Ihre Meinung zu: Chinas Kurznachrichtendienst Weibo verbannt homosexuelle Inhalte

14. April 2018 - 13:18 Uhr

Mit einer "Säuberung" will Chinas Kurznachrichtendienst Weibo seine Inhalte kontrollieren: Sie sollen nicht nur auf "blutige Gewalt", sondern auch auf Homosexualität überwacht werden. Die Reaktion der Community folgte prompt.

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Kommentare

.....

Finde ich richtig.

NetzDG

Jedes Land hat das Recht sein Netz sauber zu halten. Sowohl Deutschland, als auch China. Was richtig oder falsch ist, entscheidet zum Glück nicht Deutschland.

In welcher Welt leben wir

In welcher Welt leben wir bloß? Die einfachsten Erkenntnisse über Freiheit, Menschenwürde und Diversität müssen wieder stärker erkämpft werden als noch vor Jahren, nicht nur in China, sondern auch in Russland, in etlichen autoritären Staaten - und auch in unserer Gesellschaft nimmt Homophobie nach Aussagen Betroffener und Erkenntnis von Fachleuten wieder zu.

Weibo Geschäftsführung realitätsentfremdet

Offensichtlich ist bei Weibo die Wahrnehmung derart gestört, dass man von einer psychischen Erkrankung ausgehen kann. Wie kann man Inhalte "säubern", wenn 10% der Chinesen homosexuell sind? Das hat vom Verhalten die gleiche Qualität, als wenn z. B. Bilder entfernt werden, die Pflanzenblätter zeigen, weil Chlorophyll in den Augen der Betreiber die Betrachtung von Blattgrün für Unfrieden sorgt.
Klar, man kann ja gerne die Meinung vertreten, aber die Realität mit aller Gewalt ändern zu wollen, ist auf jeden Fall zum Scheitern verurteilt. Durch das "Säubern" der digitalen, künstlichen Plattform verschwiden weder Chlorophyll noch Homosexualität. Und nun?

@ putinversteher & postausgang

Unglaublich, mit welcher Selbstverständlichkeit Sie hier schwulen Menschen ihre Rechte vorenthalten wollen. Sie bestätigen meinen Kommentar von 15:30 auf erschreckende Weise. Gut, dass die weltweite Community und die Mehrheit der Menschen hier eine andere angemessene Sensibilität entwickelt haben, die sich nicht mehr in "Prä-stonewall" und muffige 50er und spießige 60er Jahre zurückdrehen lässt.

@Allahkadabra

Vergessen sie es. Weiter oben können sie es nachlesen. Postausgang: "Jedes Land hat das Recht sein Netz sauber zu halten. Sowohl Deutschland, als auch China. Was richtig oder falsch ist, entscheidet zum Glück nicht Deutschland."

Die Rechten machen keinen Hehl aus ihrem Hass. Es gibt in ihren Augen keine Objektive Ebene, auf der es bestimmbar wäre, ob es ein Richtig oder Falsch gibt. Es ist nur eine Machtfrage. Wer die Macht hat behauptet im Zweifelsfall auch, dass Homosexualität eine Krankheit ist. Mit solchen Leuten zu diskutieren bedeutet davon auszugehen, dass sie auch so etwas wie Empathie besitzen. In China sind derlei Fragen noch neu in der Gesellschaft. Wer allerdings in Deutschland lebt und im Jahr 2018 noch homophob ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

Heiter und harmonisch

Zitat aus dem Artikel:
«Die "Säuberung" in dem chinesischen Netzwerk diene dazu, "ein heiteres und harmonisches Community-Umfeld" zu schaffen.»

Welch eine bornierte, diskriminierende, rückwärts gewandte Weltsicht, nicht "eindeutig" heterosexuellen Menschen die Zugehörigkeit zu einem "heiteren und harmonischen Community-Umfeld" abzusprechen.

Man frage einmal heterosexuelle Frauen:
In welcher Art Community-Umfeld geht es "heiterer und harmonischer" zu?
In dem der heterosexuellen "Frauenjäger und -sammler"?
Oder in dem der LGBT-Community?

Man(n) muss schon von einem arg unterdimensionierten Selbstwertgefühl geplagt und gepeinigt sein, um sich seine Heiterkeit und Harmonie von nicht-heterosexuellen Menschen beeinträchtigen zu lassen …

reaktion auf dem vormarsch

krieg und intoleranz scheinen das mass der dinge zu sein - im moment ist die welt völlig aus den fugen, rückschritt allerorten, die reaktion ist auf dem vormarsch, nennt sich jetzt heimat und konservativ... wo soll das noch enden!!

"müssen wieder stärker erkämpft werden"?

Die einfachsten Erkenntnisse über Freiheit, Menschenwürde und Diversität müssen wieder stärker erkämpft werden als noch vor Jahren, nicht nur in China, sondern auch in Russland, in etlichen autoritären Staaten

Und wie stellen Sie sich das vor, das mit dem Erkämpfen in China, Russland und "etlichen autoritären Staaten"?

Wollen Sie internationale Expeditionskorps nach China, Russland und den "etlichen autoritären Staaten" schicken? Dazu wären Sie gezwungen, denn die Chinesen interessiert es einen feuchten Kehricht was im fernen Deutschland für "Freiheit, Menschenwürde und Diversität" gehalten wird oder nicht.

Das ist gut so

Demokratie heißt neben Volksherrschaft auch Mehrheitsentscheidung . . . Und damit heißt Demokratie auch immer zugleich "Unterdrückung von Minderheiten."
Anders geht das nicht. Allen gleiche Rechte einzuräumen wäre Anarchie

Und Minderheiten Sonderrechte gegenüber Mehrheiten einzuräumen oder gar zu protegieren - würde die Demokratie ad absurdum führen.
Das Volk ist der Souverän nicht Homosexuelle oder andere . . . Minderheiten.

"Die Mehrheit der Menschen hier"

Sprechen Sie doch bitte nur für sich. Der ständige Verweis auf andere macht die Sache nicht richtiger.

Danke für die Blumen

Mein Kommentar sollte einen Vergleich ziehen vom NetzDG, zu den Gesetzen anderer Staaten. Dazu sollte man aber auch den Betreff lesen und erstmal nachdenken. Warum Sie Menschen - die anderer Meinung sind - als rechtsradikal beschimpfen, das wissen nur Sie.

Demokratieverständnis

Immer wieder wundere ich mich, was Menschen, die in einem demokratischen Land leben, für sonderbare Vorstellungen von Demokratie haben. So auch 6x66, Zitat: "Demokratie heißt neben Volksherrschaft auch Mehrheitsentscheidung . . . Und damit heißt Demokratie auch immer zugleich "Unterdrückung von Minderheiten."" Im Politik-Unterricht nicht aufgepasst? Natürlich werden in einer Demokratie Entscheidungen per Mehrheit gefällt (im Rahmen geltender Gesetze und der Verfassung), aber "Unterdrückung" ist keine Eigenschaft von Demokratie. Auch Minderheiten haben das Recht, ihre Meinung zu vertreten und dafür zu arbeiten, dass ihre Rechte beachtet werden. Und auch der "Minderheiten-Schutz" gehört zu einer rechtsstaatlichen Demokratie. Lesen Sie das Grundgesetz und bilden Sie sich entsprechend fort.

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