Ihre Meinung zu: Deutsche Post: Entfristung nur bei guter Gesundheit

6. Mai 2018 - 8:36 Uhr

Wer bei der Post arbeitet und in den ersten zwei Jahren mehr als 20 Tage krank ist, hat kaum Chancen auf eine Entfristung seiner Arbeitsstelle. Politiker sind entsetzt - die Post verteidigt jedoch ihr Vorgehen.

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Kommentare

Verständlich

Ich finde es absolut verständlich, dass die Deutsche Post so handelt immerhin geht es in dem Berufsfeld (Zustellung) um körperliche Belastung und wer möchte sich dann schon einen kranken Arbeitsnehmer leisten; und immerhin hat die Deutsche Post 9000 Kräfte entfristet. Ich nehme jetzt einfach mal an dass diese Meldung eine positive Meldung darstellen soll.

Ich sehe das Problem nicht

Es ist ein Kriterienkatalog. Am Ende eines Beurteilungszeitraums nehme ich transparente Kriterien zur Hand, um entscheiden zu können, ob ich mich wirklich auf unbefristete Zeit mit einem Mitarbeiter behängen möchte.
Das ist ja kein "Wenn-Dann"-Mechanismus, sondern eben Kriterien. Wenn Jemand also 40 Tage krank war, nie seine Touren im Zeitplan geschafft hat und außerdem noch 3 Autos zu Schrott gefahren hat, dann kann sich der Arbeitsmarkt damit befassen, den brauche ich nicht bei der Post. Ganz einfach.
Und solange man den Leuten das auch so in den Gesprächen vermittelt und dokumentiert, die Gründe nachvollziehbar (transparent!) im Ablehnungsschreiben stehen, ist doch alles gut.
Den #Aufschrei verstehe ich absolut nicht.

Unglaublich

Es ist unglaublich wie dreist und unmenschlich mit den Menschen umgegangen wird ! Schon die Befristung über die Probezeit hinaus ist eine Sauerei, denn wie soll man sein Leben planen wenn man nicht weiß wie es in zwei Jahren weiter geht ? Nun wird die Entfristung auch noch an solche inhumanen Bedingungen geknüpft. Was, Du hattes zwei mal eine Grippe, 21 Tage krank - "you´re fired" ! Du hattest in zwei Jahren sechs mal Migräne - "you´re fired" ! Der Kapitalismus entfesselt sich immer mehr und die Menschen lassen sich das bieten. Unglaublich, aber WIE LANGE NOCH ?

Die Post ist ein privates

Unternehmen, welches die Kriterien für ihre Einstellungen selber festlegt. Es reicht doch, dass die staatlichen Unternehmen und Verwaltungen voll mit Kranken und Beladenen sind.

Komisch,...

..der eine Bote darf nur zwei Kfz-Unfälle mit max. 5000 Euro Schaden verursachen. Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder hingegen Schäden von hunderten Millionen oder gar Milliardenverluste. Das macht natürlich nichts. Komische Welt!

BamS:Entfristung bei Deutscher Post nur bei guter Gesundheit

Die Kritik von Politikern daran ist unehrlich.Hält der Bund doch noch 20 Prozent der Aktien der Post AG.Da könnte,wenn man wollte ja was machen.
Dazu kommt noch,daß in den letzten Jahren Einstellungen nur in die sogenannten Delivery Gesellschaften getätigt werden.In denen gibt es etwa 1000 Euro netto im Jahr weniger an Lohn.
Völlig unverständlich ist in diesem Zusammenhang aber,daß 67,97 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder einem schlechten Tarifvertrag zugestimmt und sich gegen Streik ausgesprochen haben.Vom Konzerchef Appel kaum auch prompt "Lob".
Wer den Kakao trinkt,durch den.....

Heuchelei und zustimmungspflichtiges Geschäft?

Ein Vorstand kann nicht machen, was er will. Für jeden Vorstand gibt es zustimmungspflichtige Geschäfte. Diese werden vom Aufsichtsrat festgelegt und der Vorstand kann in diesem Umfeld nicht ohne Zustimmung handeln.

Es liegt doch am Aufsichtsrat, die Grundlagen der Personalpolitik und die Standards der Arbeitsverträge zu einem zustimmungspflichtigen Geschäft zu erklären (war bei uns auch üblich).

Dann ist der Aufsichtsrat auch ordentlich informiert und muss hinterher nicht den Entsetzten spielen. Wenn der Aufsichtsrat das nicht tut, besteht er aus wichtigtuerischen Abnickern, die ihre Arbeit nicht ordentlich erledigen.

Die Politiker könnten auch auf der nächsten Hauptversammlung die Vorstände für deren 'unmoralisches' Handeln kritisieren und beispielsweise eine Entlastung versagen.

Sie tun dies alles nicht, weil sie es nicht wollen, sondern eine klammheimliche Freude empfinden über diesen Abbau sozialer Rechte. Warum sonst wäre die Post privatisiert worden?

Wo ist Nahles?

Ist das das Produkt von der letzten Groko??

nachvollziehbar

Die Entscheidung der Post kann ich gut nachvollziehen. Wenn ich eine Firma hätte, würde ich sogar noch strenger mit häufiger kranken Mitarbeitern verfahren.

Deutsche Post

Ich bin zwar der Meinung, dass die Arbeitnehmer in Deutschland ausgenommen werden wie die sprichwörtliche Gans. Allerdings muss sich ein Unternehmen ja auch irgendwie rechnen und sich vor Missbrauch schützen. Und gerade die Paketdienste stellen ja offensichtlich sehr viele "Ungelernte" ein. Und wenn ich es richtig verstehe, werden die Betroffenen ja auch nicht gleich gekündigt, sondern erhalten einen neuen befristeten Vertrag. Vor allen Dingen verdienen wir netto alle viel zu wenig. Jeder der Vollzeit arbeitet sollte mindestens 1000 Euro mehr erhalten. Bedingungslos!

So läuft es halt...

...im Neoliberalismus.
Menschen werde herabgestuft zu Humankapital und haben nur noch dem Gewinn der Konzerninhaber zu dienen, modernes Sklaventum kann man dies auch nennen.

Wenn Menschen durch immer größer werdende psychische Belastungen krank werden, eine Studie dazu kam zuletzt heraus, dann haben sie für die Kapitalsammelbecken keinen Wert mehr.
Damit die Menschen Angst vor Jobverlust bekommen, werden solche Aktionen befeuert und von den ehemaligen Nachrichtenmagazinen ganz hoch aufgehängt.
Wer seinen Kopf nicht unter dem Arm trägt hat gefälligst so lange zu arbeiten, bis dies der Fall ist.

In dieser Zeit geht es den Eliten (es sind nichtmal mehr 2 Hände voll an Menschen, die mehr Vermögen haben, als die Hälfte der ärmeren Weltbevölkerung) rein um ihren Profit.

Mit Menschlichkeit und deren Grundwerten hat diese Gesellschaft nichts mehr zu tun!

Die Befristung der Arbeit

Die Befristung der Arbeit nach positiver Probezeit gehört abgeschafft in Deutschland einig Hamsterrad.

Konzernialische Verblendung

Tatsächlich, wirklich sehr menschenverachtend. WIr leben aber bereits wie Roboter, da verwundert es nicht wirklich. Aber es wäre an der Zeit, ein Zeichen zu setzen und diese Anordnungen gesetzlich zu kassieren, evtl. sogar zu bestrafen. Fragt sich nur welches Gesetz da zur Anwendung kommt.

Als ob man sich aussuchte, krank zu sein.

Staat soll sich raushalten

@ Bernd Kevesligeti:
Die Kritik von Politikern daran ist unehrlich.Hält der Bund doch noch 20 Prozent der Aktien der Post AG.Da könnte,wenn man wollte ja was machen.

Das geht den Staat gar nichts an.

Sachgrundlose Befristung

Dieses letztlich aufgrund des Staatsanteils an der Post auch für die Bundesregierung peinliche Beispiel zeigt einmal mehr, dass die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen längst hätte abgeschafft werden müssen. Sie kreiert eine immer größer werdende Gruppe von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in ihren Rechten deutlich beschnitten wird und sie zur betriebswirtschaftlichen Mänovriermasse bei Fehlentscheidungen des Managements macht. Auch sogenannte „objektive Kriterien“ für die Entfristung machen die Situation nicht besser. Sie können willkürlich festgelegt und jederzeit geändert werden. Es entsteht ein Klima der Verunsicherung und Angst in den Betrieben, das sich auf die Produktivität jeder oder jedes Betroffenen negativ auswirkt. Psychosomatische Folgen eingeschlossen.

Die Folgen einer immer ...

weiter ausartenden Optimierung der Prozesse.

Häufig ist eine Optimierung eine Verbesserung, aber manchmal übersteigt dann die Optimierung die Ethik des Menschen.

Volle Haftung für Schäden

@ Werte-Wärter:
Komisch, der eine Bote darf nur zwei Kfz-Unfälle mit max. 5000 Euro Schaden verursachen. Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder hingegen Schäden von hunderten Millionen oder gar Milliardenverluste. Das macht natürlich nichts. Komische Welt!

Ich finde, Arbeitnehmer sowie Manager sollten für eventuelle Schäden voll haften.

DIe bekommen doch keine Leute mehr

Zur Post geht doch keiner mehr freiwillig!

Dieses Unternehmen kann froh sein über jeden der noch kommt. Alle Zusteller die noch irgendeine Chance haben, ergreifen die Flucht.
Alle fähigen Zusteller die noch da sind machen den abflug oder gehen in Rente und nur der rest vom Arbeitsmarkt rückt nach.
Die Post ist mit ihrer Personalpolitik am Ende, das Unternehmen hat sich in wenigen Jahren selbst zerstört. Sämtliche Mitarbeiter sind gefrustet und haben nur noch Hass.

DIe Post stellt mittlerweile alles ein, was 3 Hände und Füße hat. Vorrausetzungen gibt es keine mehr!

Gut gemacht Herr Appel und seine Freunde von McKinsey.

Inhuman, aber logisch

Bei der Brief- und Paketzustellung gibt es schon lange private Konkurrenz. Die zahlt vermutlich schlechtere Löhne und ist noch stärker auf Rendite ausgerichtet.

Dazu kommt, dass die Politik ein solches Vorgehen erst ermöglicht hat durch die Einführung befristeter Arbeitsverhältnisse.

Wie sieht es eigentlich mit dem geplanten Verbot grundloser Befristungen aus? Ein Riesenunternehmen wie die Deutsche Post hätte ja wohl Schwierigkeiten, die Befristung eines einzelnen Zustellers mit unkalkulierbaren Risiken zu begründen!

Schwierig ist auch, dass ein Arbeitgeber die Nicht-Entfristung gar nicht zu begründen braucht: Der Vertrag läuft aus und fertig. Dahinter können sich alle möglichen Gründe verbergen.

Dieser Schritt der Post ist aber katastrophal, denn damit wird die Aussortierung der Kranken zur offiziellen Firmenpolitik gemacht. So wird ein echt schlimmes Zeichen gesetzt!

Gleichheit vor dem Gesetz

Die deutsche Post gehört zu 80% privaten Investoren, nicht dem Staat. Sie steht im Wettbewerb mit anderen Privatunternehmen. Alle sind vor dem Gesetz gleich. Der Gesetzgeber bestimmt, wann und in welchem Umfang befristete Arbeitsplätze zulässig sind. Er bestimmt, dass der Abschluss eines dauerhaften Arbeitsverhältnis eine freie, wenn auch diskriminierungsfreie Entscheidung beider Parteien ist. Dies muss auch für die Post gelten. Kein Unternehmen kann gezwungen werden, Personen, bei denen angenommen werden kann, dass sie den Anforderungen des Arbeitsplatzes nicht genügen, auf Dauer einzustellen. Auch das von den Grünen regierte Baden Würtemberg verbeamtet nicht jeden, sondern schaut sich auch die Gesundheitssitatuation sehr genau an. Wer dagegen protestiert, dass alle vor dem Gesetz gleich sind, auch die Unternehmen, untergräbt den Rechtsstaat.

@wormatia1956 um 09:00Uhr

Ihrem Kommentar kann man auch ein Gegenbeispiel gegenüberstellen: Was? Sie haben alle drei Wochen am Montag "blau gemacht"? Das macht doch nichts! Der Kollege wormatia 1956 übernimmt gerne ihre Aufgaben und nimmt dafür auch Überstunden in Kauf, gelle?

Mal ganz davon abgesehen, ...

... dass ich für mich entschieden habe, keine über die Probezeit hinausgehenden Befristungen in Arbeitsverträgen zu akzeptieren - da scheinen wir uns einig - und mit den Konsequenzen lebe, macht für einen Arbeitgeber eine Befristung nur Sinn, wenn er nach Ablauf das Arbeitsverhältnis per se beendet bzw bei einer Entfristung sich die produktiveren Mitarbeiter aussucht. Von daher finde ich die Bedingungen wie sie hier genannt werden nicht inhuman.

Oh!!! Es wurden welche entfristet?!?!?

"Innerhalb des letzten Jahres habe die Post rund 9000 befristete Arbeitsverhältnisse in unbefristete überführt. Wieviele Mitarbeiter insgesamt befristete Verträge haben, wollte der Konzern auf Anfrage nicht mitteilen."

Wahnsinn. "Früher" wurden Menschen mit 3 Montaen Probezeit eingestellt.
Heute dehnt man die Probezeit mit 2 Zeitverträgen auf 2 Jahre aus.
Dasist schon mal keine gute Entwicklung.

Und dass man sich dann auch noch feiern lässt, weil man - nachdem man die Zeitverträge ausgeschöpft hat - tatsächlich fest einstellt ist ja wohl der Gipfel!

Die Post braucht nämlich in Wahrheit keinen der die Arbeit macht. Diese Menschen werden aus reiner Menschenliebe eingestellt.

menschenverachtend, ­sittenwidrig, Quatsch, unwürdig

Ich finde es erschreckend, wie diese Politiker das Leistungsprinzip ablehnen.
Ohne dieses bleibt nur Gleichmacherei (was Leistungsträger demotiviert oder vertreibt) und Klüngelwirtschaft. Ist das die Basis ihrer politischen Karieren?

was ist daran jetzt besonderes

das ist doch gängige Praxis, nicht nur bei der Post.
Wir haben Manteltarifverträge, die so was erlauben. Und Gewerkschaften, die sie aushandeln. Vielleich sollte man darüber mal nachdenken.

Unmenschlich - unwürdig - kapitalistisch

Auf der einen Seite sucht die Post händeringend Briefträger etc., legt Zustellbezirke zusammen, wodurch die Belastung des Einzelnen steigt und hat Filialen und Briefkästen massiv ausgedünnt, auf der anderen Seite sollen die "Fußsoldaten" aber die (von wem festgelegten?) Zeiten einhalten und am Besten nie krank sein - für welchen Lohn (bzw. für welches Lohndumping)?

Wie soll die Post bei so einem Kriterienkatalog bitte irgendwie gegen Streiks der Belegschaft argumentieren können? Das ist unmenschlich - einzig gutes Autofahren macht in dem Katalog Sinn. Krank zur Arbeit geht gar nicht - das ist gesundheitsgefährdend.

Und die armen Paketzusteller haben ja dank Amazon und co. immer mehr zu tun. Zusätzlich kam ja noch die Idee, die Briefträger sollten alte Leute betreuen. Die Vertrauensperson wechselt dann wohl turnusmäßig alle 2 Jahre, wegen zuviel Zeitaufwand...?

Es war ja gerade erst Marx' Geburtstag... der hätte dazu garantiert was zu sagen gehabt.

Der Bund sollte das kippen.
Eritas

Die Post ist kein Privates Unternehmen

Die Urteile des Bundesverfassungsgerichtes
sind da eindeutig! Der Staat ist noch immer der Hauptanteileigner, und damit der Steuerzahler. Das man DHL den Einstieg erlaubt hat heißt gar nichts.
Das Handling mit dem Personal entspricht
dem§ 240 StGB , der Nötigung.
Wie viele Politiker sich durch ihr Nichtstun die Taschen gefüllt haben wird noch zu klären sein. Die Aktiengeschäfte der Telekom waren schon ein warnendes Beispiel. Im StGB als Schwerer Betrug
zu bezeichnen.
DHL und fremde Dienstleister müssen rausfliegen. Die Gerichte sind auffällig zurückhaltend. Das knallt noch ganz schön! Der Steuerzahler wird nicht all die krummen Touren bezahlen.

Entfristung bei Deutscher Post nur bei guter Gesundheit

Die Deutsche Post macht ihre eigenen Arbeitsgesätze. Sie muss sich an die Gesätze halten, wie jede andere Firma auch. Nur im Rahmen dieser Gesätze kann sie ihren Spielraum nutzen.

"Politiker sind entsetzt"?

Wer soll das jetzt glauben?

Schließlich schließt Entsetzen einen Überraschungseffekt mit ein, und bei der Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte hat die Politik doch gezielt darauf hingearbeitet.

Flexibel, dynamisch, immer in Konkurrenz stehend geht halt nicht mit Kranken.

Kein Mitarbeiter kann es sich leisten sich zurückzuziehen, um kranke Familienmitglieder oder Kinder zu pflegen.

Aber es spart Rentenzahlungen, wenn die Leute einfach irgendwann während der Arbeit tot umfallen. (Kleiner Scherz meinerseits - setze ich doch voraus, dass es eine Ersparnis für den Staat gibt, weil die Rente über dem Sozialhilfe-Niveau liegt.)

"Die Post" muss

die explodierten Kosten frühpensionierter Telekom-Beamter irgendwie hereinbekommen

Ohhh wie Dreist!!Hallo

Ohhh wie Dreist!!Hallo Politiker willkommen bei den Zeitarbeitern! Aber jetzt oh Graus die Post!!Es wär mal Angebracht jeden Politiker einmal für 3 Monate in eine Zeitarbeitsfirma zu stecken!!Anonym versteht sich!!Da können sie dann ihre Erfahrungen sammeln Rente mit 70 oder Kündigungsschutz usw.!!Die Damen und Herren bekommen definitiv zuviel Geld für zuwenig Wissen!!

Deutsche Post?

Das ist nicht nur bei der Deutschen Post der Fall. Heutzutage ist das gang und gäbe, vor allem in der Industrie.

es ist doch schon unerträglich

dass ein Konzernsprecher eine Satz ablässt wie

Die Kriterien berücksichtigen ausgewogen, nachvollziehbar und an objektiven Merkmalen orientiert die Interessen des Unternehmens, der Kunden und natürlich der Beschäftigten selbst(!)

ohne dabei rot zu werden. Der gestrige Thread zum Geburtstag von Karl Marx und die dort vielfach geäußerte Behauptung, der Kapitalismus sei das einzige System, das Wohlstand für alle hervorbringt, erscheint da noch mal in ganz anderem Lichte.

Politiker realitätsfern

Politiker, die die Befristung von Arbeitsverträgen auf unbefristete Zeit ermöglichen (und wieder mal so getan haben, als hätten sie es versucht abzuschaffen), beschweren sich, wenn ein Unternehmen dies als Verlängerung der Probezeit benutzt. Die Verlängerung der Probezeit ist wohl einer der harmlosesten Missbräuche der unbefristeten Arbeitsverträge . Des Weiteren sind die Kriterien durchaus nachvollziehbar, denn man sollte auch bedenken, dass Krankheitstage auch einer der wichtigsten Indikatoren für zufriedene Mitarbeiter sind. Die Politiker sollten mal lieber die regierungsnahen Automobilindustrie (glaube nur Porsche ausgenommen) anschauen (unter die Lupe nehmen ist nichtmal nötig) diese benutzen befristete Verträge in Verbindung mit Leiharbeit um Löhne zu drücken.
Verdienst einer befristeten Arbeitskraft gesetzlich auf den Durchschnittslohn der dort real angestellten Mitarbeiter setzen wäre eine reale Bekämpfung von Missbrauch von Leiharbeit und befristeten Arbeitsverträgen.

Auch ich bin gerade in dieser

Auch ich bin gerade in dieser Situation , ich dachte ich lese über mich.
Bin jetzt seit Ende 2016 bei der Deutschen Post in der Zustellung . Habe leider ( einmal nicht schuld ) zwei kleinere Unfälle gehabt nichts wirklich großes , war auch leider krank . Mir sagte man damals man könne Überstunden abbauen so dass keine Krankmeldung benötigt wird für die Verlängerung eben . Habe dann Ende letzten Jahres gezittert , da mein Vertrag in der Schwebe hing. Wurde dann kurz vor Ende doch noch auf ein halbes Jahr verlängert , ich solle aber nach Möglichkeit nicht krank werden . So im Winter bin ich bei Glatteis so ausgerutscht , das ich wieder 3 Wochen weg war , da ich eine ordentliche Prellung gehabt habe . Es wurde eine Petition für mich und meine Kollegin gemacht , das wir bleiben sollen.Jetzt ist Anfang Mai und keiner kann uns sagen wie es weiter geht .

@Werte-Wärter, 9:02

Ihnen ist offensichtlich entgangen, dass Martin Winterkorn sehr wohl eine Anklage bevorsteht. Schauen sie nochmal in Ruhe die Nachrichten durch. Zum Beispiel hier bei der Tagesschau.

Masochisten???

Ich frage mich immer: Wo kommen diese Heerscharen von Menschen her, die sich so treten lassen? Warum organisieren sie sich nicht? Wo ist sie hin, die Arbeiterbewegung???

Solange alle nur labern oder stöhnen und nicht kämpfen, scheint das Leiden gar nicht so empfunden zu werden. Schön, wenn Masochisten in der Arbeitswelt Befriedigung finden.

Noch schöner: Die Post bewegt sich im akzeptierten Rahmen ihrer Arbeiterschaft. Wir brauchen keinen Streik zu fürchten- Amazon kann liefern.

@Bernd Kevesligeti

"daß 67,97 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder einem schlechten Tarifvertrag zugestimmt und sich gegen Streik ausgesprochen haben." Am 06. Mai 2018 um 09:03 von Bernd Kevesligeti

O! Wenn Sie wüssten, auf welchem langen Hebel die Konzerne sitzen!
In der Firma meines Vaters ist auch die Hölle los.

Die drohen mit Massenentlassung, wenn man den neuen Bedingungen nicht zustimmt - Arbeitslose und neue "Fachkräfte" als Ersatz gibt es schließlich genug.
Wenn bei der Übernahme eines Standortes die Arbeiter nicht den schlechten Bedingungen zustimmen, dann karren die einfach Leiharbeiter (oft osteuropäischen) von einem anderen Standort an, um die Zeit zu überbrücken, bis schlechter bezahlte Arbeitnehmer gefunden wurden.
Können die machen. Produziert wird eh schon lange "außerhalb" und hier bekommen die Sachen nur noch den Stempel "Made in Germany" drauf.

Das lohnt sich doch!

Denn die Anleger streichen die Gewinne ein und zahlen fast keine Steuer. Dafür werden die Lohnempfänger immer mehr in die Ecke gedrängt, während deren Abgaben steigen und die Löhne sinken. Gratulation zum Marx-Jubiläum!
.
Merkwürdig allerdings, dass man für S21, BER etc. die Milliarden nur so raushaut! Naja, Kapital ist eben was ganz anderes als Humankapital, von dem immer so rührend gesülzt wird.

Rente ab 67 oder 70?

Da muss ich immer laut lachen. Hier sieht man wieder was die "Bestenauslese" der Wirtschaft anstellt. Und das in Zeiten, wo Arbeitskräfte angeblich händeringend gesucht werden. Was geschieht dann z. B. mit 50-jährigen Arbeitslosen, die angeblich so faul sind?

@Bernd Kevesligeti, 9:03

Dass die Vorgehensweise der Post fragwürdig ist, ist das eine. Aber in dem Artikel der Tagesschau werden u. A. zwei Politiker zitiert, die sich kritisch zu dieser geplanten Selektion äußern.
Insofern ist ihr Vorwurf, die Politik wäre komplett untätig so nicht richtig. Was erwarten sie denn als Reaktion? Dass sofort alle Aktien abgestoßen werden? Damit hätte man dann allen Einfluss auf einmal abgegeben.

Ich weiss was meine Postbotin

Ich weiss was meine Postbotin verdient, zu welchen Konditionen sie arbeitet und welchen Belastungen sie bei Wind und Wetter ausgesetzt ist. Und wollen wir mal nicht vergessen, dass deutsche Postgebühren zu den teuersten auf diesem Planeten gehören. Diese Behandlung der eigene Arbeitnehmer ist schlicht menschenverachtend, widerlich und gehört vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Da kann man für die Postboten

Da kann man für die Postboten nur hoffen das die Zeitvorgaben im Winter berechnet wurden wenn Nebenstrecken nicht geräumt
werden sonst hat es sich mit den 30 Stunden gleich erledigt

Politiker sind entsetzt

Versteh ich nicht, wie man da so ensetzt tut. Gerade die von der SPD. Dass ist doch das Resultat Ihrer Politik seit Super Schröder.

Ein durchaus

Ein durchaus nachvollziehbarer Prozess. Ich persönlich musste oft genug für immer dieselben Kollegen einspringen, die regelmäßig Montage, Freitage und Brückentage "krank" waren.
Will der Arbeitgeber diese dann endlich mal loswerden, muss er in der Regel dafür auch noch Geld in die Hand nehmen.
Wenn die Post darauf bereits während der befristeten Anstellung achtet, ist das nur logisch und verantwortungsbewusst. Nicht nur ggü. dem eigenen Unternehmen, sondern auch ggü. den restlichen Kollegen.

Lösungsvorschlag

Schafft endlich Probezeiten, Kündigungsfristen ab. Verdoppelt die Arbeitszeiten. Halbiert das Einkommen.
Vielleicht sind die Unternehmer und die die glauben die Interessen der Bonzen vertreten zu müssen dann für eine Weile ruhig - zufrieden werden die nie....

Auswahlverfahren

Totaler Quatsch die Kriterien, es gibt hunderte von Gründen (guten Gründen) die Regeln nicht zu erfüllen.
Von Arbeitnehmern zu erwarten, krank zur Arbeit zu kommen, auf gesetzlich vorgeschriebene Pausen zu verzichten um Tour Zeiten einzuhalten, soll doch mal die Arbeit eines Postzustellers erledigen.
Die Frage ist doch, wann werden all diese Arbeitsstellen an Subunternehmer vergeben ?
Das ist doch das probate Mittel Firmengewinne auf kosten der Menschen zu generieren !

eigentlich nachvollziehbar

Ich arbeite selber als Zusteller bei der Deutschen Post und habe in den letzten Jahren sehr viele neue Mitarbeiter gesehen, die mit dem Job entweder total überfordert sind oder einfach nur keine Lust haben.

Da gibt es immer wieder Leute, die sich ein- bis zweimal im Monat pünktlich zum Wochenende krank melden, weil dann die Werbung an alle Haushalte kommt (Einkauf Aktuell). Deren Arbeit müssen dann die anderen Kollegen erledigen.

Und dann sind da solche, die selbst in Teilzeitbezirken, für die man normalerweise vier Stunden am Tag benötigt, im Durchschnitt bis zu sechs Stunden unterwegs sind, sogar dann wenn sie den Bezirk schon Wochen gelaufen sind und dort alles und alle Abläufe eigentlich gut kennen sollten.

Dass die Post sich und ihre ehrlichen Mitarbeiter vor solchen Leuten schützen will, finde ich nicht kritikwürdig.

Allerdings macht mich die Sache mit den KfZ-Unfällen stuzig. Sind damit private Unfälle gemeint? Das geht die Post nichts an.

Asozial!

Asozial!
Da der Arbeitgeber in der Regel gar nicht mit bekommen soll, an was der AN erkrankt, ist diese Vorgehensweise unterirdisch. Dass der AN in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für seine Tour brauchen darf, ist auch Humbug! Die ersten drei Monaten wird der AN es nur in den seltensten Fällen schaffen, nicht länger als vorgesehen zu brauchen! Und auf Baustellen und andere Unwidrigkeiten hat der AN auch keinen Einfluss. Einzig selbstverschuldete Kfz-Unfälle können für eine Beurteilung herangezogen werden.

Das ist doch wohl logisch!

Das ist doch wohl logisch, dass ein Unternehmen keine Mitarbeiter übernehmen, die ständig krank sind und jeden Tag ihren Dienstwagen zu Schrott fahren. Was stellen sich die Politiker, die daran Kritik üben, eigentlich vor? Wenn ein Handwerksbetrieb solche Leute fest anstellen würde, wäre er sofort pleite. In der Privatwirtschaft braucht man Mitarbeiter, die etwas zustande bringen!

Arbeitsrecht ändern

Alkohol schadet den Menschen, aber profitgierige Widerlinge im Management auch.
Die Politik muss das Arbeitsrecht ändern, damit Mitarbeiter anständig und fair behandelt werden.

Ich habe in dem kaputten

Ich habe in dem kaputten Laden gearbeitet; Gewinnmaximierung zu Lasten der Qualität und das betrifft dann die Kunden und nicht nur die inhumanen Bedingungen für die Zusteller. Ältere Kollegen sagen, dass die Gebiete dreimal so groß seien wie früher, dabei Werbung ohne Ende. Dann kommt die Post eben mal nicht, da nicht zu schaffen. Pausen kennen viele nicht und knüppeln 10h im Stechschritt durch,, Männer können ja im Zweifelsfall in die Büsche wenn sie austreten müssen. Gebiete sind per Computer zugeschnitten, einige Gebiete sind nicht zu schaffen (von vielen versucht worden), in anderen Gebieten ist dann im Verhältnis gar nix los. Tolles Programm. Der Laden verheizt nur Leute. Vier motivierte Leute fingen zu meiner Zeit an, drei waren nach vier Wochen weg (und die waren fit). Einfach das letzte. Kapitalismus zur Selbstvernichtung - alles Gute!

und damit

...wären wir wieder in Zeiten des Manchester-Kapitalismus angelangt. Friß oder stirb ist die Devise.
War das schön, als es noch sowas wie eine Solidargesellschaft gab. An den vorhergehenden Kommentaren kann man ganz gut ablesen, wie weit die Verrohung der Gesellschaft vorangeschritten ist !

"Diese Kriterien sind völlig

"Diese Kriterien sind völlig menschenverachtend und ­sittenwidrig, ..."

"...denn wie soll man sein Leben planen wenn man nicht weiß wie es in zwei Jahren weiter geht ?"

Im sozialen Bereich ist es seit Jahren üblich, dass Mitarbeiter zunächst einen Jahresvertrag erhalten, der dann zunächst auch nur auf ein weiteres Jahr verlängert wird ... und dies ohne jegliche klare Kriterien. Hier reicht es ggf. das ein Mitarbeiter zu unbequem ist, weil er die Pädagogik hinterfragt oder weil dem Vorgesetzten die Nasenspitze nicht passt. Erst seit dem es den extremen Personalmangel gibt, werden die Verträge teilweise inzwischen wenigstens direkt auf 2 Jahre befristet.

Ausbeutung perfekt

Die hässliche Fratze des Kapitalismus im Zeichen der Post. Streiken bis den Herrn das Grinsen auf dem Golfplatz vergeht.

Na ja

Wir leben in Merkelgrüner Wirtschaftswelt da ist das nornmal .Wird jetzt die Natzikeule gegen die Post vorgeholt?Wird ja bei allem verwendet.Sozial ja aber nur für >Gäste soll der DE sich dafür totarbeiten ,das ist SED 2.0.
Der Fisch Stinkt vom Kopf her und das ist wahr.

09:05 von herbert2

Wo ist Nahles?

Ist das das Produkt von der letzten Groko??
///

Re , beschäftigt mit Zeitungsausträger ihre Rente zu den Verlegern zu schaufeln und damit die Rente zu stehlen.Ist wichtiger sie braucht man für Willkommens Presse und Umerziehung der Bürger. SED 2.0 (CDU,SPD ,Grüne) lässt grüssen.Der Wähler ist selbst schuld.

Absolut richtig

Als CEO eines Konzerns kann ich das Verhalten absolut verstehen.
Die deutschen Gesetze sind extrem arbeitnehmerfreundlich und machen es Unternehmen sehr schwierig und teuer einmal eingestellte Mitarbeiter zu entlassen. Besonders bei Entlassungswellen geht es mehr um soziale Kriterien als um die tatsächliche Leistung.
Unternehmen gehen daher immer mehr nach dem Motto: „drum prüfe was sich „ewig“ bindet, ob sich nicht was bessers findet“

Die, die das hier in schutz

Die, die das hier in schutz nehmen sind vermutlich genau solche Arbeitnehmer, die denken, sie leisteten gute arbeit nur würden sie, wenn was schief läuft von gott und der welt ausgebremst. Wahrlich, wir leben in einer zeit, in der missgunst und Denunziation hochkonjunktur erleben. Ich finde es furchtbar, dass ein unternehmen so etwas bringt. Hier wird versucht das unternehmerrisiko auf die einfachen Beschäftigten abzuwelzen, gleichzeitig sich aber weiterhin an diesen zu bereichern. Geht gar nicht. Glücklicherweise gibt es Alternativen zur post, mal sehen wie lange die noch mit ihren menschenschinderimage bestehen können.
Noch schrecklicher finde ich die asozialen reaktionen hier im forum à la richtig so etc. Was bringt euch eure missgunst? Die post wird nicht zuverlässiger - im Gegenteil - da arbeiten in zukunft vermutlich nur noch die letzten volli*****, da jeder halbwegs qualifizierte sich was anständiges sucht. Also was sollen eure kommentare? Einfach mal missgunst ausleben? Bitter

09:09 von Pustefix

Die Befristung der Arbeit nach positiver Probezeit gehört abgeschafft in Deutschland einig Hamsterrad.

Re De ist ein Billiglohnland für Arbeit ,bei Abschaffung müsste Merkel ihre Hobby ,Einladungen aufgeben wäre nicht mehr Finanzierbar also bleibt es beim alten.Wir schaffen es.

Unrealistisch

So etwas können sich nur Personen ausdenken die 8 Stunden in ihren beheizten Büro sitzen. Von den Entscheidungsträgern hat noch niemals jemand einen Brief bzw. ein Paket ausgetragen bei Wind und Regen und in der Winterzeit. Als ich bei der Deutschen Post als Paketzusteller gearbeitet habe als Aushilfe für die Weihnachtszeit war die Vorgabe pro Paket bei 90 Sekunden. Zu den 90 Sekunden gehörten mit dazu:
1.) Zum nächsten Kunden fahren
2.) Das Paket aus den Wagen holen
3.) Fußweg zum Kunden und Klingeln
4.) Treppen steigen
5.) Zurück zum Fahrzeug und weiter geht es
Die Einstellung erfolgte übrigens unter den Motto,,Rationalisierungsmaßnahme beste Lösung 2000". Warum findet denn heute die Deutsche Post bzw. DHL kein Personal mehr?

Wo ist das Problem?

Leute werden eingestellt und nach einem Zeitraum X bewertet ob die Firma den Mitarbeiter weiter beschäftigen will (unbefristet), oder er gehen wird.

Dass ist seit Jahrzehnten so. was hier wieder ein Wind gemacht wird. Wenn die befristete Arbeitszeit, meiner AN, sich dem Ende neigt, dann befrage ich auch deren Vorgesetzte und die geben eine Bewertung ab. Wie war die Leistung / Benehmen etc in vergangenen Zeitraum. Fertig. Entweder er muss dann gehen oder freut sich über einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Dass wird nei uns übrigens auch mit dem JAhresbonus so gemacht. Der geht nach Leistung und hat Kriterien. Nicht erreicht = kein Bonus. Fertig.

Unmenschlich. Die deutsche

Unmenschlich. Die deutsche Post ist sich wohl Ihrer Verantwortung nicht bewusst.

Völliger Realitätsverlust

Bei vielen Kommentaren kann ich einen völligen Realitätsverlust erkennen. Leute, es gibt kein Recht auf Arbeit! Schon gar nicht auf unbefristete Arbeit. Er sind private Verträge, als Arbeitgeber möchte ich selbst entscheiden, wer für mich langfristig arbeitet. Und vielleicht mal ein demütiger Blick in andere Länder:
Ich habe viel mit Thailand zu tun. Das kennen viele nur als tolles Urlaubsland, wo die Leute immer ein Grinsen im Gesicht haben. Dass die Leute da immer arbeiten, es keinen gesetzlichen Urlaub gibt, keinen Sonntag, sehr wenig Feiertage etc., sehen die wenigsten. Und kommt mir nicht mit "die Leute sind trotzdem zufriedener". Hier wird sich über Sachen aufgeregt, die eigentlich nicht mal eine Meldung wert sind, aber mit übertriebenen Floskeln wie "unmenschlich" belegt werden. Reality check wäre mal angesagt. Wir haben soziale Marktwirtschaft, nicht sozialistische.

(Fast) jedes Unternehmen handelt doch so,

bloß dass in kleinen/mittleren Unternehmen solche Richtlinien nicht schriftlich fixiert werden. Ich arbeite seit 35 Jahren bei kleinen Mittelständlern. So wurde immer verfahren. Wer zuviel selbstverschuldet kaputt macht oder wirklich OFT (!) krank ist, wird bei "passender Gelegenheit" entlassen. Ist für mich auch nachvollziehbar, als Abteilungsleiter muss ich auch planen können. Allerdings finde ich die "erlaubten" 20 Krankheitstage ganz schön knapp bemessen. Wer als Zusteller täglich auf den Beinen ist, kann auch mal länger krank sein. Meine Erfahrung ist, dass nur ein auskurierter Mitarbeiter voll einsatzfähig ist.

mich verwundert viel mehr als..

.. die arbeitnehmerunfreundliche zeitliche Befristung von Arbeitsverträgen, dass in den Kommentaren dies so viele Menschen richtig finden. Eine Befristung für Krankheits-/Mutterschutzvertretungen oder für klar definierte Projekte ist eine Sache. Mit einer Befristung aber Druck und Unsicherheit erhöhen und die Probezeit über ein nachvollziehbares Maß auszudehnen, und das dann noch mal zu wiederholen, ist unanständig. Und so was wird von uns goutiert? Über die Krankheitstage als Kriterium kann man ja noch geteilter Meinung sein, dass man Unfälle mit Eigenverschulden als K.O.-Kriterium heranzieht wird aufgrund des Zeitdrucks schon fragwürdig. In Kombi mit der Vorgabe nicht zu lange für die Tour gebraucht zu haben ein Unding und wer die gehetzten Postboten erlebt, der muss sich dann schon auch fragen, ob das Arbeitsbedingungen sind die unserer Gesellschaft würdig sind. Früher hatte ein Postbote Würde, heute ist er ein gehetzter Mensch.

09:51 von frosthorn

es ist doch schon unerträglich

dass ein Konzernsprecher eine Satz ablässt wie

Die Kriterien berücksichtigen ausgewogen, nachvollziehbar und an objektiven Merkmalen orientiert die Interessen des Unternehmens, der Kunden und natürlich der Beschäftigten selbst(!)

ohne dabei rot zu werden. Der gestrige Thread zum Geburtstag von Karl Marx und die dort vielfach geäußerte Behauptung, der Kapitalismus sei das einzige System, das Wohlstand für alle hervorbringt, erscheint da noch mal in ganz anderem Lichte.
///
*
*
Soll ds jetzt der Aufruf zum Sozialismus.2 auf deutschem Boden sein.
*
Weil es beim ersten Mal, mit dem Wohlstand so gut klappte, das man sich einmauerte?
*
Aber richtig, die Mauer war ja auch beleuchtet.

@Wormatia1955

Wenn jeder Mitarbeiter 21 Tagen Grippe im Jahr hat brauchen Sie bei 520.000 Postmitarbeitern rund 40.000 neue Mitarbeiter die extra eingestellt werden müssen, nur für Krankheitstage. Bei nur 3.000 brutto im Monat reden wir also von jährlichen Mehrkosten 2,0 Mrd Euro pro Jahr
(Wovon 20%, also 400 Mio. Steuergelder sind aufgrund der Beteiligung Bundes).

Ich habe absolutes Verständnis für die Post und die Entscheidung ist 100%tig richtig!

Ich verstehe auch nicht wie man sich über die Einstellungskriterien eines Unternehmens aufregen kann. Wir leben in einem freien Land und niemand wird gezwungen dort anzufangen - weder befristet noch unbefristet.

Wenn bei der Einstellung darauf hingewiesen wird,

dass es diese Voraussetzung für eine Entfristung
"nicht krank zu machen" gibt, so weiss der Arbeitnehmer
bescheid. Ich war auch früher eine Zeit lang für die Einstellung von Mitarbeitern zuständig. Die meisten
Bewerber wurden nicht krank, aber es gab auch schwarze Schafe, die kaum ein paar Wochen im Dienst, bereits wegen
"Kinkerlitzchen" fehlten. Leider machen auch so manche Ärzte diese Spielchen mit und schreiben die Leute nicht nur krank, sondern fragen die Patienten sogar, wie lange sie denn zuhause bleiben wollen. Briefe zustellen ist ein harter Job und man muss eine gute körperliche Verfassung haben.
M.M. nach muss im Einstellungsgespräch vorab alles geklärt sein, auch die Beendigung des Arbeitsverhältnisses wegen
zuviel Fehltagen.

Vieles ist in diesem Unternehmen im Argen

Die Mitarbeiter sollten sich besser organisieren und das Unternehmen von innen verbessern. Aber dazu fehlt die Zivilcourage und man kann dazu nicht einen Stall von Abnickern gebrauchen. Genau die gibt es bei der Post reichlich. Auch Ver.di als Gewerkschaft ist mit seinen führungstreuen Schergen viel zu inaktiv. Jeder dieser Leute möchte ja noch Karriere machen, also was bleibt. Bei den Mitarbeitern etwas blaffen und im Gremium nicken. Die Abschlüsse schon alleine sind eine Phrase. Das neue Konzept längere Arbeitszeiten in die Nachtarbeit bei keinen Zuschlägen ist ein unmöglicher Zustand. Bei den Kunden wird zusätzlich abkassiert ohne Kompensation bei den Mitarbeitern.

Es kann sich halt nicht jeder

Es kann sich halt nicht jeder soviele Kranktage erlauben wie im öffentlichen Dienst in Berlin:

https://tinyurl.com/yd37fs9o

Pure Heuchelei

Zitat:
"Politiker sind entsetzt"
_________________

Die beiden Großaktionäre der Deutschen Post sind die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit ca. 25% und der US-amerikanische Hedgefont Blackrock mit 7% Anteilen (Stand 2017). Entsprechendes Gewicht haben beide auf die Unternehmensausrichtung und deren Durchsetzung.

Wenn diese also an anderen Unternehmensleitlinien interessiert wären, könnten sie diese problemlos durchsetzen.

Das Konzernspitze, Aktionäre und Sharholder...

,..diesen ethisch wie moralisch absolut inakzeptablen Praktiken applaudieren, versteht sich von selbst.
Das aber die GROKO diese menschenverachtenden Praktiken dulden und flankieren zeigt doch, dass ihr die kurzfristigen Gewinninteressen sehr viel wichtiger sind, als die Gesunderhaltung der dt. Arbeitnehmer, Moral und Anstand.

Wo sind denn jetzt die dauerbetroffenen SPD-Größen Spahn, Nahles und Schwesig,...denen das Wohl er Arbeitnehmer bzw. der Bürger so "eminent wichtig" ist ?

Sie sind abgetaucht, schweigen und ducken sich weg,...wie eigentlich immer, wenn es um die Gesundheit und die Würde dt. Arbeitnehmer geht.

Mit 39,8° C zur Arbeit gehen,...nur damit man in den Genuss der Entfristung gelangt,...gerade für die SPD-Spitze überhaupt kein Problem,...für die Union sowieso nicht.

Nochmal !
Möglich macht diese Schweinerei erst die GROKO durch deren Duldung, bitte nicht vergessen.

@ ___111___ 9:56 Uhr

Bei W. liegen möglicherweise strafbare Handlungen vor. Die StA überprüft das ja gerade. Auf das Ergebnis draf man gespannt sein. Das ist wohl ein Unterschied. Im Übrigen: wie oft hat man schon gelesen, dass Manager ehemals große Global Player an die Wand gefahren haben? Und wie oft mussten sie haften? Das liest man nur selten.

@nuckelavee

>Das ist ja kein "Wenn-Dann"-Mechanismus, sondern eben Kriterien. Wenn Jemand also 40 Tage krank war, nie seine Touren im Zeitplan geschafft hat und außerdem noch 3 Autos zu Schrott gefahren hat, dann kann sich der Arbeitsmarkt damit befassen, den brauche ich nicht bei der Post.<

Was ist das denn sonst als ein wenn dann Mechanismus. Mit "oder Verknüpfung".

Wenn Jemand also 40 Tage krank war oder 6 KLrankmeldungn hat oder nie seine Touren im Zeitplan geschafft hat oder außerdem noch 3 Autos zu Schrott gefahren hat, dann....

Auch das neoliberale Hirn braucht Logik....

Schon bei der ...

... Umwandlung der Deutschen Post in die Post AG war klar, dass Gewinn erwirtschaftet werden muss. Schließlich will man den Aktionären ja einen Anreiz zum Kauf von Aktien geben.
Zu glauben, dass dabei Rücksicht auf Arbeitnehmer genommen wird, ist weltfremd. Zu den Politikeräußerungen: Machen Sie sich mal klar, dass Deutschland von der Wirtschaft regiert wird. Politiker sind nur noch "Abnicker".

Sozialpartnerschaft?

Früher war nicht alles besser, aber das Kapital hat eher im Rahmen der Sozialpartnerschaft seine Verantwortung für die Belegschaften getragen. Heute steht die als Rentabilität kaschierte Gewinnmaximierung im Sinne der Anteilseigner im Vordergrund. Getrieben vom marktliberalen goldenen Kalb des sogenannten „Wettbewerbs“. Welche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer suchen sich schon aus, krank zu sein? Zudem sie von den Arbeitsbedingungen krank gemacht werden. Und der Stress gerade der Paketzusteller in ständig verstopften Großstädten ist enorm. Der im Dienstwagen chauffierte Vorstandsvorsitzende möge doch mal das Steuer eines Zustellfahrzeuges selbst in die Hand nehmen und 15 Pakete (bis zu 31,5 Lilo schwer) in 60 Minuten zustellen. Mal schauen, wie lange er das durchhält. Und bitteschön möge er auch dafür nur das Zustellergehalt bekommen....

re von Tada

Ja richtig,da beschreiben Sie die Realität.Und warum ist das so ? Einmal wegen der Zurückhaltung von Gewerkschaften und Personal.Aber auch wegen der EU,dem "freien Verkehr" von Arbeitskräften.Zu wessen Nutzen das ist,daß wird hier deutlich.

Diese Bedingung der Entfristung

ist ja nur eine Maßnahme in einem repressiven Gesamtsystem und deshalb nicht zu verharmlosen.

So verhalten wir uns doch alle

Wenn ich einen Handwerker bestelle, er drei mal nicht kommt und mein Gartentor kaputtfährt dann frage ich den auch nicht wieder oder zahle fröhlich weiter. Ich kann die Post verstehen. Wenn demnächst der Entfall der sachgrundlosen Befristung ansteht, dann werden wir ein ganz anderes Problem bekommen: die heute befristet eingestellten werden dann gar keine Chance mehr bekommen - wer will einen niedrigqualifizierten Langzeitarbeitslosen einstellen wenn das nur unbefristet geht.

Ausbeutung pur

Unter den Begriffen "der Markt wird es regelen, Deregulierung" erleben die Beschäftigten in vielen Betrieben, hier Post, nun das Ergebnis einer arbeitnehmerfeindlichen Politik, die sie gewählt haben. Den Gewerkschaften laufen die Mitglieder weg. Arbeitnehmerrechte, Betriebsverfassungsgesetz, Arbeitszeitordnung auf dem Papier ja. In der Realität sieht es so aus, dass mir eine junge Frau "stolz" erzählte als es um Ihre erste Arbeitsstelle ging - dass sie tägl. mindestens 12 Stunden "gebraucht" würde. Eine erschreckende Welt. Frage mich, warum die Arbeitnehmer, früher mal, für Ihre Rechte einstanden und heute nur noch Demutshaltung gegenüber unverschämten und nimmersatten Konzernen/Arbeitgebern vorherrscht?

Können die sich das leisten?

Bin selbst Logistikfachkraft in einem Industrieunternehmen. Wir bekommen normalerweise täglich xx Pakete nur von DHL, immer öfter bleiben die Lieferungen aber tagelang aus. Neulich hat man einen Paketboten aus dem 180 km entfernten Berlin mit den ausgebliebenen Zustellungen der vergangenen 4 Tage gesandt, weil die schlichtweg niemanden mehr finden, der sich für die paar Kröten zur Sau machen lässt. Die können froh sein, wenn die überhaupt noch Fahrer bekommen! Gut so.
Desweiteren würde es mich freuen, wenn all die Dumpinglöhner, Zeitarbeiter usw. den Mist hinschmeißen, dann würde einer ganzen Menge eher neoliberal orientierten Mitbürgern mal ein Licht aufgehen, was hier alles nicht mehr funktioniert und worauf unser "Jobwunder" basiert.

Wow!

"Darin heißt es demnach, dass Mitarbeiter in zwei Jahren nicht häufiger als sechsmal krank gewesen sein dürfen, beziehungsweise nicht mehr als 20 Krankheitstage angehäuft haben sollen."

Na, hoffentlich gilt das auch für die Manager! Oder noch besser: Wenn ein Manager 10 Krankheitstage in einem Jahr angehäuft haben sollte, wird er "abgewickelt"!

Man fasst sich an den Kopf: So also der Segen der Privatisierung? Bitte, Rückabwickeln! Sofort!

Ich muss daran denken, was wäre, wenn ich bei der Post gearbeitet hätte. 2015 hatte ich eine rheumatoide Athritis & musste 6 Monate lang wegen der üblen Gelenkschmerzen im Job pausieren inkl. zeitweisem Krankenhausaufenthalt, da sich mitunter gefährliche Komplikationen ergeben hatten. Hätte ich damals also bei der Post gearbeitet, wäre das wohl mein finanzieller Ruin gewesen. & anstatt mir zu helfen, hätte die Post noch mal so richtig drauf getreten!

Konsequenzen: Ich wähle in Zukunft jede Partei, die DIESEM System den Kampf ansagt.

09:07 von Hannebachit ... Ich bin zwar der Meinung...

Eine hübsche Meinung, aber irgendwie von der Realität deformiert... Der Einleitung kann man ja noch zustimmen, aber der Rest ist schlicht zum verzweifeln.
1000 € Netto bei Vollzeit ... ja wo leben wir denn, doch im Lande des verzweifelten Mindestlohnes.. man müsste, damit ein Schuh daraus wird doch zumindest so sagen, ... "Jeder der Vollzeit arbeitet".. sollte bei längerer Betätigung zumindest (bei heutiger Kaufkraft) 1500 € Rente erhalten, was dann vorher netto verdient werden muss mögen berufenere errechnen, aber alles andere würde der Rumpel für eine typisch proletarische Selbstkastration halten.

@ XGorodoh

"Ich frage mich immer: Wo kommen diese Heerscharen von Menschen her, die sich so treten lassen? Warum organisieren sie sich nicht? Wo ist sie hin, die Arbeiterbewegung???"

Wer hat denn noch so viel Zeit, sich in der heutigen Arbeitswelt zu organisieren? Da haben wohl noch ein paar Leute zuviel Freizeit, wie? Aber keine Sorge, lieber XGorodoh, an der Arbeitszeitoptoptimierung kann noch weiter herumgeschraubt werden. Wo kämen wir denn dahin, wenn den Leuten genug Zeit bleibt, sich Gedanken über ihre berufliche Situation zu machen? *Ironie off*

Wenn man gleichen Maßstab an

Wenn man gleichen Maßstab an die Angestellten des öffentlichen Dienstes in Berlin anlegen würde, dann hätte mit durchschnittlich 31 (Lehrer) / 51 (Ordnungsamt) Kranktagen dort nahezu niemand einen unbefristeten Job....

Dass hier ist klar grundgesetzwdrig

Entschuldigung, aber was die Post hier macht:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-krankheitstage-101.html

Wer bei der Post arbeitet und in den ersten zwei Jahren mehr als 20 Tage wegen Krankheit fehlt, hat keine Aussicht auf eine Entfristung seiner Arbeitsstelle.

ist grundgesetzwidrige Diskriminierung nach Artikel 3 Grundgesetz (Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe) gegenueber anderen Arbeitnehmern. So geht es nicht, werte Post!!

Und von daher ist dass hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-krankheitstage-101.html

Wie die "Bild am Sonntag" (BamS) berichtet, haben Niederlassungsleiter von der Konzernspitze ein sogenanntes Entfristungskonzept erhalten, an das sie sich halten sollen. Darin heißt es demnach, dass Mitarbeiter in zwei Jahren nicht häufiger als sechsmal krank gewesen sein dürfen, beziehungsweise nicht mehr als 20 Krankheitstage angehäuft haben sollen.

absolut unsozial. Von wem kommt diese Idee??

Extrem Arbeitnehmerfreundlich???

Brich dir mal ein Bein beim Freizeitsport oder sei es wegen einen anderen Unfall und schon ist die (schlecht) bezahlte Arbeit futsch.

Dieses Vorgehen konnte die Post ja nur einschlagen, weil es die Hartzer gibt, die zu jeder Unsitte getrieben werden dürfen.

Soll sich doch der CEO der Post mal in den Drahtesel setzen und von einer Hausnummer zur anderen hetzen, bei Regen, Schnee und Gluthitze...

Von sozialer Marktwirtschaft ist das soweit entfernt, selbst die Amis würden hochrot erstrahlen, würde solch ein Vorgehen in den USA von einem großen Konzern angepeilt werden.

Wir haben nicht umsonst die soziale Marktwirtschaft, weil sich hierzulande deutlich gezeigt hat, dass man auf oberste Ebene stets nur die Ausbeutung der niedersten Untergebenen im Blickfeld hat.

Aber anstatt mal die Geschichte zu verstehen, wiederholt man sie lieber. Steuern wir auf ein Reich 3.5 hin? Ich denke ja und das mit vollem Karacho.

Auch dass hier zerstört den sozialen Zusammenhalt

Und auch dass hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-krankheitstage-101.html

Weiter schreibe die Post vor, dass der Mitarbeiter "höchstens zwei selbstverschuldete Kfz-Unfälle mit einem maximalen Schaden von 5000 Euro" verursachen darf. Zudem dürfen Postboten in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für ihre Touren gebraucht haben als vorgesehen.

ist genauso falsch. Denn: nicht immer sind die Mitarbeiter an den Unfällen schuld. Es gibt auch Unfälle, bei denen andere schuld sind, werte Post. Und auch das mit den Touren finde ich so nicht in Ordnung. Warum sollen die Postmitarbeiter sich nicht auch mal mit ihren Kunden verquatschen duerfen?? Wo bleibt hier mal der soziale Zusammenhalt??

Aus dem Grund wuerde mich mal interessieren, von wem diese asoziale Idee kommt? Etwa von Macron oder ausgerechnet noch von Trump?? Sowas könnte ich mir bei beiden vorstellen. Aber diese Fehlentwicklung muss gestoppt werden. Menschen sind keine Roboter!

@Christatnews

"Unternehmen gehen daher immer mehr nach dem Motto: „drum prüfe was sich „ewig“ bindet, ob sich nicht was bessers findet“"

Man kann aber auch solange prüfen, bis man überhaupt nix mehr findet. Nennt sich wohl dann Fachkräftemangel. Naja und die wirklich guten Fachkräfte wandern dann eben oftmals ins Ausland ab, weil man dort froh über Fachkräfte zu guten Löhnen ist, ohne jahrelange Prüfung. Ich (Informatiker, Fachrichtung IT-Sicherheit und Projektmanagement) bin dann auch bald weg (Dänemark).
So long.

11:01 von trojaner2015

"Die Mitarbeiter sollten sich besser organisieren und das Unternehmen von innen verbessern."
Ach, das trifft auf so viele Unternehmen zu. Bei der Post in meiner Umgebung gehen die Mitarbeiter unter in Briefen, Paketabholungen, x Retourpaketen, ident-code, Postbank-Kontobewegungen, Kreditberatungen und weiß der Kuckuck. Es ist nicht nur die schiere Menge sondern auch die ungeheure Vielfältigkeit, die den Mitarbeitern den Saft zu nehmen scheint. Dazu chronisch ungeduldige Kunden.
Und wie gesagt trifft das auf viele Firmen zu. Extremum: Ich hatte erst neulich das Vergnügen, einen Industrie-4.0-Produktionsstandort anzuschauen. An sich eine tolle Sache die unter anderem teuren Ausschuss beseitigt also nachhaltig ist. Nur wird, wenn die Firma dies nicht berücksichtigt, das Personal dazwischen herumgehetzt wie in modern times. Bei solchen Zuständen bricht der Mitarbeiter eher zusammen als dass er vorher aufmuckt. Perfide, das ist gegen die Absicht des Arbeitgebers. Die Last der Vielfalt.

@ Chrisatnews

Wenn "Freiheit" bedeutet, dass der Wert des Menschen nur noch über seine Arbeitsproduktivität bemessen wird, dann verzichte ich liebend gerne auf diese "Freiheit"! Man! Wir sind Menschen, keine Maschinen und schon gar keine Tiere!

Nachtrag: Ich habe vollstes Verständnis, wenn es um Simulanten geht, oder solchen, die Unfälle selbst verschuldet haben, aber darüber hinaus hört bei mir das Verständnis auf, bei aller "Wirtschaftlichkeit"!

Nachtrag 2: Entsetzlich, wie dieses allein auf die Ökonomie ausgerichtete Denke die Empathie der Menschen in den Köpfen zersetzt. Man sollte sich wirklich langsam fragen, ob WiWi an den Universitäten überhaupt noch Sinn macht, wenn das Ergebnis nur noch zutiefst gesellschaftszersetzende Tendenzen zu Tage fördert! Oder vielleicht noch ein Studienfach "Anstand & Moral" neben WiWi zur Pflicht machen? Ob das vielleicht hilft?

Hier sind die Interessen der Arbeitnehmer nicht beruecksichtigt

Außerdem sage ich mal auch zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-krankheitstage-101.html

Auf Anfrage der Zeitung bestätigt ein Sprecher die Konzernvorgaben, sprach aber von einer "verantwortungsbewussten" Entfristungspolitik: "Die Kriterien berücksichtigen ausgewogen, nachvollziehbar und an objektiven Merkmalen orientiert die Interessen des Unternehmens, der Kunden und natürlich der Beschäftigten selbst und bewegen sich im Übrigen im geltenden rechtlichen Rahmen."

Dass mag vielleicht die Interessen der Aktionäre erfuellen und dem Unternehmen gefallen. Aber die Interessen der Arbeitnehmer sind hier nicht beruecksichtigt und von daher ist hier nein zu diesem grundgesetzwidrigen und den sozialen Zusammenhalt zerstörenden Teil zu sagen. So nicht! Stopp it!

Außerdem: auch Krankheit sucht man sich nicht aus. Da steckt man nicht drin! Auch aus dem Grund ist sowas einfach nur asozial.

Daher kann ich diesen Politikern hier nur zustimmen

Aus dem Grund kann ich dem hier von einigen Politikern:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-krankheitstage-101.html

"Diese Kriterien sind völlig menschenverachtend und ­sittenwidrig, und das bei einem Unternehmen, an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt ist", sagt Beate Müller-Gemmeke, Grünen-Sprecherin für Arbeitnehmerrechte. Der Unionspolitiker Peter Weiß, arbeitsmarktpolitischer Sprecher und Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der Union, kritisierte: "So ein Kriterienkatalog, wie er vorliegt, ist ein Quatsch und der Personalabteilung eines Großunternehmens unwürdig."

nur vollumfänglichst zustimmen. Sowas ist nicht nur sittenwidrig und eines Unternehmens unwuerdig, sondern es ist auch grundgesetzwidrig und zerstört den sozialen Zusammenhalt und es wäre auch pure Ausbeutung. Sowas dient nur den Interessen der Aktionäre und des Unternehmens, aber nicht den Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Wer hier applaudiert

Leute, die bei so einem Vorgehen applaudieren, haben vermutlich noch nie körperlich gearbeitet. Aus den Arbeitnehmern wird alles herausgepresst - Manager werden hingegen ungeschoren gelassen, wenn deren Entscheidungen Flops waren und Schäden anrichteten.

Die Zustimmung durch Verdi...

konnte nur zustande kommen, weil immer weniger Menschen in der Gewerkschaft organisiert sind. Den größten Anteil der Mitglieder stellten immer die Arbeiter! Die heutigen Arbeiter sind zum größten Teil nur wenig unserer Sprache mächtig und können mit dem Begriff Gewerkschaft so gut wie nichts anfangen! Auch das ist ein Riesenvorteil der Unternehmen und Teil der Geschäftspolitik! Hier müssten die verbliebenen Gewerkschaftsmitglieder in den Betrieben Überzeugungsarbeit leisten. Aber wie, wenn der Kollege nur *Bahnhof* versteht?!?

Unternehmen haben auch eine soziale Mitverantwortung!

Darueber hinaus muss ich dazu auch ganz deutlich sagen, dass ich solche Fehlentwicklungen wie dieser hier von der Post absolut verantwortungslos gegenueber den eigenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nenne. Auch Unternehmen haben fuer ihre eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eine soziale Verantwortung und der muessen sich diese Unternehmen stellen.

Warum wird solchen Unternehmen - die sich hier der sozialen Verantwortung entziehen - nicht mal eine ordentliche Strafe aufgebrummt und warum werden solche Unternehmen nicht endlich mal in die Pflicht genommen??

Wie wäre es, wenn endlich mal die Gehälter von den Vorständen und Aufsichtsräten erheblich eingedampft wuerden anstatt immer bei den Arbeitnehmern zu sparen?? So könnte man auch Porto-Erhöhungen vermeiden.

re von -111-

Es ist nichts darüber bekannt,daß "die Politik" ihren Einfluß über ihren Aktienanteil geltend macht.So stimmten auch die Aktien im Bundesbesitz immer für die Entlastung des Vorstandes,der für die im Artikel beschriebene Praxis verantwortlich ist.
Das müßte nicht so sein.

09:12 von schwer gestört

Sie irren. Das geht den Staat sehr wohl was an, denn in Deutschland gibt es ein Arbeitsrecht. Dies kann man verändern über das Parlament, wenn es dort demokratische Mehrheiten gibt.

Heute läuft es bei uns leider anders. Die privaten Unternehmen schneidern sich ihr eigenes Recht dank u. a. der SPD.

Das Zauberwort heißt hier „befristete Verträge“. Dabei wird nun unterstellt diese Zeit in Analogie zum Arbeitsrecht als Probezeit zu betrachten. Diese Probezeit kann aus Sicht der privaten Arbeitgeber auf Jahre verlängert werden. Im extremen Fall auf das gesamte Berufsleben. Das ist pervers.

Gesteigert wird dies aber nochmals in der Argumentation wenn gesagt wird, dass die Probezeit ohne Angabe von Gründen beendet werden kann. Dies kann nach 6 Monaten oder nach beispielsweise 6 Jahren passieren.

Nach diesen Betrachtungen kann gesagt werden, eine soziale Marktwirtschaft kann dies wohl eher nicht sein.

Den Staat, sprich unserer Gesellschaft, geht dies sehr wohl was an.

Lustig

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie typisch deutsch die moralische Entrüstung über ganz normale, unternehmerische Abläufe groß ist und wie immer gerne die Opferrolle herhalten muss um nicht zuletzt auch fehlende Motivation und Eigeninitiative zu rechtfertigen.

Sparen auf Kosten anderer

Mein schwäbischer Sparoptimierungszwang wird ausgesetzt wenn ich Personen sehe, denen das zugute kommt. Firmen, die sozial fair sind, sollten dies mehr bewerben, und es sollte einen zertifizierten und überprüften Standard geben - nicht nur im Transportwesen. Ich darf keine Werbung machen, aber sowohl mein Stromanbieter als auch ein Mailprovider haben mich mit ihren überprüfbaren Standards sehr beeindruckt. Dann weiß ich wo die Extrakohle hingeht und mache das gerne. Meine Autowerkstatt und meine Handwerker sind nicht perfekt - egal, ich sicher auch nicht. Ich glaube wir kommen alle mit fairer Arbeit nur weiter wenn wir nach Standards fragen und uns fragen, wie perfekt und günstig wir selber arbeiten bevor wir das von anderen fordern.
Wer meint, er macht alles perfekt und billig soll's sich einfach selber machen.

09:45 von beamtenfreund

Wo haben Sie das den her?

Zum allgemeinen Verständnis...

...von Wirtschaft und dt. Politik gehört also, dass ein jeder Arbeitnehmer (wohl nicht nur bei der Post), der es nicht hinbringt innerhalb von 24 Monaten Rückenerkrankungen, Erschöpfungszustände (radikale Zunahme !!!), Unfallfolgen, Viruserkrankungen und Infekte in weniger als 20 Tagen zu bewältigen, keine Entfristung verdient bzw. eine erhebliche Verbesserung seiner Lebensumstände und der seiner Familie. Wer seine Arbeit ansonsten tadellos verrichtet, im entscheiden Augenblick aber nicht bereit ist, krank (gerne auch schwer erkrankt) zur Arbeit zu gehen,...der fällt eben, auch nach den Maßstäben von Union und SPD, durchs neoliberale Raster, der wird eben Opfer heutiger Ausbeutung. Der bleibt AN zweiter Klasse !

Union und SPD spielen hier mit der Post über Bande und zeigen sich einmal mehr...nicht verantwortlich.

"Wir müssen wieder näher an die Menschen ran".

Richtig werte SPD, richtig !

@ Jayray et. al

Ich bin eigentlich voll und ganz bei Ihnen, wenn es Ihnen darum geht, die modernen Auswüchse des Kapitalismus zu kritisieren. Aber bitte berücksichtigen, dass es in dem Artikel über die Post an keiner Stelle heißt, dass dann jemand seinen Job los ist, sondern "lediglich", dass er vorerst keine Entfristung erhält, also weiter arbeiten kann. Schlimm genug zwar, aber nicht ganz so extrem, wie von Ihnen und anderen in diesem Meldung hier interpretiert. Trotzdem halte auch ich eine derartige Regelung für zutiefst menschenverachtend, nur der Rendite verpflichtet.

Frage in einer WiWi-Vorlesung: "Was zählt der Mensch in unserer Gesellschaft heute noch?" Antwort des Proff: "Nur noch das, was er zwischen Aufstehen und Schlafengehen an Arbeitsproduktivität erreicht!"

im geltenden rechtlichen Rahmen

Wenn sich alles im geltenden rechtlichen Rahmen bewegt, dann weiß man doch, wo die nötigen Stellschrauben sind.

Im Übrigen:
Natürlich braucht ein Unternehmen Mitarbeiter, die leistungfähig sind. Jedoch sind bei diesem Unternehmen (und nicht nur bei diesem) die Arbeitsanforderungen so bemessen, dass ein Arbeitnehmer von der ersten bis zur letzten Sekunde seiner Dienstzeit überfordert ist, wenn er den an ihn gestellten Anforderungen gerecht werden will. Wer permanent gezwungen ist, über seine eigenen Grenzen der Belastung zu arbeiten, um seinen Arbeitsplatz nicht zu verlieren, der gefärdet seinen Arbeitsplatz, weil er dadurch eher kostenintensive Schäden verursacht oder häufiger arbeitsunfähig wird. Und dann gibt es keinen Folgevertrag. Ein unwürdiges Dilemma!

@ jetzttexteich

Um sich gewerkschaftlich zu organisieren, bräuchte man a) mehr Zeit, & b) mehr Geld, schließlich soll man ja auch die Mitgliedsbeiträge erübrigen können. Nur leider können sich das immer mehr Mitarbeiter insbesondere in prekären Beschäftigungsverhältnissen zeitlich & finanziell nicht mehr leisten. Zumal: Gewerkschaften sind tarifgebunden, aber immer mehr Firmen verabschieden sich aus der Solidargemeinschaft und treten z.B. aus den Arbeitgeberverbänden aus, um nicht mehr tarifgebunden bezahlen zu müssen.

Beispiel mein alter AG: Es hätte zwar die Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft gegeben, der ich hätte beitreten können, aber a) war mein Arbeitgeber überhaupt nicht an den Tarif gebunden (unter 40% Festangestellte), egal, was die GEW erzielt hätte, & b) hatte ich ein Netto von knapp über Hartz IV bei 65% Warmmiete! Wie hätte ich da den GEW-Beitrag bezahlen sollen? Also konnte ich mich nicht organisieren! & das entspricht der Arbeitsrealität einer zunehmenden Zahl von Menschen.

Das ist in Lettland Alltag.

... und die Menschen haben hier nicht einmal eine gesetzliche Krankenversicherung, müssen den Arzt und die Medikamente selbst bezahlen.

Es ist schön, das in Deutschland noch das Verhalten einer Firma diskutiert wird.

Das zeigt aber auch, das die EU mehr als nur ein Problem hat, oder?

Der Durchschnitt sind 3%

Der Durchschnitt sind 3% Fehltage wegen Krankheit in Deutschland Also etwa 14 Tage in zwei Jahren. Da ist die 20 Tage Regelung der Post noch recht kulant.

Auf den ersten Blick ...

... wirkt die Summe der Kriterien vielleicht etwas hart, auf der anderen Seite sind sie aber absolut nachvollziehbar, für das Unternehmen sinnvoll und in Teilen sogar notwendig.

Ich erlebe in meinem Job auch regelmäßig die typische "ich habe Montags noch keine Lust zu arbeiten"-Mentalität, in Teilen davon gerade bei jüngeren Angestellten begründet durch "ich habs am Wochenende mal wieder übertrieben und habe noch Kopfweh vom Saufen".

So etwas geht natürlich nicht und für derartige und ähnliche Fälle halte ich die Vorgehensweise durchaus gerechtfertigt.

Wo allerdings Ausnahmen gelten sollten, ist das Risiko des längeren Ausfalls aufgrund eines unverschuldeten Unfalls, welches in diesen Beruf ja nicht zu unterschätzen ist.

Unterm Strich also eine durchaus richtige Vorgehensweise, die allerdings "Härtefälle" nicht von vornherein ausschließen sollte.

Kranke Mitarbeiter

Vielleicht wäres besser man würde die Leibeigenschaft wieder einführen,denn dann wären die Feudalherrschaften „verpflichtet
Ihre Kranken zu pflegen und zuernähren und könten sie nicht einfach davonjagen!
Wie von einigen Leuten über kranke Menschen hier geschrieben wird ist einfach nur wiederlich! es zeigt aber das wir eine gespaltene Gesellschaft sind und das es irgendwann mal zu einer innerlichen Konfrontation kommen wird (siehe Syrien) !

Der "Post" geht es scheinbar noch zu gut

Wir müssen mittlerweile "jeden"
mit blauem Urlaubschein durchschleifen.

Nachwuchs , Bewerber auf freie Stellen Fehlanzeige !

Obwohl die Qualifikation Lesen und laufen
schaffen deren Mitarbeiter mittlereile auch nicht mehr.

Angeblich ist ein ganzes Haus/Straße Unbekannt verzogen :-)

Politische Show-Empörung

Die politische Empörung über die Auswahlkriterien bei der Post verdrängt ganz elegant, wer die sachgrundlose Befristung per Gesetz überhaupt ermöglicht.

Die maximale Probezeit beträgt nach dem BGB 6 Monate und innerhalb dieser Zeit müsste auch ein Unternehmen wie die Post oder Amazon in der Lage sein, über die Eignung ihrer Zusteller Bescheid zu wissen.

"Dank" der sachgrundlosen Befristung aus dem alten AfG, die dann in § 14, Absatz 2, des TzBfG bis heute fortbesteht, wurde Arbeitgebern darüber eine Probezeit von 2 Jahren geschenkt.

Die damit erzeugte "Hire-and-Fire-Kultur" ist kein Phänomen das sich nur bei der Post abspielt sondern durchzieht den gesamten deutschen Arbeitsmarkt bis in die Behörden hinein.

wird da nicht etwas gelogen

wer von den hier anwesenden würde denn ne Putzfrau anstellen und bezahlen,
wenn sie nur die halbe Zeit arbeitet und den Rest fehlt ?
oder welche Putzfrau beim Einstellen favorisieren
die schnell und sauber arbeitet oder unzuverlässig ist

Verstaatlichen

@schwer gstört 9:12
@ Bernd Kevesligeti:
Die Kritik von Politikern daran ist unehrlich.Hält der Bund doch noch 20 Prozent der Aktien der Post AG.Da könnte,wenn man wollte ja was machen.

Das geht den Staat gar nichts an.

Post muss umgehend verstaatlicht werden, dann geht es den Souverän und Eigentümer, allen Bürgern, wieder etwas an. Problem gelöst (:

Wo ist das Problem?

Die Post ist im Wettbewerb mit anderen Lieferdiensten und kein Sozialdienstleister? Niemand moechte bereits jung eingestellte Mitarbeiter mit gravierenden Einschraenkungen. Die ergeben sich ohnehin mit dem Alter.

Arbeitsrecht in Deutschland

Als Unternehmer beneide ich die Deutschen. So ein Vorgehen wie es die Post praktiziert waere bei uns in Brasilien niemals moeglich. Meine neue Haushaelterin ist einen Monat nach der Einstellung schwanger geworden. Sie muss 4 Monate vor und 4 Monate nach der Entbindung nicht arbeiten bei vollem Lohn. Ist ausserdem nicht kuendbar. Ich sollte vielleicht nach Deutschland auswandern.

Gruss aus Brasilien

Es lebe die Privatisierung!

Die Politiker haben es so gewollt. Viele arbeiten trotz Krankheit aus Angst im ihren Job - das geht einige Jahre gut, aber rächt sich später, Rente wg. verschleppter Krankheiten, Eskalation von Krankheiten, deren Kosten dann auf die Kassen/Beitragszahler abgewälzt werden, Hineinrutschen in Sozialhilfe etc.
Sehr kurzsichtig, daß Politiker helfen, das Arbeitsrecht zu untergraben und zu mißachten ...

@ Sisyphos3

Sofern mir die Putzfrau nicht bereits zuvor mehrfach Grund gegeben hat, an Ihrer Leistungsbereitschaft zu zweifeln, würde ich der Putzfrau jedwede Unterstützung geben, die sie von mir erwünscht, wenn sie mal Hilfe braucht. Sorry, dass ich so sozial eingestellt bin! Ich weiß: furchtbar unwirtschaftlich von mir, aber diese Form der Menschlichkeit lasse ich mir von ökonomischen Sachzwängen nicht kaputt machen!

@ Knjas Potemkin

"Das ist in Lettland Alltag. ... und die Menschen haben hier nicht einmal eine gesetzliche Krankenversicherung, müssen den Arzt und die Medikamente selbst bezahlen" Am 06. Mai 2018 um 12:25 von Knjas Potemkin

Ehrlich jetzt? Das habe ich noch gar nicht gewusst. Ich wusste zwar, dass die Krankenversorgung im Osten der EU schlecht ist, aber so...
Warum wird das nicht in der EU geregelt???
(Aber Flüchtlinge verteilen wollen...)

Na ...

... das ist ja fast noch human. Ich kenn aus meinem bisherigen Arbeitsleben, wer länger als 20 Tge im Jahr krank ist, fliegt. Egal ob vermeintlich gelber Urlaubsschein oder Herzinfarkt auf Arbeit. Nur wenige trauen sich oder haben die Mittel, dagegen zu klagen.
Man muss aber auch anmerken, daß der gelbe Urlaubsschein nach wie vor ein beliebtes Instrument der dt. Arbeitsbevölkerung ist. Da dürfte wohl jeder so einige Kollegen kennen bzw. sich schon selber auf diese Weise eine "Auszeit" verschafft haben.
Ich kann die Sorge oder den Ärger der AG darüber schon verstehen. Von der anfallenden Mehrarbeit für die restlichen Kollegen will ich gar net erst anfangen.

was macht man denn

wenn man die Möglichkeit hat ?
den Durchschnitt einstellen oder das Beste was man kriegt

@ Bernd Kevesligeti

"Und warum ist das so ? Einmal wegen der Zurückhaltung von Gewerkschaften und Personal" Am 06. Mai 2018 um 11:21 von Bernd Kevesligeti

Aber Leiharbeier sind noch in Gewerkschaften organisiert. Die werden einfach als Druckmittel angesetzt.

In der Firma, in der mein Vater arbeitet gibt es deshalb Streit zwischen den Mitgliedern der Gewerkschaft.

Mein Vater will die paar Jahre bis zu Rente durchhalten.
Andere, jüngere, haben Angst vor langer Arbeitslosigkeit. Familienväter würden gerne in der Nähe bleiben und die Kinder aufwachsen sehen.

Andere sagen sogar: Der Staat hat es verbockt, dann sollen der mich doch alimentieren.

12:36 von Dragosuzi

bringen sie nicht was durcheinander

seine Mitarbeit, Angeschlagen weil krank oder alt weiter zu beschäftigen ist eine Sache
generell aber alte und angeschlagene Einzustellung doch eine andere

Den Postbeschäftigten geht es noch gut

Bei uns in Russland darf man in der Probezeit gar nicht krank werden und eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es in den meisten Betrieben sowieso nicht.

Wieder mal ein Blödsinn...

von einem Unternehmen dass von den Steuerzahlern mitfinanziert wird. Wie kann soetwas einer Unternehmungsführung einfallen. Nach den 2 Jahren kann man länger als 20 Tage krank sein ohne Konsequenzen? Das ist , wie das Unternehmen (Die Deutsche Post) ein Witz.

Warum ist man

entsetzt, das ist in anderen Branchen auch üblich und ganz besonders im Dienstleistung Niedriglohn.
Bei einer Woche Krank gibt es schon 2 Tage Urlaub weniger, und wer öfter und mehr Krank ist wird entlassen.
Warum soll das bei Post anders sein, früher waren das Beamte und da ging das nicht.
Der Staat hat doch die Post nicht ohne Grund ein privates Unternehmen werden lassen, aber jetzt scheinheilig so als wäre das böse.

Effizienz und Zuverlässigkeit

Effizienz und Zuverlässigkeit als Kriterium kann so falsch nicht sein.

Am 06. Mai 2018 um 12:38 von Wanderfalke

Bingo...

Wenn ich nicht zu viele Befristung

umwandeln möchte, erhöhe ich einfach die Tourvorgaben:-) Widerlich sowas!! Aber wir wählen ja immer Parteien, die den ungezügelten Kapitalismus fördern. Diese sind so offensichtlich von der Wirtschaft gesteuert, dass es einem schlecht wird. Vordergründig spielt man Empörung und im Hintergrund fragt man die Wirtschaft: "Welche Gesetze hättens denn gerne?". Ja man lässt sie sogar von denen schreiben. Marx wird Recht behalten!

Keine Systemfrage

@ Freigeist69:
So läuft es halt im Neoliberalismus.

Als ob es im Sozialismus weniger Ausbeutung gäbe. Dort profitieren lediglich andere Ausbeuter, die Funktionärskaste.

Post vs öffentlicher Dienst

Die Post hat zumindest nachvollziehbare Gründe Mitarbeiter nicht zu entfristen. Ich arbeite seit 3 Jahren befristet im öffentlichen Dienst und dachte nun steht endlich die Entfristung an. Leider stellt die Gemeinde lieber neu befristet ein, mit der Begründung keine unbefristeten Verträge mehr abschließen zu dürfen. Ich habe meine Arbeit immer zur vollsten Zufriedenheit erledigt, was leider nicht zählt. Der Staat selbst geht also wesentlich menschenverachtender und rücksichtsloser mit seinen Angestellten um.

Sehr unsoziale Praxis

Krankheit sucht sich Niemand aus und ist schon belastend genug. Wer täglich bei Wind und Wetter unter Zeitdruck unterwegs ist, der ist nun mal anfälliger für Krankheiten als Rathausmitarbeiter in gut klimatisierten Räumen. Diese miesen Methoden gibt es übrigens auch bei der Krankenpflegerausbildung, wo sich die Ausbildung verlängert, wenn eine bestimmte Zahl von Krankheitstagen überschritten wird. Also in einem Bereich, wo man täglich mit Viren, Infekten, ansteckenden Krankheiten konfrontiert ist. So viel zur sozialen Verantwortung der so sozialen Einrichtungen, gilt natürlich auch für die kirchlichen Häuser, die sonst so ihre hohe Moral vor sich hertragen

08:57 von nuckelavee

Ich bin der Auffassung, dass die Post eine verschwindend geringe Anzahl von schlechten Arbeitnehmern zum Anlass nimmt, auf alle anderen Druck auszuüben! Ich kenne an meinem Wohnort nur tolle, freundliche Zusteller und ja, vor Feiertagen honoriere ich deren super Arbeit mit einem Trinkgeld. Unsere Wirtschaftslenker sind widerliche Negativdenker und das ist kaum zu ertragen. Ohne ihre tollen Mitarbeiter wären sie alle nur kleine, nichtsnützige Menschen, denn wie ich immer wieder feststelle, suchen diese immer die Schuld bei anderen, wenn es nicht so läuft. Unsere Arbeitnehmer sind, in der Regel, hoch motiviert und Klasse. Dies als völlig normal anzusehen, ist überheblich und von der Menschenführung her gesehen, unterste Schublade! Gott sei dank gibt es auch ausnahmen!

Nachvollziehbar sagt der Höllen Fürst in seiner "Firma"

>09:07 von schwer gestört
nachvollziehbar
Die Entscheidung der Post kann ich gut nachvollziehen. Wenn ich eine Firma hätte, würde ich sogar noch strenger mit häufiger kranken Mitarbeitern verfahren.<

Meine Firma hat einen hochnot-peinlichen Auftrag in selbiger Umgebung zu erfüllen &

Arbeiterparadies is' nicht hier unten klagt der Fürst der Finsternis.

Steuern rauf !

Die Forderungen der Finanzfachleute von der linken Seite sollten endlich erhört werden.
Zucker-, Fett-, Fleisch-, Alkohol-, Tabak- ,Grundstücks-, Einkommen-, Vermögens- und Erbschaftssteuer dürfen nicht tabu sein, damit endlich Gerechtigkeit und Volksgesundheit in der deutschen Republik einkehren.
Es reicht nicht, die Verhältnisse zu interpretieren, sie müssen verändert werden.

@ 12:38 von Wanderfalke

Danke.

Aufgrund der Agenda 2010 wurden mehr und mehr neoliberale Regelungen eingeführt, da man ja den Buhmann für alles hatte.

Nur hat dies eine Person in 16 Jahren Regentschaft immer gerne hingenommen, und statt diesen Grundlegenden Fehler zu korrigieren dies immer weiter verfeinert.

Wen sollte es wundern, dass sich die Wut über den sich weit entfremdeten Staatsapparat vielfältig entlädt?

Eine Befristung sollte eine Ausnahme darstellen!

Früher hatte eine dreimonatige Probezeit ausgereicht, um fähigen Arbeitgebern zu zeigen, ob jemand für ein Job geeignet ist oder nicht. Jetzt sind die Chefs plötzlich zu dumm dafür? Ich glaube nicht, es geht einfach darum Arbeitnehmer noch besser zu knebeln als vorher. Der deutschen Wirtschaft ging es immer relativ gut, was nicht zuletzt an der Arbeitsmoral der Mitarbeitern lag. Jetzt diese in Frage zu stellen und Druck aufzubauen, wo es nicht erforderlich ist, finde ich einen Ausdruck von Führungsschwäche. Stimmt das Arbeitsklima in einem Unternehmen, braucht man sich um den Arbeitswillen der Mitarbeiter nicht zu sorgen. Das zu verstehen, haben einige Chefs verlernt, oder noch schlimmer, nie gewusst.

@09:14 von schwer gestört

Das tun zumindst die normalen Arbeitnehmer im Prinzip schon: Befristeter Arbeitsvertrag, der bei kleinsten Mängeln nicht verlängert wird und sehr leicht den Einstieg in eine Hartz-IV- Karriere bedeuten kann (einhergehend mit Verlust auch geringster Rücklagen).
Bei Managern sieht es ein wenig anders aus: Immerhin steht da am Ende eine wie auch immer genannte Abfindung, gern auch mal in Millionenhöhe.

Eine weitere Nebenwirkung (vielleicht aber sogar gewollt- ich halte mittlerweile fast jede Schweinerei für möglich): Kann sich ein normaler (nicht sonderlich vermögender) Mensch eigentlich noch guten Gewissens leisten, angesichts der für ihn damit verbundenen finanziellen Risiken überhaupt eine Arbeit anzunehmen? Das Verhältnis zwischen real erzieltem Verdienst und übertragenen Risiken (Schadensersatz) scheint mir hier schon sittenwidrig.

geht's eigentlich noch absurder, @Boris.1945

Soll ds jetzt der Aufruf zum Sozialismus.2 auf deutschem Boden sein.
Weil es beim ersten Mal, mit dem Wohlstand so gut klappte, das man sich einmauerte?
Aber richtig, die Mauer war ja auch beleuchtet.

Sich für anständige Arbeits- und Vertragsbedingungen einzusetzen, ist für Sie also gleichbedeutend damit, die Wiedereinrichtung von Mauer und Todesstreifen zu fordern? Also da fällt mir selbst bei Ihnen nichts mehr ein.

machen Sie es sich nicht etwas einfach?

Wenn Sie einen Arbeitnehmer einzig allein nach dem Verhältnis von Leistung zu Lohn beurteilen, dann reduzieren sie ihn doch auf das Niveau einer Maschine. Menschen sind keine Maschinen! Ich kann eine Maschine immer am obersten Leistungsnievau betreiben oder sogar darüber hinaus. Wenn die Maschine dann kaputt geht und sie hat mir aber einen guten Gewinn erwirtschaftet, dann entsorge ich sie und kauf eine neue. Menschen sind kein Arbeitsmaterial, dass man verschleißen und dann wegwerfen kann. Aber genau so wird es von den Arbeitgebern überwiegend praktiziert. Verschlissene Menschen verursachen im übrigen nach übermäßigem Gebrauch hohe Kosten in den Sozialsystemen. Es wäre nur folgerichtig, die Arbeitgeber entsprechen an diesen Kosten zu beteiligen, die sie ja selber verursacht und zu verantworten haben.

Und zurück zum Beispiel Putzfrau. Gerade diese kräftezehrende Arbeit wird häufig schwarz angeboten. Ohne einen Cent in die Sozialsysteme zu zahlen!

wird da nicht etwas gelogen ...

Die Post ist lange nicht mehr ...

... das, was sie mal war.

Sie ist, genauso wie die Bahn, ein privates Unternehmen, welches natürlich langfristig nur die Mitarbeiter an sich binden möchte, die sich dafür geeignet erweisen.

Die einzige Stellschraube auch attraktive Arbeitsplätze zu bieten, ist der Lohn.

Der Postvorstand argumentiert immer mit "Investoren". Der Investor ist aber mittlerweile der Kunde und der Arbeitnehmer, der Kunde bezahlt und der Arbeitnehmer leistet.

Letztere sollten mal besser bezahlt werden, dann würden die Arbeitsplätze auch wieder attraktiver werden. Resultierend daraus wäre aber eine Portoerhöhung, wo dann mindestens 90 Prozent der hier lesenden laut rufen würde "wozu".

Die tägliche Belastung der Zusteller wird durch Bemesser geplant. Sie nutzen ein Programm das die Zeitstandards vorgibt. Hier sollte mal umgedacht werden innerhalb des Unternehmens, denn dann würde vieles leichter und machbarer.

Politiker sind "entsetzt"...

...was wieder nur zeigt, wie weit von der Realität entfernt die Regierenden leben.

Ähnliche Maßnahmenkataloge bzw. Strategien gibt es in der freien Wirtschaft so ziemlich überall.

Ein Blick hinter die Kulissen...

Das ganze ist unmenschlich. Alleine die Regelung das man in 3 Monaten nur 30 Stunden überziehen darf verlangt von den Mitarbeitern einiges ab.
Ich habe gerade erst für die Post gearbeitet und fing meinen Job voll Motiviert und freudig an. An meinem ersten Tag wurde mir erklärt das ich nun 2 Wochen lang in einem Bezirk angelernt werde und anschliessend mindestens 2 Wochen diesen Bezirk alleine machen soll, im idealfall sollten es 6 Wochen im Anlern-Bezirk werden. Die Realität: Alleine während der Anlernphase war ich in 4 verschiedenen Bezirken, und anschliessend habe ich einen Bezirk bekommen in dem ich einmal halb dabei war. Der Bezirk war auf 2 Stadtteile aufgeteilt und daher Streckenmässig schon sehr anspruchsvoll und für einen anfänger nicht zu schaffen.

Aber generell ist die Post als Arbeitgeber nicht gerade zu empfehlen:
Die versprochene Arbeitskleidung gibt es erst nach 6 Monaten, wer Regeln einhält schafft die Tour niemals, vor Dienst wird kostenlose arbeit erwartet etc....

Ok ... wenn man also nur 20

Ok ... wenn man also nur 20 Tage krank sein erlaubt sind sollten im Gegenzug keine Überstunden erlaubt werden, oder arbeiten bei Regen und kaltem Wetter...

@Sisyphos3

"wer von den hier anwesenden würde denn ne Putzfrau anstellen und bezahlen,
wenn sie nur die halbe Zeit arbeitet und den Rest fehlt ?" Am 06. Mai 2018 um 12:40 von Sisyphos3

Wieso bezahlen, wenn die halbe Zeit gearbeitet wird???
Schon mal was von Krankengeld gehört?

Aber das sollte wahrscheinlich ab dem ersten Tag bezahlt werden, damit sich der Arbeitgeber überhaupt nicht mehr um die Arbeitsbedingungen kümmern muss? Dann gibt es den Wegwerf-Arbeitnehmer.

Krank und krank feiern

Es ist immer schwierig einzuschätzen ob ein Mitarbeiter wirklich krank ist oder nur einen Schein hat. Aber das unterliegt im Grunde auch der Unschuldsvermutung. Wenn der Kollege immer am gleichen Tag fehlt oder ganz groß über Aktivitäten während seiner Krankheit redet, dann sind Zweifel angebracht. Alles andere ist Privatsphäre. Die Regelung ist nicht einfach nur unsolidarisch, sondern verstößt m.E. nach sogar gegen das Menschenrecht, da es am Ende um mehr geht als nur 20 Krankheitstage in zwei Jahren. Menschen werden hin und wieder krank, andere sind chronisch erkrankt und können trotzdem voll arbeiten (außer in Zeiten wo die Krankheit aufbegehrt).
Wie man hier allerdings schon anderen Kommentatoren lesen kann geht es nicht mehr um Menschen, sondern um den besonders guten Menschen, ja fast schon arischer Natur (pünktlich, fleißig, gesund, hörig).

@KönigSchmadke

"Das ist nicht nur bei der Deutschen Post der Fall. Heutzutage ist das gang und gäbe, vor allem in der Industrie."

Das ist gelogen. Ich kenne viele Industrieunternehmen, arbeite selbst in leitender Verantwortung in einem (vor 10 Jahren noch Mittelstand/ mittlerweile Großindustrie)- alle Firmen (von Dax bis zum kleinen KMU) die ich kenne haben heute eher ein Interesse daran geeignete Fachkräfte langfristig zu binden. Wir befristen anfangs auch immer auf 2 Jahre- allerdings wird fast immer entfristet am Ende (oder vorzeitig). Da hat man die ungeeigneten Mitarbeiter längst identifiziert. Der Vorgesetzte braucht keine fraglichen Richtlinien bzgl. Krankentagen- zumal die Zahl 20 nichts aussagt über die Ursache...

Sehr gut!

Bitte für den öffentlichen Dienst übernehmen.
Ich bin nicht bereit schlechte Leistung zu bezahlen.
Ich muß auch gute Leistung bringen!

re von Allahkadabra

Das Rückgängig machen der Privatisierung wäre sicher eine Option.Allerdings fehlt dazu bei der Regierung und den meisten Parteien der Wille.
Es wär´ aber auch schon ein Signal wenn der Bund mit seinem Aktienpaket auf der nächsten Hauptversammlung dem tollen Vorstand die Entlastung verweigert und mit nein stimmt.Tun sie aber nicht.

Sollzeiten knapp bemessen

Aus dem Artikel:

"Zudem dürfen Postboten in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für ihre Touren gebraucht haben als vorgesehen."

Das ist etwas weniger als eine halbe Stunde pro Tag.

Die Sollzeiten sind sehr knapp bemessen für die Briefträger. Da wundert es mich nicht, wenn die überschritten werden.

Oder auch, wenn in der Hektik was im falschen Briefkasten landet, weil der Postbote in der Eile aus Versehen zwei Sachen greift o.ä.

Was die Krankheitstage betrifft, ich habe mal als Zeitungszustellerin gearbeitet. Da musste ich mich erst mal daran gewöhnen, ständig draußen zu sein, aber nach zwei größeren Erkältungen hatte ich mich dann gut daran gewöhnt. Diese Erkältungen sind natürlich in die Anfangszeit gefallen, aber die Regionalzeitung hat mir das zum Glück nicht übel genommen und mich nach der Probezeit übernommen.
Leider kann man bei so einem Job nicht trotz Erkältung arbeiten gehen, das habe ich gemacht und das Ergebnis war dann Fieber am nächsten Tag.

"Gesätze".....

......muss die Post nicht einhalten, Gesetze schon.
Gibts dort keine Gewerkschaft? Hat selbige allem zugestimmt? Ja!
Dann ist aber Post/Regierung/usw. "schuld"?

@dummschwaetzer 9.01 Uhr..

"Es reicht doch, dass die staatlichen Unternehmen und Verwaltungen voll mit Kranken und Beladenen sind."

Das ist so ein Klischee mit dem öffentlichen Dienst,das so schon lange nicht mehr stimmt..

Dauerkranke werden nicht verbeamtet und auch bei uns wird sehr auf Ausfallzeiten geschaut.

Wie vor 30 Jahren..dass Dauerkranke jahrelang mit durchgezogen werden,das gibt es schon lange nicht mehr..

Pech oder Blaumacher

Wenn man ein schlechtes Jahr hatte, kann man auf mehr als 20 Tage Erkrankung kommen. Aber 2 Jahre hintereinander mehr als 20 Tage krank ist fast immer kein Pech, sondern mangelnde Arbeitshaltung und Motivation.

Viele halten es tatsächlich für normal und zudem ungefährlich die 20 Tage oder 4 Wochen im Jahr Extraurlaub zu nehmen, weil man es verdient hat, hart arbeitet, noch einen Haushalt führen muss oder weil es fast alle machen. Hat man als Arbeitgeber solche Mitarbeiter fest eingestellt, wird man sie kaum noch los. Meist sind diese Kollegen auch nicht nur häufig krank, sondern zeigen auch wenig Einsatz.

Bei den derzeit freien Mitarbeitern auf dem Arbeitsmarkt ist fast immer ein Pferdefuß zu finden, weshalb sie kein anderer will. Ehrliche Zeugnisse darf man als Arbeitgeber nicht mehr schreiben, sonst wird man verklagt. Die Post handelt insofern absolut richtig im Sinne der Mehrheit der Postmitarbeiter, Kunden und Aktionäre!

@matthias

.. von wegen Klischee. Ich arbeite seit 34 Jahren im ÖD. Dort wird sehr wohl an Mitarbeitern festgehalten, die Jahrelang krank sind. Aber viel schlimmer sind doch diejenigen, die sich den Urlaub oder das Wochenende mit Krankheit verlängern. Komischerweise sind es immer die gleichen. Das sind auch oftmals die selben, die im Jahr űber 30 Krankheittage haben!

Also immer langsam mit solchen Verniedlichungen...

@depri_kritiker - Portoerhöhung

Sie ist, genauso wie die Bahn, ein privates Unternehmen.

Beide Unternehmen müssen Gewinne erzielen um zuerst mal die "Sozialleistungen"
ihrer Mitarbeiter zu erwirtschaften.

Ja früher waren die Fahrpreise/Porto "gefühlt" billiger.
Da zahlte ja der Steuerzahler die Sozialleistungen aus einer anderen Porto Kasse :-)

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