Ihre Meinung zu: Italien nach der Wahl: Keinen Schritt weiter

15. April 2018 - 2:31 Uhr

Mehr als einen Monat nach der Parlamentswahl in Italien geht die Hängepartie weiter. Nach wie vor ist kein Bündnis in Sicht, das eine Mehrheit hätte. Von Jan-Christoph Kitzler.

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Kommentare

Neue Töne aus Italien:

"Damit wir eine Regierung auf hohem Niveau bekommen, die lange im Amt und in Europa und in der Welt glaubwürdig ist."

Lange im Amt? Soweit mir bekannt ist, war es die 50.? Regierung, die nun seit dem 2. WK gewählt werden musste?
Ich möchte ja nicht "unken", aber mit dieser politischen Konstellation wird sich das auch fortsetzen. "Stabilität" in der Politik hatten die Italiener zuletzt unter Benito Mussolini - den sich aber nur sehr wenige zurückwünschen.

Was ich mich frage, ist, was treibt Menschen dazu, ein Bündnis zu wählen, das "Politikern" wie Berlusconi wieder zur Macht verhilft? Der Mann ist Unternehmer und Medienmogul und hatte in der Vergangenheit (u.a. Bunga- Partys) nicht das seriöseste Auftreten. Und sein Bündnis mit sehr rechten Parteien? Die Italiener müssen über ein paar Asylanten wirklich sehr verzweifelt und ihren gesunden Menschenverstands abhanden gekommen sein...

Wer im Glashaus sitzt, sollte Wattebäuschen als Wurfgeschosse nutzen. Da die AfD im Bundestag ist...

Ich vermisse Matteo Renzi,

denn wer "Seid brav, unterscheidet, wer ein echter Demokrat ist und wer noch nicht mal das ABC der Demokratie kennt" zu Journalisten sagt, sollte selbst erst einmal das ABC der Diplomatie erlernen! Bei Berlusconi oder Trump ist das wohl in dem Alter nicht mehr zu erwarten...

Warum streitet man in Italien über eine stabile Mehrheit? Angesichts der Kürze von Legislativen sollte eine Minderheitsregierung auch kein großes Problem sein! Der Staatspräsident Mattarella sollte einfach verkünden, dass die stärkste Partei den Ministerpräsidenten stellt - Aus die Laube!
Wird er vom Parlament gewählt, regiert diese Partei bis zur nächsten kleinsten Krise, verweigert das Parlament dem Kandidaten die Zustimmung, gibt es Neuwahlen - Da ist die italienische Verfassung der deutschen sehr ähnlich, aber die "Königin" hatte eine Minderheitsregierung ja abgelehnt, daher "GroKo" die Vierte.

Eigentlich ganz einfach

Ist das in Italien jetzt nicht mehr Usus, wie in D auch, daß die stärkste Partei mit der Regierungsbildung beauftragt wird? Welche Kanzlermöglichkeiten würden sich dann wohl in D ergeben, würde dieser Unfug auch bei uns Schule machen.

Wo ist das Problem?

Deutschland brauchte doch wohl etwas länger. Mit zweifelhaften Erfolg.

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