Ihre Meinung zu: Syrien: Unzählige Konferenzen mit dürftigem Ausgang

24. April 2018 - 13:05 Uhr

In Brüssel hat die Syrien-Geberkonferenz begonnen. In vielen Gesprächen wurde versucht, den Syrien-Krieg zu beenden. Die Ergebnisse sind dürftig oder die Versuche endeten in einer Sackgasse. Von J. Stryjak.

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Kommentare

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht,

was uns ein innermuslimischer Konflikt angeht. Okay, wenn er denn irgendwann mal vorbei ist und wir Wiederaufbauhilfe leisten, das würde mir noch einleuchten aber wir benehmen uns als wenn wir uns im Bürgerkrieg befinden würden.
Mir würde es auch noch einleuchten, wenn wir den Nachbarländern, die nicht in diesen Konflikt eingebunden sind, entlasten, in dem wir sie vor Ort unterstützen
aber das was zurzeit in Deutschland und auch in den Medien abgeht ist rational nicht nachvollziehbar, es sei denn man gehört zum linken Rand aber denen ist eh nicht mehr zu helfen.

?

"... also nach seiner Auffassung alle Regimegegner, in ganz Syrien besiegen."

Woher weiß Herr Stryjak, was die Auffassung von Herrn Assad ist?

Irgendwie aber passt das nicht zum Wissen des Herrn Stryjak - "Astana I findet im Januar 2017 statt. Eingeladen sind neben Vertretern der syrischen Regierung säkulare sowie islamistische Regimegegner, mit Ausnahme der Extremisten von IS und Nusra-Front."

Allerdings sind die Oppositionsgruppen vielfach nicht angereist, da die von ihnen gestellten Vorbedingungen, nicht erfüllt wurden.

An "echten" Verhandlungen hatte die "Opposition" kein Interesse.

Wenn man mit einer undemokratischen Prämisse - und als solche betrachte ich Forderung, der aussichtsreichste Kandidat darf nicht antreten - in Verhandlungen geht, muss man sich nicht wundern, dass dem kein Erfolg beschieden ist.

Der Westen hat ausschließlich auf solche Kreise gesetzt, und da ist es gut, wenn dieses Konzept nicht aufgeht.

Worüber auch verhandeln?

Ist es im Westen nicht Gang und gebe nicht mit Terroristen zu verhandeln? Selbst Terroristen werden hier immer noch als islamistische Rebellen verkauft! Was soll das? Ich bin froh, das sich die Menschen nicht mehr so leicht um den Finger wickeln lassen!

Es wurde nur von Seiten der

Es wurde nur von Seiten der syrischen gewählten Regierung und den befreundeten Staaten versucht den Krieg zu beenden. Die USA, Frankreich und GB sind aktive Angreifer ohne UN-Mandat und das schon lange. Wer das ignoriert und lieber Lügen und Propaganda verbreitet sollte als Verbrecher nach GG eingesperrt werden.

Die ganzen uninteressanten Konferenzen, die von den Kriegsbeginnern und Kriegshetzern geführt werden sind für die deutsche Bevölkerung eigentlich uninteressant. Die Deutschen waren und sind Freunde Syriens und leiden untere der Hetze, den Kriegsverbrechen und den vielen ermordeten Kindern. Und wenn Kriegsparteien über einen Krieg berichten, weiß jeder was rauskommt...

Sache der Araber

Unsere aufgeklärte freiheitlich-demokratische Kultur (nicht der Neo-Kapitalismus) ist ein sinnvolles Angebot an alle Völker und Kulturen. Leider wird diese - in der Aufklärung entwickelte - Gesellschaftsform von praktisch allen arabischen/islamischen Staaten, Regionen und Religionsführern abgelehnt.

Im Gegenteil: Wie im Mittelalter bekämpfen sich dort einzelne "Stämme" und Religionsgruppen, aufgeheizt von Mullahs und totalitären Regimen. Da hilft keine Politik "von außen", kein "Westliches Konzept", keine Geberkonferenz!

Der "Westen" zahlt viele Milliarden an Hilfsgeldern, an Flüchtlingshilfen, an die UN ... und für den erfolgreichen Kampf gegen die schlimmste Gruppe, den IS.

Es ist die Aufgabe der islamischen Menschen, Gruppen und Staaten im Orient, endlich Konzepte für eine menschenwürdige Gesellschaft ohne "heiligen Krieg" zu entwickeln! Reiche Scheichs für ein modernes Arabien gibts genug! Doch leider leben gerade die noch im Mittelalter ... eine Katastrophe.

Realitäten anerkennen

Die Europäer und der Westen insgesamt tun sich weiterhin schwer Realitäten anzuerkennen. Auch wenn man das vielleicht unangenehm findet muss man, um Frieden und einen Wiederaufbau in Syrien zu ermöglichen mit Assad verhandeln, statt weiter zu versuchen, ihn zu stürzen. Diese Einsicht hat sich aber noch nicht durchgesetzt. Wenn man dazu nicht findet, wir es dort weiter Krieg geben, noch mehr Flüchtlinge. Und dafür tragen dann auch wir die Verantwortung und einige Folgen. Auch die Bundesregierung müsste das endlich einsehen und sich für Frieden in der Region engagieren, statt Kriegseinsätze gut zu heißen und zu unterstützen.

Helfen?

Der westen will Helfen?
Mit dem abwurf von Bomben?

Weiter wird so getan als ob...

Es ist doch himmelschreiend, wie selbstgefällig hier aus westlicher Sicht zusammengefasst wird. Kein Wort von Ausbildung an der Waffe, von Munitionslieferungen, von synthetischen Oppositionsgremien, zusammengstellt von z. B. Saudi Arabien, oder von der Auslandsmuslimbrudervertretung mit heuchlerischen Minderheitsalibifigure in Istanbul und last but not least die fake FSA, unter dessen Namen gerade syrische Kurdenautomien im Auftrag der Türkei zerschlagen werden.
Die UN hatte überhaupt kein Recht, in einem souveränen Staat innenpolitisch eingreifen zu dürfen.

Schändlich wie unbedarften Bürgern immer wieder die Mär vom Kampf einer demokratischen Opposition vorgesetzt wird, 100 unrechtmäßige Marschflugkörper die "Siegermächte" von neuen Syrienkonferenzen schwafeln lässt.Wird in Syrien wieder der Staat stabilisiert, so ist es Sache der Regierung,politische Reformen zu beschließen, die der weiteren Stabilisierung dienen und die tatsächlich durchsetzbare Demokratiefähigkeit berücksichtigt

Wortwahl, liebe TS

"Das Regime setzt seine Militärstrategie fort. An Verhandlungen oder an einer politischen Lösung hat es kein ernsthaftes Interesse."

Es handelt sich um kein Regime, sondern um eine demokratisch gewählte Regierung, die auch heute noch die Unterstützung der breiten Mehrheit im Lande hat! Anders als von den deutschen Staatsmedien suggeriert.

Wer diese Regierung militärisch bekämpft, gehört nicht an den Verhandlungstisch sondern militärisch ausgeschaltet. So sind die Spielregeln auf der Welt!

Die Regime-chanching-Abmitionen der EU sind hier eben nicht aufgegangen, anders als in Libyen, Tunesien.

Endlich raus aus Syrien, dann schaffen die Syrer mit Ihren Verbündeten den Frieden! Und das Erdga/-öl gehört eben den Syrern. Und der Stützpunkt den Russen. Aus und Ende!

Der Krieg in Syrien ist nicht beendet

Welche Regierung will man dann zusammenbasteln? Wo will man dann aufbauen, wenn man nicht weiß, wo es als Nächstes wieder losgehen kann? Humanitäre Versorgung kann und sollte man leisten, wenn als Gegenleistung eine Friedlichkeit für das versorgte Gebiet von allen Parteien gewährleistet wird. Dies kann Verhandlungsgegenstand sein. Hilfe in Kampfgebiete, so bitter diese Schlussfolgerung auch ist, verlängert nur den Krieg.

Unzählige Konferenzen mit dürftigem Ausgang

"Seit September 2015 beteiligt sich Russland aktiv am Krieg in Syrien, vor allem mit Luftangriffen. Das russische Militär kann Assads Macht nicht nur retten, sondern stärken."
Wo die Russen beteiligt sind, kommt außer Zerstörung der Wohnviertel und der Vertreibung der Zivielbevölkerung nichts raus. Die haben doch noch nicht einmal vor Krankenhäusern und Schulen Rücksicht genommen. Und den IS konnten sie allein auch nicht vernichten.

Selber Schuld!

Ich erinnere mich an eine Zeit, vor der russischen Intervention, da war es vor allen anderen Assad, der ergebnisoffene Verhandlungen wollte, doch seine Gegner, und eben der Westen bestanden auf seinem Rücktritt. Daher ist er nur zu verständlich, dass er jetzt, wo der militärische Sieg in greifbarer Nähe stet kein Interesse mehr an Verhandlungen hat, bei denen er mehr zu verlieren hat als auf dem Schlachtfeld.

Syrien braucht eine einheitliche, starke und handlungsfähige Regierung um dem Terrorismus jeden Nährboden zu entziehen und um wieder Ordnung und Frieden im Land durchzusetzen. Dabei kann weder der Westen, die Türkei, noch die 'Opposition' helfen!

Ein Sieg Assads erscheint mittelfristig tatsächlich als die beste Lösung. In ein paar Jahren, wenn die Lage stabilisiert ist, sollte ihn Russland dann zu freien Wahlen zwingen.

Der Westen hat sich in der Sackgasse verrannt

Mit Kolonialmentalität und akzeptiert befolgendem US-Dominierungsgehabe, und nicht zu vergessen, die Unterwerfung unter die "Israel-Schutz-Staatsräson".
Da hat sich die BRD und der "Westen" festgebissen und wollen die Entwicklung partout nicht den Einheimischen überlassen. Mit welchem Recht haben "wir" da überhaupt (Vor)Bedingungen zu stellen, vor allem bezüglich Assad?
Es will sich einfach niemand an die verhältnismäßig friedliche Vorkriegszeit erinnern. Und daß, gerade anbetracht der verheerenden Folgen des "arabischen Frühlings" in Nachbarländern, Syrien in großer Gefahr war, vom "Westen" geschürt, und Assad das Schlimmste zu verhüten versuchte? Das ging nun mal nicht ohne Gewalt.
Die Syrer können sich sehr wohl an die friedliche Zeit erinnern, bevor die Terroristen sich menschliche Schutzschilder aussuchten.
Die Syrer wissen genau, wo der Feind sitzt und wo die (ausländischen) Unterstützer!
Und da kommt wieder der "Westen" mit seiner Kolonialarroganz!

Sinnloser Rettungsversuch

Vielleicht sollte sich die westliche Welt mal bewusst machen, dass man mit Milliarden keinen Frieden schaffen kann. Den müssten die Menschen wollen und umsetzen. Und da hege ich massive Zweifel!

Wer hat welches Interesse

Eigentlich ist es Sache von Assad sein Land wieder in Ordnung zu bringen und Forderungen an jene zu stellen, die es zerstört haben oder dafür verantwortlich sind. Vielleicht aber gibt es ja noch andere, (nachbarschaftliche) Interessen. Diese müssten m.E. in Einzeldiplomatie zwischeneinander gelöst werden. Der ständige Versuch der "internationalen Köche" verdirbt den Brei, wie immer. Ich frage mich, ob das Leid der Menschen nicht groß genug war, um das endlich einmal einzusehen.

Ist schon klar.

Bei der Konferenz sagt man das eine und anschließend werde die Rebellen mit Waffen versorgt.
Dann wettert man das dass Morden nicht aufhört.
Was denken diese Politiker eigentlich über die hiesige Bevölkerung und über diejenigen die endlich ein Ende des Mordens wollen.
Dass man nach jeder Befreiung die Bevölkerung mit Syrischen Flaggen jubeln sieht, was meint man was das aussagt?
Und Völkerrechtswidrige Angriffe auf einen souveränen Staat, seitens Türkei, Frankreich, GB und USA, kehrt man auch al zu gerne unter den Tisch an dem man sich setzt, oder wie?
Nehmt euch in acht vor den Kriegshetzern die immer alles besser wissen und sich überall einmischen müssen.

So lange noch

Terroristen/Rebellen im Land Unwesen treiben macht aus keinen Sinn irgendwas auszuhandeln.
Der vorhergehende Artikel hat doch gezeigt das Assad muss weg nicht klappt und nicht mal den Syrern selber gefällt.
Und wenn der Ganze Konflikt nicht von Außen befeuert wird und es Unterstützung von Außen gegeben hätte in großem Umfang dann wären viele Menschen am Leben geblieben weil er schnell vorbei gewesen wäre.
Aus welchem Grund auch immer der Westen das gemacht hat, Er hat den Syrern keinen Gefallen getan.

Und jetzt daran weiter festhalten wie die EU und nur dann Hilfe geben wird auch nicht funktionieren.
Dann kommen die Menschen in die EU und ganz besonders nach Deutschland, man muss mal aufhören jedem Staat das westliche Model aufdrücken zu wollen.

Der Lohn für den Diktator

Assad ist die Hauptursache für den blutigen Konflikt in Syrien und Russland war der willige Vollstrecker. Die Menschen, die vor Assad geflohen sind, haben auch in Europa Schutz gesucht. In Moskau hingegen war man an Flüchtlingen nicht interessiert. Man war voll und ganz mit Bombardieren beschäftigt. Nachdem das Land in Schutt und Asche liegt, sichern sich Russland und der Iran lukrative Aufträge zum Wiederaufbau. Bezahlen darf dafür der Westen, natürlich ohne jegliche Gegenleistung. Die Verteilung der Gelder unterliegt dem System Assad. Man kann sich also vorstellen, wo die Unterstützung landen wird. So hat der Krieg mit Assad, Russland und dem Iran wenige Gewinner, aber mit dem syrischen Volk und Europa viele Verlierer.

um 13:28 von Holyshit

" Die Deutschen waren und sind Freunde Syriens und leiden untere der Hetze, den Kriegsverbrechen und den vielen ermordeten Kindern."
Und deshalb wird gerade den syrischen Kriegsflüchtlingen, die zu uns gekommen sind, jede Hilfe und Unterstützung zu teil.

Fakt ist ... Gespräche und Verhandlungen vor Ort...

durchgeführt von Russen, Syrern und auch inzwischen wieder von den Kurden, nachdem diese begriffen haben das die US-amerikanischen Special Forces nicht vor Ort sind, um zu Deeskalation in Syrien beizutragen, haben weite Landstriche in Syrien zwar nicht zu einem Frieden aber zu einer Art von Patt gebracht, wo keine der Seiten darauf aus ist, wieder zu den Waffen zu greifen.

Was der Westen da für eine Show abzieht ist hirnrissig, denn ohne Assad wäre das nicht gelungen und was dabei herauskommt, wenn der Westen sich "darum bemüht, Friedensgespräche zu führen" kann man wunderbar in Afghanistan besichtigen. Wird ihnen jeder Territorial-Warlord und die Taliban sicherlich bestätigen.

14:26 von Kamminer

Assad ist die Hauptursache für den blutigen Konflikt in Syrien
.
also bevor die Amis mit Waffenlieferungen an die dortige Opposition begann, gab es keinen Bürgerkrieg
und ob die Asylanten, die zu uns kamen, vor dem Assad flohen, den Kurden, dem IS den dutzend anderen Oppositionsgruppen ... oder ganz einfach der Einladung unserer Regierungschefin folgten ... wer weiß das schon ?

Am 24. April 2018 um 14:28 von pkeszler

"Und deshalb wird gerade den syrischen Kriegsflüchtlingen, die zu uns gekommen sind, jede Hilfe und Unterstützung zu teil."

Dies nur, wenn sie ihre eigene Meinung ablegen und sich dem Diktat unserer Wertestaaten unterwerfen? Ich bin überzeugt, dass die Syrer selbst wissen, was sie wollen und was das Beste für sie ist.

Irgendwie scheinen EU und NATO

aus Syrien ein zweites Afghanistan machen zu wollen. Ein Land ohne richtige Regierung mit endlosem Krieg.

Syrien:Unzählige Konferenzen mit dürftigem Ausgang

Geberkonferenz in Brüssel.Da wollen sich wohl welche generös ins Spiel bringen,die bezüglich Syrien ausgespielt haben.Die dort keinen "Fuß in der Tür" haben.Und die kürzlich noch bombardiert haben.
Der Wiederaufbau des Landes,den werden wohl andere Länder stemmen.

Man braucht nur die Erklärungen von Wesley Clark

von 2007 zu den Absichten und Vorhaben der USA-Administration in dieser Region zur Kenntnis nehmen, dann hat man eine Richtschnur zur Bewertung des Syrien-Konfliktes. Dieses ist nämlich eines der Länder, von welchem er damals sprach. Nun ist die Rechnung nicht aufgegangen, und es ist der EU zu raten, die Realitäten zu erkennen. Die Erste wäre, die maßgebliche Akteure anzuerkennen. Die zweite, Pragmatismus vor Wunschvorstellung einzuordnen.
Salopp ausgedrückt, wie der Amerikaner sagt, ein totes Pferd sollte man nicht reiten...

@Kamminer (24.04.18 14:26): Plausible Darstellung

Vielleicht würde ich manche Details etwas differenzierter formulieren wollen (aber ein Kommentar hat natürlich eine Längenbegrenzung), aber im Prinzip halte ich Ihre Darstellung für hinreichend plausibel. Außerdem thematisiert sie auch derartig interessante Aspekte wie 'Flüchtlinge in Russland'.
Wird aber mit Sicherheit zu interessanten Repliken führen...

@ 15:56 von Sisyphos3

"also bevor die Amis mit Waffenlieferungen an die dortige Opposition begann, gab es keinen Bürgerkrieg"

Kompletter Unsinn. Man muss nur mal ältere Berichte aus 2011 nachlesen. Stichwort z.B. Daraa.

"ob die Asylanten, die zu uns kamen, vor dem Assad flohen, den Kurden, dem IS den dutzend anderen Oppositionsgruppen ... oder ganz einfach der Einladung unserer Regierungschefin folgten ... wer weiß das schon ?"

Reden soll bekanntlich helfen. Genug Syrer sind zufällig gerade im Lande. In diesem Forum werden Tatsachen völlig verdreht, nur damit die eigene Ideologie keinen Kratzer erhält. So funktioniert "Kalter Krieg 2.0".

@ 14:01 von pkeszler

"Und den IS konnten sie allein auch nicht vernichten."

Der IS war lange Zeit für Assad/Russland nicht das primäre Ziel. Zunächst war es wichtig, jede westlich orientierte, demokratiefreundliche Opposition zu vernichten. Denn nur diese Kräfte hätten dem System Assad gefährlich werden können. Der IS wurde zunächst weitgehend nur von westlichen Streitkräften und verbündeten Regionalverbänden bekämpft.

Die Mehrheit

der Syrer wollen keine Islamisten, kein Al Nusra, kein Jaish Al Islam, Ahrar Al Sham und wie die ganzen von ausländischen Akteuren finanzierten "Rebellen" heißen mögen. Kaum ein Syrer will deren Sharia, Kopftuch Zwang und andere Dinge.

Die Mehrheit steht hinter der Regierung. SIe wollen ganz normal leben wie früher. Keiner will sich aus dem Ausland seine Regierung vorschreiben lassen. Denn ganz ehrlich. An den Standpunkten hat sich gar nichts geändert. Die EU und die anderen haben immer noch den Traum, anderen ihre Politik aufdrücken zu wollen. Man will bestimmen, wer wie dort die Regierung führt. Demokratie geht anders.

"Jahrelang wurde trotz Genf,

"Jahrelang wurde trotz Genf, Astana, Wien und Sotschi brutal weitergekämpft."
Über solche Sätze kann man nur den Kopf schütteln. Hätte man den IS und die Kaida, bzw. deren diverse, unter wechselnder Bezeichnung firmierenden Tochtergesellschaften, einfach gewähren lassen sollen? Wo die syrische Regierung die Macht zurückerobert hat, herrscht wieder Ruhe. In Aleppo z. B. ist der Wiederaufbau im Gange, wenn auch entsprechend den aktuell bescheidenen Möglichkeiten des syrischen Staates nur langsam, aber immerhin.
Der Versuch, Assad mit Hilfe von Dschihadisten aus aller Welt zu stürzen, ist gescheitert. Die Staaten, die völkerrechtswidrig Truppen in Syrien stehen haben, sollten diese abziehen. Und sich schämen...

Wenn man bedenkt, dass der "Westen" seit Jahren

mit wichtigen Gütern nicht mehr beliefert, wie z. B. medizinische Güter. Ach ja das Zauberwort heißt Sanktionen. So scheint Assad über sehr gute Taktiker zu verfügen. Die meisten Staatsregierungen brechen zusammen, wenn so viele Staaten einen anderen Staat sanktionieren.

Den sogenannten "Rebellen" und Zivilisten, wobei die örtlichen Verbrecher und Mörder ehe die ganzen medizinischen Produkte beschlagnahmten, hatte der "Westen" wiederum keine Probleme zu liefern. Ganz klare Trennung zwischen den "guten" Zivilisten und "schlechten" Zivilisten, die bei Assad nach Schutz gesucht haben. Alleine diese Tatsache widert mich an, wenn die westlichen Medien hier etwas von Gut und Böse propagieren, wenn es um Syrien geht.

Man stelle sich vor, den Kindern der Demokraten Zugang zu Medizin zu ermöglichen und denen von Republikanern zu sanktionieren. UND dann noch was von WERTEN zu erzählen. Schande über Medien und unsere Führung.

Friedenskonferenzen

Tjaja, da hat der Westen auf`s falsche Pferd gesetzt. Statt jahrelangen die undemokratischen Forderung "Assad muss weg" - das sollten dann doch mal die Syrer entscheiden - und der bedingungslosen Unterstützung der Islamisten, hat sich nun eben jener Assad durchgesetzt.
Der Verzicht auf Diplomatie in Anbetracht der eigenen Stärke rächt sich nun.
Es stellt sich immer noch die Frage, für wen die EU dort überhaupt sprechen will. Für den saudisch dominierten HNC, für die Kurden, die sie gerade an die Türkei verraten hat? Die EU hat überhaupt keine Partner vor Ort.

@ um 14:26 von Kamminer

"... Bezahlen darf dafür der Westen, natürlich ohne jegliche Gegenleistung. Die Verteilung der Gelder unterliegt dem ..."

Niemand zwingt Sie irgendwelche Gelder an Assad zu zahlen. Und auch Ihre Regierung zahlt nichts an Assad. Sollte diese sich aber dazu entscheiden, sollten Sie sich überlegen, ob Sie dagegen wettern sollten. Denn Heute braucht es nicht mehr viel, um in der rechten Ecke zu landen. Im Gegenteil, da sind Sie dann noch eher, als Sie Ihren Standpunkt erklären können und diese Zeit und Gelegenheit wird Ihnen keines der gängigen Medien geben. Vielleicht wenn die Staatsanwaltschaft gegen Sie ermitteln wird, werden Sie zumindest dem Richter erzählen dürfen, wie Sie etwas gemeint haben und was Sie bezwecken wollten.

@14:01 von pkeszler

"Wo die Russen beteiligt sind, kommt außer Zerstörung der Wohnviertel und der Vertreibung der Zivielbevölkerung nichts raus. Die haben doch noch nicht einmal vor Krankenhäusern und Schulen Rücksicht genommen. Und den IS konnten sie allein auch nicht vernichten."

Da haben sie gut von den Westlichen Werten gelernt, da fang ich mal bei Vietnam an und es hört im Irak nicht auf.

Zu einfach?

„Assad ist die Hauptursache für den blutigen Konflikt in Syrien...“
Es gibt in diesem Konflikt mindestens zwei Parteien, die Waffengewalt zur Erreichung ihrer Ziele einsetzen (tatsächlich ist die Anzahl der unterschiedlichen bewaffneten Parteien unübersichtlich - geschätzt wohl ca. 15 - 20).
Wer mit dem Waffengebrauch begonnen hat? Wer weiß das heute noch genau? Sicher ist eigentlich nur, dass die westlichen Armeen in Syrien nichts verloren haben. Ihre Anwesenheit in Syrien ist eindeutig völkerrechtswidrig und durch nichts zu rechtfertigen, selbst dann nicht, wenn es denn wahr wäre, dass Präsident Assad Chemiewaffen gegen Zivilisten einsetzt - was nicht bewiesen ist.

von ex_Bayerndödel

"Ich bin überzeugt, dass die Syrer selbst wissen, was sie wollen und was das Beste für sie ist."
Und deshalb sind ja auch mindestens 6 Millionen Syrer vor den syrischen und russischen Bombenangriffen in die Nachbarländer und nach Europa geflohen?

@ 17:03 von heimatplanetmars

Hier liegt wohl ein Missverständnis vor. Wenn man wegen eines kritischen Kommentars verhaftet wird, dann befindet man sich höchstwahrscheinlich in: Syrien, Iran, China, Türkei oder Russland. Ich verfasse die Kommentare in Deutschland.

17:17 von pkeszler

"Und deshalb sind ja auch mindestens 6 Millionen Syrer vor den syrischen und russischen Bombenangriffen in die Nachbarländer und nach Europa geflohen?"

Sie machen es sich ganz schön einfach. Schwarz und weiß. Denn wie Sie schreiben, sind die Menschen vor den Bomben geflohen. Und zwar egal vor welchen.
Vor wem sind denn sonst die Menschen aus Rakka geflohen? Es gab auch sehr viele, die vor dem IS und den "moderaten" Rebellen geflochen sind wenn sie die Möglichkeit hatten.
Warum gab es eigentlich vor 2011 so gut wie keine syrischen Flüchtlinge?
Wenn man dann noch in den Irak, nach Libyen oder Afghanistan schaut; vor wem...?

Weg mit den Sanktionen!

Die Aufhebung der Sanktionen gegenüber Syrien müsste der erste humanitäre Schritt sein. Auslandsüberweisungen von Angehörigen und Hilfsorganisationen würden die Situation sicher schnell verbessern. Eine EU, die über das Geben angeblich nachdenkt, aber die Sanktionen aufrecht erhält, macht sich unglaubwürdig.

Unrealistische Forderungen

TS:" Aber die Regimegegner wollen eine Übergangsregierung ohne den syrischen Machthaber Baschar al-Assad."
Da erleiden die bewaffneten Regierungsgegner eine Niederlage nach der anderen und wollen dennoch entscheidend politisch mitbestimmen. Das ist einfach unrealistisch und sollte nicht unsere Unterstützung finden, weil so der Konflikt nur hinausgezögert wird und dies auf dem Rücken der leidenden syrischen Bevölkerung.

um 17:04 von sprutz

“Da haben sie gut von den Westlichen Werten gelernt, da fang ich mal bei Vietnam an und es hört im Irak nicht auf.” Wenn bei Ihnen die westlichen Werte die Negativen sind, dann sind wohl für Sie die östlichen Werte die Positiven. Dann leben Sie eben in einer anderen Welt. Für mich sind jedenfalls Bombenangriffe auf Zivilisten, egal von welcher Seite, immer negativ.

Syrer fliehen vor islamistischem Terror!

@17:17 von pkeszler
Und nicht vor Assad. Bevor die vom Ausland mit bewaffneten Kräften angeheizte Opposition gewalttätig wurde, war Syrien beinahe ein Muster an Toleranz und sozialer Ausgewogenheit im Nahen Osten. (Vgl. Symposion der Universität Heidelberg, 2009).

Und: Selbst von der Nato in Auftrag gegebene Umfragen bescheinigten Assad noch eine Zustimmung von 70%.

@ 19:37 von krittkritt

Mal zwei Fragen zu Ihrem Kommentar:
- Wenn die Syrer vor dem IS geflohen sind, warum will dann kaum ein Flüchtling nach Syrien zurückkehren? Der IS ist praktisch besiegt. Und am Wohlstand kann es kaum liegen. Die Flüchtlingslager in Griechenland, der Türkei und im Libanon sind erbärmlich.

- Wenn Assad solch gute Zustimmung im Volk genießt, warum gibt es dann keine demokratischen Wahlen dort? Dann hätte man sich den Bürgerkrieg sparen können.

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