Ihre Meinung zu: FPÖ-Chef Strache entschuldigt sich bei ORF-Moderator

14. März 2018 - 10:34 Uhr

"Wo Lügen und Fake News zu Nachrichten werden" - das postete FPÖ-Chef und Vizekanzler Strache mit einem Bild des ORF-Topjournalisten Wolf. Der klagte - und erreichte eine außergerichtliche Einigung.

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Kommentare

Eine Entschuldigung.

Sehr gut! Einer der wenigen Politiker mit Charakter offenbar.

Satire

Anscheinend darf Satire doch nicht alles, wie der seelige Kurt Tucholski dachte. Sie muss auch noch politisch korrekt sein und darf keinesfalls sakrosankte Personen betreffen. Gut zu wissen.

Ein Fehler

Ich hätte es darauf ankommen lassen, wenn ich Strache wäre. Der ORF ist so von der SPÖ unterminiert, da sind so viele Sachen gegen die Freiheitlichen gelaufen, er hätte es durchziehen sollen.

Entschuldigung

Die FPÖ ist wenigstens bereit für Verfehlungen einzustehen und sich öffentlich zu entschuldigen. Das habe ich bei der AFD noch nicht in diesem Ausmaße gesehen. Da kommen nur wischi waschi Ausflüchte oder gar nichts.
Das mit dem Herr Poggenburg war mal eine Ausnahme.

Who is who?

Tja...da hat sich wohl keine Seite mit Ruhm bekleckert. SO wird das Vertrauen in die Demokratie jedenfalls nicht gesteigert, weder von den Medien, noch von der Politik.

Analog zu Deutschland

und den USA wird es leider zum Standard, dass rechtsgerichtete Politiker im Parlament oder in der Regierung der Presse generell sog. Fake-News unterstellen und versuchen, einzelne kritische Reporter zu denunzieren.
So etwas kannte man bisher nur von totalitären Staaten oder den Staaten des ehemaligen sog. Ostblocks.

In der Welt geschieht ein gefährlicher Rechtsruck.

Objektive Berichtserstattung?

Nein, die öffentlich-rechtlichen bürgerfinanzierten Medien haben sich leider von objektiver zu subjektiver Darstellung gewandelt, wobei ihre Gesinnung sichtbar linkspolitisch korrekt zu verorten ist. In Österreich wie in Deutschland.
Demzufolge löst ein diesbezüglicher Vorwurf sofort einen "Shit-storm" gerade dieser Medien hervor, dem man nur mit "Entschuldigung" entgehen kann, weil man sonst machtlos ist.
Das zeigt die übermäßige Macht der Staatsmedien, gerade wenn sie durch jahrelange Verknüpfung mit früheren eher linken Regierungen sich so emporgebildet haben/wurden, wie sie gerade sind.
Auch die Presse ist durch Regierungsverknüpfung einseitig.

Herr Strache ist vom geistigen Zuschnitt

des Herrn Gauland. Er kann seine Frechheiten nur noch nicht so geschickt formulieren.

stillos

dasselbe muster wie bei der afd: zuerst einen raushauen, dann zurückrudern...aber in der sache und im geiste bleiben leute wie strache sich treu und handeln weiterhin antidemokratisch und stillos.

Satire darf schon alles...

aber Satire, Polemik und Zynismus sind Stilmittel, die im Kontext auch sofort als solche erkannt werden.
Wenn hingegen ein FPÖ- oder AfD-Politiker erst - bewußt ! - menschenverachtende Demagogie redet, um - bewußt ! - politisch Stimmung zu machen und sich hinterher feige entschuldigt, es habe sich doch nur um 'Satire' gehandelt, dann ist das nicht nur eine ganz schöne Unverschämtheit. Es demaskiert vor allem das unterirdische intellektuelle Niveau dieser Leute.

@11:19 von Bernburger49

Jede populistische Diffamierung als Satire zu werten, ist zwar die gängige Art von Brandstiftern insbesondere rechter Politiker, Hetzer und deren jasagenden Nachschwätzer, aber relativiert das unangemessen Gesagte und dessen Gefährlichkeit keinesfalls.
Und jawohl, politisch korrekt sollte es sein, wenn ich Kritiker angehe und öffentlich zu desavouieren versuche. Das verlange ich von jedem.
Genauso wenig korrekt ist ihre Unterstellung hinsichtlich sakrosankter Personen. Unabhängig des Abwehrversuches mit dem Hinweis auf die pseudosatirischen Inhalte unterstellen Sie unterschwellig die Kritikunfähigkeit, indem Sie die von Ihnen angeschossenen Personen von wem auch immer zu fragwürdigen Unantastbaren stilisieren.

@11:30 von Der_Mahner

Hä?? Versteh nicht, was Sie mit dem Verweis auf die Medien mitteilen wollen.

@11:36 von paule2

Hauptsache, Ihre Vorstellung Ihrer Objektivität ist gewährt!
1. Was verstehen Sie unter Staatsmedien?
2. Was ist linkspolitisch korrekt?
3. Wieviele Jahre gibt es schon den öffentlich rechtlichen Rundfunk und wieviele Jahre davon waren unter "linker" Politik?
Na, geht Ihnen vielleicht ein Licht auf?

Lachendes und Weinendes Auge

Ich weiß gar nicht , ob ich da lachen oder weinen soll. Als Satiriker taugt er reichlich wenig, aber zumindest würde er aus der Politik verschwinden, wenn er sich damit seine Brötchen verdingen könnte.

Dasselbe Spiel

Genau dasselbe Spiel, wie es bei uns die AfD betreibt: Erst provozieren und beleidigen, dann behaupten, es handle sich angeblich um "Satire" - wobei die Urheber der Sprücheklopferei ihre völlige Ahnungslosigkeit unter Beweis stellen, was den Inhalt dieses Begriffs anlangt. Immerhin musste Strache nun öffentlich zurückrudern - vermutlich nur, um wieder Anlauf zu nehmen zur nächsten Provokation undsoweiter. So bleibt man im Gespräch. Und es ist tatsächlich schwierig, auf eine solche Taktik wirkungsvoll zu reagieren. Vielleicht ist es da wirklich noch das Beste, einen Vergleich und eine Entschuldigung zu akzeptieren, bevor die Affäre zur Freude ihrer Urheber auch noch in die Länge gezogen wird. Man kann nur hoffen und dafür arbeiten, dass uns Herrschaften dieser Couleur wenigstens in Deutschland in hohen Regierungsämtern für alle Zeiten erspart bleiben.

Tja

Anscheinend darf Satire doch nicht alles, wie der seelige Kurt Tucholski dachte. Sie muss auch noch politisch korrekt sein und darf keinesfalls sakrosankte Personen betreffen. Gut zu wissen.
Satire darf schon alles, nur ist es nicht die Aufgabe von Politikern Satire zu betreiben. Das Risiko des Missbrauchs als populistische Propaganda und Hetze ist hier einfach zu hoch.
Sonst hätte sich ja z.B. auch ein anderer berühmter österreichischer Politiker der es in Deutschland zum Reichskanzler brachte auch seinen Bestseller als Satire verkaufen können.
Oder gewisse Karikaturen mit Darstellungen von Menschen mit großen Nasen die besonders gierig, böse und hinterhältig seien in entsprechenden Zeitschriften: War ja alles nur Satire.
Und dieses permanente Gejammer über das vermeintliche Joch der "politischen korrektheit". Am Ende sind es doch immer diejenigen die sich über "politische korrektheit" beschweren, die die Öffentlichkeit "gleichschalten" sobald sie an der Macht sind.

@paule2 11:36 Diskussionsunkultur

Sie mögen ja der Meinung sein, dass öffentlich-rechtliche Medien subjektiv berichten. Von mir aus können Sie auch der Meinung sein, wir hätten "linke Staatsmedien", die über "übermäßige Macht" verfügen. Aber entschuldigen Sie bitte, jemanden öffentlich der Lüge zu bezichtigen, ist nicht einfach eine absolut legitime "Meinungsäußerung" oder so etwas wie "Satire", sondern erfüllt schlicht und einfach den Tatbestand der üblen Nachrede. Oder würden Sie sich das ohne Widerspruch von jemandem sagen lassen wollen? Und ganz abgesehen davon, was gelten denn noch Werte wie Höflichkeit und Respekt, wenn sich eine solche Diskussionsunkultur immer breiter macht, die mit nichts als Herabwürdigung des politisch Andersdenkenden arbeitet, nur noch die eigene Meinung gelten lässt und sofort "Zensur" und "Machtmissbrauch" schreit, wenn sie zu Recht kritisiert wird? Auch wenn es Ihnen vermutlich nicht gefällt: Strache ist Täter, und nicht etwa ein "Opfer" allzu mächtiger "Staatsmedien".

Vielleicht sollte einmal

Vielleicht sollte einmal jemand den Rechtsaussen-Politikern im deutschsprachigen Raum erklären, dass nur wer berufsmässig Cabaret und Satire betreibt, dies auch für eine eigne Äusserung anführen kann.

Eine saubere Sache

Endlich schlägt jemand die Stinkbomben-Parolen der Rechtspopelisten per Volleyschlag zurück.
Ich wünsche, der Ösi-Vize darf nun ordentlich auch in den anderen Vergleichsverfahren blechen. Man muss sie nur am Geldsack packen, etwas anders verstehen sie wahrscheinlich eh' nicht.

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