Ihre Meinung zu: Streit um Entfristungen: Scholz will Druck auf die Post machen

7. Mai 2018 - 0:37 Uhr

Wer zu häufig krank ist, wird nicht entfristet - mit diesem Vorgehen sorgt die Post für mächtig Ärger. In der ARD reagierte nun Finanzminister Scholz. Er will diese Praxis nicht hinnehmen - und den Einfluss des Bundes nutzen.

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Kommentare

Müssen die Politiker

mal erklären warum das ausgerechnet anders sein soll bei der Post, als in anderen Industriezweigen.
Das ist übliche Praxis bei allen und besonders dort nicht viel verdient wird, nur spricht das keiner so aus sondern macht das.
Warum hat denn der Staat die Post abgestoßen ?, weil er sich nicht darum kümmern muss und weil es billiger als Beamte sind.
Also jetzt nicht über etwas jammern was selber verursacht wurde, um andere kümmert sich der Staat doch auch nicht.

Hoffentlich lässt Scholz seinen Worten Taten folgen

Zu dem hier

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will bei der Deutschen Post für arbeitnehmerfreundlichere Arbeitsbedingungen sorgen. Scholz sagte in der Sendung "Anne Will", er werde nicht hinnehmen, dass bei der Post als einem Unternehmen mit indirekter Bundesbeteiligung Arbeitnehmer, wenn sie zu oft krank seien oder zu langsam arbeiteten, Probleme bei unbefristeten Arbeitsverträgen bekämen.

"Diejenigen, die für uns im Aufsichtsrat sitzen, haben sich schon vorgenommen, (...) darauf zu reagieren", erklärte er mit Blick auf entsprechende Medienberichte vom Wochenende. Gespräche dazu seien schon vereinbart. Der Bund werde bei der Post jedenfalls den Einfluss nutzen, den er habe.

sage ich nur:
hoffentlich lässt Scholz seinen Worten auch wirklich Taten folgen. Denn was die Post macht, ist in der Tat grundgesetzwidrig, menschenverachtend und nichts weiter als Ausbeutung.

Auch dass hier von Scholz ist absolut zutreffend

Und auch dass hier von Scholz:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-krankheitstage-103.html

Andernfalls komme es zu einer Situation, in der die Bundesregierung ein Gesetz zur Eindämmung sachgrundloser Befristungen erlassen, während der Staat selbst sich dieser Praxis in großem Umfang bediene. "Das kann auch nicht so sein", unterstrich Scholz.

ist absolut zutreffend. Nein auch die Bundesregierung sollte sich solcher Praktiken nicht bedienen. Hier muss der Post klare Kante gegeben werden, damit sie zur Einsicht kommt und allen anderen Unternehmen ebenfalls! Es muss Schluss gemacht werden mit sachgrundloser Befristung!

Nicht verwerflich

Nach wie vor halte ich daran fest, dass hier nichts verwerfliches geschieht: Ein Unternehmen wie die Post muss verlässliche Mitarbeiter haben. Klar: Wer die Katze im Sack kauft, kann sie leichter ertränken, aber eben nicht bei Entfristung. Irgendwelche Kriterien muss es doch geben. Und wenn jetzt jemand wegen Grippe ausfällt: Was soll der Arbeitgeber denn machen? Gesetzlich gesehen geht ihn doch der Grund der Krankheit nichts an, nur das ärztliche Attest, dass es einen Grund gab. Warum soll er da also differenzieren? Hier hilft auch Freiwilligkeit nichts: Den Chef hat der Grund meiner Krankheit nichts anzugehen.
Kommt mal alle klar, das was die Post macht, machen alle, weil es richtig so ist.

Befristete Sorgen

Der Druck auf die Post ist also nur als befristete flankierende Maßnahme zum neuen
Entfristungsgesetz gedacht, um davon abzulenken, dass der Staat selbst befristete Arbeitsverhältnisse einsetzt, um Geld zu sparen. „So kann das dann auch nicht gehen.“ Aha, so geht das also bei der SPD.

Verwerflich? Mitnichten, sondern "kapitalistisch"!

Interessant, dass diese Vorgehensweise der Deutschen Post just gleichzeitig mit dem 200. Geburtstag von Karl Marx öffentlich wird.

Wäre ich Unternehmer, könnte ich dieses Gebaren kaum kritisieren, denn zuviele krankheitsbedingte Fehltage erzeugen in den ersten sechs Wochen des Ausfalls hohe Kosten. Die Unternehmen, die ich kenne, laden Beschäftigte mit vielen krankheitsbedingten Fehlzeiten zu einem Gespräch, um die Ursachen zu eruieren (Stress? Mobbing? Folgekrankheiten? Überarbeitung?). Ich kenne die Seite der Betriebsräte ganz gut - Es ist heute nicht mehr der "gelbe Urlaub", was es vor 30 Jahren vielleicht noch war...

>>Zudem dürfen Postboten in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für ihre Touren gebraucht haben als vorgesehen.<<

Hier sollten Post und DHL fragen, woran das liegen könnte... Ausfuhrbezirke, die mit Parkverboten und vielen Online- Bestellungen zusammen liegen? Schwere Auslieferungen und nicht anwesende Empfänger, daher Suche nach Abnehmern (Nachbarn)?

Kann er soviel wollen wie er will...

Die Post ist ein Privatunternehmen, da kann die bundesregierung sich auf den Kopf stellen... es war eben auch ein riesen Fehler den großteil des öffentlichen Verkehrs, die Post und die Telekommunikation in private Hände fallen zu lassen... kein wunder das die Post und das Internet hier zu lande weit hinter dem Standard anderer Länder zurück liegt.

Wären die Unternehmen weiterhin unter staatlicher Kontrolle sähe dies anders aus... seit Jahren heult die Regierung aber rum das diese Unternehmen nicht genug tun, oder anders handeln als man es sich wünscht... tjo dumm gelaufen. Hätte man die Kontrolle eben nicht abgeben dürfen... ein zurück gibt es nicht mehr.

"Post-Sprecher Klasen

"Post-Sprecher Klasen versicherte dem WDR jedoch, dass mehr als 20 Krankheitstage nicht automatisch eine Entfristung verhindern würden:"

Zu den 20 Krankheitstagen: Wenn jemand häufig einen Tag fehlt, hätte ich auch Bedenken. Wenn man aber z.B. einen schweren grippalen Infekt hat (kommt ja nun häufiger vor), dann sollte er nicht aus Angst vor dem Arbeitgeber mit 39° Fieber Auto fahren und Pakete schleppen.

Ich denke aber auch, dass die sechsmonatige Probezeit ausreichen sollte. Hat früher ja auch gereicht.
Auch Angst vorm Krankwerden kann krank machen.

Ist das ernst gemeint?

Das meint der Vertreter des Hamburger Bürgertums doch nicht ernst, dass ein Unternehmen einem Beschäftigten eine Daueranstellung geben soll, von dem es schon weiß, dass dieser im Jahr mindestens 3 mal krank wird, als Fahrer häufiger Autounfälle verursacht oder für die Erledigung des Normalpensums in 2 Monaten 30 Überstunden machen muss. Das ist doch gegen alle Marktgesetze, die Herr Scholz so schätzt. Im übrigen, wenn Menschen häufig durch Krankheit aus der Arbeit flüchten, stimmt etwas im Arbeitsverhältnis nicht. Das kann man durch Dauerbeschäftigung dann auch nicht kurieren. In solch prekären Arbeitsverhältnissen gibt es wahrscheinlich die Tendenz durch Krankenscheine etwas zu kompensieren, was man im täglichen Arbeitsprozess erfährt. Sei es die schlechte Bezahlung oder die Überforderung oder die Missachtung seitens der Chefs und der privilegierten Kollegen in Daueranstellung.

Doppelzüngig

Im öffentlichen Dienst gelten völlig beliebige Be- bzw. Entfristungsregeln - da wird nur übernommen wen der Arbeitgeber will - und ohne, dass die Kriterien klar sind. Der Post jetzt etwas anderes vorschreiben zu wollen ist doppelzüngig - und sachfern. Im übrigen hat der Bund sich auch bei einer 20% Beteiligung aus solchen ggf. tarifvertraglich zu regelnden Sachverhalten rauszuhalten. Die Anmassungen von Politikern werden immer unzumutbarer.

Ist das neu?

Wieder ein Beispiel für die Lebensfremdheit von Berufspolitikern. Braucht es erst eine Talkshow, daß ein Minister davon erfahren muß?
Wer Handwerker im Bekanntenkreis hat, kann auch ständig hören, daß staatliche Auftraggeber die schlechteste Zahlungsmoral haben. Sogar daß der Staat selbst bei Beschäftigung von Schwarzarbeitern auch vorn liegt. Von der jährlich dokumentieren Geldverschwendung in Milliarden ganz zu schweigen. (Da kommt einem, nach den jüngsten Entwicklungen im VW-Skandal, doch glatt der Gedanke, ob man nicht auch für politische Entscheidungsträger die persönliche materielle Haftung einführen sollte.)
Alles den zuständigen Ministern nicht bekannt?

Es ist wichtig das die Angestellten nicht ewig krank feiern

Denn sonst kann die Post nicht konkurenzfaehig bleiben. Das wuerde auf Dauer dazu fuehren das die Post zu machen muss.
Es kann nicht sein das Angestellte welche es oft ausnutzen das man ihnen nicht so einfach kuendigen kann ewig krank sind. Das geht weder bei Beamten, Angestellten oder anderen Bediensteten der Laender & des Bundes.

In der privaten Wirtschaft wird man auch entlassen wenn man ewig krank ist & dann ein anderer Grund bei der Kuendigung angegeben wird.

Schliesslich kostet das auf Dauer den Firmen sowie auch der Post welche dann nicht mehr Wettbewerbs faehig sind noch viel mehr Arbeitsplaetze wenn die Firmen / Post schliessen muss .
Das ist auch der Grund warum so viele befristete Arbeitsplaetze & Leihfirmen in den letzten Jahren entstanden sind.

Viele Menschen haben gute Arbeitsplaetze haben dies aber nicht wuerdigen und oft unnuetz krank feiern. Dazu kommt das wenn oft jemand krank ist die anderen Angestellten deren Arbeit mit uebenehmen muessen.
Dann werden die krank

Miese Stimmung

Die Stimmung unter den Beschäftigten ist sehr mies. Schon seit Jahren. Der Bund hat jahrelang nur auf die Dividende geschaut und sich um nichts gekümmert. Hauptsache die Gewinne sprudeln.

Absurdität des Gewerkschaftsdenkens

"Die Gewerkschaft ver.di kritisierte außerdem, Krankheiten könnten auch durch die anstrengende Arbeit der Zusteller überhaupt erst entstehen." Das mag sein - aber soll die Post ernsthaft Menschen, die ganz offensichtlich von der derzeitigen Tätigkeit physisch überfordert sind, so dass sie davon krank werden, auch noch unbefristet mit dieser Tätigkeit betrauen? Ok, dass man Leute, die zufälligerweise gerade während der Beschäftigung bei der Post irgendeine nicht berufsbedingte Krankheit, z.B. Krebs entwickeln, nicht gerade deshalb sofort vor die Türe setzt, sondern kollegial sie bei der Genesung begleitet und dann entscheidet, ist eine andere Sache. Aber nach der Logik muss auch ein befristet eingestellter Bäcker, der nach einem Jahr eine Mehlallergie entwickelt, dauerhaft eingestellt werden ... Wer öffentliche Arbeitgeber als lebenslängliche Versorgungsanstalt sieht, was bei ver.di wohl der Fall ist, wird das bejahen. Aber vernünftig ist das nicht.

Kriterien für Entfristung

...finde ich völlig nachvollziehbar und korrekt.
Das Getue unserer Politiker ist so erbärmlich scheinheilig.

Unverständlich dieser Hype!

Es ist das Recht des Arbeitgebers solche Kriterien aufzustellen. Es sind ganz klare und für die Tätigkeit und deren Besonderheiten nachvollziehbare Kriterien, die keinerlei besonderen Anforderungen stellen und für mich (vielleicht bin ich zu alt und komme aus einer Zeit mit einer anderen Einstellung zur Arbeit) ganz normal und selbstverständlich sind. Darüber hinaus wurden sie nicht geheim gehalten, sondern offengelegt.
Jeder befristete Mitarbeiter kann sich also an diesen Erwartungen orientieren.

Ich kenne einige Betriebe, bei denen die Mitarbeiter mit befristeten Verträgen bis zur letzten Minute im Unklaren darüber gelassen werden, ob sie entfristet werden. Begründung: "Wenn die wissen, dass sie nicht entfristet werden, dann schaffen die gar nichts mehr und feiern krank" (!)

Post

Herr Scholz sollte wissen, das es nicht nur die Post ist. Es werden sogar Prämien bezahlt, wenn man nicht krank feiert und zu dem gibt es Druck auf dem Arbeitnehmer vom Chef.
Herr Scholz, sie waren fast 20 Jahre mit an der Regierung beteiligt und sie haben den sozielen Abbau mit betrieben und damit den Leiharbeitfirmen den Weg geebnet.
Solange sie nur machthungrig sind, wird es nichts mit der sozialen Gerechtigkeit denn sie nicken der CDU immer ab.
Das meiste ist alles Haus gemacht.
Gruß

Liebe SPD

Sich in einem Teilbereich nun großmütig für Arbeitnehmer einzusetzen ist zwar lobenswert aber scheinheilig. Gerade Herr Scholz als Unterstützer der Agenda 2010 sollte sich lieber eine Zeitmaschine nehmen und die unangenehmen Auswüchse der Arbeitswelt für Arbeitnehmer da in Ordnung bringen, wo sie entstanden sind.
Der Einsatz für die Postmitarbeiter ist gut für deren Partikularinteressen, der Mehrheit der Arbeitnehmer, die sich mit härteren und intransparenteren Kriterien für Weiterbeschäftigung konfrontiert sehen, hilft dies gar nichts.

Erfreulich, und nun weiter so!

Ich begrüße es, dass sich die SPD in ihren Themen wieder besser profilieren möchte! Weiter so!
Man sitzt doch aber auch bereits im Aufsichtsrat und hat Mitwirkungsmöglichkeiten - wieso wird erst wieder reagiert?

Das Umdenken muss ganzheitlich erfolgen und nicht nur in einzelnen Köpfen!

Ich fordere auch Verbesserungen bei der Praxis der sachgrundlos (total)entfristeten Beschäftigungsverhältnisse!!!
Wie sind da eigentlich die Krankenstände so?
Und obendrein privat versichert? Sollten sie nicht überhaupt erst einmal Einzahlen? Wie alle anderen?
Und dann in die Gesetzlichen!
Schließlich arbeiten sie ja auch für den Gesetzgeber/Staat!

Von den gezahlten Pensionen ganz zu schweigen! Als Beamter kaum bis gar nichts finanziell dazu beigetragen, aber das 2-3 fache der Rente dafür ausgeschüttet bekommen.

Lieber Gesetzgeber, liebe SPD, dort herrscht auch eine große Ungleichheit, die es zu verbessern gilt! Dringend.
Im Privaten würde man dieses Verhalten wahrscheinlich als asozial bezeichnen

Auswahl ist genau richtig,

da ich jedes Jahr diese Leute sehe die nach der Probezeit (bei uns 1/2 Jahr) oder Übernahme aus Zeitarbeitsfirmen erst mal alles ausnutzen was der Betrieb so als Sozialleistungen zu bieten hat, "Mann/Frau hat sich das ja verdient, wo man die ganze Zeit nicht KRANKGEMACHT hat". 1/2 Jahr Probezeit und 1,5 Jahre auf Bewährung wäre mein Vorschlag sonst hat man den Faulen Apfel an der Backe, Großunternehmen haben vor dem Arbeitsgericht kaum Chancen diesen MA loszuwerden.
Bedenke, 20Tage = 4Wochen Ersatz stellen, 30Std = ca 4Tage, 2 X 5000 = 10000€ , desweiteren werden die Vorgesetzten befragt wie sich der Mitarbeiter verhält und dann sind meist Krankheit wie zb. Grippe kein Thema beim Festvertrag

Jawohl Herr Scholz schauen Sie mal drüber

und nicht nur bei der Post.
Ist schon Merkwürdig, die die es verursacht haben schauen jetzt mal drüber,und mehr kommt auch nicht dabei rum.
Wir haben alle 4 Wochen einen anderen Postboten, und Monatgs fällt die Post aus und das bei Milliarden gewinne.
Nicht nur bei der Post werden die Leute ausgebeutet, in fast jedem Dienstleistungsbetrieb läuft es so ab. Und dann wundert man sich warum man keine neue Mitarbeiter findet. Ich war selber in einem Betrieb mit 7500 Mitarbeiter und jedes Jahr gingen und kammen ca 5000 neue dazu.
Das verkauft man jetzt als offene Stellen.
Ja uns geht es gut sehr gut, in dem Land wo wir gut und gerne Leben.
Politiker und Gewerkschaften sitzen genau in diesen Betrieben und machen die Sauerei gern mit, dafür gibt es ja reichlich Kohle.

Krankheitstage

Das wirklich ein politischer Wille vorhanden ist an den zunehmend unerträglich werdenden Arbeitsbedingungen in unserem Lande etwas zu ändern, darf zumindest bezweifelt werden. Viel zu eng und zu verflochten sind die Beziehungen zwischen den Arbeitgebern und der Regierung. Wenn hier mal ein Präzedenzfall geschaffen werden sollte, dann nur deshalb weil ein großes öffentliches Aufsehen erfolgt ist. Erfahrungsgemäß wird der große Aufschrei in der Politik im Sande verlaufen, zumindest früher oder später. Sollte eine Änderung eingeführt werden wird sie genauso halbherzig ausfallen wie die Vorgaben zum Mindestlohn der seiner ursprünglichen Zielsetzungen ja auch nicht gerecht wird.

BMF

Das BMF ist über die KfW an den Postnachfolgeunternehmen (PNU)beteiligt.
Bei den PNU wird seit Jahren mit gezieltem Mobbing jeder nicht Leistungsfähige aus dem Unternehmen gedrängt.
Dazu die 55 er Regelung unter Schäuble Gesetz.
Besetzt werden freie Arbeitsplätze mit Zeitarbeitsfirmen.
Fehlzeiten, auch durch unverschuldetem Dienst-Unfall mit haftpflichtigen Dritten werden jedem als Malus angekreidet.
Schwerbehinderte nicht leidensgerecht eingesetzt, Ziel Vorruhestand möglichst billig für die Postversorgungskasse.
Dies ist alles nicht neu und die Abteilung VIII des BMF zuständig für Bundesbeteiligungen wirkt aktiv mit.
Da muß eine neue Leitkultur her, bislang ist es eine Leidkultur. Betroffene müssen sich durch die Instanzen klagen um überhaupt eine Pension zu erhalten.
Weisungen an Gerichte über das BMJ, BMWi sind obligatorisch.
Betroffene werden gescannt, Persönliche Verhältnisse ausgeforscht. Lidl, Bahn, Telekom Datenschutzaffäre sind nur die Spitze des Apparates.

ja ne, is klar

Er will diese Praxis nicht hinnehmen

Wenn es einen gibt, dem ich das auf der Stelle abnehme, dann ist es Olaf Scholz. Derweil hat Thilo Sarrazin schon angekündigt, für eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze zu kämpfen. Bald wird auch Frau Nahles sich für bessere Möglichkeiten für Gewerkschaften im Tarifkampf einsetzen. Und die ganze SPD beschließt auf dem nächsten Parteitag, "endlich die soziale Marktwirtschaft einzuführen".

Nur die Post?

Das ist doch überall so, seit Schröder wurden die Arbeitnehmerrechte so weit aufgeweicht, dass sie vielerorts keine Anwendung mehr finden.

Gerade Frau Nahles, Frau SPD-Neuanfang, hat sich als Arbeits-und-Sozialministerin, dafür eingesetzt, dass die Sachgrundlose Befristung erhalten bleibt und beim Mindestlohn so viele Ausnahmen eingebaut, dass er quasi sinnlos ist.

Der angebliche Sozialstaat Deutschland ist hierbei einer der Akteure die sich am asozialsten gegenüber ihren nicht verbeamteten Mitarbeitern verhalten.

Alles aus Kalkül.
Die Sachbearbeiter bei der BA sind fast alle befristet, ihre einzige Aufgabe:
Menschen aus der Arbeitslosenstatistik entfernen, sinnvoll muss es nicht sein.
Selbst wenn sie wissen, dass die Maßnahme der Person eher schadet als nützt (laut Bertelsmann Stiftung tun das die meisten)
müssen sie ihre Quote erfüllen, weil sie sonst ganz schnell auf der anderen Seite des Schreibtisches sitzen.

Gerade erst waren

Gerade erst waren Tarifverhandlungen bei der Post! Und die Gewerkschaft wusste nichts von dem Entfristungskonzept?
Das hätte man bei den Verhandlungen doch gleich mit berücksichtigen müssen!
Erst ein schlechter Lohntarif und nun noch solch eine Schweinerei!
Danke Verdi, für gar nichts!

Sachgrundlose Befristung ...

... machts möglich und ist nach aktueller Gesetzeslage legal! Wer sich daran stört muss diese ändern: Sachgrundlose Befristung muss weg!
Natürlich widerstrebt dass den Arbeitgebern, die die einst sinnvolle Gesetzgebung schamlos ausgenutzt und in ihrem Sinne instrumentalisiert haben: "Das kostet Arbeitsplätze" wird erneut eines ihrer Totschlaginstrumente sein.

Aber ohne ungerecht sein zu

Aber ohne ungerecht sein zu wollen, aber wie wird man sich zukünftig dann den rechten Arbeitnehmerstab aufbauen ? Oder soll das ein erstes Hinarbeiten, zu den später zu akzeptierenden Zuständen, des nicht so zuverlässigen Arbeitsnehmerverhaltens neuerer Arbeitnehmergruppierungen sein?

Streit um Entfristungen:Scholz will Druck auf die Post machen...

Wenn die 20 Prozent Aktien die der Bund hält,auf der nächsten Hauptversammlung gegen Appel und Co. stimmen,dazu vielleicht noch viele Kleinanleger,dann kann der unsoziale Vorstand gestürzt werden.

Aber ob Scholz das macht ? Selbst wenn er das will,Merkel wird ihn zurück pfeifen.

Richtig

Auch wenn man vielleicht nichts für Krankheit kann, z.B. Unfall, finde ich diese Praxis vorbildlich. Wenn ich mich nur an meinem Arbeitsplatz umschaue mit bis zu 10% krankheitsbedingter Abwesenheit ist das ein absolut KO Kriterium. Die Mitarbeiter die oft fehlen sind zudem nicht so ohne weiteres kündbar und belasten die Betriebe somit mehrfach. Kosten die für die Krankheit weiter bezahlt werden müssen, Lohnfortzahlung, und Kompensierung der fehlenden durch die anderen Mitarbeiter.

Fakt ist aber auch...

Übersehen wird bei dem häufigen Krankenstand, dass die Kollegen die Arbeit mitmachen müssen. Und es gibt da wirklich Spezialisten, die stehen jede Woche beim Arzt und erbetteln sich die Krankschreibungen. Am Erfindungsreichtum mancher Kollegen fehlt es nicht. Bei manchen finde ich das Verhalten gegenüber den Kollegen richtig asozial. Und mal ehrlich, wer drei Krankenschein oder mehr im Monat einreicht, sollte ausgemustert werden, damit Personal, das wirklich arbeiten will nachrücken kann.

eines würde mich interessieren

nämlich ob hier tatsächlich 90% der Foristen es so richtig toll finden, dass bei der Post Mitarbeiter lediglich "Humankapital" sind, über das man natürlich genauso frei und so rücksichtslos verfügen kann wie übers Bankkonto. Wollt Ihr alle demnächst bei der Post als Teilhaber einsteigen oder habt Ihr es schon getan?

Und allgemein: werden jetzt nach den Arbeitslosen auch schon die Kranken zu "Sozialschmarotzern", die auf Kosten der anderen leben und gegen die es sich zu verteidigen gilt?

Was ist das nur für eine Gesellschaft geworden?

@Autograf

>>Das mag sein - aber soll die Post ernsthaft Menschen, die ganz offensichtlich von der derzeitigen Tätigkeit physisch überfordert sind, so dass sie davon krank werden, auch noch unbefristet mit dieser Tätigkeit betrauen?<<

Was Verdi mit diesem Ausspruch ansagte, war nicht auf die Regulär Tätigkeit gemünzt.

Sondern auf die Tatsache, dass die Post oft wissentlich Leistungen jenseits des Menschenmöglichen verlangt.
Es gibt einen Rüffel vom Chef, weil man es nicht hinbekommen hat, sich ein 50kg schweres Paket unter den Arm zu klemmen und mal schnell in den 5. Stock eines Altbaus zu joggen, ohne dabei Zeit zu verlieren (überspitztes Beispiel).

Der aus dieser Praxis resultieren de Physische und psychische Verschleiß ist oft der Grund für die Krankheitstage.

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