Ihre Meinung zu: Das neue Bundeskabinett: Zehn Aufsteiger, fünf Bewährte

14. März 2018 - 8:41 Uhr

Die Parteien haben kräftig durchgemischt, und so sitzen im neuen Bundeskabinett zehn neue Ministerinnen und Minister. Fünf dürfen weitermachen. Ein Überblick.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.857145
Durchschnitt: 2.9 (7 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Zehn Aufsteiger, fünf Bewährte

fünf Bewährte

Wie das und wobei?

5 Bewährte ?

Welche sollen das sein?Fr.v.d.L zum Beispiel, es gibt wohl kein Politiker der so viel geredet und so wenig bewegt hat. Es wird mir ein ewiges Rätzel bleiben ihr Wirken hat bei der BW die Situation verschlechtert, die Ministerin ist sehr unbeliebt in der Truppe. Nur ihre Selbstdarstellung ist auf hohem Niveau.
Bei einer anderen Bewährten wird ihre Stabilität gefeiert. Ich gebe zu bedenken das Stillstand und Inaktivität ziemlich stabile Stellungen sind.

Das neue Bundeskabinett: Zehn Aufsteiger, fünf Bewährte

Frau Merkel wird heute zur Bundeskanzlerin gewählt. Bei den vielen Mitarbeitern, Ministern, Lobbyisten und Bundestagsabgeordneten, die ihr treu ergeben sind, besteht doch gar keine Gefahr, dass sie nicht gewählt wird. Und auch die Parteien haben kräftig durchgemischt, und so sitzen im neuen Bundeskabinett zehn neue Ministerinnen und Minister. Fünf Ministerinnen und Minister dürfen weitermachen. Trotzdem wird sich nicht viel an der bisherigen Politik ändern, im Gegenteil. Das sieht man doch schon an den Äußerungen von den künftigen Ministern, wie Spahn und Seehofer.

Wie erwartet

Und schon wieder das gleiche Bild: unsere Minister sind einfach universell für jedes Ministerium geeignet, in dem noch ein schöner Chefposten zu haben ist.

Dieses Geschacher und Geschiebe, bei dem es offenbar völlig gleichgültig ist, welcher Fachbereich auf der Plakette am Eingang des jeweiligen Ministeriums eingraviert ist, ist genau das, was von einer GroKo befürchtet wurde. Vier Jahre "Weiter so!", obwohl wir nur noch zwei Schritte vom Abgrund entfernt sind.

Immerhin lassen die neusten Umfragewerte der SPD hoffen, dass in spätestens vier Jahren ein "Weiter so!" nicht mehr möglich sein wird, und dass in Deutschland endlich wieder vernünftige Oppositionspolitik gemacht wird, von ganz links bis ganz rechts.

Toll. Weiter so geht wirklich

Toll. Weiter so geht wirklich weiter.

Alles in Schieflage.
Aber wir machen weiter so.

Als Wähler bekommt man halt sehr wenig von den ganzen Nebentätigkeiten mit. Von den 5 Vollzeitjobs nebenher - und das pro Person!

Die Ministerriege ist das

Die Ministerriege ist das eine... Die aufgeblähte Liste der parlamentarischen StaatssekretärInnen das andere: Das vergrößert die Gefahr, dass Politik verwaltet statt gestaltet wird. Und was die Qualität der Ministerriege angeht: Herr Spahn zeigt schon vor seiner Ernennung, dass er sich nicht lange mit politischer Gestaltungsarbeit im Bereich Gesundheit aufhalten will, er will auffallen und sich "in Stellung bringen".

Das Unausweichliche

In Abwandlung einer anderen Überschrift.
Das Unausweichliche zeigt sich wieder einmal in der Tonation. Das fällt besonders auf, wenn man hier liest, bei Phoenix schaut, und bei RBB-Info hört.
Beginnen wir bei Letzterem.
"Im Gegensatz zu Deutschland steht doch bei der Präsidentenwahl in Russland der Gewinner schon lange fest."
Einfach darüber, über die Tonation, nachdenken, und sich dann die Frage stellen:
Zu welchem Zeitpunkt im letzten halben Jahr stand es in Deutschland je zur Debatte, daß die Gewinnerin NICHT Merkel heißt!
Sogar die Koalitionen waren völlig nebensächlich.
Liegt in der Gehässigkeit auf der selben Linie, weil es hierzu geradezu passt.
Der chinenische Präsident kann jetzt auch, wie pfui, nach einer Verfassungsänderung, lebenslang regieren. (Wiederwahl wird sinnigerweise verschwiegen!)
Wie demokratisch doch bei uns! Das GG sieht vorsorglich erst gar keine Begrenzung vor.
Merken Journalisten schon nicht mehr das Lächerliche solcher Formulierungen? Wir schon!

Endlich eine neue Regierung

Wenn ich mir die Verhältnisse um uns herum anschaue bin ich doch sehr zufrieden mit eine Kanzlerin Merkel und ihrem Kabinett.
-Chaos-Präsident und Dilletantentruppe in den USA

- unfähige und zerstritten Regierungspartei in GB

- Despot in der Türkei

-kriminelle Regierungsmitglieder oder Strippenzieher in Rumänien und Slowakei.

- hohe Fluktuation von Ministerpräsidenten in Italien

- Selbstbedienungsladen Griechenland

Hach, wie schön ist es doch in Deutschland!
Gruß Hador

Chance geben

Dass einigen die Besetzung der neuen Regierung nicht gefällt, kann man nachlesen. Aber auch denen, die mir nicht gefallen, gebe ich eine Chance. Hohe Erwartungen habe ich dabei nicht. Ich wünsche mir nur eines besonders, daß die produktiven Leistungsträger dieses Landes stärker in den Fokus kommen als die unproduktiven Leistungsnehmer. Wir leben überdurchschnittlich gut, weil es erstere gibt und nur weil es die gibt. Darüber sollten wir mehr reden und nachdenken. Tun wir leider viel zu wenig.

Warum nur 5? Heiko Maas?

War Heiko Maas nicht als Justizminister in der letzten Legislaturperiode auch bereits Minister? Er wechselt nur das Ressort zum Auswärtigen Amt, so wie zwei andere Minister (Altmaier, Barley) auch.

Im Übrigen verstehe ich das allgemeine Minister-"Bashing" nicht. Ich meine damit nicht die politisch abweichende Meinung, sondern die ständige Unterstellung, dass es allen Beteiligten nur um Chefposten und Versorgung ginge. Da gäbe es reichlich Jobs in der freien Wirtschaft mit weniger öffentlichem Rampenlicht und dafür besserer Bezahlung.

@ Hador Goldscheitel: Ich hoffe, Ihr Beitrag war nicht ironisch gemeint. Aber Ihre ernsthaften Beispiele anderer Länder zeigen tatsächlich, dass es uns in Deutschland mit der Gesamtlage wie unserem politischen Personal relativ gut geht.

Vielleicht sollte es tatsächlich

nicht Bewährte sondern zur Bewährung heißen. VdL kann sich jetzt nicht mehr rausreden, dass man nicht von einem Tag auf den anderen die BW reformieren kann. Jetzt muss sie liefern. Und auch alle anderen haben keine Duftmarken im positiven Sinne gesetzt oder, wie Barley, wegen der Kürze der Amtszeit nicht setzen können.
Das Ministeriumshüpfen zeigt aber, dass unsere Politelite in allen Bereichen fachliche Größen sind. Egal welches Ministerium, sie sind in allem fit und beliebig austauschbar. Oder doch nicht??? Wäre es nicht besser, ein paar Staatssekretäre oder Abteilungsleiter auf Ministerposten zu befördern? Die kennen die Schwierigkeiten ihres Ministeriums genau und sind mit den praktischen Problemen genauestens vertraut. Ist aber ein grundsätzliches Problem in Führungszirkeln. Je weiter oben desto weniger Ahnung von der Praxis. Manchmal wäre mir etwas Fachverstand an der Spitze lieber...nicht nur in der Politik.

RE: Nordic16

" Ich hoffe, Ihr Beitrag war nicht ironisch gemeint."
Doch war er, zumindest teilweise. Und zwar in bezug auf die typisch deutsche "Jammerlappigkeit". Es gibt in der westlichen Welt genügend Länder die echte Probleme mit ihrem Regierungspersonal haben. Hier wird aber geklagt und gezetert, als wenn morgen die Prophezeiungen zum Untergang des Abendlandes bevorstehen würden.
So schlecht sind unsere Leute gar nicht!
Gruß Hador

@09:10 von pkeszler

"Trotzdem wird sich nicht viel an der bisherigen Politik ändern, im Gegenteil."

Würde ich so nicht sagen. Schlechter geht's immer.

Bewährte?

"Fünf Bewährte" suggeriert doch das diese Kandidaten Ihren Job in der Vergangenheit richtig gemacht haben. Aber zumindest Barley und Maas sind doch primär als Versager aufgefallen die nur das richtige Parteibuch haben. Barley versagte als Generalsekretärin der SPD und wurde auf einen Ministerposten weggelobt und Maas hat bis zum Schluss keine reproduzierbare Erfolge als Justizminister nachweisen können. Eine neutralere Beschreibung wäre sicherlich besser gewesen.

Darstellung: