Ihre Meinung zu: Busse und Bahnen in Deutschland beliebt wie nie zuvor

4. April 2018 - 10:45 Uhr

Busse und Bahnen sind in Deutschland gefragt wie nie zuvor. 31,5 Millionen Fahrgäste nutzen diese 2017 durchschnittlich pro Tag. Mehr Fahrten gab es vor allem bei den Bahn-Unternehmen.

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Kommentare

Beliebt oder nicht doch auch

Beliebt oder nicht doch auch oft immer mehr dazu gezwungen, durch die so zukunftsträchtige Politik unserer pseudoumweltfreundlichen Fahrradpolitiker?

Beliebt?

Oder aber es gibt immer weniger Menschen, welche sich ein vernünftiges Auto mit den ganzen Umkosten leisten können. Löhne nach dem Euro quasi halbiert, aber die Autopreise sind sehr hoch angestiegen.

?

Wenn immer mehr Einwohner auf den ÖPNV umschwenken muss es nichts mit der Beliebtheit eben diesem zu tun haben. Es könnte auch Umweltbewusstsein oder Mangel an finanziellen Mittel zur Ursache haben.

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich!

Seit 20 Jahren versucht die Politik den ÖVNP durch verrottende Bahnhöfe, verspätete Regionalzüge etc. unbeliebt zu machen, aber die real sinkenden Einkommen der unteren Schichten graben der grenzenlosen Expansion "unserer" Autoindustrie langsam das Wasser ab.
.
Folgende Möglichkeiten gibt es:
1. Förderprämien bei Neuwagenkauf
2. Streckenstillegungen
3. Höhere Beteiligung der Werktätigen am Produktivitätszuwachs
.
Auf den dritten Punkt werden die aber nie kommen!

@Neu

Sehr Witzig... @Neu..
ÖPNV geht auch ohne Geld nicht. Leute, die kein Geld haben, können sich Busse und Bahnen schon gar nicht leisten. Für umsonst ist noch nix...
Und ja... man muss schon Profi sein für ÖPNV. Ist ja wieder mega in! Vor allem in Großstädten mit dichtem Netz rund um die Uhr. Weiter draußen in Mittelstädten z.B. gehts gerade noch, aber dann ist Schluss mit öffentlichem Nahverkehr... Dann muss man sich ein Auto leisten, ob man will oder nicht.
Und Tipp noch an alle ÖPNV-Nutzer: Die besten Chancen im Leben erkennt man erst an deren Rücklichtern! ;-))

Tja, wer eben 3 Jobs pro Tag

Tja, wer eben 3 Jobs pro Tag hat, der muss auch viel Öffis fahren ;)
Oder zur Tafel usw. usf.

Witzige Kommentare

Witzig finde ich vor allem die Kommentare hier, die den Anstieg auf eine vermeintliche „Armut“ zurückführen. Heutzutage ist die Frage nicht mehr vorrangig, ob man sich ein Auto leisten kann, sondern ob man sich eins leisten will. Es ist dank moderner Kommunikationstechnik und besserer Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel oftmals einfach gar nicht mehr notwendig, ein Auto zu besitzen – und das ist auch gut so. Und gerade die jüngere Generation zeigt wenig Interesse daran, sich so einen Klotz ans Bein zu binden, wenn sie auch anders durch die Welt kommt. Jeder Autofahrer weniger ist ein Segen, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die anderen Autofahrer.

@um 11:06 von Der Redner

Nein ich warte lieber ewig an Haltestellen und dränge mich gerne in Busse oder Bahnen, welche mit Unmengen an Menschen bestiegen wird, das macht mich sozialer als diese sozialen Netzwerke. Ganz nett finde ich auch noch, wenn ein dickes Auto neben dem Bus an der Ampel steht, das erweckt in mir das Traumvermögen :). Aber besser wäre doch, wenn man anstelle der Bahn oder des Busses, nur das Fahrrad nutzen würde, die 20km hin und zurück zur Arbeit nach der heftigen körperlichen Anstrengung sollte bei jedem doch drin sein, so stellen es sich zumindest die Politiker vor. Welcher Politiker fährt den Bus, Bahn oder gar mit nur Fahrrad?Rente mit 67 als Politiker möglich und damit auch gut leben, aber für alle anderen auch?

@Hackonya2 11:14

Genauso sieht das aus. Ich habe voriges Jahr mein Auto verkauft, weil ich nicht mehr bereit war die ständig steigenden Unterhaltskosten zu tragen.
Ich habe festgestellt, das ich da wo ich hin muss auch prima mit den Öffis hinkomme. Ich habe es noch keinen Tag bereut.

Erfreulich

Diese Nachricht ist sehr erfreulich. Sollten tatsächlich mehr Menschen erkennen, dass es mit dem Individualverkehr incl. Staus, Parkplatzsuche und Umweltverschmutzung so nicht mehr weitergeht ?

Wir brauchen eine grudlegend andere Verkehrspolitik hin zum ÖPNV und Bahn !
Erfreulich auch, dass das Wachstum bei den Fernbussen gebremst scheint, die verstopfen ja auch nur zusätzlich die Strassen.

Geld oder Beliebtheit?

Die Wahrheit liegt sicher wie immer irgendwo dazwischen. Ich selber könnte mir ein Auto leisten, fahre aber trotzdem lieber Bus&Bahn. Da spart man mehrere hundert Euros im Monat und kann sich davon ein paar Mal im Jahr mal so richtig was gönnen.

Natürlich ist es schade, dass so viele Menschen unter der Armutsgrenze leben, aber ein Bedingungsloses Grundeinkommen will ja auch wieder keiner. Was soll man da machen? Veränderung beginnt innen, d.h. bei der eigenen Mentalität.

Überdruckventil

Dass öffentliche, kollektive Transportmittel beliebter werden ist eine bloße Vermutung oder vielleicht ein Wunschdenken.
Tatsache ist, dass sich in den letzten Jahren das Verkehrsaufkommen vergrößert und sich die Verkehrsstaus verlängert verlängert haben.
D.h. Frau/Man wählt vor allem schienen-gebundene Transportmittel um schneller/pünktlicher zu sein.

Im der Transport-Planung spricht man vom Effekt eines Überdruckventils: wenn es auf der Straße zu voll wird, dann wechselt man auf die Schiene.

"Beliebt"... haha...

So, wie es bei Obdachlosen ziemlich "beliebt" ist, im Winter bei Minustemperaturen draußen zu schlafen...

Großartige Satire...

glaube ich

Ich glaube sogar gerne, dass Bus und Bahn sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Wenn ich meine Verwandtschaft in meiner Geburtsstadt besuche, erledigen wir alle Unternehmungen ausschließlich mit den Öffentlichen. Einfach, weil es zu Chaotisch und Stressig geworden ist, selbst in der Stadt zu fahren oder einfach nur einen Parkplatz zu finden. Aber das große Problem ist einfach, dass das Netz des ÖPNV oftmals knapp hinter der Stadtgrenze endet und dann sieht es schnell mau aus. Ich würde mich morgens auch lieber die 45min Arbeitsweg in einen Bus setzen und noch etwas vor mich hindösen, als selbst diesen Weg zurücklegen zu müssen. Doch der Busverkehr startet erst kurz vor sechs Uhr bei uns. Somit ist man halt gezwungen selbst zu fahren. Und dieses Problem höre ich von vielen. Somit finde ich die ganze Diskussion über Einfahrverbote in Städte durch unsere Politik unheimlich zynisch. Aber ein Verbot ist ja immer besser als ein Lösungsvorschlag.

Allerhöchste Eisenbahn

Gott sei dank wurde der ganze Apparat Bahn privatisiert - so wie das nun in Frankreich geschieht - da kann man sich immer darauf verlassen im Sommer bei nicht vorhandener Klimaanlage wie in einer Sardinenbüchse in völlig überfüllten Zügen eingepfercht zu sein. Soll ja schließlich gewinnoptimiert sein. Statt über die umweltgerechte, kostengünstige, Massenbeförderung in staatlicher Hand nachzudenken, streitet man lieber über Dieselverbote und Umweltplaketten. "Willkommen in einem Land in dem wir gut und gerne leben!"

Wer jeden Tag

Auf den Autobahnen beruflich unterwegs ist, fragt sich : sind die Bürger dieses Landes arm? Wohl nicht. Er fragt sich eher, warum steigen nicht noch mehr auf den ÖPNV, umso besser die Nachricht, das er beliebt ist . Das ist eine Steilvorlage ihn Auszubauen und nicht , wie in Bevölkerungreichen Regionen ( NRW) abzubauen!

ist doch ganz einfach

Wenn mehr ÖPNV nutzen liegt es daran, dass sie sich kein Auto leisten können.

Wenn weniger ÖPNV nutzen liegt es daran, dass Hartz IV nicht mal für den Bus reicht.

Auf jeden Fall: In Deutschland herrscht solche Armut ...

Beliebt? echt jetzt?

wenn ich keine andere Möglichkeit habe, von a nach b zu kommen, und nicht laufen will, bleiben Bus und Bahn.

Es ist gut, dass es die gibt und auch bezahlbar sind. Und wesentlich günstiger, als einen PKW zu halten. Und ichkomme damit tatsächlich fats überalll hin - und wenn nicht, der Taxifahrer will auch leben.

Nach der letzten Zugfahrt in einem RE allerdings, in der mir, nichts Böses ahnend, meine Handtasche gestohlen wurde, werde ich auch die demnächst im ÖPNV über die Schulter hängen und festhalten - nicht nur auf den Bahnhöfen und in den Innenstädten, auch im Zug.

Die Zahlen werdennoch

Die Zahlen werdennoch steigen, denn jetzt kommt noch Flixbahn hinzu.

Preiskalkulation

Ich bin Vielfahrer (über 70.000 km im Jahr), und da ist die Jahresnetzkarte der Bahn einfach konkurrenzlos billig, trotz der erst mal astronomisch wirkenden Summe von 4.200 Euro.

Ich sage nach wie vor Netzkarte. Die offizielle Bezeichnung "Mobility BahnCard 100" finde ich einfach nur affig und zum Brechen.

Mittlerweile fahre ich seit 25 Jahren so. Ich könnte ein Buch schreiben...

... noch weitaus beliebter

Busse und Bahnen könnten noch weitaus beliebter sein, wenn man in den Ausbau de ÖV auch nur annähernd soviel Geld stecken würde, wie in den Straßenbau.
Aber auf die Idee, den ÖV zu fördern, kommen unsere Politiker nur dann, wenn Fahrverbote für Dieselautos drohen.

11:14 von Hackonya2

"Beliebt?
Oder aber es gibt immer weniger Menschen, welche sich ein vernünftiges Auto mit den ganzen Umkosten leisten können. Löhne nach dem Euro quasi halbiert, aber die Autopreise sind sehr hoch angestiegen."
Ihnen ist aber schon bekannt, dass der PKW-Besitz in Deutschland eine der größten volkswirtschaftlichen Verschwendungen und damit purer Luxus ist. Die gleiche Mobilität (z.B. gemessen in zurückgelegte km oder Fahrstunden) könnte man locker mit einem Zehntel der PKW errichen.

12:08 von karwandler

"ist doch ganz einfach
Wenn mehr ÖPNV nutzen liegt es daran, dass sie sich kein Auto leisten können.
Wenn weniger ÖPNV nutzen liegt es daran, dass Hartz IV nicht mal für den Bus reicht.
Auf jeden Fall: In Deutschland herrscht solche Armut ..."
Naja, wenn ich mir die Autos auf unseren Straßen so ansehe - übermotorisiert, übergewichtige SUV's, Cabrios, Sportwagen etc. - dann ist die 'Armut' in Deutschland schon sehr hoch angesiedelt ...

Der Weg ist nicht das Ziel

Bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ist der Weg in der Regel nicht das Ziel. Die dafür aufgewendete Zeit wird meistens als verlorene Zeit betrachtet.

Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Menschen, sofern sie eine Wahl haben, jenes Verkehrsmittel nutzen, dass ihnen das geringste Stressempfinden bereitet.

Viele Menschen haben allerdings keine Wahl. Auf dem Land fehlen die öffenlichen Verkehrsmittel entweder ganz oder zumindest in der erforderlichen Dichte (was vermutlich auch kaum zu finanzieeren ist). Aus den Städten wird hingegen der motorisierte Individualverkehr mehr und mehr hinausgedrängt.

Ob Busse und Bahnen in Deutschland beliebt wie nie zuvor sind, kann man allein an deren Nutzungszahlen nicht erkennen.

Mal davon abgesehen

das man sich ein Auto auch leisten können muss, sollten die entsprechenden Unternehmen - und die Politik mit Druck - dafür sorgen, dass die Anzahl von Busse und Bahnen nach oben angepasst wird ... damit auch jeder seinen Platz findet ...

Bei uns wird der ÖPNV

stark in Anspruch genommen.
Die Züge nach und von Stuttgart sind voll, die Park & Ride-Plätze reichen aber bei weitem nicht aus, zumal das Parken noch kostenlos ist.
Warum aber im Nahverkehr innerhalb unserer Stadt und zwischen den Stadtteilen große Gelenkbusse den ganzen Tag eingesetzt werden, wenn maximal 5 Personen drin sitzen, ist mir ein Rätsel.

Da würden Kleibusse sich besser eignen und auch dem Umweltgedanken mehr entsprechen.

Der Nahverkehr wird von Privatunternehmen im Auftrag betrieben. Diese Betriebe habe alle auch Kleinbusse.

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