Ihre Meinung zu: In Ägypten inhaftierter Fotograf ausgezeichnet

3. Mai 2018 - 9:06 Uhr

Seit fünf Jahren sitzt der ägyptische Fotograf Shawkan im Gefängnis - weil er die Räumung eines Protestcamps in Kairo fotografierte. Nun erhält er den UNESCO-Preis für Pressefreiheit. Von J. Stryjak.

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Kommentare

Es wird nicht gefragt,

welche Bilder Shawkan herstellt hatte, die nicht in die Welt durften.

Was sagen die UN dazu?

Nichts?
Warum gibt es keine Sanktionen gegen Ägypten?
Warum fahren Urlauber immer noch dorthin?
Warum sperrt man keine Auslands-Konten von ägypt. Politikern?
Was sagt Frau Merkel und Herr Trump und Herr Macron dazu?
Warum wird man nicht ebenso tätig wie im Falle von inhaftierten Journalisten in der Türkei?

Dem Zwecke geopfert

Dieser arme Mann, ein Journalist, der lediglich seiner Arbeit nachging, ist nur ein von vielen, die in ägyptischen Gefängnissen sitzen, die Parallelen zur TR sind erschreckend.
Noch erschreckender aber ist die sog. "hohe Diplomatie". Da wird mit Al-Sisi ein Schmusekurs gefahren, man "pflegt" gute Beziehungen, sieht in Ägypten - ein Totschlagargument- einen sog. Stabilitätsanker. Unser verheriger Außenminister fand schmeichelnde Wort für den Militär- und Staatsführer Al-Sisi, die Kanzlerin hielt eine Schön-Wetter-Pressekonferenz mit ihm ab. Und so wird ein weiterer Mensch, trotz UNESCO-Preis, den jeweiligen Bestrebungen geopfert.
Ich finde dieses Vorgehen der sog. hohen Politik unsagbar traurig und beschämend. Wir wollen doch so gerne Weltmeister sein (Export, "Herzen" etc.), warum nicht Weltmeister der Humanität???? Das wäre mal was Wegweisendes!

Totalboykott Ägyptens

Hier zeigt sich einmal mehr das wahre Gesicht der Verbrecherregimes des Landes.
Shawkan muss umgehend freigelassen und umfänglich entschädigt werden. Die Verantwortlichen müssen wegen Rechtsbeugung zu hohen Haftstrafen verurteilt werden. Geschieht das nicht zeitnah, muss über eine Befreiung des Landes von außen nachgedacht werden.
Ich werde jedenfalls kein Fuß mehr in das Land setzen oder von dort Produkte beziehen.

Willkürherrschaft

Manchmal kommt es mir so vor, dass ein Staat sich praktisch alles erlauben kann, wenn er nur den richtigen Verbündeten hat.
Was ist am as-Sisi-Regime besser als am Assad-Regime, außer dass es auf der richtigen Seite steht?
Wie kann man sich glaubhaft für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einsetzen, und gleichzeitig Ländern wie Ägypten weiterhin Waffen liefern?

11:43 von Allahkadabra

muss über eine Befreiung des Landes von außen nachgedacht werden.

Wenn ich solche Sätze lese, kommt mir der Kaffee hoch.

@DerGolem um 11:28Uhr

Bitte beruhigen Sie sich wieder! Es geht doch garnicht um Israel!

Nicht nur dieser Fotograf muss rausgeholt werden

Nicht nur dieser Fotograf muss hier rausgeholt werden

https://www.tagesschau.de/ausland/shawkan-101.html

Seit fünf Jahren sitzt der ägyptische Fotograf Shawkan im Gefängnis - weil er die Räumung eines Protestcamps in Kairo fotografierte. Nun erhält er den UNESCO-Preis für Pressefreiheit.

sondern noch andere auch. Wen ich meine?? Unter Anderem Raif Badawi, der immernoch unschuldig seit 2000 Tagen in Saudi-Arabien im Knast ist.

https://tinyurl.com/y772xact
stern.de: Ehefrau Ensaf Haidar: Saudischer Blogger Badawi: Nach Peitschenhieben nun 250.000 Euro Geldstrafe (24. März 2017 20:43 Uhr)

Seit fast fünf Jahren sitzt der saudische Blogger Raif Badawi inzwischen in Haft. Nun ist klar, dass er auch die Geldstrafe aus seinem Urteil zahlen muss: rund 250.000 Euro. Wie es Badawi geht und welche Folgen die Strafe hat, sagt seine Frau Ensaf Haidar im stern-Interview.

Warum lassen die Bundesregierung und die EU solche politischen Häftlinge so hängen??

Diese Verhaftungen sind allesamt politisch motiviert!

Außerdem sage ich mal hierzu:

https://www.tagesschau.de/ausland/shawkan-101.html

Am 1. Dezember 2015 schrieb der 31-jährige Fotograf in einem Brief aus dem berüchtigten Kairoer Tora-Gefängnis: "Nach 850 Tagen in diesem schwarzen Loch der Ungerechtigkeit fühle ich mich verloren. Ich bin im Gefängnis, ohne zu wissen warum. Es tut mir leid, das zu sagen, aber aus mir ist ein Mensch voller Hoffnungslosigkeit geworden. Bitte, ruft es immer wieder: Journalismus ist kein Verbrechen."

Dass ist alles politisch motiviert. Die Regierungen wollen nicht, dass öffentlich wird, was fuer eine Brutalität der Polizei und der Geheimdienste bei den Räumungen solcher Lager läuft, damit sie sich ihre - angebliche - ach sooo weiße Weste bewahren. Es geht denen nur um ihren eigenen Kopf und darum, dass diese Politiker allesamt Angst haben, dafuer selbst im Gefängnis zu landen wo sie auch hingehören!! Diese Fotografen und Blogger sind den Mächtigen von ganz Oben zu unbeqem und im Weg.

Auch dass hier von Ägyptens Regierung ist absolut lächerlich!

Auch diese Reaktion der ägyptischen Regierung:

https://www.tagesschau.de/ausland/shawkan-101.html

Das änderte sich, als bekannt wurde, dass die UNESCO Shawkan mit ihrem Preis für Pressefreiheit auszeichnen will. Das ägyptische Außenministerium reagierte empört. Die UNESCO würde, so heißt es in einer Erklärung, eine Person ehren, der Terrorakte vorgeworfen werden, inklusive Mord, Angriffe auf die Polizei und Zerstörung von öffentlichem Eigentum.

ist sowas von lächerlich und leicht zu durchschauen. Dieser Fotograaf ist Al-Sisi zu unbequem weil ja die Wahrheit ueber die ägyptische Regierung und ueber diese Gräuel in diesen Fluechtlingslagern bekannt werden könnten, so wie es in Griechenland und Libyen ja schon passiert ist. Und Al-Sisi hat genauso Angst, dass dessen eigene Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt werden könnten seit der Änderung der Statuten Ende Dezember 2017.

Auch solche wie Trump, Merkel und Co haben Angst davor

Und Merkel und Co haben genauso Angst davor (Trump, May, Erdogan, Netanjahu, Assad, Putin...).

Genau deswegen kann ich mich auch dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/shawkan-101.html

Aber auf eine Frage geht auch das Ministerium nicht ein, eine Frage, die sich viele stellen: Warum ist Shawkan dann nicht längst verurteilt worden? Gamal Eid, Leiter des Arabischen Netzwerks für Menschenrechte, hat eine Antwort. Shawkan sitze nicht im Gefängnis, weil er gewalttätig gewesen sei oder einer Extremistengruppe angehört habe, sagt er. Sein Fall sei ein Beispiel dafür, wie in Ägypten die Pressefreiheit angegriffen werde.

nur vollumfänglichst anschließen und es geht nicht nur um Beseitigung der Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit, sondern es geht den Mächtigen auch darum, die Menschenrechte immer weiter mit Fueßen treten und abschaffen zu können und sich nicht an internationales Recht halten zu muessen.

Notwendige Anteilnahme

allerdings finde ich es betrüblich, dass man in diesem Artikel nicht Mahmoud Houssein erwähnt.

Der Mann ist Journalist und sitzt in Ägypten nun seit mehr als einem Jahr ohne Anklage im Knast.

Sein Problem: es gibt Journalisten - da steht die Welt stramm - und es gibt - naja irgendwelche Leute, die man nicht als Journalisten anerkennt - nicht wegen ihrer Arbeit, sondern wegen der Frage für wen sie arbeiten.

So lange man sich erdreistet, Zweiklassenjournalismus zu leben - mal unabhängig davon, für wen die Leute arbeiten, sind sie wegen ihrer Arbeit verhaftet worden (oder gar getötet), kann ich das Klagen nicht ernst nehmen.

Pressefreiheit wird dann verteidigt, wenn sie auch dann gilt, wenn es sich um Journalisten handelt, deren Arbeit bzw. Arbeitgeber man nicht mag.

Ansonsten ist es nur fadenscheiniges Getue.

Ach wo wir bei Getue und Journalismus sind - wie geht es eigentlich Raif Badawi - nur ein Blogger ich weiss - aber der fällt mir bei solchen Themen immer ein.

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