Ihre Meinung zu: Israel-Besuch: Maas ruft zum Kampf gegen Antisemitismus auf

25. März 2018 - 15:57 Uhr

Bei seinem Antrittsbesuch in Israel hat Außenminister Maas zum Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus aufgerufen. In der Gedenkstätte Yad Vashem bekräftigte er Deutschlands Verantwortung für den Holocaust.

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Kommentare

Ich möchte nicht von diesem "Minister"

vertreten werden, ein "Kampf" gegen Antisemitismus und Rassismus kann nicht ohne kritische Auseinandersetzung mit dem Zionismus geführt, geschweige denn gewonnen werden. Meine Vorfahren sind verantwortlich für die Schoah, die israelische Regierung trägt die Verantwortung für die Vertreibung der Palästinenser. Das Eine entschuldigt das andere nicht, es besteht auch nicht Ursache und Wirkung, es ist schlicht Unrecht.

Nicht zwei Herren dienen

Israel first
Wenn Außenminister Maas das mit der Zwei-Staatenlösung im Gegensatz zu seinen Vorgänger ändert und sich Trump anschließt könnte er und Deutschland ganz groß herauskommen.
Doch unsere Bundeskanzlerin und die EU sind hier noch total im falschem Film, den die Karavane ist längst weitergezogen, Trump und Putin und Saudi Arabien geben hier die richtige Richtung vor.

Man kann Maas nur wünschen

das er es schafft die angespannten Beziehungen zwischen D. und Israel wieder zu normalisieren. Israel wird immer für D. ein besonderer geschichtlich geprägter Partner bleiben.

Danke für die Worte

Ich befürchte aber in diesem unseren Lande hat sich sehr wenig verändert. Schaut selbst, wie wenig Menschen in Deutschland auf der Straße eine Kippa tragen. Wir haben immer so viel Angst vor dem unbekannten. Haben wir wirklich gelernt? Würden wir einschreiten wenn unser langjähriger Nachbar morgens mit Familie abgeholt wird???

Sorry, waren nur meine Sonntagsgedanken

Deutschlands Verantwortung

Der Antisemitismus ist im Gazastreifen, der Westbank, dem Iran allgegenwärtig und in Deutschland in teilweiser anderer Form auch.
Was tut Deutschland dagegen Herr Maas?

Ich hoffe, Minister Mass ist

Ich hoffe, Minister Mass ist in der Lage, zwischen untilgbarer deutscher Schuld und aktueller Politik der israelischen Regierung zu unterscheiden.

Irrtum

Deutschland trägt nicht d. Verantwortung d. 3. Reiches !.

Das sind einzelne Personen, welche nicht mehr unter uns sind.
Diese Kollektive Verantwortung lehen ich kategorisch u. defintiv ab !.
Maas redet nicht für mich .

Seine (Staatsmeinung) mag für ihn gelten , dem Deutschen Staatsbürger bleibt es unbenommen, seine eigene Meinung etc. zu bilden, die nicht konform m.d.Äußerungen v. Maas/SPD übereinstimmen.
Das ist das Recht jeden freien Deutschen Staatsbürgers !
Insofern irrt also Maas !

Zwei verschiedene Paar Schuhe

Die deutsch-israelische Freundschaft und der deutsch-israelische Streit sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Die Freundschaft bezieht sich auf den Staat Israel und alle seine Bürger. Die Streitigkeiten gibt es nur mit der israelischen Regierung, weil diese stur, uneinsichtig, zu konservativ, viel zu ängstlich, zu nationalistisch und zu gnadenlos ist.

Gabriel war schon immer untragbar!

In die Palästinensergebiete fährt er doch nur weil die Linken in seiner Partei das so wollen, Diplomatisch sind die für Deutschland ohne Bedeutung.
Denn wie es in der Überschrift schon steht, geht es um den Schaden den Gabriel angerichtet hat als er nach Israel flog.
Ich bin wirklich sehr erleichtert das Gabriel vom Politischen Fenster verschwunden ist, der ist und war schon immer untragbar!

"Wegen Auschwitz in die Politik gegangen"

Zitat: "Er hatte in seiner Antrittsrede vor knapp zwei Wochen den auch international viel beachteten Satz gesagt: "Ich bin wegen Auschwitz in die Politik gegangen."

Ich möchte gar nicht die Verantwortung Deutschlands für den Holocaust in Abrede stellen, aber ist das nicht ein wenig Strafe zu viel?

Es gibt keine "Volkshaftung"

Der Großteil der derzeitigen deutschen Bevölkerung hat mit dem, was zwischen 1933 und 1945 passiert ist, nichts zu tun.
Adolf Hitler hat die staatlich kontrollierten Medien dazu benutzt, die damalige Bevölkerung Deutschlands so zu beeinflussen und zu manipulieren, dass sie freudestrahlend in den Krieg zog.
Mediale Beeinflussung und "falsche Fakten" gibt es auch heute noch, ganze Länder werden damit in Kriege hineingezogen. Ein Beispiel ist der sinnlose Irakkrieg der mit angeblichem Vorhandensein von "Massenvernichtungswaffen" und bewussten Falschmeldungen vom CIA begründet wurde. Dies ist mittlerweile nachgewiesen.
Die Entstehung des künstlichen Staates Israel auf dem ehemaligen palästinäischen Gebiet ist eine diorekte Folge des 2.ten Weltkrieges.
Die Rolle von Deutschen Bürgern muss es nicht sein auf die nächsten Jahrhunderte gesehen vor "Israel" einen Kniefall zu machen und um "Vergebung" zu bitten. Es gibt keine Sippenhaft. Deutschland sollte führend auf einen Weltfieden hinwirken.

Nein Herr Maas: ich widerspreche Ihnen hierbei entschieden!

Sorry aber dem hier von Maas:

https://www.tagesschau.de/ausland/maas-israel-103.html

"Verantwortung für das grausamste Verbrechen"
"Die Erinnerung darf niemals enden. Deutschland trägt die Verantwortung für das grausamste Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Die Schoah bleibt uns Mahnung und Auftrag, weltweit für Menschenrechte und Toleranz einzutreten", schrieb er am Sonntag nach seinem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ins Gästebuch.

widerspreche ich entschieden!! Nein, nicht wir als heutige Deutsche haben das zu verantworten, sondern Generationen die weit vor unserer Zeit gelebt haben und zwar zwischen 1900 und 1945!

Aber wir heutigen Generationen sind daran nicht mehr schuld weil wir diese Verbrechen gar nicht begangen haben können weil wir erst viel später zur Welt kamen. Wann kapiert ein Maas und wann kapiert die Bundesregierung das bitte endlich??

Die einzige Verantwortung die wir haben ist, dass sowas nie wieder geschieht ..

@17:09 von MichlPaul

"Wenn Außenminister Maas das mit der Zwei-Staatenlösung im Gegensatz zu seinen Vorgänger ändert und sich Trump anschließt könnte er und Deutschland ganz groß herauskommen."

Sie wünschen wohl eine weitere Zunahme des IS-Terrors? Oder was denken Sie, würden diejenigen, die sich als Verlierer einer solch einseitigen "Friedenslösung" sehen, anderes tun, wenn sie sich einer übermächtigen Allianz von Gegnern ausgesetzt sehen?

Auch dass hier von Netanjahu bleibt inakzeptabel!

Weiterhin ist und bleibt auch dieses Verhalten von Netanjahu

https://www.tagesschau.de/ausland/maas-israel-103.html

Kurz danach kam es zu einem Eklat beim Antrittsbesuch des damaligen Außenministers Sigmar Gabriel in Israel. Netanjahu ließ ein Treffen mit Gabriel platzen, weil dieser sich auch mit regierungskritischen Organisationen verabredet hatte.

absolut inakzeptabel!! Außenminister muessen sich auch mit regierungskritischen Organisationen unterhalten können und es ist die Aufgabe von unserem Außenminister/unserer Außenministerin, dass die Israel hier auch mal maßregeln muss wenn Israel hier solche Sprenzchen treibt und es ist zusätzlich auch die Aufgabe von NATO und UNO!!

@iog

"Der Antisemitismus ist im Gazastreifen, der Westbank, dem Iran allgegenwärtig und in Deutschland in teilweiser anderer Form auch."

.

Daran sind die Zionisten in Israel mit ihrer Besatzungspolitik dort allerdings selber schuld. Was macht der Außenminister gegen die Völkerrechtswidrige Besatzungspolitik der israelischen Regierung im Gazastreifen und der Westbank?

@17:32 von Don-Corleone

"Seine (Staatsmeinung) mag für ihn gelten , dem Deutschen Staatsbürger bleibt es unbenommen, seine eigene Meinung etc. zu bilden, die nicht konform m.d.Äußerungen v. Maas/SPD übereinstimmen.
Das ist das Recht jeden freien Deutschen Staatsbürgers !
Insofern irrt also Maas !"

Nö. Maas spricht für die Bundesregierung. Und die Bundesregierung vertritt die Mehrheit der Bevölkerung, denn von dieser wurde sie gewählt. Dass dies nicht Ihre Meinung ist, liegt auf der Hand. Aber Sie vertreten nun mal nicht die Mehrheitsmeinung in diesem Land. Desswegen irrt Maas eben nicht.

re Schneewolf 17:08

Ihrer Behauptung: " die israelische Regierung trägt die Verantwortung für die Vertreibung der Palästinenser" möchte ich heftig widersprechen. Die Verantwortung für die "Vertreibung der Palästinenser" tragen die arabischen Staaten, die Israel nach dem UNO-Beschluss für die Errichtung von 2 Staaten angegriffen haben, um es auszulöschen und die Palästinenser, die freiwillig in der Erwartung eines Sieges der arabischen Staaten weggezogen sind. Gleichzeitig wurden Hunderttausende Juden aus arabischen Staaten, in denen sie Jahrhunderte gelebt hatten, vertrieben. Das sollte man nicht vergessen. Auch sollte man die Shoa nicht dem Schicksal der Palästinenser vergleichen.

Kein Wort zum Völkerrecht?

Maas hätte die Gelegenheit nutzen können, die Einhaltung von Völkerrecht durch Israel einzufordern. Stattdessen schweigt er zum Himmel schreiend.

@17:35 von Volksdemokrat

"Der Großteil der derzeitigen deutschen Bevölkerung hat mit dem, was zwischen 1933 und 1945 passiert ist, nichts zu tun.
Adolf Hitler hat die staatlich kontrollierten Medien dazu benutzt, die damalige Bevölkerung Deutschlands so zu beeinflussen und zu manipulieren, dass sie freudestrahlend in den Krieg zog."

Auch ich fühle mich persönlich nicht für den Hitlerismus verantwortlich, der geschah vor meiner Zeit. Aber die Meinung, Hitler habe das quasi unschuldige Volk mittels staatlicher Medien "manipuliert" (das übrigens alles andere als freudestrahlend in den 2. Weltkrieg zog), ist fernab der Realität. Die traurige Wahrheit ist: die Mehrheit ist damals nur allzugern dem Hassprediger Hitler hinterher gelaufen, weil sie sich durch seine Reden moralisch und kulturell überlegen fühlen konnte. Solche Tendenzen sehe ich heute wieder und da sehe ich mich durchaus persönlich in einer Verantwortung ...

re: Volksdemokrat

"Die Entstehung des künstlichen Staates Israel auf dem ehemaligen palästinäischen Gebiet ist eine direkte Folge des 2.ten Weltkrieges." Diese Behauptung entspricht nicht ganz den Tatsachen. Es gab schon lange vor dem 2. Weltkrieg Bestrebungen unter den Juden, einen jüdischen Staat zu gründen, vor allem auf Betreiben von Theodor Hertzel. Immer wieder haben sich Juden aus Europa auf den Weg in das Land ihrer Väter gemacht, um dort ein eigenes Staatswesen aufzubauen und das Land zu kultivieren. Der Holocaust hat diese Bemühungen natürlich intensiviert, weil den Juden klar wurde, dass sie ohne einen eigenen Staat in Europa nicht mehr sicher leben konnten.

re: hellmutant

Warum hätte er nur die Einhaltung des Völkerrechts durch Israel einfordern sollen? Wenn schon, dann wäre die Forderung nach der Einhaltung des Völkerrechts durch die Hamas, durch die Palästinensische Autonomiebehörde, durch den Iran, durch Syrien, die Türkei .... mindestens genauso dringend.

Absolut richtig Herr Maas, Deutschland

trägt die Verantwortung für den Holocaust. Und darum sollten wir besonders darauf achten, dass Rassismus und Antisemitismus der Kampf angesagt wird.
Aber warum bitte Israel, die längst bei unzähligen Malen selbst Täter sind und wo Menschen leben, die sich als das Volk Gottes sehen, in ihrem Tun mit solchen Gesten stützen?
Israel ist eine aggressiver und mit seiner Siedlungspolitik sehr problematischer, durch Kolonialherren errichteter Staat, der meint Preventivschläge heute noch durchführen zu dürfen. Aber dann dürfen Nordkorea und Iran auch Atombomben haben.

re: pnyx

Da haben Sie Recht. Man kann die aktuelle Politik der israelischen Regierung wirklich nicht mit den Methoden von Nazideutschland vergleichen, wie das leider immer wieder geschieht.

Historische Verantwortung

Außenminister Maas findet hier genau die richtigen Worte, wenn er sagt, die Shoah sei eine Mahnung für Deutschland. Es geht nicht darum der heutigen Generation eine Verantwortung AN der Shoah zu geben, sondern die Verantwortung DURCH die Shoah zu betonen. Gerade Deutschland ist angehalten, diesen Teil seiner Geschichte nicht zu verdrängen, sondern ihn - neben anderen - wach zu halten und daraus Konsequenzen zu ziehen, bspw. eine besondere Sensibilität für die Verfolgung von Minderheiten allgemein oder für eine drohende Aushöhlung von Menschenrechten und sich solchen Tendenzen im eigenen Land und anderswo entschlossen entgegenzustellen. Nach den Schrecken des Dritten Reiches soll niemand mehr sagen können, er hätte die Zeichen der Zeit ggf. nicht erkannt oder nicht gewusst wohin so etwas führen kann.
Das ist alles, was ich als Jude 'den Deutschen' (eigentlich ein furchtbares Wort in dem Zusammenhang, da es mich implizit ausschließt) vorhalte und von ihnen erwarte. Ist das zu viel?

@Bergschneider

"
Am 25. März 2018 um 21:26 von Bergschneider
re: hellmutant

Warum hätte er nur die Einhaltung des Völkerrechts durch Israel einfordern sollen? Wenn schon, dann wäre die Forderung nach der Einhaltung des Völkerrechts durch die Hamas, durch die Palästinensische Autonomiebehörde, durch den Iran, durch Syrien, die Türkei .... mindestens genauso dringend."

.

Weil das Völkerrecht keine Einbahnstraße ist und wir hier bei "Wünsch Dir was" sind. Entweder das Völkerrecht gilt für alle oder für keinem. Wenn es für alle gild, dann gild es auch für die israelische Regierung oder es gild für niemandem. Nur dann haben wir Chaos pur.

Am 25. März 2018 um 21:05 von laurisch._karsten

"Daran sind die Zionisten in Israel mit ihrer Besatzungspolitik dort allerdings selber schuld. "

An der Besatzungspolitik sind die Antizionisten selber schuld. Übrigens an der Besatzung an sich gibt es nichts Völkerrechtswidriges.

Übergriffe gegen jüdische Kinder

Die widerlichen Übergriffe an Berliner Schulen gegen Kinder jüdischen Glaubens häufen sich. Täter, der muslimisch indoktrinierte Nachwuchs der das Schulleben für Andersdenkende, Ungläubige und Menschen weiblichem Geschlechts oft genug zu Alptraum werden lässt. Natürlich wird auf die historische Verantwortung hingewiesen... Heute gilt es den Menschen jüdischem Glaubens ein Leben in Frieden und Sicherheit zu ermöglichen und religiös verblendete Fanatiker gehören endlich empfindlich sanktioniert! Ganz ohne allestolerierende, beschönigende und relativierende Propaganda von Links/Grün!

@ hellmutant (21:11): vollumfänglichste Zustimmung!

hi hellmutant

Vollumfänglichste Zustimmung zu Ihrem Kommentar:

Maas hätte die Gelegenheit nutzen können, die Einhaltung von Völkerrecht durch Israel einzufordern. Stattdessen schweigt er zum Himmel schreiend.

exakt genauso ist es und er schweigt himmelschreiend dazu, wie hier dieser Unrechtsstaat Israel sich ueber die UNO, ueber die UN-Resolution 242, ueber das Völkerrecht und ueber internationales Recht stellt, den Palästinenser fortgesetzt deren Land raubt und so weiter. Sowas nennt man völkerrechtswidrige Annexion genauso wie bei der Krim und in anderen Gebieten dieser Welt!

So ein Außenminister ist fuer mich untragbar!! Und er unterscheidet auch nicht zwischen Antisemitismus einerseits und Regierungskritik andererseits und er benennt auch nicht den Antisemitismus der Bundesregierung, der EU und anderen gegen

a) die Palästinenser
b) die Kurden
c) die Jesiden
d) die Araber
e) die Jemeniten
f) andere Völker dieser Welt

Warum?? Er misst hier mit zweierlei Maß!

@ laurisch._karsten (21:34): auch wir sind einer Meinung

hi laurisch._karsten

Auch wir sind bei dem hier:

Weil das Völkerrecht keine Einbahnstraße ist und wir hier bei "Wünsch Dir was" sind. Entweder das Völkerrecht gilt für alle oder für keinem. Wenn es für alle gild, dann gild es auch für die israelische Regierung oder es gild für niemandem. Nur dann haben wir Chaos pur.

absolut einer Meinung! Auch fuer Israels Regierung gilt das Völkerrecht und Israels Regierung ist hier eine Verbrecher- Regierung weil sie sich

a) ueber die UNO stellt und die UNO verhöhnt!
b) ueber internationales Recht stellt
c) sie den Palästinensern fortgesetzt ihr Land raubt
d) Völkermord an den Palästinensern begeht in Zusammenarbeit mit Erdogan
e) haltlose Beschuldigungen gegen den Iran verteilt
f) selbst Atomwaffen herstellt (Dimona)

Daher: das Völkerrecht gilt verbindlich fuer ALLE Länder dieser Welt, also auch fuer Israel! Und aus dem Grund hat Israel sich an die UN-Resolution 242 zu halten und diese umzusetzen!

@gen

"An der Besatzungspolitik sind die Antizionisten selber schuld. Übrigens an der Besatzung an sich gibt es nichts Völkerrechtswidriges."

.

Nach dem internationalem Völkerrecht darf eine Besatzungsmacht das besetzte Gebiet nicht besiedeln. Die Siedlungspolitik der israelischen Regierung im Westjordan ist nach internationalem Verständnis Völkerrechtswidrig. Das sieht sogar die EU so. Das wird nur in den Medien so nicht kommuniziert.

Kippa-Pflicht?

Warum sieht man eigentlich immer wieder deutsche Politiker mit einer Kippa auf dem Kopf, wenn es um den Besuch von Gedenkstätten in Israel geht? Sind die Politiker selbst jüdischer Abstammung? Dann könnte ich das wohl verstehen. Aber ohne jedwede jüdische Wurzel empfinde ich es als Unterwerfungsgeste unserer Volksvertreter und dafür hätte ich dann absolut null Verständnis. So kann es niemals eine Partnerschaft auf Augenhöhe mit Israel sein, sondern immer eine Unterordnung Deutschlands unter die Interessen des israelischen Staates. Dagegen sträube ich mich als Nachgeborener des einstigen Tätervolks mit aller Entschiedenheit: Deutschlands Interessen müssen bei deutschen Volksvertretern auch im Zweifelsfall Vorrang vor israelischen Interessen haben! Und das auch gerne im symbolischen Sinne!

@ gen (21:35): absolut falsch - siehe UN-Zivilpakt

@ gen

Absolut falsch, was Sie hier schreiben!! Siehe dazu im UN-Zivilpakt Artikel 1, Artikel 2, Artikel 5, Artikel 47!!

https://www.zivilpakt.de/verpflichtung-zur-innerstaatlichen-umsetzung-3190/

Artikel 2
(1) Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, die in diesem Pakt anerkannten Rechte zu achten und sie allen in seinem Gebiet befindlichen und seiner Herrschaftsgewalt unterstehenden Personen ohne Unterschied wie insbesondere der Rasse, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, der Geburt oder des sonstigen Status zu gewährleisten.

dann hier der Artikel 47 UN-Zivilpakt fuer Sie:

https://www.zivilpakt.de/bodenschaetze-3434/

@21:45 von privat23

"Die widerlichen Übergriffe an Berliner Schulen gegen Kinder jüdischen Glaubens häufen sich. Täter, der muslimisch indoktrinierte Nachwuchs der das Schulleben für Andersdenkende, Ungläubige und Menschen weiblichem Geschlechts oft genug zu Alptraum werden lässt."

Übergriffe gegen andersgläubige-/denkende gleich welcher Art sind verabscheungswürdig und nicht zu tolerieren. Das schließt selbstverständlich Übergriffe von Muslimen gegen Juden ein. Dazu habe ich auch von rot/grün bislang keine anderslautende Meinung gehört (der ich entschieden entgegengetreten wäre, keine Sorge). Aber nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass laut Kriminalstatistik die Mehrzahl der Übergriffe gegen Juden auf deutschem Boden von Deutschen begangen werden. Widerlich, verabscheuungswürdig und intolerabel auch dieses, der Tat.

Thematische Ausrichtung

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re: laurisch._karsten

"Weil das Völkerrecht keine Einbahnstraße ist"
Genau das wollte ich sagen, nicht nur Israel muss sich ans Völkerrecht halten, sondern die anderen Staaten auch. Leuchtet Ihnen das nicht ein? Sie starren immer nur auf Israel und verschließen die Augen vor dem, was andere Staaten tun. Finden Sie das richtig?

Was denn genau

von den Differenzen, die im Artikel genannt werden, soll oder kann Herr Maas bereinigen?

Ich sehe in ziemlich servil in Israel auftreten ohne wirkliches außenpolitisches Profil.

Das konnte Gabriel zehnmal besser.

re charon13

" Schaut selbst, wie wenig Menschen in Deutschland auf der Straße eine Kippa tragen."

Vielleicht, weil man überhaupt nur selten einem von maximal 120000 Juden in Deutschland begegnet?

Oder wer soll sonst mit Kippa rumlaufen?

re iog

"Deutschlands Verantwortung

Der Antisemitismus ist im Gazastreifen, der Westbank, dem Iran allgegenwärtig und in Deutschland in teilweiser anderer Form auch.
Was tut Deutschland dagegen Herr Maas?"

Begründen Sie doch erstmal, welche Kompetenzen Herr Maas im Gazastreifen, der Westbank, und im Iran hat.

Nur um zu verstehen, worauf Sie eigentlich hinauswollen...

Unrecht in Israel muss auch als solches benannt werden

Dass sich ein deutscher Außenminister mit Oppositionsgruppen trifft finden wir in der Türkei richtig und gleiches muss gerade in Israel möglich sein, oder wir müssen die Fragen von rechtsstaatlichkeit auch für Israel in Frage stellen.

Insofern war mir ein kritischer Außenminister Gabriel lieber als ein Herr Maas, der scheinbar auf einen unkritischen Kuschelkurs ist.

Gerade aus unserer Verantwortung aus dem Holocaust sind wir Juden und palestinensichen Israelis schuldig das Unrecht der Regierung Israels zu kritisieren

21:56 von phme

@21:45 von privat23
"Die widerlichen Übergriffe an Berliner Schulen gegen Kinder jüdischen Glaubens häufen sich. Täter, der muslimisch indoktrinierte Nachwuchs der das Schulleben für Andersdenkende, Ungläubige und Menschen weiblichem Geschlechts oft genug zu Alptraum werden lässt."

Übergriffe gegen andersgläubige-/denkende gleich welcher Art sind verabscheungswürdig und nicht zu tolerieren. Das schließt selbstverständlich Übergriffe von Muslimen gegen Juden ein. Dazu habe ich auch von rot/grün bislang keine anderslautende Meinung gehört (....). Aber nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass laut Kriminalstatistik die Mehrzahl der Übergriffe gegen Juden auf deutschem Boden von Deutschen begangen werden. Widerlich, verabscheuungswürdig und intolerabel auch dieses, der Tat.
///
*
*
Welche Statistiken zitieren Sie da, die genehmen vor 2015?
*
Als einer der ersten der Gnade der späten Geburt will ich mich auf meine letzten Tage nicht auch noch jetzt fremdschämen müssen!

Verantwortung

Ich bin Ende der sechziger geboren und fühle mich kein Stück verantwortlich dafür was in der Nazizeit passiert ist. Ich finde die damaligen Schandtaten wirklich widerwärtig und nicht entschuldbar aber nicht verantwortlich.

re bergschneider

"re: hellmutant

Warum hätte er nur die Einhaltung des Völkerrechts durch Israel einfordern sollen? "

Weil er gerade in Israel ist, zum Beispiel?

re: Demokratieschue...

"Israels Regierung ist hier eine Verbrecher- Regierung". Da muss ich ihnen heftig widersprechen. Israel ist von Verbrecherregierungen umgeben und muss sich wehren. Alle Beispiele, die Sie nennen, stimmen so nicht. Um darauf einzugehen, fehlt mir hier der Platz und die Zeit. Aber es zeigt, wie fundamental voreingenommen Sie gegen Israel sind und damit die Fakten nicht sehen können.

@Bergschneider

"
Am 25. März 2018 um 21:58 von Bergschneider
re: laurisch._karsten

"Weil das Völkerrecht keine Einbahnstraße ist"
Genau das wollte ich sagen, nicht nur Israel muss sich ans Völkerrecht halten, sondern die anderen Staaten auch. Leuchtet Ihnen das nicht ein? Sie starren immer nur auf Israel und verschließen die Augen vor dem, was andere Staaten tun. Finden Sie das richtig?"

.

Das Problem ist nur mit der Siedlungspolitik macht die israelische Regierung jede 2 Staaten Lösung obsolet. Auch die israelische Regierung hat sich in meinen Augen an das Völkerrecht zu halten. Wie alle anderen.

re bergschneider

" Man kann die aktuelle Politik der israelischen Regierung wirklich nicht mit den Methoden von Nazideutschland vergleichen, wie das leider immer wieder geschieht."

Aber gewisse Schlagwörter wie Lebensraum im Osten treffen zufällig auf beide zu.

17:35 von BreiterBart

"Wegen Auschwitz in die Politik gegangen"

Zitat: "Er hatte in seiner Antrittsrede vor knapp zwei Wochen den auch international viel beachteten Satz gesagt: "Ich bin wegen Auschwitz in die Politik gegangen."

Ich möchte gar nicht die Verantwortung Deutschlands für den Holocaust in Abrede stellen, aber ist das nicht ein wenig Strafe zu viel?
///
*
*
Ich bin noch von keinem Juden als scheißdeutscher Rentner tituliert worden.
*
Aber jetzt auch noch für importierten Judenhasss verantwortlich gemacht zu werden, das widerstrebt mir.

@21:59 von karwandler

"Was denn genau von den Differenzen, die im Artikel genannt werden, soll oder kann Herr Maas bereinigen?
Ich sehe in ziemlich servil in Israel auftreten ohne wirkliches außenpolitisches Profil.
Das konnte Gabriel zehnmal besser."

Nunja, Diplomatie hat immer zwei Ebenen, eine öffenliche und eine hinter dem Kulissen. Solange die Israelische Schutzmacht USA unter D. Trump die Rechte in Israel hofiert und fördert, richtet Deutschland mittelftristig möglicherweise mehr aus, wenn es derzeit öffentlich Zurückhaltung übt.

@RoyalTramp um 21:52

Sie meinen es kann keine Partnerschaft auf Augenhöhe geben, wenn deutsche Politiker sich den Gepflogenheiten des Gastlandes anpassen? Wenn Sie - als Jude oder Nicht-Jude - eine bedeutende Stätte des jüdischen Glaubens besuchen wollen (sei es eine Synagoge, ein jüdischer Friedhof oder in diesem Fall eben Yad vaShem), haben Sie Kippa zu tragen. Das hat nichts mit Unterwerfung zu tun, sondern schlicht mit Respekt für den 'Dresscode' vor Ort. Alles andere würde von einer unerträglichen Arroganz zeugen, wenn Sie der Überzeugung sind, Ihre Gepflogenheiten seien wichtiger als die des Gastgebers. Ich persönlich bin dankbar dafür, dass ein deutscher Außenminister so viel diplomatisches Gespür für solche Dinge hat.

re privat23

"Heute gilt es den Menschen jüdischem Glaubens ein Leben in Frieden und Sicherheit zu ermöglichen und religiös verblendete Fanatiker gehören endlich empfindlich sanktioniert! Ganz ohne allestolerierende, beschönigende und relativierende Propaganda von Links/Grün!"

Welche allestolerierende, beschönigende und relativierende Propaganda von Links/Grün bzgl. antisemitischer Straftaten deutscher Neonazis gibt es denn?

Oder kann man Ihren Kommentar nur mit rechtsblindem Auge lesen ...

22:07 von laurisch._karsten

@Bergschneider

"
Am 25. März 2018 um 21:58 von Bergschneider
re: laurisch._karsten

"Weil das Völkerrecht keine Einbahnstraße ist"
Genau das wollte ich sagen, nicht nur Israel muss sich ans Völkerrecht halten, sondern die anderen Staaten auch. Leuchtet Ihnen das nicht ein? Sie starren immer nur auf Israel und verschließen die Augen vor dem, was andere Staaten tun. Finden Sie das richtig?"

.

Das Problem ist nur mit der Siedlungspolitik macht die israelische Regierung jede 2 Staaten Lösung obsolet. Auch die israelische Regierung hat sich in meinen Augen an das Völkerrecht zu halten. Wie alle anderen.
///
*
*
Israel tut gut sich nicht an die Ratschläge derer zu halten, die Hamasraketen mit Entwicklungshilfe subventionieren.
*
Ohne die Eigeninitiative wären Sie bereit im 6 Tagekrieg in Meer gejagt worden, bejubelt von unseren in Palästinerserlagern ausgebildenten RAF 69ern.

Die Aussage : .." ich bin wegen Auschwitz ...

... in die Politik gegangen"... erscheint mit von Herrn Maas etwas dick aufgetragen. Ansonsten war das erfrischend gute Arbeit, ein herrlicher Kontrast zum Poltergeist Gabriel.
Nun muss es nur noch Steinmeier irgendwann begreifen das er nicht mehr Aussenminister ist. Noch nicht mal zur Aushilfe.

Heuchelei in meine Augen,

Heuchelei in meine Augen, soweit der Horizont trägt.
Deutscher Außenminister, Heiko Maas, legt einen Kranz in der Gedenkhalle im Holocaust-Museum Yad Vashem in Jerusalem nieder.
Bei seinem Antrittsbesuch in Israel hat Außenminister Maas zum Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus aufgerufen.
---
Soso, ist dann auch die Kritik am Islam in diesem Bezug mal endlich gestattet, oder waren das mal wieder nur heuchlerische Worthülsen des Herrn Maas?

@ Martellus

"Wenn Sie - als Jude oder Nicht-Jude - eine bedeutende Stätte des jüdischen Glaubens besuchen wollen (sei es eine Synagoge, ein jüdischer Friedhof oder in diesem Fall eben Yad vaShem), haben Sie Kippa zu tragen."

Ist das so? Wäre mir komplett neu! Aber ich lerne gerne hinzu.

"Das hat nichts mit Unterwerfung zu tun, sondern schlicht mit Respekt für den 'Dresscode' vor Ort."

Vorausgesetzt es gibt einen derartigen Dresscode für nicht-jüdische Besucher.

"Alles andere würde von einer unerträglichen Arroganz zeugen, wenn Sie der Überzeugung sind, Ihre Gepflogenheiten seien wichtiger als die des Gastgebers."

Ich spreche von religiöser Aufrichtigkeit, denn Herr Maas ist kein Jude. Die Kippa ist ein unveräußerliches Zeichen jüdischer Männer als Ausdruck ihres Bekenntnisses zum jüdischen Glauben. Das und nichts anderes ist die Kippa. Das Tragen einer Kippa von nicht-jüdischen Menschen einfordern zu wollen ist an Arroganz und Überheblichkeit kaum zu überbieten.

Am 25. März 2018 um 21:56 von phme

"laut Kriminalstatistik die Mehrzahl der Übergriffe gegen Juden auf deutschem Boden von Deutschen begangen werden".

Das ist falsch. Solche Statistik gibt es nicht.
Studien zeigen, dass laut Angaben der Angegriffenen die Mehrheit der Angriffe von Personen der arabisch-muslimischen Abstammung ausgeht .

Am 25. März 2018 um 21:55 von Demokratieschue...

Merken Sie nicht, dass Ihre Zitaten mit dem Inhalt meines Postings nichts zu tun haben?

re: laurisch._karsten

Nicht die Siedlungspolitik macht jede Zweistaatenlösung "obsolet", sondern die hartnäckige Weigerung der Palästinenser, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Ich habe vor einigen Tagen einen Artikel eines arabischen Journalisten gelesen, der feststellt: Für die Palästinenser ist jeder Ort, wo Israelis wohnen israelische Siedlung. Eine Lösung des Palästinaproblems ist für die Palästinenser, auch für Abbbas, nur ein judenfreies Palästina.

@ Martellus

Ihnen ist aber schon aufgefallen, dass Maas als einer von wenigen der deutschen Delegation bei der Kranzniederlegung eine Kippa getragen hat? Was soll das?
Es scheint also ihren "Dresscode" nicht zu geben. Und schon gar nicht scheint das Tragen der Kippa eine Gepflogenheit zu sein, der sich nicht-jüdische Besucher der Gedenkstätte anzupassen hätten. Was reden Sie da also eigentlich?

Ich halte fest: Es ist eine reine Unterwerfungsgeste! Sorry, es bleibt dabei: dafür habe ich null Verständnis. Auch trotz unserer Geschichte sehe ich keinen Grund, sich ausgerechnet zu einer Zeit dem moralischen Diktat zu unterwerfen, in der die Empfänger der Büßergeste selbst gröbstes Unrecht an einem anderen Volk verüben!

Hier hätte ich mich eines selbstbewussteren Zeichens an die Adresse der israelischen Regierung gewünscht, Staatsräson hin oder her!

Am 25. März 2018 um 21:52 von RoyalTramp

Warum sieht man eigentlich immer wieder deutsche Politiker mit einer Kippa auf dem Kopf,

Wo ist das problem?Wenn ich in Asien bin und einen Tempel besuche ,ziehe ich auch die Schuhe aus,das macht man aus respekt,sollten Sie eigentlich wissen!

Am 25. März 2018 um 22:02 von karwandler

****************************
" Schaut selbst, wie wenig Menschen in Deutschland auf der Straße eine Kippa tragen."

Vielleicht, weil man überhaupt nur selten einem von maximal 120000 Juden in Deutschland begegnet?
****************************
Vielleicht.
Aber vielleicht auch deshalb, weil es nicht ganz ungefährlich ist, offen eine Kippa zu tragen?

re: karwandler

Wenn Sie "Lebensraum im Osten" und "Siedlungspolitik" vergleichen, kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln. Die beiden Dinge liegen auf völlig verschiedenen Ebenen. Damit verlassen Sie den Boden der Israelkritik, für die Sie sich in Ihren Beiträgen immer stark machen.

@1945

Importierten Judenhass gibt es in der Tat und das streitet auch niemand ab.
Aber es gibt nachweislich auch einen bedeutenden und wachsenden rechtsextremistischen Judenhass in Deutschland. Neuerdings übrigens auch einen linksextremistischen Judenhass.
Davor sollten wir nicht den Kopf in den Sand stecken. Sonst müssen sich unsere Enkel eines Tages tatsächlich fremdschämen ...

@Schneewolf

"Meine Vorfahren sind verantwortlich für die Schoah, die israelische Regierung trägt die Verantwortung für die Vertreibung der Palästinenser. "
.
Von welcher Vertreibung sprechen Sie bitte ?
1918 lebten um 600.000 Araber in Palästina.
Aktuell leben allein auf israelischen Staatsgebiet etwa 3x so viele Araber, dazu kommen um 4 Millionen in der Westbank und in Gaza.
Es sind so viele geworden, weil der prosperierende Staat Israel sie (nachvollziehbarerweise) anlockt.

re gen

"Aber vielleicht auch deshalb, weil es nicht ganz ungefährlich ist, offen eine Kippa zu tragen?"

Kann sein. Da, wo deutschen Neonazis herumlungern, z.B.

Maas ist

kein Politiker der Profil zeigen wird.

So wie Deutschland sich immer der USA-Politik beugen muss, so wird auch Maas als verlängerter Arm dieser Politik agieren. Geht ja auch nicht anders und Maas hat es ja schon lange verstanden, sonst würde er gar kein Außenminister werden können.

Ich habe da keine Erwartungen und so wie es jetzt in unserer Außenpolitik läuft, werden auch keine Veränderungen kommen. Seinen berühmten Satz „wegen Auschwitz bin ich Politiker geworden“ sehe ich im Widerspruch zu seiner Stellung zu palästinenser Problem oder auch zu Fall Skripal. Besser wäre, er hätte diesen Satz nie gesagt.

@22:23 von gen

"Am 25. März 2018 um 22:23 von gen
Am 25. März 2018 um 21:56 von phme

"laut Kriminalstatistik die Mehrzahl der Übergriffe gegen Juden auf deutschem Boden von Deutschen begangen werden".

Das ist falsch. Solche Statistik gibt es nicht.
Studien zeigen, dass laut Angaben der Angegriffenen die Mehrheit der Angriffe von Personen der arabisch-muslimischen Abstammung ausgeht ."

Dann lesen Sie z.B. bitte mal da: https://www.focus.de/politik/deutschland/groesstenteils-rechte-taeter-be...

Demzufolge sind im vergangenen Jahr 1377 von 1453 antisemitischen Straftaten von Rechtsextremisten begangen worden.

Welche Studien sind das, die Sie da zitieren? Wer sind die Autoren, wo sind sie veröffentlicht?

re bergschneider

"Wenn Sie "Lebensraum im Osten" und "Siedlungspolitik" vergleichen, kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln."

Schütteln Sie ruhig.

Fakt ist: Israel nimmt Lebensraum (hier definiert per biblischen Ansprüchen) in geografisch östlich gelegenen Gebieten in Anspruch, wo sich das mittels militärischer Besatzung durchsetzen lässt.

Das ist ja kein direkter Vergleich. Nur gewisse symptomatische Übereinstimmungen ...

Gut gemacht !

Außenminister Maas überrascht mich immer wieder positiv.
Gruß Hador

Wir sollten auch nicht

Wir sollten auch nicht vergessen, dass das
'70. Geburtsjahr Israels ' auch der Geburtstag der Nakba ist, der Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Land. Und dass vieler dieser Palästinenser - heute noch - in Flüchtlingslagern in Libanon / Syrien/ Ägypten / Jordanien wohnen. Und dass die Westbank von Israel entgegen international gültigem Gesetz, immer mehr beschlagnahmt wird. Herr Maas sollte auch nach Hebron fahren, sich nicht mit dem offiziellen, politisch korrekten Gespräch mit M. Abbas begnügen.

@ weltoffen

1. Schuhe sind keine religiösen Symbole wie die Kippa.

2. hat das Schuheausziehen vor allem den praktischen Nutzen beim Laufen keine Geräusche von sich zu geben und keinen Dreck ins Heiligtum zu tragen. Was wäre hierbei der Nutzen der Kippa? Verhindern, dass Haare auf den Boden fallen?

3. Maas trägt als einziger der deutschen Delegation in der Gedenkstätte eine Kippa. Sind die anderen Delegierten also "ungezogene Rüpel" in Ihren Augen? Reichlich anmaßend würde ich hier sagen!

Anders gesagt: Herr Maas hat sich die Kippa aufgesetzt als Zeichen der Buße für das von Deutschland an den Juden begangene Unrecht und als Unterwerfung unter die moralische Instanz des jüdischen Staates wie es die Staatsräson der Bundesrepublik seit ihren Anfängen ist.

Und da sage ich: das ist endlich zuviel des Guten! Zumal: Damit ist man schlicht kein Partner auf Augenhöhe mehr, wenn man sich der moralischen Instanz eines anderen so vorauseilend unterwirft.

Es ist richtig das wir nicht

Es ist richtig das wir nicht vergessen dürfen was Deutsche Juden angetan haben. Und dafür werden wohl auch noch meine (Ur)enkel in der Schuld sein. Was man aber nicht tun darf, dass man vor lauter Schuldeingeständnis und Sühne jegliche Politk Israels akzeptiert. Es gibt genug Dinge wo wir unterschiedlicher Meinung sind und wo ich persönlich immer den Weg des Hummanismus vorziehen werde. Den auch das gehört zu Deutschland und seiner Geschichte: Sich bewußt sein um die Schuld, aber auch die Verantwortung die wir als Volk tragen aus dieser heraus. Und dazu zähle ich als ganz wichtig: "Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen." Deswegen lieber den Israeliten auch mal ihre Fehler aufzeigen und anbieten das man ein anderen Weg gern gemeinsam als Partner gehen kann.

re peter04

"1918 lebten um 600.000 Araber in Palästina.
Aktuell leben allein auf israelischen Staatsgebiet etwa 3x so viele Araber...
Es sind so viele geworden, weil der prosperierende Staat Israel sie (nachvollziehbarerweise) anlockt."

Völliger Unsinn. Seit der Gründung Israels kann praktisch kein Araber Aufenthaltsrecht in Israel bekommen.

Israel ist das Land jüdischer Einwanderung. Arabische Einwanderung gibt's nicht.

@RoyalTramp um 22:20

Ich erweiterte Ihren Horizont gerne: wenn Sie als Mann eine Synagoge (es sei denn eine sehr liberale) oder einen Friedhof besuchen, setzen Sie entweder eine Kippa auf, oder Sie werden schlicht nicht eingelassen. Das hat nichts mit Ihrer persönlichen religiösen Einstellung zu tun, die Kippa ist eben kein Ausdruck des Glaubens jüdischer Männer, sondern eine Gepflogenheit spezieller Orte. Auch die Klagemauer können Sie nur mit einer Kopfbedeckung besuchen; andersherum ist es zugleich so, dass auch orthodoxe Juden außerhalb solcher Orte keine Kippa tragen (ein Beispiel hierfür wäre der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der im Alltag keine Kippa trägt, eben weil es keine Notwendigkeit des jüdischen Glaubens außerhalb spezieller Orte ist). Wenn Sie sich für unsere Bräuche interessieren und sich weiterbilden möchten, empfehle ich die Unterscheidung zwischen 'Mitzvah' und 'Minchag' zu studieren. Herr Maas verhält sich hier völlig richtig.

@22:28 von RoyalTramp

Warum ist das Tragen einer Kippa eine Unterwerfungsgeste? Und woher wollen Sie wissen, dass Herrn Maas das Tragen einer Kippa "diktiert" worden ist?
Auch ich bin mit der Politik von Herrn Netanjahu alles andere als einverstanden, aber was hat das mit dem Besuch von Herrn Maas in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu tun?
Würde Herr Maas die Völkerrechtsverletzungen durch die rechtsgerichtete israelische Regierung gutheißen (so wie D. Trump das tut) würde ich Ihre Empörung verstehen. Aber davon hat Herr Maas bislang nichts anklingen lassen.

re bergschneider

"Nicht die Siedlungspolitik macht jede Zweistaatenlösung "obsolet", sondern die hartnäckige Weigerung der Palästinenser, das Existenzrecht Israels anzuerkennen."

Same old, same old.

Wo ist denn die israelische Bereitschaft, einen zukünftigen palästinensischen Staat anzuerkennen?

RE: RoyalTramp

"Anders gesagt: Herr Maas hat sich die Kippa aufgesetzt als Zeichen der Buße für das von Deutschland an den Juden begangene Unrecht und als Unterwerfung unter die moralische Instanz des jüdischen Staates wie es die Staatsräson der Bundesrepublik seit ihren Anfängen ist."

Sie schreiben Unsinn !!!

Jeder der nach Yad Vashem kommt zeigt Demut und Respekt.
Herr Maas handelt hier absolut verantwortungsvoll !!!
Gruß Hador

Am 25. März 2018 um 23:05 von

Am 25. März 2018 um 23:05 von RoyalTramp
@ weltoffen

1. Schuhe sind keine religiösen Symbole wie die Kippa.

Stimmt !

Aber religiösen Symbole sind auch keine Politischen unterwerfungs Symbole

Es geht um Respekt

3. Maas trägt als einziger der deutschen Delegation in der Gedenkstätte eine Kippa.

Weil Er den Kranz niederlegt!

@ Martellus

Haben Sie eigentlich den Bericht gesehen? Denn dann dürfte Ihnen aufgefallen sein, dass die hinter Maas stehende Delegation keine Kippa an dieser Stätte trägt.

Und wenn ich mal eben bei google "Klagemauer" eingebe und mir die Bilder anschaue, dann sehe ich da viele Menschen ganz ohne Kippa an der Mauer stehen (unter anderem sogar israelische Soldaten...).

Und wenn man als männlicher Besucher einer jüdischen Synagoge nur mit einer Kippa eingelassen wird, dann ist das als Hausrecht absolut okay, aber dieses Hausrecht scheint es an den von Ihnen genannten Gedenkstätten nicht zu geben.

Was scheint also an Ihren Ausführungen nicht zu stimmen?

@phme um 22:42

Prinzipiell haben Sie Recht, dass es Antisemitismus sowohl von weit Rechts und Links, als auch von islam(istisch)er Seite gibt. Allerdings ist bspw. linksextremer Antisemitismus in Deutschland tatsächlich nur noch sehr selten anzutreffen und kommt eigentlich nur noch dann zutage, wenn prinzipiell völlig berechtigte Iseaelkritik in ein 'der Jude an sich ...' abgleitet und Judentum und die Politik der Regierung Nethanjahu gleichgesetzt wird (was völlig unsachlich ist ... ich bin Jude und hoffe inständig auf eine baldige Zwei-Staaten-Lösung, ebenso wie viele andere). Islam(istisch)er Antisemitismus ist ein beliebtes Schlagwort aus dem rechten Spektrum, jedoch letztlich lediglich instrumentalisiert um der eigenen Islamophobie einen rechtschaffenden Anstrich zu geben. Als persönlich Betroffener hatte ich bisher nur Auseinandersetzungen mit 'strammen Patrioten', die mir sagten ich sei als Jude natürlich kein Deutscher im eigentlichen Sinne ...

Am 25. März 2018 um 23:05 von RoyalTramp

Am 25. März 2018 um 23:05 von RoyalTramp

@ weltoffen

1. Schuhe sind keine religiösen Symbole wie die Kippa.

Als ich das erste mal in Brasilien war wollte ich eine alte Katolische Kirche besuchen,ich hatte leider nur kurtze hosen an,durfte deswegen nicht rein, die Hose war nicht Dreckig beim Laufen keine Geräusche von sich gegeben!

Ich bin natuerlich der selben Meinung wie Sie das D sich nicht irgend jemand unterwerfen sollte!

Was mich persönlich stört

Warum wird uns immer und immer wieder unsere Geschichte vor die Nase gehalten, welche Ü70 Jahre zurück liegt? Weshalb trägt der Deutsche Minister ein Kippa, heißt das Teil wohl? Trug jemals ein ausländischer Minister Lederhosen, als er Deutschland besuchte? Mich kotzt diese Selbstdemütigung wirklich an. Haben wir Deutsche denn so gar keinen Stolz mehr, oder dürfen wir ihn nicht mehr haben - auf ewig?

@um 22:27 von Bergschneider

Eine Lösung des Palästinaproblems ist für die Palästinenser, auch für Abbbas, nur ein judenfreies Palästina.
---
Dabei gab es in diesem Landstrich schon immer Juden.
Die Römer erst führten den Namen Palästina ein, nachdem sie die Juden aus dem eigentlich namenhaften Judäa vertrieben.
Seither sind dort alle Bewohner Palästinenser?
Aber die Juden waren zuvor auch dort ansässig und das Land hieß Judäa und Samaria.
So und warum sollten die Palästinenser nun wollen, dass es dort keinen einzigen Juden gäbe?
Weil sie die Vorzüge der römischen Verfolgung der Juden noch heute nutzen wollen?
Darauf kann man keinen Anspruch haben, der auch irgendwie moralisch erklärbar wäre, es sei denn, es ist purer Hass und Antisemitismus.
Leider schauen die Menschen heute nicht mehr so weit zurück, was sie aber tun sollten.
Dann würde die Unmenschlichkeit des palästinensischen Wunsches offenbar und grausam aufgedeckt werden.

Am 25. März 2018 um 23:00 von phme

Ich zitiere die Studie "Antisemitismus in Deutschland – aktuelle Entwicklungen" von Bundesministerium des Innern:

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Gefragt »Was war das für eine Person oder Gruppe, von der die jeweilige Tat ausging?«, wird die Kategorie »eine muslimische Person/Gruppe« hinsichtlich aller drei angefragten Tatformen (versteckte Äußerungen, verbale Beleidigung/Belästigung, körperlicher Angriff) weitaus am häufigsten genannt, gefolgt von »mir unbekannte Person«, erst dann folgen in gleicher Quantität linksextreme und rechtsextreme Personen/Gruppen
********************************

@ phme

Sie haben mich nicht verstanden. Ich rede gar nicht davon, dass es ihm "diktiert" worden wäre. Nein, offensichtlich trägt er sie als Zeichen der Sühne Ds gegenüber dem isr. Staat freiwillig & das empfinde ich nach 80 Jahren & als nicht in die damaligen Ereignisse involvierter Nachgeborener als ungebührlich!

& doch: Damit signalisieren wir, dass wir für die isr. Regierung einfach kein Partner auf Augenhöhe sind. Damit signalisieren wir bzw. Maas als unser Vertreter, dass wir uns unnotwendigerweise aus staatl. Räson immer unter die moralische Instanz des isr. Staates unterwerfen werden. Damit sieht der überhaupt nicht die Notwendigkeit eines kritischen Diskurses mit uns, denn er kann sich gewiss sein, dass sich am Ende D immer seinen Interessen fügen wird. Damit schwächt D aber seine eigene Rolle als Vermittler im Ausgleich zwischen den Völkern Palästinas.

P.S.: Als Privatperson wäre es mir völlig schnuppe, wie bekleidet Maas den Kranz niedergelegt hätte, aber als Repräsentant Ds nicht

@Sabinei 22:05 - Verantwortung/Verbundenheit

Natürlich tragen Sie nicht persönlich Verantwortung für das, was andere vor Ihrer Geburt getan haben. Dennoch...

Sie sind nicht für die Toten verantwortlich, aber die Überlebenden waren betroffen. Sie und ihre Nachkommen haben ein Trauma davongetragen, für das Sie als später Geborene/r Verantwortung tragen sollten. Das heisst, vielleicht sollte weniger die Rede von Verantwortung sein als vielmehr von einem Verbundensein mit und zuerst einer Anerkennung des Leids des anderen, der lebt.

@ weltoffen

Ich hatte es gerade auch geschrieben. In Verbindung mit dem Hausrecht habe ich vollstes Verständnis für solche Regelungen. ABER diese Regeln gibt es offenkundig nicht für z.B. Vad Yashem, denn Maas ist der einzige der deutschen Delegation, der die Kippa trägt. Gäbe es eine derartige Regelung, müssten ja alle eine derartige Kopfbedeckung haben (ähnlich auch Frauen).

Schlussfolgerung: Maas hat sich die Kippa als Repräsentant des deutschen Volkes freiwillig aufgesetzt. In meinen Augen eine hochnotpeinliche Demutsgeste eines Volksvertreters, die eindeutig einer Unterwurfshaltung entspringt.

re yolo

"Dann würde die Unmenschlichkeit des palästinensischen Wunsches offenbar und grausam aufgedeckt werden."

Dieser "palästinensische Wunsch" existiert nur in Ihrer Phantasie.

Die MAXIMALforderung der Palästinenser ist ein Staat aus Gaza und Westbank mit Ostjerusalem als Hauptstadt und eine Regelung der Flüchtlingsfrage

Da wird kein Zentimeter Boden von Israel verlangt.

Und ganz abgesehen davon, dass diese Maximalforderung erstmal mit israelischen Maximalforderungen verrechnet werden müsste im hypothetischen Fall, dass es zu einem Friedensvertrag kommen würde.

RE: Saar-Pfälzer

"Weshalb trägt der Deutsche Minister ein Kippa, heißt das Teil wohl? ... Mich kotzt diese Selbstdemütigung wirklich an. Haben wir Deutsche denn so gar keinen Stolz mehr, oder dürfen wir ihn nicht mehr haben - auf ewig?"

Ihrer Meinung nach demütigt man sich selber wenn man eine Kippa trägt ?
Hier zeigt sich nur wessen Geistes Kind sie sind !!!
Gruß Hador

@um 23:31 von Saar-Pfälzer

Haben wir Deutsche denn so gar keinen Stolz mehr, oder dürfen wir ihn nicht mehr haben - auf ewig?
...
Ganz einfach. Das hat mit Respekt zu tun und nichts mit Stolz.
Wenn Sie in die Kirche gehen, sprechen Sie eigentlich respektvoll leise.
Wenn Sie in die Moschee gehen, ziehen Sie die Schuhe aus.
Wenn sie in die Synagoge gehen, setzen Sie als Mann die Kippa auf.
Wenn Sie als Frau nach Saudi-Arabien einreisen, tragen Sie ein Kopftuch.
Wenn Sie im Münschenzelt sitzen, werden Sie ggf ein Hemd tragen und vielleicht sogar eine Tracht?
Wenn ich zu Ihnen nach Hause käme, würde ich die Schuhe ausziehen und ihnen die Hand geben.
Das hat alles mit Respekt zu tun und nichts mit Duckmäuserei.

Irgendwie fehlt da etwas in der Erziehung?
Vielleicht ist deshalb unsere Gesellschaft so kaputt?
Weil wir niemandem und nichts mehr Respekt zollen wollen?
Armselig fände ich das.

Der Hausherr stellt eben die Regeln auf.
Das ist nichts Schlimmes, das ist sein Recht.
Wer das nicht will, geht nicht hin.

@RoyalTramp um 23:21

Wenn Sie schon über jüdische Bräuche herziehen und jeden, der sie beachtet der 'Unterwerfung' überführen, machen Sie sich doch mal die Mühe selbst zu diesen Stätten zu reisen. Ich weiß nicht was für Bilder Sie meinen gesehen zu haben (Kippot können sehr klein und schwer zu erkennen sein), aber bitte lassen Sie mich unbedingt teilhaben wie Ihr Besuch an der Klagemauer ohne Kopfbedeckung ablief! Ich bin ehrlich gespannt. Ich bin sicher Ihre Google Recherche ist unvergleichlich zuverlässiger als meine Verwurzelung in der jüdischen Kultur und ungezählten Besuchen in Synagogen und der Klagemauer.

@23:31 von Saar-Pfälzer

"Warum wird uns immer und immer wieder unsere Geschichte vor die Nase gehalten, welche Ü70 Jahre zurück liegt? Weshalb trägt der Deutsche Minister ein Kippa, heißt das Teil wohl? "

Ich darf Sie auf die Kommentare ein wenig weiter oben verweisen, dort wurde alles bereist gesagt: Kippa tragen in Yad Vashem ist keine Selbstdemütigung sondern ein Zeichen des Respektes an einer Gedenkstätte.

Im Übrigen bin auch ich Deutscher und 16 Jahre nach Hitlers Selbstmord geboren worden. Ich hatte nie den Eindruck, dass mir "etwas unter die Nase gehalten" wird. Wohl aber, dass die Generation meiner Eltern und Großeltern moralisch und politisch versagt hat und dass ich persönlich daraus viel lernen sollte, um nicht dieselben Fehler zu machen. Was das mit "keinen Stolz haben dürfen" zu tun haben soll, hat sich mir nie erschlossen.

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