Ihre Meinung zu: Gewerkschaften gegen bedingungsloses Grundeinkommen

30. April 2018 - 9:40 Uhr

Nicht zuletzt die Debatte über die Abschaffung von Hartz IV hat das bedingungslose Grundeinkommen wieder ins Gespräch gebracht. Die Gewerkschaften haben sich nun gegen eine solche "Alimentierung" ausgesprochen.

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Kommentare

Schade eigentlich....

Eine Debatte über ein einheitliches Grundeinkommen täte dem Land wirklich gut. Und wenn eine Organisation die 6 % für 1 Jahr fordert und dann 6 % für 3 Jahre o. s. ä. bindet, sollte Diese nicht für Arbeitnehmer und noch weniger für Arbeitslose oder Hart IV - Bezieher sprechen dürfen. Gewerkschaftsarbeit geht anders Genosse Hoffmann

Eigennutz der Gewerkschaften

Hierbei geht es den Gewerkschaften eher um die arbeitende Bevölkerung als mehr um sich selber. Ohne das Grundeinkommen bleiben Arbeiter in ihren Firmen und die Gewerkschaften in ihrer Position als Schoßhund der Konzerne. Die Anstalt hat hierzu eine schöne Folge gemacht. Durch das Grundeinkommen würden Arbeiter sich eher die Arbeit aussuchen können, die sie machen wollen und unternehmen müssen mehr Lohn zahlen, da das Schreckgespenst ALG 1 und 2 verschwindet und man vom Arbeitsamt nicht mehr in niedrig bezahlte Arbeit gepresst wird.

Die Gewerkschaften machen einen großen Fehler

Die Gewerkschaften machen mit ihrer ewiggestrigen Haltung einen gewaltigen Fehler:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/gewerkschaften-grundeinkommen-101.html

Die Gewerkschaften haben sich dagegen ausgesprochen. Beim DGB etwa hält man davon "gar nichts". Im ARD-Morgenmagazin sagte Gewerkschaftschef Reiner Hoffmann, wichtig sei Tarifbindung, dass Arbeitnehmer ordentliche Löhne bekämen. Arbeit, so Hoffmann weiter, sei zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Denn viele Berufe werden in naher Zukunft aussterben werte Gewerkschaften. So zum Beispiel die Busfahrer, die Lokfuehrer, viele Buero-Jobs, Montage-Arbeiter am Band in den Autofabriken und vieles mehr. Alles wird von Robotern und Computern gemacht heutzutage. Sogar die Rechtsanwaltsfachangestellten sind bereits ausgestorben, weil die Rechtsanwälte alles selber am Computer machen können...

die Gewerkschaften ? oder deren Bosse ?

weil es ja auch soviel menschlicher ist - sich ständig von irgendwelchen "Jobcentern" vorschreiben zu lassen - wie man sein weiteres Leben zu verbringen hat (und das ist noch nett ausgedrückt)
wer schon mal in Die Falle "Bedarfsgemeinschaft" getappt ist - kann ein Lied von den Schikanen /Spießrutenlauf singen - nach diesen Prozedere gibt´s eigentlich nur zwei möglichkeiten -
Trennung oder Auswandern !

Nix begriffen

Mit dieser Stellungnahme gibt der DGB nur eines preis: Er ist im letzten Jahrhundert verhaftet und hat in der Neuordnung der Gesellschaft im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr.

Diese unsere moderne Gesellschaft braucht und fordert ein Höchstmaß an Flexibilität in der Arbeitswelt, sonst
- werden wir international abgehängt
- gibt es zunehmende Unruhen wegen der Einkommensschere
- wird die Unzufriedenheit und der Neid und Hass zunehmen
- wird der Ruf nach „Gerechtigkeit“ in Übles münden

All das und noch viel mehr (totale Verschlankung der Verwaltung z. B.) kann das BGE beseitigen.

Der DGB kann (oder will?) das nicht verstehen, weil seine „Bonzen“ wohl um ihre Macht fürchten und/oder ihr Tellerrand unüberwindlich scheint.

Der DGB will keinen flexiblen Arbeitsmarkt, keine flexible Gesellschaft, keine Kreativität. Er will das 20. Jahrhundert zementieren. Wer braucht das?

Hartz 4 ist ein

Hartz 4 ist ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Erfahrungen damit sind nicht sehr gut. Jeder hat die Möglichkeit sich weiter zu bilden. Wer das nicht tut, braucht auch keine staatliche Unterstützung.

Staatliche Unterstützung sollte immer nur das letzte Mittel sein, wenn ein Bedürftiger aus eigener Initiative schon alles getan hat, was möglich ist oder jemand so krank ist, dass eine Arbeit nicht möglich ist.

Der Begriff Abstellprämie ist völlig deplaziert!

Außerdem ist dieser Begriff "Abstellprämie" absolut deplaziert:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/gewerkschaften-grundeinkommen-101.html

"Abstellprämie" keine Perspektive für Gesellschaft

"Arbeit strukturiert Alltag, Arbeit bringt Identifikation, Kommunikation der Menschen", so Hoffmann. Das bedingungslose Grundeinkommen klinge eher nach "Abstellprämie", dass Menschen, die nicht mehr gebraucht würden, mit Almosen abgespeist würden. "Das kann nicht die Perspektive unserer Gesellschaft sein."

Auch dass hier wird in nich allzu ferner Zukunft nicht mehr so sein. Es wird bald nicht mehr viel Arbeitgeben, werte Gewerkschaften und der Niedriglohnsektor wie Putzfrauen oder Arbeiter auf dem Bau oder sowas werden sprießen. Und das bedingungslose Grundeinkommen ist keine Abstellprämie sondern sie ist ein Ersatz fuer Hartz4 und irgendwann auch fuer das Gehalt wenn die Automatisierung so weiter geht. Außerdem können junge Leute so leichter von zu Hause ausziehen.

Die Menschen werden deswegen nicht zu Hause sitzen

Weiterhin ist auch dass hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/gewerkschaften-grundeinkommen-101.html

Auch IG-Metall-Chef Jörg Hofmann sprach sich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen aus. Die Menschen seien "nicht glücklich, wenn sie daheim sitzen und alimentiert werden", sagte Hofmann in der "Heilbronner Stimme". "Sie wollen arbeiten und das möglichst qualifiziert."

völlig falsch. Die Menschen werden nicht daheim sitzen und nichts tun. Die können dann das machen, was ihnen Spaß macht und können sich dann den Tätigkeiten widmen, die ihnen Spaß machen. Die Welt der Arbeit wird es in dieser Form bald nicht mehr geben, werte Gewerkschaften! Passt euch endlich an! Viele Tätigkeiten sind heute ins Netz verlagert und vieles wird online gemacht. Und online-Arbeiten kann man auch von zu Hause aus machen, werte Gewerkschaften. Dazu muss man nicht in eine Firma.

Und junge Leute können leichter von zu Hause ausziehen und sich eine Wohnung nehmen.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Modellversuch ja , um festzustellen, wie Hartz IV- Leistungen mit deutlich geringerem Bürokratieaufwand die Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses mit tarifvertraglich gesicherten und auskömmlichen Lohn erleichtert und fördert.Aber keine Abwrackprämie für Arbeitslosigkeit in einer voll digitalisierten Wirtschaft mit Arbeitnehmerschwund.

klientel denken beim dgb

das die gewerkschaft selbst einen modellversuch ablehnen ist ja wohl klar.
viele hartz4 empfänger sind immernoch in der gewerkschaft,wegen der rechtschutzversicherung,diese würden doch sofort austreten.
arbeit als gesellschaftlicher zusammenhalt ist doch ein witz.sowas gab es in der ddr und im deutschen reich.fakt ist doch das es langfristig weniger arbeit,dafür hochqualifiziert, geben wird.menschen,die diese qualifikation nicht haben bzw nicht erreichen,durch zwangsmaßnahmen zu zwingen nur für die aufwandsentschädigung in der öffentlichkeit laub zu harken kann ja nicht die lösung sein.
bedingungsloses grundeinkommen würde die angebots/nachfrage situation auf dem arbeitsmarkt zu gunsten der arbeitnehmer verschieben,die damit schon bei der einstellung ganz andere lohnvorstellungen angeben.
klar würden die gewerkschaften an macht und einfluss verlieren,zumindest wenn sie sich nicht modernisieren.von den beamten die für die bekämpfung der wirtschaftkriminalität frei werden mal abgesehen.

Masterplan für 2025?

Ja liebe Gewerkschaften was habt ihr denn für einen Masterplan wenn 20% der erwerbsfähigen 100%
der Produktion und Dienstleistung bewältigen können?

Arbeit, besonders gute und gut bezahlte wird zum Privileg.

"Abstellprämie"? - Man kann auch alles verdrehen ...

Habe jetzt leider nicht die Zeit zu größeren Erläuterungen!

Mich interessiert nur, wie sich der Mann ein Deutschland im Jahr 2040 vorstellt.
Die Deutschen bekommen wieder mehr Kinder, wie ich las. Der Arbeitsmarkt wird sich in Teilen vom Grund auf wandeln.
Sicher, geputzt und gereinigt werden muss immer. Und was sonst noch?
Der technologische Fortschritt inkl. KI werden Veränderungen bringen, von denen heute nur die wenigsten überhaupt eine grobe Vorstellung haben.
Klar, wird es auch neue Arbeitsplätze geben, die wir heute noch gar nicht ausmachen können! Doch für alle, aus allen Bildungsschichten?

Was soll das werden? Die offiziell in Kasten unterteilte Gesellschaft?

Das BGE ist nicht umsonst umstritten, doch sollte ernsthaft in diese Richtung gedacht werden.
Zumindest sollte es nicht mit solchen Plattitüden von vornherein ausgeschlossen werden!

Denkfehler

Die Utopie des Bedingungslosen Grundeinkommems hat zwei Denkfehler:
-Die Finanzierung wahrscheinlich durch Verbrauchssteuern kann durch private Importe umgangen werden
- Die Zahl der Begünstigten wird ins Unermessliche steigen.
Daher ist das BGE nur bei dichten Grenzen möglich .

Die Ideen hinter dem BGE nicht begriffen

Die Menschen seien "nicht glücklich, wenn sie daheim sitzen und alimentiert werden"

Wer so redet hat die Ideen hinter dem bedingungslosen Grundeinkommen überhaupt nicht verstanden. Es gibt im wesentlichen zwei Zielgruppen, die sehr von einem BGE profitieren würden:

  • * Harz 4 Bezieher ohne Perspektive auf dem Arbeitsmarkt, denn sie müssen künftig keine Willkür und Repressionen durch das Amt mehr fürchten. Heute wird gerne mal das Geld unter das Existenzminimum gekürzt, das ist eine klare Verletzung der Menschenwürde. Wer sich heute aus diesem Grund am Ende des Monats kein Brot mehr kaufen kann, sitzt sicher nicht glücklich zu hause...
  • * Menschen, die sich selbstständig machen möchten und dafür ein Sicherheitsnetz brauchen.

Dem System Harz 4 ist menschenverachtend und muss allein deshalb abgeschafft werden. Es verletzt die Würde und drängt im schlimmsten Fall Menschen zu Arbeit ohne jeden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert

Diese Mehrheit besteht nicht nur in Deutschland

Deswegen schließe ich mich dieser Mehrheit hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/gewerkschaften-grundeinkommen-101.html

In einer Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) aus dem vergangenen September hatte sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung für Modellversuche zum Grundeinkommen auch in Deutschland ausgesprochen.

absolut an und diese Mehrheit besteht nicht nur in Deutschland, sondern eu-weit! Sogar die EU interessiert sich schon dafuer:

https://tinyurl.com/yblftjv5
euractiv.de: EU-Kommission interessiert sich für bedingungsloses Grundeinkommen (22-09-2016 (aktualisiert: 23-09-2016)

EU-Beschäftigungskommissarin Marianne Thyssen will Freigeld-Experimente wie das bedingungslose Grundeinkommen genau im Auge behalten. Dies sei angesichts des „grundlegenden Wandels in der Arbeitswelt“ sinnvoll. EURACTIV Brüssel berichtet.

Arbeitsfetischismus

Ob Hofmann & Hoffmann wirklich "die" Gewerkschaften mit ihrer offensichtlichen Uninformiertheit präsentieren sei dahin gestellt. Der Zusammenhang zwischen Lohnabhängigkeit und Knechtschaft scheint sich den Herren nicht zu erschließen.
Der gewerkschaftliche Arbeitsfetischismus scheint angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung extrem anachronistisch. Das vehemente Eintreten für Arbeitszwang (anstelle eine gutes Leben für alle einzufordern) schlägt die Gewerkschaften auf die Seite des Kapitals.
Erbärmlich Unaufgeklärt!

Faul?

Wer sagt, dass Menschen nicht mehr arbeiten wollen mit bedingungslosem Grundeinkommen und sich nur noch durchfüttern lassen?
Laut Independent und Handelsblatt läuft das in Finnland jedenfalls anders.
Menschen sind nicht prinzipiell faul, anders als es offenbar das Menschenbild der Gewerkschaftchefs widergibt.
Aber mit Grundeinkommen können Menschen endlich eine sinnvolle Arbeit tun und eine, die ihnen sogar Freude macht.

Ein bedingungsloses

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist für z.B. Geringverdiener, Rentner oder Mütter in der Kinderbetreuung eine gute Sache.
.
Faktisch gesehen ist es nichts anderes als eine Umschreibung für Hartz IV. Wer schon eine generationsübergreifende Ausbildung zum Hartzler hatte wird auch dann lieber mit der Flasche Bier und dem Drehtabak vor der Playstation sitzen oder vor Hartz IV-TV.

Warum gegen Grundeinkommen?

Wo war denn der Widerstand des
DGB als Schröder Harz4 durchgebracht hat?
Null komma Null !!!
Oder bei der Zeitarbeit ohne irgendwelche
Einwände seitens IG-Metall oder DGB???
Also bitte Klappe halten und schämen.
Die "Gewerkschaften" sprechen schon seit
langem nicht mehr für die wirklich
Betroffenen.Punkt!!!

Bedingungsloses Grundeinkommen ist Gegenteil von Alimentation

Offensichtlich haben die Herren (von Damen ist ja gar nicht erst die Rede) bei der Gewerkschaft das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommen nicht verstanden. Dieses stünde nämlich jedem Bürger zu, egal ob er arbeitet oder nicht. Das ist genau das Gegenteil zur täglichen Demütigung der heute Alimentierten. Oder würden die Gesellschaften das Kindergeld auch als "Abstellprämie" bezeichnen?

bedingungsloses Grundeinkommen ...

Abstellprämie klingt nicht schlecht - aber das lässt vergessen, das Harz 4 mit seiner Erniedrigungmechanik, mit seiner taktischen Nähe zum historischen Zucht- und Arbeitshaus ebenso wie ein Grundeinkommen nicht die Lösung des "Armutsproblems" sein kann, ebenso wenig, wie es das Problem des Zuganges und des Entstehens neuer Chancen und Möglichkeiten aus sich heraus bewerkstelligt.
Wir werden noch ein wneig Hirnschmalz brauchen und vor allem ein anderes Sozialstaatsverständnis, bis wir den tatsächlichen Forderungen an moderne Formen der Humanitas und den Forderungen eines tätig und selbstbestimmt sein wollenden Individuums gerecht werden (können). Das gilt nicht nur in Bezug auf Lohnersatzleistungen, das gilt z. B. auch für unsere Form uns im Alter unterzubringen und zu vesorgen.

"Sie wollen arbeiten und das

"Sie wollen arbeiten und das möglichst qualifiziert."
Ob das wirklich so stimmt? Für viele gewiss, aber was ist mit jungen Leuten, die aus der Schule entlassen werden und dann jeder 1000 Euro oder mehr bekommen, einfach so? Wenn sich zwei Paare zusammentun und in einer Wohnung leben, haben sie 4000 Euro pro Monat. Wo soll die Motivation herkommen, einen bezahlten Job anzunehmen? Könnte eine neue Hippie-Generation entstehen?
Und für welchen Personenkreis soll das bedingungslose Grundeinkommen eigentlich gelten? Nur für deutsche Staatsbürger oder auch für alle Ausländer?

Interessant an diesem Beitrag

Interessant an diesem Beitrag ist zuerst, dass über eine Debatte über die Abschaffung von Harz4 hier gar nicht berichtet wurde!
Und wenn doch, fehlt auf jeden Fall der Link dorthin.
Wenn allerdings Harz4 abgeschafft würde, wäre es natürlich durch ein BGE zu ersetzen.
Die Angst der Gewerkschaft, dass dieses nur ein Almosen sein wird ist natürlich begründet und nirgendwo gibt’s vernünftige Diskussionen zu der Höhe des BGE.
Und unter 1500 € pro Person ab Geburt muss da auch gar nicht diskutiert werden, weil es dann natürlich nur ein Almosen wäre, das keine Verbesserung mit sich bringt.
Die Gewerkschaft sollten sich aber mal zügig dazu Gedanken machen, wie sie die Bezieher eines BGE als Gewerkschaft betreten können, indem sie bei der Ausgestaltung des BGE mitwirken. Mit etwas Reklame und Arbeit zum Wohle der Menschen, statt zum Wohle der Wirtschaft, gibt’s dann auch wieder mehr Mitglieder. Im Grunde ist das BGE auch eine große Chance für die Gewerkschaften.

Logisch

Logisch, dass die Gewerkschaften dagegen sind, denn sie hätten dann Probleme, ihre Existenz zu begründen. Außerdem ist es keine Alimentierung, denn man kann auch trotzdem arbeiten und hinzuverdienen!

Gewerkschaften lehnen bedingungloses Grundeinkommen ab

Oh,Hoffmann ! Letzlich tritt das Aufsichtsratsmitglied der Bayer AG Hoffmann dafür ein,daß
Menschen zu jeder Arbeit gezwungen sind.Ein Menschenbild gegen die persönliche Freiheit.

Aber das verwundert kaum,steht er doch auch für eine moderate Tarifpolitik und für wenig Streiks.Fest in Solidarität mit dem deutschen Export.

Sehr schade, dass weder die

Sehr schade, dass weder die Gewerkschaften noch die SPD den Zusammenhang zwischen den Arbeitslosen und Arbeitern in unserer "hired and fired" Gesellschaft mitbekommen.

Sozialbeitrag der Arbeit

"Arbeit strukturiert Alltag, Arbeit bringt Identifikation, Kommunikation der Menschen", so Hoffmann.

Dem ist nichts hinzuzufügen, es sei denn, es gäbe Menschen, denen an der Kommunikation mit anderen nicht gelegen ist. Ansonsten ist Arbeit die wesentliche, sinnvolle Betätigung in einem formenden Umfeld. Arbeit können wir nicht einfach abschaffen. Und wer definitiv nicht arbeiten will? Der/Die schließt sich selbst aus der Gesellschaft aus.

Bei der fortschreitenden Digitalisierung...

... wird sich das Verhältnis zwischen Arbeitslose zu angebotenen Arbeitsplätzen nochmals erheblich verändern. So gibt es heute bei weitem nicht mehr genug Arbeitsplätze für alle, so wird es in Zukunft noch viel weniger sein und die Arbeitslosigkeit wird sich, insbesondere in Branchen wo alles "leicht" zu digitalisieren ist, erheblich vergrößern. Und wer dann meint, dass sich alle von denen entsprechend zu Programmierer und Co. ausbilden lassen könnten, verkennt die Realität. Das gilt nur für einen wirklich geringen Prozentsatz.
In 10-20 Jahren wird auch der DGB zwangsläufig seine Meinung ändern. Dann wird nicht mehr von "Alimentierung" gesprochen werden, sondern von einem Menschenrecht.

Allerdings als erstes wäre ich für eine Vorstufe des Grundeinkommens: Sanktionen für Arbeitslose ersatzlos abschaffen. Das müsste eigentlich im ureigenen Interesse der Gewerkschaften liegen, weil es die Lohnverhandlungen zu Gunsten der Angestellten und Arbeiter verändert.

Die Herren von den

Die Herren von den Gewerkschaften haben nicht mal im Ansatz verstanden, worum es beim bedingungslosen Grundeinkommen überhaupt geht.

Gewerkschaften wären obsolet bei arbeitsfreierer Gesellschaft

"Die Menschen seien "nicht glücklich, wenn sie daheim sitzen und alimentiert werden [...] Sie wollen arbeiten und das möglichst qualifiziert."

Ist ja hochinteressant, dass "die" Gewerkschaften genau wissen was alle (!) Menschen glücklich macht.. Ich kann dieses Hauptargument der Gewerkschaften kurzerhand widerlegen: ich möchte nicht arbeiten und dafür "alimentiert" werden.

Die Behauptungen deuten drauf, dass sich die Interviewten offenbar überhaupt nicht mit dem bedingungslosen Grundeinkommen und dessen Konsequenzen(!) auseinandergesetzt haben. Sonst würden nicht solche Sätze wie "Alimentierung" oder "zu Hause sitzen" fallen.

Überraschend ist es aber nicht, dass Gewerkschaften gegen das Modell sind. Die wären arbeitslos, wenn Menschen auch ohne Arbeit gut ginge. Man klammert sich an der überholten Vorstellung fest, der Mensch brauche Arbeit. Der Adel früher hat nicht gearbeitet. Viele Superreiche arbeiten nicht. Sind/waren die alle deshalb unglücklich?

Klarstellung

Das Ziel des BGE ist eben NICHT, dass die Menschen " daheim sitzen und alimentiert werden". Und die Befürworter gehen auch nicht davon aus, dass das passiert - im Gegenteil: Es soll die Möglichkeit bieten, selbstbestimmter zu arbeiten. Wenn ein Teil des finanziellen Drucks wegfällt, der die Menschen zwingt Dinge zu tun, die ihren Interessen überhaupt nicht entsprechen, werden die meisten eben NICHT zu Hause sitzen und sich alimentieren lassen.
Natürlich ist Arbeit Sinn stiftend, niemand will das in Abrede stellen. Umso besser ist es doch für alle Beteiligten, wenn man seine Arbeit mehr wegen Sinnhaftigkeit und weniger wegen ökonomischem Zwang auswählen kann!

Gewerkschaften arbeitslos.

Das bedingungslose Grundeinkommen nach Ralph Boes, Götz Werner oder David Precht würde die jetzt schon nutzlosen Gewerkschaften gänzlich abschaffen. Keiner würde sie mehr benötigen, geschweige denn vermissen. Gewerkschaften sind eigentlich nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und ein lukratives Einkommen für deren Bosse. Klar das die das BGE verhindern wollen. Mit Gewerkschaften gibt es keinen Fortschritt.

Viele haben das BGE überhaupt noch nicht verstanden und bedienen sich immer wieder billigster Platitüden und falscher Zusammenhänge um es zu bekämpfen.

Na da bin ich aber mal gespannt

wie unsere Industrie sich dann die Zukunft vorstellt.
Denn ich wage zu bezweifeln, dass auch nur ein Konzern seine Interessen der Allgemeinheit unterordnet.

Was ist mit den ganzen Arbeitsplätzen die "wegdigitalisiert" werden und durch KI bzw. Roboter ersetzt werden?
Ein Roboter zahlt nunmal keine Steuern und geht auch nicht einkaufen, ja nichtmal krank werden die (schlecht für die Pharmaindustrie).

In der Zukunft wird es nur noch hoch spezialisierte Jobs und mit viel Glück noch ein paar Jobs die keiner machen will geben.

Wer bezahlt dann alles?
Die hochtechnisierte Industrie etwa? Von der man ja weiss was sie vom Mensch am Arbeitsplatz hält.
Und wer soll denn dann das ganze, von Robotern gefertigte Zeug kaufen, Roboter etwa?

Und die Gewerkschaftsbosse werden in Zukunft auch überflüssig sein, oder wollen sie dann für KI und Co. "mehr rausholen"?
Auch die sollten sich mal Gedanken über ihre Zukunft machen!

Menschen wollen keine Arbeit...

Menschen wollen eine sinnvolle Aufgabe. Das ist nicht das Gleiche. Es gibt viele sinnvolle Aufgaben die nicht vergütet werden. Es gibt viele stumpfe und sinnlose Aufgaben für die man Geld bekommt und die kaum glücklich machen. Was glücklich macht und was nicht ist aber auch von Mensch zu Mensch verschieden.

Ein Grundeinkommen könnte für viele Menschen die Motivation bieten sich selbständig zu machen, da sich das Risiko reduziert am Ende ohne etwas dazustehen. Die Gewerkschaften würden damit natürlich an Basis verlieren.

Zu bedenken ist aber, dass das angebrachte finnische Beispiel von 560€ schon sehr knapp kalkuliert ist. Damit müsste ich mir eine kleinere Wohnung suchen, Internet abschalten und vorher noch schnell googlen wo sich die Tafeln befinden.
Ich halte mich generell für sparsam, aber 560€ sind bei mir im Monat in etwa die Grundkosten ohne Lebensmittel.
Und Finnland ist teurer als Deutschland, hier würde man also sicher weniger ausgezahlt bekommen.

Natürlich sind die Gewerkschaften dagegen

Natürlich sind die Gewerkschaften dagegen, denn damit sinkt ihr Einfluss weiter.
Aber sie machen auch keine konstruktiven Vorschläge, wo die vielgepriesene Arbeit herkommen soll. Wir leben in einem Zeitalter fortschreitender Automatisierung, menschliche Arbeit wird immer weniger gebraucht. Wo soll also sinnstiftende Arbeit herkommen, liebe Funktionäre vom DGB?
Vielleicht kümmert ihr euch erstmal um die pure Ausbeutung mit der die Arbeit im 21. Jahrhundert auch dank Hartz IV von Millionen von Arbeitnehmern in Deutschland erlebt wird.
Bedingungsloses Grundeinkommen ist ein Projekt für die Zukunft, jetzt geht es erst einmal darum, die Schere zwischen Arm und Reich zu schliessen, für die arbeitenden Menschen, die Rentner und die Arbeitslosen.
Wenn ihr das geschafft habt, ihr Bezieher von Einkommen aus Mitgliedsbeiträgen und Aufsichtsratsvergütungen, und erst dann, dürft ihr auch über die Zukunft fabulieren.

@Kingfisher

"Hartz 4 ist ein bedingungsloses Grundeinkommen."

Eben nicht. Hartz4 ist so ziemlich das exakte Gegenteil eines bedingungslosen Grundeinkommens, wie es gefordert wird. Es alles andere als bedingungslos. Man bekommt es nur nach ellenlangen Anträgen. Nur nach Bedingungen. Nur wenn man "bedürftig" ist und praktisch sein ganzes Hab und Gut abgibt. Und davon leben kann man ebenfalls nicht, wenn ungeplante Investitionen anfallen.

In Ihren Aussagen schwingt der gleiche Missverständnis-Unterton mit, den ich auch bei den Gewerkschaften höre. Faule Leute werden nur noch TV gucken und verwahrlosen. Eben nicht. Zum Gegenteil würde es führen. Es gibt genug Literatur dazu, auch online.

Grundeinkommen UND höhere Tariflöhne

Die Gewerkschaften wollen sich scheints nicht ihres Geschäftsmodells berauben - und zwar der Angst der Angestellten, die sie zum Eintritt in Gewerkschaften bewegt, die dann Löhne verhandeln - und dabei wohl eher versagen / zu klein beigeben.

Das Lohnniveau könnten die Gewerkschaften selbst ändern, wenn sie es wirklich drauf anlegen würden. Geht in Frankreich ja auch - mit starken und eigenständigen Gewerkschaften.

Das widerspricht einem bedingungslosen Grundeinkommen nicht.

@ Kingfisher:
Hartz IV ist KEIN bedingungsloses Grundeinkommen. Es ist eine Zwangsmaschinerie zur Schönung der Arbeitslosenzahlen und zum Pressen höherqualifizierterer Arbeitnehmer in schlechtere (Zeitarbeits-)Jobs. Ich empfehle Ihnen dazu das Anschauen der letzten Folge der "Anstalt" in der ZDF-Mediathek.
Grundeinkommen kann / darf nicht zu 100% (bzw. überhaupt) kürzbar sein - das ist Hartz IV aber in einigen Fällen.

Daher: Billiglohn vs. Existenssicherung.

Die Gewerkschaften haben sich entschieden.
Eritas

"Jörg Hofmann sprach sich

"Jörg Hofmann sprach sich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen aus. Die Menschen seien "nicht glücklich, wenn sie daheim sitzen und alimentiert werden", sagte Hofmann in der "Heilbronner Stimme". "Sie wollen arbeiten und das möglichst qualifiziert.""
.
Eben. Wenn es aber nicht genug qualifizierte Arbeit gibt, ändert das auch nichts.
Die Menschen wollen eben nicht morgens um 5:00 aufstehen, um dann 9 Stunden am Fließband zu stehen.
Wo sollen denn die ganzen hin, die nicht fit genug sind, um sich nebenbei in vier Wochen zum IT-Spezialist oder Robotroniker umschulen zu lassen? Sich dann incl. Familie von 1.500 € brutto Mindestlohn durchschlagen? Was dann im Endeffekt wieder durch die Sozialträger unterstützt werden muss.
Dann lieber zu Hause bleiben, die Kinder vernünftig erziehen (KITA-Mangel) und gemeinnützige Arbeit machen.

Gewerkschaften lehnen bedingungsloses Grundeinkommen ab

Das bedingungsloses Grundeinkommen, das in der Höhe von Hartz-IV gezahlt werden soll, ist ein Schuss in den Ofen, denn es ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Statt dessen brauchen wir in Deutschland für alle Arbeitnehmer einen Mindestlohn, von dem man leben und eine spätere Rente für das Alter aufbauen kann.
Außerdem verleitet es manche Leute dazu, gar nicht arbeiten zu gehen und sich auf das Grundeinkommen einzustellen.

Das ist ein echtes Mentalitätsproblem in Deutschland.

Diese Gewerkschaften sind das Äquivalent zu den investitionsscheuen Unternehmern, die die Digitalisierung & den Fortschritt in neue Schlüsseltechnologien nicht wagt, weil auch die Politik es verpennt hat, die richtigen Anreize zu schaffen &das Bildungssystem anzupassen.

Auch wenn die Tarifverhandlungen mir nutzen, mein spärlich Gehalt gg Inflation zu schützen, so nützt mir das für meine EIGENE Zukunft NICHTs!

Wollte dieses Jahr evtl. der Gewerkschaft beitreten, weil ich so dankbar war für "erfolgreiche" Verhandlungsrunden!
Die lehnen ein BGE ab? Ich lehne nun Gewerkschaften ab!
Prima!

Warn nie mehr als ne Vertretung für hoch bezahlte, protektionistische Arbeiter, der immer weniger Leute angehören, weil diese "Tarif-Berufe" zufällig in Schlüsselindustrien liegen, die immer weniger Arbeitskräfte brauchen werden, zudem noch anachronistisch an Diesel und Co. festhalten und jeder Innovation im Weg stehen!

Die Gewerkschaften entlarven sich selbst

Damit haben sie gezeigt, in wessen Interesse sie agieren.

Denn: das bedingungslose Grundeinkommen - wäre die Basis für angemessene Löhne.

Boshaft: das fordert doch die FDP, der Markt reguliert sich selbst - also: Liberalisierung des Arbeitsmarktes (allerdings mag die FDP ja nur arbeitgeberfreundliche Liberalisierung).

Denn: die Menschen müssten nicht mehr jeden Job annehmen.
Es entstünde Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt - heisst: will man gute Mitarbeiter - muss man sie angemessen bezahlen, weil sie eben Alternativen haben.

Und im Endeffekt ist es auch im Arbeitgeberinteresse, denn es verschafft loyale Mitarbeiter. Bewerber, die wirklich den Job wollen und nicht nur eine Bewerbung schicken, weil sie dazu verdammt sind und dann alles tun, um den Job nicht zu kriegen.

Für die Arbeitnehmer würde das bedeuten: Arbeit lohnt sich, denn man kann sich eine Rente erwirtschaften und eine Ende der Abhängigkeit und Angst.

Das ist nicht im Interesse der Gewerkschaften? Hoppla.

Hoffmanns Argumente sind

Hoffmanns Argumente sind grauenhaft daneben! Dennoch muss das "Grundeinkommen" abgelehnt werden, denn die "Armen" würden sich viel schlechter dastehen, als mit heutigem System.

Einzig der Wegfall der Harz4-Sanktionen wäre ein Vorteil.

Gewerkschaften denken hier an sich selbst

Bei einem Bedingungslosem Grundeinkommen sinkt die Bedeutung und der Einfluss der Gewerkschaften. Anstatt über ihre neue Rolle und geänderten Aufgaben in einer solchen Gesellschaft nachzudenken, lehnt man das Ganze lieber komplett ab.
Es wird die Einführung trotzdem nicht verhindern können, allenfalls verzögern.

@siebengebirge 10:54

Die Argumente der Gewerkschaften sind schon bedenkenswert! Man stelle sich vor, zu den 21 Mio. Rentner und den vielen, die sich mit Hartz IV zufriedengeben oder zufriedengeben müssen mangels besserer Alternativen, kämen noch einmal viele Millionen hinzu. Unsere Gesellschaft wäre doppelt gespalten, in Arm und Reich sowie Tätige und Untätige.
Allerdings wird sich die Frage in nicht allzuferner Zukunft neu stellen.
Wie verteilt man die Wertschöpfung der digitalisierten Wirtschaft und des Öffentlichen Sektor auch auf die, welche dann nicht mehr benötigt werden?

Die Gewerkschaften verpassen

Die Gewerkschaften verpassen - leider nicht zum erstemal - eine Chance, sich an wichtigen gesellschaftlichen Diskursen inhaltlich differenziert zu beteiligen. Und das sage ich, weil ich fürchte, die Gewerkschaften schwächen sich dadurch; und wir brauchen nach wie vor im Gesamtgewicht der gesellschaftlichen Kräfte starke Gewerkschaften.

Die Herren haben die Zeichen

Die Herren haben die Zeichen der Zeit und schon garnicht den Sinn des bedingungslosen Grundeinkommens verstanden. Wozu brauchen wir solche Gewerkschaften noch?
MfG

"Alimentierung"

Erstens einmal hat der finnische Versuch - hiesigen Berichten zufolge - ja gezeigt, dass sich die Menschen überwiegend nicht auf dem "bedingungslosen Zustupf" ausruhen, sondern die 2 Jahre als Chance genutzt haben, Ideen zu entwickeln und umzusetzen, wie sie wieder ein stabiles ausreichendes Einkommen erarbeiten können.
Zweitens -- und das sollte dem Gewerkschaftsbund bekannt sein - gibt es nicht nur Angestellte in diesem Land; Freiberufler, z. B. das ganze schreibende Gewerbe, sind oft auch in der Gewerkschaft organisiert. Dennoch werden sie häufig schamlos ausgebeutet, und viele krebsen am Existenzminimum herum. Sie könnten eine solche Chance sicher auch gut gebrauchen.

Dass ausgerechnet die Gewerkschaften diese Diskussion mit "Präkariatsklischees" wie "Alimentierung! und "faule Haut" blockieren, anstatt sie und damit ein Stück gesellschaftliche Veränderung anzuführen, ist bestürzend, passt aber ins Bild.

Gewerkschaftssicht?

Den Gewerkschaftsführern geht es nicht um die Menschen die für ein Grundeinkommen in Frage kommen, ihnen geht es ausschließlich um Gewerkschaftsmitglieder also in der Regel um Beschäftigte, die von ihrem Lohn leben können.
Wie prekär Beschäftigte, Harz Empfänger oder Langzeitarbeitslose über die Runden kommen interessiert die Herren nicht.

@ Siebengebirgsdrache um 10:54

Seit wann geht es den Gewerkschaften um die arbeitende Bevölkerung? Es ist doch eher so, dass nötige Entwicklungen im Arbeitsmarkt durch Mauscheleien zwischen Gewerkschaften und Konzernen verhindert werden. Die arbeitende Bevölkerung speisst man dann mit Alibikompromissen ab.

Ganz einfach die Gewerkschaften abschaffen. Mit dem BGE hat der Arbeitnehmer ein faustdickes Pfand in der Hand.

1. Er muss ja nicht zu dem Hungerlohn arbeiten denn sein Leben ist durch BGE bsp. 1000,- abgesichert.

2. Arbeitgeber müssen mit attraktiver Arbeitsatmosphäre und anständigen Lohn werben. Es gäbe dann keine Schrottwerbung mehr sondern, "kommen sie zu uns weil...".

3. Arbeitnehmer können ihre Arbeitsverhältniss selbst aushandeln. Keine Gewerkschaften mehr.

4. Sogar Vorteil für Arbeitgeber, Löhne könnten sinken da jeder schon einen Tausender mitbringt. Der Arbeitnehmer hat dann aber trotzdem mehr wie heute.

5. Bessere Teilhabe an den erwirtschafteten Gewinnen.

...

um 11:22 von gaucho55

"Wo war denn der Widerstand des
DGB als Schröder Harz4 durchgebracht hat?"
Schröder hatte aber ein Konzept, um die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland zu senken. Dieses Konzept ist aufgegangen und hat viele Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen. Schade ist nur, dass nicht die SPD davon profitiert hat, sondern Frau Merkel und ihre Union.

entlarvend

Klar, dass die Gewerkschaften dagegen sind. Würden sie bei einem Bedingungslosen Grundeinkommen doch obsolet (Wenn jeder per Gesetz genug Geld bekommt, braucht keiner mehr eine Gewerkschaft)

Sie zeigen damit aber, dass es ihnen gar nicht um die Arbeitnehmer geht - sondern nur um ihre eigene Existenzsicherung.

Gewerkschaften, die so denken, braucht kein Mensch.

Was denn überhaupt?

Offenbar kann sich jeder unter dem BGE vorstellen, was ihm am liebsten ist.

Die finnischen 560 Euro sind auch nur Hartz IV abzüglich Bürokratie.

Dagegen stellen sich andere vor, dass jeder vom Kleinkind bis zum Greis mindestens 1500 Euro kriegt und dann noch ein tolles Gehalt, weil man sonst nicht vom Sofa weggelockt wird.

Gewerkschaften

Traurig, dass diese Dinosaurier noch nicht mal im Ansatz merken, wie lächerlich sie sich mit ihren dümmlichen Aussagen machen. Und wie bezeichnend es für sie selbst ist, wenn sie ein derart negatives Menschenbild zeichnen.

Ich meine, wer von "Abstellprämie"und anderem Blödsinn faselt zeigt sich überdeutlich, dass er sich selbst für unabkömmlich hält in Bezug auf die Lebensführung aber Leute.

Welche Arroganz maßen sich diese Leute eigentlich an?

@11:18 von Kynteron

"Wer sagt, dass Menschen nicht mehr arbeiten wollen mit bedingungslosem Grundeinkommen und sich nur noch durchfüttern lassen?"

Es geht nicht darum, dass das alle machen würden. Die Frage ist aber, ob man Langzeitarbeitslose damit besser aus der Langzeitarbeitslosigkeit rausbekommt. Einige Leute brauchen Hilfe um wieder auf die Beine zu kommen. Mit einem bedingungslosem Grundeinkommen kann es durchaus passieren, dass der Staat damit seine Schuldigkeit als getan ansieht und sonst keine Services mehr anbietet.

Das heißt nicht, dass der Status Quo ideal ist.

11:28 von nie wieder spd

«… und nirgendwo gibt’s vernünftige Diskussionen zu der Höhe des BGE.»

Diese "vernünftigen Diskussionen" gibt es schon.
Sie werden nur nicht (sehr selten) von den im dt. Bundestag vertetenen Parteien und den großen Organisationen geführt.

Bei der letzten BTW standen mind. 5 "Kleinparteien" bundesweit auf den Wahlzetteln, deren explizites (teils einziges) Anliegen eine breite öffentl. Diskussion über das BGE ist.

"In interessierten Kreisen" (zu denen ich mich zähle) wird über die Finanzierungsoptionen des BGE, seine mögliche Höhe, seine Vor- & Nachteile seit Jahren intensiv diskutiert.

In der CH gab es anlässlich der Vorbereitung eines Volksbegehrens eine breit angelgte Untersuchung von diversen Volks- & Wirtschafts-Wissenschaftlern zu diesem Thema.

Ergebnis:
1. Die Finanzierung des BGE über eine "Finanz-Transaktions-Steuer" (FTS) sei die beste Lösung.
2. Bei CH-Bedingungen könne so ein BGE von ≈ 2.500 SFR/Monat für jeden mit einer FTS von ≈ 0,3% erwirtschaftet werden.

Bspw. …

"Hartz IV ist KEIN

"Hartz IV ist KEIN bedingungsloses Grundeinkommen. Es ist eine Zwangsmaschinerie zur Schönung der Arbeitslosenzahlen und zum Pressen höherqualifizierterer Arbeitnehmer in schlechtere (Zeitarbeits-)Jobs. "

Wieso dass denn. Es hat jeder hochqualifizierte die Möglichkeit, seinen Arbeitgeber zu wechseln.

Das Grundeinkommen ist eine Zwangsmaßnahme, um selbstbestimmte Menschen zu Steuersklaven zu machen.

Leider mal wieder zu kurz gedacht...

Es dürfte jedem klar sein, dass es in Zukunft immer weniger Arbeit geben wird und die Arbeit, die dann noch übrig bleibt, setzt dann eine ausgesprochen hohe Qualifizierung voraus, oder wird eine Niedriglohntätigkeit sein. Jedem, der auch nur ein klein wenig weiterdenkt, dürfte klar sein, dass es auf Dauer gesehen, nur ein bedingungsloses Grundeinkommen geben kann! Und das hat nichts mit Faulheit oder dergleichen zu tun... Aber auch die Gewerkschaften und sonstigen "Gegner" eines Grundeinkommens, werden diese Tatsache früher oder später noch begreifen. Die Zeit wird es regeln...

Nur wenige verstehen das Bedingungslose Grundeinkommen

z.B. 10:59 von Kingfisher

"Hartz 4 ist ein bedingungsloses Grundeinkommen. "

Eben nicht. Ein Harz4-Empfänger hat keine Chance mehr, sich zu verbessern.

- Will er sich selbstständig machen, kriegt er nichts mehr.

- Will er studieren, kriegt er stattdessen Bafög, was erheblich weniger ist.

Lediglich halbgare und extrem teure Weiterbildungsangebote von zugelassenen Trägern auf Kosten des Steuerzahlers sind möglich.

Und das würde ein BGE ändern. Dann könnten Studenten aufatmen, weil sie endlich genug zum Leben hätten. Harz4-Empfänger könnten studieren, Arbeitslose die keinen Job finden können sich an der Selbstständigkeit versuchen. Gerade die Abgehängten hätten wieder bessere Chancen, sich auf eigene Füße zu stellen.

Persönlich halte ich eine radikale Arbeitszeitverkürzung (28h/Woche) bei vollem Lohnausgleich für sinnvoller, aber ich kann auch die Vorteile des BGE erkennen.

@pkeszler

Die Schaffung von Arbeitsplätzen durch HarzIV finden Sie positiv.

wenn man 10 Vollzeitstellen auf 40 Jobs verteilt, die nicht sozialversicherungspflichtig sind, dann hat man 30 Arbeitsplätze geschaffen. Jubel, Trubel.

Die Menschen in diesen Jobs müssen aufstocken, ergo aufs Amt und fallen trotzdem aus der Arbeitslosenstatistik raus.

Es ist immer alles relativ. Und ich glaube, bei kaum einer Statistik wird so viel geschoben, getrickst, interpretiert und getäuscht, wie bei den Zahlen bezüglich Arbeitslose, Arbeitsplätze etc.

@12:08 von Kingfisher

"Wieso das denn? Jeder kann z.B. programmieren lernen. ... Das Studium an der Uni ist kostenlos. Was wollen Sie mehr?

Wenn's dann noch irgendwo an Fortbildungsmöglichkeiten mangelt, können wir darüber reden. Um Fortbildungsmöglichkeiten zu erweitern, brauchen wir aber kein bedingungsloses Grundeinkommen. Das eine hat mit dem anderen nun wirklich nichts zu tun."

Wie gesagt, nicht jeder begreift das BGE. Wer an der Uni studiert, bekommt kein Harz4 mehr, sondern Bafög. Das ist aber erheblich geringer als Harz4, reicht also nicht zum Leben.
Wer sich weiterbilden will, fällt aus der Förderung. Perfide eigentlich. Das könnte das BGE verbessern.

Warum sind sie dagegen?

Weil es sie arbeitslos machen würde zum größten Teil?
Mission erfüllt?
Oder will man eine sine Mission erhalten?
Was heißen würde ,das es Probleme oder was zu regeln geben muß um selbst eine Existenzberechtigung zu haben.
Bloß nichts systemrelevantes ,das könnte alternativlos werden aber diesmal zum Guten?
Liebe Gewerkschaft ihr bedient doch schon lange nur eure eigene Klientel;Arbeitnehmer mit Mitgliedschaft u. Arbeitgeber im Arbeitgeberverband.Bei allen anderen Mehrheitskonstellationen schwadroniert ihr doch nur.

was haben...

die Gewerkschaften gegen den Normalbürger?

@ um 12:05 von schabernack

Ich schrieb von einer „vernünftigen“ Höhe des BGE!
2500 sfr sind in der Schweiz ein lächerliches Almosen!
Deshalb hatte ich ja auch von 1500€ geschrieben.
Mindestens.
Und das ist für die BRD schon der unterste Rand.
2000 - 2500€ wäre eine Möglichkeit.
Dann gibts die Transaktionssteuer von mir aus in Höhe von 2%.
Aber da muss man eben zu einer guten Lösung kommen.
Bisher habe ich davon noch nicht gehört.

Wissenschaftliche Haltung

Wirtschaftsleben mit seinen Rückkopplungen und psychologischen Wechselwirkungen ist so einfach beschreibbar, dass man nichts ausprobieren oder nachweisen muss. Es reicht eine theoretisches Konstrukt um alles Wesentliche unfehlbar zu erfassen. Experimentelle Überprüfung der Theorien und Behauptungen überflüssig.

300 Jahre Wissenschaft, die an den Gewerkschaftern völlig spurlos vorbeigegangen sind. Religion und Ideologie als Vorbild.

Gewerkschaften mit solchen Statements...

...sind von gestern und gehören abgeschafft. Die haben wirklich keinen blassen Schimmer von der Zukunft der Arbeit.

Zukunftsaussicht

Wozu Grundeinkommen? In Zukunft wird der Arbeiter vielleicht über Essensmarken abgewickelt, denn das Geld brauchen die, die es auch heute schon haben. Da stört der kleine Mann nur!

@ 11:52 von RD1957

"Bedingungsloses Grundeinkommen
Die Vertreter eines bedingungslosen Grundeinkommens können nicht darlegen, wie dieses finanziert werden soll. Bekämen die rund 80 Millionen Menschen in Deutschland jeweils nur durchschnittlich 1.000 Euro, wären hierfür monatlich (!) 80 Milliarden Euro aufzuwenden. Woher soll diese Geld denn kommen?"
.
Rechnen Sie das gegen, mit dem Hartz IV, das Sie sparen, den nicht vorhandenen KITA-Plätzen, den ganzen Zuschüssen, wie Wohngeld etc für die ganzen Geringverdiener, Pflegegeld/-heime und dem Mehr an Steuereinnahmen, weil Sie gezwungen sind, Menschen anständig zu bezahlen. Sonst kommt nämlich keiner! Schauen Sie sich mal "kurzerklärt" an. Dann haben Sie vielleicht eine Idee.

Solange sPD und Gewerkschaften glauben,...

...dass Lohnarbeit noch der zentrale Punkt ist, um den sich das Leben dreht und an dem die soziale Absicherung hängt, solange werden sie den wohlverdienten Niedergang erleben.

Ein Grundeinkommen belastet

Ein Grundeinkommen belastet die Bosse, Bonzen, Exproprieteure und Politiker direkt am eigenen Geldbeutel.
Deshalb wird es nicht kommen. Allen anderen sei gesagt, daß bei 2000€ Grundeinkommen, einfach das Leben um 2000€ teurer wird. Jeder hat 2000€ übrig? Wieso dann für 400€ die 40m² Wohnung vermieten und nicht für 1400?
Wieso sollte der Staat nicht ach EkSt auf diese Knete verlangen?
Kurz, es würde sich Garnichts ändern?

Schmierentragikkomödie

Das ist Bildzeitungsniveau der Seeheimer an den Gewerkschaftsspitzen...
So offensichtlich (eigen-)interessengesteuert, das es schon peinlich ist.
Jeder Deutsche bekäme das BGE, entsprechend würden die Einkommen wohl zunächst verringert, doch dann würde der Arbeitsmarkt zum Nachfrage-Markt und die Position der Lohnabhängigen gestärkt.
Am Ende ginge dieses Modell an die Margen der Profiteure des wild gewordenen Kapitalismus.
Schon interessant, wessen Interesse der DGB Vorsitzende da vertritt ..

Weil nicht sein kann...

was nicht sein darf, so klingen die hohlen Phrasen des Herrn von der Gewerkschaft. Das ist Vogel Strauß Politik.
Wer wirklich noch glaubt, dass auch in Zukunft genügend Arbeitsplätze da sind, und das alles so weiter laufen kann wie bisher, der verschließt die Augen vor dem, was da in fünf bis zehn Jahren durch Automatisierung und KI auf uns zukommt.
Leider ist niemand mutig genug, auch radikale Ideen anzudenken und auszuprobieren. Die Entwicklung lässt sich aber nicht aufhalten, wir werden gezwungen sein, uns damit auseinander zu setzten. So schnell wie möglich.

Gewerkschaften fallen den Arbeitnehmern..

in den Rücken?
Wer braucht die dann noch?

Logisch!

... weil sich die Legitimation für Gewerkschaften heutzutage vor allem aus dem Kampf um höhere ( ... nicht unbedingt gerechtere ) Löhne ergibt. Arbeitsschutz und soziale Standards locken längst niemanden mehr hinter dem Kamin vor. Mit dem Grundeinkommen dürfte die Mitgliederwerbung entsprechend schwieriger werden!
...

Angesichts der mit der fortschreitenden Digitalisierung profezeiten Veränderungen auf den Arbeitsmärkten gibt es natürlich noch andere Interessensvertreter. Entsprechend kann man hier glaube berechtigten Zweifel anmelden, daß Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeber ausreichend Antworten hierauf bereit haben, bevor es zu weiteren spürbaren gesellschaftlichen Verwerfungen in Bezug auf die Verteilung von Arm und Reich kommt. Das Einzige was diesen Trend aufhalten könnte wäre ein mehr an Solidarität! Aber diesen Begriff wissen ja selbst Gewerkschaftler und Sozialdemokraten heut nicht mehr richtig zu deuten.

@ 12:08 von Kingfisher

"Das Studium an der Uni ist kostenlos."
.
An welcher Uni haben Sie denn studiert?
Und im Park geschlafen und das Gras von der Wiese geweidet......

@10:54 von Siebengebirgsdrache

Hierbei geht es den Gewerkschaften eher um die arbeitende Bevölkerung als mehr um sich selber. Ohne das Grundeinkommen bleiben Arbeiter in ihren Firmen und die Gewerkschaften in ihrer Position als Schoßhund der Konzerne.

Wenn die Arbeiter MIT Grundeinkommen ihre Firmen verlassen, funktioniert das System sowieso nicht.

um 12:15 von tisiphone

"Die Schaffung von Arbeitsplätzen durch HarzIV finden Sie positiv"
Nicht generell. Aber wenn man dadurch Bürger dazu gebracht hat, sich eine Arbeit zu suchen, dann ist es erst mal positiv. Und von den Anfangsschwierigkeiten von HarzIV mal abgesehen, die bei vielen Menschen zu Unmut geführt haben.
Ja, es hängt immer alles von der jeweiligen Betrachtungsweise ab.

bedingungsloses Grundeinkommen

toll
Schlaraffenland
Geld bekommen ohne zu arbeiten
mit welcher Begründung / Rechtfertigung ?
und dann, wer arbeitet dann noch, finanziert das Ganze

BGE ist sinnlos

Anscheinen soll das BGE die Antwort auf künftig fehlende Arbeitsmöglichkeiten sein. Wie kommt man darauf? Es zeichnet sich doch mehr und mehr ab, dass Arbeitnehmer knapp werden. Neulich habe ich in einer Bäckerei ein Plakat gesehen, dass Neu-Azubis einen Trip durch Amerika anbot, wenn sei eine Ausbildung dort beginnen. Also Massenarbeitslosigkeit zeichnet sich nun wirklich nicht ab!

Und die Finanzierung ist definitiv ungeklärt. Schließlich sollen ALLE das BGE bekommen, nicht nur diejenigen, die nicht arbeiten. Es wird einfach obendrauf gesattelt. Das lässt sich durch eingesparte Sozialleistungen mal sowas von nicht gegenrechnen.

Wir leben von dem, was wir leisten. Wenn jeder lieber das macht, was ihm so spaß macht und seinen Lebensunterhalt von der Gesellschaft erwartet, dann kann das einfach nicht funktionieren!

BGE ist nicht die Zukunft, sondern ein Irrweg - eine moderne Neuauflage des Kommunismus - und genauso zum scheitern verurteilt!

Grundeinkommen?

Was erwartet man von einen Staat,der die schwarze Null ganz ober stehen hat?
Der Milliarden für die ""Verteidigung"" ausgeben will,aber kein Geld für die eigene Bevölkerung hat.Die heute da gegen sind,die müssten man in 30 Jahren noch einmal hören können.

@WiPoEthik um 12:03Uhr

Sie haben damit ein Thema angesprochen, das zwar insgeheim bekannt ist, aber trotzdem verschwiegen wird. Spricht man Bedenken oder Skepsis laut aus, ist man "natürlich" sofort ein böser Kapitalist. Dabei ist es doch auffallend, daß die Befürworter des BGE grundsätzlich einen Mißbrauch für ausgeschlossen halten, denn ein Bezieher des BGE ist anscheinend moralisch den arbeitenden Menschen haushoch überlegen, oder? Er/Sie wird es niemals mißbrauchen!? Man ist eben geboren worden und das genügt, auch wenn eine Leistung nur von der biologischen Muttter erbracht wurde Es wird auch jede Kontrolle abgelehnt, oder haben Sie davon schonmal ein Wort davon gehört?Wann und wie, wenn überhaupt, soll das praktiziert werden? Wie hoch ist der Aufwand? Gibt es dagegen Rechtsmittel usw.? Ähnlich wie die Position der BGE-Befürworter, ist die Meinung besonders sozialer Parteien zur Abschaffung von Sanktionen beim derzeitigen HartzIV. Eine Wunsch-Welt gibt es scheinbar nicht nur bei Pipi Langstrumpf!

@ Am 30. April 2018 um 12:12 von Kingfisher

Sind Sie jetzt kein Steuer_Abgabensklave?
Und versuchen Sie doch mal mit 50 ihre neue Stelle zu wählen oder als alleinerziehende?
Tip :Jobbörse u. da mal fragen wer was anbietet u. wieviel Stellenangebot(e) wirklich dahinterstecken.
Ich sehe da fast nur immer Zeitarbeit auch wenn es oft nicht mal danach klingt!!
Und ich hab einen Meisterbrief u. bekam kaum was anderes u. ca. 3-4 € unter Gesellenlohn (Handwerkstarif)geschweige Fahrtkosten ;Auslöse u. so mach andere Schweinerei mit den Zeitkonten.
Ich hab aber auch Leute kennengelernt die das gut fanden u. nichts von Nachteilen wissen wollten? Wer suchet der findet das was passt?

Was ist bloß aus unseren Gewerkschaften geworden?

Kann man die Gewerkschaftsbosse nicht zu einer Fortbildung bei dem Philosophen Precht schicken?
Offensichtlich stecken die Gewerkschaften in uralten Denkmustern fest.

ewig gestrig

Unglaublich diese Gewerkschaften! Was für eine ewig gestrige Haltung! Ganz klar: Kommt das bedingungslose Grundeinkommen sind die Arbeitnehmer weniger an ein Unternehmen und, besonders bei großen Unternehmen, an eine Gewerkschaft gebunden. Die Leute können, wie schon weiter oben von Foristen beschrieben wurde, ihre Arbeitsstelle besser aussuchen ohne durch ALG I und II in entwürdigende Jobs "gepresst zu werden". Für Geringverdiener haben die Gewerkschaften eh sehr wenig getan. Diese würden profitieren, weil ihr Verdient nicht auf das Grundeinkommen angerechnet würde. Das BGE würde alle glücklich machen, schade dass es noch eine Weile dauert bis es eingeführt wird.

12:12 von Kingfisher

>> Das Grundeinkommen ist eine Zwangsmaßnahme, um selbstbestimmte Menschen zu Steuersklaven zu machen.<<

Den Satz verstehe ich nicht mal ansatzweise.

Hartz 4 ist eine Zwangsmaßnahme, die mich vor die Wahl stellt einen schlechten/moralisch verwerflichen/nicht meiner Ausbildung entsprechenden Job anzunehmen, oder 30% meiner Bezüge zu verlieren.
Das BGE hingegen gibt mir die Wahl und Freiheit meinen Job frei auszusuchen. Zahlt ein AG schlecht, findet er eben keine qualifizierten Arbeiter mehr.

Ich kenne viele Leute, die auf ihrem aktuellen Job unzufrieden sind, aber Angst davor haben etwas neues zu suchen. Wenn es schief geht, stehen die Leute mit leeren Händen da. Da steht man lieber 15-20 Jahre unzufrieden auf und qäult sich durch den Tag, als das Risiko einzugehen bei Hartz 4 zu landen.

Gewerkschaften sind obsolet, dies ist ein Symptom

Es gibt immer weniger Arbeit weil es immer mehr Maschinen und Computer gibt und wenige clevere Leute nötig sind um diese zu erfinden und zu programmieren. Die Konsequenz hieraus ist, daß die produzierten Güter (aka Geld) ohne Arbeit als Gegenleistung umverteilt werden müssen. Das ist das BGE. Die Alternative zum BGE ist eine nicht-soziale Gesellschaft. Gewerkschaften definieren sich durch Arbeit als nachgefragtes Gut und sie werden deshalb obsolet, wenn sie es nicht schon sind. Die Position der Gewerkschaften zum BGE ist also logisch und ein Symptom. Was die Gesellschaft braucht, ist ein anderes Gegengewicht zum Großkapital, das sich nicht durch Arbeit als Gut definiert. Wäre eigentlich eine Chance für die Gewerkschaften, die aber nicht ergriffen wird. Abgesehen davon ist das BGE eine wundervolle Idee, jedenfalls in Deutschland, wo die meisten arbeiten wollen. Man stelle sich nur den Frustrationsabbau und die Einsparungen vor.

Argumente + & -

Davon muss man, entgegen dem vorherigen Status als "Arbeitslos gemeldeter" ALLES bezahlen . . .von der Krankenversicherung (samt Zuzahlung), den GEZ-Gebühren bis zu sämtl. Wohnungskosten + NK
Wer will das schon. Ich bezweifle das das zum Aufnehmen einer Arbeit motiviert

I
_

Nun ja, andererseits kriegt man keine blödsinnigen Arbeitsvorschläge (oder Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen /1 €- Sklavenjobs) vom Amt mehr, und kann hierbei selbst entscheiden. Die Leute mit Kindern kriegen nun auch kein "Geld für alleinerz. Heldenmütter mehr" ..dafür werden die restl. Leistungen wie Kindergeld& Erziehungsgeld, nicht mehr auf H4 angerechnet_+Kita-Platz, Geld f. Kleidung, Möbel f d Kinder, später Mütterrente, +Alimente

Die Rentner haben auch etwas davon: denn die Rente wird dann auch nicht mehr angerechnet, sondern kann voll genutzt werden zusätzl+ Grundeinkommen

Wahrscheinlich kann man mit d GEinkommen, sowieso auch noch was dazuverdienen, ohne einen Abzug wie von von H4-Leistungen zu befürchten

Populismus

Für die Wortwahl der Gewerkschafts-Vorsitzenden gibt es zwei Erklärungen:
1. Sie glauben selber daran - das wäre für Menschen, die sich professionell mit der Zukunft der Arbeitswelt beschäftigen (sollten), ein echtes Armutszeugnis; wie in vielen Kommentaren hier dargelegt wurde, fällt das unter "nichts begriffen".
2. Mit Hilfe grober Vereinfachung soll wider besseres Wissen ein sachlich völlig falsches Bild erzeugt werden; das nennt man dann wohl Populismus.

Ich weiß nicht, wie man es

Ich weiß nicht, wie man es nennen wird, aber etwas wie das BGE wird kommen müssen!
Allein schon die Überkapazitäten, die wir jetzt schon haben, zwingen Menschen in die Arbeitslosigkeit. Und die Verhältnisse am Arbeitsmarkt werden sich eher noch verschlechtern. Wenn wir den Niedriglohnsektor, nicht in dem Umpfang hätten wie er "DANK der SPD", geschaffen wurde, wäre das Heer der H4-Bezieher wesentlich größer.
Der Druck der durch die Globalisierung der Wirtschaft besteht, wird auch noch dazu beitragen, das Reallöhne sinken werden. Ich glaube nicht das ärmere Länder nachziehen werden. Es wird eher so sein das wir Standarts aufgeben werden.
Das einzige was sich nach Oben bewegt, sind Preise und Abgaben.
Unsere Regierungen haben immer nur nach der Wirtschaft geschaut, aber nie zu den Menschen, die sie ebenfalls vertreten sollten.
Aber alle wussten, das es soweit kommen würde!

Gegen Grundeinkommen

Ich bin gegen das sog. bedingungslose Grundeinkommen, weil ich glaube, dass dann zu viele Arbeitnehmer ihren Job aufgeben und das System dann früher oder später zusammenbricht.

Wenn das BGE bei 1.500 € läge, würde niemand mehr für 1.500 € oder weniger arbeiten gehen. Und selbst für höhere Gehälter wäre es problematisch, weil sich jeder nur überlegt, ob es sich lohnt, für das "mehr" zu arbeiten. D.h. jemand, der 2.000 € Gehalt angeboten bekommt, überlegt, ob er für 500 € jeden Tag arbeiten will, denn die 1.500 hat er ja sowieso.

Und wenn ich jeden noch so unqualifizierten Job mit mindestens 2.000 € bezahlen muss, dann wird zwangsläufig alles viel teurer, so dass die 1.500 in Kürze auch nicht mehr wert sind als der Hartz 4 Satz von heute.

Na sowas

Mein Vater sagte mal, dass Gewerkschaftsbosse Schmarotzer sind. und machmal haben Väter vielleicht auch mal Recht, oder?

@10:59 von Kingfisher

"Staatliche Unterstützung sollte immer nur das letzte Mittel sein, wenn ein Bedürftiger aus eigener Initiative schon alles getan hat, was möglich ist oder jemand so krank ist, dass eine Arbeit nicht möglich ist."

Im Prinzip haben Sie Recht. Man sollte aber bedenken, dass allein das 'Abrutschen in Hartz4' krank machen kann und dies die nötige Eigeninitiative (Depressionen) unmöglich machen kann. Auch die Erfahrung, dass man bereits mit einem Alter von über 40 Jahren oft schon als "zu alt" gilt, hebt nicht gerade das Selbstwertgefühl.

11:54 von madri02

«Klar, dass die Gewerkschaften dagegen sind. Würden sie bei einem Bedingungslosen Grundeinkommen doch obsolet (Wenn jeder per Gesetz genug Geld bekommt, braucht keiner mehr eine Gewerkschaft).»

Wenn es denn ein BGE gäbe, würde das selbstverständlich nicht bedeuten, dass kein Mensch mehr arbeiten ginge.

Auch Gewerkschaften würden durch ein BGE keineswegs überflüssig.
Sie würden in einer (mehr oder weniger stark) veränderten Arbeitswelt (mehr oder weniger stark) veränderte Aufgaben übernehmen müssen.

Ein BGE könnte sogar zu einem (mehr oder weniger) stärkeren gewerkschaftlichen Organisationsgrad der Arbeitnehmer führen, da diese gegenüber schlechten Arbeitsbedingungen "eher den Mund aufmachen könnten", weil sie ja über das BGE (evtl.) besser abgesichert sind und eine (evtl.) Kündigung weniger stark fürchten müssten.

"Mehr oder weniger", "evtl.".
Das BGE ist ein sehr komplexes Thema.
Mit sehr vielen Facetten.
Für sein ansatzweises Verständnis bedarf es in jedem Fall "Offenheit" …

Immer auf die Bonzen

Ein wenig verwundert mich die Ansicht einiger Foristen, die ich mal vorsichtig mit Gewerkschaftsbashing umschreiben möchte. Liebe Leute. Ohne die Gewerkschaften würden wir alle heute noch in Hinterhöfen nett kuschelig mit 8 Leutchen in einem Zimmer wohnen und für 50 Cent/Stunde schuften. Ich glaube nicht an das Märchen von den sozialen Unternhmern, die natürlich den Arbeitern aus Einsicht etwas von Kuchen abgeben.

Solch eine Institution darf sich auch zu aktuellen Ebtwicklungen äußern und eine Meinung habne. Die muss ja nicht jeder mögen. Aber das Grundeinkommen in der Fantasie einiger Foristen ist doch nah dran an Playstation und Energy fürs Volk.

@ nie wieder SPD

2000 € pro Nase bedingungslos, das wäre fein. Vater, Mutter, drei Kinder: 10.000 € netto (!) Haushaltseinkommen pro Monat ohne Arbeit. Dafür müssten Vati und Mutti sonst je ca. 10.000 € brutto verdienen.

11:26 von kptspaltnagel

Bedingungsloses Grundeinkommen ist Gegenteil von Alimentation
.
??
also wenn das keine Alimentation ist bzw. Schmarotzertum, dann will ich wissen was es dann ist
von anderen Menschen verlangen, dass sie für mich arbeiten
klar gehe ich auch arbeiten, weil es mir Spass macht ich soziale Kontakte pflege
aber mit welcher Motivation ?
wenn ich mal keine Lust habe, und das kommt häufig vor, lieber am PC sitze, in Urlaub fahre, Freibad, Kumpels besuche
... und dann die Finanzierung
reicht Hartz4, da jammern ja so Spezialisten schon heute,
und mal ganz nebenbei erwähnt, was tun dass nicht andere, die heutzutage für 5 US$ am Tag schuften, auch davon profitieren wollen fürs Nichtstun 100 US$ kriegen

Es lohnt sich immer, erst mal nachzudenken, bevor man spricht...

Der DGB hat offenbar keine Ahnung, worum es beim BGE überhaupt geht. Nämlich nicht um Abstellgleis und bezahltes Nichtstun, sondern um die dadurch freiwerdenden Potenziale von selbstmotiviertem Handeln, Kreativität und Selbstbestimmung. Also raus aus dem modernen Sklaventum, der natürlich eine Gefahr für die Gewerkschaften ist, weil sie dann überflüssiger wären. Das BGE gibt die Möglichkeit, in Ruhe und ohne Existenzängste zu überlegen und freizusetzen, wozu ich wirklich hier bin, was meine Fähigkeiten sind, meine Bestimmung und wie ich die am besten umsetzen kann. In schwierigen Zeiten kann ich mir mal eine Auszeit gönnen, ohne gleich die Krise zu kriegen. Es ist etwas völlig anderes, ob ich entspannt, selbstmotiviert und eigenbestimmt handele oder aus Überlebenskampf und Angst, Druck und Stress heraus. Übrigens, ab einem bestimmten Einkommen/Vermögen haben heute schon sehr viele durch die Möglichkeiten von Wertschöpfung durch Kapital ein BGE, zum Genießen, darüber spricht niemand!

re wega

"Was erwartet man von einen Staat,der die schwarze Null ganz ober stehen hat?
Der Milliarden für die ""Verteidigung"" ausgeben will,aber kein Geld für die eigene Bevölkerung hat"

Dieser Staat zahlt allein für die Rentner einen Zuschuss aus Steuern von ca. 100 Milliarden dieses Jahr. Rechnen Sie mal, wie weit Sie mit den paar Milliarden kommen, die Sie von Verteidigungshaushalt abzwacken wollen.

Viele haben keine Vorstellung von den Proportionen, um die es geht.

@12:32 von isor

//Gewerkschaften fallen den Arbeitnehmern..
denn den Rücken?
Wer braucht die dann noch?//

Besonders Ver.di tut dies seit vielen Jahren. Mit etwas mehr Gelenkigkeit würde ich mich heute noch dafür in den Allerwertesten beißen, dass ich so lange Mitgliedsbeiträge gezahlt habe.

Wieder ernmal

Haben die Gewerkschaften Recht: das BGE ist nichts anderes, als ein sozialer Aufhebungsvertrag. Auch deshalb sind Kapitalisten und ihre Interessenvertreter gegenüber dem BGE aufgeschlossen: gegen Zahlung eines Obulus sind sie die Armen los.
Viel wichtiger als diesen Unsinn weiterzuverfolgen, wäre die Verkürzung der Arbeitszeit für alle durchzusetzen.

bedingungsloses Grundeinkommen

das wäre ein Grund meinen Kindern den Rat zu geben (ich bin zu alt/nicht mehr im Berufsleben) diese Land zu verlassen
Es ist soziale Verantwortung in einer Gesellschaft, dass Starke Schwache unterstützen
heißt Kindern ne Ausbildung zu ermöglichen und Alten, die sich am Gemeinwohl beteiligten ein sorgenfreies Leben
daneben ist auch Platz für Kranke und Schwache
... für Faule, also diejenigen die sich nicht solidarisch in die Gesellschaft einfügen, nicht

12:56 von Anna-Elisabeth

hebt nicht gerade das Selbstwertgefühl.
.
aber auf der faulen Haut zu liegen, sprich seinen Hobbys zu frönen und anderen beim Arbeiten zuschauen
hebt das dass Selbstwertgefühl

Es kommt so oder so

Ob mittelfristig oder erst später, kommen wird ein BGE so oder so. Maschinen kaufen keine Waren und darum geht es doch im Kapitalismus. Die Industrie 4.0 nützt nur dann etwas wenn die erhöhte Produktivität auch an Kunden verkauft werden kann.
Die Gewerkschaften sträuben sich, natürlich es würde sie auf lange Sicht überflüssig machen. Hat der Mensch keine Angst mehr vor Kündigung und Arbeitslosigkeit fallen zwei Dinge weg. Sich zu organisieren und der Druck durch die Arbeitgeber. Deshalb werden die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände bis zu Schluss dagegen angehen. Ein BGE bringt aber nur einen Nutzen wenn die Menschen wissen wie sie sich kreativ in unserer Gesellschaft einbinden können. Das erfordert Aufklärung und Bildung, einen Umbau in den sozialen und wirtschaftlichen Strukturen. Es wird spannend in den nächsten Jahrzehnten.

@12:48 von tisiphone

1. würden ja nicht 80 Millionen Menschen dieses Einkommen beziehen. Sondern nur jene, deren Bezüge unter diesem Grundeinkommen liegen.

Wieso eigentlich? Wenn es bedingungslos ist, will ich es auch - trotz normalem Gehalt.

Mindestens 5k netto

Ich bin voll und ganz für ein BGE. Es muss aber mindestens bei 5000 netto sein. Alles andere ist menschenunwürdig. Dann kündige ich meinen Job und gehe segeln.

@12:56 von schabernack

"Für sein ansatzweises Verständnis bedarf es in jedem Fall "Offenheit" …"

Ja, aber genau die fehlt den Gewerkschaften. Ich habe auch den Eindruck, dass die sich bisher nicht einmal ansatzweise mit der (nahen) Zukunft der Arbeitswelt auseinandersetzen. Seufz....

Bedeutet eigentlich GrundEK = brutto Grundgehalt ?

d. h. fallen hier wie bei einer normalen Lohn/Gehaltsabrechnung Steuern (nun auch noch "Grund-EK Steuer" + Rest an Steuerabgaben v Gehalt) an . . .dann wäre würde es ja von über 100 auf ca. 800,00/900,00 € schrumpfen

Was für ein staatl. organisierter Trick17 wieder einmal__ die sparen ===> Bürger guckt dumm in de Röhre
Würde es dann bedeuten, samt den sonst. staatl. Ersparnissen an H4 Zahlungen

@ um 12:53 von cowboy8

Das könnte man auch so organisieren, dass jemand der 1500€ BGE bekommt, aber lieber 2000€ hätte, vom Arbeitgeber nur 500€ Lohn bekommt. Dass heißt, dass der Arbeitnehmer seine 2000€ hat und der Arbeitgeber 1500€ gespart hat. Dafür bekommt er allerdings Arbeitnehmer, die sich nicht mehr jeden Unsinn gefallen lassen müssen, da sie auf so einen Job nicht angewiesen sind.
Dann wird aber im Gegenzug vielleicht das professionelle Toilettenreinigungspersonal erst ab 5000€ Zusatzeinkommen diesen Job ausüben.
Was ja durchaus angemessen ist!

@cowboy8

Weil es Grundeinkommen heisst. Und nicht Zusatzeinkommen.

Das bedeutet: jeder sollte über ein gewisses Grundeinkommen verfügen.

Wenn Sie mehr haben, dann haben Sie das Grundeinkommen ja überschritten.

Ist nicht so kompliziert.

"1. würden ja nicht 80

"1. würden ja nicht 80 Millionen Menschen dieses Einkommen beziehen. Sondern nur jene, deren Bezüge unter diesem Grundeinkommen liegen. "

Es gibt keine Bedürftigkeitsprüfung. Jeder bekommt das Geld. Deswegen ist es bedingungslos. Es wird nicht verrechnet mit irgendwelchen anderen Leistungen, immer schön mit der Gießkanne egal ob Du fleißig bist oder faul.

10:54 von Siebengebirgsdrache

Durch das Grundeinkommen würden Arbeiter sich eher die Arbeit aussuchen können,
.
wenn einem keine zusagt
der Druck weg ist, man gezwungen ist zu arbeiten, und zwar volkswirtschaftlich sinnvolles und nicht Bienenzüchten oder Computerspiele
wer leert die Mülleimer oder sitzt beim Aldi an der Kasse

um 12:32 von isor Gewerkschaften fallen den Arbeitnehmern..

"Wer braucht die dann noch?" wenn viele Arbeitnehmer gar nicht mehr gewerkschaftlich organisiert sind und viele Firmen die Gewerkschaften nicht mehr zulassen? Die Gewerkschaften vertreten nur die Arbeitnehmer, die einen Tarifvertrag haben.
Es wundert mich also gar nicht, dass sie das Grundeinkommen für ALLE ablehnen, besonders eben die HarzIV-Empfänger.

13:18 von cowboy8

Wieso eigentlich? Wenn es bedingungslos ist, will ich es auch - trotz normalem Gehalt.
.
selbst da liegt ja schon ein Denkfehler
wenn ich nur Anspruch auf einen Kleinwagen habe und ein mal Urlaub im Jahr, darf ich dann 1 Stunden am Tag arbeiten um mir Extras zu ermöglichen
sprich 3000 Euro Netto gibt's vom Staat, aber wenn ich 3.001 Euro haben will, muß ich regulär 40 h/Woche arbeiten

Ein Klassiker. Die magische

Ein Klassiker. Die magische Wirtschaft und der magische MArkt werden das Leben schon Menschenwürdig gestalten wenn man nur genug Arbeitgebern die Subventionen zusichert, die es braucht und die Armen mit Keule und Brotentzug in die Gefügigkeit sanktioniert.

Auch Gewerkschaftsfunktionäre (das Wort allein schon ) sollten sich vielleicht mal wieder auf den " Boden" der Tatsachen der durchschnittsbevölkerung begeben und weniger in ihrer Vorstandsetagen Peer-Group Bäuche Pinseln.

Kann doch nicht sein, dass ein Konzern nach dem anderen sich über Auflagen hinwegsetzt und bescheißt, (Diesel, Banken, Panama) Manager immernoch genug verdienen um mindestens 50 von uns Normalbeschäftigten durchs Jahr zu bringen, aber das Schreckgespenst vom faulen Armen immer noch zum Standardrepertoire jeder Diskussion über eine echte Veränderung zählt.

Vollbeschäftigung ist ein unsäglicher und nutzloser Traum, der ungefähr so Naiv ist, wie Weltfrieden.

bedl. GE ist altenativlos

Auf Dauer gesehen gibt es keine Alternative zum bedl. GE. Bei 2 neuen Jobs, die die "moderne" Welt heute schafft werden woanders schon 3 wegrationalisiert, d. h., es wird immer weniger Arbeit geben, für nicht weniger Menschen. Darüber hinaus würde ein bedl. GE den Menschen, die jetzt auf H4 o. ä. angewiesen sind, ihre Würde und ihre Freiheit wieder geben. Mit diesen Errungenschaften wird es leichter fallen eine dem Leben angepasste Stelle zu finden, denn der Mensch ist darauf programmiert sich zu beschäftigen, keiner sitzt gern sinnlos allein zuhause. In den letzten 4 Jahren habe ich vom Staat ca. 50.000,- € bekommen, wenn ich jetzt noch die ganzen Rechtstreitigkeiten, die daraus resultierten, die "Maßnahmen" mit denen man an mir rumgedockter hat und die gesundheitlichen Folgen, die das Ganze hat, hinzuzähle, kommt nochmal locker ein höherer 5-stelliger Betrag zusammen. Letzterer würde bei bedl. GE bspw. weitgehend wegfallen. Somit würde es die Sozialsysteme eher sogar noch entlasten

Das BGE wird kommen. So oder so.

Wer sich die Entwicklung des Faktor Arbeit anschaut, und weis wohin die Reise geht, kommt um das BGE nicht herum.

Die, die jetzt noch dagegen wettern, sind die die von dem heutigen Zustand profitieren. Auch das wird sich ändern.

Mögliche Vorteile des BGE

Wenn das BGE so gestaltet werden könnte, dass es eine soziale Sicherheit bietet, wäre das Gold wert.
Als Krankenschwester und später als MTA war ich Angestellte im öffentlichen Dienst. Ich habe in dieser Zeit zwei Krebserkrankungen überstanden (bei der zweiten ist das noch nicht so ganz sicher)
Für das physische und psychische Überstehen dieser Erkrankungen war für mich die Arbeitsplatzsicherheit von extremer Bedeutung. Ob man unter (Angst-)Bedingungen (extrem schlecht für das Immunsystem) in der Lage ist, sich eine neue Arbeit zu suchen, bezweifle ich stark. Davon abgesehen wird man wohl kaum mit einer entsprechenden Vorgeschichte von irgendeinem Arbeitgeber angestellt werden.

Allerdings. Wenn meine

Allerdings.

Wenn meine eigenes Einkommen vom BGE abgezogen wird, macht es ja gar keinen Sinn. Dann wäre es ja nicht mehr bedingungslos.
Wenn man dann noch 2 Kinder und ne Frau hat, hat man schon 8000€ im Monat. Mehr, als bei jeder Arbeit.
Super. bleib ich einfach zu Hause.

12:20 von nie wieder spd / @schabernack

«Ich schrieb von einer „vernünftigen“ Höhe des BGE!
2500 sfr sind in der Schweiz ein lächerliches Almosen!
Deshalb hatte ich ja auch von 1500€ geschrieben.
Mindestens.»

Sie schrieben…
«… und nirgendwo gibt’s vernünftige Diskussionen zu der Höhe des BGE.»

Ich verstehe nicht, warum Sie sich mit Ausrufezeichen (!) so ereifern.
Ich habe Sie persönlich weder der Unkenntnis noch der Unvernunft verdächtigt/bezichtigt.

Ich nahm Ihren Kommentar lediglich als Anlass, darüber zu berichten, dass man sich in der Schweiz schon einmal wissenschaftlich fundierte Gedanken über eine "optimale" Finanzierung des BGE gemacht hat (bei einer willkürlichen Annahme der Höhe des BGE).

Es geht doch gar nicht darum, ob 2.500 SFR dort "ein lächerliches Almosen" oder was auch immer sind.

Auch kann, soll & darf ein BGE niemals eine "Nicht-Arbeits-Garantie für jedermann" sein, sonst wird ein solches System nie funktionieren.

Die BGE-Höhe wäre abhängig davon, wie GKV & RV dann finanziert wären …

Ein so großes Maß an Vernunft

Ein so großes Maß an Vernunft hätte ich von den Gewerkschaften nicht erwartet. Bravo ! In der Bibel heißt es etwa so: Im Schweiße Deines Angesichts sollst Du Dein Brot essen. Also war auch Anno Dunnemals schon bekannt, daß es ohne Arbeit auch nix zu essen gibt.

was Wunder

die Haltung der Gewerkschaft(sfunktionäre) ist verständlich: bei einem sozial ausgewogenem und volkswirtschaftlich vertretbarem BGE könnte ein jeder AN seiner und seiner Familie Bedürfnisse entsprechend ganz individuell entscheiden, ob er den jeweiligen Job zum angebotenen Entgeld ausführen will, eines ohnehin nur begrenzt wirksamen Fürsprechers wie der Gewerkschaften bedürfte er dabei nicht mehr; mit all den sperrigen Debatten und diversen Arbeitskämpfen um Mindestlöhne, Tarifkonditionen etc. wären folglich auch die Gewerkschaften samt ihrer Führungsriegen obsolet, letztere ergo um ihre daraus resultierenden, nicht unerheblichen Erwerbs-Einkünfte gebracht ... gegen solch eine Konsequenz würde auch ich mich mit aller Macht stemmen!

...

Weder glaube ich, dass die jetzigen H4 Bezieher am Ende mehr davon haben, weil viele andere Leistungen einfach wegfallen würden, noch denke ich, dass es gut wäre vom Prinzip des Förderns und Forderns zurückzutreten. Und ich finde auch nicht, dass es den Menschen mit H4 so furchtbar schlecht geht - bei den stärksten Befürwortern sind nicht wenige dabei, die die Frustration darüber, im Leben nicht weit gekommen zu sein, auf das System projizieren.

Und es ist meinethalben OK so zu denken - damit tut man zuvorderst sich selbst keinen Gefallen, aber es kann eben nicht nur Gewinner geben - aber ich möchte gerne wissen auf welcher Grundlage dann immer noch mehr für am liebsten gar keine Gegenleistung gefordert wird?! Mit dem H4 und einer Maßnahme oder einem 450,- € Job ist man mitunter besser gestellt, als mancher Vollzeit-SV-Arbeitnehmer. Klar sehen die Gerwerkschaften das nicht ein und ich sehe das auch nicht ein.

@pkeszler

Haaallooo... ...wach werden, sehr geehrter Mitforist!

"Dieses Konzept ist aufgegangen und hat viele Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen."

Wer die Agenda 2010 auch nur ein bisschen neugierig hinterfragt oder sich gar kritisch mit ihr auseinandergesetzt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass sich in D ein historisch einmalig großer und in ganz Europa schwer kritisierter Billiglohnsektor gebildet hat, in dem Menschen unter Androhung der Beschneidung oder Wegnahme des Existenzminimums Arbeiten verrichten sollen, deren Entlohnung eine Schande für dieses Land darstellte; zum Glück hat der eingeführte Mindestlohn dies hier und da etwas abgemildert.

Diese Arbeitsplätze, die sie meinen bzw. deren Entlohnung, sind (für D) menschenunwürdig, familienplanungsfeindlich und ausgesprochen spendabel gegenüber Unternehmen, die ohne die Billiglöhner gar keine Daseinsberechtigung hätten.

*Facepalm

Das BGE ist für die Arbeitnehmer da

Das BGE ist nicht für die Arbeitslose gedacht. Es hilft den Arbeitnehmern nein sagen zu können zu schlechten oder schlecht bezahlten Jobs. Da können die Gewerkschaften nun mal nicht mithalten.

Klarer Fall

Arbeitnehmer sind in Gewerkschaften, damit sie solidarisch mit anderen um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne kämpfen können. Wenn jemand auch ohne zu arbeiten und zu kämpfen genügend Geld bekommt, geht er in keine Gewerkschaft.

Diese Banditen sind auch nicht besser als Arbeitgeber. Beide denken nur an sich.

Warum sind die Gewerkschaften dagegen?

Nur, weil damit ein Teil ihrer Existenzberechtigung in Frage gestellt würde? Das kann nicht sein. Die würden doch nie gegen etwas sein, was im Grunde gut ist, nur aus primitven Eigennutz.

80 Millionen?

[13:18 von cowboy8]
[12:48 von tisiphone]
„würden ja nicht 80 Millionen Menschen dieses Einkommen beziehen“

Zu viel Unwissen über das BGE allenthalben. Eine ernsthafte Diskussion ist überhaupt nicht möglich/sinnvoll, solange diejenigen, die sich äußern (wie hier im Forum) nur eine nebulöse/oftmals falsche Vorstellung davon haben, die obendrein noch durch (gewollt?) unqualifizierte Äußerungen von Funktionären forciert wird.

Selbstverständlich erhalten ALLE das BGE. Nur muss eben „alle“ auch definiert werden. Und das ist noch Diskussionsthema.

Mein Vorschlag: ALLE = alle deutschen Staatsangehörigen (evtl. noch ausländische mit RV-pflichtiger Tätigkeit), die ihren ständigen (Haupt-)Wohnsitz in Deutschland haben.

Die Beschränkung auf dt. Staatsang. ist notwendig, solange das BGE nicht europaweit gezahlt wird.
Die Beschränkung bzgl. Hauptwohnsitz ist notwendig, weil das BGE wieder in die hiesige Wirtschaft zurück- und nicht ins Ausland abfließen soll.

Gewerkschaften für Ausbeutung

Somit sind die Gewerkschaften also für das Ausbeuten von Menschen. Das Dransalieren von Beschäftigten.
Aber daza gehören ja auch die Arbeitnehmer die das mit sich machen lassen.

Solch ein Einkommen würde etliches einfacher machen. So z.B. es müßte kein Sozialamt und Rentenanstalten mehr geben, da alle z.B. ein Betrag zum Leben bekommen. Mehr kann erworben werden. Dies könnten Versicherungen oder Sparbücher (mit mehr als dir 0,(10²)1%) sein.

karlheinzfaltermeier

Sehr guter Beitrag. Wie beim Sozialismus. Der funktioniert erst dann, wenn es keine Menschen mehr gibt.
Gutmenschen waren noch nie gut für gute Menschen.

Ich bin Akademiker

Ich bin Akademiker (@Kingfisher: Mein Studium war nicht umsonst, nach Ende hatte ich 15.000€ Schulden) und meine Steuerabgaben (ohne Rente und Arbeitslosen"steuer") sind vermutlich mehr, als der Großteil hier jeden Monat als Bruttogehalt empfängt.
Unsere Zeiten wandeln sich. Es wird bei Industrie 4.0 nicht mehr genug Arbeit geben! Statt "künstlich" geschaffene Arbeit am Existenzminimum oder unterbezahlte Beschäftigungstherapie brauchen wir neue Konzepte.
Es wird immer schwarze Schafe geben. Ausgebildete Hartzler. Aber der größte Teil wird vernüftig leben. Rentner, Alleinerziehende, oder wie Frau Merkel sagte "sozial Abgehängte". Und wenn man das, was es kostet, mal das gegenrechnet, was gespart wird, ein vernünftiges Konzept. Hier gab es schon gute Vorschläge, s.o.
.
Wenn wir ein vernünftiges Einwanderungsgesetz hinbekommen....
.
Und ich gehöre zu denen, die weiterarbeiten würden, weil mir mein Job Spass macht. Ich habe keinen sozialen Neid und die Idee ist gut.

Re 13:01 von Sisyphos3

Bedingungslos heißt, dass es jeder bekommt. Dafür fällt dann aber so etwas wie der Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer weg. Ja, das BGE in seiner Reinform wäre das komplette Ende des heutigen (manchmal von Anhängern wie Gegnern "fürsorglich" bezeichneten) Sozialstaats. Deswegen ist es keine Alimentation wie z.B. heute das ALG II.
Zudem wäre das Resultat eines BGE vermutlich alles andere als ein Paradies für die "Schmarotzer", die Sie beschreien.

Vielleicht denken die Gewerkschaftsführer eben doch an den Erhalt des Sozialstaates wenn sie das BGE ablehnen? Nur die Formulierungen im Artikel zeugen eher von Unwissenheit.

Denkfehler

"...nicht glücklich, wenn sie daheim sitzen und alimentiert werden..." - genau das ist der Denkfehler. Wer sagt, dass dann viele Menschen einfach nur daheim sitzen? Vielleicht ist das Bedingungslose Grundeinkommen ja gerade die Absicherung, die selbstständige Arbeit ermöglicht?

Ich hätte mir in jungen Jahren nichts sehnlicher gewünscht, als mit einer solchen Grundabsicherung meine Ideen verwirklichen zu können. Deshalb hatte ich bereits in den 80ern die Idee mir der Maschinensteuer (Maschinen sollen genau so "Lohnsteuer" zahlen, wie jeder Arbeiter).

@13:23 von tisiphone

Weil es Grundeinkommen heisst. Und nicht Zusatzeinkommen.

Entweder es ist bedingungslos oder nicht.

Das Bedingungslose

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist eine große Gefahr für den Niedriglohnsektor und Deutschland hat den größten in Europa.

Die Gewerkschaften hängen leider auch einer kranken Ideologie an, nach der unterbezahlte Erwerbsarbeit besser ist als gar keine Erwerbsarbeit.

Bevor die Gewerkschaften also das BGE befürworten, werden sie sich für die ofizielle Wiedereinführung der Sklaverei einsetzen.
Und dann dafür kämpfen, dass ein Sklave am Tag mindestens 4 Stunden schlafen darf und 200g Reis bekommt.

13:27 von Sisyphos3

Sanften Druck gibt es weiterhin. Ein BGE finanziert mir weder den A3, noch den Ski Urlaub in Österreich. Es ist ein Grundeinkommen, das es mir ermöglicht zu (über-)leben, mehr nicht.

Die Kasse vom Aldi wird dann besetzt, wenn der Lohn groß genug ist, dass jemand bereit ist für eben diesen Lohn zu arbeiten. Der Arbeitslohn gleicht sich dadurch an die erbrachte Leistung an.

@ 12:59 von nelumbo

"2000 € pro Nase bedingungslos, das wäre fein. Vater, Mutter, drei Kinder: 10.000 € netto (!) Haushaltseinkommen pro Monat ohne Arbeit."
.
Wer redet in dem Modell von 2.000 € für Kinder?
Neidisch?
Sie würden dass auch bekommen, wenn Ihnen die Summe nicht reicht, dürfen Sie weiterhin gerne arbeiten und aufstocken.
Wie sieht denn die Realität aus? Mutter geht wegen drei Kindern nicht arbeiten, Vater bringt so Netto 1.500€ nach Hause. Miete, Strom, Kinder, Essen. Wahrscheinlich Zuschüsse "vom Staat" (von Ihren und meinen Steuergeldern), Mutti wird später keine Rente haben, von der sie leben kann. Also wieder "Staat".
Rechnet sich dieses Modell für Sie?

Maschinensteuer

In Zukunft werden immer mehr Maschinen die Arbeit übernehmen. Sie schaffen Mehrwert, den in der Vergangenheit arbeitende Menschen geschaffen haben und dafür bezahlt wurden.
Maschinen sind aber nur deshalb so konkurrenzfähig, weil sie keinen Lohn erhalten und keine Sozialabgaben entrichten müssen.

Müssten aber für die Wertschöpfung von Maschinen genauso Sozialabgaben entrichtet werden, wäre die Finanzierung des BGE überhaupt kein Problem.

@Kingfisher

Sie irren!
Das "Bedingungslos" bezieht sich darauf, dass das, was bei Harz oft zu Sanktionen führt (Verfügbarkeit vor Ort, Teilnahme an Massnahmen, Pflicht, jeden Job anzunehmen etc) abgeschafft wird.

Bsp:
Man erhält das BGE, wenn man bedürftig ist, kann das dann nutzen, um zu studieren, was mit Hartz nicht geht, weil man verfügbar sein muss.

Bedingungslos heisst: wer bedürftig ist erhält es, ohne Auflagen.
Antrag stellen ja - Meldepflichten nein.
Denn wie gesagt: es heisst: GRUNDeinkommen.

Die Finanzierungsmöglichkeiten des BGE

Diejenigen, die sich darüber schon ernsthafte Gedanken auf der Grundlage der in Deutschland zur Verfügung stehenden Finanzsummen gemacht haben, fassen 3 potentielle Finanzierungsmöglichkeiten ins Auge.

Immer unter der Prämisse, dass jeder das BGE gleichermaßen erhält, unabhängig von seinen tatsächlichen Einkünften/Vermögensverhältnissen:

1. Die Lohn- & Einkommenssteuer aller angestellt & selbständig Arbeitenden.

2. Eine Unternehmensbesteuerung durch eine "Maschinensteuer".

3. Eine Kapital-Transaktions-Steuer.

Unter 1. wären die Steuern exorbitant hoch.

Die unter 2. wären schwierig festzulegen (welche Maschine ist wie "produktiv", und welche soll wie hoch besteuert werden?).

Unter 3. wäre es ganz einfach, einen bestimmten Steuersatz für jede Art von Kapital-Transaktion festzusetzen. Unterschiedl. Besteuerung gäbe es nicht.

Eine Kombination wäre möglich.
Haupt-Steuer-Einnahmequelle wäre 3.
Höhe des BGE für Kinder & Jugendliche wäre "gestaffelt".
Ausgangshöhe BGE sei 1.500 Euro.

Ist heute Anti-BGE Tag bei

Ist heute Anti-BGE Tag bei der TS?

Die Gewerkschaften sind gegen das BGE und die "Arbeitnehmer" sind ja so zufrieden mit ihrer Arbeit?

Kein Wort davon, dass Deutschland den größten Niedriglohnsektor in Europa hat, dass viele Menschen in diesem Land von ihrer Hände Arbeit nicht leben können und trotz Erwerbsarbeit auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, was eine verdeckte Subvention für deren "Arbeitgeber" darstellt.

@ 13:19 von Kingfisher

"Ich bin voll und ganz für ein BGE. Es muss aber mindestens bei 5000 netto sein. Alles andere ist menschenunwürdig. Dann kündige ich meinen Job und gehe segeln."
.
Sie ziehen das ein bisschen ins Lächerliche. Sie bekommen z.B. 1.000 €. Wenn die Ihnen reichen: Bitte, gehen Sie segeln!
Dann bekommen Sie den Kopf frei und argumentieren sachlicher und nicht nur polemisch.
Denn: Auch Sie sind ersetzbar! Und an Ihrem Fehlen wird die deutsche Wirtschaft nicht zugrunde gehen.

@13:21 von nie wieder spd

Das ändert alles nichts daran, dass jeder nur die Differenz (zw. Lohn und BGE) betrachtet, wenn er überlegt, ob er für das angebotene Gehalt arbeiten will, wie Sie ja selbst implizieren:

Dann wird aber im Gegenzug vielleicht das professionelle Toilettenreinigungspersonal erst ab 5000€ Zusatzeinkommen diesen Job ausüben.

Das wäre ja dann heute auch schon so. Aber angenommen, das würde stimmen, wieso glauben Sie, dass sich das nicht preissteigernd auswirken würde?

13:01, Sisyphos3

>>also wenn das keine Alimentation ist bzw. Schmarotzertum, dann will ich wissen was es dann ist
von anderen Menschen verlangen, dass sie für mich arbeiten.<<

Sie denken nicht richtig nach.

Nicht andere Menschen, sondern Maschinen erwirtschaften heutzutage den Mehrwert und haben die Arbeitsplätze in der Produktion zum großen Teil jetzt schon überflüssig gemacht.

Und das ist erst der Anfang.

Marcel Fratzscher vom DIW schreibt heute im Tagesspiegel, daß die Digitalisierung auch die Büro- und Industriejobs der Mittelschicht zerstören wird.

Und spätestens dann wird Schwung in die Diskussion kommen. Denn solange es nur die Proleten traf, konnten die "Entscheidungsträger" mittels überkommener klassenbezogener Ressentiments die Diskussion deckeln.

Das wird sich bald ändern, und der DGB scheint gerade den Zug zu verpassen.

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