Ihre Meinung zu: Kommentar: Das Kreuz - ein Symbol als Auftrag

24. April 2018 - 22:12 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Söder will ein Kreuz in jeder Behörde. Doch das Kruzifix ist mehr als Folklore: eine Verpflichtung zu christlichen Werten und eine Absage an Abgrenzung, meint Tilman Kleinjung.

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Kommentare

Sehr schön gesagt

"Wir leben in einem Land, dessen Bürger zum Großteil religiös unmusikalisch sind. Wenn die auf einmal den christlich-abendländischen Kanon anstimmen, dann kann das nur schief klingen."

Genau so ist es.

Söders Kreuzaufhängen wirkt wie vorgezogenes Plakatkleben zum bayrischen Wahlkampf. Nur um Dimensionen peinlicher.

eine naive Vorstellung, Herr Kleinjung

wenn ich als Schwabe, meinen Gegenüber mit "Grüß Gott" begrüsse,
glauben sie da denke ich an Gott oder mein Gegenüber ?
und wenn auf nem Berggipfel ein Gipfelkreuz steht, wird das als Andacht benutzt ?

Söder will ein Kreuz in jeder Behörde

Entschuldigt bitte, dass ich hier im TS-Bericht nichts anderes gelesen habe und auch nichts weiteres lesen werde.
Es wird immer absurder, völkischer und heimischer :-)
Wissen der Herr Söder und die bayerischen Abgeordneten überhaupt, wieviele Atheisten mittlwerweile deutschlandweit und auch in Bayern leben?

Jetzt ist Heulen und Zähneklappern...

Jetzt ist Heulen und Zähneklappern oft genug bei genau denjenigen, die steiff und fest vertreten, dass ich eine bekopftuchte Beamtin oder Richterin zu akzeptieren hätte...wegen der hochheiligen Selbstentfaltung oder dass es etwa Aufgabe der Schule sei, Kinder in die Moschee zu kutschieren, wo viele bereits dazu animiert wurden, die Schahada zu sprechen...

Ich seh's als witzige Retourkutsche...bayerischer Humor so zu sagen.

Kreuzzwang

Die CSU hat sich also endgültig zum Büttel der Rechten machen lassen. Das Kreuz als Symbol gegen andere Religionen. Nicht für etwas.
Staat und Kirche gehören getrennt. Steht zwar so im Grundgesetz, die Wirklichkeit sieht aber anders aus.
Danke Volk!

Ja und Nein

Als Christ freue ich mich über jedes Kreuz, welches in öffentlichen Einrichtungen hängt. Und ich habe nich in guter Erinnerung, dass mit uns in der Grundschule vor Beginn des Unterrichtes gebetet wurde. Schade, dass es nicht so ist.
Auch bin ich der Meinung, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, denn glaube ich an die Bibel, dann wird die Entwicklung durch den kommenden Islam in der Offenbarung aufgezeigt. Christentum und Islam passen also nicht zueinander. Und doch steht auch in der Bibel, dass man den Namen seines Herren nicht missbrauchen soll, denn er wird es nicht ungestraft lassen. Und genau hier sehe ich das Problem. Das Kreuz des Herrn Jesu, der Liebe gepredigt hat, wird missbraucht für rechte Politik. Ich glaube nicht, dass ein Herr Seehofer und ein Herr Söder von Herzen zu Gott für ihre Politik beten. Und genau das macht für mich das Kreuz in der Außendarstellung in diesem Fall gleich mit einem Minarett, welches ich in Deutschland grundsätzlich ablehne.

Trennung zwischen Staat und Kirche einfordern!

Ich bin immer noch der Ansicht, dass in Deutschland Staat und Kirche getrennt sind. Vor einigen Jahren hing in jedem Klassenzimmer (zumindest in Bayern) ein Kruzifix. Die mussten wegen der Trennung entfernt werden. Der jetzige Versuch irritiert eher als das er von irgend einem Nutzen ist. Er symbolisiert nur die maßlose Dummheit der Regierenden.
Man sollte sich doch auch mal die Frage stellen, ob es noch zeitgemäß ist, dass eine kleine (ja, eine kleine) Provinzpartei in Berlin die große Lippe riskiert aber nicht in der Lage (oder zu feige) ist, bundesweit aufzutreten. Als Appendix der CDU lässt sich gut stänkern.

Die Diskussion über das Kreuz hatten wir schon

und deshalb ist es ein " alter Hut ". es muss nicht in jedem Amtsgebäude ein Kreuz an der Wand hängen. Auch die Religion hat sich in den Amtstuben zurückhalten zu äußern.Ebenso in Schulen,denn die Religion ist nun einmal Privatsache egal ob Evangelisch,Katholisch oder auch Islamisch und was es sonst noch an Religionen gibt.

Laut GG ist Staat & Kirche getrennt

Deutschland ist kein Gottesstaat
und wenn ein katholischer oder ein evangelischer ?

Gehen wir lieber nach dem neuen bayrischen gefährder Gesetz, nachdem jeder (auch Politiker) welche einen Menschen schaden könnte eingekastelt werden muß.

Geschichtsvergessen

Das Kreuz steht nicht nur für die 'guten Seiten' des Christentums wie "Vergebung" und "eine Absage an Abgrenzung".
So geht allenfalls die Selbstdarstellung der Kirchen. Die Geschichte sind tausend Jahre Feindlichkeit gegen jüdische Menschen, Scheiterhauffen für Menschen mit unpassenden Ansichten, Tod selbst für Glaubensbrüder wie Waldenser, Wiedertäufer und Katharer.
Das Gegenteil von Absage an Abgrenzung. Aber wen interessiert die Wirklichkeit der Geschichte, wenn man so schöne Märchen von der großen Güte des Kreuzes verbreiten kann.

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