Ihre Meinung zu: #kurzerklärt: Ist Impfen gefährlich?

19. April 2018 - 15:42 Uhr

Impfen sei vor allem Geldmacherei der Konzerne und gefährlich: Das ist ein häufig zu hörendes Argument von Impfkritikern. Aber was ist da wirklich dran? Von Martin Schmidt.

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Kommentare

eine unendliche Geschichte

vor kuezem wurde hier diskutiert, dass die Impfung bei Grippe unzureichend
nur 2 statt 3 fach Impfung
dann der angebliche unsinn ueber Masernimpfung etc.
jetzt wieder ne story

Das Problem ist vielschichtig.

Viele Impfgegner dürften meiner Generation angehören.
Die meisten von uns haben die ganze Latte der Kinderkrankheiten hinter sich gebracht und kennen auch niemanden, bei dem ernste Probleme gab.

Masern, da erinnere ich mich nur an die eklige Medizin. Mumps fand ich gut, denn zuerst dachte ich, es sei wieder Anginga (die machte mich immer fertig).

Dann der Hang zum Überversorgen (Kinder die nicht mehr alleine zur Schule gehen etc) und dann noch das Ding mit dem zwanghaften Desinfizieren.

Und die "Mode" Probleme wie: alle haben ADHS, irgendwelche "Unverträglichkeiten" etc.

Wir stehen da und fragen uns: wie haben wir unsere Kindheit überlebt.

Und: das Misstrauen gegen Impfungen hat man zum Grossteil der "Scheinegrippe" 2009/2010 zu verdanken. Sogar der EU Rat hat die Panikmache damals verurteilt.

"Ist Impfen gefählich"?

Jedenfalls ist nicht Impfen viel gefährlicher!

Aufgrund dieser Tatsache sollte nicht weiter darüber nachgedacht werden.

Nicht-Impfen ist Egoismus-Impfen ist DIE Errungenschaft der Med.

Es ist traurig,dass oft esoterische Fanatiker gegen das Impfen wettern-ohne stichhaltige Argumente oder Daten und Evidenzen.

Die Erfindung des Impfens ist DIE Errungenschaft und Erfolgs-Story der modernen Medizin und Naturw.,neben der Erfindung der Antibiotika.Jede(r) zweite Erwachsene wäre tot,ohne dass es Antibiotika geben würde.Beim Impfen wurden Geißeln der Menschheit wie z.B. die Pocken komplett und Poliomyelitis weitestg.ausgelöscht. Dabei sind und waren die flächendeckenden Impfaktionen der Schlüssel zum Erfolg.

Beim Impfen geht es um die Herden-Immunität,nur wenn eine ausreichende Prozentzahl der Bevölkerung immun ist,kann der Erreger nicht mehr genügend Vermehrungs-Substrate finden und die Spezies erlischt.

Impfen hat Nebenwirkungen,allerdings in der Mehrzahl der Fälle sehr geringe,der Nutzen aber ist extrem: Es gibt keine Präventionsmethode verheerender,tödlicher Krankheiten mit einer so extrem günstigen Risiko-Nutzen-Balance wie die allermeisten Impfungen.

Immunität

Die Impfgegner sind zwar meist nicht gegen die entsprechenden Krankheiten immun, dafür aber anscheinend gegenüber Fakten. Der Faktenfinder oder #kurzerklärt bringt da leider wenig. Häufig sind diese Leute ja nicht nur Gegner des Impfens, sondern auch den Medien und der Wissenschaft gegenüber feindlich eingestellt. Das Problem ist nicht ein Mangel an Informationen, sondern ein Überfluss an Desinformation.

Den Opfern bringt es wenig, wenn man niemanden aus seiner Dorfjugend kennt der an Masern gestorben ist, Kinderlähmung erlitt oder sich immer mal wieder mit Gürtelrose rumplagen darf.
Die Impfgegner nehmen es in Kauf durch ihre eigene Ignoranz Menschen ernsthaft zu schaden.

Früher war nicht alles besser

nur haben wir nicht immer die Folgen mitbekommen. Masern hatten fast alle, und bei vielen ist es gut gegangen. Aber nicht bei allen.

Ich durfte noch während der Fahrtauf der Rückbank spielen, ohne Gurt. Mir ist nichts ernsthaftes passiert, aber genug anderen Kindern. Deswegen kommen meine kleinen natürlich in den Kindersitz. Und diese Beispiele lassen sich endlos fortsetzten.

Und meine Mutter durfte als Krankenschwester die Verläufe von echten Pocken mit und ohne Impfung betreuen. Ihr Urteil über Impfungen ist ziemlich eindeutig...

Ich (32) bin nicht geimpft...

...noch nie und mir hat's nicht geschadet. Masern hatte ich als Kind und es war nicht schlimmer als eine leichte bis durchschnittliche Erkältung. Krank bin ich selten. Mein Immunsystem ist stark, mein Blutbild zeigt überdurchschnittlich viele T-Lymphozyten. Ob's daran liegt, dass ich nicht geimpft bin, wäre nur Vermutung. Aber wieso sollte ich mich Impfen lassen? - Never change a running system.

Das Misstrauen kommt von der schlechten Überwachung.

Werden alle Impfschäden und Impfkomplikationen gemeldet? Meines Erachtens nicht. Theoretisch sind Ärzte verpflichtet, alle Probleme zu melden, die über die normalen Impfreaktionen hinaus gehen. Solche Komplikationen treten aber nicht immer direkt nach der Impfung auf oder sind nicht auf einfache Weise der Impfung zuzuordnen.

Für den Arzt hat die Meldung zudem zwei unangenehme Eigenschaften: Sie bedeutet einen bürokratischen Aufwand und sie birgt die Gefahr, dass der Arzt die Impfung zur Unzeit verabreicht haben könnte. Ein gewissenhafter Arzt untersucht seinen Impfling einige Tage nach der Impfung nochmal. Diese zusätzliche Untersuchung wird dem Arzt aber von der Kasse meines Wissens nicht bezahlt. Eltern sind dann selten in der Lage bei einem kleinen Kind ein Problem mit der Impfung in Verbindung zu bringen.

Ich würde mir ein engmaschigeres Netz zur Erfassung von Impfkomplikationen wünschen.

@17:29 von Sarkasmehl

Never change a running system.

Na dann auf zum Aderlass, wenn Sie mal richtig krank werden ...

@Harald Friedrich

Sie schrieben: "Das Misstrauen kommt von der schlechten Überwachung."
.
Ich halte mal dagegen, dass das Misstrauen auf Unwissenheit baut. Wie im Text zu lesen, kann man Komplikationen direkt an das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) melden.
.
Wissen hilft - sogar gegen Misstrauen ;-)

@Harald Friedrich

Sie schrieben: "Das Misstrauen kommt von der schlechten Überwachung."
.
Ich halte mal dagegen, dass das Misstrauen auf Unwissenheit baut. Wie im Text zu lesen, kann man Komplikationen direkt an das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) melden.
.
Wissen hilft - sogar gegen Misstrauen ;-)

@tisiphone

Sie schreiben "...wie haben wir unsere Kindheit überlebt.". Dazu möchte ich anmerken, dass ich mich letzthin ziemlich viel mit Ahnenforschung beschäftigt habe. Um Ahnen ausfindig zu machen, musste ich Geburts- und Sterbeeinträge in den örtlichen Kirchenbüchern studieren. Ich war erschrocken wie häufig in der Zeit vor hundert Jahren als Todesursache "Masern" , "Pocken" und "Keuchhusten" angegeben war. So starben z.B. 1842 in einem 500-Einwohner-Dorf am Bodensee binnen einen Jahres 19 Menschen. 18 davon waren Kinder. Ich bin froh und dankbar für die Möglichkeit der Schutzimpfung.

@17:29 von Sarkasmehl-Typischer Fall von Egoismus u Verblendung

Sie schrieben:
"Ich (32) bin nicht geimpft...noch nie und mir hat's nicht geschadet."

Haben Sie ggf. mal drüber nachgedacht, dass Sie dadurch geschützt waren und sind, dass die vernünftige Mehrheit sich impfen lässt und auch die geringen Nebenwirkungen auf sich nimmt? Auf Kosten anderer genießen Sie die Vorteile einer gemeinschaftlichen Schutzmaßnahme, bei der Sie nicht mitmachen, jedoch davon profitieren.

Ihr Verhalten muss beim Namen genannt werden: Ignoranter Egoismus.

Von meinem eigenen Grossvater ist überliefert,wie er die Familie bei einem Sonntagsspaziergang über den örtlichen Friedhof führte und allen die Stelle mit den Gräbern der jungen Kavalleristen-Rekruten aus der örtlichen Kaserne aus seiner Jugendzeit zeigte mit den Worten: "Jedes Jahr sind blutjunge, starke Jungs gestürzt, im Pferdemist sind besonders viele Tetanus-Bakterien, dann starben die unter grausigen Krämpfen, wir waren machtlos. Dank der Forschung ist das jetzt alles Geschichte. Man muss eben wissen, WIE..."

wenn Sie mal richtig krank werden ...

Hilft keine Impfung.
Ähnlich wie bei Sarkasmehl ist es bei mir auch.

Ich hatte als Kind Windpocken.

2x!

Meine Kinder sind geimpft, denn so toll, wie manche hier ihre Kinderkrankheiten beschreiben, war es bei weitem nicht, auch wenn es kein Drama war.

Ich fand es einfach doof eingesperrt und von anderen isoliert zu sein und mich nicht kratzen zu dürfen... Das waren, glaube ich, mindestens 2 Wochen Gefängnis pro Windpocken.

Und den Schulstoff dürfte ich auch noch nachholen.

Und die Freunde haben ihr Leben weitergelebt.

Das braucht kein Mensch.
Krank zu sein ist bescheiden.

Klar können die meisten Menschen ohne Impfung gut leben. Das können sie aber auch ohne motorisierte Verkehrsmittel - die hat die Natur auch nicht vorgesehen.

18:40, Hunsrück

>>wenn Sie mal richtig krank werden ...
Hilft keine Impfung.<<

Natürlich nicht.

Impfen ist Vorbeugung, nicht Heilung einer ausgebrochenen Krankheit.

17:29, Sarkasmehl

>>Ich (32) bin nicht geimpft...
...noch nie und mir hat's nicht geschadet. Masern hatte ich als Kind und es war nicht schlimmer als eine leichte bis durchschnittliche Erkältung. Krank bin ich selten. Mein Immunsystem ist stark, mein Blutbild zeigt überdurchschnittlich viele T-Lymphozyten. Ob's daran liegt, dass ich nicht geimpft bin, wäre nur Vermutung. Aber wieso sollte ich mich Impfen lassen? - Never change a running system.<<

Ich habe vor 35 Jahren Crack geraucht und erfreue mich bester Gesundheit.

Könnte ich also nach Ihrer Logik nur empfehlen.

Eine Impfpflicht wäre wünschenswert

Als Kind wurden wir gegen Polio, gegen Pocken und gegen Wundstarrkrampf und einige andere Krankheiten geimpft. Krankheiten wie Röteln, Masern und Mumps mussten wir ertragen.

Heute können Kinder gegen mehr Krankheiten geimpft werden und das ist gut so. Wenn es nach mir ginge, dürften ungeimpfte Kinder nicht in den Kindergarten, um andere Kinder nicht zu gefährden.

Sicher kommen in seltenen Fällen Impfschäden vor, aber wieviele Millionen Tote haben die Pocken früher verursacht? Ohne die verpflichtenden Impfungen gäbe es die heute noch.

Wer so wie ich einen Mitschüler hatte, der knapp die Kinderlähmung überstanden hatte und sein Leben land mit den Folgen leben muss, wird sicher nie ein Impfgegner werden.

@Hunsrück

"wenn Sie mal richtig krank werden ... Hilft keine Impfung." Am 19. April 2018 um 18:40 von Hunsrück

Ähm... Das ist richtig und deswegen kam man auf die Idee die Personen zu impfen BEVOR diese krank werden, damit eine Immunantwort erfolgt und ein Schutz aufgebaut wird. Das dauert paar Tage.

@Hunsrueck, 18:40

Vielleicht ist es ja doch eher andersrum: geimpft werden sie weniger schnell richtig krank.

Hilft keine Impfung."

Natürlich nicht, denn dann ist es zu spät zum Impfen. Man lässt sich impfen, wenn man gesund ist, um danach nicht krank zu werden.

Wenn man mit Impfgegnern diskutiert, muss man leider festsstellen, dass das fehlende Wissen, oft nur noch durch die mangelnde Bereitschaft zur Beschäftigung mit Fakten übertroffen wir.

@tisiphone

"Masern, da erinnere ich mich nur an die eklige Medizin. Mumps fand ich gut, denn zuerst dachte ich, es sei wieder Anginga (die machte mich immer fertig).

Wir stehen da und fragen uns: wie haben wir unsere Kindheit überlebt."

Beispielsweise mit einer höheren Kindersterblichkeit. Vielleicht nicht im engsten Bekanntenkreis, aber im gesamten Land schon.

Seien Sie froh, dass es bei Ihnen glimpflich abgegangen ist, und nutzen Sie die modernen Informationskanäle, um zu erkennen, dass die heutigen Impfungen ein Grund dafür sind, dass weniger Kinder sterben oder schwere Krankheitsverläufe durchmachen müssen!

"Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam"

So lautete der Impfslogan zu der Zeit, als ich dagegen geimpft wurde.

"Kinderlähmung" klingt für ein Kind ganz schrecklich.
Was das genau bedeutet, war mir als Kind (natürlich) nicht wirklich klar.
Es hat mich auch bis zum Alter von ca. 25 Jahren nicht wirklich interessiert.

Dann lernte ich über einen guten Freund (dessen Freundin sie wurde) eine etwas gleichaltrige gebürtige Jordanierin kennen.
Sie erkrankte mit 3 J. an Kinderlähmung, lebte in einem Waisenhaus, und wurde mit 7 von einer allein erziehenden schwedischen UN-Krankenschwester adoptiert (das ging in Schweden schon damals).

Sie hat "ein völlig verkrüppeltes Bein", kann ohne Krücken nur wenige Schritte weit laufen, Treppen steigen ist für sie ausgesprochen schwierig.

Heute ist sie mit meinem Freund verheiratet, mehrfache Mutter, lebt mit der Familie wieder in Schweden und engagiert sich für Schutzimpfungen in ihrem Geburtsland.

Sie würde den Impfgegnern hier "so den Marsch blasen", dass es kaum die "grüne Karte" bekäme …

Ich frage mich, ob Impfgegner eigentlich nie reisen.

Zumindest nicht in "gefährdete Regionen" dieser Welt.

Dabei denke ich gar nicht an exotische Tropenkrankheiten (wogegen man sich oftmals gar nicht impfen lassen kann, wie z.B. Malaria), und/oder an "den Höllenschlund Schwarz-Afrika" (den man oftmals gar nicht bereisen kann).

Mittelamerika (Costa Rica), die Karibik (DomRep) und Südostasien (Thailand) sind ja wahrlich keine exotischen Reiseziele für "Besser- und Bestverdienende" und/oder "Abenteurer" mehr.

Ich fragte mich wirklich, aus welcher "Klientel" sich die Impfverweigerer "speisen". Ich sah dazu mal einen TV-Bericht, und war nicht erstaunt:

Nicht nur Impfungen waren bei ihnen "Teufelszeug".
Auch "Chemtrails" eine reale Gefahr.
Vor "Elektrosmog" wurde vehement gewarnt.
Das "Robert-Koch-Institut" & "die Medien" waren die "Volksverdummer".

Nicht alle, aber viele, "machten den verbalen Eindruck":
Schon wenige Schritte vor die Haustür "sind hochgefährlich".

Aber "Wundstarrkrampf" (Tetanus) schien da kein Problem …

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