Ihre Meinung zu: E.ON will Innogy übernehmen: Megadeal auf dem Energiemarkt?

11. März 2018 - 15:05 Uhr

Auf dem Strommarkt in Deutschland sollen die Karten neu verteilt werden. Die Energieriesen E.ON und RWE haben sich auf einen Megadeal geeinigt: Die bisherige RWE-Tochter Innogy soll zerschlagen werden.

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Kommentare

Energie ist Daseinsvorsorge

Herzschläge und zurück in die öffentliche Hand. Seit der Strommarkt Liberalisierung der EU aus 1994 haben alle Bürger nur Nachteile erlitten.

E.ON will Innogy übernehmen!

In dem Fall ist das wohl alles in Ordnung und die Kartellbehörde hat nichts einzuwenden sind ja auch zum Teil mit unseren Politischen Akteure irgend wie Verbandelt.

Genau dort

ist das Problem was der Bürger am Ende teuer bezahlen muss, der Staat erfindet dann eine Öko Zulage für Firmen damit Sie ja genug Gewinn für Ihre Aktionäre machen.
Strom und Wasser oder Bahn waren früher mal Aufgaben des Staates damit jeder Bürger auch versorgt werden kann zu bezahlbaren Preisen.

Das heute leider nicht mehr so, das sollte verboten werden.

Gruß

Grosse Teil der Netze in nur einer Hand

Das Problem sind die Vorstände. Diese Personen führen diese Unternehmen wie Heatchfons und sind nur auf Gewinnmaximierung aus. Vergessen wird dabei aber das diese Unternehmen für die Energieversorgung der Menschen, dem Land und der Wirtschaft verantwortlich sind. Das ist von der Politik aber so gewollt, sonst hätten sie diese nicht so privatisiert.

Ich hoffe sehr, dass dies

Ich hoffe sehr, dass dies nicht genehmigt wird!

innogy

... war nie als unabhängiger RWE-Dropout geplant, ähnlich wie z.B. Covestro/Bayer. Die Muttergesellschaft hätte sich sonst seit 2016 zügig von Anteilen trennen müssen statt das neue Unternehmen an langer 76%-Leine zu belassen. Kleinaktionäre werden sich natürlich freuen, aber für innogy-MA, die ohnehin dem Vorwurf zu hoher Kosten ausgesetzt waren, wird die Übernahme kein Vergnügen sein: der etwas überhöhte Kaufpreis muss ja wieder reingeholt werden.

Der falsche Weg

Dieser Megadeal, sollte er denn kommen, wird wieder zum Nachteil der Verbraucher sein. Die Privatisierung der Energieproduktion war eindeutig der falsche Weg, die Konzerne müssen wieder verstaatlicht werden.

Energie ist Daseinsvorsorge

* korrektur
.
Zerschlagung ist das richtige Wort

da will man mal hoffen

daß E.ON sich nicht nun auch noch mit den bürgermeistern aus nrw rumschlagen muss. der aus ideologischen gründen rausgeschmissene rwe chef terium reicht!

re hummell

" Vergessen wird dabei aber das diese Unternehmen für die Energieversorgung der Menschen, dem Land und der Wirtschaft verantwortlich sind. Das ist von der Politik aber so gewollt, sonst hätten sie diese nicht so privatisiert."

Diese Unternehmen waren nie staatlich und sind folglich auch nie privatisiert worden.

re thomas wohlzufrieden

" Die Privatisierung der Energieproduktion war eindeutig der falsche Weg, die Konzerne müssen wieder verstaatlicht werden."

Diese Unternehmen ware nie staatlich. "Wieder verstaatlichen" geht also gar nicht.

Die Bundespost war auch mal ein Staatsunternehmen

Seit der Liberalisierung sind die Telefongebühren um über 90% gesunken.

Jetzt kann der Enkel auch mal die Oma anrufen, ohne gleich einen Kredit aufnehmen zu müssen.
Telefonanschlüsse sind auch kein Luxus für die oberen paar % mehr.

Das Wettern gegen die Privatisierung steht der Ineffizienz eines Staatsunternehmens entgegen.
Das wir in Deutschland nun sogar Internet statt BTX haben, sind weitere Beispiele für den gelungenen Wettbewerb.

Sowohl RWE, als auch EON

... und lokale Stadtwerke sind regelmässig unter den teuersten Anbietern für Private bei den Strompreis-Vergleichsportalen. Daran wird sich auch nach der Fusion/Zerschlagung wenig ändern. Aber sollte man den genannten Anbietern zum Vorwurf machen, dass private Verbraucher nicht willens sind, zu einem günstigeren Versorger zu wechseln? Es ist nicht Aufgabe der Regierung, in den legitimen Wettbewerb einzugreifen, weder für noch gegen mündige Verbraucher. Nur für Netzpreise gibt es eine unabhängige Behörde, alles andere muss der Energiemarkt selbst regeln -
solange kein Monopol entsteht.

@ Piffke

E.ON bezahlt RWE mit eigenen Aktien, voraussichtlich 17,6%. Steht auch so im Artikel. Und gerade weil E.ON zuletzt Verluste meldete (die allerdings vorwiegend im Kraftwerksgeschäft entstanden), macht eine massive Investition in das lukrative innogy-Netzgeschäft Sinn, um mittelfristig in die Gewinnzone zurückzukehren.

Verstaatlichen?

Abgesehen davon daß EON und RWE nie staatlich waren,kann ich mich noch gut an die fetten Rechnungen der Deutschen Post fürs telefonieren und Internet erinnern.
Das hab ich heute mit Mobil nicht mal zur Hälfte.
Aber mit der Zeit scheint sich bei manchem der Blick zurück doch stark zu verklären.

@ 17:38 Von karwandler

Sie scheinen ja ein ganz schlaues Buerschchen zu sein.
Leidet kennen sie die Geschichte und Ursprung dieser Unternehmen nicht. Daher halten sie sich doch besser in der Belehrung anderer zurueck. Das bitte grundsätzlich und nicht nur zu diesem Thema.

Egal

Irgendwo ist es mir egal, wie der Konzern nachher heißt und wem gehört, die Hauptsache ist das man viel Konkurrenz haben sollte und die sich dann unterbieten, woraus dann der Verbraucher am Ende profitieren würde.

Zurück in staatliche Hand

Während der Strom an der Börse immer biliger wird, soll der Endverbraucher immer mehr bezahlen, und dieser Trend wird sich mit dem besagten Megadeal weiter fortsetzen. Daher sollte die Energieversorgung zurück in staatliche Hand.

18:45 von Hummell

dem schliesse ich mich vollumfänglichst an! leider kann ich das hier nicht in so schöne worte kleiden

@wohlzufrieden

energie ist doch in staatlichem würgegriff. bei rwe haben die parteien das sagen und die energie wird mittlerweile mit über 60 % besteuert

Weitere Verdichtung der Anbieter

Mit Volldampf ins Monopol(y). Kohle-Gewinnung, Verstromung, Verteilung und Preisfestlegungen gehören in 1 Hand. So geht doch soziale Marktwirtschaft - oder habe ich wo nicht aufgepasst? Nur gut, dass es die zahnlosen Kartellwächter gibt: Die werden ketztabercGeschütze auffahren, gell?

Meiner Meinung nach müssten

Meiner Meinung nach müssten die Stromnetze zurück in staatliche Hand.
Bei der Energieerzeugung wird das allerdings immer unnötiger.

Jeder Häuslebauer kann heute mit Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung selbst Strom erzeugen.

Jetzt ist sogar die gesetzliche Grundlage geschaffen worden mit der Vermieter selbst erzeugten Strom an ihre Mieter verkaufen dürfen.

Wichtig ist eigentlich nur noch die bedarfgerechte und kostengünstige Verteilung der Überschüsse.
Ich bezweifle aber, dass das ein Privatunternehmen leisten kann und will.

@karwandel, mein bester

hast du mal was von VEBA gehört?

@ 18:37 von sedance

Abgesehen davon daß EON und RWE nie staatlich waren,kann ich mich noch gut an die fetten Rechnungen der Deutschen Post fürs telefonieren und Internet erinnern.
Das hab ich heute mit Mobil nicht mal zur Hälfte.
Aber mit der Zeit scheint sich bei manchem der Blick zurück doch stark zu verklären.

Also ich kann mich nicht erinner früher 25-50€ pro Monat für das Telefonieren bezahlt zu haben.

Aber um auf Ihren Kommentar einzugehen: die Netzdurchleitungsgebühren sind der grösste Anteil am Kilowattpreis. Tendenz stark steigend.
Dazu kommt dass die Kommunen ohne die Netze keine eigene billige Stromversorgung betreiben können sondern darauf angewiesen sind, was der Netzbetreiber anliefert.

@silverbeard

Also ich mußte schon fast 20DM bezahlen ohne das ich nur eine Minute telefoniert hatte.Nannte sich Grundgebühr. Und die Minutenpreise (gestaffelt nach Entfernung) fürs telefonieren haben bei einem 5 Personenhaushalt schön reingehauen.Dazu Internet per Modem und die dicke Rechnung war fertig.
Zum Thema Strom: Wer ist den Schuld das der Strompreis so hoch ist? Bei mir sind das Umlagen und Steuern,die der Staat erhebt. Warum sollte das billiger werden,wenn dieser die Netze in der Hand hat.Der Staat als Unternehmer war noch nie ein günstiger Anbieter!

früher war alles besser

eine einheit dauerte 9 min, endete aber mangels stoppuhr schon nach 8,3 min. eine minute in die usa kostete 5 mark und meine telefonrechnung dank modem und btx war bei ca 500 mark/des westens im monat.

um 20:40 von Karl Napf

Privatisierungen führen nicht zwangsläufig zu Preissenkungen. Im Bereich der Telekommunikation hat es ja in der zeit nach der Post-Privatisierung dramatische technologische Weiterentwicklungen gegeben. Auch ohne Privatisierung hätte es hier wohl Preissenkungen gegeben, vielleicht nicht ganz so starke. In anderen Bereichen haben Privatisierungen aber auch zu Preiserhöhungen geführt.

Schon nach 2 jährigem

Bestehen der RWE Tochter Innogy soll sie also zerschlagen werden, obwohl sie bisher besonders gewinnbringend war . Und was wird wohl bei der Zusammenarbeit der beiden Konzerne aus den 41000 Mitarbeitern werden?
Ich meine, dass es an der Zeit ist dass Rwe endlich die besonders umweltschädlichen Braunkohle Kraftwerke still legt, die lediglich noch 25% des Gesamtstroms liefern, und sie durch Erneuerbare und Gaskraftwerke ersetzt die nur ein drittel Schadstoffe wie das Treibhausgas Co2 austossen.
Dadurch könnten dann auch die relativ hohen Strompreise sinken.

Verflixte Kiste!

Ich habe sowohl in der Praxis als auch dohoam smarthome-Lösungen von Innogy am Laufen ... muss ich die Heizkörperthermostaten, Bewegungsmelder, Tür- und Fenstersicherungen, Alarm-Cams etc. bald wieder manuell regulieren :-) ???

Energieversorgung war nie staatlich?

Wikipedia hilft:

"Die Bayernwerk AG war ein Energieversorgungsunternehmen im Besitz des Freistaates Bayern, das 1921 gegründet wurde. Nachdem es 1994 mehrheitlich von der VIAG gekauft wurde, fusionierte diese im Jahr 2000 mit PreussenElektra zur E.ON Energie. "

Staatlicher geht's ja wohl kaum...

Deutsche Post

Ja es war damals nicht alles Gold was glänzt, allerdings wurde der Stand der Technik bis in die aller letzte Ecke gebracht und nicht wie heute : die Stadt bekommt das Maximum und das Land wird unterversorgt oder gar nicht.

Die Diskussion in Deutschland ist leider irrational.

Zu viele Politologen, Soziologen und andre Logen haben das Ruder übernommen.
Nichts ist mehr rational.

re hummel

"Leidet kennen sie die Geschichte und Ursprung dieser Unternehmen nicht. Daher halten sie sich doch besser in der Belehrung anderer zurueck."

Wenn Sie E.ON und RWE jemals als Staatsunternehmen kennengelernt haben bin ich sehr interessiert davon zu hören.

Nur pauschaler Widerspruch ohne jede Substanz beeindruckt mich nicht.

Am 11. März 2018 um 21:38 von Sepp2003

"Die Bayernwerk AG war ein Energieversorgungsunternehmen im Besitz des Freistaates Bayern, das 1921 gegründet wurde. Nachdem es 1994 mehrheitlich von der VIAG gekauft wurde, fusionierte diese im Jahr 2000 mit PreussenElektra zur E.ON Energie. "

Können Sie sich vorstellen, dass ich mir als Einspeiser die Zeit zurückwünsche, als noch die OBAG mein Vertragspartner war? Die Einspeisevergütung ist die ganze Zeit auf dem gleichen Stand geblieben, jedoch sind die Gebühren gewaltig gestiegen ... und bei Wartungsarbeiten hat man voll zu bezahlen, statt wie früher nur den Nachttarif.

Die höchste Strompreise

Eon und RWE haben zumindest in den letzten 20 Jahren ein Markt- und Firmenpolitik des Versagens betrieben. Sämtliche Entwicklungen wurden versäumt. Als kleinere Anbieter, sogar preisaggressiv, auf breiter Ebene Wind-und Sonnenenergie anboten, tat sich nichts bei RWE und EON. In Gegenteil, für Milliardenbeträge wurden Energiekonzerne im Ausland gekauft, die noch nach herkömmlicher Weise produzierten und de facto schon Pleite waren. Das einzige was von Wert war, waren die Netzwerke und die wurden nicht mit gekauft. Milliarden sind im Sand gesetzt worden. Bezahlen tut es immer noch der Verbraucher. Deutschland dürfte die höchste Strompreise in Europa haben.

Am 11. März 2018 um 21:14 von Ultimo25

"lediglich noch 25% des Gesamtstroms liefern, und sie durch Erneuerbare und Gaskraftwerke ersetzt die nur ein drittel Schadstoffe wie das Treibhausgas Co2 austossen.
Dadurch könnten dann auch die relativ hohen Strompreise sinken."

Glauben Sie wirklich an sinkende Strompreise? Der Bedarf wird steigen und somit auch der Preis. Was wieder kommen wird, sind staatlich geförderte Kernkraftwerke, wie sie in der EU bereits jetzt favorisiert werden.

re sepp2003

"Energieversorgung war nie staatlich?

Wikipedia hilft:

"Die Bayernwerk AG war ein Energieversorgungsunternehmen im Besitz des Freistaates Bayern, das 1921 gegründet wurde. Nachdem es 1994 mehrheitlich von der VIAG gekauft wurde, fusionierte diese im Jahr 2000 mit PreussenElektra zur E.ON Energie. "

Staatlicher geht's ja wohl kaum..."

Ich sehe eigentlich in Ihrem Beitrag, dass E.ON kein Staatsunternehmen war.

Auch die Vorgängerfirmen der Bayernwerk AG waren teilweise privat.

21:11 von Klärungsbedarf

um 20:40 von Karl Napf

Privatisierungen führen nicht zwangsläufig zu Preissenkungen. Im Bereich der Telekommunikation hat es ja in der zeit nach der Post-Privatisierung dramatische technologische Weiterentwicklungen gegeben. Auch ohne Privatisierung hätte es hier wohl Preissenkungen gegeben, vielleicht nicht ganz so starke. In anderen Bereichen haben Privatisierungen aber auch zu Preiserhöhungen geführt.
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In welchen Bereichen ist eine Erhöhung erfolgt?

re ex-bayerndödel

" Der Bedarf wird steigen und somit auch der Preis. Was wieder kommen wird, sind staatlich geförderte Kernkraftwerke, wie sie in der EU bereits jetzt favorisiert werden."

Könnten Sie mal aufzählen, in welchen EU Ländern wieviele staatlich geförderte Kernkraftwerke gebaut werden?

@karwandler

Ich hoffe ja nicht, das es viele gibt und geben wird. Ich finde die Kraftwindräder immer toll, wenn ich an welche vorbeifahre. Sowas/Ähnliches sollte mehr geschaffen werden und eben Geräte die noch weniger Energie verbrauchen. Das sollte weiterhin die Vision einer umweltfreundlichen Energieerzeugung sein.

22:27 von karwandler

mein gutster, du bist einfach grossartig. das muss ich dir hier doch bescheinigen. hut ab!

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