Ihre Meinung zu: Nach Anschlag in Toronto: Rechte Hetze und Gerüchte

24. April 2018 - 14:13 Uhr

Nach dem Anschlag in Toronto tobt in den sozialen Medien ein Kampf: Rechte hetzen gegen Muslime - andere mahnen zur Besonnenheit. Über den mutmaßlichen Täter finden sich viele Gerüchte und wenige Fakten. Von Wolfgang Wichmann.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.333335
Durchschnitt: 4.3 (18 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Die Störche

"Nach dem Anschlag in Toronto tobt in den sozialen Medien ein Kampf: Rechte hetzen gegen Muslime"

Alles nach dem Muster von Storch zu Münster: Erstmal hetzen und später sich wegducken.

warum beteiligt sich unsere anstalt denn?

man weis mal wieder nix genaues. aber das wird rausgehauen!

Auch hier bei der meta ...

... wurde doch gestern Abend kurz nach Veröffentlichung des Artikels ein Kommentar veröffentlicht, der die Tat reflexhaft mit dem Islam in Verbindung brachte und gegen Muslime und die verlogenen Politiker und Medien hetzte.

Der thread war leider geschloßen, so daß ich nicht antworten konnte.

Dieser Kommentar wurde etwas später wieder entfernt (mein Dank an die Moderation).

Ich glaube es geht diesen Leuten gar nicht um Fakten oder unser aller Sicherheit, es geht vermutlich einzig um ihr krudes, in sich selbst geschloßenes Weltbild, in dem Angst und Hass dominiert.

M.E. eine Form der Angststörung, die in Aggression mündet, ich denke dieses Phänomen sollte dringend von Psychologen auf wissenschaftlicher Basis untersucht werden, um diesen Menschen Hilfsangebote unterbreiten zu können.
Denn ich glaube nicht, daß bei allen eine rechtsextreme Ideologie dahinter steckt, eher persönliche, psychologische Probleme.

Gruß, zopf.

Vertrackte Sache

Bislang habe ich mich immer geärgert, wenn in den Medien Name oder Foto eines Tatverdächtigen oder verurteilten Täters gezeigt wurden - denn es ist naheliegend, dass dieser "Ruhm" ein Ansporn ist, solche Taten überhaupt zu begehen. Denn egal ob sie sich dabei noch auf den IS berufen oder nicht - meistens sind es ja Kleinkriminelle oder tendenziell gescheiterte Existenzen, ggfs. psychisch krank, die so ganz groß rauskommen können.

Andererseits scheint es ja viele skrupellose Leute zu geben, die völlig ungeniert lügen und erfinden, was das Zeug hält, um ihre politischen Zwecke damit zu unterstützen. Wenn nun offizielle Stellen oder seriöse Medien zum Täter nichts berichten, entfällt jegliches Korrektiv.

Was also tun gegen Plapperstorch und Konsorten?

re karl napf

"warum beteiligt sich unsere anstalt denn?

man weis mal wieder nix genaues. aber das wird rausgehauen!"

Mal wieder typisch daneben!

Was hier "rausgehauen" wird sind Fakten über Desinformation. Keine Desinformation oder Spekulationen.

Hoffentlich nicht zu schwer, dieser Unterschied.

Spekulationen...

...liegen wohl in der menschlichen Natur. Wir alle spekulieren doch ständig. Es könnte dieses gewesen sein, oder jenes. Viellicht das. Oder das andere. Brennt es in einem Asylheim spekulieren einige, ob es sich um einen rechtsradikalen Anschlag gehandelt hat. Nur wird das dann hingenommen und nicht als "Hetze" bezeichnet. Ob "es könnte sein, dass...." Hetze ist oder nicht, hängt davon ab, wer es über wen sagt.

Es hat.....

schon seinen Grund, warum die "social media" so beliebt sind, denn nirgendwo anders können Spinner, ob Links oder Rechts, ihren Müll loswerden! Bedauerlich ist auch, daß diverse "likes" verteilt werden! Ich frage mich, wer mehr zu bedauern ist: diejenigen, die den Müll von sich geben oder diejenigen, die glauben, sie könnten mit berechtigter Kritik einen Spinner beeinflussen? Ja, ich weiß schon, ich bin ein Dino, denn ich habe weder ein Handy o.ä. und folglich keinen Zugang zu den diversen Formen von "social media" und damit bin ich weder für Trump erreichbar, noch Schuld am Reichtum von Herrn Zuckerberg.

Same procedere as everywhere

Was ist denn bei dem KFZ-Anschlag in Münster passiert, als Frau von Storch sofort wieder ihre Hetzermaschinerie anwarf?

@ karwandler 14:30

Sie haben völlig recht

@zopf, 16:12

Die Sozialpsychologie ist eine etablierte Wissenschaft. Und hat durchaus auch Erklärungsansätze für die gegenwärtigen gesellschaftlichen Phänomene inklusive realer und gefühlter Bedrohung und daraus entstehendem - auch kollektivem - Aggressionsverhalten. Allerdings ist die Geschichte dieser Wissenschaft auch geprägt von der leidvollen Erfahrung, mit Lösungsvorschlägen regelmäßig zu spät zu kommen. Wer will sich schon seine Ängste nehmen lassen, schließlich sichern die ja das Überleben ...

@ zopf

"Ich glaube es geht diesen Leuten gar nicht um Fakten oder unser aller Sicherheit, es geht vermutlich einzig um ihr krudes, in sich selbst geschloßenes Weltbild, in dem Angst und Hass dominiert.

M.E. eine Form der Angststörung, die in Aggression mündet, ich denke dieses Phänomen sollte dringend von Psychologen auf wissenschaftlicher Basis untersucht werden, um diesen Menschen Hilfsangebote unterbreiten zu können."

Vielleicht ist es auch eine völlig normale Reaktion des Menschen, aus in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Wer innerhalb eines Jahres drei mal von einem Hund gebissen wird, ist Hunden gegenüber danach vermutlich misstrauischer, selbst wenn die Mehrheit aller Hunde nicht beißen.

Oder würden Sie solchen Menschen auch ein "krudes, in sich selbst geschloßenes Weltbild, in dem Angst und Hass dominiert" Hunden gegenüber unterstellen?

es handelt sich offenbar

Es handelt sich offenbar um eine Fälschung weil die Echtheit nicht nachgewiesen werden kann.

??? Echt jetzt ???

Na, dann lasst uns die Unschuldsvermutung zu Grunde legen und wir nehmen es solange als wahr hin, bis nachgewiesen wird, dass es eine Fälschung ist.

Andernfalls begeben wir uns gefährlich nahe an die Hetz-news der Rechten.

@ 17:09 von baku

Zitat: "Vielleicht ist es auch eine völlig normale Reaktion des Menschen, aus in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Wer innerhalb eines Jahres drei mal von einem Hund gebissen wird, ist Hunden gegenüber danach vermutlich misstrauischer, selbst wenn die Mehrheit aller Hunde nicht beißen."

Pardon, wollen Sie damit aussagen, daß es schon reicht von Hundebissen in der Zeitung zu lesen, um eine übersteigerte Angst vor Hunden zu entwickeln ?

Oder denken Sie, all die Verfasser dieser Hasskommentare wären in ihrem Leben ein oder gar mehrmals Opfer eines islamistischen Anschlags geworden ?

Im ersten Fall, denke ich es gäbe viel mehr Hundehasser, im zweiten Fall denke ich, daß die Zahl der Islam-Hasser bei weitem die Zahl der Opfer übersteigt.

Ihr Vergleich hinkt gewaltig.

Gruß, zopf.

17:13, ricosi64

>>Es handelt sich offenbar um eine Fälschung weil die Echtheit nicht nachgewiesen werden kann.

??? Echt jetzt ???

Na, dann lasst uns die Unschuldsvermutung zu Grunde legen und wir nehmen es solange als wahr hin, bis nachgewiesen wird, dass es eine Fälschung ist.<<

Mit der Unschuldsvermutung wird viel Schindluder getrieben.

Deswegen noch einmal ganz deutlich:

Sie gilt nur vor Gericht.

Ein Pressebericht hat nichts mit einem Gerichtsverfahren zu tun.

17:09, baku @zopf

>>Vielleicht ist es auch eine völlig normale Reaktion des Menschen, aus in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Wer innerhalb eines Jahres drei mal von einem Hund gebissen wird, ist Hunden gegenüber danach vermutlich misstrauischer, selbst wenn die Mehrheit aller Hunde nicht beißen.

Oder würden Sie solchen Menschen auch ein "krudes, in sich selbst geschloßenes Weltbild, in dem Angst und Hass dominiert" Hunden gegenüber unterstellen?<<

Sie nehmen an, die Menschen, die die Amokfahrt in Kanada zum Anlass nehmen, um gegen den Islam zu hetzen, seien mehrfach Opfer eines islamistischen Anschlages geworden?

Denn nur dann würde der Vergleich, den Sie hier wählen, einigermaßen sinnvoll sein.

Anderenfalls müssten Sie nämlich von Menschen, die im letzten Jahr drei mal von Hundebissen gelesen haben, schreiben, um dem Vergleich Sinnhaftigkeit einzuhauchen.

Und ja, solchen Menschen würde ich das unterstellen, wonach Sie fragen.

Spekulation hat nichts mit Hetze zu tun ...

Solange nicht als Fakt dargestellt, sind Spekulationen absolut legitim und nichts Verwerfliches sondern sogar oft Bestandteil von Gesprächen (fängt schon beim Wetter an). Und es hat nichts mit Hetze zu tun, wenn in der Vergangenheit Vorfälle nach diesem Muster meist terroristischen Ursprungs waren und nun spekuliert wird, war bestimmt wieder ein islamistischer Terroranschlag.

Welchen Sinn hat nun dieser Faktenfinder ohne neue Fakten? Warum wartet die Tagesschau nicht einfach ab, bis die wirklichen Fakten vorliegen?

"den die Polizei in Kanada mit vollem Namen nennt"
Übrigens, nicht nur die kanadische Polizei sondern auch deutsche Medien nennen den vollen Namen. Was spricht dagegen? Hier sehe ich manche Medien eher als Faktenverhinderer.

@baku, 17:09, re @zopf

Vielleicht ist es auch eine völlig normale Reaktion des Menschen, aus in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Wie ich hier schon mehrfach berichtete, bin ich in meinem Leben drei mal Opfer körperlicher Gewalt geworden. In allen drei Fällen waren die Täter Deutsche. Zu welchen Schlüssen für die Zukunft würden Sie mir raten?

Toronto

Es war meine erste Lektüre heute Morgen. Da ich Familienmitglieder in der Nähe von Toronto habe, liegt es mir am Herzen, mein tief empfundenes Mitgefühl für die Familien der Betroffenen auszudrücken. Alles andere werden die Ermittlungsbehörden in Kürze klären. Bei Mord- und Totschlag sollten sich nicht fundierte Verdächtigungen von alleine verbieten. God bless Canada!

Toronto-Vorfall

Wer ein Urteil fällt, bevor die hierfür relevanten Umstände eines Sachverhalt bekannt sind, erweist seinem jeweiligen Anliegen stets einen Bärendienst und löst bei seinen Gegner nur Schadenfreude aus. Alle Voreiligen sollten eigentlich also gewarnt sein.

sie hetzte nicht, sie sagte, es ist ein Nachahmer

genauso, wie dieser junger Mann

und Sie wollen allen, die Ihrermeinung nach Rechts sind

in die Psychiatrie schicken. Sie sind doch auch nur ein Hetzer

@ 19:33 von lenamarie

Zitat: "und Sie wollen allen, die Ihrermeinung nach Rechts sind"

Ich weise in meinem post doch darauf hin, daß ich einen Teil der Leute, die solche fakes in die Welt setzen und verbreiten, eben nicht für rechtsradikal halte.

Zitat: "in die Psychiatrie schicken."

Ich schrieb davon, daß das Phänomen des "Angstbürgers" einer verstärkten wissenschaftlichen Untersuchung bedarf, um gegebenenfalls Hilfsangebote zu unterbreiten.

Ich bin der Letzte, der jemanden "in die Psychiatrie schicken" würde.

Es gibt auch andere Angebote.
Ich selbst hab einige Jahre lang eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und Angststörungen geleitet.

Zitat: "Sie sind doch auch nur ein Hetzer"

Nö, ich bin auch nur ein zopf.

Gruß, zopf.

Darstellung: