommentare

Das mag so sein

aber die Spaltung ist doch lange vorhanden und wird auch stärker werden, niemand zahlt für nichts tun einen Lohn.
Früher mussten Eltern auch alle Vollzeit arbeiten um die Kinder zu ernähren und das mit viel viel weniger Kindergeld und was es alle gibt.
Die Hälfte der Bevölkerung hat wenig zum Leben, und Deutschland wird mehr.
Und immer weniger werden arbeiten, die Ganzen Ideen gehen nicht auf.
Das dicke Ende ist nicht mehr weit.

....verunsichere aber auch die Menschen

in der es zunehmend Verunsicherung gebe, einen Rückzug ins Nationale, Populismus.
.
und wen wundert es dann, dass Menschen sich aufs für sie wesentliche und überschaubare zurückziehen

Der Scheinheilige!

Steinmeier war 2010 der Architekt niedriger Renten. Der Wasserträger Schröders predigt heute als Heilsbringer und hat vergessen, dass er ein sozialer Verräter ist. Er kann Gauck die Hand reichen.

14:01 von wenigfahrer

Früher mussten Eltern auch alle Vollzeit arbeiten um die Kinder zu ernähren
.
wird das heute so gesehen ... ?
in meiner Jugend ging der Vater aus dem Haus, da schliefen die Kinder noch
kam von der Arbeit zurück, da lagen die in der Falle
da hat man weniger gejammert, nach dem Staat oder der Gesellschaft geschriehen
Scheidung ... Alleinerziehend ... Privatsache (man raufte sich zusammen)
so wenig wie das damals gut war, kaum Hilfe zu erhalten;
wird heute etwas zu sehr gefordert

@Sisyphos3, 14:04

in der es zunehmend Verunsicherung gebe, einen Rückzug ins Nationale, Populismus.
und wen wundert es dann, dass Menschen sich aufs für sie wesentliche und überschaubare zurückziehen

Wundern oder nicht, ein Armutszeugnis ist dieser Rückzug ins Nationale und den Populismus allemal. Wenn das also "das wesentliche" ist ...
Die Aufklärung ist Jahrhunderte alt. Manchmal könnte man denken, sie hat noch gar nicht begonnen.

"...müsse dabei aber fair und gesund bleiben..." OK

Na da bin ich mal gespannt, ob der Wille dazu nicht schnell wieder "versandet"....

Das mit der Erreichbarkeit ist OK, solange es gut bezahlt wird. 100€ pro Tag sollte das Minimum sein - wie eine professionelle Rufbereitschaft. Ansonsten: NEIN und Handy aus.

Eine Verunsicherung kann ich

Eine Verunsicherung kann ich nicht erkennen. Veränderungen in der Arbeitswelt werden doch in Deutschland, anders als in z.B. Frankreich, mit Freude aufgenommen, denn jeder weiss, ohne permanenten Strukturwandel und Anpassung ist die derzeitige quasi Vollbeschäftigung und der sehr hohe Lebensstandard für alle nicht zu halten. Allerdings wird ein bisschen viel nach " unten " umverteilt. So zahlen 10% der Beschäftigten 60% der Einkommensteuer.

DGB-Bundeskongress:Arbeit wird nicht weniger-aber anders

Steinmeier hat dort ein Heimspiel.Und natürlich ist er gegen das bedingungslose Grundeinkommen.Das würde ja bedeuten,daß niemand den schlechten und Billigjobs hinterherlaufen muß.Persönliche Freiheit möchte er nicht.
Die Gewerkschaften haben sich in letzter Zeit hervorgetan.Aber nicht mit guten Tarifabschlüssen,sondern mit Zurückhaltung und illusionärem Komanagement.Gewerkschaftschef gefallen sich,wenn sie Lob und Lächeln von der anderen Seite bekommen.
Die starke deutsche Exportwalze,die andere Volkswirtschaften niederdrückt-der DGB ist dabei.

Also Steinmeier sagt

Es gehe darum, die hart erkämpften Arbeitnehmerrechte - faire Löhne, Begrenzung der Arbeitszeit, Mitbestimmung, Streikrecht - zu verteidigen und der modernen, digitalen Arbeitswelt anzupassen.

Wenn ich solche Sätze von einem neoliberalen Agenda-Architekten höre, ist mir klar, was gemeint ist. Die Arbeitnehmerrechte "anpassen", z.B. mit Eingriffen ins Streikrecht (Idee: SPD), großzügigem Verzicht auf die Arbeitgeber-Rentenbeiträge für Presseunternehmen zu Lasten der Beschäftigten (Idee: SPD), Schenken der KV-Beiträge für betriebliche Altersvorsorge an die Arbeitgeber, stattdessen kassieren derselben bei den Arbeitnehmern (Idee: SPD). Warum spricht dieser Mann auf einer Gewerkschaftsveranstaltung? Weil es eigentlich ganz gut zu den derzeitigen Gewerkschaften passt?

Natürlich sind die Sorgen der

Natürlich sind die Sorgen der Arbeitnehmer und der Arbeitslosen (!) nicht neu. Aber diese Sorgen sind zu allererst von Herrn Steinmeier, als maßgeblicher Konstrukteur der Agenda 2010 unnötigerweise verstärkt worden. Die Gewerkschaften haben sich dabei, durch unterlassenen Widerstand, ebenso an der Verstärkung der Sorgen der Arbeitnehmer Schuldig gemacht.
Und bisher ist weder bei der SPD noch bei den Gewerkschaften eine Änderung in Sicht!
Fr Nahles, als Arbeitsministerin, hat sich zu allem Überfluss dann noch zusätzlich mit der Beschneidung von Gewerkschaftsrechten hervorgetan.
Und gegen ein BGE sind diese Damen und Herren, weil sie meinen, nur wer arbeitet dürfte auch essen.
Wenn es nur danach ginge, müsste Steinmeier noch Geld mitbringen ins Präsidentenamt.
Hat der sich schon zur Senkuzdes sogenannten Ehrensoldes geäußert? Bei einem seiner Vorgänger wurde die Höhe noch zu Recht bemängelt. Wenn man selber profitiert, ändert sich die Sichtweise ganz schnell.
Armseliger Präsident.

14:24 von frosthorn

@Sisyphos3, 14:04

in der es zunehmend Verunsicherung gebe, einen Rückzug ins Nationale, Populismus.
und wen wundert es dann, dass Menschen sich aufs für sie wesentliche und überschaubare zurückziehen

Wundern oder nicht, ein Armutszeugnis ist dieser Rückzug ins Nationale und den Populismus allemal. Wenn das also "das wesentliche" ist ...
Die Aufklärung ist Jahrhunderte alt. Manchmal könnte man denken, sie hat noch gar nicht begonnen.
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*
Wer sich auf die Zeit von 1933 bis 45 beschränkt, aber 1945 bis 1989 verschweigt.
*
Auch der hat mit Aufklärung noch nicht begonnen.

Solange

AN-Löhne nicht automatisch prozentual am Gewinn der Firmen für die sie arbeiten teilhaben, solange die Arbeit des Kapitals geringer besteuert wird als die Arbeit des Menschen und solange der Mindestlohn nicht automatisch doppelt so hoch ist wie die Harz4 oder Grundsicherung, solange kann ich die spd und Steinmeier nicht ernst nehmen. Die Spaltung der Gesellschaft, vor der die SPD so gerne warnt, hat sie selber mit der Agenda eingeführt. In meinem Beruf gibt es nicht wegen, sondern trotz Digitalisierung Unterbezahlung, Stagnationen und Frust. Wir arbeiten uns arm und verlieren die Wertschätzung vor uns selber, weil wir jetzt schon wissen, dass wir es nicht schaffen werden jetzt und im Alter in Würde zu leben.

um 14:26 von WirSindLegion

Als Pflegekraft kann man von 100€ für die Rufbereitschaft noch nicht einmal träumen.
Die kriegen ein paar läppische € dafür.
Aber 100 wäre sicher für jede Bereitschaft das Minimum.

Da bin ich mal gespannt

erst letztens einen Bericht über eine Fluggesellschaft gesehen, die einen Roboter, zur abwicklung von telefonischen Beschwerden einsetzen. Dieses System funktioniert so gut, dass auf Personal verzichtet werden "könnte".
Man traut sich den Schritt nur noch nicht zu und wartet auf einen anderen der ihn macht. Und allein bei den Telefonhotlines stehen tausende Jobs auf dem Spiel.

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es genügend Arbeit für alle geben wird. Auch der Trend in der Industrie zeigt eindeutig in eine andere Richtung.
Beispiel Autoindustrie, dort werden Roboter auch zum Menschersatz genutzt. Menschen machen "nur" noch Dinge, die ein Roboter noch nicht kann.

@Manchmal könnte man denken 14:24 von frosthorn

"sie[ die Aufklärung] hat noch gar nicht begonnen."

Sie hat schon, nur wird sie jetzt wieder zurückgedreht.
Das sowas möglich ist, hätte ich vor 8 Jahren auch nicht geglaubt.
Back to the roots.. (in other words: neofeudalism)

Ich warte immer noch auf die moderne Form der 'Maschinenstürmerei'.
Ein bisschen davon werden wir wohl brauchen. (Ich bin dabei ;)

Am 13. Mai 2018 um 14:19 von Sisyphos3

" wird das heute so gesehen ... ? "

Nein eben nicht, leider ist der Blick mit dem Smarti in der Hand stark vernebelt.
Meine Eltern gingen beide arbeiten und das noch Schicht, wir Kinder haben uns gekümmert und ein Jammern so wie heute gab es nicht.
Waschmaschinen waren aus Holz und oben eine Rolle die wir Kinder gedreht haben zum aus wringen.
Mit 14 Jahren haben wir in den Ferien schon gearbeitet und sind zum Teil schon in die Lehre gegangen.

Das Gejammer ist echt beschämend, am liebsten Geld für nichts tun und Kindergeld dazu. Kita und alles möglichst um sonst und 2 mal Urlaub in Malle.

Alle mussten arbeiten um zu Leben, heute geht das nicht mehr. Deutschland wäre ohne diese Generationen von damals nicht auf dem Stand wie heute.
Man schämt sich langsam 47 Jahre gearbeitet zu haben, und zu doof war, weil es einfacher auch geht.

Gewerkschaften werden völlig überflüssig...

...und das ist die eigentliche Angst der Funktionäre. Denn mit dem Wegbruch der klassischen Erwerbsarbeit wird es auch kaum noch Menschen geben, die bereit sein werden, sich in Gewerkschaften zusammen zu schließen. Wenn Arbeit wieder Mangelware ist, wird jeder froh sein, eine Arbeit aufnehmen zu können und immer für sich selbst entscheiden, ob ihm Lohn und Arbeitszeit passen oder nicht.. Auch bzw. gerade mit einem bedingungslosem Grundeinkommen (oder wie auch immer wir das Kind benennen wollen)

@Eine Verunsicherung kann ich 14:28 von Werner40

"nicht erkennen."

Sie können Einiges nicht erkennen, vor allem die Gegenrechnung zu dem hier:
" Allerdings wird ein bisschen viel nach ' unten ' umverteilt. So zahlen 10% der Beschäftigten 60% der Einkommensteuer."

Dafür zahlen dann 1% denen mehr als 50% von Allem gehört, gar nichts.
Genauer (Apple, nur als Beispiel 0,3% )

In der Schule hab ich mal gelernt, das nennt sich Sozialstaat,
wenn die, die mehr haben, auch mehr zahlen.
Von weniger war da keine Rede.
Aber auch dieser Begriff zählt ja heute nicht mehr..

@werner40, 14:28

Allerdings wird ein bisschen viel nach " unten " umverteilt. So zahlen 10% der Beschäftigten 60% der Einkommensteuer.

Ja klar, wegen dieser Umverteilung nach unten geht ja auch die Einkommensschere immer weiter auf. Und übrigens: die von Ihnen genannten 10% erzielen deutlich mehr als 60% aller Einkommen. Ich fände es viel ungerechter, wenn der Vorstandsvorsitzende nicht mehr Steuern zahlt als seine Putzfrau.

14:34 von frosthorn

Also Steinmeier sagt

Es gehe darum, die hart erkämpften Arbeitnehmerrechte - faire Löhne, Begrenzung der Arbeitszeit, Mitbestimmung, Streikrecht - zu verteidigen und der modernen, digitalen Arbeitswelt anzupassen.

Wenn ich solche Sätze von einem neoliberalen Agenda-Architekten höre, ist mir klar, was gemeint ist. Die Arbeitnehmerrechte "anpassen", z.B. mit Eingriffen ins Streikrecht (Idee: SPD), großzügigem Verzicht auf die Arbeitgeber-Rentenbeiträge für Presseunternehmen zu Lasten der Beschäftigten (Idee: SPD), Schenken der KV-Beiträge für betriebliche Altersvorsorge an die Arbeitgeber, stattdessen kassieren derselben bei den Arbeitnehmern (Idee: SPD). Warum spricht dieser Mann auf einer Gewerkschaftsveranstaltung? Weil es eigentlich ganz gut zu den derzeitigen Gewerkschaften passt?
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*
*
Bei dem "großzügigen Verzicht" auf die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung ist aber keine Benachteiligung für den Arbeitnehmer erfolgt, die Aufzählung also populistisch?

Weniger Arbeit für höhere Löhne - hört die Signale!

Es wird Zeit, dass die Gewerkschaften aufhören, verlängerte Werkbank der Ausbeuterkonzerne und ihrer Manager zu sein. Wann setzen sich die Gewerkschaften endlich für eine deutliche Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit (10 Stunden pro Woche reichen bei freier Arbeitszeiteinteilung!) bei deutlich höherem Lohn (die aktuellen Gehälter müssten schon um 300% steigen) ein? Fairteilen der vorhandenen Arbeit dient dazu All*Innen im BRD-Territorium sich Aufhaltend*Innen in Lohn und Brot zu bringen. Finanziert werden könnte diese sinnvolle Beschäftigungsprogramm durch Überführung der Produktionsmittel in die Hand der Werktätig*Innen und derjenig*Innen, die z.B. lieber gesellschaftliche soziale Arbeit (etwa durch innere Einkehr zugunsten der Weltfriedin) bewerkstelligen. Aber auch hier haben sich die Gewerkschaften von ihrer originären Aufgabe - der Vergemeinschaftung der Produktionsmittel und dem Aufbau einer gerechten Gesellschaft - verabschiedet. Es wird Zeit für eine Umkehr!

Verteilung

Es wird also zuviel nach unten verteilt. Haben wir deswegen den größten Niedriglohnsektor mit über 10 Millionen Lohnsklaven in ganz Europa? Tendenz steigend.

14:35 von nie wieder spd

"" Natürlich sind die Sorgen der Arbeitnehmer und der Arbeitslosen (!) nicht neu. Aber diese Sorgen sind zu allererst von Herrn Steinmeier, als maßgeblicher Konstrukteur der Agenda 2010 unnötigerweise verstärkt worden. Die Gewerkschaften haben sich dabei, durch unterlassenen Widerstand, ebenso an der Verstärkung der Sorgen der Arbeitnehmer Schuldig gemacht.""
#
Da stimme ich Ihnen zu und wundere mich über unseren BP und den Gewerkschaften,denn diese hätten schon vor langer Zeit erkennen müssen das durch die Agenda 2010 die Schere zwischen Arm u. Reich immer größer geworden ist.

14:28 von Bernd Kevesligeti: Die starke deutsche Exportwalze

Das war beißende Ironie mit der Exportwalze, oder ?
Falls nicht:
OK.... Ich würde jetzt sehr gerne Ihre Alternative zur "deutschen Exportwalze" hören.
Einfach nichts mehr machen und bald bitterarm werden?
WC - Wohl kaum.....

Wir haben uns diese "Walze" mit viel KnowHow und harter Arbeit selbst erkämpft. Wenn andere Nationen unfähig sind da mitzuhalten darf das nicht unser Problem sein!
Sie wollen Rücksicht auf alles und jeden in der Welt nehmen? Na dann angenehmen Untergang - denn falls Sie es in Ihrer "Bubble" nicht mitbekommen haben: Der "Kampf der Nationen" ist auf Hochtouren und härter als je zuvor.

@Boris.1945

Wer sich auf die Zeit von 1933 bis 45 beschränkt, aber 1945 bis 1989 verschweigt. Auch der hat mit Aufklärung noch nicht begonnen.

Die Knechtung der Arbeitnehmerschaft wurde 1945 bis 1989 in der DDR perfekt zelebriert. Dieses System brauchte sich vor keinem Kapitalismus zu verstecken, es zu überwinden war sowas von nötig, und man kann jenen nur gratulieren, die das geschafft haben.
Sie haben auch recht damit, dass es da noch ewig gestrige gibt, die das gerne verschweigen. Aber wen konkret meinen Sie denn? Auf dem Gewerkschaftskongress habe ich nichts dergleichen mitbekommen. Und @frosthorn ist nun ganz bestimmt die falsche Adresse, um jemandem die Verherrlichung der SED-Herrschaft zu unterstellen. Sie lesen doch meine Kommentare regelmäßig.

@Boris.1945, 15:11

Bei dem "großzügigen Verzicht" auf die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung ist aber keine Benachteiligung für den Arbeitnehmer erfolgt, die Aufzählung also populistisch?

Aha. Durch den Verzicht auf die Arbeitgeberanteile wird niemand benachteiligt? Interessant.
Das Geld kann also einfach wegbleiben, und trotzdem haben alle nachher genau so viel wie zuvor? Warum werden denn dann eigentlich überhaupt Beiträge zur Rentenversicherung bezahlt, wenn sie gar nicht gebraucht werden, um die Renten zu finanzieren?
Ich akzeptiere, dass meine Aufzählung populistisch ist, wenn sie mir dieses wunderbare Konzept der Geldvermehrung erklären.

@14:40 von nie wieder spd: Stundensatz für 24h = 4,2 €

Wenn man 100 € auf 24h Rufbereitschaft umrechnet sind das nur 4,2 €.
Dafür, dass man dann in der Freizeit immer "die Schere im Kopf" hat - also nie abschalten kann und auch viele Aktivitäten wie Schwimmbad / Wandern im Grünen, etc. kaum machen kann, finde ich 4,2 € pro Std. absolut nicht zu viel.

Die Pflegekräfte haben einfach viel zu wenig gekämpft für mehr Lohn und Konditionen bei sehr harter Arbeit.
Gerade jetzt könnten sie die Arbeitgeber sehr gut unter Druck setzen bei dem akuten Personalmangel.
Oh, und die Arbeitgeber drohen dann mit Ersatz der Stellen durch Roboter oder Billiglöhner von sonstwoher ?
OK, sollen sie mal machen! Damit würden sie nämlich katastrophalen Schiffbruch erleiden.
Leider ist es einfach so, dass man ohne starke Lobby nur ausgenommen und verarscht wird....

@WirSindLegion, 15:26

Wir haben uns diese "Walze" mit viel KnowHow und harter Arbeit selbst erkämpft. Wenn andere Nationen unfähig sind da mitzuhalten darf das nicht unser Problem sein!

Wir haben uns diese Walze "erdumpt" mit dem größten Niedriglohnsektor in ganz Europa. Unsere "Wettbewerbsfähigkeit" beruht auf extremer Ausbeutung derer, die unsere Exporte produzieren.
Wenn andere Nationen da nicht mithalten können, liegt das nicht daran, dass die Menschen dort dümmer oder fauler sind. Die wissen vielleicht nur besser, was eine halbwegs gerechte Gesellschaft wert ist.
Wir werden das auch noch kapieren, spätestens, wenn diese "Leistungsgesellschaft" von den tatsächlich Leistenden (und die sind wirklich Legionen) nicht mehr mitgetragen wird. Dann bleibt's aber nicht nur bei nicht arbeiten, sondern dann wird es Widerstand geben.

15:40 von frosthorn

@Boris.1945, 15:11
Bei dem "großzügigen Verzicht" auf die ..t, die Aufzählung also populistisch?

Aha. Durch den Verzicht auf die Arbeitgeberanteile wird niemand benachteiligt? Interessant.
Das Geld kann also einfach wegbleiben, und trotzdem haben alle nachher genau so viel wie zuvor? Warum w..Rentenversicherung bezahlt, wenn sie gar nicht gebraucht werden, um die Renten zu finanzieren?
Ich akzeptiere, dass meine Aufzählung populistisch ist, wenn sie mir dieses wunderbare Konzept der Geldvermehrung erklären.
///
*
*
Dieses Konzept funktionierte das erste Mal nach 1989, als Bürger der neuen Länder Leistungen erhielten, ohne je in die westliche Kasse einzuzahlen.
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Hier wird jetzt, auch für SPD Zeitungen der Beitrag von 15 auf 5% gesenkt, für auch wunderbar, gleichbleibende Renten.
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Ich kann das aber nicht verklären, ist halt so? *
Den Skandal, den die Panorama-RedaktionRedaktion im Koalitionsvertrag entdeckt zu haben glaubte, gibt es nicht.

re WirSindLegion

Die Exportüberschüsse auf der einen Seite sind die Handelsbilanzdefizite der anderen Länder.Besonders in der EU/Euro-Zone,in der Länder sich nicht durch Schutzzölle oder Währungsabwertungen wehren können.Also ohne die EU/Euro hätte manches Land die Probleme nicht.Erkauft wurden die Überschüsse durch die Ausdehnung des Niedriglohnsektors(sogenannte Reformen) und die schwachen Lohnabschlüsse hiesiger Gewerkschaften.
Richtig wäre,wenn die Gewerkschaften sich davon verabschieden(Stärkung der Binnennachfrage) würden und in der Wirtschaftspolitik eine Hinwendung zu mehr Investitionen vorgenommen wird.
Und kommen Sie jetzt aus ihrer Bubble heraus.

15:31 von frosthorn

@Boris.1945

Wer sich auf die Zeit von 1933 bis 45 beschränkt, aber 1945 bis 1989 verschweigt. Auch der hat mit Aufklärung noch nicht begonnen.

Die Knechtung der Arbeitnehmerschaft wurde 1945 bis 1989 in der DDR perfekt zelebriert. Dieses System brauchte sich vor keinem Kapitalismus zu verstecken, es zu überwinden war sowas von nötig, und man kann jenen nur gratulieren, die das geschafft haben.
Sie haben auch recht damit, dass es da noch ewig gestrige gibt, die das gerne verschweigen. Aber wen konkret meinen Sie denn? Auf dem Gewerkschaftskongress habe ich nichts dergleichen mitbekommen. Und @frosthorn ist nun ganz bestimmt die falsche Adresse, um jemandem die Verherrlichung der SED-Herrschaft zu unterstellen. Sie lesen doch meine Kommentare regelmäßig.
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Haben Sie mit den ewig Gestrigen etwa das Bildungssystem gemeint?
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Dort wird geschwiegen, Honnecker wird von Schülern maximal für einen saarländischen Politiker gehalten.

@WirSindLegion

"Wir haben uns diese "Walze" mit viel KnowHow und harter Arbeit selbst erkämpft."

Diese "Walze" haben nicht WIR erkämpft, sondern die Millionen Menschen, die zu Hungerlöhnen ausgebeutet werden und deren Löhne vom Steuerzahler aufgestockt werden müssen, im Osten bis zu fast 35% der Beschäftigten, wie hier neulich zu lesen war. Jobwunder nennt man das dann.
Dieses "Jobwunder" wird Ihnen aber alsbald auf die Füße fallen, wenn die Millionen Hungerlöhner in die Grundsicherung fallen.
Den Rest hat der User "frosthorn" trefflich beschrieben und hat meine vollste Zustimmung.
Ich hoffe, dass all die Hungerlöhner den Mist hinschmeißen, dann werden sich hier so einige neoliberal orientierte User wundern, was alle plötzlich nicht mehr geht!

Ich frage mich wie lange die "noch linke"...

...innerhalb der SPD sich noch in dieser Partei halten möchte?
---
So einen Bundespräsidenten würde der CDU doch auch recht sein.

Am besten bilden die CDU und die rechten der SPD zusammen eine neue Partei.
Dazu noch einige Grüne und einige der FDP und schon habe wir endlich eine ehrliche bürgerliche Partei.

Natürlich bedarf es jetzt noch einen Ausgleich.

Alle anderen gründen zusammen mit den Linken auch eine neue Partei.

P.S.: Solange die AfD noch zu viele extreme Rechte innerhalb der Partei hat und auch gerne Kontakte zu solchen Gruppen unterhält
kann man nicht auf eine Zusammenarbeit hoffen.

Sollte sich das ändern, was ich bezweifle, dürfe die sich gerne den bürgerlichen anschließen.

Und was die Gerwerkschaften angeht, diese sind zu sehr damit beschäftigt ihren Wohlstand zu behalten.
Natürlich nur die, die das Sagen haben meine ich damit.

Verteilungsungerechtigkeit?

Da hilft nur der S.2.
*
Dann werden diese Ungerechtigkeiten nicht mehr erwirtschaftet.
*
Da reicht es immer nur für die Gleicheren.
*
Weltweit.

Sagen wir es mal ganz vorsichtig:

"Populismus" ist heutzutage lediglich ein Totschlagsargument, mit dem man den gesellschaftlichen Diskurs über bestehende gesellschaftliche Probleme unterbinden will!

Was zu bedenken ist!

Das ist aber sehr naiv ...

Liest man die Beiträge führender Wissenschaftler zu künstlicher Intelligenz in dem Buch "Was sollen wir von Künstlicher Intelligenz halten?", wird deutlich, dass viele KI-Experten davon ausgehen, dass durch KI zahlreiche Jobs sich nicht nur verändern sondern verschwinden werden, ohne dass dafür neue entstehen. Einer sprach sogar vom Posterwerbszeitalter.
Wir können nicht einfach davon ausgehen, dass es genauso wie bei der industriellen Revolution ablaufen wird ... Ich hoffe, dass unsere Politiker aufwachen, bevor soziale Unruhen entstehen, weil immer mehr Menschen keinen Platz mehr in der Arbeitswelt finden.

Schwach TS

Das Bild allein verzerrt die Wahrheit ,Geste wie Messias aber er ist es nicht .Bilder manikulieren die Meinung und da seit ihr Meister.Bitte ein wenig korrekter damit.Dazu wer schwächte die Gewerkschaft ? Richtig Merkel mit Groko und Spd.Jetzt wird sie aber wie bei seiner Rede als Kämpfer für rechts gebraucht.Darf ja nicht wahr sein solches Verhalten und am Ende versagen beide wieder wenn es um soziale Gerechtigkeit für De geht.Schwach und verzerrt!

Doch, Arbeit, bezahlte Arbeit

Doch, Arbeit, bezahlte Arbeit um genauer zu sein, wird weniger werden. Steinmeiers feelgood-Äusserungen zum Trotz nimmt der Wettbewerb zwischen den Staaten weiter zu, der Druck auf Steuersätze und Löhne in erster Linie. Das zeigt sich auch an den schwachen Abschlüssen der letzten Monate, die dadurch optisch aufgebessert werden, das via Laufzeit Schindluder mit der Lohnsteigerungsangabe getrieben wird. Diese müsste sich selbstverständlich immer auf 12 und nicht auf 30 oder 26 Monate beziehen. Rechnet man um und rechnet die Inflation ein, stellt man fest, das die Lohnzuwächse auch in Boomzeiten nicht mehr für Reallohnerhöhungen reichen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist eine durchaus problematische Sache. Will man einen Konsumeinbruch verhindern, wird es unumgänglich werden. Steinmeier zum Trotz.

14:24 von frosthorn

Die Aufklärung ist Jahrhunderte alt. Manchmal könnte man denken, sie hat noch gar nicht begonnen.
...
Die in der Aufklärung formulierten Ideen der autonomen menschlichen Vernunft, der Gewaltenteilung führte über die Definition Staatsvolk Staatsgebiet Staatsgewalt doch letztlich zu nationalem Denken zur Gründung von Nationalstaaten

@ 14:28 von Werner40

Eine Verunsicherung kann ich nicht erkennen. Veränderungen in der Arbeitswelt werden doch in Deutschland, anders als in z.B. Frankreich, mit Freude aufgenommen, denn jeder weiss, ohne permanenten Strukturwandel und Anpassung ist die derzeitige quasi Vollbeschäftigung und der sehr hohe Lebensstandard für alle nicht zu halten. Allerdings wird ein bisschen viel nach " unten " umverteilt. So zahlen 10% der Beschäftigten 60% der Einkommensteuer.

Ich gehe davon aus das Sie zu den Superreichen gehören. Oder Sie können nicht rechnen.

Der "sehr hohe Lebensstandard" wird immer öfter von Menschen erarbeitet, die in Teilzeit oder mit Zeitarbeitsvertrag oder zum Mindestlohn beschäftigt sind.
Die haben keinen hohen Lebensstandard, sondern im Gegenteil ununterbrochen Existenzangst.

Das die, die viel verdienen auch viel Steuern zahlen ist absolut ok. Das nennt man Solidarität.

Und wenn die, die am wenigsten verdienen etwas mehr vom Kuchen bekämen, könnten sie auch mehr Steuern zahlen.

Die Digitalisierung bringt neue Arbeitsplätze

Autonomes Fahren wird ca. 500.000 Taxi-, Bus-, Lastwagenfahrer und Fahrlehrer innerhalb weniger Jahre arbeitslos machen.

Ich lasse mich überraschen wie diese Menschen für die Digitalisierung umgeschult werden. Alle ihre Skills sind dann absolut nutzlos.

Aktionäre von Automobilaktien werden das natürlich feiern.

BGE

Das BGE ist das, was ich einen gesellschaftlichen Aufhebungsvertrag nenne: die Folge wäre eine noch schnellere Verelendung breiter Schichten.

Was spricht gegen die radikale Arbeitszeitverkürzung?

19:13 von bäuerchen

@WirSindLegion

"Wir haben uns diese "Walze" mit viel KnowHow und harter Arbeit selbst erkämpft."

Diese "Walze" haben nicht WIR erkämpft, sondern die Millionen Menschen, die zu Hungerlöhnen ausgebeutet werden und deren Löhne vom Steuerzahler aufgestockt werden müssen, im Osten bis zu fast 35% der Beschäftigten, wie hier neulich zu lesen war. Jobwunder nennt man das dann.
Dieses "Jobwunder" wird Ihnen aber alsbald auf die Füße fallen, wenn die Millionen Hungerlöhner in die Grundsicherung fallen.
Den Rest hat der User "frosthorn" trefflich beschrieben und hat meine vollste Zustimmung.
Ich hoffe, dass all die Hungerlöhner den Mist hinschmeißen, dann werden sich hier so einige neoliberal orientierte User wundern, was alle plötzlich nicht mehr geht!
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Vorwärts, wir müssen zurück?
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Was nicht erwirtschaftet wird, muss nicht verteilt werden.
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Und Gleichere warten auch hier!

Was will der DGB?

Der einzige Grund des DGB gegen ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist die Angst vor Kontrollverlust.

Aber schon heute arbeiten die Gewerkschaften an der Realität vorbei.

Arbeitnehmer brauchen einen moralischen Zeigefinger gegenüber den Arbeitgebern. Oder Visionäre, die die neue Arbeitswelt menschenwürdig mitgestalten.

Statt dessen wird für immer weniger gewerkschaftlich Organisierte ein Tariflohn ausgehandelt, der die Notwendigkeiten nicht mehr abbildet.
Was ist denn mit Teilzeit, Arbeitsbedingungen für Mütter, Schutz vor Ausbeutung durch ständige Erreichbarkeit, deutschland- und weltweite Verschickung von Fachkräften trotz der Möglichkediten von Videokonferenzen und Internet usw.?

@ 14:45 von wenigfahrer

Alle mussten arbeiten um zu Leben, heute geht das nicht mehr. Deutschland wäre ohne diese Generationen von damals nicht auf dem Stand wie heute.
Man schämt sich langsam 47 Jahre gearbeitet zu haben, und zu doof war, weil es einfacher auch geht.

Machen Sie sich keine Sorgen.
Wer heute 30 ist wird bei der Rente aufstocken müssen. Egal wieviele Jahre er gearbeitet hat.

Heute kann nur noch der gut leben, der reich geerbt hat und von den Zinsen leben kann.
Alle anderen sind doof (oder werden vielleicht doch von den Superreichen ausgebeutet?).

Hype um digitale Arbeitswelt

»Der Bundespräsident sieht die Gefahr, dass die Spaltung in der Gesellschaft größer wird, dass hochqualifizierte und flexible Arbeitnehmer immer mehr verdienen und die weniger qualifizierten und mobilen Bürger immer weniger.«

Komischerweise werden diese einfachen Arbeitsstellen der unteren 40% weiterhin benötigt darauf hat sich angeblich sogar eine geringe A-quote von nur 5% ergeben und ein Exportüberschuss von 250 mrd. der letzten Jahre.
Bei Paketausfahrer, Kassiererinnen, Reinigungskräfte, Lagerarbeiter wie bei Amazon etc. hat sich die angebliche Verdrängung von einfachen Tätikeiten allerding wenig bemerkbar gemacht.
Bei Aldi und Lidl sind statt Kassenautomaten und Roboter immer noch viel flexiblere Handarbeit gefragt. Fliegende Paketdrohnen bis an die Haustür sind ebenso noch Utopien.
Dagegen sind nur noch 40% in einer Tarifbindung und unterlaufen damit gewerkschaftliche Lohnerhöhungen.

@ 14:45 von Demokratisch

Gewerkschaften werden völlig überflüssig...
...und das ist die eigentliche Angst der Funktionäre. Denn mit dem Wegbruch der klassischen Erwerbsarbeit wird es auch kaum noch Menschen geben, die bereit sein werden, sich in Gewerkschaften zusammen zu schließen. Wenn Arbeit wieder Mangelware ist, wird jeder froh sein, eine Arbeit aufnehmen zu können und immer für sich selbst entscheiden, ob ihm Lohn und Arbeitszeit passen oder nicht.. Auch bzw. gerade mit einem bedingungslosem Grundeinkommen (oder wie auch immer wir das Kind benennen wollen)

Wie soll die klassische Gewerkschaft auch funktionieren wenn durch die Digitalisierung Jeder seine Fähigkeiten als Selbstständiger im Netz anbieten muss?
Und dann der die Arbeit bekommt, der WELTWEIT der Günstigste ist?

Darauf haben die Gewerkschaften überhaupt keine Antwort. Dieses Problem haben sie noch nicht mal ansatzweise erkannt.

Das Bedingungslose Grundeinkommen könnte dieses Problem etwas abfedern.

14.41Oxalis - Arbeit für alle - Da bin ich mal gespannt

Sie fragen sich ab ´Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es genügend Arbeit für alle geben wird`.
Diese Frage stellt sich nicht. Es wird nicht genügend Arbeit für alle geben. Zeitweilig hat es in mehreren Ländern , auch in Amerika, eine breitere Diskussion und Publikation zu diesem Thema gegeben. Anscheinend wird nur noch hinter vorgehaltene Hand hierüber diskutiert. Die erwartete durch die Digitalisierung entstehende Arbeitslosigkeit so berichtete man, variiert in hohem Maße je nach Entwicklungs- und Ausbildungsstand. Je höher das Niveau, desto weniger dadurch entstehende Arbeitslosen. Die Prozentsätze variierten von 30 bis 70 %. Insbesondere für weniger entwickelte Länder ein unlösbares Problem. Ich denke schon das es allerhöchste Zeit wird hier etwas zu tun und zwar nicht nur von der Politik. Sondern aus allen Bereichen der Gesellschaft.

Steinmeier

Ob der wohl selbst glaubt, was er sagt?

@19:13 von bäuerchen

"Ich hoffe, dass all die Hungerlöhner den Mist hinschmeißen, dann werden sich hier so einige neoliberal orientierte User wundern, was alle plötzlich nicht mehr geht!"

Ich hoffe mit Ihnen. Aber es bleibt wohl nur ein Traum.

@ 14:40 von schokoschnauzer

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Firma zu gründen.
Aber die Möglichkeit, dass Arbeitnehmer zwar kein Risiko, aber festes Einkommen und Teilhabe am sozialen Netz unter Beteiligung des Arbeitgebers erwarten, bedeutet im Umkehrschluss, dass sie eben nicht an der Führung der Firma beteiligt sind. Es ist unredlich zu denken, Gewinne seien nur dazu da ausgeschüttet zu werden. Wenn der Arbeitnehmer Teilhabe am Gewinn will, muss er eben Aktien erwerben, und eben auch das Risiko tragen, dass die Aktien Wertverluste erleiden können und nicht immer ausschüttbarer Gewinn entsteht. Denn zuerst muss die Firmenleitung wirtschaftlich entscheiden, ob die Gewinne zur Investition und damit zu Erhaltung der Firma eingesetzt werden müssen.

In einer freien Gesellschaft kann übrigens jeder selbst Unternehmer werden, oder in einem börsennotierten Unternehmen eben in die Führungsetage aufsteigen.

Somit besteht ein Gesellschaftsvertrag, Arbeitnehmer erhalten geregelten Lohn, die Firma stellt Arbeit.

@ 15:26 von WirSindLegion

OK.... Ich würde jetzt sehr gerne Ihre Alternative zur "deutschen Exportwalze" hören.
Einfach nichts mehr machen und bald bitterarm werden?

Die Alternative wäre den Binnenmarkt zu stärken.
Das heisst: Die in Deutschland gefertigten Produkte stärker selbst zu verbrauchen und nicht zu exportieren.
Natürlich gehören dazu auch Dienstleistungen, bei denen Deutschland ja jetzt schon eine grösserer Nachfrage als ein Angebot hat. Z.B. Bei Erziehern, Lehrern oder Pflegekräften.

Wenn wir den Geldkreislauf innerhalb Deutschlands stärker ankurbeln kann der Wohlstand aller auch steigen. Das geht nicht nur über einen irrsinnigen Export.

Es würde natürlich von den Verantwortlichen Politikern, Gewerkschaftern etc. verlangen weniger populistische Luftblasen zu produzieren.
Produktive Arbeit wie konkrete Planung und Zukunftsvisionen wären dann gefragt.

@ 15:44 von WirSindLegion

Die Pflegekräfte haben einfach viel zu wenig gekämpft für mehr Lohn und Konditionen bei sehr harter Arbeit.
Gerade jetzt könnten sie die Arbeitgeber sehr gut unter Druck setzen bei dem akuten Personalmangel.

Ich finde Ihren Kommentar ganz schön zynisch.

Pflegekräfte haben ein Problem, dass alle sozialen Berufe haben.
Streik in der Pflege bedeutet Patienten können geschädigt werden oder sogar sterben.

Wollen Sie bei einem Unfall oder Krankheit nicht versorgt werden weil gerade im Krankenhaus gestreikt wird?

Niemand wählt diesen Beruf wenn er egoistisch veranlagt ist.
Deshalb sind Pflegekräfte auch so einfach zu erpressen und sehr schlecht bezahlt.

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