Ihre Meinung zu: Belgische Atomkraftwerke: Kernkraftgegner erstatten Anzeige

21. April 2018 - 15:42 Uhr

Atomkraftgegner haben reihenweise Strafanzeigen gegen den belgischen Staat und den Betreiber der Kernkraftwerke Doel und Tihange erstattet. Wegen zahlreicher Störfälle wächst die Angst vor einem Atom-Unfall.

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Kommentare

Doch so viele?

""Im belgischen Eupen nahe Aachen nahmen den Veranstaltern zufolge rund 100 Menschen an der Aktion teil. "Wir sind überrascht von der Resonanz", sagte der Leiter des Eupener Polizeikommissariats...""

100 Leute?

Und wer als Deutscher in Maastricht wohnt

Bekommt nicht mal die Jodtabletten, die jeder Bürger in Aachen kostenlos bekommt. Da ist man Mensch 2. Klasse, denn nur „spezielle“ Apotheken dürfen das Zeug nur abgeben und selbst die bekommen dieses „Spezialpräpart“ nur dediziert. Man muss außerdem in Aachen wohnen, um eine Bezugs-Erlaubnis zu erhalten. Wer als Deutscher 30km näher dran wohnt, darf das gar nicht beziehen??? Welcher Amtsschimmel hat das ausbaldovert? Vor allem: wie sähe eine Kriesen-Bewältigung in Fessenheim oder Neckarwestheim aus? Kriegen die Menschen wie damals bei Tschernobyl 10 Tage mach der Habarie gesagt, was zu tun ist und nach 20 Tagen Job-Tabletten, wenn alles fein säuberlich gefressen?ist??? Japan hat seit Fukushima Notfall-Pläne veröffentlicht - in D. darf nicht sein, was nicht sein kann?

Ich frage mich, was passiert mit

Belgien, wenn das AKW hoch geht?

Und wo kann ich anstehen, ...

... wenn mir deutsche Kohlekraft doch deutlich mehr Sorgen macht, als belgische Kernkraft? Gibt's auch dieses Jahr wieder einen globalen Wärmerekord, dann möchte ich doch mal "Danke" dafür sagen können, dass Deutschland nun nächstens auch noch seine modernen Kernkraftanlagen abschaltet, statt zuerst seine alten CO2-Schleudern still zu legen. Ist halt grüner, oder?

@Axtos

100 Leute, die eine Anzeige in ihrem eigenen Namen erstattet haben und bereit sind, die Anwaltskosten zu tragen, wenn es zum Prozess kommen sollte. Tausende, zehntausende oder ggf. sogar Hunderttausende auf die Straße zu bekommen, solange es anonym und kostenlos bleibt, ist eine Sache. Aber ein Gerichtsverfahren loszutreten eine ganz andere. Insofern sind die 100 Menschen schon sehr beachtlich.

Ich meine: betrachten sie doch mal einige Fälle, in denen das BVerfG so in der Vergangenheit entschieden hat: Oft gab es da Jahrzehnte zum Teil sogar recht offensichtliche Verstöße gegen das Grundgesetz, bis irgendjemand mal irgendwann den Mumm hatte, sich durchzuklagen bis ganz oben...

100 Demonstranten- Ich fasse es nicht

Was für eine Meldung der TS!!!

Wenn in China ein Sack Salz umfällt, hat es mehr als 100 Demonstranten.

Fakt ist, das von den paar grün-angehauchten Demonstranten Hysterie ohne Ende geschürrt werden soll. Die belgische Aufsichtsbehörde hat mehrfach versichert, die Meiler sind sicher. Kontrollen finden permanent statt.

Kein anderes Land weltweit macht den deutschen Atomausstierg in dieser Art mit.
Im Gegenteil, überall werden neue KKW gebaut. Das sollten auch die grün-rot-ultraroten deutschen Träumer zur Kenntnis nehmen. Ohne Kernkraft ist die Senkung des CO2-Ausstoßes überhaut nicht zu schaffen.

Die übliche Angstmache

in der Tat ist Atomkraft um einiges sicherer als z.B. Wasserkraft. Noch schlimmer: die ganze AKW-NEE Hysterie der letzten Jahrzehnte hat in Deutschland zum Erstarken der Kohle geführt, deren Feinstaub und Stickoxyde jedes Jahr zehntausende tötet. Unverantwortlich.

Laut Berichten ist Tihange 1 bis 3 noch gefährlicher als bislang

Darueber hinaus ist mir bei Telepolis ein bericht in de Hände gefallen, gemäß dem Tihange 1 bis 3 noch gefährlicher sind als bislang gedacht:

https://tinyurl.com/ya6lkykl
heise.de/tp: Ist das Atomkraftwerk Tihange noch gefährlicher als angenommen? (04. Februar 2018)

Diese Tage gab es etwas Wirbel um Berichte über das belgische Atomkraftwerk Tihange. Der WDR-Hörfunk und das ARD-Magazins MONITOR haben behauptet, das AKW sei "deutlich gefährlicher als bislang bekannt". In einer Pressemitteilung wurde von einem Schreiben der belgischen Atomaufsicht (FANC) berichtet, "das eine deutliche Häufung von so genannten "Precursor"-Fällen im Atomreaktor Tihange-1 belegt". Es habe zwischen 2013 und 2015 insgesamt acht solcher Ereignisse in Tihange-1 gegeben.

Das seien "mehr als die Hälfte aller "Precursor"-Fälle in ganz Belgien." Nach ihren Angaben sollen bisher angeblich "insbesondere die Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 als besonders riskant" gegolten haben.

Experten beim Deutschlandfunk melden akutes Berstrisiko!!

Auch beim Deutschlandfunk liegen neue Erkenntnisse vor, dass diese Reaktoren Tihange 1 bis 3 noch gefährlicher sind als bislang zugegeben! Es besteht aktues BERSTRISIKO!!

https://tinyurl.com/y9ynp7gz
deutschlandfunk.de: "Es kann passieren, dass der Reaktor-Druckbehälter kaputtgeht" (17.04.2018)

Dass der Reaktor-Druckbehälter im belgischen Atomkraftwerk Tihange Tausende feine Risse aufweist, ist lange bekannt. Experten plädieren für die Abschaltung. Der Atomexperte Wolfgang Renneberg forderte im Dlf das Bundesumweltministerium auf, die Lieferung von Brennelementen aus Deutschland zu untersagen.

Am Wochenende haben sich internationale Atomenergie-Experten in Aachen getroffen und nach ausführlicher Debatte aus Sicherheitsgründen erneut den Daumen über Tihange gesenkt. Einer von ihnen Wolfgang Renneberg, ehemaliger Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium. Mittlerweile spricht er für das von ihm gegründete Büro für Atomsicherheit.

@ um 19:28 von Silberdrache

„@Axtos
100 Leute, die eine Anzeige in ihrem eigenen Namen erstattet haben und bereit sind, die Anwaltskosten zu tragen, wenn es zum Prozess kommen sollte.“

Mit einer Anzeige entstehen keine Anwaltskosten, wenn es zum Prozess kommen sollte.

@ landgraf (19:45): Ihre Aussagen stimmen ueberhaupt nicht

hi landgraf

Ihre Aussagen stimmen ueberhaupt nicht! Zum Einen vergessen Sie die Folgen bei einem Supergau, und vor dem stehen wir aktuell gerade! Ja, es kommen Warnungen vom Spiegel, vom Deutschlandfunk und weiteren Quellen rein!! Denn dem Spiegel und MONITOR liegt ein aktuelles Schreiben der FANC (belgische Atomaufsicht) vor, gemäß dem diese Reaktoren Tihange 1 bis einschließlich 3 noch gefährlicher sind als bislang berichtet!!

https://tinyurl.com/y6w9wp5m
spiegel.de: Auch bei Tihange-1 erhöhtes Sicherheitsrisiko ( Donnerstag, 01.02.2018 14:58 Uhr)

Das grenznahe belgische Atomkraftwerk Tihange ist einem Bericht zufolge offenbar gefährlicher als bislang bekannt. Im Reaktor Tihange-1 hätten sich zwischen 2013 und 2015 potenziell bedrohliche Zwischenfälle gehäuft, berichteten der WDR und das ARD-Magazin "Monitor" am Donnerstag unter Berufung auf ein Schreiben der belgischen Atomaufsicht (FANC).

re rolando

"Die belgische Aufsichtsbehörde hat mehrfach versichert, die Meiler sind sicher."

Äh ... Was denn sonst soll die Atomlobby versichern?

"Kein anderes Land weltweit macht den deutschen Atomausstierg in dieser Art mit.
Im Gegenteil, überall werden neue KKW gebaut."

Blödsinn. Zählen Sie doch mal die europäischen Länder, in denen neue KKW gebaut werden, und die, in denen keine neuen KKW gebaut werden.

Wenn Sie mit der Liste fertig sind sprechen wir weiter.

Gefahren?

Also sollten wir unsere guten, sicher und Wirtschaflichen AKWs wieder alle anfahren und den Belgiern unseren Strom schenken.

Tihange

Tihange ist sicher. Das wird immer wieder von der belgischer Atomaufsichtsbehörde versichert. Wo wohnen eigentlich die Leute, die dieser Behörde angehören? Wohnen die zufällig weit weg von dem Gebiet, das durch eine z.B. Radioaktive wolke betroffen wäre? Wohnt irgendein Mitglied dieser Behörde im Bereich Aachen??? Die wären ja auch schön dumm .... Tihange ist definitiv nicht sicher. Es geht -wie immer- nur um finanzielle Interessen seitens des betreibers. Die Leute, die verstrahlt würden, die interessiert niemand, oder?

Außerdem ist auch dass hier eine Luege

Außerem ist auch dass hier:

"Risse haben keinen negativen Einfluss"

Die belgische Atomaufsicht (FANC) und der Betreiber Electrabel versuchen aber zu beschwichtigen: Die als Risse bezeichneten Wasserstoffflocken hätten "überhaupt keinen negativen Einfluss auf die Sicherheit der Reaktoren".

laut Deutschlandfunk eine Luege. Siehe hier:

https://tinyurl.com/ya6zxvw2
deutschlandfunk.de: Warmes Kühlwasser für brüchige Druckbehälter (24.11.2016)

Die meisten Fachleute sehen das allerdings nicht so gelassen. Wenn man nicht mehr sicher ist, dass der Reaktordruckbehälter das normal temperierte Notkühlwasser aushält, dann ist das schon ein Alarmzeichen, erklärte zum Beispiel der frühere Chef-Atomaufseher der Bundesregierung, Wolfgang Renneberg. Und für den Atomsicherheitsexperten Mertins steht fest, dass von den Reaktoren, die ihr Notkühlwasser vorheizen, ein erhöhtes Sicherheitsrisiko ausgeht. Er plädiert dafür, diese Atomkraftwerke abzuschalten.

entfernungen sind immer niedlich

Wenn man gesagt bekommt "nur 70 km von der deutschen Grenze", fügt niemand hinzu "... und damit ziemlich mittig in Belgien."
Belgien ist klein. Komplett unabhängig von der Frage Atomkraft ja/nein (ich stimme dem Atomausstieg zu), wird manchmal der Eindruck vermittelt, 70km wäre praktisch "auf der anderen Seite der Grenze".
Wenn Tihange unkontrolliert radioaktives Material ausstößt und im 70km Umkreis alles verstrahlt, sind 3/4 von Belgien betroffen. Brüssel ist praktisch genauso weit entfernt wie Aachen.
Grohnde --> Hannover: 60 km
brokdorf --> Hamburg: 70 km
Isar II --> München: 80 km
Philippsburg --> Stuttgart: 80 km
Neckarwestheim --> Stuttgart: 40 km
Grundremmingen --> Augsburg 50 km

Ganz zynisch ausgedrückt: falls in Tihange was passiert, interessiert sich niemand für Aachen.

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