Ihre Meinung zu: Werbeverbot für Abtreibung: Zwischen Kompromiss und Provokation

18. März 2018 - 15:05 Uhr

Die SPD will das Werbeverbot für Abtreibungen kippen. Die CDU ist dagegen. Mitten in der mühsamen Kompromisssuche provoziert Gesundheitsminister Spahn. Er erntet Kritik von SPD, Grünen und Linkspartei.

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Kommentare

Abtreibung

Erst mal sollte jede Frau es selber entscheiden, ob man abtreiben möchte oder nicht und ob es einen wirklichen akzeptablen Grund dafür gibt. Ich habe gehört das Frauen, welche abgetrieben haben, lange mit ihrem Gewissen zu kämpfen haben, daher sollte man viel mehr Wert auf Verhütung legen, bevor es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt. Wenn es sich um einen Fetus handelt und kein Embryo mehr, dann grenzt das schon fast an Mord, den unschuldig ist das noch nicht auf die Welt gekommene immer erstmal sowieso. Ganz eitele Angelegenheit ist es, wenn es sich um Vergewaltigung handelt, da will ich nicht in der Haut der Frau stecken, die nun entscheiden muss.

Da Frauen die größeren

Da Frauen die größeren Einschnitte und zwangsläufige Lebensveränderungen bei einer ungewollten Schwangerschaft haben und sich auch nicht einfach aus dem Staub machen können wenn sie Panik bekommen sondern irgenwie mit der Situation umgehen müssen. Verantwortung übernehmen um dann eine Entscheidung zu treffen die so oder so gravierend ist, finde ich es immer schwierig wenn Männer darüber zu laut stark diskutieren.

Glaubensfragen zu diskutieren

Glaubensfragen zu diskutieren ist müssig. So auch die Frage, ob jener Zellhaufen, der abgetrieben wird, "menschliches Leben" ist.
Im Grunde ist die ganze Diskussion über Abtreibung absurd. Und erst recht, wenn sie von irgendwelchen alten Männern geführt wird.
Es sind die Frauen, die ohne Abtreibung mit einem ja offenbar ungewollten Kind jahrelang leben müssen. Wie schön das Leben dann für jene Kinder ist, kann man sich vielleicht ausmalen. Und für die Frau natürlich auch.
Für mich (Mann) ist es überhaupt keine Frage, ob man der Frau die Entscheidung überlässt oder nicht. Und die Vorstellung, dass mir ein Gesetz vorschreibt, ob ich ein Kind zu bekommen habe oder nicht, ist ziemlich originell :)
Was evtl. diskutabel ist, ist die Rolle des Mannes. Denn der hat derzeit überhaupt keine Art von Mitspracherecht. Ich gebe zu, ich wüsste nicht, wie das aussehen soll, aber das wäre ein Bereich, der vielleicht mal erörtert werden könnte.

Werbeverbot für Abtreibung: ....

Kann ja sein, aber ...Ein Werbeverbot für Abtreibung sollte ungleich einem Informationsrecht zu und über Abtreibung sein.

Rückschrittig

Kleinkariert und rückschrittig zeigt sich die GROKO. Erst werden die Schröderschen Agenda-Fortschritte im Koalitions-Papier kassiert bzw. zurückgedreht, dann glänzt Seehofer mit einem völlig überflüssigen und antiintegrativem Affront gegen Millionen Deutsche und nun stellt sich der jüngste Minister als ziemlich alt dar. Das ganze ist nicht mal ein Fehlstart. Die Groko legt den Rückwärtsgang ein. Das Weiterso wäre ja fast ein Fortschritt.

Werbung hat in Arztpraxen nichts zu suchen!

Das Werbung für Abtreibungen verboten bleiben soll halte ich für richtig.
Das aber Ärzten es verboten bleiben soll ihren Leistungskatalog anzubieten, halte ich für einen Fehler der korrigiert werden muss.
Gruß Hador

Hier kann ich der SPD + den Linken und Gruenen nur zustimmen

In der Sache kann ich den Gruenen, den Linken und der SPD nur zustimmen, dass Spahn den Kern und den Sinn der Debatte nicht verstanden hat:

https://www.tagesschau.de/inland/werbeverbot-abtreibungen-101.html

Grüne und Linke kritisierten Spahn scharf. Spahn versuche sich "schon wieder" mit "Hardliner-Positionen" zu profilieren, diesmal "auf Kosten von Frauen in Notlagen und Gewissensnöten", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. Offenbar habe der neue Gesundheitsminister den Kern der Debatte um den Paragrafen 219a nicht verstanden, fügte Hofreiter hinzu: "Es geht darum, den Zugang zu sachlichen Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zu erleichtern und nicht darum, kommerzielle Werbung zu erlauben."

Denn es geht in der Tat nicht um Werbung fuer Abtreibung, sondern um Aufklärung ueber Abtreibung, die Methoden und welche Krankenhäuser und Kliniken diese Leistungen anbieten.

es geht um §219 !!

Bitte mal in der Diskussion beachten: Es geht NUR um sogn Werbung für Abtreibung. Also eine ärztliche Leistung. Wobei man bedenken muss, dass die reine Erwähnung dieser Leistung eigentlich keine Werbung im üblichen Sinn ist, sondern nur eine Aufzählung bzw. Hinweis.

Werbung für Abtreibung ist verwerflich, so oder so.

Wenn Herr Spahn die Werbebefürworter kontrastreich zu denen darstellt, die sich stets für den Schutz der Tiere einsetzen, trifft er sehr gut die Widersprüchlichkeit in der Argumentation.
Die kranke Katze im Tierheim muss aufgepäppelt werden, das werdende ( aber unerwünschte) Leben des ungeborenen Kindes muss nicht geschützt werden?
Welche Werteordnung haben jene Menschen, die hier urteilen und entscheiden?
Die werdenden Mütter sollten unterstützt werden, seelisch und materiell, um das was sie als Mutter in sich tragen, nicht vernichten lassen zu müssen.

Spahn macht weiter deutlich,

Spahn macht weiter deutlich, worum es ihm geht: provozieren um aufzufallen, koste es, was es wolle. Fundierte seriöse Politik ist nicht die Sache des Münsterländers, sondern sich innerparteilich in Stellung bringen getreu dem Motto: "viel Feind, viel Ehr. Ich hoffe, er verzockt sich.

Na ja.

Guten Tag,
Spahn will zwar provozieren,aber man sollte sehr vorsichtig sein in dieser Frage.
Als linker,aber auch katholisch erzogen ,habe ich Zweifel,dass man in dieser Frage auch nur einen Millimeter auf die "Kommerzialisierung"dieser Frage zugehen sollte.
Und im Wort"Werbeverbot"steckt nun mal Werbung drin.
Besser waere es,Spahn entgegenzuhalten,das die beste Politik gegen das Werbeverbot eine gute Sozialpolitik ist- fuer Frauen.

Frauen- und Kindeswohl

Diese Debatte hat sich in den letzen Jahren stark verlagert, früher stand vor allem das Kindeswohl im Vordergrund, was mit zu Gesetzen geführt hat, wie dem Werbeverbot für Abtreibung. Heute wird von diversen Gruppen (die sich Progressiv nennen) das sog. Selbstbestimmungsrecht der Frau gegen das Lebensrecht der Kinder ausgespielt.
Nach meinem Dafürhalten ist die Tatsache, dass man völlig straffrei Abtreiben kann, obwohl es keinerlei gesundheitliche Gründe geben muss, noch andere schwerwiegende Faktoren (wie z.B. eine Vergewaltigung), sondern der allein entscheidende Faktor der Wille der Schwangeren (nach einem Aufklärungsgespräch) ist, zu viel.

Wir sollten Abtreibungen einschränken, nicht bewerben!

Meines Erachtens sollte eine Abtreibung ohne schwerwiegende Gründe wieder bestraft werden (es ist ja sogar noch verboten, wird nur leider nicht bestraft).

Wer nicht verhüten kann, sollte nicht töten dürfen!
Und warum Väter keinerlei Mitspracherecht haben, ist mir auch Schleierhaft.

Letztendlich entscheidet die

Letztendlich entscheidet die betroffene Frau.
Meines Wissens geht das auch nicht ohne einige Hürden die der Gesetzgeber eingebaut hat.
Niemand sollte sich anmaßen über solche Frauen den Stab zu brechen und diesen ein schlechtes Gewissen einzureden .
Wir Männer eh nicht.

WERBEVERBOT

Auch unter bisheriger Regelung fanden Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben, und dies über 100 000 Mal/Jahr, einen geeigneten Gynäkologen !
Wie mir scheint, haben wir es wieder einmal mit einer überflüssigen politischen Profilierungsdebatte zu tun.

Dr.med. Hambacherschloss, Arzt seit 44 Jahren, Zeitzeuge der Debatten von Anbeginn an

Werbung

Wann habe ich Werbung?
Wenn ich schreibe:"ich mache xy", ist das Information.
Wenn ich schreibe:"ich mache xy besser und preiswerter", ist das Werbung.
Ich habe nie begriffen warum die Ärztin verurteilt würde.
Aber die Sprüche aus CDU und CSU Kreise, zeigen das manche Politiker rückwärts gehen will.

Es wird sie immer geben.

Wenn eine Frau entschlossen ist, die Schwangerschaft abzubrechen, wird sie Wege finden, schlimmstenfalls bei der Engelmacherin. Deshalb muss sie die Möglichkeit haben, seriöse medizinische Hilfe zu finden. Teenagerschwangerschaft, medizinische Risiken für Mutter und Kind, Vergewaltigung, psychische Krankheit lassen oft die Abtreibung als das kleinere Übel erscheinen. Eine eingehende Beratung, die auch die emotionalen Belastung durch Abtreibung berücksichtigt, muss unbedingt erfolgen, denn lebenslange Schuldgefühle sind häufig die Folge. Dann aber sollten die Frauen Zugang zu einer Liste von Ärzten haben, die bereit sind, den Eingriff vorzunehmen. Da das Zeitfenster zwischen
Bekanntwerden und bestem Zeitpunkt klein ist, darf der Vorgang nicht zu kompliziert sein. Lange Wartezeiten darf es nicht geben.
Information darf nicht aufgedrängt, aber auch nicht unnötig erschwert werden.

Danke !

Dr. Kristina Hänel ist eine mutige Ärztin, die zum Wohl ihrer Patienten nicht klein bei gegeben hat.
Dieses Urteil hatte mich überrascht und etwas fassungslos zurückgelassen, da wir mittlerweile im 21 Jahrhundert leben.
Gruß Hador

Spahn liegt in zweifacher Hinsicht falsch

Es ist im Interesse der Gesundheit der betroffenen Frauen, die nötigen Informationen bereitzustellen und aufzuklären. Würde er seinen Job schon richtig verstanden haben, müsste er dies also unterstützen statt mit christlich-mittelalterlicher Denke dagegen zu sein.

Der zweite Punkt ist sein Tierschutzvergleich. Tierschutz ist sowohl direkt als auch indirekt auch Menschenschutz. Sollte er dagegen sein, sollte er besser heute als morgen seinen Posten wieder abgeben.

Ansonsten sollte man auch berücksichtigen, dass selbstständig lebensfähige Tiere in ihrer Intelligenz und Leidensfähigkeit bereits weiter entwickelt sind, als der Embryo bis zum 3.Monat.

Zum Glück gibt es ja noch das Europa für die Bürger

Wem die Gesetzeslage in Deutschland einen Strich durch die persönliche Lebensplanung macht, der fährt nach Holland. Der Tellerrand über den man hinausgugcken kann ist ja zum Glück nicht so weit weg.

So ist er halt der Spahn!

Aber selbst er sollte berücksichtigen, dass es Themen gibt die man bei dem Versuch sich zu profilieren vermeiden sollte. Selbst für einen Herrn Spahn sollte es zu billig sein sich mit den Gewissenskonflikten werdender Mütter oder mit den finanziellen Problemen von Harz 4 Empfängern profilieren zu wollen.
Dass er es trotzdem tut sagt eine Menge über den Herrn selbst und über die Beweggründe derer die ihn auf den Posten gehoben haben.

Der springende Punkt ist,

Der springende Punkt ist, dass es nicht um Werbung geht, sondern um INFORMATION. Und dass die heutige gesetzliche Regelung diese stark behindert. Niemand ist drauf aus, auch nur eine einzige Abtreibung mehr zu veranlassen.

Werbung vs. Informationsbedürfnis

"Werbung" macht ein Unternehmer, der sein Produkt verkaufen möchte. Bevorzugt gegenüber denen seiner Konkurrenten, deswegen die Werbung für das eigene. So z.B. wenn er wirbt:
"Mein Bio-Burger XY ist gesünder und leckerer als der Fleischklops nebenan!"

"Wirbt" ein Kiosbetreiber für Zigaretten, wenn er vor seinem Kiosk ein Schild aufstellt: "Hier gibt es X, Y und Zigaretten zu kaufen."? Wohl kaum.

Wenn eine Ärztin auf ihrer Internet-Seite darauf hinweist, dass sie auch Schwangerschaftsabbrüche durchführt, kann sie das (nach den gültigen Formulierungen des §219a StGB) in einen rechtlichen Konflikt bringen.

Obwohl diese einfache Aussage dem Informationsbedürfnis möglicherweise betroffener Frauen nachkommt, und sie keine Werbung dafür macht, einen Abbruch vornehmen zu lassen.

"Werbung" wäre es, wenn sie z.B. sagen würde:
"Ein Schwangerschaftsabbruch ist besser als die Geburt des Kindes."

Gute Übersicht zur Rechtslage:
"https://hpd.de/artikel/paragraph-219a-stgb-verfassungswidrig-15020"

Spahn und Seehofer sind noch

Spahn und Seehofer sind noch keine 14 Tage im Amt, Seehofer noch nicht einmal vereidigt und schon versuchen sie sich für ihr Eigeninteresse zu profilieren. Ein Karriere Politiker wie Spahn gehört nicht in eine Koalition in der Kompromisse zum Wohl der Bundesrepublik angestrebt werden und nicht für die Karriere eines einzelnen machthungrigen Politikers. Kaum im Amt und schon zweimal mit seinen Äußerungen voll ins Fettnäpfchen getreten. Seehofer steht nicht viel anders da und benutzt die Bühne der Bundesrepublik um populistisch für eine Partei Werbung zu machen die man gerade einmal 6% im Wahlergebnis erreichte. Mit solchen Leuten kann man keine Politik machen die für Deutschland und Europa gut und hilfreich ist. Solche Politiker sind der Garant für ein CDU-Aus bei der nächsten Wahl oder aber auch schon früher nämlich für das Scheitern der GroKo.

liebe Motkommentatoren

bitte nicht aus der Hüfte schießen. Es geht hier gar nicht um das Abtreibungsverbot. Im Zweifel bitte erst mal den Artikel lesen.
Es geht darum, dass die gleichen Reaktionäre, die seinerzeit schon schwangeren Frauen das Selbstbestimmungsrecht streitig machten, jetzt mit einem völlig sinnfreien Konstrukt aufwarten, das ärztliche Information als "Werbung" umdeutet, um gegen die verhasste Liberalisierung des Abtreibungsrechts nachzutreten, oder diese gar rückgängig zu machen. Denen allerdings wird die Geschichte die Ohren lang ziehen. Die Frauen werden sich die erkämpften Rechte nicht so einfach wieder abnehmen lassen (außer Frau Kramp-Karrenbauer vielleicht).
Dass die SPD ihre eigene Initiative wieder auf den Opfertisch der Koalitionsverhandlungen geschmissen hat, ist erbärmlich und demaskiert diese Partei erneut.

Also ich würde dieses

Thema in der Prioritätenliste ganz unten ansetzen.

Werbeverbot ist der vollkommen falsche Ausdruck

Es geht um Information und wichtige Informationen vorzuenthalten ist einfach nicht akzeptabel

Anfang und Ende?

Wo endet denn Information und wo beginnt Werbung? Wenn ein Mediziner auf seiner Website im Rahmen des Leistungskatalogs angibt, Abtreibung durchzuführen, dann ist das erst einmal eine Information, oder? Oder ist das bereits "wirtschaftliches Interesse"? Laut dem Urteil, auf das sich der Artikel bezieht, wohl schon? Kann mal jemand erklären, wie die Ärzteschaft diese Trennung zwischen Information und Werbung leisten soll? Wenn es auf so eine Feinheit ankommt, muss der Gesetzgeber gefälligst auch klare Verhältnisse schaffen.

Am 18. März 2018 um 15:43 von JD53

"Spahn und Seehofer sind noch keine 14 Tage im Amt, Seehofer noch nicht einmal vereidigt und schon versuchen sie sich für ihr Eigeninteresse zu profilieren."

Woran machen Sie fest, dass Seehofer nicht vereidigt ist? So etwas nennt man alternative Wahrheiten verbreiten.

Worum geht es eigentlich?

"Werbeverbot für Abtreibung"
Das ist doch journalistisch unterste Schublade!
WO geht es hier um Werbung?
Ist es jetzt WERBUNG in der Arztpraxis für die Pharmaindustrie, wenn ich Plakate mit den Zeckenrisikogebieten sehe? Ist es Werbung, wenn auf die Gripperisiken hingewiesen wird?
Wie wärs einfach mit dem Begriff "INFORMATION"?
Ich habe noch in keiner Praxis ein Werbeplakat für Abtreibungen gefunden. Und ich sitze regelmäßig neben der Gyn im Wartezimmer meines Krankenhauses.

Spahn / Seehofer

Noch hat die Regierung ihre Arbeit nicht richtig aufgenommen, schon beginnt sie sich aufzulösen.

So kann das sicher nicht fast 4 Jahre weitergehen. Nach vier Tagen gibt es bereits durch Spahn und Seehofer erste ernsthafte Erscheinungen der Auflösung. So schnell ist das noch nie gegangen.

Wie steht im Gesetz: Der Kanzler bestimmt die Richtlinien der Politik.

Wunsch oder Wirklichkeit?

15:42 von schabernack

Als Ergänzung meines Beitrags:

Den Artikel auf der Internet-Seite des HDP (Humanistischer Pressedienst), den ich erwähnt habe, gibt nicht wieder, dass das BVerfG den Artikel 219a StGB in seiner heutigen Fassung als "verfassungswidrig" eingestuft hätte.

Das BVerfG hatte bislang keine dementsprechende Beschwerde vorliegen, über die es hätte entscheiden müssen.

Die "Verfassungswidrigkeit" ist eine Einschätzung des Gesetzestexts durch die wissenschaftliche Koordinatorin des Instituts für Weltanschauungsrecht (ifw) auf der Basis u.a. der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR).

Alleine der Ausdrück "Werbung" zeugt von Unwissenheit der Frau Kramp-Karrenbauer.
Es geht doch nicht darum, Schwangeren eine Abtreibung einzureden!

Aber es machen nun mal nicht alle Frauenärzte Abtreibungen, zwingen dazu darf man sie auch nicht (ist auch gut so), nicht einmal wenn das Leben der Frau in Gefahr ist, und daher ist es sinnvoll, dass eine Frau mit einem Beratungsschein weißt, wohin sie sich wenden kann.

Die Situation ist auch so schlimm genug.
Bei den meisten Frauenärzten wird man mit Broschüren mit glücklich lächelnden "schwangeren Ehepaaren" (1) bombardiert, so dass eine Frau, bei der es eben nicht so glücklich läuft, am liebsten - pardon - kotzen möchte. Und da soll man sich durchfragen? In Praxen bei wildfremden Menschen?

Es ist absolut richtig das zu kippen und die Informationen im Internet zuzulassen.

(1) Die CDU sollte eher die "Werbung für Schwangerschaften" unterbinden, damit Teenager nicht mehr mit einem eigenen Baby ihr eigenes Leben zu retten versuchen.

Der Spahn

versucht sich als konservative Speerspitze der Union zu profilieren.

Langfristig ist das ein Schuss ins Knie. Denn er will ja mal ganz nach oben und mit erzkonservativen Kandidaten hat die Union nie eine Wahl gewonnen.

Wo gehobelt wird ......

da fallen Späne.....wo ein Gesundheitsminister ungehobelt provoziert, da fällt hoffentlich ein Spahn.....

Herr Spahn lebt halt von Provokationen

Mal sind es die Alten, die keine künstlichen Gelenke bekommen sollen, dann sind es die Armen, die doch gar nicht arm sind und jetzt geht es um das Werbeverbot. Da schreibt eine Ärztin, dass bei ihr Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden. Halt: Werbeverbot! Und wenn der gleiche Arzt mir - meist - wenig hilfreiche Igel-Angebote unterbreitet, dann ist das keineWerbung sondern Information.
Aber Herr Spahn provoziert gerne. Einfaches Mittel: Den Mann nicht mehr wählen.

15:07 von c4--

«Wir sollten Abtreibungen einschränken, nicht bewerben!»

Es geht nicht darum, Abtreibungen zukünftig "bewerben" zu dürfen.
Es geht um die Abgrenzung von "Werbung" gegen "Information".

Niemand propagiert Abtreibungen als "erstrebenswert".
Schon gar nicht Gynäkologen und deren weibliche Kolleginnen.

«Meines Erachtens sollte eine Abtreibung ohne schwerwiegende Gründe wieder bestraft werden (es ist ja sogar noch verboten, wird nur leider nicht bestraft).»

In meinen Augen wäre das ein gesellschaftspolitischer Rückschritt in Zeiten, in denen Männer über Frauen und deren Körper (mit)bestimmen durften.
Schlechte alte Zeiten.

«Wer nicht verhüten kann, sollte nicht töten dürfen!»

Auch die beste Verhütung kann u.U. mal versagen.
Ist wohl häufiger der Fall, als man gemeinhin annehmen mag.

«Und warum Väter keinerlei Mitspracherecht haben, ist mir auch Schleierhaft.»

In jeder funktionierenden Partnerschaft wird der Mann bei dieser schwerwiegenden Entscheidung "mitsprechen".

Es ist echt zum heulen

Mit solchen Politikern, wie Spahn und Seehofer gehen wir keine Schritte in die Zukunft, sondern zurück. Beide sollten ihre Ämter wieder abgeben. Das ist völlig klar und
auch gewollt, diese beiden Politiker werden
Ihre Ämter benutzen, um kräftig Stimmung nach rechts zu machen, übrigens mit voller
Zustimmung der Kanzlerin, nur sie wird immer
dagegen sprechen. Die weisse Weste der Merkel? Zum Thema: es ist fürchterlich, dass
wir immer noch über dieses Thema so reden müssen. Es geht um Information und nicht um Werbung, alles andere ist an den Haare herangezogen. Die SPD soll gefälligst nicht
immer gleich klein beigeben, setzt euch durch.

Bitte mal nüchtern bleiben !

Wenn ich mir die Statements von Herrn Spahn zu diesem und auch dem letzten Thema "Tafeln" ansehe und nichts weiter einfach hineininterpretiere, ja dann hat der Mann m.E. völlig Recht ! Und die teils völlig unsachlichen Angriffe auf ihn halte ich für lächerlich.

Eine Schande für das Frauenrecht

Die Justiz verurteilte die Ärztin, nicht der Gesundheitsminister. Das ist der eigentliche Skandal, das ein Gericht in Deutschland nicht zwischen Werbung und Informationsinteresse unterscheiden kann!

Werbung soll ein Kaufinteresse wecken, Ökonomen sagen dazu einen Bedarf schaffen.

Frauen, die die Abtreibung ihres ungeborenen Kindes suchen, haben selten den Bedarf danach erst durch eine Werbung. Wie menschenverachtend deutsche Gerichte sind, zeigt sich mal wieder hier. Es gibt nämlich schon eine Regel, die den Schwangerschaftsabbruch nur bis zu einer gewissen Zeit erlaubt und darüber hinaus gilt das Recht des ungeborenen Kindes, was auch gut ist!

Jetzt aber selbst diese Spanne so unmöglich wie möglich zu machen ist eine Schande für die Justiz! Es gilt immer noch die freie Persönlichkeitsentfaltung und die körperliche und seelische Unversehrtheit von Personen, sprich hier, von Frauen.

Den Frauen vorschreiben wann sie Mütter werden sollen..."willkommen" im Reproduktionsstaat!

@schabernack

Werbung ist, wenn ich jemanden informiere das ich ein Produkt oder eine Leistung verkaufe oder bereitstelle, somit ist das natürlich Werbung, durch den Arzt.

Werbung oder Information?

Wenn jemand die Schwangerschaft abbrechen möchte, ist doch das aktuelle Prozedere folgendes: Man geht zu einer Beratungsstelle, wird professionell informiert (schließlich geht es hier um ein ungeborenes menschliches Leben), lässt sich nach drei Tagen Bedenkzeit einen Schein von der Krankenkasse ausstellen, geht wieder zu der Stelle und erhält Informationen über seriöse Ärzte, die den Eingriff vornehmen.

Was bitte brauchen wir noch?

Sicher nicht, dass jeder Kurpfuscher auf seiner Webseite oder ggf. in Anzeigen für seine Leistungen werben kann. Genau das wäre ohne 218a möglich!!

Damit wird dann nur eines suggeriert: Abtreibung sei etwas ganz Normales, Selbstverständliches.

Aber das ist es nicht! Abtreibung ist vor allem auch ein schwerer Schritt mit oftmals moralischen Konsequenzen.

Es scheint für bestimmte politischen Gruppierungen mittlerweile Usus geworden zu sein in allen Bereichen Maximalforderungen zu erheben, als wolle man die Säulen unserer Gesellschaft zum Einsturz bringen.

@frosthorn

Information ist auch immer Werbung, genauso wie es immer Kommunikation ist, da muss man nichts umdeuten.

Vielleicht sollten sie erstmal die Begrifflichkeiten verstehen, bevor sie hier von rückschrittlicher Agenda erzählen, etc.

Ansonsten sollte man eher mal drüber nachdenken wie man hier eine Gleichberechtigung der Geschlechter hinbekommt, die nicht vorhanden ist und das man Bemerkungen wie “Männer haben sich da sowieso nicht einzumischen“ nicht mehr als valides Argument gelten lässt. Denn es gehören immer 2 dazu.

Wenn der Staat Abtreibungen

Wenn der Staat Abtreibungen verbieten will, dann ist die Rechtsfalle, nciht mehr informieren zu dürfen, genau das richtige Werkzeug!

Man braucht wirklich nicht viel Intelligenz, um zu begreifen, dass man im Fall eines gewünschten Schwangerschaftsabbruches auch den Arzt finden muss, der sowas unternimmt! An dieser Stelle appelliere ich an die Erkentnisfähigkeit solcher Leute wie Spahn, die ihre ideologische Scheuklappe aufgesetzt haben. MIt der wird dann alles entweder schön gesehen (Hartz Vier und die Tatsache, dass immer mehr Leute zusätzlich die Tafel bemühen müssen), oder noch schlimmer, wie in diesem Fall an übertrieben moralische Keulen geschwungen werden.

zu "Werbung" umbenannt

Mündigen Frauen (und Paaren) werden frei zugängliche Informationen vorenthalten, indem man diese zu "Werbung" umbenannt hatte.

- Ich habe hier bereits 2-3 Mal erwähnt, dass ich selbst schon mal in einer unschönen Situation gewesen bin, und mir einen Beratungsschein geholt habe. - Eine Schwangere hat bis zum Schluss die Wahl, selbst wenn sie den Termin schon hat oder schon im Wartezimmer auf die Abtreibung wartet. Sie kann sich immer noch für oder gegen die Abtreibung entscheiden und niemand wird ihr etwas vorwerfen.

Es ist Schikane, Frauen und Paare, die aus persönlichen Gründen kein (weiteres?) Kind bekommen wollen, in ihrer Lage zu unterstellen, sie könnten nur der "Werbung für Abtreibungen" erlegen sein. Als ob man extra schwanger werden würde, nur um abtreiben zu gehen...

Informationen sind Informationen und keine Werbung.

@Oskar.spd

“Besser waere es,Spahn entgegenzuhalten,das die beste Politik gegen das Werbeverbot eine gute Sozialpolitik ist- fuer Frauen.“

Wieso nur für Frauen? Das ist eine reichlich sexistische Bemerkung. Als ob die Kinder oder die Väter ein ignorierbarer Faktor wären.

Naja, für die meisten Abtreibungsbefürworter ist das wohl tatsächlich so, sieht man ja an Aussagen wie: “Männer haben sich da eh nicht einzumischen“ oder “Zellhaufen abtreiben“.

Trennung Werbung/Information

Werbung und Information gehören immer zusammen.

Um das Problem zu lösen könnte man entweder alle Ärzte verpflichten Abtreibung durchzuführen, wird aber nicht möglich sein.

Ansonsten bliebe als Kompromiss das auf den Beratungsseiten oder der Seite des Ministeriums für Familie für jede Region die Namen der Ärzte auflistet die Abtreibung durchführen. Dann hätte man eine einheitliche Regelung die Werbung in der Praxis unnötig machen und eine kommerzielle Anpreisung verhindern würde und der Arzt könnte auf die unabhängige Stelle verweisen, wo auch gleich noch die Beratung und Behandlung gebündelt werden können.

Unsachliche Argumente

Es geht nicht um die Werbung für Abtreibungen, sondern ob Ärzte dass in Ihren Leistungskatalogen anbieten dürfen.

Dazu wieder diese Hysterie: Als wenn Abtreibungen eine Droge wäre, die man eindämmen und verdammen muss.

Vielleicht wäre mal eine sachliche Ebene wieder gut: Die Beratung vor einer Abtreibung ist richtig und sinnvoll, denn auch wenn es gute Gründe für eine Abtreibung medizinisch oder aus den Lebensumständen sinnvoll ist, ist es doch womöglich auch ein harter psychologische Einschnitt. Und natürlich auch eine Eingriff wie jeder andere auch, der schiefgehen kann...

Werbung ist

Werbung ist der falsche Begriff. Unter Werbung versteht man Maßnahmen zur Absatz-/Umsatzförderung. Dies kann wohl kein Mensch meinen! Informationslücken schließen oder verbessern sollte immer möglich sein, dies aber dann bitte ohne populistisches Geschrei, sondern unter Einbeziehung der Beteiligten.

16:08 von Bernd39

«"Werbeverbot für Abtreibung"
Das ist doch journalistisch unterste Schublade!»

Nein, das ist nicht "journalistisch unterste Schublade".

Es geht um den Gesetzestext des § 219a StGB:
"Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft".

«Wer öffentlich […] Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs […] anbietet, ankündigt, anpreist […] wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.»

Aus dem Artikel geht eindeutig und eigentlich unmissverständlich hervor, dass sich die kontroverse Debatte an einer Reform des Strafrechtsparagrafen 219a entzündet hat.

Liest man den verlinkten Artikel:
"Gießener Ärztin wegen Abtreibungswerbung schuldig gesprochen",
wird die bestehende Problematik vollends klar.

@schabernack zu c4--

"15:07 von c4-- [...] «Wer nicht verhüten kann, sollte nicht töten dürfen!»

Auch die beste Verhütung kann u.U. mal versagen. Ist wohl häufiger der Fall, als man gemeinhin annehmen mag." Am 18. März 2018 um 16:33 von schabernack

Ich möchte das noch ergänzen:

Es gibt sehr fruchtbare Paare / Frauen.
Es gibt fruchtbare Paare / Frauen.
Es gibt weniger fruchtbare Paare / Frauen.
Es gibt Paare / Frauen, die nur mit medizinischer Hilfe schwanger werden .
Es gibt Paare / Frauen, bei denen nicht mal medizinische Hilfe etwas bringt.

Bei den ersten klappt es quasi jedes mal, und die geringste, auch unverschuldete, Panne bei der Verhütung macht sich in wenigen Wochen bemerkbar.

Andere versuchen jahrelang schwanger zu werden, und es klappt nicht.

Das hat mit "nicht verhüten können" nichts zu tun.

@Ramuthra

"Information ist auch immer Werbung"

Naja, juristisch anscheinend schon, sonst hätte das Gericht ja nicht so geurteilt.
Aber im täglichen Sprachgebrauch ist da schon ein großer Unterschied.

Wissen Sie zufällig, wie im juristischen Sinn "Werbung" definiert ist?

frauen

überlasst die entscheidung den frauen !

@schabernack

“Niemand propagiert Abtreibungen als "erstrebenswert".
Schon gar nicht Gynäkologen und deren weibliche Kolleginnen.“

Das ist eine gewagte Behauptung.

In einigen Kreisen brüstet man sich damit und glorifiziert, als Zeichen der Selbstbestimmung der Frau und rebellischer Akt.

Jeder Mist wird von irgendwem glorifiziert und als erstrebenswert dargestellt, Abtreibung ist da keine Ausnahme.

@schabernack

“In jeder funktionierenden Partnerschaft wird der Mann bei dieser schwerwiegenden Entscheidung "mitsprechen".“

Und was ist mit nicht mehr funktionierenden Beziehungen? Die machen denke ich die meisten Abtreibungen aus, ohne das ich mich da weit aus dem Fenster lehnen muss.

Was gedenken sie da zu tun?

@Ramuthra

"Information ist auch immer Werbung" Am 18. März 2018 um 16:54 von Ramuthra

Nein, ist sie nicht.
Zwischen der Tagesschau und Werbung sehe ich doch gravierende Unterschiede.

Informatinen sind neutral.
Werbung verfolgt den Zweck, Menschen für sich zu gewinnen: als Kunden, als Mitglied, als Mitarbeiter.

16:45 von Ramuthra

«Werbung ist, wenn ich jemanden informiere das ich ein Produkt oder eine Leistung verkaufe oder bereitstelle, somit ist das natürlich Werbung, durch den Arzt.»

Das sehe ich (und viele andere in diesem Thread) ganz anders.

Ein niedergelassener Chirurg darf ohne Bedrohung durch rechtliche Konsequenzen auf seiner Internet-Seite z.B. darauf hinweisen, dass er Knochenbrüche "konservativ" oder mit einer Operation behandeln kann.

Er "wirbt" damit nicht dafür, man solle sich doch bitte schön einen Arm brechen, und sich anschließend bei ihm behandeln lassen.
Er "informiert" einen potentiellen (oder akuten) Patienten über die Leistungen, die er anbieten kann. Nicht zwangsläufig durchführen will.

Das "Werbeverbot" für Abtreibungen von Gynäkologen wird rechtlich völlig anders gestellt, als gleich geartete "informative Werbung" für andere Leistung in anderen ärztlichen Fachrichtungen.

unfähige Richter

Die ganze Debatte ist doch nur entstanden, weil der Richter, der Frau Hänel verurteilt hat, unfähig war, Werbung von Informationen zu unterscheiden.
Und wenn es unter den deutschen Richtern also auch welche gibt, die weniger interlligent sind, müssen Gesetzte so geschrieben werden, dass auch solche Leute diese verstehen können.

Die neue konservative Orientierung der CDU.

Ist dies die neue konservativere Orientierung der CDU-CSU und soll der neue Gesundheitsminister Spahn hierin eine neue Leitfigur werden. Und meint denn die CDU das der Minister Spahn denn genau die richtige Person ist bezüglich eine neue Meinungsbildung für Werbeverbote für Abtreibung. Ich hätte hier doch lieber eine etwas mehr differenzierte Vorgangsweise und
eine mehr erfahrene Dame gesehen.

@Kopfschuetteln

"Damit wird dann nur eines suggeriert: Abtreibung sei etwas ganz Normales, Selbstverständliches." Am 18. März 2018 um 16:50 von Kopfschuetteln

Das ist albern.
Abtreibungen sind genauso normal (*), wie Geschlechtskrankheiten, passiert manchmal, man plant es nicht ein.
Mit beiden gibt aber ganz sicher keiner an.

(*) Selbst in den ärmsten afrikanischen Ländern treiben Frauen ab, meist leider illegal unter unwürdigen Bedingungen, weil es legal verboten ist.

@Heinrich von Franken

“Informationslücken schließen oder verbessern sollte immer möglich sein, dies aber dann bitte ohne populistisches Geschrei, sondern unter Einbeziehung der Beteiligten“

Genau um dieses Geschrei geht es aber doch in dem Urteil.

Die Informationen bekommt man doch bei allen Beratungsstellen, auch Ärzte die in Frage kommen. Wenn Ärzte damit anfangen das privat zu machen besteht genau diese Gefahr des Geschreis.

Sachliche Infomation

...erhalte ich als Frau IMMER von einer Ärztin/einem Arzt. Und zwar bezogen auf mein eigenes Wohl als auch auf das des ungeborenen Kindes. Einfach weil mir ein qualifizierter Mediziner etwas erläutert, der eine Facharztausbildung Gyn hat.

Die sogenannten "Beratungsstellen" sind aus meiner Sicht dagegen überhaupt nicht sachlich. Schon dem Grunde nach nicht (kirchliche Träger wie Diakonie, Caritas), weil sie nicht unbefangen sind.
Und sie haften für nichts und niemanden, schon gar nicht finanziell.
Die Folgen einer "ProKind" Beratung sind sicher gottgefällig- ob sie zum Wohle von Kind und Mutter sind bezweifle ich.

16:50 Kopfschuetteln

". . . . . , lässt sich nach drei Tagen Bedenkzeit einen Schein von der Krankenkasse ausstellen, geht wieder zu der Stelle und erhält Informationen über seriöse Ärzte, die den Eingriff vornehmen."
Dann gibt diese Stelle, nach Politiker-denken, keine Informationen, sondern macht Werbung für bestimmte Ärzte.

"Was bitte brauchen wir noch?
Sicher nicht, dass jeder Kurpfuscher auf seiner Webseite oder ggf. in Anzeigen für seine Leistungen werben kann. Genau das wäre ohne 218a möglich!!"

Ich finde im Telefonbuch Ärzte die alles mögliche anbieten. Ist das Werbung, oder Information? Und nicht jeder der Schönheitsoperationen anbietet ist ein Genie.

Ich würde es begrüßen wenn jeder Arzt auf seine Website deutlich zeigen darf welche Leistungen er anbietet. Erst dann ist es möglich die Kurpfuscher zu meiden.

re kopfschuetteln

"Was bitte brauchen wir noch?

Sicher nicht, dass jeder Kurpfuscher auf seiner Webseite oder ggf. in Anzeigen für seine Leistungen werben kann. Genau das wäre ohne 218a möglich!!"

So ein Blödsinn. Erstens ist Kurpfuscher reine Polemik, es geht hier um Ärzte. Zweitens informiert jeder Arzt auf seiner Webseite, welche speziellen Leistungen und Behandlungen seine Praxis anbietet. Wenn man auf der Webseite nur noch ezählen darf, dass man Dentist, Dermatologe oder Gynäkologe ist, dann sind das Null Informationen für den Patienten.

16:02 von ex_bayerndoedel

Ich habe mich bei meinem Kommentar auf die TS vom 17.03.2018 bezogen habe. "Seehofer: Der Abschiebeminister?"
Seehofer war noch nicht vereidigt als er im Hinblick auf die bayerischen Landtagswahlen wieder einmal seinen populistischen Äußerungen freien Lauf ließ. Das sind keine Fake News sondern immer noch nachlesbar auf TS

Es würde mich wundern, wen es anders wäre!!

Dafür ist die Opposition doch da, auch gute Vorschläge zu torpedieren. Da der Vorgänger in diesem Ministerium sehr träge um nicht zu sagen faul war, hat man auch von der Opposition zu diesem Thema nichts gehört.

@Am 18. März 2018 um 14:40 von ranie

"Da Frauen die größeren Einschnitte und zwangsläufige Lebensveränderungen bei einer ungewollten Schwangerschaft haben und sich auch nicht einfach aus dem Staub machen können ..."
Interessante Theorie mit "ungewollter Schwangerschaft". Wer Sex haben will, aber kein Kind zeugen will, dem stehen genügend Möglichkeiten zur Verhütung (sowohl Frau und Mann) bereit. Und das nicht erst seit gestern (Pille seit 1960!).
Und die Pille gab es bereits damals auch für unverheiratete Frauen. Es ist mehr die Verantwortungslosigkeit der heutigen Menschen(Mann und Frau), daß es immer noch über 100.000 Abtreibungen pro Jahr gibt. Das müßte nicht sein! Und das heute der Tierschutz mehr wert ist, als das unegborene Leben ist ein Trauerspiel für Deutschland.

Spahn bringt sich in Stellung um Merkel zu beerben

Naja, Herr Spahn versucht mit solchen Sprüchen natürlich, sich als konservativer Hardliner für eine Merkel-Nachfolge in Stellung zu bringen. Aber wer das Leben von Tieren, die über Emotionen und komplexe, kognitive Eigenschaften verfügen, mit dem Leben von Föten gleichsetzt, die nichts dergleichen vorweisen können, der hat die Argumente der Gegenseite offensichtlich nicht verstanden oder ignoriert sie einfach fröhlich. Aber wie gesagt, der gute Mann möchte gerne Bundeskanzler werden und versucht natürlich, sich möglichst rechts von Merkel zu positionieren.

Das ist doch

Das ist doch müßig.
abgetrieben wird sowieso. Die frage ist nur wo.
Und da sollten Fachkräfte auch für werben können. Das ist ja was anderes, als den Frauen die Atbreibung aufzuschwatzen.

"Provokation"

Die Argumentation Spahns wird von der Tagesschau als "Provokation" eingeordnet. Er argumentiert also nicht, sondern will nur Stunk machen.

Solch eine Sprache kenne ich eigentlich nur noch aus der DDR-Presse: Andere Sichtweisen waren da überhaupt immer Provokationen, meistens die des bösen Westens.

Eine Tagesschau sollte sich solch billig abwertender Einordnungen nicht wieder bedienen. Dazu ist das Thema Abtreibung auch viel zu sensibel, egal wie man dazu stehen mag.

@hambacherschloss

"WERBEVERBOT Auch unter bisheriger Regelung fanden Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben, und dies über 100 000 Mal/Jahr, einen geeigneten Gynäkologen !" Am 18. März 2018 um 15:12 von hambacherschloss

Na wenn Sie das bemerkt haben, dann wissen Sie sicher, dass selbst in Ländern, in denen Abtreibung komplett verboten ist, Frauen trotzdem per Flurfunk von Persnen erfahren haben, die Abtreibungen vornehmen.

Und jetzt?

Sollen wir Informationen über jegliche ärztliche Leistungen nur per Flurfunk erlauben, weil es ja ohnehin klappt?
Rechtlich ist es absolut nicht haltbar, dass nur eine einzige ärztliche Leistung davon ausgeschlossen sein soll.

16:54 von Ramuthra

«Information ist auch immer Werbung.»

Es bestehen zwar durchaus Überschneidungen zwischen den beiden Gebieten.
Dies aber zwangsläufig gleichzusetzen, ist nicht korrekt.
Schon gar nicht in dem Zusammenhang, um den es hier geht.

Schreibt eine Gynäkologin auf ihrer Internet-Seite unter ihrem Leistungskatalog: "Schwangerschaftsabbruch", dann ist das "reine Information". Und eine Abgrenzung zu den Kollegen, die diese Leistung nicht anbieten. Dafür evtl. etwas anderes, was sie selbst nicht bieten kann.

Werbung über einen Preisvorteil (i.d.R. ein entscheidendes Kriterium für "Werbung") kann es sowieso nicht sein, da (legale) Schwangerschaftsabbrüche eine Leistung sind, die von den Krankenkassen bezahlt werden.

"Reine Werbung" wäre, zu schreiben:
"Ich mache das schneller, besser und kostengünstiger als alle meine Kollegen."

Diese Art von "werbender Information" ist aber allen ärztlichen Fachrichtungen grundsätzlich verboten.

@17:37 von MuschelnundMeer

"Die sogenannten "Beratungsstellen" sind aus meiner Sicht dagegen überhaupt nicht sachlich. Schon dem Grunde nach nicht (kirchliche Träger wie Diakonie, Caritas), weil sie nicht unbefangen sind"
Und genau deswegen sollte diese Angelegenheit nicht von den Politikern die auf die christliche Wählerschaft bauen entschieden werden. Eine unabhängige Kommission sollte dafür eingesetzt werden und keine Karriere Politiker der Christlich Deutschen Union die auf die konservative katholische Kirche und deren Stimmen in Westfalen und Bayern setzen. Diese vertreten nicht die Mehrheit der deutschen Bevölkerung.

17:26 von Ramuthra

«Und was ist mit nicht mehr funktionierenden Beziehungen? Die machen denke ich die meisten Abtreibungen aus, ohne das ich mich da weit aus dem Fenster lehnen muss.
Was gedenken sie da zu tun?»

Ich gedenke da gar nichts zu tun.
Wie sollte ich auch, ich bin nicht der Gesetzgeber.

Aber ich habe dennoch eine Meinung dazu:

Es ist letztendlich die Frau, die im Zweifels- oder Streitfall alleine darüber entscheidet (entscheiden können muss), was mit ihrem Körper geschieht oder was an ihm vorgenommen wird.

Es ist nun mal eine biologisch unabänderbare Gegebenheit, dass das Kind im Körper der Frau heranwächst. Das mag den Männern gefallen, oder auch nicht. Es ist nicht zu ändern - mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben mögen.

Ein vergleichbarer ("umgekehrter") Fall läge vor, wenn die Frau ein weiters Kind wollte, der Mann aber definitiv nicht.

Sollte er sich deswegen dazu entschließen, an sich eine Vasektomie vornehmen zu lassen, ist das letztendlich auch seine Entscheidung.

@karwandler

Was wollen Sie mir sagen? Dass ich die Ärzte darauf verdonnern möchte auf Ihrer Webseite nur noch Ihre Fachrichtung bekannt geben zu dürfen?

Sie werfen mir reine Polemik vor. Was bitte betreiben Sie?

Also mal ehrlich!?

Worüber wird da eigentlich diskutiert? Werbung für Abtreibung? Es gibt wohl keine Frau,
die ihre Alternativen bei einer Schwangerschaft nicht kennt! Und sie wird auch nicht verschiedene Ärzte kontaktieren um zu wissen, wer das billigste Angebot hat. Ebenso wenig werden Ärzte Anzeigen schalten "Nur diesen Monat: Abtreibung zum halben Preis in Kombination mit einer Nasenkorrektur!" Kein seriöser Arzt wird eine Abtreibung aus
Spaß am Profit durchführen.
Also, worüber reden wir hier eigentlich?
Eine Abtreibung ist immer eine sehr persönliche und einschneidende Situation für eine Frau. Aus diesem Grund müssen ihr alle Informationen von überall zur Verfügung stehen! Das ist doch keine Werbung, auch wenn manche es wohl gerne hätten.

Zu welchem Thema Herr Spahn sich auch äußert (Tafel, Hartz-IV, Abtreibung, zweiklassen Patienten), es wird immer deutlicher, dass seine Meinungen mit der Realität nicht viel gemein haben. Das kann ja noch was werden!?

@Ramuthra, 16:54

Information ist auch immer Werbung, genauso wie es immer Kommunikation ist, da muss man nichts umdeuten.
Vielleicht sollten sie erstmal die Begrifflichkeiten verstehen, bevor sie hier von rückschrittlicher Agenda erzählen, etc.
Ansonsten sollte man eher mal drüber nachdenken wie man hier eine Gleichberechtigung der Geschlechter hinbekommt, die nicht vorhanden ist und das man Bemerkungen wie “Männer haben sich da sowieso nicht einzumischen“ nicht mehr als valides Argument gelten lässt. Denn es gehören immer 2 dazu.

Ad1:
Information ist immer auch Werbung? Wie bitte? Und Sie raten mir, "erst mal die Begrifflichkeiten zu verstehen"?
"Das Amt ist Freitagnachmittag geschlossen" - ein Werbeslogan?
Ad2:
Fänden Sie es denn umgekehrt in Ordnung, dass eine Mutter sich nicht entscheiden darf, ihr Kind auszutragen, wenn der Vater auf einer Abtreibung besteht?

Erstmal ist der so genannte

Erstmal ist der so genannte Zellhaufen(an silverfuxx!) schon nach wenigen Wochen ein unreifer aber vollständiger Mensch und einige Sinne zB Schmerzempfinden funktionieren!
Warum wird nicht endlich einmal darüber geredet, wie man mehr Informationen zu Babyklappen, Pflegschaft, Adoption,Mutter-Kind-Einrichtungen, andere Hilfen und auch schwere psychische Folgen von Abtreibung etc weitergibt? Wie ich hier lese, ist das Wissen darüber in vielen Kommentaren extrem begrenzt.
Es geht wirklich einfach viel zu selten, um das Wohl des Kindes, welches sich ja leider nicht wehren kann.
Das macht mich traurig. Auch manche Situation der Mütter, wenn sie nicht nur egoistisch an sich denken, aber es gibt soviel zur Hilfe. Warum werden diese Informationen nicht viel stärker verbreitet?

Logische Politiker gesucht

Abgesehen davon, dass der Vergleich des Tierschutzes und der Abtreibungsproblematik auf dem Niveau amerikanischer Evangelikaler ist, ist es einfach ernüchternd, dass unsere neue Regierung sofort so unsensible und unverständige "Fachleute" offenbart. Abtreibung bezieht sich auf nicht empfindungsfähige Zellformationen in eng definiertem Umfang, beim Tierschutz geht es um Lebewesen, die über Einfühlungsvermögen und sinnhafte Planungsfähigkeit verfügen. So mancher Mensch oder Politiker kann dies offensichtlich nicht vorweisen. Religion darf im übrigen in unserer säkularen Gesellschaft kein Argument sein. Die Gläubigen definieren nicht "unsere" Gesellschaft. Die Gläubigen dürfen nicht über Andersgläubige bestimmen.

§219a StGB ... ist nur ein weiteres Argument ..

für die Abschaffung des Strafrechts zu plädieren.

re jukuk

" Und das heute der Tierschutz mehr wert ist, als das unegborene Leben ist ein Trauerspiel für Deutschland."

Es würde mich ja mal interessieren, mit welchen Vergleichsparametern Sie ein "mehr wert" ermitteln können.

re stefanqwer

"Die Argumentation Spahns wird von der Tagesschau als "Provokation" eingeordnet. Er argumentiert also nicht, sondern will nur Stunk machen."

Wenn Sie Argumente entdecken klären Sie mich doch mal auf. Ich habe keine entdeckt.

17:22 von Ramuthra / @schabernack, 16:33

«Niemand propagiert Abtreibungen als "erstrebenswert".
Schon gar nicht Gynäkologen und deren weibliche Kolleginnen.»

»Das ist eine gewagte Behauptung.
In einigen Kreisen brüstet man sich damit und glorifiziert, als Zeichen der Selbstbestimmung der Frau und rebellischer Akt.
Jeder Mist wird von irgendwem glorifiziert und als erstrebenswert dargestellt, Abtreibung ist da keine Ausnahme.»

Ich empfinde diese meine Behauptung nicht als "gewagt", als dass ich sie auf "psychisch nicht auffällige" Menschen bezogen habe.

Frauen, die sich ihrer durchgeführten Abtreibungen als "rebellischen Akt" rühmen, und Gynäkologen, die sich mit ihren Abtreibungskünsten brüsten, zähle ich zu "psychisch auffälligen Menschen".
Von solchen Individuen habe ich aber nicht gesprochen.

Um es klarzustellen (nicht zwangsläufig für Sie):

Ich bin kein "Abtreibungsbefürworter", dafür liebe ich Kinder viel zu sehr.
Abtreibung ist immer eine dramatische Notlage der Frau, die es möglichst zu vermeiden gilt!

@Jens Spahn

"Mich wundern die Maßstäbe: Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos. Aber in dieser Debatte wird manchmal gar nicht mehr berücksichtigt, dass es um ungeborenes menschliches Leben geht"

Das erste Mal, dass ich einer Aussage von Herrn Spahn zustimmen kann ...

@Hackonya2

Erst mal sollte jede Frau es selber entscheiden, ob man abtreiben möchte

Warum? Warum zählen die Interessen der Frau mehr als das Leben des ungeborenen Kindes? Bei einer Rechtsgüterabwägung sollte das Recht auf leben doch eigentlich das allerhöchte Gut sein.

'Erst mal sollte jede Frau es

'Erst mal sollte jede Frau es selber entscheiden...'

Warum? weil das Kind das Eigentum der Mutter ist?

Das deutsche

Tierschutzgesetz schuetzt tierisches Leben umfangreicher (z.b. Toetung nur mit triftigem Grund moeglich) als ungeborenes menschliches Leben in Deutschland geschuetzt ist.

Beim ungeborenen Leben handelt es sich naemlich nicht um Leben.

Nur so gibt das einen Sinn.

Wie ganz richtig in den

Wie ganz richtig in den Kommentaren bemerkt: Informationen bereitstellen bedeutet nicht, Werbung für etwas zu machen.
Ja, die Grenzen sind fließend (wie immer im Leben), und manche Werbefirmen belästigen einen und berufen sich dann darauf, nur Infos unter die Leute zu bringen.

Aber man muss ganz schön argwöhnisch sein, um Infomaterial bzgl. eines Schwangerschaftsabbruches, das man von ärztlicher Seite bekommt pauschal als Werbung für diesen Eingriff zu definieren.
Eine Abtreibung ist keine Botoxspritze/Schönheits-OP, Frauen machen das in den allermeisten Fällen nicht, weil ein gewinnsüchtiger Arzt an ihre Eitelkeit appeliert.

@14:46 von Silverfuxx
Volle Zustimmung.
Es ist obendrein recht widerlich, wie religiöse Menschen anderen Menschen in deren Lebensplanung reinpfuschen wollen "weil Gott es so will".
Absurd... zumindest heutzutage.
Genau so wie diese Leute argumentieren, kann man religiös motivierte Hinrichtung rechtfertigen, wenn man unbedingt will.
Diktatur der Religion.

re botschafter sarek

"Erst mal sollte jede Frau es selber entscheiden, ob man abtreiben möchte

Warum? Warum zählen die Interessen der Frau mehr als das Leben des ungeborenen Kindes? Bei einer Rechtsgüterabwägung sollte das Recht auf leben doch eigentlich das allerhöchte Gut sein."

Es ist völlig witzlos, hier diese längst abgeschlossene Diskussion wieder aufzurollen.

Finden Sie sich mal damit ab, dass die Rechtslage ist wie sie ist, und die gesellschaftliche Akzeptanz derselben ist wie sie ist.

jens Spahn

Ich kann ihn jetzt schon nicht mehr ertragen.

@tada

“Zwischen der Tagesschau und Werbung sehe ich doch gravierende Unterschiede.“

Ihre persönliche Definition ist nicht von belang, sondern die rechtliche und sprachwissenschaftliche Definition und wie die zu werten ist hat das Gericht festgelegt.

Mal weniger Emotion.

Fakt ist: es gibt dieses Werbeverbot. Gäbe es das nicht würde es zu 100% kommerziell ausgeschlachtet. “Abtreibungen besonders günstig“ oder “Ihr Spezialist für Abtreibungen“ wären dann irgendwann die Werbesprüche.

Bei anderen medizinischen Eingriffen gibt es sowas ja schon.

Nicht sehr erstrebenswert. Ein lösungsorientierter Ansatz wäre Verweise auf das Ministerium für Gesundheit anzubringen z.b. und auf der Ministeriumsseite haben wir nach Stadt suchbar die Aufklärungsstellen, ein Arztverzeichnis etc.

Damit wäre der Stein des Anstoßes beseitigt, weil der Arzt sich nicht mehr selber erwähnt und Werbung für das Gesundheitsministerium ist nicht verboten.

Nennt man lösungsorientiert...

re duzfreund

"§219a StGB ... ist nur ein weiteres Argument ..

für die Abschaffung des Strafrechts zu plädieren."

Ich kann da nicht folgen ...

Drbeyer

Aus dem Jura Forum

“öffentliche Bekanntmachungen oder Mitteilungen, die für einen größeren Personenkreis bestimmt sind“

Allgemein fällt mir wieder

Allgemein fällt mir wieder auf, wie Zellhaufen von Millimetergröße als "Mensch", "Kind" usw. von geneigter Seite bezeichnet werden.

Daraus könnte ja mal ein Mensch werden.

Nach dieser Logik sind 50€ in meiner Tasche ein Vermögen, denn sie könnten ja gewinnbringend investiert werden.
Wer mir also 50€ klaut, muss bestraft werden, als hätte er ein beträchtlies Vermögen geklaut.
Wenn man da mit Logik rangeht, tut es einem nur weh.
Und dann versteht man auch, warum vom Grundprinzip her Kondome in der katholischen (und nicht nur da) Kirche sündig sind.

Und wieder und wieder finde ich es abscheulich, wie Gläubige ihre eigenen Wertvorstellungen in Gesetz gegossen anderen Menschen aufzwingen wollen - und letztlich auch tun, siehe dieses Werbungsverbot aus einer Zeit, als ich noch Kleinkind war.

Werdet glücklich mit eurem Gott, aber lasst mich und meine Lebenspartnerinnen da raus!

@schabernack

“Ein niedergelassener Chirurg darf ohne Bedrohung durch rechtliche Konsequenzen auf seiner Internet-Seite z.B. darauf hinweisen, dass er Knochenbrüche "konservativ" oder mit einer Operation behandeln kann.“

Weil Werbung für Abtreibungen verboten ist, für Knochenbrüche nicht.

Wäre es für Knochenbrüche auch verboten, würde auch hier strafbar gehandelt.

Das Argument taugt also nichts, denn es besteht eine andere rechtliche Ausgangslage.

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