Ihre Meinung zu: Kommentar: Seehofers Islam-Aussagen - ein übles Zeichen

16. März 2018 - 14:38 Uhr

Seehofer hat mit seinen Aussagen zum Islam zwar zum Teil recht, doch er fällt den Muslimen in Deutschland in den Rücken, kommentiert Ulrich Pick. Angesichts der Angriffe auf Moscheen sei das ein übles Zeichen.

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Spalten, verschärfen, Wirbel statt Politik machen: Seehofer wie man ihn kennt. Eine verdammt schlechte Besetzung des Innenminister-Amtes.

Ein guter Kommentar bei einer schwierigen Ausgangslage

Selbstverständlich sind die christlichen Traditionen Deutschlands prägend für die Feiertage und die Tage, die das Wochenende ausmachen. Im Grunde genommen nicht weiter erwähnenswert.

Jeder, der hinzuschauen vermag, wird erkennen, dass alle (!) muslimischen Verbände in Deutschland einem gesellschaftspolitischen Weltbild anhängen, das tendenziell "konservativer" ist als das der CSU.

Die Verbände vertreten nur eine Minderheit der in Deutschland lebenden Muslime. Liberale und reformorientierte Strömungen sind weder in den Verbänden noch in der Islamkonferenz vertreten. Ein großer Fehler.

Eine lautstarke Verurteilung z.B. der Anfeindungen gegenüber Seyran Ateş und ihrer geschlechter-gleichberechtigten "Ibn-Rushd-Goethe-Moschee" habe ich von den Verbänden nicht vernommen. Von einer Unterstützung ganz zu schweigen.

Das sehr problematische Verhalten der DITIB kann ein ganzes Buch füllen.

Seehofer scheint mir ungeeignet, da differenzierte Worte zu finden und Verbesserungen herbeizuführen …

Ein übles Zeichen ist das Fazit des Kommentars

Es ist einfach so, dass unsere Gegend auf einer christlichen Geschichte wurzelt. Wenn man dies klar benennt, fällt man damit niemandem in den Rücken, sondern erklärt wie es ist.

Seehofers Ansicht zum Islam

Danke Herr Seehofer. Sie haben völlig Recht. Ich hoffe Sie werden weiterhin Klartext sprechen. Deutschland hat ihn nötiger denn je.

Seehofers Islam-Aussagen - ein übles Zeichen

"Merkel widerspricht Seehofer: Islam gehört zu Deutschland
Kanzlerin Merkel hat bekräftigt, dass für sie der Islam zu Deutschland gehört. Ihr Sprecher Seibert sagte, inzwischen lebten hierzulande auch Millionen von Muslimen. Auf der Basis der hiesigen Werte und Rechtsordnung gehöre auch deren Religion inzwischen zu Deutschland. "
Da muss ich Frau Merkel direkt mal zustimmen. SEEHOFER darf eben auch als Innenminster nicht sagen, was er will. Die Kontroversen fangen zwischen Beiden schon richtig an.

Außerdem sind in Deutschland weit mehr Religionen zu Hause

Weiterhin ist es so, dass in Deutschland noch weit mehr Religionen zu Hause sind, als nur der Islam oder das Judentum oder das Christentum. Denn in Deutschland gibt es auch den Hinduismus, den Buddhismus und andere Religionen.

Zusätzlich kommt dazu, dass zu Deutschlands Geschichte auch die Wikinger und deren Religion gehören.

Außerdem verbiegt Seehofer damit nämlich den Artikel 4 Grundgesetz! Denn dort steht NICHTS davon drin, dass die Religionsfreiheit sich nur auf das Christentum bezieht:

https://dejure.org/gesetze/GG/4.html

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
(3) 1Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. 2Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Und von daher:
Seehofer hat absolut NICHT recht in der Sache

Deutschland hat keine Staatsreligion

Ob der Islam zu Deutschland gehört ist eine der vielen müßigen und wenig fruchtbaren Debatten die ab und mal wieder aufflammen.

Richtig ist doch: Die Muslime sind da und mit ihnen auch der Islam; damit ist der Islam auch ein Teil Deutschlands.
Das der Islam kulturhistorisch nur einen sehr beschränkten Einfluss auf Deutschland hatte ist zudem keiner Debatte wert.

Diese Überbetonung des Christentums geht mir allerdings etwas auf die Nerven. Ja, das Christentum findet sich in vielen Traditionen wieder; teilweise sind unsere Traditionen jedoch heidnische Rituale mit christlichem Anstrich.

Der Alltag der meisten Menschen ist wenig christlich geprägt. Die heutige Struktur unserer Gesellschaft ist kein Konstrukt des Christentums. Viel mehr war das institutionalisierte Christentum eher ein Bremsklotz liberaler gesellschaftlicher Entwicklungen.

Alle Religionen die es hier gibt gehören irgendwie zu Deutschland. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist eine andere Sache.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!

Ich bin weder ein Fan von Horst Seehofer, noch sympathisiere ich in irgendeiner Form mit der AfD, Pegida und Konsorten, aber ich sehe es genau so wie, Seehofer: Der Islam gehört nicht zu Deutschland! Auch das Recht auf Religionsfreiheit, ändert nichts an der Tatsache, das der Islam eine importierte Religion ist. Deutschland ist ein christlich geprägtes Land, mit eigenen christlichen Festen, christlichen Feiertagen, Riten und Gebräuchen. Wer als Muslim in Deutschland leben möchte, kann dies gerne tun und selbstverständlich auch seine Religion frei ausüben, aber ich möchte und werde mich nicht verbiegen, aus Rücksicht auf die religösen Ansichten und Gefühlen von Menschen, die dem Islam angehören.
Nein, der Islam gehört nicht zu Deutschland.

Richtig

 "Die bei uns lebenden Muslime gehören aber selbstverständlich zu Deutschland. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir deswegen aus falscher Rücksichtnahme unsere landestypischen Gebräuche aufgeben."

Diese zentrale Aussage von Seehofer ist absolut richtig! Sie sollte von allen Muslimen beherzigt werden wenn sie sich bei uns integrieren möchten.

@schabernack (16.03.18 14:18): Zustimmung

Danke für Ihren unaufgeregten und präzisen Kommentar (insbesondere auch der Bezug zur Ibn-Rushd-Goethe-Moschee); mit anderen Worten: Zustimmung.

Wie so üblich an dieser Stelle

Religionen gehören in gar kein Land. Menschen schon...

Ansicht zum Islam

Klartext,Deutschland hat ihn nötiger den je. Dem ist nichts hinzuzufügen. Denk ich an Deutschland in der Nacht............

14:39, aus_Tallahassee

>>Auch das Recht auf Religionsfreiheit, ändert nichts an der Tatsache, das der Islam eine importierte Religion ist. <<

Sie meinen, die anderen Religionen in Deutschland wären hier entstanden?

Die Religionsfreiheit im GG

sagt doch nicht aus, dass der Islam zu Deutschland gehört. Die hier lebenden Muslime gehören zu Deutschland. Genau das hat Seehofer übrigens auch gesagt. Aber der Islam ist nicht Teil der Europäischen Kultur. Richtig. Dennoch darf hier jeder gem. GG seinen Glauben frei ausüben. Da hat keiner was dagegen. Integration heißt aber nicht, dass ich mich an den Islam gewöhnen muss, sondern die Muslime sich an unsere Kultur gewöhnen müssen. Jedenfalls dann, wenn sie aus freiem Willen entschieden haben, in unserer Kultur leben zu wollen.

"Der Islam gehört zu Deutschland"

ist eine nichtssagende, hohle Phrase. Denn irgendwie gehört doch alles ein bisschen zu Deutschland.
Was aber eigentlich nicht oft genug wiederholt werden kann, ist dass das Staatsverständis des Islam (so wie es heute ausgeprägt ist) nicht zu Deutschland gehört.
Deutschland ist eine Republik, in der die Gesetze vom Staat gemacht werden. Dem haben sich alle Religionen, auch der Islam, unterzuordnen.

einen Zusammenhang

mit vermutlich von Anhängern der PKK verübten Anschläge auf türkische Einrichtungen herzustellen ist ja wohl das Allerletzte.

@14:39 von aus_Tallahassee

"Wer als Muslim in Deutschland leben möchte, kann dies gerne tun und selbstverständlich auch seine Religion frei ausüben, aber ich möchte und werde mich nicht verbiegen, aus Rücksicht auf die religösen Ansichten und Gefühlen von Menschen, die dem Islam angehören.
Nein, der Islam gehört nicht zu Deutschland."

Mit der gleichen Begründung könnte ich sagen, dass das Christentum nicht zu Deutschland gehört. Ich werde mich auch nicht aus Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle von Menschen die dem Christentum angehören verbiegen.

Wenn z.B. in christlichen (katholischen) Krankenhäusern Vergewaltigungsopfer wegen kirchlicher Vorgaben abgewiesen werden, haben die m.E. jeden Anspruch darauf verloren Teil unseres staatlichen Systems zu sein - denen gehören dann m.E. alle Planbetten gestrichen.

Aber es passiert nicht viel. Die christlichen Kirchen bekommen immernoch ihre Privilegien - wie z.B. im Arbeitsrecht. Das Nachsehen hat immer die Gesellschaft.

14:47, Gogolo

>> "Die bei uns lebenden Muslime gehören aber selbstverständlich zu Deutschland. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir deswegen aus falscher Rücksichtnahme unsere landestypischen Gebräuche aufgeben."

Diese zentrale Aussage von Seehofer ist absolut richtig! Sie sollte von allen Muslimen beherzigt werden wenn sie sich bei uns integrieren möchten.<<

Ich begreife nicht so ganz, weswegen irgendwer irgendwelche Gebräuche aufgeben müsste, ob landestypisch, regionaltypisch, familientypisch oder wie auch immer, weil Moslems unter uns leben. Allerdings habe ich das Gefühl, daß einige hier sich schon allein dadurch bedroht fühlen, weil andere Menschen Gebräuche haben, die sie auch leben möchten.

Sollen wir in türkischen Supermärkten eine Schweinefleischpflicht einführen und auf den Dächern von Moscheen Kreuze installieren?

Islam != Islam

Das Kernproblem bei dieser ganzen Debatte ist meiner Meinung weniger die Aussage per se, sondern vielmehr welche Bedeutung wir dem Wort Islam geben.

Ist der Islam nur die Religion? Oder beinhaltet er ebenfalls die kulturellen Unterschiede zu „uns“?
Die Religion Islam gehört genauso zu dt. wie jede andere Religion auf dem Planeten auch! Nämlich GAR NICHT! Bei uns ist Staat und Religion getrennt weshalb jeder in diesem Bereich auch „tun kann was er will“ und das ist auch gut so.

Die kulturellen Unterschiede (ich persönlich zähle hier das Kopftuch dazu, aber das ist eine andere Debatte) gehören sicher NICHT zu dt. und sollten es auch nicht. Damit ist nicht gemeint das es keinen syrischen Bäcker geben darf, eher etwas wie der kulturelle Stellenwert der Frau, um nur ein Beispiel zu nennen.

Mein Fazit: bitte erst mal den genaue Bedeutung hinter dem Wort „Islam“ ergründen bevor die Heugabeln gezückt werden.

Gruß,
Lsl

14:39 von aus_Tallahassee

so isses! ich kann das nur nicht in so schöne worte kleiden wie Sie! Danke für ihre aussage!

@14:47 von Gogolo

"Diese zentrale Aussage von Seehofer ist absolut richtig! Sie sollte von allen Muslimen beherzigt werden wenn sie sich bei uns integrieren möchten."

Verlangt denn tatsächlich jemand von Interesse, dass die Menschen hier ihre Gebräuche aufgeben würden?

Diese Forderungen kommen entweder von irgendwelchen Polit-Extremisten am Rande unserer Gesellschaft oder sind Angstmache von weit rechts. Der Blödsinn von wegen "die wollen aus unseren Weihnachtsmärkten Wintermärkte machen" haben sich regelmäßig als Luftnummer entpuppt.

@ Kermit70 (14:55): der Islam gehört sehr wohl zu Deutschland

@ Kermit70

Die Religionsfreiheit im GG
sagt doch nicht aus, dass der Islam zu Deutschland gehört.

Doch, genau dass sagt es und dass gilt auch fuer alle anderen Religionen und eben nicht nur fuer das Christentum und das Judentum, sondern auch fuer den Hinduismus, den Buddhismus und andere Religionen!

Und zu diesem Punkt von Ihnen:

Die hier lebenden Muslime gehören zu Deutschland. Genau das hat Seehofer übrigens auch gesagt.

Nicht nur die Muslimen gehören zu uns, sondern auch deren Religion! Und wenn Seehofer in der TZ fordert, dass der Islam sich reformieren muss, dann hat er damit zwar teilweise recht. Aber: auch das Christentum muss sich genauso reformieren.

Und dass hier bleibt falsch:

Aber der Islam ist nicht Teil der Europäischen Kultur. Richtig.

Dadurch dass der Mensch in Europa unter Anderem aus Afrika und aus dem Balkan stammt laut neuesten Forschungen, gehört der Islam sehr wohl auch zu unserer Kultur.

14:39 von WiPoEthik

«Ob der Islam zu Deutschland gehört ist eine der vielen müßigen und wenig fruchtbaren Debatten die ab und mal wieder aufflammen.»

Es ist zu befürchten, dass mit der Einrichtung eines "Heimatministeriums" unter der Führung von Seehofer diese und ähnlich müßige Debatten zukünftig vermehrt geführt werden.

Wie etwa auch die um die "Leitkultur".

Nicht, dass ich derartige Debatten "abwürgen" mag.
Aber sie werden leider von verschiedenen Seiten oft viel zu stark emotionalisiert geführt. Weswegen der "wirkliche Nutzen" der Debatten meist kaum zu erkennen ist …

...es tut, hört Deutschland auf zu existieren.
Jedenfalls das freie, rechtstaatliche, offene, gebildete Deutschland, welches wir in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben.
.
Warum?
Der Islam ist viel mehr, als ein Glaubensbekenntnis. Er ist das Bekenntnis zu den im Koran codifizierten famililienrechtlichen (Standesrecht, Eherecht, Erbrecht...) bürgerlich rechtlichen (Haftung, Eigentum, Vertragsrecht...) strafrechtlichen (Scharia) und anderen Rechtsnormen.
Diese stehen Großteils in diametralem Widerspruch zu unserem Rechtsystem.
.
Folge: eine Trennung von "Kirche" und Staat ist im Islam nicht möglich. Daher verwundert es auch nicht, dass unter den >50 muslimisch geprägten Staaten der Erde kein einziges säkulares und auch nur annähernd als Rechtsstaat einschätzbares Gebilde existiert.
.
Ich sehe auch keinen Weg, das zu ändern. Voraussetzung wäre eine Trennung der religiösen und rechtlichen Aspekte des Islam, was für die meisten einer Trennung von Körper und Geist (Tod...) gleichkommt

@Kermit70 14:55

Genau mit so einem Gedankengut schafft man Parallelwelten. Die einzige Chance in Frieden mit allen Religionen zu leben ist die, dass man mit allen Religionen sich beschäftigen muss. Niemand hat erzählt, dass Sie sich an den Islam gewöhnen müssen, aber es sollte eine Pflicht sein im Religionsunterricht den Islam durchzugehen. Nur so ist es möglich langsam ein Verständnis für eine Religion aufzubauen und sich damit auseinanderzusetzen.
Was die AfD propagiert: Islam verbieten, Muslime jagen und aus Deutschland rauswerfen ist jedenfalls keine Lösung!

Müssen wir wirklich alle Jahre wieder diese idiotische Debatte führen?

Deutschland ist nicht "vom Christentum geprägt", wie Seehofer behauptet - jedenfalls nicht in den Bereichen, auf die es ankommt. Was unsere Gesellschaft auszeichnet und das Leben hier lebenswert macht, das sind Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Religionsfreiheit, die Achtung der Menschenrechte, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Toleranz gegenüber Homosexuellen, die Wertschätzung von Vernunft und Wissenschaft. Zu all dem wird man in der Bibel wenige bis gar keine Ansätze finden. Man findet Ansätze bei den alten Griechen und Römern, aber letztlich hat sich dieser Wertekanon erst während der Aufklärung herausgebildet - die eine antikirchliche Bewegung war und von den Kirchen heftig bekämpft wurde.

Die Auseinandersetzung, die unsere Zeit prägt, findet nicht zwischen Islam und Christentum steht, sondern zwischen religiösem Fundamentalismus und säkularen Werten. Wäre schön, wenn unsere Politiker das kapieren würden.

14:55, Kermit70

>> Integration heißt aber nicht, dass ich mich an den Islam gewöhnen muss, sondern die Muslime sich an unsere Kultur gewöhnen müssen. <<

Weder noch.

Oder beides.

Christen müssen sich notgedrungen in unserem Lande an den Islam und Moslems an das Christentum gewöhnen.

Ich hab mit beiden Religionen nicht viel am Hut, deswegen bin ich aus dem Spiel raus, bzw. muss mich an beides gewöhnen. Und an all die anderen Religionen im Lande ebenfalls. Am meisten nerven mich die Esoteriker.

um 14:49 von abahro

"Denk ich an Deutschland in der Nacht............"
Sie denken eben falsch. Das Christentum wurde nämlich von Deutschland auch erst eingeführt.

Islamfrage

Ich hab das Gefühl, bei der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre, reden Politiker völlig am Thema vorbei. Natürlich gehören die Millionen Muslime in Deutschland, zu Deutschland(wenn sie es wollen).
Die Frage impliziert aber, gehören Islamische Werte zu Deutschland.
Um die Frage zu beantworten, müsste man sich aber inhaltlich mit dem Islam beschäftigen. Da hat sich aber anscheinend noch kein Politiker ran getraut.

@ Kermit70 (14:55): Dass hier von Ihnen ist einseitig

@ Kermit70

Damit komme ich zu Ihrem nächsten Punkt:

Dennoch darf hier jeder gem. GG seinen Glauben frei ausüben. Da hat keiner was dagegen. Integration heißt aber nicht, dass ich mich an den Islam gewöhnen muss, sondern die Muslime sich an unsere Kultur gewöhnen müssen.

Das ist sehr einseitig. Auch wir haben uns an den Islam zu gewöhnen, genauso wie die sich an unsere Kultur genauso zu gewöhnen haben. Integration geht nur von beiden Seiten.

Und von daher werden auch Sie sich an den Islam gewöhnen muessen.

Gleiches gilt fuer Ihren letzten Punkt:

Jedenfalls dann, wenn sie aus freiem Willen entschieden haben, in unserer Kultur leben zu wollen.

Auch wenn die sich aus freiem Willen entschieden haben, bei uns zu leben haben wir deren Glaubensfreiheit zu respektieren. Und beide Religionen muessen sich reformieren: also sowohl das Christentum als auch der Islam.

Hans Peter Friedrich CSU Innenminister 2011:

„Ich denke, dass die Menschen die hier leben und islamischen Glaubens sind, natürlich auch Bürger hier in diesem Land sind und zu diesem Land gehören; dass aber der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt“
„Islam gehört historisch nicht zu Deutschland“
„Dass der Islam Teil unserer Kultur ist, unterschreibe ich nicht.“
„Um das klar zu sagen: Die Leitkultur in Deutschland ist die christlich-jüdisch-abendländische Kultur. Sie ist nicht die islamische und wird es auch nicht in Zukunft sein.“

Diese Position ist also weder neu, noch populistisch, noch verletzend. Das ist eine wahrhaft konservative Einstellung!

ich habe keine christliche Kultur zu "verteidigen"

weil ich keine christliche Kultur lebe. Mein Wertegefüge schreibt mir vor, anderen Menschen mit Respekt und Achtung zu begegnen, auf Gewalt zu verzichten und, möge es mir immer gelingen, anständig mit jedermann umzugehen. Ich schöpfe diese Überzeugungen aus meiner Existenz als Mensch in einer Gesellschaft von Menschen (sieben Milliarden Exemplare zählend) und wüsste nicht, was daran speziell christlich sein sollte.
Ich habe gute und schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht, und die waren so was von unabhängig von deren Religion, dass ich nicht auf die Idee käme, dass ausgerechnet ihr Glaube irgendein Wohl oder Wehe für mich bedeutet.
Übrigens fällt mir auch nichts ein, wo ich mich "verbiegen" müsste aus Rücksichtnahme auf irgendeine Religion. Wer "christliche Traditionen" leben will, kann das, soweit ich weiß, in diesem Land gerne tun. Ich habe noch nichts davon gehört, dass die Muslime Weihnachten verbieten wollen.

@14:55 von Kermit70

"Die hier lebenden Muslime gehören zu Deutschland. Genau das hat Seehofer übrigens auch gesagt. Aber der Islam ist nicht Teil der Europäischen Kultur. Richtig."

Wenn der frisch gewählte Innenminister eines nicht christlich geprägten Landes nach ein paar Anschlägen auf Kirchen und christliche Kulturvereine gesagt hätte:
"Das Christentum gehört nicht zu unserem Land"... Hätten Sie dann auch Verständnis und würden sagen, dass er ja auf kultureller Ebene Recht hat?

Meiner Meinung sind das was Seehofer sagt und was er meint zwei Paar Schuhe. Die Relativierung dient meiner Meinung nach nur dazu, dass man ihm nicht zu sehr an den Karren fahren kann. Aber wozu überhaupt diese alte Debatte wieder hervorholen, wenn nicht um auszugrenzen. (und das als Innenminister...)

@14:49 von fathaland slim: "Sie meinen, die anderen Religionen in Deutschland wären hier entstanden?"

War Jesus nicht irgendwo aus der Ecke Chemnitz?

Die Religionen sind schon die

Die Religionen sind schon die Ursache von Millionen Toten und es werden Dank der Religionen noch viele Millionen dazu kommen. Kreuzzüge, Missionierungen, Terror im Namen Gottes / Allah

Vielleicht sollte es die Welt mal ohne Religionen und den Glauben an völlig abstruse Geschichten / Erzählungen / Propheten etc versuchen

Danke Herr Seehofer

Es wurde Zeit, dass dies mal öffentlich gesagt wurde. Der Islam gehört nie und nimmer zu Deutschland. Genauso wir das Christentum nicht zu Saudi Arabien gehört.

Genau...

Genau richtig Herr Seehofer ich kann dem nur zustimmen.Sie haben vollkommen Recht,der Islam gehört nicht zu Deutschland!

@14:55 von Kermit70 "Die Religionsfreiheit im GG"

Genauso sehe ich das auch! Das Gekläffe gegen Seehofer war aber leider bei uns vorherzusehen

Richtig

Deutschland ist ein christliches Land und der Islam gehört nicht zu Deutschland. Das bedeutet nicht, dass hier keine Muslime leben können. Minister Horst Seehofer hat eine richtige Aussage gemacht.

re matthiass

"Es ist einfach so, dass unsere Gegend auf einer christlichen Geschichte wurzelt. Wenn man dies klar benennt, fällt man damit niemandem in den Rücken, sondern erklärt wie es ist."

Auf was die Gegend wurzelt ist keine exklusive Beschreibung dessen, was die Gegend aktuell ist.

@ von Muzzi

Ich möchte mich ebenfalls zum Dank an Herrn Seehofer anschließen. Er hat mit seiner Aussage völlig recht. Wir haben in Deutschland eine christlich-jüdische Kultur und keine muslimische und so soll es auch bleiben.

@ fathaland slim

>>> Sie meinen, die anderen Religionen in Deutschland wären hier entstanden?
.
Sowohl das Christentum als auch das Judentum waren schon eine hier heimische Glaubensgemeinschaft, bevor Deutschland überhaupt entstand. Der Islam war zu dieser Zeit nicht zugegen.

@ MatthiasS (14:18): Das hier von Ihnen ist geschichtlich falsch

@ MatthiasS

Dass hier von Ihnen:

Es ist einfach so, dass unsere Gegend auf einer christlichen Geschichte wurzelt.

stimmt so absolut nicht und ist geschichtlich falsch. Denn dazu gehört auch die Kultur der Steinzeitmenschen die in grauer Vorzeit auf dem Gebiet vom heutigen Deutschland gelebt haben, die Kultur der Vikinger, der Hunnen und anderen die bei uns mal in grauer Vorzeit eingefallen sind.

Dann gehört natuerlich genauso dazu die eingewanderte Kultur von Menschen aus anderen Ländern dieser Welt. Also gehören auch deren Religionen dazu.

OK, der Islam und das Christentum muessen sich reformieren, gar keine Frage und sich an die Menschenrechte halten. Ich nenne dazu im Christentum nur mal:

a) diese Kinderschänderei in der Katholischen Kirche
b) der Umgang mit Geschiedenen bei der Ökumene
c) die Ökumene an sich
d) diese Knechtung der Menschen durch die Kirchen die sich oft zu viel einmischen obwohl wir Säkularisierung haben.

um 14:55 von Kermit70

Zentriert auf den Punkt gebracht.

Wobei m.E. der Islam keine Religion sondern lediglich eine Weltanschauung darstellt.

re aus-tallahassee

" Auch das Recht auf Religionsfreiheit, ändert nichts an der Tatsache, das der Islam eine importierte Religion ist."

Welche ist denn nicht importiert? In Ostpreußen wurde das Christentum erst im 13. Jahrhundert heimisch.

" Wer als Muslim in Deutschland leben möchte, kann dies gerne tun und selbstverständlich auch seine Religion frei ausüben, aber ich möchte und werde mich nicht verbiegen, aus Rücksicht auf die religösen Ansichten und Gefühlen von Menschen, die dem Islam angehören."

Wo genau ist denn die Gefahr oder die Bedrohung, dass Sie sich verbiegen müssten?

re kermit70

" Integration heißt aber nicht, dass ich mich an den Islam gewöhnen muss, sondern die Muslime sich an unsere Kultur gewöhnen müssen"

Was halten Sie denn von der Idee, dass Kulturen nebeneinander existieren und nicht eine die andere verdrängen muss?

re kermit 70

"Die Religionsfreiheit im GG

sagt doch nicht aus, dass der Islam zu Deutschland gehört."

Das GG sagt von keiner Religion, dass sie zu Deutschland gehört.

Das wäre auch widersinnig, denn damit würde eine quasi zur Staatsreligion erklärt, die es im demokratischen Westen nicht gibt.

In den Rücken fallen?

" Und hier fällt auf, dass der Bundesinnenminister seinen Satz, "der Islam gehört nicht zu Deutschland", zu einem Zeitpunkt geäußert hat, da zahlreiche islamische Einrichtungen attackiert werden und viele Muslime sich in die Defensive gedrängt fühlen."
.
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die aktuellen Angriffe auf türkische Einrichtungen und Moscheen politisch motiviert waren und von Kurden oder deren Symphatisanten ausgeführt wurden.
.
Wie man da einen Zusammenhang herstellen kann zwischen Aggressionen unter Muslimen und "den Muslimen in den Rücken fallen" ... verstehe ich nicht.
.
Im Gegenteil: Wir hier im christlich geprägten Westen tragen unsere Streitigkeiten schon seit Langem nicht mehr dadurch aus, dass wir die Gotteshäuser des jeweilig anderen angreifen oder zerstören. Solche Art der Konfliktbewältigung erlebt man eher zwischen Sunniten und Schiiten in anderen Gegenden der Welt.
.

15:18 von Heidemarie Bayer

"Wir haben in Deutschland eine christlich-jüdische Kultur und keine muslimische und so soll es auch bleiben."
Das hat doch keiner bestritten. Ich bin selbst getauft und konfirmiert. Aber das heißt noch lange nicht, dass wir andere Kulturen einfach verleugnen müssen. Im Übrigen haben wir in Deutschland keine Staatsreligion, sondern werden in der EU zunehmend multikulturell.

re s1

"Wobei m.E. der Islam keine Religion sondern lediglich eine Weltanschauung darstellt."

Das ist eine klassische rechtsextreme Terminologie. Denn eine Religion verbieten gilt selbst in diesen Kreisen als unschicklich. Aber eine Weltanschauung doch eher.

Es wird zu viel über

Es wird zu viel über Religionen geredet. Es ist viel Leid durch diese ausgeübt worden. Sie sind vollständig überflüssig egal ob Christen oder Moslems. Nehmt euch nicht zu wichtig. Ihr glaubt schließlich nur.

Vielleicht...

gehört der Islam wirklich nicht zu Deutschland; ich kann das nicht beurteilen.
Was aber zu Deutschland gehören sollte, ist Menschlichkeit und Toleranz. Das erwarte ich von jedem Menschen -gleich welcher Herkunft, Hautfarbe und Religion-, der hier in Deutschland lebt.

@ um 15:20 von S1 um 14:55 von Kermit70

Dem Islam wird von einer zunehmenden Anzahl von Staaten der Religionsstatus aberkannt. Deutschland sollte sich offen und ehrlich über den Islam, seiner Entstehung und Geschichte auseinandersetzen und sich dann überlegen, ob es immer noch glauben will, dass der Islam eine Religion ist, oder nicht vielleicht doch einsehen will, dass der Islam eine Ideologie ist. Ob so oder so, es ist nicht nachzuvollziehen, warum dem Islam und seinen Anhängern solche Sonderrechte in Deutschland eingeräumt werden.

Ja was ist denn jetzt ?

Merkel und Wulff erzählen, der Islam gehört
zu Deutschland.

Seehofer aber meint: der Islam gehört nicht
zu meinem Land.

Was soll ich denn nun glauben ? Ich bin
verwirrt.

Auch die zuständigen Kirchenleute äußern
sich, obwohl ich fette Kirchensteuern bezahle,
nicht zur Lage der Nation.

Wann veranstaltet endlich die TS die nächste
Talkshow zur Sache ? Auch für sowas zahle ich.

Das erste mal wo

ich Herrn Seehofer zustimmen muss ,da er ja mehr als Umfaller bekannt war.
Denn dies war in den letzten Jahren nur durch eine verfehlte Politik ,besonders durch unsere Kanzlerin und andere besonders linke und grüne Politiker soweit gekommen das man sich Fragen muss ist Deutschland ein christliches land und ich muss sagen ja,ja und nicht das ich hören muss das der Islam zu uns gehört ,das war er nie und wird nicht werden,Moslem sind willkommen aber nach unseren christlichen werten.
Will nicht das was sich besonders manche grüne Politiker einbilden auf einen Wintermarkt zu gehen,zu Deutschland gehört Ostern,Pfingsten,Weihnachten und mehr
Wenn andere Politiker dies nicht so sehen ihre Meinung nicht des Volkes. Hoffe Herr Seehofer zeigt endlich mal das er zu seinen reden steht ,hoffe es sehr

Und noch was......., Es gibt

Und noch was.......,
Es gibt viele Länder in denen die Menschen nach islamischer Tradition leben können.
Sie müssen sich also weder uns aufdrängen noch müssen wir sie aufnehmen wenn sie
sich mit Kopftuch und öffentlichen Gebeeten von uns abgrenzen.
Das es den Menschen unter dem Islam nicht so gut geht wie uns- das ist halt so.

Beide Seiten haben recht

Der Islam gehört historisch nicht zu Deutschland, weil die Muslime außer mehreren Jahrhunderten in Spanien und zwei Vorstößen bis an die Grenze Wiens in Europa keine nennenswerten Spuren hinterlassen haben, also auch nicht in Germanien. Der Islam gehört aber - inzwischen - zu Deutschland, weil seit den 1960er-Jahren Menschen dieses Glaubens hier ansässig wurden und ihre Religion ausüben dürfen, das muss auch ich als Atheist dulden. Der Ausspruchs Wulffs wird immer ohne das Wörtchen "inzwischen" und deshalb unscharf zitiert. Friedliche Muslime sollten in Deutschland ebenso willkommen sein wie friedliche Christen oder friedliche Atheisten, kriminelle Parallelgesellschaften von islamischen Clans, italienischer Mafia oder superreichen Steuerhinterziehern gehören strafrechtlich verfolgt.

Herr Pick hat nicht verstanden ...

... dass Kurden z.Zt. türkische Einrichtungen angreifen.

Also Anhänger des Islam greifen andere Anhänger des Islam an.

Denn es gibt nicht DEN Moslem sondern viele sich gegenseitig bekriegende und attackierende Menschen, die mit verfeindeten Menschen, die wir als gleiche Moslems sehen, nichts gemein haben wollen.

Islam differenziert sehen

In Deutschland gibt es eben nicht DEN Islam. Es gibt....
1. Moderne, religiöse Muslime (an deutschen Unis präsent, jedoch zahlenmäßig eher gering) Ein solcher Islam passt durchaus zu einem aufgeklärten Deutschland.
2. Moderne, unreligiöse Muslime. Kein Problem, solange die leider öfter vorkommenden Macho-Gangsta-Allüren unterbleiben. Die gibt es aber auch von anderen Religionen.
3. Extreme, radikale Muslime. Salafisten, Wahabiten, sie gehören nach Arabien.
4. Und dann gibt es die größte Gruppe, traditionelle Muslime, die ihre Religion ernst nehmen. Hier wird es sich zeigen müssen, wie sie sich selbst verstehen wollen. Wer sich in Richtung arrangierten Ehen, wortwörtlichem Koranverständnis orientiert, wird maximal neben den Deutschen leben, sich aber nicht integrieren. Einige davon sind die typischen Erdogan-Wähler. Kompliziert, aber so ist es.

Und bei den Anschlägen auf Moscheen muss man doch differenzieren, ob das der Moschee oder wegen Afrin der türkischen Institutionen galt.

15:06, peter04

>>Der Islam ist viel mehr, als ein Glaubensbekenntnis. Er ist das Bekenntnis zu den im Koran codifizierten famililienrechtlichen (Standesrecht, Eherecht, Erbrecht...) bürgerlich rechtlichen (Haftung, Eigentum, Vertragsrecht...) strafrechtlichen (Scharia) und anderen Rechtsnormen.
Diese stehen Großteils in diametralem Widerspruch zu unserem Rechtsystem.
.
Folge: eine Trennung von "Kirche" und Staat ist im Islam nicht möglich.<<

"Die" Scharia gibt es nicht, was Sie natürlich wissen. Sie ist nirgendwo aufgeschrieben und komplett Auslegungssache.

Beschäftigen Sie sich bitte mit dem katholischen Katechismus, sozusagen das Gegenstück zur Scharia.

Auch der christliche Glaube erhebt Anspruch darauf, alle Lebensbereiche der Gläubigen zu regeln.

Die Trennung von Kirche und Staat wurde nicht mit, sondern gegen die Kirche durchgesetzt. Genau so muss natürlich auch mit dem Islam bei uns verfahren werden. Das Verhältnis der Religionen zum Staat wurde bei uns festgelegt,Extrawürste gibt es nicht.

Sich an die Gebräuche des Islam gewöhnen müssen

Gewöhnt habe ich mich schon in den 1970-ern als Kind in Köln an das abendliche Töpfeklappern der türk. Nachbarn in den Küchen nebenan, wenn Ramadan war. An die unkonzentrierten Mitschüler in der Grundschule, die tagsüber nicht trinken wollten (was ich damals völlig blödsinnig fand, heute sehr fragwürdig finde).

Gewöhnen mussten sich meine Eltern & die Nachbarn daran:
"Wir deutschen Kinder“ wollten immer quengelnd mit raus in den Innenhof (durften meist), wenn dort das große Fastenbrechen-Abschlussfest stattfand.

Als Student wohnte ich in einer 3er-WG neben einer 8-köpfigen "Ramadanisten-Familie". Manchmal haben wir nebenan geklingelt, und durften "nachts lecker mitessen".

Es macht mir keine Probleme, wenn ein Muslim zur Begrüßung nicht die Hand schütteln mag, sondern diese Respektsbezeugung durch das Führen der Handinnenfläche zum Herzen ersetzt.

"Auffälligem, nicht-gesellschafts-konformem Verhalten" (z.B. fehlendem Respekt vor Frauen) muss man entschieden entgegentreten. Überall.

@ demokratieschu

Art 3 GG sagt, dass niemand wegen seiner religiösen Anschauungen bevorzugt werden darf.

Wenn also niemand bei uns Tiere ohne Betäubung schlachten darf, dann darf aufgrund einer religiösen Anschauung niemand anders ... ?

15:06, peter04

>>Folge: eine Trennung von "Kirche" und Staat ist im Islam nicht möglich. Daher verwundert es auch nicht, dass unter den >50 muslimisch geprägten Staaten der Erde kein einziges säkulares und auch nur annähernd als Rechtsstaat einschätzbares Gebilde existiert.<<

Nennen Sie mir bitte ein einziges Land der so genannten dritten Welt, welches die bei uns gültigen Kriterien von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit erfüllt.

15:20, S1

>>Wobei m.E. der Islam keine Religion sondern lediglich eine Weltanschauung darstellt.<<

Können Sie diese Behauptung auch begründen?

@ Wipoethik

Wie Sie richtig sagen ist der Alltag der meisten Menschen in Deutschland nicht religiös geprägt. Und das ist auch gut so.

Daher erwarten Sie bitte keine Beifallsbekundungen, wenn Migranten, die nicht über eine Aufenthaltserlaubnis verfügen, ihre Religiosität sehr offen auch Unbeteiligten gegenüber in der Öffentlichkeit demonstrieren und dafür von einheimischen Deutschen Zustimmung erwarten.

Denken Sie daran, dass das Grundgesetz nur die ReligionsAUSÜBUNG gestattet - eine Dominierung nicht- oder Andersgläubiger gehört NICHT dazu.

15:18, Mischpoke West

>>@ fathaland slim
>>> Sie meinen, die anderen Religionen in Deutschland wären hier entstanden?
.
Sowohl das Christentum als auch das Judentum waren schon eine hier heimische Glaubensgemeinschaft, bevor Deutschland überhaupt entstand. Der Islam war zu dieser Zeit nicht zugegen.<<

Die Geschichte des Judentums in Europa ist, lange bevor Deutschland überhaupt entstand, immer eine Geschichte von Diskriminierung, Ausgrenzung und physischer Vernichtung gewesen.

Jetzt, wo ein dritter Player ins Spiel gekommen ist, wird das Judentum auf einmal von der deutschen Rechten als Teil der deutschen Leitkultur reklamiert.

Ich kenne zahlreiche Juden, die dies als heuchlerisch und verlogen empfinden. Sie fühlen sich benutzt.

Der Islam gehört zu Deutschland

Wenn 4 Millionen Muslime zu unserem Land gehören, was auch Seehofer nicht bestreitet, dann gehört folglich auch deren Religion - der Islam - zu Deutschland.

Man kann nicht die Menschen als dazugehörig bezeichnen, aber deren religiöse Identität ignorieren. Das kann man nur als intellektuellen Aussetzer bezeichnen.

Wir sollten uns stattdessen darum kümmern, dass in unserem Land einem aufgeklärten europäischen Islam der Boden bereitet wird. An den Universitäten der Geisteswissenschaften muss ein moderner Islam gelehrt werden. Ein Islam, der auf der Basis humanistischer Werte steht. Diesen Islam gibt s bereits. Bassam Tibi, Juliane Hammer z.B. stehen dafür. Denn künftig wird der Islam die deutsche Kulturgeschichte mit beeinflussen. Es macht keinen Sinn sich dagegen zu wehren, sondern es macht Sinn den Islam in unsere aufgeklärte Kultur einzubinden.

seehofer hat einfach recht...

geht mann in deutschland in ein buddhistisches zentrum trifft man dort viele deutsche, die der buddhistischen lehre folgen.
in den moscheen trifft hauptsächlich türken oder araber, je nach moscheeausrichtung.
für deutsche ist der islam uninteressant, weil er nicht zu uns passt.

15:18, Heidemarie Bayer

>>Ich möchte mich ebenfalls zum Dank an Herrn Seehofer anschließen. Er hat mit seiner Aussage völlig recht. Wir haben in Deutschland eine christlich-jüdische Kultur und keine muslimische und so soll es auch bleiben.<<

Wir haben keine christlich-jüdische Kultur mehr, wenn wir sie denn je hatten. Die Juden wurden immer ausgegrenzt.

Die jüdische Kultur wurde in Deutschland innerhalb von zwölf Jahren komplett ausgerottet und etabliert sich mühsam wieder aufs neue.

15:15 von atratos

@Kermit70, 14:55
«Genauso sehe ich das auch!
Das Gekläffe gegen Seehofer war aber leider bei uns vorherzusehen.»

Solche (und ähnliche) Aussagen wie die Ihrige meinte ich, als ich davon sprach (15:06), dass Debatten "leider oft viel zu stark emotionalisiert geführt werden".

Um so mehr, als dass in diesem Thread weit überdurchschnittlich viele sachlich-differenziert-abwägende Kommentare zu Seehofers Äußerungen erschienen sind …

Scientology gehört nicht zu

Scientology gehört nicht zu Deutschland. Gleichwohl dürfen auch Anhänger von Scientology hier leben. Ebenso ist es mit dem Kommunismus. Und ebenso ist es mit dem Islam. Man muss doch zwischen den Menschen und dem System samt den Funktionären unterscheiden.

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