Ihre Meinung zu: Acht Tote nach Wettereinbruch in den Schweizer Alpen

1. Mai 2018 - 16:48 Uhr

Ein plötzlich aufziehendes Unwetter in den Schweizer Alpen hatte eine Gruppe von Skitourengehern sowie zwei Bergsteiger überrascht. Acht Menschen kamen ums Leben, mehrere wurden verletzt.

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Kommentare

Auch wenn es tragisch ist...

...aber "überraschend" kann es schlicht nicht gewesen sein. Ich war zufälligerweise zeitgleich in der Ostschweiz alpin unterwegs. Man konnte bereits um 13 Uhr den drohenden Wetterumschwung erkennen, also genug Zeit, den Weg ins Tal anzutreten.

Wer sich in Gefahr begibt...

Auch wenn es tragisch ist...

hat den niemand aus der Gruppe ein Mobiltelefon dabei?
Sicherlich ist nicht überall Empfang, aber man könnte zum letzten Knoten zurück laufen. Darüber hinaus könnte das THW eine mobilen Sender in Stellung bringen, um das Gebiet abzudecken.

@RoyalTramp

Verstehe ich Sie richtig? Sie konnten von der Ostschweiz aus die Wetterentwicklung an dem Ort des Unglücks beobachten.
Ich wusste garnicht, dass man von dort aus dahin schauen kann.
MfG

@FG1961 - Knoten

Wenn sie hätten "zurücklaufen" können, hätten sie sicher nicht im Freien übernachtet. Und was hätte die Bergrettung machen sollen, selbst wenn sie wussten, wo die Leute waren? Bei Sturm kann der Rettungshubschrauber nicht kommen und in der Nacht schon gar nicht.
Am frühen Morgen war der Hubschrauber dann da; sie wussteen also, wo die Skifahrer waren.

@ Kleinermuck2012

Genauer gesagt konnte ich bis zum Oberalpstock sehen und den Himmel entlang noch wesentlich weiter. Aber egal: Wie genau das Wetter an der Unglückstelle war, konnte ich nicht erkennen, aber dass der Wetterumschwung überraschend gekommen wäre, ist zu negieren. Nein, der hatte sich schon am Mittag angekündigt. Vermutlich war die Gruppe eher vom Ehrgeiz beseelt, es trotz der schlechten Wettervorzeichen noch bis zum Gipfel zu schaffen.

Falscher Ehrgeiz an der falschen Stelle zur falschen Zeit.

@RoyalTramp & @Kleinermuck2012

Egal, ob es richtig ist, dass ein Wetterumschwung zu erkennen war, oder aber die Kritik an dieser Ferneinschätzung berechtigt ist, ich bezweifle, dass das hier Ort und Zeitpunkt für so einen Disput ist - min. acht Menschen haben dort ihr Leben verloren.

Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.

@YingYangFish

sicher ist das tragisch. aber wann sollte es eine diskussion der öffentlichkeit, also nicht nur unter alpinisten, über die risiken der bergsteigerei geben, wenn nicht nach so einem vorfall? ob fahrlässigkeit vorliegt, oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

dass es ein grundsätzliches nicht zu unterschätzendes risiko darstellt, bergtouren in höhen von beispielsweise 3800 metern zu machen, dürfte klar sein. alpinisten ziehen sicherlich sehr viel aus ihrem sport, dafür begeben sie sich aber auch in eine gefahr, die offensichtlich auch für bergführer, wie im aktuellen fall, tödlich enden kann.

minimieren kann man das risiko sicherlich durch sein eigenes verhalten, aber auch dann handelt es sich wohl um eine hochrisikosportart, dessen sich die betreiber selbiger aber wohl auch bewusst sind oder sein sollten.

Geologie und Lawinenkunde . . .

. . . sollten ein Muss für jeden Bergsteiger sein. Es sind immer wieder die Tourengeher.
Nein, es ist nicht immer gut gegangen. Bin selbst dieses Jahr in einen Sturm geraten.
Hatte selbst bei schönem Wetter gute Kleidung im Gepäck. Anders geht es nicht.
Und, der Ehrgeiz ist des Vaters Tod.
R. Messner sagte: Es ist nicht mein größter Verdienst, die 8-Tausender. Sondern bei schlechtem Wetter umgekehrt zu sein.
b.k.

Wettereinbruch in den Schweizer Alpen

1. Vor Beginn einer Hochtour sollte man sich über das örtliche Wetter erkundigen.
2. Kann das Wetter am Alpenhauptkamm innerhalb einer Stunde umschlagen.
3. Biwacksack gehört zur Standardausrüstung bei Hochtouren, Gewicht unter 300 Gramm.
4. Beim schlechten Wetter bleibt man auf der Hütte, trinkt Rotwein und spielt Karten.
5. Alleine geht man nicht ins Hochgebirge wie der Manager vom Tengelmann.

P.S. lch war auf fünf Viertausender, darunter auf dem Monte Rosa mit 4.643 Meter der zweithöchste von Europa. Ich kenne die Alpen vom Kitzsteinhorn bis an den Chamrousse und vom der Zugspitze bis an den Gran Paradiso.

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