Ihre Meinung zu: IGeL-Leistungen: Kassen halten Zusatzleistungen für nutzlos

3. Mai 2018 - 12:38 Uhr

Bei einem Arztbesuch bekommt jeder zweite Patient Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) angeboten, die er privat zu zahlen hat. Aus Sicht der Krankenkassen ist der Nutzen der Zusatzleistungen häufig unklar.

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Kommentare

Tja nun ist es also auch langsam angekommen

Das geht ja mittlerweile so weit das Kassenärzte einen die Kassenleistungen verweigern wenn man sich nicht auf eine IGEL Leistung einlässt.

Und da wundert man sich warum das Vertrauen in die Ärzteschaft immer mehr schwindet.

Grippeschutzimpfung

Siehe Grippeschutzimpfung!
Falsches Sparen führte hier zu immensen Mehrausgaben.
Ähnlich ist es auch in der Orthopädie,wo statt arthroseverzögernder Maßnahmen sehr schnell künstliche Gelenke eingesetzt werden.
Aber die Hauptsache ist doch,die aufgeblähte Verwaltung der GKVs beizubehalten!

Leistungen nutzen dem Arzt

Schon seit vielen Jahren werden gerade auch jüngere Ärzte gern in teure Hotels zu Veranstaltungen / Tagungen eingeladen, um ihnen IGeL-Leistungen schmackhaft zu machen. Es ist schwer, dem Sog des Geldes zu widerstehen.

Ich bin

Ich bin Zahnarzt.
Professionelle Zahnreinigung hat nicht jeder nötig,das sage ich auch den Patienten mit guter Mundhygiene.
Aber bei anderen macht diese sehr wohl Sinn.
Vor allem zwischen Parodontose Behandlungen.
Bei uns kostet die PZR auch nur 50 Euro.
Mit Absicht.
Ist also weit entfernt davon damit Kasse zu machen.
Ich finde die Krankenkassen geben für sich selber auch zu viel Geld aus in ihren Prachtbauten.

IGeL-Leistungen sind doch

eine gute Sache, zumindest aus Sicht der Ärzte. Und wen interessieren schon bitte sehr heutzutage Wirksamkeitsstudien? Wohlmöglich auch noch längsschnittliche, Gott bewahre!
Ist genau so wie im Bildungssystem. Fast 90% aller Sprachförderkonzepte sind völlig wirkungslos.

Aber Studienergebnisse großer deutscher Universitäten und empirisch arbeitende Forschungseinrichtungen ist ja eh nur "Wissenschaftszeugs" und Nachdenken ist grundsätzlich ein ökonomisches Hemmnis..

Nun-

das nennt man PR Maßnahme. Wenn man etwas nicht im Angebot hat, muß man es schlechtreden. Das ist ganz normale Konsumdenke.
"Halten "können sie es ja wie sie wollen- ich will nur gesund werden.

Kasse machen

Es sollte verboten werden, reine Abzocke. Wer dieses Leistung nicht will, wird oft beim Arzt schief angeschaut.
Das ist kein Arzt mehr sondern ein Verkäufer, wer will das schon, ich nicht.

alle Jahre wieder: Haltet die Dieb

Liebes ts-Team.
Warum bringen Sie jedes Jahr ohne zu hinterfragen diese Meldung?
Der MDS/MDK ist NICHtT unabhängig sondern von den Versicherungen finanziert.
Aus eigener leidlicher Familienerfahrung bzgl. Pflege und Augenarzt mit der GKV kann ich nur sagen :
die Honorierung bzgl der augenärztlichen Versorgung ist der blanke Hohn: hier werden pro Quartal theoretisch für alle Besuche eine Grundpauschale von je nach Bundesland zw. 12 und 25 euro honoriert. Praktisch sind es durch die Budgetierung deutlich weniger!! Glaukomvorsorge (häufigste Erblindungsursache) wurde vor 20Jahren von der GKV gestrichen!!
Die Pflegestufenbegutachtung des MDK ist nicht nur inkompetent sondern menschenverachtend.
Ich weiss nun das Gutschachten des MDK nicht mal von Fachärzten des Fachgebietes erstellt werden.
Die von Ihnen genannten Spezialisten sind keine!
Sie haben nur eine Aufgabe: sparen.
Ich will aber eine gute Versorgung also – meine gestohlenen Beitragsmilliarden in die Versorgung.

IGEL: Über Eigenverantwortung und Nebenkriegsschauplätze

Haben wir uns denn nicht längst schon daran gewöhnt, dass heutzutage ein jeder nur unser Bestes will - nämlich unser Geld? Ich habe mir längst einen dicken Panzer zugelegt und wenn ich etwas nicht will, lasse ich es mir auch nicht aufschwatzen. Ich frage mich aber, was genau die Krankenkassen dazu motiviert, gerade hier den Schutzpatron für die Geldbeutel ihrer Versicherten zu spielen. Etwa ein schlechtes Gewissen, weil eben auf der anderen Seite viele medizinisch tatsächlich notwendigen Dinge entweder gar nicht oder mit viel zu hoher Eigenbeteiligung übernommen werden (Brillen, Zahnersatz), oder weil med. Hilfsmittel im Kassenqualitätsstandard so vorsintflutlich unpraktisch (z. B. Rollatoren) oder unbequem (z. B. Inkontinenzhilfen) sind, dass die private Übernahme eines Mehrbeitrags (natürlich zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung) quasi obligatorisch wird? War es schon immer so, dass der Gebisszustand Erkennungsmerkmal des sozialen Status war? IGEL = lächerliche Ablenkungsdiskussion.

Jetzt machen sich die Kassen

Jetzt machen sich die Kassen Gedanken, eine Zusatzleistung wie Ultraschall-Vorsorgeuntersuchungen könnten eventuell gesundheitliche Risiken verursachen!!!

Wirklich zu beweisen ist das freilich nicht. Und vieles von dem, was Krankenkasse so erlaubt, verlangt oder sich wünscht, birgt viel höhere Risiken und Nebenwirkingen.

Die sollen die Kirche mal Dorf lassen.

Was für eine Überraschung!

So so, die Kassen halten die Leistungen also für nutzlos... Vielleicht sind sie es sogar, einige davon garantiert. Aber sind die Kassen wirklich die richtigen, die das beurteilen können? Hielten sie die Leistung nämlich für sinnvoll und angebracht, müssten sie sie ja in ihren Leistungskatalog aufnehmen. Es könnte also nur eine dritte Instanz (weder Ärzte noch Kassen) eine halbwegs objektive Beurteilung diesbezüglich abgeben.

Ich habe schon mitbekommen wie solche Zusatzuntersuchungen zur Krebsfrüherkenneung führen aber auch wie sie völlig nutzlos sind.
Das wirkt aber besonders lächerlich wenn man bedenkt das Krankenkassen Homöopathie und andere Scharlatanerie teilweise bezahlen aber dann ein MRT verweigern und kostengünstigere Methoden die oft mit viel höheren Risiken und ungenaueren Ergebnissen einhergehen stattdessen verlangen.

Solange die Kassen keine

Solange die Kassen keine sinnvollen Dinge (Vorsorge, medizinische Notwendigkeiten, ...) bezahlen, weil sie am laufenden Band das Geld für die Krankschreibungs-Sprechstunden raushauen, und somit nebenbei die Ärzte zur Massenabfertigung und Standarddiagnosen drängen, ist es mir ziemlich egal, was die für nutzlos halten.

Nicht neutral

Dass Krankenkassen etwas den Nutzen absprechen, das sie nicht bezahlen wollen ist klar. Sie sind hier wohl nicht gerade als neutral anzusehen.
Die Kassen finden vieles überflüssig, das durchaus für die Patienten von Vorteil ist und sei es nur, weil eine Methode angenehmer ist.
Die Kassen sind ebenfalls verantwortlich für die extrem schlechte Versorgung mit Rettungsdiensten in Baden-Württemberg (dort entscheiden sie als Geldgeber darüber, und nicht die Gemeinden wie anderswo).

Was kommt als nächstes? "Tabakindustrie befürwortet rauchen"?

Als Diabetiker ist man seinem

Arzt nahezu ausgeliefert. Der schickt einem jährlich zum Augenarzt und da wird der Augeninnendruck gemessen. Das muss man dann sofort und bar zahlen. Ohne diese Untersuchung könne er die Behandlung nicht weiter ausführen.... Beschiss. Der Frau wird die Ultraschall Untersuchung aufgeschwatz
... aber wehe du lehnst das ab dann sitzt du im nächsten Jahr dir den Hintern im Wartezimmer platt. Man wird zugunsten des Kontostand des " Facharztes" abgekocht.

Die Meinung der Kassen ist nicht neutral

Sicher sind viele iGel nicht immer sinnvoll, aber ich zweifle an, dass die Mehrheit sinnlos sein soll.
Ich habe bisher einige male iGel in Anspruch genommen, immer aus Eigeninitiative heraus:
- Professionelle Zahnreinigung
- Reiseschutzimpfung Hepatitis A, Meningokokken & Gelbfieber
- Bestimmung meiner Blutgruppe, um meiner ebenfalls resusfaktornegativen Frau eine Anti-D Spritze in der Schwangerschaft erfolgreich zu ersparen
- Hautkrebsfrüherkennung wegen sehr, sehr (!) vieler Leberflecken - wird von der Kasse erst ab 35 regulär bezahlt, als ob Krebs eine Altersgrenze hat

Vor allem die Impfungen und die professionelle Zahnreinigung bekommt man immerhin oft erstattet. In meinen Augen ist Gesundheitsvorsorge immer noch sehr gut investiertes Geld, keine Ahnung was da jemandem ein Dorn im Auge sein soll.

Am 03. Mai 2018 um 14:29 von vexyl

"Das wirkt aber besonders lächerlich wenn man bedenkt das Krankenkassen Homöopathie und andere Scharlatanerie teilweise bezahlen aber dann ein MRT verweigern und kostengünstigere Methoden die oft mit viel höheren Risiken und ungenaueren Ergebnissen einhergehen stattdessen verlangen."

Ich zahle für Homöopathie selbst und habe auf diese Weise den Krankenkassen schon viel Geld erspart, die sie für Medikamente zur Behandlung meiner nicht heilbaren Krankheit ohne zu zögern bezahlt hätten.

Am 03. Mai 2018 um 14:44 von styxxx

"Die Kassen sind ebenfalls verantwortlich für die extrem schlechte Versorgung mit Rettungsdiensten in Baden-Württemberg (dort entscheiden sie als Geldgeber darüber, und nicht die Gemeinden wie anderswo)."

Falls es eine Beruhigung für Sie ist: Dies ist in Bayern nicht anders.

Igelleistungen können auch äußerst hilfreich sein

In den meisten Fällen mag ein PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs bei Männern (möglicherweise) nicht sinnvoll sein. Bei meinem Mann war er ausschlaggebend dafür, dass der Prostatakrebs noch in einem solchen Stadium erkannt wurde, dass Operation und Bestrahlung einen Stillstand erhoffen lassen. Und dies hat er dem Internisten zu verdanken, der ihm in seinem Fall einen PSA-Test, den er selber bezahlen musste, angeraten hat. Tast- und Ultraschalluntersuchung zeigten keinen Befund.

Geld verdienen

Natürlich sind sie sinnlos. Es geht um den Profit nicht um den Geldgeber. Normal...

Nicht nur angeboten, sondern

Nicht nur angeboten, sondern auch untergeschoben.

Kassen übernehmen doch auch Igel-Leistungen

Wie falsch ist das denn: einerseits beklagen die Kassen, dass Ärzte Leistungen gegen bares bringen. Andererseits werben sie damit, dass sie solche Leistungen (Osteopathie, Reiseimpfungen, andere nicht GKV Leistungen…) übernehmen !

Hautarzt kurzsichtig

Nur weil mein Hautarzt kurzsichtig ist, sollte ich 15,00 EUR für eine zusätzliche Lampenuntersuchung zahlen.

Die Kassen sollte sich um den

Die Kassen sollte sich um den sparsamen Gebrauch von Beitragsmittel sorgen und nicht noch unwissentschaftliche Methoden zu decken der jegliche Evidenz mangelt.
Wie wäre es Ärzte und Krankenhäuser Leistungsgerecht zu bezahlen. Keiner wird zu Igel gezwungen.

Ist eine Arztpraxis ein

Ist eine Arztpraxis ein Basar?

"Lieber Patient, was kann ich Ihnen anbieten?"

Unser System ist krank.

gehören verboten

Ich finde, iGEL-Leistungen gehören ohne Wenn und Aber verboten. Für so manchen Arzt ist das Angieten von iGEL-Leistungen ein echtes Standbein. Und wenn man dann auch noch ein schwarzes Schaf vor sich hat als Patient, dann kann man auch schon mal folgendes erleben: Diabetes-Patientin bekommt jedes Jahr eine Glaukom-Untersuchung. Bei Diabetikern zahlt das die Kasse. Arzt rechnet trotzdem mit der Patientin ab (und gibt ihr nicht mal eine Quittung). Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.
Oder selbe Patientin, selber Arzt: es gibt eine bessere Glaukom-Untersuchung, die bezahlt aber die Kasse nicht, die muss man selbst bezahlen. Patientin, um die 80 Jahre, lässt sich überreden und nun kommt's: zuerst soll diese genauere Untersuchung gemacht werden und dann die, die die Kasse bezahlt. Wow, wenn das mal kein Geschäftsmodell ist...
Ich finde, man darf Ärzten keine Kreativeinnahmen geben KÖNNEN. Es sollte halt besser bezahlt werden seitens der Kassen und auch nur was nachgewiesen nötig ist.

@ Fahnenflucht

>>> Nur weil mein Hautarzt kurzsichtig ist, sollte ich 15,00 EUR für eine zusätzliche Lampenuntersuchung zahlen. <<<
.
War bei mir auch so. Er meinte beim Screening einer meiner Leberflecke sieht verdächtig aus. Für 20 Euro guckt er ihn mit der Lupe an. Ich dachte erst er macht nen Scherz. Aber weit gefehlt.

@13:33 von Alexander Fleming

"Und wen interessieren schon bitte sehr heutzutage Wirksamkeitsstudien? Wohlmöglich auch noch längsschnittliche, Gott bewahre!"

"Aber Studienergebnisse großer deutscher Universitäten und empirisch arbeitende Forschungseinrichtungen ist ja eh nur "Wissenschaftszeugs" und Nachdenken ist grundsätzlich ein ökonomisches Hemmnis."

Nicht jeder der studiert hat ist ein Wissenschaftler und besonders in der Medizin ist eine wirklich wissenschaftliche Herangehensweise teilweise noch Neuland. Evidenzbasierte Medizin (also im Prinzip faktenbasierte, wissenschaftlich validierte Medizin) ist ein Ansatz der bedeutend moderner ist als man es für möglich halten sollte.

Der Fokus lag lange Zeit eher auf Erfahrungen von Koriphäen als als auf wissenschaftliche Studien. Das ist im Wandel - aber der Krankenhausbereich ist relativ verstaubt und träge.
Die Veränderung dauert.

@14:45 von sprachloser

Sie haben freie Arztwahl. Wenn Ihnen das Vertrauen fehlt steht es Ihnen frei den Arzt zu wechseln. Als Diabetiker unterliegen Sie aber tatsächlich einem erhöhten Risiko, dass mit Ihren Augen etwas nicht stimmt.

iGel ist nicht immer wirkungslos

Es ist die Aufgabe der Krankenkassen die Behandlungen zu bezahlen die notwendig sind. Nicht notwendige Behandlungen zahlen sie nicht zwingend. Das heißt nicht, dass die Behandlung nicht wirskam wären. Evtl. gibt es einfach günstigere Alternativen die ähnlich wirksam sind.

Impfungen sind z.B. wirksam - aber nicht jede Impfung ist in jeder Region notwendig. Daher zahlen die Kassen i.d.R. nur die Standardimpfungen oder jene, die für bestimmte Risikogebiete vorgesehen sind.

Prävention ist ein weiteres Beispiel: Häufig können die KVen dadurch kein Geld sparen, auch wenn man das gern behauptet. Wenn Sie 500.000 Menschen screenen müssen um eine kranke Person zu finden ist es unwahrscheinlich, dass das Screening ökonomisch Sinn ergibt. Zudem sind auch immer Fehldiagnosen möglich. Wenn 0,01% der Diagnosen falsch positiv sind dann hätten Sie in diesem Fall für jeden korrekten Befund 50 falsche positive Befunde. Das verursacht auch Kosten und Gesundheitsrisiken.
Sehr komplexes Thema.

@17:46 von traurigerdemokrat

"Ist eine Arztpraxis ein Basar? (...)
Unser System ist krank."

Was ist denn die Alternative? Sollen die Ärzte nur noch anbieten dürfen was die Kassen erlauben? Oder sollen die Kassen einfach alles bezahlen, unabhängig davon ob es hilft oder ökonomisch vertretbar ist?

@16:06 von sosprach

"Wie wäre es Ärzte und Krankenhäuser Leistungsgerecht zu bezahlen."

Guter Vorschlag. Was genau eine leistungsgerechte Bezahlung in der Medizin ist, ist allerdings ein großer Diskussionsgegenstand.

Wird die Leistung bezahlt? Auch nicht notwendige aber dennoch durchgeführte?

Wie messen Sie Qualität? Am Ergebnis? Dabei ist zu bedenken, dass besonders schwer erkrankte Menschen zwar mehr Aufwand bedeuten, aber die Ergebnisse dennoch meist schlechter ausfallen.

Und wenn Sie das alles zu genau messen verwalten Sie sich zu Tode und der Bürokratieaufwand wird enorm. Die Umstellung in Krankenhäusern auf das DRG-System (Vergütung je nach Diagnose) war ein Kraftakt der ganz neue Berufszweige geschaffen hat.

Medizinische Qualität lässt sich schwer messen und die Patienten können sie nur schwer beurteilen.

Ist ja merkwürdig

mir hat noch nie ein Arzt eine IGEL-Leistung aufgeschwatzt, im Gegenteil, ich mußte sie mir beim Arzt erbetteln (zB ein großes Blutbild beim Zweijahrescheck, im Standard ist nicht mal ein Cholesterintest drin. Früher waren sogar Lungentest und EKG inclusive.).

Mir ist eine überflüssige Untersuchung und ein eventuell falscher Verdacht, der sich dann bei weiteren Untersuchungen nicht bestätigt, allemal lieber, als eine fehlende Untersuchung und ein nicht frühzeitig erkanntes Gesundheitsproblem, das dann später ernsthafte Auswirkungen nach sich zieht.

Diagnostik ist ohnehin nicht unbedingt die Stärke unseres Gesundheitswesens. Was über 08/15-Beschwerden hinausgeht, wird entweder verharmlost oder als Merkwürdigkeit abgetan, und der Patient ohne eigene Initiative sich selbst überlassen.

Und bitte auch die andere Seite

nämlich die Tatsache, dass sinnvolle IGeL nicht von der Krankenkassen übernommen werden.

Übrigens bedeutet IGeL "Individuelle GesundheitsLEITSTUNG".

IGeL Leistung ist also falsch.

Die einzige IGeL die ich regelmässig durchführen lasse, ist die Zahnreinigung.

Bei Patienten, die eine Anfälligkeit für Zahnfleischerkrankungen haben, kann eine alljährliche Reinigung wirklich Kosten verhindern (mal abgesehen davon, dass es der Gesundheit zuträglich ist, aber das scheint ja weniger relevant zu sein).

Ich bezahle es, weil ich es für sinnvoll halte. Krieg aber ne Krise, wenn ich sehe: Homöopathie wird von meiner Kasse übernommen (wissenschaftlich belegte Wirksamkeit: 0). Das ist sehr ärgerlich.

Ein weiterer Punkt: auch die TS hat schon ihren Beitrag geleistet, IGeL an den Mann zu bringen. Von wegen fauler Ausreden wegen mangelnder Vorsorge. Da wird Angst verbreitet. Und wenn man nur 2 Jahre zu jung ist, dann übernimmt die Untersuchung eben nicht die Kasse und es ist IGeL.

Ist doch klar...

Würden die Kassen bestimmte Zusatzleistungen als sinnvoll erachten, kämen sie in Zugzwang, die Kosten zu übernehmen.

Objektiv?

Ich glaube nicht, dass die Kassen ein objektives Urteil über die medizinische Notwendigkeit von IGeL-Leistungen abgeben können. Es wird sinnvolle und sinnlose Leistungen geben. Ein unabhängiges Gutachten ist kaum zu erlangen, weil es immer im Sinne des Auftraggebers ausfallen wird.

Wirkungslose Homöopathie?

Allen, die Homöopathie als wirkungslos darstellen kann ich nur sagen:

Da Plazebo nachweisliche Wirksamkeit hat, würde ich mich nie erdreisten, ein Mittel als unwirksam zu bezeichnen, solange der Patient glaubt dass es hilft und die Krankheit potentiell ohne Medikamente überstanden werden kann. Wenn das beliebige Mittel dann noch preislich im Rahmen des medizinischen Standards liegt sehe ich keinen Grund, warum die Kasse das eine Mittel bezahlen und das andere verweigern sollte.

13:21 von Friedo

"Schon seit vielen Jahren werden gerade auch jüngere Ärzte gern in teure Hotels zu Veranstaltungen / Tagungen eingeladen..."

Ja das ist schon lange so.
Nicht umsonst bezeichnet man Ärzte, die bei Fortbildungen über die Wirksamkeit des Medikaments XY referieren, als "Mietmäuler". Die finden sich aber in allen Altersgruppen.

13:48 von oooohhhh

"Glaukomvorsorge (häufigste Erblindungsursache) wurde vor 20Jahren von der GKV gestrichen!!"

Da halte ich auch für einen fatalen Fehler.

@14:26 von tintenpatrone

"Es könnte also nur eine dritte Instanz (weder Ärzte noch Kassen) eine halbwegs objektive Beurteilung diesbezüglich abgeben."

Das Problem ist aber, dass es ganz ohne Ärzte - d.h. ohne Fachwissen - nicht gehen wird. Wie man deren Unabhängigkeit sicherstellen kann, wüsste ich jetzt auch nicht.

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