Ihre Meinung zu: Neuer Tarifvertrag: Ver.di nimmt Post-Angebot an

10. April 2018 - 14:39 Uhr

130.000 Post-Angestellte bekommen ab Oktober mehr Geld. Die Gewerkschaft ver.di hat das Angebot des Unternehmens angenommen, nachdem mehr als zwei Drittel der Mitglieder der Offerte zugestimmt hatten.

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Kommentare

Neuer Tarifvertrag:Ver.di nimmt Post-Angebot an

Die Mitglieder haben entschieden.Und sie haben sich für die Bescheidenheit entschieden.5,1 Prozent Lohnerhöhung bei einer Laufzeit von 28 Monaten,daß sind kaum mehr als zwei Prozent im Jahr.Der Vorstand der Post AG,Appel und Co. kann aufatmen.
So wünschen sich die Unternehmen ihre Beschäftigten.Aber ob das überall so bleibt ?

Da ich nicht

weis was mein Postangestellter verdient kann ich dazu nicht so viel sagen, der Kommt zumindest die letzten 25 Jahre und das auch dort wo ich mal Brötchen verdient habe.
Wir haben uns öfter unterhalten und er schien eigentlich zufrieden.
Also wenn das Geld sonst zu Leben reicht würde ich es in Freizeit nehmen als Urlaub.
Was natürlich erst Sinn macht wenn Sie wenig Urlaub haben sollten, sonst sind es am Ende rund 12 Tage und das ist schon mal ein schönes Stück.

@16:39 von Bernd Kevesligeti

"Und sie haben sich für die Bescheidenheit entschieden"

Bescheidenheit ist eine Zier...
Manchmal grenzt Bescheidenheit auch an Dummheit.
Vielleicht hat man auch Angst um den Arbeitsplatz und möchte nicht unnötig auffallen.

"So wünschen sich die Unternehmen ihre Beschäftigten.Aber ob das überall so bleibt ?"

Ich hoffe nicht. Vielleicht sollten die Angestellten in den unteren Lohngruppen öfters mal ihre künftigen Rentenansprüche überdenken. Aber wenn man noch jung ist, ist das so weit weg...

Ist OK, muss man doch nicht meckern!

Die Post hatte Ende Februar angeboten, die Entgelte in zwei Schritten anzuheben. Demnach soll es eine Lohnerhöhung von drei Prozent ab Oktober dieses Jahres und von weiteren 2,1 Prozent ab Oktober kommenden Jahres geben. Die Beschäftigten können sich außerdem statt für die Lohnerhöhung auch für zusätzliche freie Zeit entscheiden. Für die Erhöhung um drei Prozent stehen ihnen laut der Gewerkschaft 60 Stunden "Entlastungszeit" zur Verfügung, für die Anhebung um 2,1 Prozent 42 Stunden. Das Angebot enthält weitere Punkte, darunter rückwirkend eine Einmalzahlung von 250 Euro im April. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 28 Monaten.

Habe gerade nachgesehen

https://www.dpvkom.de/fileadmin/user_upload/www_dpvkom_de/pdf/post_logis...

Wenn die Angaben zu den Löhnen unter dieser Internet-Adresse korrekt sind, können die Postmitarbeiter tatsächlich zufrieden sein.
Ich bin sehr überrascht. Vermutlich wissen diese Mitarbeiter doch zu schätzen, dass es ihnen sehr viel besser geht als den Kollegen in den Tochtergesellschaften.

re von Anna-Elisabeth

Natürlich haben Sie recht.Aber die Bescheidenheit ist bei der Post nichts neues.In den Jahrzehnten seit 1949 ganze vier-Mal gestreikt.Trotz schlechter Löhne und mieser Arbeitszeiten.Und sich in der Pause hinter BILD oder Express vergraben und es mit dem "Alten"(Chef )"gut können". Ist leider so.

Am 10. April 2018 um 17:16 von Anna-Elisabeth

"Vermutlich wissen diese Mitarbeiter doch zu schätzen, dass es ihnen sehr viel besser geht als den Kollegen in den Tochtergesellschaften."

Sprechen wir mal Klartext: die Postmitarbeiter werden gegen die Mitarbeiter der Subs ausgespielt und somit unter Druck gesetzt. Die Qualität von DHL Paket ist z.B. gesunken seit dem die Geschäftskundenabholung ausgelagert wurde. Ich erlebe hier dauern wechselnde abgearbeitete Fahrer die teils von 5h bis 21h unterwegs sind und freie Zeit im LKW verbringen statt bei ihren Familien.

Verdi

Also wer sowas annimmt ist selber Schuld.. Da haben Sie sich wiedermal über den Tisch ziehen lassen.. Da hätte ich als Arbeitnehmer besser verhandelt als die Gewerkschaft.. Für wen oder was halten die Herren sich.. Für Vorstände Millionen Boni und für die Belegschaft Leitungswasser.. Unverschämtheit dieser Abschluss

Im Großen und Ganzen

finde ich, dass es mit diesem Deal, der nach einem guten Kompromiss klingt, recht rund gelaufen ist - für beide Seiten hierbei: AN & AG.

Dieser faire Kompromiss

Dieser faire Kompromiss könnte Blaupause für den Abschluss im öffentlichen Dienst sein.

Unfassbar Lächerlich!

Genau so Lächerlich wird die Einigung im Ö/D auch aussehen.
Das sind weniger als 3% pro Jahr , wo 20% fällig wären.

@ um 18:01 von Mimmi-72

Völlige richtig!
Bei der Post kann man sehr gut beobachten, wohin freie Märkte führen.
Zu mehr Konkurrenz zu Lasten der Arbeitnehmer. Und die Bosse lachen sich ins Fäustchen.
Genau diese Freiheit braucht niemand!
Stattdessen brauchen wir überall einen Mindestlohn, der zu einer anständigen Rente führt.
Weit oberhalb der Grundsicherungsrente!
Und nicht lächerliche <3%.

Wenn ich das richtig berechne

Wenn ich das richtig berechne werden Briefträger mit der zweiten Erhöhung 12 € pro Stunde knapp unterschreiten.

Ich trage Zeitungen aus und kann daher mitfühlen wenn diese Menschen Briefe, Prospekte und Flyer gleichzeitig ausragen müssen. Am Ende der Woche dann noch die Einkauf Aktuell dazu, was das Volumen und Gewicht mal eben verdoppelt.

12€ ist dafür viel zu wenig aber uns deutschen Arbeitnehmern kann man prima Angst machen.

re nie wieder spd

"Das sind weniger als 3% pro Jahr , wo 20% fällig wären."

Bei 20% würden Sie sicher auch freudig 1 Euro für den Normalbrief zahlen.

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