Ihre Meinung zu: Protest gegen Musikpreis: Weitere Künstler geben Echo zurück

17. April 2018 - 11:09 Uhr

Nach der umstrittenen Musik-Auszeichnung für die Rapper Kollegah und Farid Band geben weitere Musiker ihre Echos zurück. Auch aus dem Beirat des Musikpreises gibt es einen ersten Rückzug.

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Kommentare

Vom Inhalt mal ganz

Vom Inhalt mal ganz abgesehen, warum verdient dieser krach einen Preis?
Auch ohne rassistischen Unsinn ist diese akustische Umweltverschmutzung eine Auszeichnung, die den Preis absurd aussehen lässt.
Sowas kann jeder Drittklässler.
Hut ab, vor allen Zurückgebern.

Kunst ist

ohne Limits. Es giebt Kunst die Uns stört und destabiliert, revolutionäre ist, agressif, passife und provoziert.
Das ist das Gute and der Kunst und ja manchmal muss man auch etwas Hart sein um die Kunst auch zu ertragen.
Die Leute die jetzt Ihre Preise zurückgeben, zeigen falsche Entrüstung und sollten sich aus der Kunstbranche zurückziehen.
Ich mage diese Musik nicht, Rappe, halte es einfach nicht aus, aber verbiete niehmals einen Sänger oder Fan sich zu amüsieren und eine einheitliche langweilige Kunst lehen ich auch ab.
Also bleibe dabei KUNST muss und soll ohen jegliche politische Aktion bleiben wie Sie ist.

Lächerlich …

Der Musikstil des (Gangster-)Rap wird in den Vereinigten Staaten seit Jahrzenten zelebriert, und dortige Künstler, die einen nach dem anderen Preis eingeheimst haben und dies noch immer tun, gebrauchen eine nicht weniger aggressive und provokante Sprache. Kaum versucht sich jemand in Deutschland daran und hat damit riesigen Erfolg – selbst in nicht deutschsprachigen Ländern – hagelt es von allen Seiten Kritik von solchen, die sich als moralisch einwandfreie Wesen sehen. Ich bitte euch …

12:23 von Einerer

Wer genau definiert "gute" Musik, sie etwa?
Auch wenn ich kein Fan dieses "Sprechgesangs" bin, scheint es ein Publikum zu geben.

Selbiges gilt für so ziemlich alles was den eigenen Geschmack betrifft. Nur weil es einem selbst nicht gefällt, ist es längst nicht schlecht oder hat keine Daseinsberechtigung.

Einfach drüber lächeln und sich seinen Teil denken.

Ich finde z.B. Klassik, Schlager und Volksmusik furchtbar, damit muss ich aber wohl auch leben. Und ich lasse auch jeden in ruhe der sich daran erfreuen kann.
Mir käme es auch nicht in den Sinn über so etwas zu urteilen.
Jeder wie er es mag.

Sie lassen sich doch auch nich vorschreiben wen oder was sie gut zu finden haben.

Begründen müssten eigentlich

Begründen müssten eigentlich alle Echo-Preisträger*innen, die die Trophäe nicht zurückgeben, wie sie es vertreten können, mit klar und offen antisemitischen Texten unter einem "Auszeichnungsdach" zu leben: Ich bin entsetzt, wie wenige Künstler*innen hier eine aufrechte Haltung zeigen und ihren Echo zurückgeben.

Nicht ganz koscher!

An der Kritik und Empörung stört, dass sie zum Teil von jenen kommt, die selbst oft Israel und Juden gleichsetzen, wenn es ihren Vorstellungen nützt, und die keinerlei Bedenken äußern, wenn tatsächlich Zündsätze nach Israel geliefert werden.

Da fehlen noch

Da fehlen noch einige...

Deichkind, Santiano, Hosen, Heleneeeee Fischer, Fetsum Sebhat, Beatsteaks, Wincent.

Nicht nur gutmenschlich reden sondern jetzt auch mal ein Zeichen setzen.

Echo

Das wichtigste an der Preisverleihung war nicht die Musik, sondern das Statement von Campino.

Wie passend

Echo ist, wenn was zurück kommt.

Zum eigentlichen Punkt: Das ist doch maximal peinlich für die Echo-Jury, wenn im Nachhinein klar wird, dass man da Preisträger hat, mit denen niemand zusammen genannt werden möchte. Ein zweitklassiger Preis ist der Echo ohnehin.

Gibt es zum Preis

auch eine Geldsumme?
Wenn ja, wurde diese auch zurück gegeben?

Protest gegen Musikpreis:Weitere Künstler geben Echo zurück

Und das ist nur konsequent.
Aber was macht Wolfgang Niedecken bei der Veranstaltung ? Er muß sich wohl überall hinein schieben.Ob WDR-Radiomoderator oder bei Mann TV.Und auch im Kölner Stadt-Anzeiger/Express ist er regelmäßig mit jeder Kleinigkeit präsent.Peinlich oder gierig ?

@Petersons - 12:41

"Also bleibe dabei KUNST muss und soll ohen jegliche politische Aktion bleiben wie Sie ist."

Dann sollten Sie Ihren Beitrag nochmal komplett daraufhin überarbeiten.
Diese "Künstler" haben in ihrem Text eben hochsensibles politisches Material verarbeitet.

Kunst?

Es ist ja schön, eine freie Kunst zu haben. Mögen sich die Künstler austoben. Allerdings hat jede Kunst auch ihre Botschaft. Und die darf hinterfragt werden. Denn auch Kunst kann volksverhetzend, rassistisch und verfassungsfeindlich sein.

Kunst ?

Kunst kommt von Können ? Wohl nicht immer.
Kunst ist frei, aber nur, solange sie uns in den Kram passt.

@Otto Flott

Überhaupt nicht lächerlich. Es ist absolut bedenklich. Die USA sind übrigens kulturell kein Vorbild und in der Kriminalität ganz weit oben. 30.000 Tote pro Jahr ist eine ordentliche Hausnummer. Dazu sind nicht wenige Amerikaner dümmer wie Brot. Was hat ein Kunst- oder Kulturpreis mit Erfolg zu tun? Nur weil sich gewisse Leute von diesen Rappern angesprochen fühlen, weil sie selber nicht die Sprache verstehen oder rebellische Jugendliche sind, und dieses Zeug kaufen, heißt das noch lange nicht, dass diese Musik sinnvoll oder ethisch ist. Diese Texte und die Musik sind so platt und auch so ordinär und menschenverachtend, dass dies weh tut. Da ist nichts von Liebe, Schönheit etc. sondern das ist einfach nur sprachlicher und musikalischer Müll von kranken Hirnen. Rebell darf man gerne sein, aber kein Rassist oder Gewalttäter oder jemand, der dazu in seinen Texten aufruft auch damit auch noch Geld verdient. Ein Drogendealer wird übrigens auch reich.

@Oxalis - 12:46

"Nur weil es einem selbst nicht gefällt, ist es längst nicht schlecht oder hat keine Daseinsberechtigung.
Einfach drüber lächeln und sich seinen Teil denken."

Sie haben da offenbar etwas nicht verstanden.

Es geht bei dieser Kritik doch nicht um die Verurteilung von Geschmack oder das Künstler meinen sich die Freiheit zu nehmen, menschenverachtend daherzukommen.

Wenn Textzeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow", sein Publikum haben sollte, ist schon bedenklich genug.
"Auschwitz" und "Holocaust" stehen aber für Massenmord an Millionen Menschen jüdischer Herkunft. Dieser systematische Massenmord fand in Deutschland statt und darf sich nach unserer heutigen Einstellung nicht mehr wiederholen.

Deutschland leistet sich dazu aktuell einen Antisemitismus Beauftragten und deshalb liegt eine deutsche Jury, die antisemitische Inhalte mit einem Preis auszeichnet mächtig daneben - darum geht es.

Rückgabe der Echo ist richtig

Oft ärgert mich der Mainstream in diesem Lande. In diesem Falle bin ich froh, das Künstler die Stärke und den Charakter haben sich gegen diese unsäglichen Texte der Rapper zu stellen. Niemals hätten diese den Preis bekommen dürfen! Haben die Verantwortlichen diese Texte überhaupt gelesen?

die Jury gehört ausgetauscht.

Die ganze Veranstaltung ist ein Witz, wenn man es mit Veranstaltungen, wie zb. dem "BritAwards" oder den "Grammy" vergleicht. Neuerdings gab es wenigstens mal bei den Gästen die Pflicht für Abendgarderobe, aber das, was hier als "Kunst" verkauft wird, denn nur darauf kommt's scheinbar an, ist nichts weiter als Pippi-Kacka-pseudo-Rap á la Bushido, Haftbefehl, Farid Bang und und wie diese ganzen verkrachten Existenzen heißen. Das diese hohe Verkaufszahlen haben, sagt mehr über unseren Nachwuchs und deren Niveau aus, als uns allen lieb sein kann.
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Der Echo aber ist verkommen, und das durch seine Entscheider selbst. VOX ist schonmal ein guter Sender dafür. Das nächste mal vielleicht lieber gleich auf QVC oder Homeshopping24. Passt dann besser.

Ehrlich gesagt...

... finde ich die Aufregung etwas übertrieben.

Diese Typen sind nun wirklich nicht gerade sympathisch, und unter "Kunst" verstehe ich wahrlich etwas ganz anderes.

Aber politisch sind die Textzeilen so schlimm auch wieder nicht.

"Holocaust" bedeutet im eigentlichen Wortsinn schlicht "Mord", egal an wem und von wem. Von der Shoah war nirgends die Rede (das wäre tatsächlich skandalös).

Und das mit den "Auschwitz-Insassen"... wie gesagt, künstlerisch nicht wertvoll, aber da habe ich im Rapbereich schon weitaus Schlimmeres gehört.

12:46 von Otto Flott - bitte??

...wird in den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten zelebriert.
.
Dort ballern auch Schüler in Schulen herum, sind Mordraten exorbitant hoch und es gibt zig Amokläufer. Ist jetzt nicht unbedingt mein kultureller Massstab in Sachen "Gansta-Rap".

Kunst??? Geistiger Muell!!!

"Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen"

"Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow"

Selbst wenn man auch die Huehneraugen zudrueckt und das mit aller Macht nicht als antisemitischen Schund sehen moechte, dann ist es immer noch sprachlicher und geistiger Duennpfiff. Und sowas wird in Deutschland heutzutage mit einem Preis ausgezeichnet? Bei Bands wie den Boehsen Onkelz, die seit vielen Jahren zum Teil anspruchsvolle Texte schreiben, wird immer wieder krampfhaft versucht, irgendwas antisemitisches oder nationalsozialistisches in ihre Songs hineinzudichten oder durch Ruckwaertsspielen herauszufinden, und das da oben bekommt einen deutschen Musikpreis? Ich kann es immer noch nicht fassen. Solche Texte gehoeren nicht ausgezeichnent, egal mit welchem Musikstil sie auch hinterlegt sein moegen.

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