Ihre Meinung zu: Kim Jong-Un in China: Überraschungsbesuch in Peking

28. März 2018 - 7:23 Uhr

Es ist die erste Auslandsreise, seit er im Jahr 2011 die Macht übernahm: Der nordkoreanische Machthaber Kim hat sich in Peking mit Chinas Staatspräsident Xi getroffen. Von Steffen Wurzel.

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Kommentare

Die alte Propaganda der "kommunistischen" Diktatoren

"Südkorea und die USA müssten eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität schaffen" Nun, es war Nordkorea, das Südkorea angegriffen, fast völlig erobert (mit vielen Greueltaten gegen die Zivilbevölkerung) und dann mit UN-Mandat zurückgeworfen wurde. Es ist Nordkorea, dass nach China heute die größte asiatische Armee unter Waffen hält, es ist Nordkorea, dass die in Schussweite befindliche südkoreanische Hauptstadt Seoul mit einem riesigen Artillerie-Arsenal mit einem overkill bedroht, auch ganz ohne Atomwaffen. Südkorea hat gegen dieses Bedrohungsarsenal nichts entgegenzusetzen (und hat auch anderes zu tun, als sein Geld für Rüstung zu verschwenden) und setzt daher auf das Bündnis mit den USA. Kim hält hingegen sein Volk in bitterer Armut um eine weit über die Verteidigungsbedürfnisse hinausgehende Armee zu unterhalten. Dies kann nur als Angriffsabsicht verstanden werden. Es ist an Kim, hier deeskalierend zu handeln.

Und jetzt?

Wird Superman Trump auch den Chinesen mit der totalen Vernichtung drohen?

Kim bei Xi / Nordkorea China

Ist doch klar, dass hier die Chinesen ihre Interessen deutlich wahren werden; Nordkorea ist ja vollständig von ihnen abhängig, hängt sozusagen am Tropf Chinas, und kann ohne ihre Unterstützung nicht überleben.
Vielleicht hat China ja auch gute Möglichkeiten, einen erfolgreichen Vermittlungsversuch zu Südkorea zu machen; den USA unter der Leitung von Trump traue ich das nicht zu, der kennt keine Formen der hohen Diplomatie (nicht mal der niederen).
Zum Glück scheint Russland in dieser Sache nicht wirklich Einfluss zu haben (ich hoffe es wenigstens, weiß es aber nicht).

Diese Analyse ist leider etwas schwachbrüstig.

"Südkorea und die USA müssten eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität schaffen.

Was Kim damit gemeint haben dürfte: Er ist theoretisch bereit, seine Atomwaffen aufzugeben, wenn er im Gegenzug die Garantie bekommt, uneingeschränkt an der Macht bleiben zu können."

Was er wohl eher gemeint haben könnte ist, dass die USA aufhören sollen jährlich einen Erstschlag gegen Nordkorea zu üben. Wer wo wie lange an welcher Macht kleben bleibt ist nunmal nicht einzig die Entscheidung der USA. Die "chinesische Staatspropaganda" scheint dieses feine Detail nicht zu übersehen.

"Staatschef Xi will auf keinen Fall nur zusehen, wie Kim und Trump über eine Friedenslösung verhandeln."

Man kann sich sicher darüber streiten was für China störender ist, ein vereintes Korea oder ein nukleares Nordkorea.
Aber es so aussehen zu lassen als würde Trump/USA hier an Frieden interessiert sind gehört eher in das Reich der Märchen. Die USA verdienen mit Waffen für Japan und Südkorea Milliarden Dollar.

Die brave "brutaler Dikator" Polemik

ist gänzlich off topic Tagesschau. Fakt ist die Politik Strategen punkten gegen den Haudrauf Trump.

Na endlich!

Es wird wieder geredet und China ist der Schlüssel zur Lösung des Konfliktes. Das wurde aber auch Zeit!

Warum genau...

... hält China seine Hand über Nordkorea?
Von was man hier so mitkriegt passen diese 2 Staaten überhaupt nicht zusammen.

China dokumentiert Vormachtstellung in Asien.

Ob sich das Trump vorgestellt hat ist fraglich, ein Nordkorea das nur mit Rückendeckung von China operieren und beschließen kann. Dazu die weitere Einschränkung als Vorgabe für erfolgreiche Gespräche, Kim bleibt an der Macht in einem Nordkorea unter bestehenden Strukturen. Was hier dokumentiert wird ist das Ende einer globalen amerikanischen Weltpolitik. Die Staaten in Asien werden es genau zur Kenntnis nehmen und sich danach richten.

@Floxxoror

Weil es ausser in Pakistan keine Länder mit US Militarbasen gibt die direkt an China grenzen. Und Pakistan ist wirklich weit von den wichtigen Gebieten in China weg, während Korea direkt am "Herz" hängt.

Auch für Japan ist in der Vergangenheit die Koreanische Halbinsel immer das Einfallstor für das Chinesische Festland gewesen.

Wer glaubt, dass dieses Possenspiel für die Nordkoreaner

von Nutzen sein wird, der irrt. Auch wird es wenig Veränderung in der Weltpolitik bringen. Für Kim ist es eine Atempause, die er im Hintergrund geschickt zu nutzen weiß.

Interessant

Besonders interessant finde ich, dass offensichtlich der Westen darauf setzt, vor der UN mit der Vernichtung ganzer Nationen zu drohen und seine Armee immer weiter zu stärken und auszubauen, während die bösen Diktatoren Gespräche vorziehen und auf Denuklearisierung setzen. Hoffentlich schafft es Kim, eine Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea zu erreichen, eine Modernisierung des Landes soll er ja schon vorantreiben. Jetzt ist vor allem aber der Westen gefragt, die regelmäßigen Übungen zum Erstschlag gegen Nordkorea einzustellen und diplomatisch aktiv zu werden!

Warum China die schützende

Warum China die schützende Hand über Nordkorea hält??

Weil China und die USA 8 Jahre lang Krieg gegeneinander geführt hatten!
von 1945 bis 1949 hatte die USA im chinesischen Bürgerkrieg offen Chiang Kai-shek militärisch und logistisch unterstützt.
Nach seiner Niederlage floh dieser mit seinen Getreuen auf die Insel Taiwan und errichtete dort eine Militär-Diktatur!

Bis dahin war für die USA das von ihnen besetzte Südkorea ziemlich egal - siehe auch dazu die dreiteilige TV-Doku "Der vergessene Krieg".

Und die Beteiligung chinesischer Truppen im Korea-Krieg ist ja hinlänglich bekannt - ab 1952 waren das nahezu ausschliesslich Kämpfe zwischen Chinesen und US-Amerikanern.

Das China keine gemeinsame Landgrenze mit den USA oder eines mit ihnen verbündeten Staates haben möchten ist kein Geheimnis...
..Nordkorea ist der gewollte Pufferstaat.

Trumps Druck wirkt

Das kommt mir in dem Artikel zu kurz. Oder darf man das hier nicht mehr sagen?
Die überraschend schnelle Reaktion und extreme Kehrtwende Kims sieht ganz nach einer direkten Folge von Trumps Druck aus.

Vernichtung der Atomwaffen das oberste Ziel

Man muss sich da nichts vormachen. Natürlich ist es ein Ziel Chinas, sich strategisch so aufzustellen, dass ohne sie nichts geht. Sie bauen seit Jahren ihren Einfluss in Afrika mit großen Infrastrukturprojekten aus, dann werden sie vor der eigenen Haustür in Korea nicht einfach nur zusehen, sondern ihren Einfluss geltend machen.
Aber ist das so dramatisch, wenn als Gegenleistung am Ende eine atomare Abrüstung steht? Ganz sicher wollen die Chinesen auch keinen atomaren Konflikt in unmittelbarer Nähe. Den größten Preis wird im Falle einer multilateralen Einigung, bei der neben den Koreas, China und den USA vermutlich auch Russland und Japan eingebunden sind, vermutlich die nordkoreanische Bevölkerung zahlen. Denn eine Bestandsgarantie für das nordkoreanische Regime mit Kim Jong-un an der Spitze bedeutet auch weitere Jahre im Steinzeitkommunismus mit bitterer Armut (welche vielleicht durch Aufhebung von Sanktionen zu lindern wäre) und in jedem Fall ohne individuelle Freiheitsrechte.

Ohne China geht gar nix

Wichtig ist, das China Nordkorea weiterhin wirtschaftlich unterstützt.

Auch der

Nordkoreaner möchte sein Leben genießen und gemocht werden, da kommt China gerade recht. Und Trump kann die Annäherung der asiatischen Staaten als Ergebnis seiner Politik der harten Worte verkaufen. Gut so, solange alle die Nerven behalten.

Verbrecher

In Kims Reich sterben täglich Menschen in Lagern, Millionen hungern und werden in Zwangsarbeit gehalten. Dieser Mann und seine ganze Clique müssen verschwinden, eine andere Lösung gibt es nicht.
Behauptungen, dass das arme Nordkorea ja Opfer imperialistischer Bestrebungen der USA in Vergangenheit und Gegenwart sei, sind nicht nur historisch falsch, sondern auch zynisch: Das Gefühl einer Bedrohungslage ist keine Rechtfertigung für die Errichtung eines Terrorstaates.
Es bedarf keiner Annäherung auf der Halbinsel, Südkorea ist ein demokratischer Staat, er muss sich Verbrechern nicht annähern. Die Atomwaffen müssen weg, die Diktatur muss zerschlagen werden. Und Nordkorea möge eine Mahnung sein, nicht weitere Terrorländer in diplomatischer Blindheit zur Atommacht werden zu lassen.

Ausgewogene Berichterstattung

TS: "Es ist Chinas Staatschef Xi, der entschlossene Ansagen macht. Kim Jong-Un hingegen hört in erster Linie zu und macht sich artig Notzien."
Die erfahrenen Kollegen von der BBC haben das aber etwas anders gesehen und interpretiert:
http://www.bbc.com/news/
world-asia-43565205

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