Ihre Meinung zu: Papst trifft Missbrauchsopfer: Endlich empathisch

3. Mai 2018 - 9:24 Uhr

Jahrelang hatte die katholische Kirche die Missbrauchsfälle in Chile nicht aufgearbeitet. Nun kam Papst Franziskus mit Opfern zusammen. Das Treffen zeigt: Die Aufarbeitung hat erst begonnen. Von Lisa Weiß.

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Kommentare

Empathisch und emphatisch...

... oder "shit happens"? Oder jaja, auch bei Fremdwörtern ist der zuständige Redakteur offenbar eine absolute Konifere ;-)

Der Papst soll ihn zur

Der Papst soll ihn zur Verantwortung ziehen? Wie wäre es mit der Justiz? Wie kann es sein, dass im 21. Jahrhundert (christliche) Priester noch immer über dem weltlichen Gesetz stehen? Das werden sicherlich nicht die einzigen Fälle gewesen sein, wer so lange damit durchkommt, der hört nicht einfach auf.

Verlogener Klerus

Franziskus hat im Vorfeld nie wirklich versucht, die Wahrheit an´s Licht zu lassen und hat Barros pauschal geschützt, ohne den Anschuldigungen dezidiert nachzugehen.
Ich nehme ihm daher seine Reue nicht ab.
Nun, da die Beweislast einfach unübersehbar geworden ist, räumt er Versäumnisse ein.
Es ist nicht das erste Mal, dass Kirchenvertreter ungeschoren davonkommen.
Wären Franziskus´ Absichten wirklich echt,
hätte er die Täter längst einer ordentlichen Gerichtsbarkeit zugeführt, aber das regelt die Kirche ja immer noch auf ihre ganz eigene Art und zwar ohne Einbezug "weltlicher" Gerichte.
Das ganze ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, denn es verlockt die Täter zu weiteren Verbrechen, da sie ja keine Repressalien zu befürchten haben.

Seit Jahren höre ich immer wieder das Gleiche....

..auch von den Päpsten, egal wer gerade Jesus Christus, auf Erden vertritt...

Erst versuchen zu vertuschen, die Opfer als Lügner hinzustellen, alles kirchenintern regeln wollen..

Dann wenn es nichts mehr zu beschönigen gibt, sich entschuldigen bei den Opfern.....

Wiedergutmachungen der Kirchen, nur halbherzig und mit Almosen, die jede Gerechtigkeit die Grundlage nimmt.

Der nächste Skandal gibt es bei der Bundesregierung. Großartige Versprechungen wurden gemacht. Es wurde ein " Fonds Sexueller Missbrauch " eingerichtet und sollte mit 100 Millionen € ausgestattet werden. Bis heute ist diese Summe meines Erachtens nicht erreicht.

Man spart lieber bei den Opfer und verweigert denen die Hilfe. Außer viel Bürokratie und Hinhaltetaktik ist nicht viel geschehen.. Die Wut wird immer größer bei den Opfern...

An beiden Enden ansetzen - das wär's doch

Das größte Problem mit der katholischen Kirche ist für viele Menschen dies:

Die Kirche will den Gläubigen (und am liebsten auch den nicht so Gläubigen) vorschreiben, wie sie ihr Leben zu leben haben.

Gleichzeitig benimmt sich eine erschreckend große Zahl schwarzer Schafe in verantwortlicher Position derart daneben, dass es jenseits von Gut und Böse ist.

Es wäre doch mal eine schöne Sache, wenn die katholische Kirche gleich an beiden Enden ansetzen würde: 1. Die aufdringliche Einmischung beenden und 2. selbst gründlich und konsequent durchgreifen und aufräumen.

Warum kommen die nicht selbst darauf? Ist doch ziemlich einfach gedacht, oder?

Empathie ist wichtig und

Empathie ist wichtig und notwendig zeigt aber auch das die Menschen bislang wenig Empathie erhalten haben.
Die Kirche muß aber mehr machen, warum gibt es so viel Mißbrauch? Warum werden den Opfern nicht geglaubt? Was ist mit Bestrafung der Täter und der Entschädigung der Opfer?
Daher ist die Empathie des Papstes gut aber nicht ausreichend

Falsche Behauptung

Der Papst hat nicht "lange bestritten, dass es in Chile Missbrauchsfälle gab". Er hat - nach seinem Wissensstand - nur behauptet, dass Bischof Barros diese nicht gedeckt hat. Das ist ein meilenweiter Unterschied. Es scheint so zu sein, dass die Informanten, auf die ein Papst angewiesen ist, diesen bewusst falsch informiert haben. Hier müssen Konsequenzen gezogen werden. Einen hat der Papst sofort getan, als er seinen Fehler erkannte: Er hat ihn öffentlich eingestanden und sich dafür entschuldigt. Ein Papst oder auch nur ein Staatsoberhaupt, das sich so entschuldigt, ist eher selten. Und damit hat er schon seine Mitarbeiter im Vatikan unter Druck gesetzt: Solche Fehler werden eben vom jetzigen Papst nicht unter den Teppich gekehrt, sondern öffentlich gemacht. Der Papst hatte, als er merkte, dass er seinen Mitarbeitern nicht trauen kann, sofort einen Sonderermittler nach Chile geschickt, dessen Bericht ihm jetzt vorliegt.

Verjährung

Mal abgesehen, davon dass Das Prinzip der Verjährung zieht, wenn das nur durch Vertuschung durch eine unglaublich mächtige Organisation möglich war, finde ich es ist ein Unding, dass es so was überhaupt gibt.

Für mich ist die Vergewaltigung eine Kindes, auch wenn hier der Euphemismus Missbrauch verwendet wurde, Mord an der Seele des Kindes; Daher sollte das Verbrechen nie verjähren.

Auch in Deutschland haben wir immer wieder solche Fälle; Ein konsequenter Staat hätte sich längst vollkommen von der Kirche gelöst.
Denn nüchtern betrachtet ist das organisierte todschweigen von Verbrechen oder gar das Verhindern von Ermittlungen, organisiertes Verbrechen.

Damit sollten wir uns nicht assoziieren.
Die Kirche muss endlich ihren Stall in Ordnung bringen... aber es gibt einfach viel zu wenig Druck von Außen.

@ 12:02 von Deeskalator

Schließen wir auch alle Schulen, Kindergärten, Sportvereine, Kinderheime, Familien und andere Orte, wo Kinder missbraucht und misshandelt werden, und es - wie bisher - von allen Verantwortlichen verborgen gehalten wird, um dem Ruf der Schule, Kindergarten, Sportverein usw. nicht zu schaden? Wer hat denn überhaupt vor 20 Jahren solche Taten angezeigt? Selbst die Eltern haben ihren Kindern nicht geglaubt, wenn diese sich trotz aller Beeinflussung mal getraut haben, was zu sagen. Das zentrale Problem ist die Einstellung, dass das Recht des Stärkeren, sei es im Geheimen oder bei gewalttätigen Großdemonstrationen, immer noch gilt. Auf Schwächere, die sich nicht wehren können, dürfen oder wollen, wird rumgehackt. Kindesmissbrauch ist nur der ekligkste Teil des ganzen Problems. Das Problem ist nicht die Kirche, sondern der Mensch.

Religionen gehören nicht zur Gesellschaft

So ein Fall wie dieser zeigt nur wieder vehement das Religion, egal welcher Konfession, einfach nicht in eine Gesellschaft gehört. Die katholische Kirche sollte genauso behandelt werden wie eine Sekte, z.B. Scientology. Das man dafür als Mitglied überhaupt noch steuerlich begünstigt wird ist wirklich falsch und meines Erachtens gehören jegliche Zahlungen an die katholische Kirche seitens der Bundesregierung sofort eingestellt. Es geht wirklich nur um Macht, Geld und politische Einflussnahme, fast so wie eine Mafia! Ohne Religionen wäre die Welt viel besser dran, zumindest viel friedlicher!

@Autograf

Es stimmt, dass es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist.
Nur ist es für die Opfer von Priestern noch oftmals ein Stück schwerer, die Windmühlen gegen die es anzukämpfen gilt größer.

Ich meine aus ihrem Beitrag herauszulesen, dass sie mir darin Zustimmen Kindesmissbrauch niemals verjähren zu lassen.

Wann bekommt dieser Vatikan-Staat eine Reform

"an Haupt und Gliedern". Ein Franziskus mag ja ein Anfang sein, ein schwacher. Man wundert sich, dass die Katholiken dieser Welt sich das alles bieten lassen. Ein Massenaustritt aus der Kirchensteuer/Kirchenspenden-Zahlung wäre zwar ein profane Aktion aber mit erheblicher Wirkung. Diese Menschen müssten ja nicht ihren Glauben aufgeben.

Der Papst greift durch!

Natürlich muss es hier eine Aufarbeitung und Konsequenzen geben!

Und wie beim Kirchenasyl gilt es auch hier, einen Ausgleich zwischen Kirchenrecht und chilenischem Recht zu finden, der dem allgemeinen Wunsch nach Gerechtigkeit Rechnung trägt.

13:14 von

13:14 von "Irgendwiesorglos
Religionen gehören nicht zur Gesellschaft
So ein Fall wie dieser zeigt nur wieder vehement das Religion, egal welcher Konfession, einfach nicht in eine Gesellschaft gehört."

Und wie bewerten Sie alle anderen Gewaltverbrechen, die zu 95% von Männern verübt werden.

Denken sie atheistische Männer begehen weniger
Gewaltverbrechen?

GANZ SICHER NICHT.

Deeskalator

"Für mich ist die Vergewaltigung eine Kindes, auch wenn hier der Euphemismus Missbrauch verwendet wurde, Mord an der Seele des Kindes; Daher sollte das Verbrechen nie verjähren."

Es ist nicht nur Mord an der Seele sondern in erster Linie handfeste Folter des kindlichen Körpers.

Vergewaltigung ist eine sehe

Vergewaltigung ist eine sehe brutale Form der Körperverletzung.
Um so schlimmer, wenn an Kindern sexuelle Gewalt verübt wird!

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