Ihre Meinung zu: Musikpreis "Echo" wird abgeschafft

25. April 2018 - 14:33 Uhr

Den Musikpreis "Echo" wird es in seiner derzeitigen Form nicht mehr geben. Das teilte der Vorstand des Bundesverbandes der Musikindustrie mit. Hintergrund ist der Antisemitismus-Skandal um zwei Rapper.

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Kommentare

Man kan nur sagen....

.... DAUMEN HOCH!!!!!!!

Man wundert sich.

Diese dummen Rapper sollen so viel kaputt machen können? Schlimmer als Böhmermann wars doch auch nicht. Wegen Böhmermann wird doch auch nicht gleich der öffentlich-rechtliche Rundfunk abgeschafft.

Der Preis der Schande

wird abgeschafft - gut - kein Verlust.

Vielleicht wird es etwas Neues geben. Einen Musikpreis, der tatsächlich etwas mit Kunst zu tun hat. Nicht nur mit Verkaufszahlen.

Echo verhallt

Schall und Rauch quasi.

Er war...

...überflüssig, wie ein Kropf! Verkaufszahlen feiert man im Vorstand, und nicht auf der Bühne!

Echo wird abgeschafft

So ein Quatsch. Stattdessen hätte man diesen hirnlosen Rappern den Preis aberkennen und die Jury sich offiziell für ihre Fehleinschätzung entschuldigen sollen. Nun den ganzen Preis einzustampfen ist doch wie ein Triumph für diese Idioten. Für mich ein total falsches Signal!

Gute Entscheidung!!!

Was besagte der Preis denn im Grunde, Verkaufszahlen - nichts anderes.
Gesehen wurde der Preis von außen gerne als Verdienst für .... eben - wofür - Umsatz?
Mir war das bis zu diesem Eklat auch nicht klar.
Wer sich beweihräuchern will der Umsatzzahlen, der schaue auf die Klicks oder in die Bilanz, dazu braucht es keine Preisverleihung.
Und erst recht braucht es keine Prämierung von Liedern die Fremdenfeindlich oder antisemitisch sind. Die Anzahl der verkauften Einheiten solchen Schunds ist genau so zu bewerten wie eine Million Fliegen auf einem ..... es bedeutet nicht dass er genießbar ist.
Den Echo braucht keiner - also kann er auch verschwinden.

Es gab keinen anderen Ausweg

Ein Musikpreis, der offenen Rassismus toleriert, hätte es schwer gehabt, fortzubestehen.

In seiner derzeitigen Form?

Ich lächelte, war froh, und es kam schlimmer!

Die Sparte ...

... für Rapper einfach in 'Der goldene Vollpfosten' umbenennen, reicht aus.

Gut so. Die einzig richtige

Gut so. Die einzig richtige Entscheidung. Gleichzeitig sollte sich Bertelsmann von den “Künstlern“ trennen und die Professoren des Echo-Entscheidungsgremiums sollten in den Ruhestand befördert werden.

Eine andere Welt

Als alter Knacker beobachte ich ständig die Veränderungen, was das Verhalten jüngerer Leute betrifft. Nicht, dass ich mich darüber aufrege und schimpfe, nein, ich will einfach nur dabei sein.

Da gibt es die Jugendsprache, die meine ich nicht. Ich meine Gebärden , Lautstärke Gesichtsausdrücke und Aussprache. Einmal wird wesentlich schneller gesprochen als früher. Man benutzt deftige Ausdrücke, siehe Nahles oder die AfD-Größen. Moderatoren ziehen am Ende des Namens noch einmal die Stimme hoch, wenn sie jemanden vorstellen.

In meiner Jugend haben wir Gedichte lernen müssen. Die Generation danach hat Gedichte gehasst, weil das Auswendiglernen ein Zwang war. Schlagertexte und Zeilen haben sich später am Ende nicht mehr gereimt (s. "das Haus am Meer", Peter Fox), was ich schrecklich fand.

Heute gibt es den Rap. Gesprochene Gedichte mit Musik im Hintergrund. Der Reiz geht anscheinend vom Text aus, der mitreißen soll. Je deftiger, desto größer die Umsätze. Kein Wunder...

Echo

Der Schaden ist erst behoben, wenn der Echo den Rappern aberkannt werden.

Einen Preis abschaffen . . .. ..

nur wegen Rap ?

Wieso schaffen sie denn nicht einfach den Preis in der KATEGORIE "Rap" ( was ja keine klangvolle Musik/=das Selbe mit Elektromusik oder Dichtkunst ist, nur etwas für instrumental Unbegabte Leute mit eindeutigen Sprachproblemen von der Straße) ab ??

Wieso gleich eine ganze Verleihung? Wenn das nun kommt, können die bisherigen Preisträger ihre Preisstatuen für gutes Geld verkaufen. Hat Westernhabgen, Campino & Co. das nun real getan? Wer weiß es?

Änderungen beim Echo finde ich richtig

In der Sache finde auch ich es richtig, dass es den Echo in der gegenwärtigen Form nicht mehr geben soll. Denn fuer mich geben bei sowas nicht irgenwelche Verkaufszahlen den Ausschlag fuer den Preis:

https://www.tagesschau.de/kultur/echo-abgeschafft-101.html

Der Musikverband hatte die Vergabe des Preises an die Rapper zunächst damit begründet, dass vor allem Verkaufszahlen ausschlaggebend seien für die Ehrung.

sondern hier sollten die Musik, die Texte und eventuell dazugehörendes tänzerisches Können wichtig sein, wie dem Publikum der Titel gefällt. Das sollte darueber entscheiden, ob jemand den Echo bekommt oder nicht.

Denn es ging hier bei den Texten der beiden Rapper um Antisemitismus und um Frauenfeindlichkeit laut anderen Quellen.

Rapper Musiker

ein seltsamer Verein
aber man muß wohl 15 .... 20 sein
um den was ab zu gewinnen

gut

Immerhin, eine gute Entscheidung.

Auf dem Weg dahin muß ich meinen Respekt einer Zeitung zollen, die mir ansonsten durch Kampagnen-Journalismus auffällt, oft leider üblester Art: Der Bild-Zeitung. Sie betrieb das Thema Echo und den Skandal darum laufend und bis hin zur Penetranz. In diesem Fall richtig und gut und erfolgreich.

Auch die Vertreterin der römisch-katholischen Kirche im Beirat des Echo, Uta Losem, sollte erwähnt werden: Sie stellte sich im Gremium tapfer als einzige gegen die Preisvergabe an das Menschen verachtende Duo.

Die "Wimpelfrage"

Stellt sich die Frage, ob das Ganze lediglich Auswirkungen auf "die Marke Echo" hat oder ob manch anderer "Wimpel" bei dieser Aktion ebenfalls Schaden erlitten hat.

So manche Preisverleihung sollte man sicherlich auch außerhalb der Künstlerszene kritisch hinterfragen, beispielsweise hinsichtlich Veranstalter und Jury, Sinn und Zweck, ggf. die "Grundmasse nach Teilnehmerbewerbung", Bewerbervorauswahl und -Qualität und schließlich der Bewertung.

Es ist gewiss oft gar nicht so einfach, einen Preis seriös an die Frau oder den Mann zu bringen. :-)

Was wird jetzt bei der Neuaufstellung anders??

Was mich interessieren wuerde:

was wird bei der Neuaufstellung beim Echo Klassik und beim Echo Jazz anders??

https://www.tagesschau.de/kultur/echo-abgeschafft-101.html

Der BVMI erklärte weiter, die Marke "Echo" sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei, der auch eine Neuaufstellung bei "Echo Klassik" und "Echo Jazz" nach sich ziehe.

Und ja, solchen Antisemitismus (ganz egal gegen wen auch immer), Frauenfeindlichkeit und sich in Texten ueber Häftlinge im NS-Vernichtungslager Auschwitz lustig machen, hätte es beim Echo nicht geben duerfen. Dass ist wahr. Solche Texte gehören vorher raussortiert, wenn man sich entscheidet, wer beim Echo auftreten darf. Da muessen die Texte vorher eingereicht werden und auf sowas durchgeschaut werden.

Reorganisiert

... also auf zu einem nicht durch Kommerz geprägten Preis.
Kompetente Jury, andere Initiatioren.

@ Rhinopoma

"Stattdessen hätte man diesen hirnlosen Rappern den Preis aberkennen und die Jury sich offiziell für ihre Fehleinschätzung" Am 25. April 2018 um 14:42 von Rhinopoma

Welche Einschätzung?
Es ging um Verkaufszahlen, das ist plumpes Zusammenrechnen und keine Einschätzung.
Da könnte auch Tchibo Preise an Caffees vergeben für die höchste Anzahl an verkauften Tassen / Liter / Bohnen Kaffee. Das wäre genauso (un)spektakulär.

Auch Gesangskunst sollte beim Echo eine Rolle spielen

Was dann beim Echo auch eine Rolle spielen sollte, ist wie gut derjenige/diejenige singen kann (Gesangskunst) zusätzlich zur musikalischen Untermalung, den Texten und tänzerischem Können.

Aber der Echo darf nich zu einem Abklatsch von DSDS oder sowas verkommen. Das brauchen wir nicht.

Sowas wären neutrale Kriterien, woran man so eine Entscheidung festmachen sollte und eben nicht an Verkaufszahlen. Verkaufszahlen sollten fuer einen Echo so unbedeutend sein wie nur irgendwas.

Sind wir derart verroht?

Es ist erfreulich zu sehen, dass hier tatsächlich ernsthafte Konseqeuenzen gezogen werden, doch bleibt die wichtigste Frage weiterhin nicht adressiert: Wie kann es in unserer Gesellschaft überhaupt zu einer derartigen Popularität (Anzahl von Downloads) dieser Art von Liedtexten kommen, die dann sogar in einer Preisverleihung gipfelt? - Sind wir alle derart verroht?

wenn denn nun auch schon entsprechende

überlegungen im gange wären, auch den grimmspreis abzuschaffen, wäre noch mehr gewonnen

@ Der Humanist

"...Die künstlerische Freiheit hört in Deutschland da auf, wo das Judentum beginnt..."

Vorsicht! Das kann man auch anders verstehen.

Konsequent und gut! Aber...

...wenn ich mir nun vorstelle, dass da zwei nicht gerade moralisch angehauchte Rapper mit Skandaltexten ihr Auskommen sichern können und Fans gewonnen haben, dann wird es die beiden ja in unglaubliche Höhen katapultieren, dass sie der Auslöser für das Ende eines Preises gewesen sind!

Gerade die Szene um den Rapp braucht doch diese Auseinandersetzungen, damit die Fans ihnen treu bleiben! Ich glaube, der Echo, der Streit und nun das Ende hat diesen Typen jetzt nur einen Gefallen getan!

@Der Humanist

"Was ist denn mit den Sendungen, wo Herr Böhmermann den türkischen Präsidenten auf das Übelste beleidigt?" Am 25. April 2018 um 15:02 von Der Humanist

Was soll der Quatsch nun?
Hat der Mann dafür etwa einen Preis bekommen? Welchen? Habe ich was verpasst?
Ich hätte von dem angeblichen"Gedicht" nie erfahren, wenn Erdogan selbst das nicht so breit getreten hätte.

Oui, das ist aber schnell

Oui, das ist aber schnell eskaliert. Ich nehme mal an dieser 'Preis' war ohnehin wertlos, von daher ist das sicher kein grosser Verlusst.

@Paul Puma

Einfach mal "Holocaust" googeln und lesen was da steht.
Böhmerman hat sich nicht über 6 Millionen Mordopfer lustig gemacht und ist daher auch absolut nicht vergleichbar.

Echo

Ich finde es sehr gut, daß der „Echo“ in der bisherigen Form endlich abgeschafft wird! Es ist ein entsprechendes Echo auf die Difamierung und den abscheulichen Umgang mit dieser Preisverleihung! Man darf die Hoffnung haben, daß in Zukunft derartiges nicht mehr vorkommen kann!

Freundliche Grüße

Gottfried Josef Bertram

Rheinbach,25.4.2018

äh.... warum erwähnt niemand,

dass es millionen intellektgeminderte GEKAUFT haben?! das ganze ist doch ein weiteres zeichen für die totale verblödung der massen. die sog. künstler bedienen einfach nur die kundschaft. das plattenlabel hat das spiel mitgespielt. so what?

um 15:03 von Tammy Speed Mind

" ....ihre Preisstatuen für gutes Geld verkaufen. Hat Westernhabgen, Campino & Co. das nun real getan? Wer weiß es?"

Ich!

Soll ich Ihnen einen verkaufen?
:-))))

@Lyn von 14:38

vielen Dank, ich teile ihre Meinung.

An dieser stelle lohnt es sich Freddy Mercury zu zitieren:

>>Die Technisierung der Musik schreitet immer mehr voran, eines Tagens dürfen hässliche Menschen wie ich die Musik lieben und leben nicht mehr auf die Bühne, dafür schöne Menschen deren austauschbare "Musik" am Synthesizer erstellt wurde. <<

Es wird auch heute noch sehr gute Musik gemacht, nur können diese echten Künstler davon kaum leben.

Alles ist austauschbar, alles ist gleich, alles ist billig.

Ein Stück wie Bohemian Rhapsody würde es heute gar nicht mehr in die Charts schaffen, weil es vielen Entscheidungsträgern zu selbstständig wäre.

Antisemitismus ohne Antisemitismus

Worin in den dürren Textzeilen des prämierten Liedes, die Judenfeindlichkeit bestehen soll erschließt sich mir nicht.
Wohl aber, daß hier die Vereinigung der Moralträger in Deutschland, Machtgelüste auslebt. Nachdem selbst ein Böhmermann, mit rüden Beleidigungen eine diplomatische Krise auslösend, getreu §5 Abs 3 des Grundgesetzes breite Unterstützung erhalten hat, wird hier eben jenes Schutzrecht mit Verfassungsrang in den Schmutz getreten. Nur weil in der offensichtlich fehlerhaften Auslegung eines Liedtextes, das Wort Antisemitismus herbeigezerrt wird.

viel zu spät

Der Echo hätte schon vor mehr als 5 Jahren überarbeitet werden müssen.
2013 war Frei.Wild nominiert, erst nach Protesten ist sie von der Nominierungsliste für den Musikpreis Echo 2013 genommen worden.
2015 standen sie wieder auf der Nominierungsliste.
2016 haben sie dann einen Echo bekommen.

Schon vor 5 Jahren also, hätte man den Knall kommen sehen können.

Wird demnächst auch Silbereisen abgeschafft

wenn seine Helene mal wieder "atemlos" trällert. Da fühlen sich dann die Asthmatiker diskriminiert. Das Ende der künstlerischen Freiheit.

Erstens wird der Preis nicht

Erstens wird der Preis nicht abgeschafft, er wird lediglich umbenannt.

Wenn ein MUSIK-Preis verliehen wird, wieso wird dieser unmusikalischen Proleten verliehen.?

Die verkaufszahlen sind kein MAsstab. Es gibt Musiker, die viel mehr verkaufen, als diese Hannebambel.

...Pooof and it's gone.

...Pooof and it's gone.

Ich halte diese Reaktion für mehr als fragwürdig...

...Als die französische Satirezeitschrift
"Charlie Hebdo" sich in einer für mich
geschmacklosen Weise über islamische
Reliogionsansichten schmählichst
ereifert hat, wurde dies allseits verteidigt
und mit der doch SO wichtigen, künstlerischen
Freiheit begründet!!
Für mich ist die jetzige Reaktion völlig
übertrieben und gelinde gesagt auch
ziemlich heuchlerisch...!!

Ein Preis, den keiner braucht

wird abgeschafft-gut so.
Der Grund erschließt sich mir allerdings nicht.
Die Kunst sollte frei von Regulierungen betreffs ihrer Inhalte sein-auch wenn mir das nicht gefällt, was die beiden da produziert haben-geben sie doch mit ihrer Kunst einen besseren Einblick in das Fühlen und Denken der Jugend als jede Statistik.
Die Kunst ist immer ein Spiegel der Gesellschaft und wenn unsere Gesellschaft in einigen Teilen nicht judenfeindlich und menschenverachtend eingestellt wäre, hätten sie kein Publikum und keinen Erfolg.

...wusste ich, dass mit der Musikindustrie etwas nicht stimmt.

Wenn man von den Anwälten Rasch & anderen aggressiven Kanzleien Klageankündigungen ins Haus bekommt, und die Kanzlei die Beweisvernichtung des Beklagten ausnutzt, weil IP-Adressen gelöscht werden, bevor man informiert wird, dann wusste ich, dass mit der Musikindustrie etwas nicht stimmt!

Wenn der NDR, liebe ARD, beim ESC einen Titel von Ann Sophie genehmigt, damit Deutschland "Black Smoke" verteidigt - mit dem Risiko, dass das internationale Publikum etwas anderes assoziiert, bevor der eigentliche Liedtext gesungen wurde, dann wusste ich, dass mit der Musikindustrie etwas nicht stimmt!

Wenn der NDR für die Produktion des ESC mit seiner Vetternwirtschaft nicht jetzt mal dafür gerügt wird, aber der Echo gleich völlig aufgibt, dann "weiß" ich - nicht wusste! - dass mit der Musikindustrie auch zukünftiges nicht mehr stimmen wird.

Daher sag ich nur: Fair play! Stilvollen, kreativen Musikern aus dem Untergrund ihre Chance!

So sieht Feigheit aus

anstatt den Preis mit Hirn und Verstand zu überarbeiten steckt man einfach den Kopf in den Sand.
Frei nach dem Motto ich seh´ dich nicht du siehst mich nicht.

wieder nur da wo es passt

Der Preis ist überflüssig und sollte ganz abgeschafft werden.
Aber das Gejammer in der Republik mit alternden Stars, die jetzt plötzlich Texte anstößig finden, ist lächerlich.
Über diese linken Anarchisten FSF hat der NDR sogar ein Film gemacht, obwohl die Texte unterirdisch und anzüglich sind. Auf dem linken Auge sind die Staatsmusiker eben blind.

Ein Sturm im Wasserglas.

Aber Antisemitismus Vorwürfe werden nunmal schnell zum Selbstläufer. Warum zitiert man eigentlich nie die fraglichen Zeilen in solchen Artikeln? So könnte man das Ganze als Leser etwas besser einschätzen.

Aber so kommt mir das alles etwas wie gespielte Empörung vor, den Grossteil der Kommentare hier mit eingeschlossen.

Ein Witz

Wie jeder nun auf Kollegah und Farid einhackt. Obwohl kaum jemand sich wirklich mit den beiden beschäftigt hat. Einfach mal den Medien hinter herlaufen und blind der Masse folgen. Mit etwas rechere und interresse würde man schnell heraus finden, dass JPG3 (das skandal Album) nicht im geringsten ernst gemeint ist. Es wird von 2 erschaffenen Kunst personen gerappt und nicht von den Personen die hinter Kollegah und Farid wirklich stecken. Wie Kollegah schon selbst gerapt hat:“ ich habe geschichten geschrieben (...)“ und so war es jetzt auch wieder. Nur weil die beiden zum ersten mal einen Skandal mit einer verhältnismäßig normalen Textzeile ausgelöst haben, werden sie von allen versucht fertig zu machen. Habe ich leider kein Verständnis für.

Ist Schadenfreude erlaubt?

Der Echo war einer von den Preisen, die wirklich niemand gebraucht hat. Ein Preis für Umsatzzahlen, wie erbärmlich. Der kleinste gemeinsame kapitalistische Nenner, wenn man so will (überweist das Geld an Facebook, die machen ja anscheinend auch viel Umsatz).

Was mich freut, nennt es Schadenfreude, ist, dass ans Licht kam, wie gut Umsatzzahlen und die braune Brühe offenbar vereinbar sind.

15:02 von Der Humanist

"Ich dachte wir sind in einem Land, wo künstlerische Freiheit herrscht ? Anscheinend endet sie da, wo die religiösen Gefühle von Minderheiten verletzt werden. Das ist nicht Freiheit!" - Auschwitz als "Verletzung der religiösen Gefühle von Minderheiten"? Da hat jemand in der Schule aber gar nicht aufgepasst.

Überzogene Reaktion

Den Classik und Jazz Echo auch gleich abzuschaffen, halte ich für überzogen.

Absurdes Theater!

Was wird jetzt noch alles zensiert werden? Im Übrigen die beste Werbung, die die Rapper haben können. Ich habe einmal in den Song reingehört: Musikalisch gar nicht so übel. Künstlerische Freiheit sollte garantiert sein. Und nicht bei jedem Vorfall gleich mit der Antisemitismus-Keule kommen.

Sehenden Auges in den Skandal

Das war so richtig hausgemacht, der Skandal. Trotz der vielen Warnungen zu den inkorrekten Rap-Zeilen im Vorfeld der Echo-Verleihung wurde der Preis überreicht. Wie unsensibel für heutige Verhältnisse!

Angemessen wäre ein Preis, der neben den Verkaufszahlen auch den künstlerischen Anspruch bewertet, etwa so wie A- und B-Note im Eiskunstlaufen. Erst beide Noten zusammen ergäben ein unangreifbares Resultat. Dabei muss die künstlerische Freiheit nicht auf der Strecke bleiben.

@ Lyn

"Vielleicht wird es etwas Neues geben. Einen Musikpreis, der tatsächlich etwas mit Kunst zu tun hat. Nicht nur mit Verkaufszahlen."

Was ist denn "Kunst" in Ihren Augen? Ist doch eine schwammige Kategorie, in die alles & jeder rein passt, & nun wirklich kein Kriterium sein kann (denn was für den einen Kunst ist, ist für den anderen Schund...). Kurz: da zählt dann auch nur, was das "Kunstwerk" auf dem "Kunstmarkt" für einen Wert erzielt, so wie es jetzt auch beim ECHO der Fall gewesen ist. Ich halte daher die Abschaffung für komplett überflüssig & hysterisch.

Vielmehr als über den Preis sollten wir mal über unsere Jugend diskutieren, denn was da heranwächst, ist potenziell in sich staatsgefährdend, weil übelst renitent, dank Abwesenheit auch nur einer im Ansatz als solche zu bezeichnenden "Erziehung". Ich weiß: die älteren Generationen haben schon immer über die Jüngeren geschimpft & den Untergang des Abendlandes herbeigeredet. ABER dabei ging es nie um exzessive Gewaltverherrlichung!

Viel Lärm um Nichts

Ein in die Jahre gekommener Musiker wollte sich wieder ein wenig Aufmerksamkeit abholen, in dem er ein von den Medien total platt getretenes Thema, nachdem darüber Wochen land diskutiert wurde und eine Ethikkomission darüber entschieden hat, wieder herausholt und öffentlich darüber abkotzt. Rea Garvey war Mann genug um den beiden seine Meinung hinter der Bühne zu sagen. Man hat darüber diskutiert, sich die Hand gegeben, und ist seines Weges gegangen. Aber klar, das gibt ja keine mediale Aufmerksamkeit.

Zu Kollegah und Farid Bang... Nunja, viele Texte mögen grenzwertig sein. Jeder muss für sich entscheiden wie das einzuordnen ist. De facto sind solche Lines im BATTLE-Rap an der Tagesordnung und dürfen keineswegs mit den politischen und ethischen Meinungen der Künstler in Verbindung gebracht und auf die Goldwaage gelegt werden.

Die toten Hosen haben zwar nicht so brutale Texte, dafür sind sie lyrisch (lassen wir die "bösen Wörter" weg) auf viel niedrigerem Niveau als viele Rapper.

Verkaufszahlen feiert man im Vorstand

Verkaufszahlen... genau das ist das eigentliche Problem hier.
Nicht der Preis an sich hat am Pranger zu stehen, sondern die, welche diese Musik kaufen!!! - und das scheinen ja nicht wenige zu sein. Rechte Musik scheint in diesem Land ja regelrecht ein Verkaufsschlager zu sein - darüber sollte man sich ernste Gedanken machen!!! Ohne die Käufer (Konsumenten) würde diese "Künstler" niemand registrieren. Wie gesagt, auch Kunst unterliegt den Gesetzen der sog. Marktwirtschaft, leider..........

Der Echo wird abgeschafft

Ja, das ist ein wirklich kraftvolles Signal und ein Schlag ins Gesicht aller Antisemiten!

*Ironie aus*

Echo abgeschafft.

Sehr schön.

Der Grund dafür ist mir eigentlich egal.

Man muss grottenschlechte Musik nicht auch noch feiern, nur weil sie Gesellschaft in Massen aus dem Internet herunterlädt.

Ich wundere mich über die

Ich wundere mich über die Naivität und "bravo"-Meinungen.
Das ist ein Kommerzpreis gewesen, was jetzt passiert ist pure PR, Image-Schadensbegrenzung...
Marketing und nichts weiter.

Und die Leute tun so, als hätten sich die Macher des Echo von ihrer Geldgier abgewannt und mit Indianerehrenwort zum Besseren bekannt.
Den Konsumenten wird Honig ums Maul geschmiert und in 10 Jahren wundern sich alle wieder nach welchen Kriterien der noch zu gründende Ersatzpreis vergeben wird.
Und einen Ersatzpreis mit Medienrummel und Werbewirkung wird es geben, kein zweifel, das bringt nämlich weitere Umsatzsteigerung bei den schon Umsatzstarken Musikern und "Musikern".

Die hatten extra einen Ethikrat, um sich abzusichern und der hat sowas durchgelassen... glaubt doch keiner mit Verstand, das so Gestalten ihre Fehler erkannt haben.

Wie sagte in den ersten Tagen einer so schön von der Bertelsmanntochter sinngemäß: ist zwar geschmacklos und hat Menschen verletzt, war aber dennoch ein Verkaufsschlager.

Empfehle, dass die AFD die

Empfehle, dass die AFD die Gruppe engagiert, hat alle Themen drauf, die auch die Partei bedient.

15:31 von DerWeise

Genau so ist es - leider... und leider werden wieder nur Symptome bekämpft anstelle der Ursachen. Abschaffen geht eben einfacher als Antworten zu finden z. B. auf die Frage: Warum (!!!) fanden die mit ihrem Gedankengut überhaupt so viele "Kunden", dass dafür ein Preis herhalten muss?

Skandal? Selbstzensur!

Die Rapper sind kein Skandal. Sie vermarkten sich nur geschickt.

Der Echo ist auch kein Skandal. Er misst nur den Marketing-Erfolg.

Ein Skandal ist der Zustand unserer Gesellschaft, der in den blöden Rappern und der mindestens ebenso blöden Jury seinen Spiegel findet.

Intoleranz, Hetze, niedrigschwellige Gewalt, Respektlosigkeit, Werteverfall, Machogehabe, Diskriminierung, Geltungssucht, Ignoranz, Staatsfeindlichkeit, Sexismus, Drogen, Hemmungslosigkeit, Provokation, sprachliche Subkultur - daraus besteht Rap, und er ist erfolgreich, weil unsere jüngere Gesellschaft genau da angekommen ist.

Dazu können wir uns gratulieren, denn das haben wir "Alten" geschaffen. Die grenzenlose Toleranzbesoffenheit der 68er, bei denen Begriffe wie "Werte", "Respekt", "Kultur", "Fleiß" zu Schnappatmung führen, beschert uns diese unbequeme Wirklichkeit.

Die Abschaffung des Echo ist so gesehen ein weiteres Stückchen Kapitulation und Selbstzensur. Aber wer den Spiegel zerschlägt, bleibt hässlich.

@ Links 2 3 4 um 15:29

Sie schrieben:
"Der Echo hätte schon vor mehr als 5 Jahren überarbeitet werden müssen.
2013 war Frei.Wild nominiert, erst nach Protesten ist sie von der Nominierungsliste für den Musikpreis Echo 2013 genommen worden.
2015 standen sie wieder auf der Nominierungsliste.
2016 haben sie dann einen Echo bekommen."
Oh Gott, mir bleibt ja fast das Herz stehen! Was für ein Skandal! Und das vor allem vor dem Hintergrund, dass "Ton Steine Scherben", "Feine Sahne Fischfilet" und "Crument" noch nie einen solchen Preis bekommen haben, obwohl die doch auf der "guten" Seite stehen!

Kaum schafft es ein "Preis"...

...von der breiten Öffentlichkeit wahr genommen zu werden, wird er auch schon wieder abgeschafft, weil er nicht PC-konform (kontrollierbar) ist.

Wie war das nochmal mit bunt und Vielfalt?

Ach ja, die beiden Jogies, um die es ja offensichtlich geht, interessieren mich nicht die Bohne, wie auch all die anderen anderen, "wichtigen" Preisträger!

Kulturförderung statt Kommerzvergoldung

Der Preis der deutschen Musikindustrie orientiert sich an schnödem Kommerz. Nicht die Qualität, Inovation oder ein kultureller Mehrwert wird ausgezeichnet. Im Gegenteil, der Echo steht für Massengeschmack, Kommerz, das Primitive und vulgäre Provokation. Ein echter Musikpreis zeichnet nicht das Bekannte, Eingängige und Flache aus sondern muss sich am Neuen, Anspruchsvollem und Inspirierenden orientieren.

Es mag sein das die Manager der Musikbranche sich an z.B. einem vulgärem Antisemitismus oder Trivialem Pop eine goldene Nase verdienen. Tiefgehende Kompetenzen im Bereich Musik aber auch ein Minimum an sozialen Kompetenzen fehlen offenbar.

Darum dürfen nicht Unternehmer oder Manager den Rahmen für einen Musikpreis bilden.

Nur echte Experten im Bereich Musik sind berechtigt einen Musikpreis zu vergeben der diesen Namen verdient.

Wenn sich ein deutscher

Wenn sich ein deutscher Normalbürger in dieser widerwärtigen Weise antisemitisch äußert, dann landet er zu Recht vor dem Haftrichter wegen Volksverhetzung.

Warum geschieht dies hier nicht ?

Gelten für Rapper die deutschen Gesetze nicht ?

Die Beweislage ist erdrückend und die öffentliche Wirkung ist durch die Zahl der Tonträger belegt.

I

Falsche Entscheidung

Gibt man den beiden Großmäulern nicht dadurch noch mehr Wichtigkeit, als ihnen zusteht?
Eine Änderung der Vergabe-Kriterien und eine bessere Auswahl der Jury hätte doch auch gereicht. Außerdem: Aberkennung des Preises in Nachhinein.

ECHO ABGESCHAFFT

Nun das Kind gleich einmal mit dem Bade ausgeschüttet ?

Entschuldigungen...

... die ertappte Antisemiten äußern:

1. das war doch nur ein Witz!

2. das war doch nur eine Geschichte!

3. das war doch Ironie!

Leider tragen diese Ausreden alle kein Wasser. Und ja, ich habe mich mit Kollegah auseinandergesetzt, habe seine Texte gelesen und „Apokalypse“ gesehen. Und er bleibt auch dort ein Antisemit, stumpf und kunstlos.

Das Beste: von Politikwissenschaftlern damit konfrontiert, dass sein „Diener des Bösen“ in Apokalypse durch einen Davidstern am Finger charakterisiert wird, versucht der sich auch noch darüber lustig zu machen und belehrt diese, dass das Hexagramm ja ein altes magisches Zeichen sei und viel älter als die Juden sei, kein Zusammenhang bestehe und die Professoren ja keine Geschichtsexperten seien. Er möge sich mit Edding mal ein fettes Hakenkreuz auf die Stirn malen, dann kann er bei empörten Blicken gerne erklären, was für ein altes, magisches Zeichen das Swastika ist, viel älter als die Nazis, hat nichts damit zu tun!

@1.Senator

"Ich halte diese Reaktion für mehr als fragwürdig......Als die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" sich in einer für mich geschmacklosen Weise über islamische Reliogionsansichten schmählichst ereifert hat" Am 25. April 2018 um 15:30 von 1.Senator

Ich halte Ihre Reaktion für fragwürdigt.

Auch wenn diese Art von Humor umstritten ist:
Charlie Hebdo macht sich über alles mögliche lustig, auch das Christentum UND das Judentum.

Sie stören aber nur die Witze über den Islam.
Interessant...

Wie fänden Sie es, wenn die beiden Rapper paar männerfeindliche und islamfeindliche Texte schreiben, nur um zu zeigen, dass sie es nicht "so" gemeint haben? Oder ist es dann etwas anderes?

@ Paul Puma

Sorry aber ich glaube Sie reihen sich ein in die Reihe derer, die es nicht verstanden haben und Antisemitismus mit Satire gleichsetzen.
Die Textpassagen waren eines sicher nicht...letzteres.

@RoyalTramp

"Was ist denn "Kunst" in Ihren Augen? Ist doch eine schwammige Kategorie, in die alles & jeder rein passt, & nun wirklich kein Kriterium sein kann (denn was für den einen Kunst ist, ist für den anderen Schund...)."

Hier gebe ich Ihnen Recht. Kunst ist kaum bewertbar und liegt klar im Auge des Betrachters.
Ich weiß nicht ob 4/4-Takt-Schlager von Frau Fischer so künstlerisch wertvoll ist. Auch Rap ist für viele Ohren nichts anderes als Gemauschel von Lauten.

"Vielmehr als über den Preis sollten wir mal über unsere Jugend diskutieren ..."
Wunderbar mit Ü30, darf ich da endlich mitreden. Natürlich ist es erschreckend was manche sich jeden Tag musiktechnisch antun.
Aber was soll man mit einer konservativen Jugend auch machen? Die heutige Jugend hat keine Visionen mehr, sie ist abgestumpft, letargisch und wird sie hat keinen Grund Herausforderungen anzunehmen.
Die Jugend von heute, welche solch eine Art von Musik hört, protestiert mit ihrem Konsum gegen das System.

um 15:59 von seneca007

"Künstlerische Freiheit sollte garantiert sein."
Also auch kein Zensus für Rechtsrock?

gut so...

..."Events" (so nennt man das doch heute) mit vorgetäuschter Objektivität bei der Wahl der Preisträger, die weitgehend nur auf kommerziellen Zahlen beruhen, aber nur wenig Bezug zur Kunst haben, sind ähnlich überflüssige Sebstbeweihräucherungsveranstaltungen, wie z.B. Pressebälle... ups...
...jetzt gibt es was von der Moderation auf die Nuss, oder?

Das freut mich!

Denn die Deutsche Musikkultur ist praktisch nicht existent. Sie besteht größtenteils aus dem Import von Unterhaltungsmusik aus dem angelsächsischen Raum, sinnentleerter Volksmusik und der Wiedergabe klassischer Musik aus längst vergangener Zeit.
Wenn dümmliche Rapper die musikalische Avantgarde in Deutschland darstellen, kann man den Echo getrost abschaffen und uns auf das Abdudeln der größten Hits der 70er, 80er und 90er Jahre beschränken.

um 15:49 von derzwerg

" ...Licht kam, wie gut Umsatzzahlen und die braune Brühe offenbar vereinbar sind."

Hä???
Antisemitismus ist nicht gleich braun.
In diesem Fall ging der Antisemitismus von Menschen (teilweise mit Migrationshintergrund aus) deren Weltanschauung/Religion mit dem Islam zu tun hat.
Also, heben sie sich ihre kindliche Schadensfreude auf den nächsten Skandal auf.
Oder meinen sie mit brauner Brühe etwa die Produzenten?
Na, lassen sie das die dann aber besser nicht lesen.
Könnte teuer werden.

Absurdistan!

Hätte irgendein Musiker gegen eine andere Minderheit gehetzt, würde es den Echo selbstverständlich noch geben.

um 14:52 von thorsten64

"...für Rapper einfach in 'Der goldene Vollpfosten' umbenennen, ..."

Genial :-)

@ Lyn

Ein guter Vorschlag, aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Da bräuchte es dann keine Kommission, denn die würde entweder nach eigenen Kriterien Kunst definieren oder wieder nur den Mainstream zelebrieren. Aber eine Abstimmung wie beim ESC wäre ja vorstellbar...

um 15:06 von Stefanqwer

"Auch die Vertreterin der römisch-katholischen Kirche im Beirat des Echo, Uta Losem, sollte erwähnt werden: Sie stellte sich im Gremium tapfer als einzige gegen die Preisvergabe an das Menschen verachtende Duo."

Dank an diese vernünftige Christin.

Abschaffen...

Man schafft ab, wo hätte aufgearbeitet werden müssen.
Mit der Abschaffung „bestraft“ man wiederum all die hervorragenden Künstler, die gegen Rassismus sind und Kulturgut pflegen als auch neue Genre wagen.
Das sich in dieser Art Rassismus öffentlich entfalten konnte, sollte allen zu Denken geben. Aber vlt. ist auch dieser Preis ein Spiegel unserer heutigen Gesellschaft (gewesen) - sich ohne jede Scham auf Kosten anderer zu entfalten. Eine offensichtlich gefährliche Tendenz!

"Schon vor 5 Jahren also, hätte man den Knall kommen sehen können."

Ich will einmal im Leben einen Knall kommen sehen können!

um 15:12 von Demokratieschue...

"Das brauchen wir nicht."

Wer ist wir?

um 15:11 von Tada

"Es ging um Verkaufszahlen, das ist plumpes Zusammenrechnen und keine Einschätzung."

Googeln sie mal nach wie das ablief und schreiben sie keinen Schmarrn.

Die Echo-Verantwortlichen

Die Echo-Verantwortlichen wurden erst durch die Preisrückgaben dazu bewegt. Die Entscheidung der Ethik(!)kommission bzw die Rede von Campino an dem Abend hätte noch kein (Um)denken herbeigeführt. Das Problem sitzt also in den Echo-Etagen. Personelle Konsequenzen? Oder entscheiden über die Vergabe von einem umbenannten Preis dann dieselben Echo-Manager und dieselben Ethiker?

Das Problem ist Bertelsmann und der Vorstand selbst

Denn ob das Ding nun "Echo" oder sonst wie heisst, ist dabei zweitrangig. Welcher Künstler hätte auch jetzt noch einen Echo angenommen? Oder welcher Sender hätte einen nächsten Echo noch übertragen? Zu sagen, das er "tot" sei und alles "neu" wird ist Sand in den Augen gestreut.
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Die Musikindustrie wollte aber genau diese Antisemiten, Schwulenhasser und Frauenfeinde ehren, explizit und ganz bewusst. Das war also kein "Unfall" oder ein "Versehen". Und von denen ist niemand zurückgetreten.
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DAS ist das Problem. Diese Rapper sind für erwachsene nur lächerliche Randfiguren, bringen aber Geld - und im Gegenzug aber eben auch die Homophobie, den Frauenhass, den Judenhass - ja Menschenhass in die Kinderzimmer. Und das macht etwas mit Jugendlichen. Hauptsache der Euro Rollt. Und nur das zählte bisher - und mit den gleichen Menschen im Vorstand eines neuen Namens wird sich daran auch absolut nichts ändern. Das ist der eigentliche Skandal.

Holzhammer Heilung

In den letzten Jahren wird diese Gesellschaft immer konfuser, was den Selbstschutz angeht.

Die Dinge werden nicht mehr mit Verstand angegangen, jedes humpelnde Bein wird einfach direkt amputiert.

Es wird weniger und weniger diskutiert, und wenn doch, dann hört man dem Gegenüber nicht wirklich zu.

Die Gedankengymnastischen Glanzleistungen sich selbst vorzumachen, das alles sei normal, und gut, ist Beispiellos geworden.

Das ist wirklich nicht mehr normal. Niemand geht die Dinge mehr besonnen an. Die innere Ruhe die ein friedliches Zusammenleben braucht, wird immer mehr durch tobende Wut in sozialen Medien ausgetauscht.

Rapper?

Wenn die beiden Rapper nur einen Funken von Anstand, ein wenig Taktgefühl, einen Rest von Ehrgefühl oder ähnlichem besitzen würden, dann gäben sie selbst ihre Auszeichnung zurück und würden die beleidigten und verletzten Menschen um Verzeihung bitten.

Just my 2 cents.

... wer steht dahinter ?

Ich finde es schaden für den Echo.
Wertschätzung für erfolgreiche Arbeit ist wichtig.
Ich frage mich - ganz naiv - wer eigentlich mit guten Gewissen "so etwas" wie diese beiden Rapper produziert?
Müßte man da nicht einmal nachhören, was das eigentlich schief läuft ?

Wurde gegen ein Gesetz verstossen? Ja oder Nein?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben sich diese Rapper selbst eigentlich nichts zuschulde kommen lassen.

Gegen kein Gesetz verstossen. Sie haben gegen den "guten Geschmack" verstossen, haben Dinge gesagt, die 99% der Menschen da draussen nicht gefallen.

Ist nicht gerade so ein Fall, eigentlich besonders schützenswert, wenn es um Redefreiheit geht? Wenn kein Gesetz verletzt wurde, sollte man sich eigentlich vor Gericht dagegen wehren, so zensiert zu werden.

In England wurde vor ein paar Tagen jemand zu 800 Pfund Bussgeld verurteilt, weil er ebenfalls einen Witz gemacht hatte, den angeblich fast niemand mochte.

Ernsthaft: wohin führt diese Art von Mobmentalität? Wenn jemand den dümmsten oder fiesesten Witz der Welt erzählt, dann lache ich zwar nicht, aber dann verbiete ich den Leuten doch nicht, diesen Witz zu erzählen. Freiheitlich Demokratisch, so funktioniert das ganze.

Hier steuerts aber auf eher auf Mehrheitlich Populärkratisch zu. Finde ich.

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