Ihre Meinung zu: Nestlé und Edeka einigen sich im Rabattstreit

2. Mai 2018 - 14:28 Uhr

Monatelang haben sie sich um Rabatte und Einkaufskonditionen gestritten. Jetzt einigten sich Edeka-Einkäufer und der Nahrungsmittelkonzern Nestlé. Nestlé-Produkte sollen in den Läden bald wieder erhältlich sein.

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Kommentare

Nestlé und jeder der für oder

Nestlé und jeder der für oder mit diesen/m menschenverachtenden Konzern arbeitet, sollte geächtet werden.

Aber in diesem Streit geht es um Geld, nicht um Moral und wen interessiert schon, dass für Nestlé Kindersklaven arbeiten oder dass der Konzern sich in erpresserischer Kollaboration mit der Weltbank Wasserrechte in armen Ländern kauft, um den Leuten das selbe Wasser in Flaschen zu verkaufen, das sie vorher aus dem Brunnen geholt haben.

Nestlé Boykott geht trotzdem weiter

Ich werde privat die Produkte der Firma Nestlé so lange weiter boykottieren, solange sie Trinkwasser abgraben und wieder abgefüllt an die Bevölkerung verkaufen.

In meinen Augen muss Nestlé künftig erstens damit aufhören und zweitens einen ordentlichen Anteil ihrer Gewinne in die Trinkwasser-Infrastruktur der Länder, die sie derzeit schamlos ausbeuten, re-investieren.

Muss nicht unbedingt sein..

Nestle ist seit vielen Jahren berüchtigter Vorreiter in der Privatisierung von Wasservorräten. Dafür scheuen sie auch vor sehr zweifelhaften Methoden und der Zusammenarbeit mit korrupten Regierungen und Diktaturen nicht zurück.
Nestlé-Chef Peter Brabeck-Letmathe hält den Zugang zu sauberem Trinkwasser auch nicht für ein Menschenrecht, sondern für ein Wirtschaftsgut.

Für mich genug Gründe, um auf Nestle-Produkte zu verzichten. Vielleicht auch für andere Edeka-Kunden?
Ginge also auch ohne Einigung.

Nun denn.

Wenn EDEKA selbstlos an die Vorteile seiner Kunden gedacht und dafür gestritten hat, wäre Lob angebracht.
Eher beschleicht mich der Verdacht, dass EDEKA damit die eigene Gewinnspanne vergrößern wollte.
So oder so - König Kunde wird das wohl kaum erfahren.

Komisch

Nachdem ich vermehrt über den Streit gelesen hatte, betrachtete ich in unserem EDEKA-Markt immer wieder das Maggi-Regal. Ich konnte nicht einmal feststellen, dass dieses ausgeräumt oder gesperrt war. Zu jedem Zeitpunkt wären die Produkte verfügbar gewesen. Aber auch Vittel Wasser oder Nesquick Kakao waren jederzeit vorhanden.

Ich denke, dass da eher in den Lagern ein Überstand abgebaut wurde, und das gleichzeitig mit Konditionsverbesserung verbunden wurde.

Auf jeden Fall war es eine kostenlose Werbung.

blutiges Wasser

In vielen afrikanischen und mittelamerikanischen Ländern betätigt sich Nestle als Wasserräuber und Ökosystemzerstörer. Die Symbiose mit Diktaturen, Großgrundbesitzer und Warlords bringt Menschen um und zerstört die Lebensgrundlage der einfachen Leute. Viele Gründe um diese Firma zu meiden.

Auf Nestle kann ich..

auch weiter verzichten; auf Edeka schlechter, da ich schon lange die gröbsten Globalisierer wieAldi und Lidl boykottiere.

Der totale Wettbewerb

Der Qualitätsabstand zwischen Markenartikel und Massenartikel war mal deutlich größer. Damit war dann auch der Preisabstand gerechtfertigt. Qualität konnte beschrieben werden mit Fakten als bessere Rohstoffe, überlegtere Rezepturen, sorgfältigere Herstellung, sichere und länger haltbare Verpackung, überall erhältlich, korrekte Preispolitik. Seitdem vielfach Markenproduzenten Marke und Billigprodukt parallel produzieren und dies dem gesamten Handel anbieten haben sich die Grenzen zwischen Qualität und Preis verwischt. Industrie und Handel haben damit Tür und Tor für eine totale Preiskonkurrenz geöffnet unter die sie selber leiden. Faktum ist eine zunehmende Verunsicherung beim Verbraucher.

Nestle und Edeka einigen sich im Rabattstreit

Diese Einigung,daß ist die eine Sache.Nichts ändern wird sich am Verhalten von Nestle jedoch gegenüber kolumbianischen Gewerkschaftern.Vom Sicherheitsdienst in Hotelzimmern festgehalten,bis dies und jenes unterschrieben wird.Oder gegenüber Bürgern und Gemeinden in Michigan,denen daß Grundwasser entzogen wird.

Die Freiheit...

@ 14:40 von Shuusui

"Nestlé und jeder der für oder mit diesen/m menschenverachtenden Konzern arbeitet, sollte geächtet werden."

Jein... wer in diesem Arbeitsmarkt einen Job bei Nestle nicht kündigt oder ablehnt versucht auch nur, seine Existenz zu sichern. Wer ihnen das vorwirft sollte eventuell Ausweichjobs anzubieten haben. Solange die Alternative die Arbeitslosigkeit, und womöglich Harz4 ist, kann man denen das schlecht vorwerfen.

Aber die Nestle-Kunden haben nun wirklich keine Ausrede. Die haben als Kunden die Wahl, und genug - oft preiswerte und bessere - Ausweichprodukte. Die könnten ohne Risiko und mit geringstem Aufwand Nestle ächten, und da treffen wo es wehtut. Beim Umsatz.

Das gilt übrigens analog auch für andere unsoziale Konzerne. Starbucks, Apple, Ikea... nur Monsanto könnte etwas schwieriger werden. Aber jedes bisschen hilft.

Nestlé ist Lebensmittelhersteller?

Ich wusste gar nicht, dass es sich bei den buntverpacktummantelten - mit solchen Inhaltsstoffen - wertlose, nur süchtig machende Abfallmischungen in den Regalen um Lebensmittel handeln soll.

Wer hat Nestlé erlaubt, sich Lebensmittelhersteller nennen zu dürfen?

In meinen Verdauungstrakt kommen die "Produkte" von diesem Unternehmen jedenfalls nicht.

Es gibt genug andere

Produkte, die besser für die Gesundheit und die Umwelt sind. Nestle hat leider eine seh menschenverachtende Politik. Man denke nur an die Produktion von Limonaden und Sprudelwasser. Da wird in dritte Welt Ländern bei den ärmsten der Armen derart viel Wasser aus dem Grundwasser für die Produktion gepumpt, dass in den Dörfern die Brunnen versiegen, die Bewässerung der Felder nicht mehr möglich ist und die ärmeren Leute kaum noch Trinkwasser haben. Dafür steht dann Limo und Sprudelwasser in den Regalen der SUpermärkte, dass die ärmeren sich sowieso nicht leisten können. Was sollen die Leute dann machen, verdursten?

Nestlé

Nestlé gehört boykottiert auf immer und ewig!

schade

War ein guter Anfang, um den Nestle Boykott vieler kritischer und mündiger Verbraucher aktiv zu unterstützen. Die Machenschaften und die "Nahrungsmittel" dieses Konzerns sind in keinster weise tragbar.

Angesichts zunehmender Rückrufaktionen

unterschiedlichster Produkte im Lebensmittelbereich empfinde ich die Preisdrückerei der Handelskonzerne als ursächlicher denn alles andere; es ist verantwortungslos, was da getrieben wird, und wenn EDEKA hier Nestlé bezwingt hat das mehr den Beigeschmack alle kleineren Hersteller nun erst recht knüppeln zu können.
Von da her: meinen Dank an diesen offensichtlichen Machtmißbrauch, ich werde keinen Fuß mehr in einen dieser Läden setzen!
Ansonsten stimme ich mit den anderen Forsiten in Sachen Nestlé durchaus überein...

in 50 jahren

wird man sagen "Nestlé, das sind die, die Soilent Green produzieren!".

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