Ihre Meinung zu: Wahl in Ägypten: Ein Sieger mit schwindendem Rückhalt

2. April 2018 - 17:47 Uhr

Nun ist es amtlich: Ägyptens Präsident al-Sisi ist klar wiedergewählt worden. Fast 100 Prozent der Wähler stimmten für ihn - doch der Frust über seine autoritäre Regierung wächst. Von Daniel Hechler.

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Kommentare

Sisi

ist ein Militärputschist und Diktator.
Weshalb wird er von tagesschau.de nicht als "Machthaber" bezeichnet???

Besser as-Sisi...

... als Islamisten!

al Sisi alternativlos

Klar man mag beklagen, dass Al-SIsis Regierung korrupt ist. Aber welche Regierung der Region ist das nicht? Man mag kritisieren, dass seine Regierung nicht genug Jobs für die jungen Menschen schafft. Aber welche Regierung würde angesichts der beängstigenden Fertilität der Frauen im nahen Osten nicht daran versagen? Man kann. Im Westen kritisieren, dass Al Sisi die Meinungsfreiheit abgeschafft hat. Aber was haben die Ägypter denn gemacht, als sie Meinungs - und Wahlfreiheit hatten? Sie haben die islamisten gewählt, die planten eben dieses Wahl- und Meinungsfreiheit abzuschaffen. Insofern sind starke Männer wie Al Sisi in dieser Kultur alternativlos.

"97 Prozent Zustimmung

"97 Prozent Zustimmung klingen da atemberaubend."
Das klingt nicht atemberaubend, sondern schlicht nach Lüge.

Schlechtreden

Meine Güte nochmal, die Probleme, die der ägyptische Staat parieren muss, würde jede Regierung , die dagegen vorgehen will, diskreditieren. Nähme man z. B. der Armee die lukrativen Wirtschaftsposten, schwächt man die Position der Armee als Arbeitgeber im wirtschaftlich unsicheren Ägypten. Würde man liberaler sein, nützt dies weniger modernen Freidenkern, sondern den konservativen Muslimbrüdern, welches ja schon eingetreten war und gerade diese bezwecken ja die Umkehr von dem verwestlichten liberalen Miteinander. Bleibt noch der Kampf gegen Djihadisten, der Schutz der Kopten, die Geburtenrate, u.s.w. Dieser Staat braucht die feste Hand, Pluralismus und Laissez-faire sowohl politisch alsauch wirtschaftlich würde den Staat zum Implodieren bringen. Im Übrigen haben genau die bürgerlichen Demonstranten, die bürgerliche Rechte einforderten, die Armee um Hilfe gegen den "selbst als unfehlbar" erklärten Moursi, die Strohpuppe der MB , gebeten. Das Rumlamentieren hierzulande i
hilft nicht

"Die Zustimmung bröckelt" - Erwartbar

Als Garant für Sicherheit und Stabilität, der die Islamisten in Schach hält. Doch die Zustimmung bröckelt.

Kein Wunder. Haben doch 75% bei der letzten freien Wahl sogenannte Islamisten, also Politiker, die ganz nach dem Islam handeln, gewählt.

Es wäre manchmal.....

wirklich interessant, aus welchen Quellen Journalisten ihre "Informationen" beziehen. Herr Hechler behauptet also, daß der Rückhalt von al-Sisi schwindet. Woher bzw, was bringt ihn zu dieser Meinung? Die Putzfrau, der Taxi-Fahrer, der Teppichhändler im Basar etc.? Herr Hechler schreibt nur seine persönliche Meinung, mehr aber auch schon nicht! Oder gab es Meinungsumfragen, deren Aussagekraft sogar bei uns umstritten ist? Oder führt al-Sisi einen täglichen Kleinkrieg gegen die Zeitungen, wie Trump? Ich dachte immer, daß es keine freie Presse gibt? Oder hat Herr Hechler seine Informationen aus Kreisen, die sowieso Gegner von al-Sisi sind? Wie auch immer, jede Art der Wertung oder Analyse ist immer die persönliche Ansicht und Meinung des Journalisten und das war auch bei Scholl-Latour nicht anders!

@zöpfchen, 18:53

Al-Sisi ist super, schließlich hat er die Meinungsfreiheit abgeschafft, damit das Volk nicht die Islamisten wählt, die sonst die Meinungsfreiheit abschaffen würden?

Sie müssten sich einmal selbst hören.

Al sisi

Al sisi ist kein religiöser Fanatiker ...zur Zeit das kleinere Übel

Eine Zustimmung von 97%

das ist nur unwesentlich weniger als für Schulz beim SPD-Parteitag. Der wurde danach wochenlang von ARD-Journalisten als Messias gefeiert. Und H.Hechler wundert sich bei einem erwartbaren Ergebnis, dass die Wahlbeteiligung nicht 75% war, sondern "nur" etwas über 40%? Das überrascht mich jetzt nicht wirklich. An den Problemen Ägyptens mit der Jugendarbeitslosigkeit würden sich bei einem vergleichbaren Bevölkerungswachstum alle Regierungen die Zähne ausbeißen, ob links, rechts oder religiös. Wenn die Alternative al-Sisi oder Moslemfanatiker heißt, dann ist für mich eindeutig Sisi die bessere Wahl für Ägypten.

Ich fasse es nicht.

Al Sisi ist kein Islamist und deswegen das kleinere Übel? Eine andere Möglichkeit gibt es nicht? Die Ägypter haben sich gefälligst mit einem brutalen Militärdiktator abzufinden? Hauptsache das Übel Islamismus wird bekämpft, und da ist jedes Mittel recht? Das Volk muss geknechtet werden, dann wird die Welt sicherer?

Was für eine menschenverachtende Überheblichkeit doch Bürger eines der freiesten Länder der Welt an den Tag legen können.

Und das wohl auch noch im Namen unserer westlichen Werte.

Na dann gute Nacht.

Peinlich

- Peinlich sind die Ägypter, die den Diktator Alsisi nicht in Wüste schicken.
- Peinlich sind die Medien, die ihn als Garant für Frieden feiern.
- Peinlich sind die Politiker des Westen, die ihm zu seinem „Sieg“ gratulieren und ihn in ihren Palästen empfangen werden.
- Peinlich ist die Menschheit, die solche Mißgeburten der Geschichte als normal betrachten.

Peinlich

Wie frei ist eigentlich unsere Presse? Wieso gibt keine klaren Worte? Al Sissi ist ein Mörder!
Wieso schreibt das keiner? Das ist peinlich!

fatales Missverständnis

Genau die moralische Demokratenmeinung von Postern hier, die meinen man müsse Ägypten von Sisi oder Syrien von Assad befreien, sind schuldig an der halbe Million Toten in Syrien. Das muss mal gesagt werden. Dieses scheinheilige hinter dem Moralaposteltum zeigt deutlichst, dass diese Poster nicht die leiseste Ahnung haben, wie die breite Masse im Nahen Osten tickt. Sie kennen vielleicht ein paar Dissidenten in Deutschland, die aber nicht stellvertretend für das gemeine Volk sind.

Die Unterstützung, die der bewaffneten sunnitischen DjihadistenMafia vom Westen zuteil wurde, nur um gegen Assad (bzw. dem eigentlichen Regenten der Baath Partei) einen Faustpfand in der Hand zu haben, ist die Hölle für das gemeine Volk geworden und hat nur zerstört, nicht nur Wirtschaft und Wohnung, sondern auch das Miteinander der verschiedenen Volksgruppen, die gerade durch die säkulare Baath Partei zusammengehalten wurden. In Ägypten haben wir es auch nicht Sisi- Diktatur zu tun, sondern dem Militär.

As-Sisi: Diktatur gegen Islamängste & für Stabilität

Mursi war Moslembruder... aber islamistisch (= extremistisch) war seine Politik nicht. Und warum nicht die Ägypter ihn demokratisch abwählen lassen, falls sie ihn wirklich nicht mehr wollten? Stattdessen ein hastiger Militärputsch, vom Westen politisch und medial gutgeheißen. Und jetzt wird die Militärdiktatur inkl. willkürlichen Festnahmen und Folterungen toleriert, aus Angst, sonst in der Region die Kontrolle zu verlieren.

Für die Islamängste des Westens wurde Demokratie geopfert, und Ägypter werden gefoltert. Erbärmlich.

@ 22:39 von nehciezreeL

Wie kommen Sie darauf, eine Muslimbruderdiktatur hätte sich wieder abwählen lassen? Naiv kann man das nur bezeichnen!! Moursi war doch nur die Strohpuppe, die Strippenzieher war die Bruderschaft, denen nur ihre eigene religiös begründete Agenda wichtig ist und auf keinen Fall irgendein demokratischer Volkeswille, vielmehr der Volkeswille wird passend gemacht. Sie hatten es nur noch nicht geschafft, das Militär zu kapern - so wie es Erdogan unter lautem Klatschen der ach so demokratischen Europäer geschafft hat. Ab dem Zeitpunkt, wo das türkische Militär als Hüter der Modernität Atatürks wegfiel, offenbart sich der wahre Lokomotivführer Erdogan, die Demokratie war sein Zug, die Richtung bestimmt er.

Al Sisi ist strenggläubig aber rational und eingebettet in das eigentliche Kabinett, nämlich die gewachsene Militärführung als Nachfolge von Nasser (der Atatürk Ägyptens), und keiner nach Nasser war unersetzbar, wenn Sisi nicht Ägypten führen kann, wird der innere Zirkel ihn ersetzen.

@Marga Reta 22.43

Ich lebe so wenig in Ägypten wie Sie, aber ich kenne Ägypten auch sehr gut und ich kann mich noch an die Taharrush-Spiele auf dem Tahrir-Platz unter der Mursi-Herrschaft erinnern, auch daran, dass er Freiheitsrechte beschränken wollte und wie die Angriffe auf koptische Kirchen damals zunahmen. Für Frauen, junge Mädchen, Christen und liberale Moslems ist Ägypten unter al-Sisi sicher der bessere Ort.

Al Sissi ist doch der Putschist vom Nil ...

... ein äußerst übler Folterknecht, aber Freund des Westens. Das sagt alles über ihn, - und über den Westen.

22:23, Agac73

>>Peinlich
Wie frei ist eigentlich unsere Presse? Wieso gibt keine klaren Worte? Al Sissi ist ein Mörder!
Wieso schreibt das keiner? Das ist peinlich!<<

Na, Sie können hier im Thread doch lesen, daß es einige Menschen hierzulande gibt, die die "Wahl" dieses Herrn begrüßen. Wenn Sie im Vergleich dazu den hier zu kommentierenden Artikel lesen, dann müsste Ihnen eigentlich auffallen, daß er durchaus deutlich kritischen Abstand erkennen lässt. Natürlich im Rahmen der Ausgewogenheitspflicht. Es handelt sich ja nicht um einen Kommentar.

Islamängste des Westens

@ 22:39 von nehciezreeL
Und mitnichten hat der Westen irgendwas mit den Vorgängen in Ägypten zu tun, wie Sie hier suggerieren wollen. Gewollt hat der bürgerliche intellektuelle Aufstand den Eingriff des Militärs - das wird hier gerne unterschlagen. Das die gleichen sich dann beschweren, wenn auch die alten Seiten wieder aufgezogen wurden, aber das Volk damit dem zustimmt - es wird nämlich zu leicht vergessen, dass das ägyptische Militär kein Fremdkörper, sondern eine Struktur ist, die zutiefst im Volk durch die Wehrpflicht und ihre Historie (Nasser) verankert und im Übrigen, jedem Aufstiegschancen bietet - schließlich war sogar ein Nubier Präsident (Sadat). Erst wenn eine Demokratie so weit sich gefestigt hat, dass das Volk sich ihr äquivalent wie dem Militär verwachsen fühlt und demokratisch säkular denkt, wird Demokratie funktionieren. Religiöse Akklamation und Unterwanderung sind keine Demokratie - wie es die MB versucht haben!!! Ägyptische Muslimbrüder sind die Keimzelle der Kaida!

22:55, deutlich

>>Für Frauen, junge Mädchen, Christen und liberale Moslems ist Ägypten unter al-Sisi sicher der bessere Ort.<<

Für liberale Moslems und andere Freigeister gewiss nicht, die Christen kriegen traditionell immer mal wieder die Sündenbockrolle zugewiesen, denn ohne Sündenböcke kommt keine Gewaltherschaft aus, und für die Frauen und Mädchen ist alles in Ordnung, wenn sie gehorsam sind.

Denn Gehorsamkeit ist das oberste Prinzip bei Herrn Sisi. Da unterscheidet sich dieser enge saudische Verbündete wenig von einem Islamisten.

Die Beziehungen zwischen der ägyptischen und der US-Armee sind übrigens bekanntermaßen auch schon seit langer Zeit sehr intensiv.

ist das unser verbündeter oder nicht?

woran erkennt man unsere verbündeten?an der 120mm glattrohkannone von reihnmetall.
aber schön zu sehen das es solche wahlergebnisse auch ohne manipulation und repression zustandekommen können.nicht so wie in russland mit dem diktator putin der jegliche opposition brutal ausschalten läßt.

Wahlbeteiligung

Gibt es eigentlch keine Mindestwahlbeteilung? 41% ist echt sehr gering!

Ich zitiere: "Ohne Frage

Ich zitiere:
"Ohne Frage genießt al-Sisi auch tatsächlich Zuspruch bei Millionen Ägyptern. Als starker Mann, der das Land aus dem Chaos der Revolutionstage geführt hat. Als Garant für Sicherheit und Stabilität, der die Islamisten in Schach hält."
...
"Doch die Zustimmung bröckelt."

Was möchte denn der/die Verfasser/in?

Ägypten im Modus Syriens oder des Irak oder Libyens oder Afghanistans oder Jemens oder...

In Ägypten leben Kopten, das sind Christen. Die stellen etwa 10% der Bevölkerung. Die leben dort noch relativ unbehelligt. Übrigens wie die Christen und andere religiöse Minderheiten im Irak unter Saddam H. (dass der ein Diktator und übler Schlächter von politischen Oppositionellen war, ist mir geläufig). Aber wie sieht es denn da jetzt aus?!?

Das Gleiche gilt für Syrien, Libyen...

Innerer Zirkel

Warum wird dann eigentlich gewählt? Soll doch der Zirkel einen Präsidenten bestimmen!

22:57, L.-Ludwig

>>Al Sissi ist doch der Putschist vom Nil ...
... ein äußerst übler Folterknecht, aber Freund des Westens. Das sagt alles über ihn, - und über den Westen.<<

Freund kann man den nicht nennen.

Aber die Beziehungen des "Westens" zu Ägypten haben nun mal eine lange Geschichte. Die sich über die Jahrzehnte sehr erholt haben. Ich kann mich noch entsinnen, als der Suezkanal aus politischen Gründen geschlossen war. Und zwar jahrzehntelang. Wenn ich mich recht entsinne.

Zu diesen Zeiten will eigentlich keiner mehr zurück, und das ist auch richtig so.

Was aber nichts daran ändert, daß al Sisi ein furchtbarer Gewaltherrscher ist.

Wahl in Ägypten: Ein Sieger mit schwindendem Rückhalt

Eine Tolle Überschrift.
Was für eine fars... ein Schauspiel der besonderen dreistheit.

Es gibt eine Wahlbeteiligung von 21~41%

D.h. ca. 60~80% der Bevölkerung hat die Wahl und die werbe geschenke trotz androhung von strafen nicht angenommen.

Sisi hat die wahl mit 97%- 100% gewonnen...
:)

Einen gruß an alle sisi anhänger und befürworter auch und besonders hier im Forum.

Macht doch was ihr nicht lassen könnt.
Auf kurz oder lang, die demokratie ist nicht aufzuhalten.

23:15, Marga Reta

>>Da war es unter Mubarak ja noch liberaler.<<

Das stimmt wohl. So bitter, wie es ist.

Wählen

@23:16 von Agac73
Tja, warum wird überhaupt gewählt, weil das Theater gebraucht wird, für die Moralapostel im Westen und natürlich für einen bestimmten Lernprozess, demokratisch denken zu lernen. Demokratie kann es nur dort geben, wo die Menschen demokratisch denken - davon ist Ägypten meilenweit entfernt. Die bürgerliche Elite macht nicht die Masse, vielmehr wären sie auch wieder nur ein Zirkel.

Meine Hoffnung für arabische Länder ist die Revolution von oben, nämlich die Erziehung des Volkes zu einer säkularen demokratischen Haltung - merkwürdigerweise tun sich da 2 Königreiche hervor, nämlich Jordanien und Marocco, und die König dort handeln auch immer noch unter dem Zwang, die Religiösität im Volk nicht zu verletzen, sondern zu liberalisieren. Volkszorn bringt nämlich Zerstörung und nicht Entwicklung.

@Marga Reta 23.15

zumindest sorgt Al-Sisi für einen gewissen Schutz der koptischen Gemeinden, das war unter Mursi anders. Da galten die koptischen Christen als legitimes Angriffsziel. Und die Massenvergewaltigungen auf dem Tahrir-Platz gibt es auch nicht mehr. Darüber hinaus hat al-Sisi den islamistischen Terror eindämmen können und der Tourismus in Ägypten entwickelt sich gut. Das ist für Ägypten und die Ägypter eine sehr wichtige Einnahmequelle. In guten Zeiten hat der Tourismus fast die Hälfte zum Bruttosozialprodukt beigetragen. Das kommt vielen Ägyptern zu Gute, deshalb war auch der Tourismus ein Hauptangriffsziel der Terroristen. Mich hat übrigens mal ein freundlicher Armeeoffizier in Ägypten vor einem großen Fehler bewahrt, weil der eben wusste, wie seine Landsleute ticken, ich als naiver Europäer nicht

Deutlich!

97% bei 42% Beitiligung. Das sagt alles.

Der Diktator Sissi ist der

Der Diktator Sissi ist der beste Freund des Berliner Regimes. Bestimmt auch weiterhin mit 97,X%.

Das ist ein wahrer Diktator

Aber die deutsche Presse tut so als wäre er jemals legitimiert gewesen.
Er hat sich an die Macht geputscht.
Aber er macht alles was die USA verlangt und deshalb wird er nicht als Diktator angefeindet. Er ist wie damals in Südameriker ein Diktotor der vom Westen geduldet wird.

23:41, MerkelRegimeWEG

>>Der Diktator Sissi ist der beste Freund des Berliner Regimes. Bestimmt auch weiterhin mit 97,X%.<<

Was für eine frivole Behauptung.

Jeder, mit dem man Beziehungen unterhält, also nicht ausdrücklich verfeindet ist, ist ein Freund?

Dann sind Putin, Orban, Erdogan auch Freunde.

wo doch Demokratie hervorgehoben wird

dieser Mursi, von den Moslembrueder, mit der Mehrheit gewaehlt,
wurde gestuerzt gar mit hunderten von Anhaengern zum Tode verurteilt
nachdem sich das Militaer an die Macht putschte, im Gefolge dieser Sisi
Ob Demokratie - unsere Art ein Land zu regieren,
wirklich ueberall das Beste fuer die Menschen ist ?

23:56 von fathaland slim

denke Aufgabe einer jeden Regierung wird sein,
das Beste fuer seine jeweilige Bevoelkerung rauszuholen
dazu gehoert auch, gelegentlich mit eher zweifelhaften Regierungen
eine Zusammenarbeit anzustreben ....
aber wie der Volksmund sagt
wer mit dem Teufel isst, braucht nen langen Loeffelstiel

00:12, Sisyphos3

>>Ob Demokratie - unsere Art ein Land zu regieren,
wirklich ueberall das Beste fuer die Menschen ist ?<<

Sie meinen, Freiheit wäre nicht für jeden Menschen gemacht? Sondern nur für unsereins? Bei anderen Menschen ist es in Ordnung und ganz zu ihrem Besten, wenn sie mit harter Hand geknechtet werden?

Ägypten kann übrigens durchaus als eine der Wurzeln westlicher Kultur und Wissenschaft betrachtet werden...

Die meisten Menschen starben durch das Militär

Es sollte einmal klargestellt werden, dass in der Folge des ägyptischen arabischen Frühlings die weitaus meisten getöteten Menschen auf das Konto des Militärs gingen. Der Blutzoll durch ägyptische Islamisten ist dagegen ein kleines Rinnsal - und der ägyptische Präsident Mursi war im übrigen bei weitem kein radikaler Islamist. Er wurde im Rahmen einer klassischen Konterrevolution des Militärs gestürzt, weil es seine Macht bedroht sah.

Das Regime Al-Sisi ist noch schlimmer als Mubarak und das Bröckeln seiner Macht trotz Farce-Wahlerfolg ist nicht verwunderlich.
Es ist peinlich, welch passive Rolle der Westen bei dieser Konterrevolution spielte und geradezu erbärmlich, als die EU danach sogar affirmativ von "geordneten Wahlen" durch das Militär sprach. Damit hat der Westen den Geist des ägyptischen arabischen Frühlings verraten.

@eli 23.31 u.a.

danke für Ihre Kommentare, die sich durch Sachverstand und offenkundige Kenntnis der nahöstlichen Gesellschaften und Mentalität auszeichnen. Vermutlich haben Sie viel Zeit dort verbracht oder stammen aus der Gegend. Wir Europäer täten gut daran, unsere Vorstellungen nicht auf Menschen zu projizieren, die völlig anders geprägt sind. Wozu das führt, kann man an der Situation im Irak, in Libyen oder in Afghanistan sehen. Herbeigebombte Demokratie- wo sind die Verbesserungen? Da steht doch Jordanien oder Ägypten tatsächlich besser da und das war nicht immer so.

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