Ihre Meinung zu: Arbeitsrechtsurteil: EuGH ändert Regeln für Kirchenjobs

17. April 2018 - 10:33 Uhr

Kirchliche Arbeitgeber dürfen nicht bei jeder Stelle von Bewerbern eine Religionszugehörigkeit fordern. Das entschied der EuGH. Die EKD sieht durch das Urteil ihre Gestaltungsfreiheit eingeschränkt.

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Kommentare

predigt

das ist ein überfälliges urteil.

es sagt durch die blume; gott ist tot.

vielen dank für die realität!

Also so langsam wird mir der

Also so langsam wird mir der Europäische Gerichtshof unsympathisch. Ich finde es hat z.B. ein Moslem nichts in einer christlichen Einrichtung zu suchen. Umgekehrt übrigens auch nicht. Das ist meine persönliche Meinung hierzu. Diese sogenannte politische Korrektheit geht mir ganz schön gegen den Strich.

Endlich!

Das Urteil war mehr als überfällig!

Insbesondere dort, wo die Träger zwar kirchlich sind aber der überwiegende Teil von bis zu 98% der Kosten aus Steuern finanziert wird ist es ein Unding, auf eine Religionszugehörigkeit zu bestehen.

Übernimmt die Kirche alle Kosten, kann sie meinetwegen machen was sie will.

Die EU zerlegt sich selbst.

Denn das wird einigen Christlichen Ländern nicht gefallen.
Ich denke, hier hat die EU wieder eine Grenze überschritten, denn ich zähle den EuGH zur EU.
In Deutschland wird jetzt keiner auf die Barrikaden gehen, bei unseren östlichen Nachbarn wird das wieder als eine Provokation aufgefasst werden.
Ich denke man sollte mal festlegen, was im Einflussbereich der EU sein soll und was Ländersache bleibt.

...auch bei Reinigungskräften

Bei Tendenzbetrieben kann man verstehen, dass Mitarbeiter, die die Leitlinien der Organisation nach aussen repräsentieren, in besonderer Weise diese auch inhaltlich „leben“...in kirchlichen Einrichtungen ist es da wohl intensiver als z.B. bei Gewerkschaften oder Medienbetrieben. Warum aber z.B. Reinigungspersonal oder Krankenpfleger in kirchlichen Häusern das Taufsignet der jeweiligen Konfession besitzen müssen, war mir immer schleierhaft. Das EuGH-Urteil war überfällig. Der Verkündigungsauftrag der Kirchen wird dadurch nicht tangiert, auch nicht geschmälert .

Wer hätte es gedacht, dass

Wer hätte es gedacht, dass aus der EU auch mal was konstruktives kommen kann.
Jetzt bitte noch Tusk und Junker abschießen und die EU ist fast schon kein Schurke mehr.

Hoffentlich wird dieses

Hoffentlich wird dieses Urteil umgesetzt. Und hoffentlich klagt bald jemand gegen alle Sonderrechte von Religionsgemeinschaften keine Entlassung mehr weil jemand der geschieden ist wieder geheiratet hat keine Gebete während der Arbeit oder in der Schule.
Religion ist Privatsache und soll ausschließlich zu Hause oder in Gebeetshäuserm (Kirche, Moschee, Tempel) praktiziert werden. Werbung für Religion durch Kopftücher oder die mittelalterliche Frauenkleidung christlicher Sekten hat in Europa nichts zu suchen.

Tolle Wurst....

Zu Florreknirp

Das Urteil sagt nichts darüber ob „Gott tot ist“.
Es sagt nur das Religionsgemeinschaften nicht über den Gesetzten stehen. Und das ist gut so!

@florreknib

Naja, ob er/sie/es tot oder lebendig ist, wird man nie wissen. Aber auf jeden Fall kein Arbeitgeber...

Religionsfreiheit

bedeutet auch Freiheit von der Religion, und den Arbeitsgeber geht es grundsätzlich nichts an, ob jemand religiös ist oder nicht.

Das Urteil ist längst überfällig und wird es vielen Arbeitnehmern erlauben, Kirche und Religion auch offiziell der Rücken zu kehren, nachdem sie sich innerlich schon längst verabschiedet haben.

Kein Arzt muß katholisch sein, um ein Skalpell zu führen. Keine Verwaltunsangestellte muß evangelisch sein, um ihren Job ausüben zu können. Kein Lehrer muß an Gott glauben, um zu unterrichten.

Nach diesem Urteil muß man auch nicht mehr, um seinen Job zu behalten, die "freiwillige" Zwangsabgabe Kirchensteuer entrichten. Man kann endlich austreten, ohne um seinen Job fürchten zu müssen, und somit dazu beitragen, dass die Kirche auf das Maß zurechtgestutzt wird, das ihr zukommt.

Das Urteil ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur wirklichen Trennung von Staat und Kirche. Und das ist sehr gut so.

Eilt nicht.

Warum ist das bitte eine Eilmeldung?

Urteil gut für die Stärkung von Arbeitnehmerrechten

Lange genug hat die Kirche Mitarbeiter zur sehr prekären Arbeitsbedinungen beschäftigt und zudem die Mitarbeitervertretungen nur zum kollektiven betteln verurteilt. Schön also das die Mitarbeiter nun ein bisschen mehr Rechtssicherheit erhalten.
Ein Kommentar wie „Gott ist tot“ ist aber mal wieder populistisch und macht auch wirklich keinen Sinn. Gott hat ja schließlich auch keine Kirchen gegründet sondern die Kirchen wurde Gottes wegen erschaffen. Kirche sollte also generell den Weg von einer Wirtschaftsmacht zurück zu ihrer eigentlichen Aufgabe finden und den Menschen helfen und nicht mit Ihnen Geld verdienen.

um 10:37 von florreknirb

"Gott ist tot"

Können Sie das beweisen ? Und was hätte das mit der Entscheidung zu tun ?

Es ist ein unding dass man zB als muslimischer Verein einen Christen einstelln müsste - das geht eben so wenig wie anders herum!

Und - Gott lebt, ich kenne Ihn persönlich!

Und nun?

Muss man angeben, ob man weiblich oder männlich ist?
Ob man verheiratet ist?
Ob man Kinder hat?

Warum denn, wenn man die Religion nicht angeben muss? Das hat doch mit der Arbiet nichts zu tun.

"möglich sein"

ein Gummiurteil, was will man erwarten von unseren Gerichten.

Wieder ein guter Tag

da die Macht der Kirchen eingeschränkt wird. Ein Hoch auf unsere Gerichte!

Auch wenn ich aus der Kirche ausgetreten bin...

... ist das Urteil für mich kompletter Blödsinn. Zum Glück für die Kirchen gibt es 10.000 andere (Vorwands-)Gründe, mit denen man einen Bewerber bei falscher Religion ablehnen kann.
Das AGG ist kompletter Nonsens. Als Arbeitgeber wähle mir den Arbeitnehmer, den ich in meinem Betrieb sehen will - und basta. In meinem Betrieb bestimme ich und kein Ideologe, der mir vorschreiben will, was und wen ich einzustellen habe.

Eines erreichen die Ideologen dennoch: Sinnlose Ressourcenverschwendung. Es werden sich Leute bewerben, die von Vornherein keine Chance haben - und der Arbeitgeber muss sich mit Bewerbungen von Kandidaten rumschlagen, denen er viel lieber (vorher!) ehrlich gesagt hätte, dass ihre Bewerbung chancenlos ist. Doch das kann er nicht, weil sonst der Ideologe mit dem AGG über den Hof kommt. Dass Ideologie der Idiotologie sehr ähnlich sieht, düfte kein Zufall sein...

@landart: gleiches Recht für alle

"Warum aber z.B. Reinigungspersonal oder Krankenpfleger in kirchlichen Häusern das Taufsignet der jeweiligen Konfession besitzen müssen, war mir immer schleierhaft" Am 17. April 2018 um 10:48 von landart

Vielleicht mit dem gleichen Recht für alle?

Es muss ja nicht so, wie in den Schulen laufen, wo Reinigungskräfte mit Kopftuch in Ordnung sind, aber Lehrerinen mit Kopftuch nicht beschäftigt werden. Dasselbe gilt für Gerichte und Ämter, wo Kopftücher nur bei "rangniederem" Personal geduldet werden.
Das ist für mich schizophren.

Die Stellenausschreibungen werden geändert werden,

dann kann sich Niemand mehr beschweren, wenn er keine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommt.

Wichtig für die Arbeitnehmer

Wichtig für die Arbeitnehmer ist doch auch: Kann man nun endlich aus der Kirche austreten, obwohl man sich dort beschäftigen muss?
Als Hausmeister, als Reinigungskraft, als Erzieher, als Lehrer, als Pflegekraft oder als Mitarbeiter einer Behinderteneinrichtung oder auch als Verwaltungskraft?
Manche davon werden ja so schlecht bezahlt, dass es sinnvoller wäre das Geld für die Kirchensteuer besser für die Rentenvorsorge zu nutzen.
Gibt es dazu Informationen?

Bis zu 90% zahlt der normale Steuerzahler!

@10:39 von th711
Das Problem ist ja, dass viele der kirchlichen Einrichtungen zum größten Teil vom Staat und nicht von den Kirchen bezahlt werden.

Dadurch entsteht ein Arbeitsmarkt, der zwar im Wesentlichen vom Steuerzahler bezahlt wird, aber nicht mehr den staatlichen Gesetzen unterliegt. Das betrifft natürlich auch das Streikrecht.

um 10:49 von evhie

Wenn Religion vollkommen Privatsache ist kann sich der EUGh aich nicht einmischen. Aber es gibt viele kirchliche Organisationen die christliche Grundsätze und Werte haben, da ist es doch logisch dass ich keinen Muslim oder anders herum dass eine muslimische Organisation einen Christen einstellt - also Personen die einen komplett anderen Glauben haben !

Also wer das nicht begreiffen kann - denke ich der will es einfach nicht!

10:45 von Frau aus Köln

"on bis zu 98% der Kosten aus Steuern finanziert wird "

Haben Sie hier auch Quellen und Besipiele?

Ein guter Schritt

jetzt nur noch die Kirchensteuer abschaffen.
Sie wird Bundesweit entrichtet, wegen eines Vertrages der 1803 geschlossen wurde und maßgeblich Bayern betraf.
so durften diese sämtliche Vermögen der Kirche einziehen, mussten diese aber im Gegenzug durch Steuern finanzieren.
Ausgenommen davon waren nur sämtliche unter dem Dach der Caritas laufenden Pfründe.

Für die Kirche hat sich auf lange Sicht der Deal gelohnt, da sie die verlorenen Güter bereits im späten 19. JH wieder eingespielt hatte.
Seit dem ist die KS ein Gewinngeschäft.

Die Kirchensteuer hat sich meines Erachtens überlebt, da sich die Kirche in vielen belangen überlebt hat.
Nur sehr wenige Gemeinden habe es geschafft mit der Zeit zu gehen und so weiter die Menschen zu erreichen.

Hier zum Beispiel ein Zitat von unserem ehemaligem Priester:
>> Ich habe einen Mönch als Gastredner eigeladen<< stöhnen in der Gemeinde>> er kommt aus Andechs und wird uns von dem Erzählen was sie dort besonders gut können<<

Europa Laica

Es gibt noch Hoffung - und "ALLEN" Goettern sein Dank ;-) - die muss nicht religioes sein. Gibt es dazu auch eine Akte/Urteil / Link zum EuGH so das ich meinen laicistischen Freunden in Spanien Italien und weniger Freunden von Opus Dei wie Draghi (I) oder Luis de Guindos (E) die frohe Botschaft"uebermitteln kann. ;-)

Liebe Falschversteher:

Was einige hier so wunderbar verkennen, ist dass das Urteil nicht bedeutet, dass die Kirche nicht aus „religiösen Gründen“ kündigen darf. Das ist möglich, war möglich und bleibt möglich. Und das ist auch gut so, da die Identifikation mit dem Arbeitgeber im kirchlichen Bereich immer dann extrem wichtig ist, wenn der Arbeitnehmer nach außen wahrnehmbar ist. Ein atheistischer Pfarrer ergibt dabei ebensowenig Sinn, wie ein buddistischer Kirchensprecher der katholischen Kirche. Deswegen kann die Moschee um die Ecke auch weiterhin jedem Imam kündigen, der zum Hinduismus konvertiert. Und zwar zu Recht.

Überall da, wo die Zugehörigkeit des Arbeitnehmers zur Kirche keinen sachlichen Grund hat, geht das allerdings nicht. So kann, dank dieses Urteils, der Hausmeismeister im Keller der evangelischen Verwaltung, ab sofort und weiterhin das fliegende Spaghettimonster anbeten, sofern er es in seiner Pause tut, und muss nicht um seinen Arbeitsplatz fürchten.

um 10:49 von evhie

"Sonderrechte von Religionsgemeinschaften"

Haben Sie sich schon mal gefragt woher unser Gesundheitssystem kommt - Krankenhäuser, Sozialstationen, Universitäten, Hospize ....usw um nur ein paar zu nennen die den Menschen helfen?

Richtig so!!!

Keine Sonderrechte im Arbeitsrecht! Das Arbeitgeber ihre Angestellten nach eigenen Kriterien auswählen...normal. Aber es darf für einzelne Organisationen keine Sonderrechte geben. Das hat nichts mit Ideologie oder Political Correctness zu tun, sondern mit Rechtsstaatlichkeit!

um 11:00 von vweh

Hier schelten einige auf die Kirchen usw, woher wir aber unseren Wohlstand haben überlegen die Personen wohl weniger.
Nur ein Beispiel, Hospitäler und Universitäten wären ohne Christen nicht entstanden!
Ein Funke Dankbarkeit wäre angebracht!

"Kompetenz"

Nun ja, eine Fahrschule muss/kann auch keinen Fahrlehrer einstellen, der keinen Führerschein hat...
Als Geschäftsführer, Bürokraft oder Reinigungspersonal geht das schon.

Nur ist es bei der Weitergabe von Glauben eben nicht so einfach, wie mit dem Führerschein.

Und ob die Fahrschule jemanden im Büro einstellen würde, der jedem Anrufer sagt, dass Autofahren sch... ist.

Wenn ich nicht in der Kirche

Wenn ich nicht in der Kirche bin, warum sollte ich dann dafür arbeiten? Völlig vergeistigter Unsinn, der da mal wieder verhandelt wurde. Dafür ist die EU ja bekannt. Gurken, Steckdosen, Bananen,....

Viel eher würde ich das alles rumdrehen. Wer nicht in der Kirche ist, braucht auch keinen kirchlichen Feiertag.

Demnächst ist wieder Pfingstenm. Welches Freibiergesicht kann denn ad hoc sagen, warum da frei ist?

Aber abwarten, demnächst werden Bademeister auch nicht mehr schwimmen müssen.

bekommen...

denn dann alle auch rückwirkend eine Entschädigung...denn die Entscheidungen waren ja rechtswidrig...muß auch für die Vergangenheit gelten...sonst wäre das Ganze mal wieder sehr unglaubwürdig...

Die Absage an Bewerber muss politisch korekt sein.

Das richtige Nein für falsche Bewerber

Tipps für Chefs im Handwerk: Eine korrekt formulierte Absage an Bewerber schützt nicht nur vor arbeitsrechtlichen Klagen, sie wirkt sich auch positiv auf den Ruf des Unternehmens aus.
Oktober 2010
https://www.handwerksblatt.de/recht-steuern/31-recht/12770-das-richtige-...

..mir wird er immer sympatischer.

Jeden sei unbenommen an was oder wen er glaubt oder nicht - privat - ausserhalb der staatl.Instutionen. Den ich will keine Sharia oder Inquisition an Schulen Gerichten oder Behoerden. Auch will ich das Maenner und Frauen den selben Respekt/Recht geniessen - und das ist nun mal in keiner Religion der Fall. Darum will ich ein laicistisches Deutschland, Europa das nicht vom Papst, Imanen, Opus, Dei, Zentralrat der Muslime/Juden oder anderen ultrareligiosen Vereinen dominiert wird. Keine Indoktrination in Schulen, Behoerden oder sogar in Parlamenten. Europa Laica

Fortschrittlich denken

Vielleicht dämmert es solangsam den Kirchenfürsten, dass die Erde doch keine Scheibe ist(:-

Es ist ein Anfang

Gerade im sozialen Bereich drängen die Kirchen mit gemeinnützigen GmbHs immer mehr in wirtschaftliche Bereiche vor.
Hier drehen sie das Recht, so wie es Ihnen gefällt. Geht es um Mitarbeitervertretungen und Streikrecht sind sie Kirchen und brauchen das nicht. Geht es um Gewinne sind sie ein Unternehmen, das knallhart am Markt bestehen muss.

Da muss endlich ein Riegel vor. Entweder kirchliche Institution oder sozialwirtschaftliches Unternehmen. Aber nicht Rosinen picken.

Und nun ?

War selbst mal bei einer kirchlichen Einrichtung beschäftigt. Eigentlich sollte sich doch ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter frei selbst heraus suchen dürfen - oder ?
Was nun kommt: in der Stellenausschreibung steht nichts mehr über eine Religionzugehörigkeit drin - und doch wird nur der Bewerber/in eingeladen, welcher in einer christlichen Kirche drin ist - Wetten?
Im Übrigen: Austreten aus der Kirche um Steuern zu sparen, aber dort arbeiten wollen? auch so eine Logik.

Bis auf die Frage männlich

Bis auf die Frage männlich oder weiblich muss man als Bewerber dem (potenziellen) Arbeitgeber diese Fragen auch nicht beantworten, bzw. darf sogar ohne spätere Konsequenzen im Vorstellungsgespräch lügen um Diskrieminierungen einen Riegel vorzuschieben.

Siehe zum Beispiel hier
http://www.zeit.de/karriere/bewerbung/2013-03/arbeitsrecht-fragen-bewerb...

soso

Ich finde es hat z.B. ein Moslem nichts in einer christlichen Einrichtung zu suchen.

Das heißt nichts anderes als dass Diskriminierung Privatsache des Diskriminierenden ist und niemanden etwas angeht, und da ist es gerade Aufgabe des EuGH, dem einen Riegel vorzuschieben.
Muss ein Sportverein einen übergewichtigen Kassierer einstellen? Darf ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts krank werden, oder ist das ein Kündigungsgrund? Darf ich als Automechaniker mit dem Motorrad zur Arbeit kommen? So absurd diese Fragen klingen, sie passen genau zu dem hier behandelten Thema.

@ Wolfgang_R

" Als Arbeitgeber wähle mir den Arbeitnehmer, den ich in meinem Betrieb sehen will - und basta."
Sie vergessen die Kleinigkeit, dass kirchliche Einrichtungen keine privaten Arbeitgeber sind, sondern dass hier Gelder des staatlichen Steuerzahlers ausgegeben werden. Die Diakonie wird zu 100 % vom Staat finanziert, aber bestimmen darf der Staat bislang nichts. Ich denke, wer bezahlt, bestimmt auch die Spielregeln - und basta.

Na ja,

bei der Kirche arbeiten und austreten, um keine Kirchensteuer bezahlen zu müssen, das kommt mir vor wie Ungarn und Polen in der EU: kassieren gerne, aber nicht die Werte teilen.

Klar doch.

So wie bei der Altersdiskreminierung?Man muß es jetzt nur nicht mehr in den abschlägigen Bescheid als Grund hineinschreiben.Aber als Langzeitarbeitsloser der die Sozialkassen oh Wunder so viel u.immer mehr u. länger den Sozialetat belastest taugst du allemal.Was aber die andere Seite sich an Asozialem leistet u.niergends als Subvention oder nicht Steuerzahler oder sozialer Belastung generieren darf ohne in überhaupt einem Haushalt oder Haushaltsposition auftaucht gibt es nicht mal?Also nicht mehr erwähnen darüber sprechen oder benennen wie die Altersdikreminierung.Wer nimmt schon die alte braune überreife Banane mit nach Hause?Selbstverständlich keiner?Nur wenn sich ein Geschäft daraus machen lässt oder der Staat es subventioniert.Da gibt es eine Menge was nichtsbringt außer Fortbildungs-Bildungs-Unternehmen-Beamten die was zu tun haben müssen u. vielen mehr.Du zahlst es ja selber über viele kleine Töpfchen u.eröffnest einen Markt der vorher nicht da war. Geil,könnte von Schröder sein.

@10:39 von th711: Der selbe Gott

"Ich finde es hat z.B. ein Moslem nichts in einer christlichen Einrichtung zu suchen. Umgekehrt übrigens auch nicht. "

Es ist doch angeblich der selbe Gott zu dem alle Gläubigen beten. Wie stehen Sie in diesem Zusammenhang zu Juden?
Die dürften ja nach Ihrer Auffassung auch nicht in christlichen Einrichtungen arbeiten.

@DaRichy157

"Überall da, wo die Zugehörigkeit des Arbeitnehmers zur Kirche keinen sachlichen Grund hat, geht das allerdings nicht. So kann, dank dieses Urteils, der Hausmeismeister im Keller der evangelischen Verwaltung, ab sofort und weiterhin das fliegende Spaghettimonster anbeten, sofern er es in seiner Pause tut, und muss nicht um seinen Arbeitsplatz fürchten." Am 17. April 2018 um 11:10 von DaRichy157

Und wer er Satanist ist?
Darf er dann im Keller des christlichen Krankenhauses den Satan anbeten, weil er gerade seine Hausmeister-Pause hat?

Gott ist eine Erfindung

um 10:57 von hammer…Und - Gott lebt, ich kenne Ihn persönlich!

Gott ist eine Erfindung der Menschen für die Menschen, die nicht damit klarkommen, dass das Leben auf unserer Erde das einzige Leben ist, das man hat. Danach kommt nix mehr.

@frosthorn

"Muss ein Sportverein einen übergewichtigen Kassierer einstellen? Darf ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts krank werden, oder ist das ein Kündigungsgrund? Darf ich als Automechaniker mit dem Motorrad zur Arbeit kommen? So absurd diese Fragen klingen, sie passen genau zu dem hier behandelten Thema" Am 17. April 2018 um 11:27 von frosthorn

So absurd ist das nicht, denn die Frage ist eigentlich:
Muss jemand, der in Deustchland mit Kunden arbeitet auch Deutsch können?

Wer sich an eine christliche Einrichtung wendet, der hat es sich vorher überlegt und geht mit bestimmter Erwartungshaltung dahin. Das bedeutet, dass die dort arbeitenden Personen die Grundsätze kennen und sie voll und ganz akzeptieren. Wenn jemand aus der Kirche austritt, der akzeptiert sie nicht.

@hammer, 11:13, @Einerer, 11:14

hammer:
Hier schelten einige auf die Kirchen usw, woher wir aber unseren Wohlstand haben überlegen die Personen wohl weniger.
Nur ein Beispiel, Hospitäler und Universitäten wären ohne Christen nicht entstanden! Ein Funke Dankbarkeit wäre angebracht!

Mit Verlaub, das ist Unsinn. Hospitäler hatten sogar die südamerikanischen Hochkulturen, und Universitäten gab es schon bei den alten Ägyptern. Unseren Wohlstand als Verdienst des Christentums darzustellen, ist absurd. Ohne die Emanzipation von der Kirche durch die Aufklärung wären wir wirtschaftlich und kulturell noch im Mittelalter.
Einerer:
Wer nicht in der Kirche ist, braucht auch keinen kirchlichen Feiertag.
Wollen Sie im Ernst behaupten, freie Tage gebe es nur wegen der Gläubigen? Und all die Heiden wären nie auf die Idee gekommen, am Wochenende nicht zu arbeiten? Kriegen Christen am 1. Mai jetzt nicht mehr frei?

@Am 17. April 2018 um 11:28 von chrisf

Werte u. bezahlen mögen können Interessensgeleitet sein aber es ist erst ein Wert an sich wenn er universell für alle gillt u. nicht in irgendeine Abhängigkeit gebracht werden darf nach der Devise wessen Brot ich ess dessen Lied ich sing. Ich glaub sie verwechseln etwas hier. Fragen sie doch mal ihre Frau ob sie in allem ihrer Meinung ist oder ob sie zu einer religion übertritt die ihnen genehm ist oder die Devise gillt füge keinem etwas zu was du dir selbst nicht zumuten möchtest. Gleichschalten ist doch langweilig auch wenn oft besser handzuhaben?!Richtig u. verkehrt bzw.eine Moral ist eben nicht beliebig wenn es mir passt sondern wenn sie universell jedem noch etwas an eigener Freiheit oder Wahl lässt in dem er sich wiederfindet u. nicht den oder das andere zu erfüllen hat.

@zyklop

"die Kleinigkeit, dass kirchliche Einrichtungen keine privaten Arbeitgeber sind, sondern dass hier Gelder des staatlichen Steuerzahlers ausgegeben werden" Am 17. April 2018 um 11:28 von zyklop

Dann wäre es doch gaaaanz einfach sie durch staatliche Einrichtungen ersetzen zu lassen, oder nicht?
Fangen Sie doch mal selber an dafür etwas zu tun.

Wer bezahlt, bestimmt.

wenn die kirchlichen Organisationen bis zu 90% der Finanzierung aus der öffentlichen Hand bekommen, müssen auch die Regeln des Staates Vorrang haben, vor den kirchlichen Regeln. Heißt Grundgesetz Artikel 3 (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Das hatte in der gesamten

Das hatte in der gesamten Kirchengeschichte auch nie einer behauptet. Glaubwürdige Quellen werden Sie dazu nicht finden - außer bei den gebildeten humanistischen Atheisten - die brauchen Ihr Argument für ihr Feindbild.

Versteh ich nicht

Ich bin katholisch. Taufe und Kommunion. Kurz vor der Firmung stand für mich fest: ich bin Atheistin.

Aus der Kirche ausgetreten bin ich nie. Die Institution Kirche hat ihre Berechtigung.
Gerade in kleineren Gemeinden leisten die Kirchen sehr viel soziale Arbeit. Das unterstütze ich durch meine Mitgliedschaft gerne. (andere spenden Greenpeace etc).

Das endet bei: die Kirche als Arbeitgeber. Um es mal ein wenig plump auszudrücken: es steht mir nicht zu, darüber zu richten, wodurch jemand Trost oder Kraft findet. Aber ich möchte nicht damit konfrontiert werden, da ich es persönlich eben ablehne.

Was ich jetzt gar nicht verstehe: wie kommt man auf die Idee bei einer Kirche arbeiten zu wollen, wenn man nicht Mitglied ist?

Das erscheint mir ähnlich bizarr, wie wenn mir jemand vorschlagen würde, als Beamter für diesen Staat tätig zu werden.

Viel wichtiger fände ich: es gibt Obdachlose die keine Hilfe suchen, weil sie nicht zum Gebet genötigt werden wollen. DA muss was getan werden

@ Tada

"Und wer [sic!] er Satanist ist? Darf er dann im Keller des christlichen Krankenhauses den Satan anbeten, weil er gerade seine Hausmeister-Pause hat?"

Der Satanismus ist keine in Deutschland staatlich anerkannte Religion, und seine Anhänger sind von verschwindend kleiner Zahl (geschätzte 40.000 bundesweit, das entspricht weniger als 0,05 Prozent der Bevölkerung).

Also hören Sie doch mit den Strohmann-Argumenten auf.

Next Level

Die Globalisierung hat keinen Platz für durch den Glauben bedingte Befindlichkeiten. Heimat ist auch so eine Religion, die abgeschafft werden soll.

um 10:56 von @KMBonn

>>Religionsfreiheit bedeutet auch Freiheit von der Religion, und den Arbeitsgeber geht es grundsätzlich nichts an, ob jemand religiös ist oder nicht.<<

Ich persönlich betrachte diesen Sachverhalt noch wesentlich dramatischer als Sie es hier darstellen. Der Begriff "Religionsfreiheit" steht für mich stellvertretend dafür, alle menschlichen und demokratischen Grundregeln grundsätzlich zu missachten, ganz gleich welche Konfession. Religiös/kirchliche Institutionen wurden in erster Linie dafür geschaffen, um möglichst viele Menschen zu beherrschen, auszubeuten und zu unterdrücken. Und das über mehrere tausend Jahre. Die zentrale Frage sollte daher lauten: Wann überwindet endlich die moderne Menschheit die sogenannte "Religionsfreiheit" mit ihrer blutrünstigen Vergangenheit und auch Gegenwart. Das betrifft so ziemlich alle religiösen Einrichtungen/Unternehmen auf dieser Welt. Auch das "christliche Abendland" hat sehr wenig mit Demokratie, Freiheit oder auch Arbeitsrecht zu tun.

um 11:02 von Tada

"Das ist für mich schizophren."
Dann ziehen sie doch einfach in ein streng-muslimisches Land.
Da sehen Sie Kopftücher und mehr...ohne Ende ...und sie müssen nicht schizo werde.

Und wenn sie ein Mann sind , dürfen sie auch gerne eines selber tragen...
aber lassen sie sich nicht erwischen.
Warme Männer mag man da komischerweise weniger.

@ Tada

"Wer sich an eine christliche Einrichtung wendet, der hat es sich vorher überlegt und geht mit bestimmter Erwartungshaltung dahin. Das bedeutet, dass die dort arbeitenden Personen die Grundsätze kennen und sie voll und ganz akzeptieren."

Ihre Behauptungen entsprechen nicht der Lebensrealität. Kindergärtner oder Pflegekräfte z.B. finden in der Praxis oft nur bei einem kirchlichen Arbeitgeber einen Job - die haben da nur selten die entsprechende Entscheidungsfreiheit.

Endlich versteht's einer - 11:10 von DaRichy157

Spannend werden dann in der deutschen Rechtsprechungspraxis die Grenzfälle: Krankenpfleger in christlichem Krankenhaus, Küster, leitende Angestellte in kirchennahen Bereichen wie Friedhofsverwaltung usw.

Mal sehen, was da dann rauskommt.

Volle Zustimmung.

um 11:14 von Einerer…Viel eher würde ich das alles rumdrehen. Wer nicht in der Kirche ist, braucht auch keinen kirchlichen Feiertag.
Demnächst ist wieder Pfingstenm. Welches Freibiergesicht kann denn ad hoc sagen, warum da frei ist?...cite>

Man sollte die Feiertage entkirchlichen. Also Feiertag am 24.-25-.26-.12. als Jahreswinterfest. Sylvester/Neujahr als Jahresabschlussfest. Ostern als Frühlingsfest und Pfingsten als Frühsommerfest etc…

Als Christ: gutes Urteil; diverse Kommentare hier: Krank

Hallo,

ich will mal als gläubiger, praktzierender Christ etwas sagen: Ich finde, es ist ein gutes Urteil. Was sich Kirche nennt und von ihr betrieben wird, ist oft weit weg von dem, was den Glauben ansich ausmacht - das Gemeindeleben sowieso. Wenn die Diakonie feststellen würde, dass 95 % ihrer Jobs eigentlich nicht von Christen geleistet werden müssten, wäre ein Aha-Effekt auch gut: Wo sind wir hingekommen...

Ein ganz anderer Punkt sind diverse Meinungen über Kirche-Aufs-Maul usw. oder Religion=Privatsache=Nur-im-Privaten. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verwechselt bitte nicht euer Wohnzimmer mit der Straße. In euren vier Wänden könnt Ihr gewiss bestimmen, welche Weltanschauungen und deren Ausprägungen sich melden und zeigen und für sich werben. Keine Frage. Aber die Straße gehört erst einmal grundsätzlich uns allen als Gesellschaft. Und deshalb dürfen wir alle dort vorkommen - mit der Bibel in der Hand, mit dem Kreuz um den Hals oder sonstwas. Privat im öffentlichen Raum. BRD

Richtig so!

Die konfessionelle Hetze gegen Atheisten muss aufhören.
Dazu gehört auch, dass ein Lehrer / Erzieher z.B. in Köln auch Arbeit findet ohne in einer Amtskirche Mitglied zu sein.

Und an alle die hier brüllen "Religion hat Zivilisation erst möglich gemacht!"
Zählen Sie doch bitte einmal ein paar Dinge / Lebensaspekte auf, die Religion _besser_ gemacht hat, die sie vorher nicht selber _schlechter_ gemacht hatte...

@Edgar_W - 11:26

"Bis auf die Frage männlich oder weiblich muss man als Bewerber dem (potenziellen) Arbeitgeber diese Fragen auch nicht beantworten, bzw. darf sogar ohne spätere Konsequenzen im Vorstellungsgespräch lügen um Diskrieminierungen einen Riegel vorzuschieben."

Das ist natürlich Quatsch.
Zu etwas, dass EinstellungsVORAUSSETZUNG ist, darf man natürlich nicht lügen.
Arzt ohne Medizinstudium?
Wasserscheuer Rettungsschwimmer?
Bus- oder Taxifahrer ohne P-Schein?
Trucker ohne Führerschein?
Und, ob man in der Kirche ist, sieht der Arbeitgeber spätestens im Personalfragebogen im Feld "kirchensteuerpflichtig".

@frosthorn, 12:47

Wollen Sie im Ernst behaupten, dass die 52 arbeitsfreien Sonntage im Jahr nicht auf den von Gott eingesetzten Sabbat (Judentum, 3. Gebot) und auf die spätere Verlegung auf den Auferstehungstag Christi (Christentum) zurückgehen? Die Russen nennen den Sonntag heute noch "воскресенье" = "Auferstehung" und u.a. Katholiken und Orthodoxe begehen ihn auch noch jede Woche. Dazu kommen all die anderen kirchlichen Feiertage (Ostern, Pfingsten, Weihnachten, um nur die prominentesten zu nennen). Daneben sieht der 1. Mai mit dem Tag der Deutschen Einheit recht mager aus. Finden Sie nicht auch? Dann gibt es ja noch die religionsneutralen, arbeitsfreien Samstage, aber auf diese Idee ist man erst im letzten Jahrhundert gekommen und die Verfügbarkeit der arbeitsfreien Sonntage war dabei Vorbild und somit Voraussetzung. Ehre, wem Ehre gebührt! (Hoffentlich ist es klar, Wen ich meine.)

Wert des Urteils?

Was ist mit diesem Urteil gewonnen? Auch wenn dieses Urteil seinen Weg ins Gesetz findet, wird es nur zum Anstieg der Schusseligkeit führen. Ich meine all die Schussel, die in ihren Bewerbungsunterlagen versehentlich ihren Taufschein vergessen. Das ist doch nicht ungesetzlich...

re wolfgang-r

"Das AGG ist kompletter Nonsens. Als Arbeitgeber wähle mir den Arbeitnehmer, den ich in meinem Betrieb sehen will - und basta. In meinem Betrieb bestimme ich und kein Ideologe, der mir vorschreiben will, was und wen ich einzustellen habe."

Sie erregen sich doch völlig unnötig.

Keinem Arbeitgeber wird jetzt vorgeschrieben, wen er einstellen darf oder muss. Allerdings muss er nach wie vor aufpassen, dass er eine geplante Diskrimierung nicht aktenkundig in die Ausschreibung malt.

"Eines erreichen die Ideologen dennoch: Sinnlose Ressourcenverschwendung. Es werden sich Leute bewerben, die von Vornherein keine Chance haben - und der Arbeitgeber muss sich mit Bewerbungen von Kandidaten rumschlagen, denen er viel lieber (vorher!) ehrlich gesagt hätte, dass ihre Bewerbung chancenlos ist."

Das ist Blödsinn. Kein Gesetz schreibt vor, dass man sich mit einer Bewerbung mehr befassen muss als bis Ablage für Ablehnungs-Formbrief.

Das ist noch lange kein "sich mit was rumschlagen".

re einerer

"Viel eher würde ich das alles rumdrehen. Wer nicht in der Kirche ist, braucht auch keinen kirchlichen Feiertag."

Arbeitsfrei für alle ist an den GESETZLICHEN Feiertagen. Noch nie war dabei die Konfession entscheidend.

Also ein ziemlich törichter Einwurf.

Was wollte denn die Atheistin ausgerechnet bei den Christen?

Sie wusste doch wohl vorher, wo sie sich da beworben hat. Ich denke auch nicht, das das Urteil irgend einen Sinn macht oder gar eine "Hilfe" wäre. Nun wird künftig der Ablehnungsgrund offiziell eben ein anderer sein.

re chrisf

"bei der Kirche arbeiten und austreten, um keine Kirchensteuer bezahlen zu müssen, das kommt mir vor wie Ungarn und Polen in der EU: kassieren gerne, aber nicht die Werte teilen."

Das Kassieren wird hier ja wohl ausschließlich durch die Arbeitsleistung begründet.

Kirche Urteil

Arbeite selber bei der Kirche und das sehr gerne. In diesem Fall ändert sich für die Kirche aber gar nichts. Schon jetzt besteht für bestimmte Bereiche ein Recht auf Arbeit, ohne Kirchenzugehörigkeit. Auch ist das jetzt schon im Einzelfall einklagbar.

Kirche ist Arbeitgeber ...

... also sollen sie auch die selben Pflichten haben. Ein gesonderter Umgang mit Menschen , der zu Ausgrenzung und Benachteiligung führt, ist nicht christlich. Extrawürste darf es auch für Kirchen nicht geben. Alle Bekannten aus dem Kirchenumfeld kritisieren diesen AG besonders., Arbeitsplatzverust wg Scheidung - wie altertümlich ist denn das ??? Da schenken die sich nichts gehenüber dem Islam.

Gott ist eine Erfindung

Sicher kommt da etwas neues . Denken sie mal über die Reinkarnation nach . Wir leben schließlich auf einem riesigen Friedhof . Vergänglich ist garnichts nur die Erscheinungsform ändert sich . Die Sonne erhält den Kreislauf .

@karwandler - 15:18

"Das Kassieren wird hier ja wohl ausschließlich durch die Arbeitsleistung begründet."

Das mag ja sein, die Kirche als Arbeitgeber möchte aber einfach weiterhin auf Arbeitnehmer, die nicht ihrer Konfession angehören, verzichten dürfen.
So, wie das Militär gerne auf pazifistische Bewerber verzichtet, die sich nur bewerben, weil sie gehört haben, das man beim Bund gut verdient.

@karwandler

Was feiert ein Atheist denn so, an Ostern?
kirchliche Feste, die zu Feiertagen wurden, sollte Atheisten nicht gewährt werden.Nichtchristen bekommen diese Tage dann auch nur, wenn sie in irgendeiner Kirche gemeldet sind . Als ausgleich dafür, das es bei Uns keine Hannuka oder chinesisches Neujahrsfest gibt.
Was gäbe es an so einer Regelung auszusetzen?

Ich bin für die Kirchensteuer

Erstens: Sie betrifft nur Kirchenmitglieder, und Kirchenmitglied ist jeder freiwillig.

Zweitens: In Ländern ohne Kirchensteuer bekommen die Kirchen wesentlich mehr Geld. Und da könnte man noch vermuten, dass die besonders Spendablen bekannt sind und Vorteile bekommen (z.B. wenn die Kirche begehrte Pilgerreisen usw. organisiert müssen sie nicht auf die Warteliste).
Mit Kirchensteuer weiß quasi niemand wer wie viel genau spendet.

Es wurde höchste Zeit! Freiwillig, kein Zwang!

Ob das Urteil viel ändert? Hier ist der deutsche Gesetz- und Verordnungsgeber gefragt. Die Politik steht in der Verantwortung!
Immer noch gültig! Artikel 141 WRV
Soweit das Bedürfnis nach Gottesdienst und Seelsorge im Heer, in Krankenhäusern, Strafanstalten oder sonstigen öffentlichen Anstalten besteht, sind die Religionsgesellschaften zur Vornahme religiöser Handlungen zuzulassen, wobei jeder Zwang fernzuhalten ist.

Religion ist keine Qualifikation. In der kirchlich-diakonisch geprägten Pflege, Krankenhäuser, Wohlfahrt... ist die Kirchenzugehörigkeit (Diakon..) ein Karrierekriterium. Dazu kommt, dass berufs- und ortsbezogen oft eine Monopolstellung besteht.

Nachdem überall Fachkräftemangel herrscht ist die fehlende oder nicht passende Kirchenzugehörigkeit zwar zunehmend kein Einstellungshindernis mehr, aber bei den Karrierechancen ist das anders. Für Leitungsfunktionen in den kirchlichen "Heimstiftungen& Co." ist die Chance trotz Qualifikation kaum gegeben.

Höchst sonderbar erscheint die Wandlung der christlich-abendländ

Als notorischen Anhänger des Heidentums war uns der neumodische Eingottglaube des Christentums und seine Priesterschaft zwar immer unverständlich, aber neuerdings scheint der christlich-abendländische Klerus mit seinem Herkommen gebrochen zu haben. Was auch immer man nämlich gegen den besagten Klerus vorbringen kann, so kann man ihm doch nicht nachsagen, daß er nicht eine der treibenden Kräfte bei der Verteidigung Europas gegen den Mohammedanismus gewesen ist. Man denke hier etwa an den Papst Urban II., den Urheber der Kreuzzüge, oder an Pius V., den Architekten der berühmten Seeschlacht von Lepanto. Irgendetwas muß man also dem Klerus in den Meßwein getan haben, daß dieser nunmehr die Verdrängung der europäischen Urbevölkerung durch eine arabisch-afrikanische Mischbevölkerung mohammedanischen Glaubens so emsig und inbrünstig unterstützt und zwar vom kleinen Gemeindepfarrer bis hin zum Papst. Doch womöglich wollen diese nur als Schafe unter Wölfen leben, wie es geschrieben steht.

@ zyklop

Das vergesse ich keineswegs. Die katholische Kirche kassiert Kirchensteuer von Katholiken, die evangelische von Ihresgleichen. Ich zahle nichts dafür und der Buddhist von nebenan auch nicht. Insofern dürfen die "unter sich" gerne bestimmen, wen sie haben wollen. Im Gegenteil ist es nur gerecht, wenn Katholiken sich mit Sondersteuern eine Kirche "leisten", dass dann von dem Geld auch die eigenen Schäfchen bevorzugt werden.

Die Peanuts, die der Staat da zuschießt, kann er auch gerne streichen, dann wird halt etwas sparsamer mit den Mitteln umgegangen. Wenn ich einen Sportverein finanziell unterstütze, erkaufe ich mir damit ja auch nicht gleich ein Mitbestimmungsrecht - schon gar nicht ein derart weitreichendes.

Und selbst wenn (ausdrücklich Konjunktiv: WENN) Sie Recht hätten, ändert sich durch das Urteil trotzdem nichts. Höchstens die Begründung der Absage, die mit Religion natürlich gar nie nix zu tun hat...

@Tada - 15:43

"Mit Kirchensteuer weiß quasi niemand wer wie viel genau spendet."

Da der Hirte seine Schäfchen schon recht gut kennt, und die Kirchensteuer direkt mit der Höhe des Einkommens verknüpft ist, ist auch hier klar, wer mehr und wer
weniger Kirchensteuer zahlt.
Überdies zählt auch eher der Inhalt des Klingelbeutels und der Beitrag zur Sonderkollekte und zur Türkollekte und ... und ... und ...

Man weiß also auch hier, wer "das neue Kirchendach" bezahlt hat - und setzt ihn auf keine Warteliste.

@ karwandler

Das ist noch lange kein "sich mit was rumschlagen".

Ach, Sie sehen einer solchen Bewerbung also schon ungeöffnet an, dass der Kandidat unpassend ist? Müssen keine Zeit ins Öffnen und Lesen investieren? Und die Post schickt das natürlich auch gratis zurück inklusive kostenloser Einkuvertierung? Entschuldigung, dann hab'ich nichts gesagt! Sie sind nicht zufällig Unternehmensberater?

re me2001

"Wollen Sie im Ernst behaupten, dass die 52 arbeitsfreien Sonntage im Jahr nicht auf den von Gott eingesetzten Sabbat (Judentum, 3. Gebot) und auf die spätere Verlegung auf den Auferstehungstag Christi (Christentum) zurückgehen?"

Es ist völlig wurscht, worauf die Gliederung der Woche zurückgeht (wobei übrigens die Wochentagsnamen noch ganz schön heidnisch klingen). In aller praktischen Bedeutung ist es eine völker-, staaten- und religionsübergreifende Zeitrechnungskonvention.

re einerer

"Was feiert ein Atheist denn so, an Ostern?
kirchliche Feste, die zu Feiertagen wurden, sollte Atheisten nicht gewährt werden.Nichtchristen bekommen diese Tage dann auch nur, wenn sie in irgendeiner Kirche gemeldet sind . Als ausgleich dafür, das es bei Uns keine Hannuka oder chinesisches Neujahrsfest gibt.
Was gäbe es an so einer Regelung auszusetzen?"

Erstens, dass Sie in deutscher Ordnungsseligkeit davon ausgehen, dass man in einer Kirche "gemeldet" ist. Weder Muslime noch Juden noch diverse Freikirchen haben amtliche Mitgliederverzeichnisse. Dito gibt es kein Verzeichnis der Atheisten.

Und ein Atheist feiert zu Ostern das Gleiche wie 90% der Christen: ein langes freies Wochenende.

An Ihrer Regelung kann man sonst gar nichts aussetzen, weil sie sehr witzig ist. Sollte mich jemand fragen, ob ich am Karfreitag arbeite, sage ich einfach: Nein, ich bin Jude. Oder Buddhist. Die Aussage ist doch rechtlich völlig unverbindlich.

Kirchensteuer gehört abgeschafft!

Tada (15:43):

"Ich bin für die Kirchensteuer

Erstens: Sie betrifft nur Kirchenmitglieder, und Kirchenmitglied ist jeder freiwillig.

Zweitens: In Ländern ohne Kirchensteuer bekommen die Kirchen wesentlich mehr Geld. Und da könnte man noch vermuten, dass die besonders Spendablen bekannt sind und Vorteile bekommen (z.B. wenn die Kirche begehrte Pilgerreisen usw. organisiert müssen sie nicht auf die Warteliste).
Mit Kirchensteuer weiß quasi niemand wer wie viel genau spendet."

zu 1.: Warum soll der Staat den Vereinsbeitrag für die Kirchen eintreiben, während der Skatverein seinen Beitrag selber eintreiben muss?

Warum darf der Arbeitgeber anhand der Lohnsteuerkarte von jedem Arbeitnehmer erfahren, welchem privaten Glauben er anhängt? Warum darf der Arbeitnehmer seinen Privatglauben dem Arbeitgeber nicht verschweigen?

zu 2.: Mir ist es wurscht, wieviel die Anhänger ihrem Glaubensverein zahlen und wie diese Vereine das Geld verprassen. Bloße Neugier rechtfertigt keine Kirchensteuer.

Höchst sonderbar der Verschwörungswahn des Hammer-Karls (15:51)

Da kritisiert einer, dass Menschen anderen Glaubens einwandern, verliert aber kein Wort zu den - oft europäisch finanzierten - christlichen Missionierungen in fremden Ländern. Wanderungsbewegungen und Durchmischungen gab es schon immer, in kriegerischen Auseinandersetzungen jedoch vermehrt. Das wird dem Rückgang des irrationalen Götterglaubens in Deutschland nicht aufhalten. Diese Scheinargumente des Hammer-Karls sind nichts als Konkurrenz-Kämpfe zwischen Anhängern verschiedenen irrationalen Glaubens: Welcher erfundene Gott ist der einzig wahre erfundene Gott?

re immanuel20

"zu 1.: Warum soll der Staat den Vereinsbeitrag für die Kirchen eintreiben, während der Skatverein seinen Beitrag selber eintreiben muss?"

Weil's einen Staatsvertrag zwischen Katholen/Protestanten und dem Staat gibt, dass das so gemacht wird. Sie können sich gern für eine Änderung einsetzen, aber solange die nicht passiert gilt der Vertrag.

"Warum darf der Arbeitgeber anhand der Lohnsteuerkarte von jedem Arbeitnehmer erfahren, welchem privaten Glauben er anhängt? Warum darf der Arbeitnehmer seinen Privatglauben dem Arbeitgeber nicht verschweigen?"

Weil (s.o.) der Arbeitgeber diese Information zum korrekten Abführen der AN-Abgaben haben muss.

Jetzt verstanden?

Wenn Privilegien, dann für Alle!

Einerer (15:40):
"Was feiert ein Atheist denn so, an Ostern?
kirchliche Feste, die zu Feiertagen wurden, sollte Atheisten nicht gewährt werden. Nichtchristen bekommen diese Tage dann auch nur, wenn sie in irgendeiner Kirche gemeldet sind . Als ausgleich dafür, das es bei Uns keine Hannuka oder chinesisches Neujahrsfest gibt.
Was gäbe es an so einer Regelung auszusetzen?"

Ich feiere Ostern das Hasenfest. Und das ist mir heilig!

An solch einer Regelung gäbe es nichts auszusetzen, dass Atheisten keine kirchlichen Feiertage haben dürften, wenn sie dann stattdessen atheistische Feiertage bekommen. Und davon gibt es in meinem Atheismus ganze 365 atheistische Feiertage im Jahr. Ich muss also dann nicht mehr arbeiten und habe 365 bezahlte atheistische Feiertage! Ich bin dafür!

Wenn Privilegien, dann für Alle!

Einerer (15:40):
"Was feiert ein Atheist denn so, an Ostern?
kirchliche Feste, die zu Feiertagen wurden, sollte Atheisten nicht gewährt werden.Nichtchristen bekommen diese Tage dann auch nur, wenn sie in irgendeiner Kirche gemeldet sind . Als ausgleich dafür, das es bei Uns keine Hannuka oder chinesisches Neujahrsfest gibt.
Was gäbe es an so einer Regelung auszusetzen?"

Ich feiere Osten das Hasenfest.

An solch einer Regelung, dass Atheisten keine kirchlichen Feiertage haben dürfen, ist nichts einzuwenden, wenn sie dafür atheistische Feiertage bekommen. Und von den atheistischen Feiertagen habe ich ganze 365 Tage im Jahr, also 365 Tage bezahlte Feiertage. Ich bin dafür!

Kirche darf nicht mit staatlichem Geld Menschen diskriminieren!

Totengräber (15:40):
"Das mag ja sein, die Kirche als Arbeitgeber möchte aber einfach weiterhin auf Arbeitnehmer, die nicht ihrer Konfession angehören, verzichten dürfen.
So, wie das Militär gerne auf pazifistische Bewerber verzichtet, die sich nur bewerben, weil sie gehört haben, das man beim Bund gut verdient."

Das kann die Kirche auch gern machen in den Bereichen, die sie selber finanziert.

Dort wo sie aber mit viel staatlichem und wenig bis gar keinem eigenen Geld öffentliche Aufgaben übernimmt, darf sie mit diesem staatlichen Geld keine Arbeitnehmer diskriminieren, auch nicht wegen ihres Glaubens!!!

Eine saubere und bessere Lösung wäre allerdings die Entflechtung von Staat und Kirche, indem kirchliche Einrichtungen, die staatliche Aufgaben wahrnehmen (Krankenhäuser, Kitas, Schulen etc.) verstaatlicht werden. Die Kirchen besinnen sich dann auf ihren Kern: Verkündung irrationalen Glaubens. Und der Staat übernimmt die volle Verantwortung für die Daseinsvorsorge.

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