Ihre Meinung zu: Mehrfachbeschäftigung: Zahl der Multi-Jobber steigt

5. Mai 2018 - 11:12 Uhr

Immer mehr Arbeitnehmer haben nicht nur einen Job: 3,26 Millionen Mehrfachbeschäftigte registrierte die Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr. Zudem steigt die Anzahl der Fehltage wegen Überlastung.

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Kommentare

Zahl der Multi-Jobber steigt ...

Das klingt so negativ - zudem steigt die Zahl der Fehltage - wenn ich drei Jobs habe, vielleicht auch noch verschiedene am Vor- und Nachmittag, dann steigt schon mal was, wenn ich zwei Tage zum Ausruhen brauche ...
Ansonsten klingt es doch immer na Jubel, wenn neue "offene Stellen" Rekorde kolportiert werden, oder steigende Zahlen von Beschäftigten (werden mehrfach Beschäftigte da eigentlich dann mehrfach gezählt?)
Man muss mal aufhören A und nicht B zu sagen, dann stimmt die Logik wieder.

Freiwillig, aus Spaß!

Sicherlich wird uns die Regierung bald erklären, dass die betroffenen Menschen das aus Spass machen, um die Gewinne der Unternehmen sprudeln zu lassen!
So wie die Rentner ja auch nicht mehr in Urlaub fahren sondern arbeiten. Die tun das ja - laut bestimmter Studien - auch nur zum Zeitvertreib, weil sie sonst nix zu tun haben!

In diesem Land läuft etwas mächtig falsch.

Kritisch muss ich allerdings anmerken: Würden diese 3,26Mio als Wähler Links wählen (und NUR die vertreten ihre Interessen) - so sähe manches anders aus!

"Multijobber": Eine typische

"Multijobber": Eine typische verharmlosende Wortbildung - wie "Entsorgungspark" für Atommüll u.a.
Dahinter steckt ein ernstes Problem schlecht bezahlter Arbeit und prekärer Arbeitsverhältnisse. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Karl Marx.

So viel zum Thema: "wie

So viel zum Thema:

"wie aktuell ist Marx"

11:23 von Marga Reta "Ist

11:23 von Marga Reta
"Ist doch kein Problem"

Es wäre nett, wenn Sie Ironie als solche kennzeichnen, damit man nicht auf die Idee kommt, Sie könntens ernst meinen.

Das ist halt eine der

Das ist halt eine der pervertierten Seiten des Kapitalismus.

Es arbeiten immer mehr

Es arbeiten immer mehr Rentner
(Verdopplung in den letzten 10 Jahren) - das liegt auch nicht an zu wenig Rente - also an Altersarmut ,
sondern dass in DE immer mehr fleißige Rentner leben!
Die sind in DE wesentlich fleißiger als in anderen Ländern & machen das nur aus Spaß an der Freude...

-> wird tatsächlich so von einigen Medien so behauptet

Alleine die permanente Arbeitsverdichtung

durch Einsparen von Mitarbeitern und Verteilen der Arbeit auf die verbleibenden Schultern ist ein großer Faktor.

Da wird das Letzte herausgepresst und bei Aufmucken die Tür gezeigt.

Irgendein Vorstand freut sich dann über die vermeintliche Effizienzsteigerung.

Pervers, menschenverachtend und zu kurz gesprungen.

Leider findet die obere Führung leichter neue Jobs.
Die Mitarbeiter können sich nur in Krankheit retten - zeitlich begrenzt.

Es wird wirklich Zeit, für

Es wird wirklich Zeit, für Tabula Rasa.
Wir sind mitlerweile so effektiv, effizient, produktiv, daß es nicht mehr besser geht. Andererseits heißt das, daß immer weniger Menschen die Arbeit verrichten. Entweder werden wir jetzt mal ein Stück nachlässiger, oder wir schaffen die 10h Woche ein.
Minijob. Wenn ich das schon höre. irgendein BWL er denkt sich das aus. Da machen dann 4 Leute EINEN Job. lasst das doch einen machen, und gebt dem dafür genug Geld.

Multi-Jobber

Wer denkt sich immer solch verharmlosende Bezeichnungen aus und wer hat Interesse daran.

Ich kann den anstieg

Ich kann den anstieg nachvollziehen. Trotz Vollzeit steigen tägliche kosten Miete Strom usw. Aber was nicht Steigt ist der Lohn. Was bleibt dann einen überhaupt übrig als alternativ zusätzlich einen weiteren Job anzunehmen. Die Medien sind ja nicht viel besser machen werbung über tolle Autos oder Urlaub in Sonnigen gebieten wer soll das bezahlen. der mittelständige der um 1500€ im Monat verdient? Aber wir können uns das leisten, eigentlich nicht.
Wenn mann dann im Autohaus sitzt sagt der Kaufman kostet doch "nur" 27.000€ ... ah ja schöne Jahresgehälter wenn mann sonst nichts zu zahlen hätte ... ich kann es nachvollziehen das sich da viele Menschen einen nebenjob suchen und auch annehmen. Die Politik Redet nur alles gut aber besser wird nichts.

@ 11:27 von Denkerist

Was ist daran abwegig? Ich habe noch ein paar wenige Jährchen bis zur Rente, habe aber bereits meinen Vertrag ändern lassen, weil der automatisch mit Rentenbezug geendet hätte. Ich will jedenfalls solange arbeiten wie ich kann und nicht nach Hause geschickt werden nur weil ich 65 bin. Zumindest halbtags. Ich habe schon oft gesehen, was passiert, wenn körperlich und geistig fitte Menschen in Rente gehen – sie bauen ab.
Das ist auch das Problem beim bedingungslosen Grundeinkommen. Ich will nicht zu Hause sein und nichts tun und dafür Geld bekommen. Schauen sie sich mal Langzeitarbeitslose an, die es nicht mehr gewohnt sind zu arbeiten. Die sind meist depressiv und bekommen trotz der Zeit die sie haben ihr Leben oft nicht strukturiert.
Meine Tochter ist auch Doppeljobberin, weil Sie mit ihrem Hauptberuf nicht ausgelastet ist und gern viel Geld ausgibt - wo ist das Problem? Und sie verdient im Hauptberuf nicht mal wenig.

Wenn der eine Job gerade für

Wenn der eine Job gerade für die Miete reicht, dann muss eben ein zweiter für Ernährung & Co. her :(

11:27 von Denkerist

Kritisch muss ich allerdings anmerken: Würden diese 3,26Mio als Wähler Links wählen
(und NUR die vertreten ihre Interessen) - so sähe manches anders aus!
.
wie damals in der DDR ?

Nicht das Problem des Staates

Dass es Arbeitnehmer mit mehreren Jobs gibt, ist ja nicht das Problem des Staates, sondern der Arbeitnehmer selbst und ihrer Ausbildung. Der Staat sollte sich da raus halten.

Das nennt die Merkel Regierung

dann Vollbeschaeftigung, wenn jemand 3 Jobs braucht um sich und ggf eine Familie zu ernaehren.

Dabei wird vom Lohn mehr und mehr abgezogen um die ideologischen Wuensche der politischen Sozialelite erfuellen zu koennen.

Eine grosse Anzahl von Deutschen, und es werden mehr, sind Sklaven im eigenen Land, um die Hirngespinste von abgehobenen Politikern erfuellen zu koennen. Man kennt das aus dem Mittelalter.

Mal entspannen

@ Denkerist:
Sicherlich wird uns die Regierung bald erklären, dass die betroffenen Menschen das aus Spass machen, ...

Ich würde dazu als Regierung gar nichts sagen und mich aus dem Arbeitsmarkt völlig raus halten. Die Politiker können in einem Forum wie diesem ja wohl nur Kritik ernten.

Das Problem liegt doch auf der Hand. Früher hat ein Normalbürger zwischen 2500-4500 Mark verdient und seine Warmmiete für die Familie lag höchstens bei 1000 Mark. Heute verdient er 1500€ und die Warmmiete beträgt fast 1000€. Wie soll ein Familienvater damit klar kommen? Die gierigen Manager die nur an die eigene Tasche denken und billige Arbeitskräfte über weitere gierige Personalleasingfirmen als Konkurrenz zum eigenen Personal beauftragen ist dann schlussendlich die k.o. Faust für den einfachen ehrlichen Bürger. Wieso sollte er sich da noch anstrengen und dieses System unterstützen?

@ Sheldon Cooper

Sie wollen es einfach nicht verstehen, oder?

Das Problem ist doch nicht, DASS Leute mehrere Jobs gleichzeitig machen oder später in Rente gehen WOLLEN, wie Sie und Ihre Tochter! Wer mehrere Jobs haben oder später in die Rente gehen will, soll das doch bitte unbedingt tun! Jeder soll nach seiner Facón glücklich werden!

DER Skandal ist aber, dass immer mehr Menschen GEZWUNGEN sind, mehrere Jobs auszuüben, weil der eigentliche Hauptberuf nicht mehr ausreicht, um die Familie ausreichend zu ernähren!

DAS hat es zur Zeit unserer Eltern und sogar unserer Großeltern nicht gegeben! Es hatte ausgereicht, wenn nur einer das gesamte Einkommen für die Familie erzielte. Heute ist diese Art des Familienlebens dank verdichteter Arbeitsanforderungen und explodierten Lebenshaltungskosten komplett verunmöglicht worden!

@Denkerist 11:27

Ja sicher, dann würde alles blühen und gedeihen, frei nach dem Motto: "Die Partei die Partei die hat immer Recht und Genosse es bleibe dabei". "Ironiemodus off". Gottseidank ist die DDR Geschichte! Unglaublich dass ernsthaft noch Leute so eine Denke aufweisen.

Zitat aus dem hiesigen Interview mit dem Marx-Fachmann

„Es gibt aber zentrale Ideen, die auch heute noch helfen, die Welt zu verstehen. Etwa: Dass wir wegen der privaten Profite von Unternehmern und Kapitalgebern mehr arbeiten, als wir müssten, um das zu produzieren, was wir brauchen.“

Kapitalismus?

@ StöRschall:
Das ist halt eine der pervertierten Seiten des Kapitalismus.

Als ob im Sozialismus die Arbeitsbelastung geringer und die Rente besser wäre.

Kapitalismus

nennt sich das Problem. Streik ist der Name der Arznei gegen die Symptome, Sozialismus würde das Übel an der Wurzel packen. Scheint für die meisten heute nicht auf dem Programm zu stehen, also wählen sie Unfreiheit, Krankheit, Tod.

um 12:20 von

um 12:20 von KowaIski:
"
Nicht das Problem des Staates
Dass es Arbeitnehmer mit mehreren Jobs gibt, ist ja nicht das Problem des Staates, sondern der Arbeitnehmer selbst und ihrer Ausbildung.
"

...also es gibt immer mehr "Multi-Jobber" weil die Menschen in DE immer öfter eine schlechte Ausbildung haben bzw. unproduktiver sind ?

& dieser Trend ist schon seit Jahrzehnten in Deutschland so,weswegen auch immer mehr Rentner arbeiten um ihre Rente aufzubessern ?

@IBELIN 12:21

Es ist nicht die Schuld des Staates und Angela Merkels wenn Bürger zwei Jobs annehmen. Aber diese Denkensweise ist so typisch für Deutschland. Alle anderen sind Schuld blos man selbst nicht. Kein Wunder, dass es so viele Leute mit mehreren Jobs gibt und so viele Arbeitslose. Wer andauernd immer nur die Fehler bei anderen sucht, als bei sich selbst, der kommt eben nicht voran im Leben. Rummeckerei bringt überhaupt nichts.
Ich habe sehr hart arbeiten müssen, um mir mein Leben aufzubauen und bis ich es zum Geschäftsführer und Leiter über 800 Mitarbeiter geschafft hab. Dabei habe ich niemals die Fehler bei anderen gesucht, da ich früh merkte, dass man bei sowas stehenbleibt.

Früher war alles besser?

@ sinfoll:
Das Problem liegt doch auf der Hand. Früher hat ein Normalbürger zwischen 2500-4500 Mark verdient und seine Warmmiete für die Familie lag höchstens bei 1000 Mark. Heute verdient er 1500€ und die Warmmiete beträgt fast 1000€.

Bitte nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Der Durchschnittsverdienst liegt bei 2950 Euro.

Aus der letztens

Aus der letztens veröffentlichten Studie zum Glücksgefühl der Bevölkerung, ergab sich die Erkenntnis, dass in Bezug auf das Einkommen das Glücksgefühl oberhalb von 60.000 Euro Jahreseinkommen nicht mehr zu steigern sei.
Damit hätten wir schonmal eine Summe, die als Mindestlohn festzusetzen ist.
Von mir aus auch gerne als Einheitslohn.
Besser noch als bedingungsloses Grundeinkommen.
Dann würde natürlich ein oder kein Job pro Nase völlig ausreichen und es könnten sich mehr Menschen beschäftigen, ohne Angst um die Existenz haben zu müssen.

Am 05. Mai 2018 um 12:32 von

Am 05. Mai 2018 um 12:32 von RoyalTramp
@ RD1957

"Und was spricht dagegen, wenn rüstige Rentner ihre Altersbezüge aufpeppen?"

Rein gar nichts, solange es auf Freiwilligkeit basiert. In der Realität ist es aber leider die Notwendigkeit, die zunehmend mehr Menschen dazu ZWINGT, zwei Tätigkeiten auszuüben, um über die Runden zu kommen. Und dem, sorry, kann ich rein gar nichts Positives abgewinnen! Sie etwa?

Doch... sie nehmen jungen Leuten den Arbeitsplatz weg. Auch ein Grund für steigende Arbeitslosigkeit und Lohndumping

@ NKral

Sorry, da lass ich mich aber lieber vom Kapitalismus ausbeuten, als vom Sozialismus.

Übrigens: Kennen Sie "Animal Farm" von George Orwell?

Der Staat kann gleichwohl was dafür! Mieten zu hoch

Die Mieten sind insbesondere in den Großstädten mittlerweile so hoch wie das Einkommen. Man muss einen zweiten Job nehmen.
Der Staat kann gleichwohl was dafür. Wir müssen das dringende Problem vom bezahlbaren Wohlraum schaffen. Der Bund muss endlich entweder in Sozialwohnungen investieren oder/und Baugebiete freigeben (dann investiere ich und alle anderen Investoren um die riesige Nachfrage zu stillen) oder/und Bauregularien verringern oder/und Baugenehmigungen schneller vorantreiben. Auch der Staat (neben EZB und Minizinsen) schafft dadurch eine Immobilinenblase, die uns früher oder später um die Ohren hauen wird. Dann ist es zu spät...

--> Der Staat kann gleichwohl was dafür! Armes Deutschland!

@12:41 von KowaIski Re. @sinfoll

Ihr O-Ton:
Bitte nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Der Durchschnittsverdienst liegt bei 2950 Euro.
---
Und was nützt dies denen, die eben <2950€ im Monat verdienen?

Gar nichts.

Vielleicht sollten Sie einmal in der Statistik nachlesen wieviel Personen
diesen Lohn erreichen und wieviele darunter liegen.

Ich gehe jede Wette ein, daß die Zahlen nicht die Waage zum Ausgleich bringt.

Mehrfachbeschäftigung:Zahl der Multi-jobber steigt

Wie würde sich da zu mancher wirtschaftsliberaler Apologet äußern ? "Die Leute machen das aus Spaß,weil die Arbeit so schön ist.Die Pendler-Fahrstrecken zur Arbeit auch.Sie haben das eigentlich gar nicht nötig,da der Verdienst so gut ist".

In Wirklichkeit sind 20 bis 25 Prozent im Niedriglohnsektor.

Das ist nicht unsere Sache

@ trulicken:
In der Realität ist es aber leider die Notwendigkeit, die zunehmend mehr Menschen dazu ZWINGT, zwei Tätigkeiten auszuüben, um über die Runden zu kommen. Und dem, sorry, kann ich rein gar nichts Positives abgewinnen! Sie etwa?

Nein. Das muss ich aber auch nicht. Jeder ist für seine Erwerbsbiografie erst einmal selbst verantwortlich und nicht der Staat oder "der Kapitalismus". Die Menschen brauchen keine Rächer der Enterbten.

@Kowalski

Wahrscheinlich liegt die durchschnittliche theoretische WarmMiete laut Ihrer Tabelle bei 500€.

Schön, viel Spass dabei!

Übrigens, wussten Sie, dass Konzepte wie Parecon gegen einen Stalinismus entwickelt wurden, wie ihn Orwell zu Recht schärfstens karikiert? Dass sie mir hingegen nur ansatzweise erklären können, was Stalins Zwangsarbeit, Terror und Diktatur mit Sozialismus und Rätedemokratie zu tun haben soll, das bezweifle ich doch stark.

Wir sollten uns endlich trauen, am Problem anzupacken

@ derkleineBürger:
...also es gibt immer mehr "Multi-Jobber" weil die Menschen in DE immer öfter eine schlechte Ausbildung haben bzw. unproduktiver sind ?

Zeit sich an die eigene Nase zu packen. Was hat denn Ihrer Meinung nach der Staat damit zu tun?

Vorbild USA

Bei unseren transatlantischen Freunden ist dieses Problem schon länger bekannt: Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse, schlechtere Bezahlung - nur die Kaste der Reichen gewinnt zunehmend hinzu.
Bei uns geht das den selben Weg, fürchte ich.
Wer ist schuld? Wir selber, die Arbeitnehmer, die zu bequem sind, Missstände deutlich zu benennen. Die Politik sicher auch, die sich größtenteils mit der Industrie und den dortigen Bossen arrangiert (siehe Diesel-Skandal). Die Medien gehen den wichtigen Themen für meinen Geschmack auch nicht oft genug auf den Grund - die Wahrnehmung der Realität und der Schieflagen ist bei der Masse verzerrt.

Gier wird niemals aussterben, es wird sie immer geben. Genau so wie Leute, die Dir ohne mit der Wimper zu zucken sagen, dass Du doch selbst an Deiner Situation schuld bist. Aus Neid oder aus Profitgier.
Die Menschheit richtet sich selbst zugrunde - und viele klatschen Beifall dazu.

@ Kowalski

"Als ob im Sozialismus die Arbeitsbelastung geringer und die Rente besser wäre."

Es gibt nicht nur den "real existierenden Sozialismus" ála DDR oder SU, sondern genauso wie beim Kapitalismus verschiedenste Ausprägungen, die nicht allesamt per se schlecht sind, nur weil sie NICHT der Gier der Menschen frönen.

Das Problem der DDR war übrigens nicht zuvörderst die sozialistische Wirtschaftsform an sich, sondern die nahezu vollständige Deindustrialisierung durch die SU, während uns im Westen die Industrieanlagen von den Siegermächten belassen worden sind und so den wirtschaftlichen Aufstieg der BRD in den 50er Jahren begründeten.

Der Staat muss neutral bleiben

@ Burimi:
Der Staat kann gleichwohl was dafür! Mieten zu hoch

Das ist doch Quatsch. Der Staat vermietet höchstens ganz wenige Wohnungen. Es ist ja auch gar nicht seine Aufgabe.
Und desweiteren hat sich der Staat ja auch nicht in die Höhe der Mieten einzumischen.

@ trulicken

Ich verstehe Ihre Einlassung auf meinen Kommentar nicht.

Ich schrieb: "Ich kann dem rein gar nichts Positiv abgewinnen (gemeint ist: dass immer mehr Menschen gezwungen sind, 2 Jobs auszuüben) und Sie erwidern: "Doch... Sie nehmen jungen Leuten den Arbeitsplatz weg."

Stehe ich jetzt gerade auf dem Schlauch? Helfen Sie mir, wo wir uns Ihrer Meinung nach widersprechen? Wie ich es sehe, stimmen wir doch mit unseren Kommentaren einander zu, oder etwa nicht?

Es arbeiten immer mehr Rentner...

In England steht ein Rentner um 9:00 Uhr auf und trinkt zum Frühstück einen Wiskey und geht danach zum Golfen... In Frankreich steht ein Rentner um 10:00 Uhr auf und trinkt einen guten Wein und geht danach zu seiner Freundin... In Deutschland steht ein Rentner um 6:00 Uhr auf nimmt zum Frühstück seine Herztabletten und geht danach zur Arbeit.... Armes Deutschland...

Das fairste Rentensystem

@ Joachimus:
Zum einen hat unser Rentensystem versagt, wenn ein Rentner dazu verdienen muss.

Die Höhe der Rente richtet sich ganz fair danach welche Ansprüche ein Arbeitnehmer erworben hat (Stichwort Rentenpunkte). Warum weigern Sie sich dort beim einzelnen Arbeitnehmer anzusetzen, wo das Problem auch entsteht?

Unser Rentensystem ist das fairste, das es gibt. Ich kann aber nichts daraus fordern, was ich vorher nicht selbst erbracht habe.

@ Magfrad

"Ich habe sehr hart arbeiten müssen, um mir mein Leben aufzubauen und bis ich es zum Geschäftsführer und Leiter über 800 Mitarbeiter geschafft hab."

Ihnen will doch niemand Ihren Erfolg streitbar machen! Aber auch Sie müssen doch die Realitäten anerkennen, dass eben nicht alle über die gleichen Voraussetzungen verfügen, um erfolgreich sein zu können!
Beispiel Vorgesetzte: Ob man im Beruf Erfolg hat, hängt auch zumal davon ab, ob man einen guten oder miesen Vorgesetzten hat. Hat man einen guten Vorgesetzten, dann honoriert der Arbeitseinsatz & Fleiß und fördert einen, sodass man schnell Karriere machen kann. Wenn man aber einen miesen Chef hat, dann kann man sich den Arsch aufreißen, trotzdem wird man nie die Chance bekommen, unter diesem Karriere zu machen.

Es ist daher eine Lüge, wenn man sich permanent einredet, man habe seinen wirtschaftlichen Erfolg nur ganz alleine sich selbst zu verdanken. Es spielen viele äußere Faktoren eine Rolle, die man unmöglich beeinflussen kann!

@Burimi

Da liegt das Problem. Der Staat mischt sich in jeden Lebensabschnitt mit ein und fordert und fördert auch zum Teil das Leben seiner Schutzbefohlenen.

Zum besseren Verständnis, den Staat verstehe ich als die Organisation des Volkes.

Und wenn ein Staat ein Volk so organisiert, dass manche Obdachlos werden müssen, dann hat das Volk kein würdigen Staat mehr.

Und natürlich ist es die Aufgabe des Staates für sein Volk zu sorgen. Ansonsten bräuchten wir keinen Staat mehr. Sonst würde der Stärkere sich nehmen was er wollte, und das wären ja nicht immer die Menschen mit Eigentum oder hohem Einkommen.

Heute schützt der Staat das Einkommen und das Vermögen, nicht aber mehr das Leben.
Die Menschen hier in Deutschland gewinnen langsam den Eindruck, als ob sich über die letzten Jahrhunderte rein garnichts verändert hätte. Man kennt die Vorwürde ja bereits: Geldadel, Funktionärsmacht, Wirtschaftsmagnate.

Allein schon unkritisch von Gewaltmonopol zu reden zeigt die Degenerierung des Verstandes!!!

Unsere rente soll die

Unsere rente soll die beste/fairste sein? Wer träumt denn da so laut vor sich hin?
Unser Rentensystem ist so schlecht, daß es als Glückspiel sogar verboten ist. Solche Schneeballsysteme sind eigentlich untersagt. Aber bei der Rente setzen wir auf immer mehr Beitragszahler.
Wie in aller Welt soll das dauerhaft funktionieren? Wir haben weder Seuchen noch Kriege, die die Einwohnerzahl turnusmäßig verkleinert.
Dazu noch unser Arbeitsmarkt. Viele Leute haben keine Rentenpunkte, weil sie nie dauerhaft arbeiten KONNTEN.
Selbst der Staat mischt da mit und entlässt regelmäßig vor den Sommerferien die neuen Lehrer. Somit ist keine ganzes Jahr voll und man muß nichts zahlen.
Das soll fair sein? Lächerlich.

Zweit und Drittjobs

144 der 709 Bundestagsabgeordneten haben einen Zweit- und Drittjob.
Neben der Belastung, die das Mandat schon mit sich bringt (bis zu 60 Arbeitsstunden pro Woche), müssen ca. 20% der Abgeordneten noch einen zweiten, manche sogar einen dritten und vierten Job ausfüllen, um finanziell über die Runden zu kommen.

Daran sollte sich der gewöhnliche Arbeitnehmer ein Beispiel nehmen. Hier ist nicht jammern sondern anpacken angesagt.

Allergikerhinweis: Der Kommentar kann Spuren, von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten.

@Magfrad 12:38

Die Erfolgreichen, die Fehler-nur-bei-sich-selbst-Suchenden, die, die es in Ihren Augen geschafft haben gründen Ihren Erfolg leider zu einem nicht unerheblichen Teil auf denjenigen, die schwächer sind, die aus welchen Gründen auch immer es nicht geschafft haben.
Stellen wir uns vor, alle - wirklich ALLE wären ähnlich tough wie Sie.
Der Frisörbesuch, die Reinigung Ihrer Büroräume, die Brötchen beim Bäcker, die billige Milch bei Aldi ja, all diese Dinge würden dann locker das doppelte kosten oder es würde sich schlicht niemand mehr finden, der diese Dinge produziert bzw. anbietet.

Jeder - ich meine hier JEDER, der den Liter Milch bei Aldi für 69 Cent g... findet, sich echauffiert, wenn das Brötchen 60 Cent oder der Herrenhaarschnitt 30 Euro kostet profitiert davon, daß es auch in unserer Gesellschaft schwächere Menschen gibt, die sich mehr oder weniger gezwungen ausbeuten lassen (müssen) - ich selbst nehme mich da bei Gott nicht aus.

grundeinkommen

solange die arbeitnehmer im stress stehen und sich um den lebensunterhalt kümmern müssen wird es kaum aufmüpfigkeit geben.
das problem der zukunft wird sein, immer weniger arbeit (roboter werden die produktion übernehmen) auf die menschen zu verteilen - was natürlich nicht geht.
immer weniger arbeit heisst immer weniger einkommen, bedeutet, dass die unternehmen ihre waren nicht mehr verkaufen können.
es wird also eine lösung richtung unbedingtes grundeinkommen geben müssen, um den handel aufrechtzuerhalten.
leider solidarisieren sich die menschen, zumindest in deutschland , nicht, um lösungskonzepte zu schaffen. stattdessen wird nach unten getreten..
die selbstdefinition über den arbeitsplatz wird es so in der zukunft nicht mehr geben. je schneller darauf reagiert wird, um so besser.

Am 05. Mai 2018 um 12:38 von Magfrad

Die Menschen in mies bezahlten Jobs müssen auch hart arbeiten und wenn wir alle Nobelpreisträger wären müsste trotzdem jemand putzen.

@ Kowalski

Sie verstehen nicht! Laut Ihrer eigenen Aussage läge es doch an der schlechten Ausbildung, warum Menschen dann später auf 2 Jobs angewiesen sind.
Das widerspricht aber der Realität, wonach z.B. die Akademikerquote seit 15 Jahren konstant gestiegen ist. Kurz: Das Ausbildungsniveau in D steigt zuletzt permanent! & nein: Die studieren nicht alle Sozialpädagogik.
TROTZDEM erhöht sich selbst unter Akademikern die ALQ bzw. die Zahl derjenigen, die sich mit mehreren Jobs über Wasser halten müssen. Bsp. gefällig? Gerade an der Uni überwiegen mittlerweile prekäre Arbeitsverhältnisse! Was glauben Sie, verdienen heutige Dozenten oder Lektoren an der Uni eigtl.? Ich verrate es Ihnen: meistens bekommen die nur noch einen auf 1 Jahr befristeten Vertrag bei 50% TVöD L! 50% für 1 Jahr reichen kaum für eine sichere Familienplanung, also MUSS ein weiterer Job her... nat. mit allen neg. Konsequenzen für die Qualität der Lehre & Forschung. & daran sind, ihrer Logik nach, die Studis nun selbst schuld?

DDR besser für Unterschicht.

@12:17 von Sisyphos3
Ein Kabarettist, der früher in der Versicherungsbranche arbeitete, hat es in einem Programm mit den offiziellen Zahlen des Bundes so auf den Punkt gebracht:
Ein Großteil - ich habe eine Zahl von 40% in Erinnerung - der Wenigerverdienenden hätte es in der DDR besser gehabt.

Dass die DDR wirtschaftlich gesehen für einen Großteil der Bevölkerung ein Erfolg war, war mir bis dahin nicht bewusst.

um 12:58 von KowaIski: " Zeit

um 12:58 von KowaIski:
"
Zeit sich an die eigene Nase zu packen. Was hat denn Ihrer Meinung nach der Staat damit zu tun?
"

Mit Bildung? Ne ganze Menge...

...aber was wäre denn Ihre Vorstellung von Bildung ohne staatlichen Einfluss?
Die einen Kinder erwerben ihr Wissen in
privaten Lehranstalten,wofür Eltern zahlen & die anderen Kinder gehen stattdessen arbeiten & erhalten ihr Wissen während der Arbeit...oder wie?

->
bei der aktuellen Entwicklung in DE gar nicht so abwegig,dass dies so kommen wird (es sei denn,man steuert mal dagegen) ...wird dann als Gegenmaßnahme von Kinderarmut vermarktet & Rückbesinnung alter Tugenden...
& so können dann auch Kinder ihren Beitrag leisten,wenn die Eltern dann trotz 3 Jobs pro Person nicht über die Runden kommen...

@ Kowalski

"Unser Rentensystem ist das fairste, das es gibt. Ich kann aber nichts daraus fordern, was ich vorher nicht selbst erbracht habe."

Ein kurzer Blick nach Österreich oder in die skandinavischen Länder straft Ihre Aussage Lügen! Aber verstehen Sie mich um Gottes Willen nicht falsch: das dt. Rentensystem ist besser als Viele anderen auf diesem Planeten, aber es ist weiß Gott nicht das fairste und ausgeglichenste! So verblendet können Sie nun doch wahrlich nicht sein!

@Magfrad - Differenzen zwischen arm & reich nehmen zu.

12:31 von Magfrad:
"Gottseidank ist die DDR Geschichte! Unglaublich dass ernsthaft noch Leute so eine Denke aufweisen."

Ja, es ist wirklich unglaublich, dass es noch immer Menschen gibt, die fast drei Jahrzehnte nach der Wende als erstes an die DDR denken, wenn jemand die letzte noch verbliebene soziale Partei erwähnt.

Fakt ist, dass die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander geht. Und eine Partei, die derart viele Lobbyisten empfängt wie die CDU (und geheim hält, welche das sind), wird diesen Trend weder stoppen können, noch wollen.

Untere Einkommensklasse

Die unteren Einkommen im vereinigten Deutschland wären mit dem politischen System der DDR besser gefahren als mit dem der BRD.

@ Für alle, die sich noch einen klaren...

... Verstand bewahrt haben: es gibt eine Partei im Bundestag, die all diesen Exzessen der "freien Markwirtschaft", die überhaupt nicht "frei" ist, sondern von allen und jedem manipuliert wird, der und die die Kapitalmacht haben, enge Grenzen setzen würde. Nur müssten sich die Menschen in diesem Land endlich mal einen Ruck geben, selbst teilweise solche utopistischen Träumer, wie die LINKEN zu wählen.

Ich selbst stehe in vielen Positionen (Militär, Familie etc.) mit den Linken völlig konträr, aber weiß Gott! Unser Land hat größere Baustellen aufzuarbeiten, als diese Punkte, daher ordne ich diese dem sozialen Frieden unter. Und ich sehe bei den regierenden Parteien überhaupt kein Interesse, den sozialen Frieden in unserem Land bewahren zu wollen. Sondern alle sind nur noch auf Competition aus, jeder gegen jeden! Daran wird unser Land zerbrechen!

Reich gegen Arm

Bedenken denn diese .... nicht dass sich eines Tages eine ganze Bevölkerungsschicht rächt? Nicht dass es dadurch besser würde... Die Revolution frisst usw. aber sie frisst auch diejenigen, die sich jetzt maßlos bereichern.

Das tut der Staat aber!

@ KowaIski am 05. Mai 2018 um 13:05

Der Staat mischt sich gleichwohl, indem kein Baugrund freigegeben wird, hohe Regularien auferlegt etc. ist der Staat mitschuld an den extrem hohen Mieten in den Städten!!!

In diesem Fall muss der Staat ausgleich für die Betroffenen schaffen, indem Steuern der Mittel-/Geringverdiener verringert und/oder Sozialwohnungen schafft.

@Magfrad - "Jammern" ist keine Ursache für das soziale Gefälle!

12:38 von Magfrad:
"Alle anderen sind Schuld blos man selbst nicht. Kein Wunder, dass es so viele Leute mit mehreren Jobs gibt und so viele Arbeitslose."

Sie konstruieren Zusammenhänge, die es nicht gibt. Die Mecker-Mentalität der Deutschen ist alles andere als neu und die Psychologie des Menschen hat sich in den letzten Jahrzehnten auch nicht geändert. Es muss also andere andere Gründe geben, warum das soziale Gefälle immer weiter anwächst. Einer dieser Gründe ist die unterschiedliche Besteuerung von Arbeit (rund 40% Abgaben) und Vermögen (nur 26% Abgaben).

"Ich habe sehr hart arbeiten müssen, um mir mein Leben aufzubauen und bis ich es zum Geschäftsführer und Leiter über 800 Mitarbeiter geschafft hab."
> Wie viele Ihrer 800 Mitarbeiter werden ein ganzes Leben hart arbeiten und trotzdem nie in den Genuss eines Geschäftsführergehaltes kommen - 99 Prozent? Die Arbeit dieser 99% finanziert Ihr Leben!

Ein Single mit Vollzeitjob und Mindestlohn bekommt ca. 1080 Euro netto im Monat. Ein Familienvater mit 2 Kindern und Mindestlohn bekommt ca. 1540 Euro netto (inkl. Kindergeld).

Damit hätte die Familie Anspruch auf ALGII (Aufstocker). Je nach Kosten für Wohnung und Heizung ergibt sich der Zuschuss. Hier in der Gegend liegt die Warmmiete für ca. 90 qm² (4 Zi.) bei ca. 700-800 Euro. Es ergibt sich ein Anspruch auf ca. 375-475 Euro ALG II.

Ihre Beispielrechnung hat mit der Realität nichts zu tun, weil

1. Arbeitsplätze die früher mit 2500 - 4500 Mark bezahlt wurden, liegen heute nicht auf Mindeslohnniveau.
2. Auch früher hat niemand 50% seines Bruttoeinkommens für Miete ausgegeben. Die Schmerzgrenze lag immer bei ca. 33%. Das ist auch heute noch so. Folglich wird niemand mit Mindestlohn 1000 Euro für Miete (Im Fall der Familie 66% vom Netto) ausgeben ohne staatliche Zuschüsse zu beantragen. Das wären ca. 675 Euro.

Falls ich mich irren sollte, bitte ich um Quellenangaben zu ihren Zahlen.

Österreich: Rentner verdienen 800€/Monat mehr!

@13:12 von Kowalski
Wenn es die Konservativen jetzt nicht kaputt machen.
Die umlagefinanzierte Rente hätte auch in Zukunft funktioniert. Die Erhöhung der Arbeitsproduktivität hat früher dafür gesorgt, dass alle versorgt werden können.

Das Riester etc. - System bedient hingegen die Versicherungswirtschaft. Da haben sich einige wohl die berühmte "Goldene Nase" verdient.

Gut, wenn es so viele

Gut, wenn es so viele Jobangebote gibt. Da können auch weniger Qualifizierte gutes Geld bei Mehrfachjobs verdienen.

Jetzt verstzehe ich den

Jetzt verstzehe ich den Artikel der uns vor wenigen Tagen eröffnet hat, das die deutschen ArbeiterInnen zu 90+ % ausgefüllt und zufrieden von ihrer Arbeit sind. Ausgefüllt vermutlich weil 2 - 3 Jobs den Tag nunmal aufzehren und glücklich, weil manchmal immerhin einer diese Jobs ganz nett ist und man das dann Statistisch ein bisschen glätten kann...

@KowaIski - Median oder Durchschnitt

12:41 von KowaIski:
"Bitte nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Der Durchschnittsverdienst liegt bei 2950 Euro."

Sie meinen wahrscheinlich das mittlere Einkommen (Median). Der Durchschnitt liegt bei etwa 3800 Euro.

Das alles nutzt aber den 20% der Vollbeschäftigten nichts, die mit weniger als 2000 Euro (brutto) im Monat über die Runden kommen müssen.

Damals in der BRD war auch

Damals in der BRD war auch nicht alles schlecht.

@12:38 von Magfrad

"Ich habe sehr hart arbeiten müssen, um mir mein Leben aufzubauen und bis ich es zum Geschäftsführer und Leiter über 800 Mitarbeiter geschafft hab. Dabei habe ich niemals die Fehler bei anderen gesucht, da ich früh merkte, dass man bei sowas stehenbleibt."

Das ist sehr zu begruessen, aber die Frau oder der Mann, die/der Ihre Bueroraeume saeubert, sollte auch entsprechend entlohnt werden und davon leben koennen. Sie haben ja auch keine 3 Geschaeftsfuehrerjobs fuer 500 EUR einen jeden.

Man zahlt Mieten auch über 50% des Lohnes

@ Am 05. Mai 2018 um 14:09 von GeMe
"2. Auch früher hat niemand 50% seines Bruttoeinkommens für Miete ausgegeben. Die Schmerzgrenze lag immer bei ca. 33%. Das ist auch heute noch so. Folglich wird niemand mit Mindestlohn 1000 Euro für Miete (Im Fall der Familie 66% vom Netto) ausgeben ohne staatliche Zuschüsse zu beantragen. Das wären ca. 675 Euro."

Das stimmt so nicht. In München und Großraum München und Südbayern allgemein muss man Mieten schon über 50% zahlen - aber nur wenn man Glück hat eine Wohnung ergattert zu haben!

Durchschnittsmieten gehen momentan bei 16-17 EUR/m2 im südlichen Münchner Raum. (kann man selber in jeweiligen Immobilienportalen nachprüfen.)
Preise in der Stadt sind wesentlich höher.

Das perverse daran ist weniger der Preis - es ist viel mehr das man keinen Wohnung findet. --> Leerraumquote gen NULL!

Multipolare Welt

Je nachdem, wo die geistig Tätigen ihr Geld beziehen, kommen sie bei der Beurteilung der Lage zu gaaaaaaanz unterschiedlichen Ergebnissen: der Marx-Kenner (kicher!) schreibt: "Arbeitern geht es besser, als er erwartete". Dieser Artikel hier schildert eine ganz andere Realität. Aber das ist wirklich kein Zufall. Das Volk wird in Lager aufgespalten, die sich gegenseitig bekämpfen, getreu dem Motto: "Teile und herrsche!". Und unsere Milliardäre, Oligarchen, Politiker und sonstigen Kassierer reiben sich genüsslich die Hände, denn die Privatvermögen sind drei Mal so hoch, wie unsere Staatsverschuldung.

11:27 von Denkerist

Kritisch muss ich allerdings anmerken: Würden diese 3,26Mio als Wähler Links wählen (und NUR die vertreten ihre Interessen) - so sähe manches anders aus!

Re nicht nur auch die andere Seite tut das.Aber gebe recht Einheitspartei SED 2.0 aus CDU ,SPD ,Grüne tun nichts dafür.

11:33 von StöRschall

Das ist halt eine der pervertierten Seiten des Kapitalismus.

Re hat nichts mit Sozialismus,Kapitalismus usw zu tun hat mit der Politik von Versagern zu tun.SED 2.0 lässt grüssen .

Multijobber

Ja - das klingt so toll.
Was es heisst: Menschen, die mehrere Jobs machen müssen, um auf die Arbeitsstunden zu kommen, die man früher bei einer Vollzeitstelle absolvierte, um dann aber trotzdem noch weniger Geld in der Tasche zu haben.

DAS ist das Jobwunder. Man nehme eine Ganztagsstelle und mache daraus mehrere 400 Euro-Jobs.
Hach, was schafft man Arbeitsplätze.

Die einzigen, denen das nutzt, das sind die Arbeitgeber - die sparen massiv bei den Lohnnebenkosten - die Basis dessen, was man als "Soziale Marktwirtschaft" definiert.

Und das Widerlichste: da erklärt man, man könne aus Kostengründen die Rentenerhöhungen nicht finanzieren.

Klar, wenn immer weniger rein kommt.

Da schwafelt man von schwarzer Null - weil man den Kindern und Enkel keine Schuldenlast vererben will.

Der Witz ist: die Kosten werden explodieren - weil immer weniger Menschen eine Rente erwirtschaften, immer weniger Menschen Eigentum fürs Alter erwirtschaften.

Mieten zu hoch

Schaut nach...
In München-Schwabing kriegt man 110 m2 3-Zi.-Wohnung für 3450.- EUR kalt.

Der Otto-Normal-Münchner verdient nicht wesentlich mehr als woanders. Viele ziehen weg und pendeln 1.5 bis 2 Stunden pro Fahrt (d.h. 4 Stunden) am Tag oder man bleibt und holt sich einen zweiten oder dritten Job!!

Jobs gibt es genung in München - es lebe das Kapital! Man kann sogar auch nachts durcharbeiten und man spart sich gleich das Pendeln. Der Sonntag sollte für die Familie irgendwie noch passen - man muss noch human sein. Juhuuu

Wenn's so weiter geht...

...haben wir bald amerikanische Verhältnisse, wo Menschen drei Jobs haben, trotzdem Food Stamps zum schieren Überleben brauchen und keinerlei Vorsorge für Krankheit oder Alter haben; von der Hand in den Mund gelebt und von den reich geborenen Eliten als Lazy Welfare Queens beschimpft, weil arm immer gleich faul bedeutet in dieser widerlichen neoliberalen Ideologie. Lasst es nicht soweit kommen.

@KowaIski - Ausbeutung = Gewinnmaximierung

12:49 von KowaIski:
"Sorry, da lass ich mich aber lieber vom Kapitalismus ausbeuten, als vom Sozialismus."

Im Sozialismus wurde niemand ausgebeutet, schließlich sollte jeder für die Gemeinschaft arbeiten. Dieser ideellen Grundgedanken scheiterte am natürlichen Egoismus des Einzelnen: Wer die Früchte einer zusätzlichen Belastung nicht selbst ernten kann, vermeidet diese und macht nur das nötigste.

Im Kapitalismus ist das anders. Hier ist jeder auf sich allein gestellt: Wer mehr arbeitet, bekommt auch mehr. Und wer andere für sich arbeiten lässt, bekommt am meisten. Es wird die Maximierung der eigenen Gewinne angestrebt und nicht die des Allgemeinwohls.

Was ist das für ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft,

des freiheitlichen, demokratischen Kapitalismus (dem unkontrollierbar wachsenden Wertschöpfungsmonster, das uns alle beherrscht, aber nur wenigen - den Großkapitalisten - Zufriedenheit beschert), noch zum 200-sten Jubiläumstag des Karl-Marx-Geburtstages, solch eine Nachricht lesen zu müssen.
Das Räderwerk von Ausbeutung, Ungleichheit, Entfremdung und Arbeitszwang (Leistungsgesellschaft: Arbeiten um Leben zu können, statt Leben, um froh und zufrieden arbeiten zu können) läuft immer noch auf vollen Touren, stottert zwar (Finanzkrisen), aber ist immer noch nicht kollabiert (gesetzmäßiger Zusammenbruch des Kapitalismus).

14:39 von Nachfragerin

Ich denke Kapitalismus muss auch mal exakt definiert werden. So wie von Ihnen im letzten Satz dargestellt wäre es kein Problem, jeder könnte über Länge und Qualität seiner Arbeit sein Fortkommen selbst bestimmen. In dem Sinne bin ich definitiv Kapitalist (übrigens ohne reich zu sein) während Sozialismus nicht meins ist.
Kapitalismus ist m.E. nicht gleichzusetzen mit Ausbeutung, die das Ziel hat andere unten zu halten und kaputt zu machen. Das ist bei Marx nicht richtig.

@tisiphone

Ihr Kommentar entspricht gänzlich der aktuellen Situation, nur interessiert es niemanden, weil das Ganze sogar die Politiker erreicht hat. Viele wollen in die Politik um sich selbst zu retten und bauen Gesetze die den Bürger noch mehr belastet ( MautLüge).

Nur eine Headline - kein Hintergrund!

Die brennende Frage ist doch, WER mehrere Jobs hat. Ich vermute, erst diese Anslyse würde zeigen, dass es vornehmlich um prekär Beschäftigte handelt, also 400€-Jobber. Alles ohne Sozialvers., Altersarmut vorprogrammiert. Viele Leute können von ihrer Arbeit nicht mehr leben - die Agenda 2010 ist längst zum Killer-Programm bzw zur Profit-Macimierung da. Und die DPD und die Gewerkschaften wollen das gar nicht sehen, weil sie in den gut dotierten Vorstandsposten hocken und womöglich mit Aktienpaketen geködert werden. Na die machen dann Sozialpolitik vom Feinsten! Dass CDU und FDP (auch die AfD) das gutheißen, wundert nicht. Dann muss ich halt die Linke wählen, wenn Rote und Grüne die Arbeiter so verraten.

@ Nachfragerin

Leider ist es nicht so, dass wer im Kapitalismus mehr arbeitet, mehr bekommt. Genau das führt ja zu den Minijobs.

Und was den Sozialismus betrifft: interessant ist für mich immer wieder zu sehen, dass weder Staat, noch konservative Parteien und auch die grössten Fans des Kapitalismus nie etwas dagegen sagen, wenn ein sozialistisches Grundprinzip (der einzelne für die Gemeinschaft) das Totalversagen des Staates kompensiert.
Und das passiert - jeden Tag - das wird fest eingeplant, sonst würde sehr viel zusammen brechen.

Es sind die ganzen Freiwilligen, die überall da einspringen, wo kein Geld zu holen ist bzw. schon alles abgeschöpft wurde.

Wenn es um die ganzen freiwilligen, unbezahlten Helfer geht - da hat keiner was gegen ein bisschen sozialistisches Prinzip.

@Pico 13:22

Ich kenne ehrlich gesagt niemanden der seinen Erfolg auf Schwächeren gründet. Es hat nichts mit tough zu tun. Im Leben muss man nunmal hart arbeiten und man bekommt nichts geschenkt. Die Realität ist eben auch dass es viel zu viele Menschen in Deutschland gibt die zu schlecht ausgebildet sind. Ich sehe es als Geschäftsführer ja auch wenn ich Leute einstelle. Die Grundlage für seine spätere Zukunft legt man nunmal in der Schule und wer da nicht Leistung bringt hat es sehr sehr schwer.

@Nachfragerin 14:02

Moment. Bei uns gibt es flache Hirachien und dies gibt es in vielen deutschen Unternehmen. Ich habe auch ganz unten angefangen und war nicht von Anfang an Geschäftsführer. Ich finanziere aber auch das Leben der 800 Mitarbeiter weil ich einiges von meinem Eigenkapital in das Unternehmen stecke. Zudem bin ich als Geschäftsführer dafür zuständig, dass mein Unternehmen gut läuft und die 800 Mitarbeiter und ich jeden Monat ein Gehalt bekommen. Mir ein schlechtes Gewissen zu machen weil ich Geschäftsführer bin empfinde ich als etwas unfair, ich trage nämlich auch die Verantwortung für meine 800 Mitarbeiter und der komme ich nach.

@ Magfrad

"Die Grundlage für seine spätere Zukunft legt man nunmal in der Schule und wer da nicht Leistung bringt hat es sehr sehr schwer."

"Schwer" und "unmöglich" sind aber nunmal zwei verschiedene Dinge.

Niemand spricht gegen Sie, wenn Sie attestieren, dass jemand, der in der Schule nicht aufgepasst hat, es im Schnitt schwerer im Leben haben wird. Wo zumal ich Ihnen lediglich widerspreche ist der Punkt, dass es eben nicht alleine auf der eigenen Fähigkeit und Leistungsbereitschaft begründet ist, ob man Erfolg hat oder nicht, sondern es viele externe Faktoren gibt, die Sie niemals beeinflussen können, wie z.B. den "netten" oder den "miesen" Chef.

Wovon WIR reden, ist, dass vielen "Doppeljobbern" das Leben unmöglich (ungleich "schwer") ist, wenn Sie nicht zwei Jobs nachgehen, um z.B. die Miete und andere Lebenshaltungskosten begleichen zu können.

Und die Zahl derer steigt! Das ist eine extremst ungesunde Entwicklung, finden Sie nicht? Und sollte man dagegen nicht etwas unternehmen?

@ Denkerrist ...

" Sicherlich wird uns die Regierung bald erklären, dass die betroffenen Menschen das aus Spass machen, um die Gewinne der Unternehmen sprudeln zu lassen!"

... ja, kann sein! ... Aber warum kann Sie sowas erklären? Doch nur, weil die betroffenen keine Lobby haben, sich Niemand mit Ihnen solidarisiert, und in unserer Gesellschaft nur der gut angesehen ist, der ein dickes Auto fährt und sich mindestens 3 x im Monat für >40€ die Haare schneiden läßt! ...

Und damit haben Sie auch gleich Ihre Antwort darauf warum keiner die Linken wählt, auch auch wenn diese noch so sehr für den kleinen Mann einstehen!

... Den Wunsch nach einer solidarischen Gesellschaft tragen wohl die Meisten von uns in sich. Selbst Reiche! Nur wenn es um's Konkrete geht ist plötzlich keiner mehr da der sich Abmühen möchte! Das wissen natürlich auch diejenigen die in unserer Marktwirtschaft am meißten von all den Freiheiten profitieren. Und sie bauen auf die Dummheit der Massen, daß es weiter so bleibt!

Anomalie des Arbeitsmarktes...

Gesetze des Marktes:
Sinkt die Nachfrage, sinkt mit ihr auch der Preis. Die Anbieter stellen sich darauf mit einer Senkung des Angebotes darauf ein, so dass der Preis in einem Gleichgewicht bleibt, mit dem Anbieter und Nachfrager leben können.

Nicht so der Arbeitsmarkt:
Hier sinkt die Nachfrage stetig durch die Steigende Produktivität. Das senkt den Preis der Arbeit.
Dummerweise können die Anbieter darauf nicht mit einer Senkung des Angebots reagieren, sie können ja nichts anders anbieten als ihre Arbeitskraft.
Ganz im Gegenteil. Jeder dürfte jemanden kennen, der seinen Job verloren hat und einen schlechter bezahlten annehmen musste. Um seinen Lebensstandard zu halten, wird er nicht wie fast alle anderen Marktteilnehmer das Angebot senken, sondern es sogar noch erhöhen. Er reagiert also auf eine Senkung des Preises für Arbeitsleistung damit, dass er noch mehr arbeitet, also einen Nebenjob annimmt.

Das ist es, was wir hier sehen. Jetzt müssen das nur noch die Neoliberalen kapieren.

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